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WTF-Momente (80er-Jahre Edition)

Vorhin beim Genuss einer Zigarette vor meiner Haustür musste ich zwei Mal hinschauen, bevor es dann zu dem berühmt-berüchtigten „WTF?!?“-Moment kam:

Ein junger Mann, mindestens vier oder fünf Jahre jünger als ich, kam da angestiefelt. Ich weiß nicht genau, ob in Bonn schon wieder die Karnevalszeit begonnen hat oder sich ein Loch im „Raum-Zeit-Kontinuum“ aufgetan hat: Ausgestattet mit „Vokuhila“-Frisur, Lederjacke, enger Jeans und halb-hohen Turnschuhen konnte der aber eigentlich nur aus den 80er-Jahren entsprungen sein.

Hoffentlich wird das nicht wieder modern.

WTF-Momente (Profi am Bau-Edition)

Vom Balkon meiner Arbeitsstätte habe ich einen schönen Ausblick – auf das Gebäude einer kleinen Baufirma, die sich aus Mitarbeitern nicht-deutscher Herkunft zusammensetzt. Diesen Balkon besuche ich mehrmal täglich, um mir eine Pausenzigarette zu genehmigen.

Dieser Tage hatte habe ich da gleich zwei schöne Dinge erlebt. Eines Morgens wurde ich Zeuge, wie zwei Mitarbeiter der Firma Beton oder ähnliches produziert haben. Dieser sollte anscheinend zu einer Baustelle transportiert werden. Und wie macht man das? Richtig: Wir nehmen den Firmensprinter und lassen den Kram einfach auf die Ladefläche laufen. Tür zu und ab damit!

Von solch professionellem Handeln war ich dann schon ein wenig perplex – doch ein paar Stunden später konnte ich dann noch weiter dazulernen. Eben jener Sprinter musste natürlich auch wieder sauber gemacht werden, zumindest grob denke ich. Und was machen wir da? Richtig: 50 Meter weiter wird ein Deckel in der Straße aufgemacht, ein Hydrant reingestellt und dann anschließend ein langer Schlauch gelegt, um den Sprinter auszuwaschen.

Mein Fazit: Auf dem Bau zu arbeiten ist total einfach und vor allem: Echt lässig! Die Lösungen für einige Probleme scheinen näher zu liegen, als man im Allgemeinen annimmt.

WTF-Momente (Notenaushang-Edition)

Bekanntlich habe ich vor gut einer Woche die letzte Klausur meines Studiums geschrieben und bin sogar mit einem guten Gefühl aus dem Raum gegangen. Zwar wurde meine Laune nach dem Vergleich von einer Aufgabenlösung direkt ein wenig gedämpft, doch hatte ich weiterhin ein gutes Gefühl.

Eben erreichte mich dann der Anruf vom Kollegen J.: „Telematik hängt aus, geh mal gucken!“ Zwei Minuten verblieben mir noch zu meinem Termin mit meinem Chef und so spurtete ich los. Am Aushang des betreffenden Professors hing dann auch nur ein Zettel mit Noten, auf dem ich mich direkt fand. Meine Matrikelnummer war auch leicht zu finden und dann war ich einen kleinen Moment perplex:

„$MaddinsMatrikelnummer – 1,0“

stand da. Damit hätte ich im Leben nicht gerechnet.

Gerade wollte ich schon frohlockend davonspazieren, als mir die nächste Zeile der Notenliste ins Auge sprang. Das war der berühmt-berüchtigte WTF?!?!-Moment: Da steht nämlich

„$MaddinsMatrikelnummer – 3,0“

Nun gilt es, $Professor aufzutreiben und mal zu klären was ich wirklich hab. Ob ich in meinen Verhandlungen nun eher auf eine 1,3 oder doch lieber den Durchschnitt von 2,0 pochen soll, werde ich mir bis dahin überlegen.

Dennoch bin ich nun zumindest mal Klausurenfrei! Zum zelebrieren dieses Umstandes habe ich dann auch gerade die angesammelten Telematik-Unterlagen auf die externe Platte verschoben und dann endgültig den Ordner mit dem einprägsamen Namen „Zu Bestehen“ gelöscht.

Aktualisierung: Die Antwort auf meine Frage per Mail (Die ich aus irgend einem Grund mit „Martin Schneyra“ unterschrieben hab, was mag $Professor nur von mir denken?) kam gerade: Es ist leider nur die 3,0 geworden…