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Minecraft

Meine Bude in Minecraft

Aus der Kategorie „Dinge die mich vor den Bildschirm fesseln“: Minecraft, ein sogenanntes „Sandbox“-Spiel. Es läuft überall dort wo es Java gibt, also sowohl unter Windows als auch Mac OS X oder im Browser. Die Grafik ist ein wenig ungewöhnlich minimalistisch gehalten, erzeugt aber ihre ganz eigene Stimmung.
Obwohl es aktuell nur als Alpha-Version vorliegt, verkauft es sich schon richtig gut und wird stetig weiterentwickelt. Wer in der nächsten Zeit irgend etwas vor hat, sollte diesen Beitrag vielleicht nicht lesen. Gerade für alle Menschen, die früher ähnlich gerne mit Lego gespielt haben wie ich, könnte das wirklich zeitraubend werden.

Worum geht es?

Minecraft is a game about placing blocks while running from skeletons. Or something like that…

Eigentlich ist das schon ganz passend zusammengefasst. Der Spieler landet zu Beginn in einer zufallsgenerierten Landschaft und muss von nun an überleben. Das ist das Ziel des Spieles. Während die Landschaft tagsüber nämlich in strahlendem Sonnenschein wirklich hübsch aussieht und von Kühen, Schafen, Enten und Schweinen bevölkert wird, ist es nachts schon ein wenig gefährlicher: Dann tauchen nämlich dicke Spinnen, Zombies, Pfeile schießende Skelette und explodierende Viecher auf. Und damit fängt der Spaß dann auch an.

Um zu überleben kann man dann die Landschaft nach seinen eigenen Wünschen umgestalten. Es gibt verschiedene Gelände- und Ressourcen-Typen, die man mit Hilfe einer Werkbank oder eines Ofens auch umwandeln und kombinieren kann. So fälle ich mir zum Beispiel einen Baum, mache aus dem Holz zuerst Bretter und dann Stöcke, um diese dann mit Kohle kombiniert in eine Fackel zu verwandeln. Auf ähnliche Art und Weise baut man auch Leitern und Werkzeuge. Mit diesen geht dann vieles schneller und man kommt gut voran beim Bau des ersten eigenen Hauses. Das ist nämlich der einzige Schutz vor den schon erwähnten fiesen Kreaturen.
Anschließend geht es dann tiefer: Um an den richtig coolen Kram ranzukommen, muss man nämlich in den Untergrund gehen und ein Bergwerk bauen. Hier lauern dann wieder andere Gefahren, aber ich will nicht zu viel verraten.

Neben den eher einfachen Werkzeugen gibt es auch noch Dynamit und dann auch noch die Möglichkeit ein Schienensystem zu bauen oder mit Hilfe von Schaltern und Leitungen andere kluge Dinge zu basteln. Unten findet sich dafür ein recht schönes Anwendungsbeispiel.

Jedenfalls macht das Spiel eine Menge Spaß und man vergisst ganz schnell auch mal die Zeit während man sein Haus zur Burg umbaut oder sich in seiner Mine von einer Ressource zur nächsten klopft. Einen Multiplayer-Modus gibt es wohl auch, ich würde mich sehr freuen wenn mich mal jemand kontaktieren würde mit dem ich den ausprobieren kann.

Verrückte Menschen

Sehr schnell hat sich rund um das Spiel, obwohl es noch im Alpha-Stadium ist, eine große Fangemeinde gebildet. Da gibt es dann zum Beispiel einen Menschen, der ein funktionierendes 16-bittiges Rechenwerk nachgebaut hat.

YouTube-Vorschaubild

Andere gehen hin und bauen Raumschiff Enterprise inklusive dem Interieur nach.

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Hier hat jemand eine Schienenbahn gebaut. Die Fahrt dauert in Echt rund 30 Minuten, hier verkürzt auf etwa drei.

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Man kann sich stundenlang bei YouTube verdulden. Es gibt anscheinend eine Menge Menschen die zu viel Zeit haben. Geradezu mies verlief im Vergleich dazu mein Versuch, die Idar-Obersteiner Felsenkirche nachzubauen. Nach einer guten Stunde gab ich schon auf.

Minecraft - Felsenkirche

Sonstwo im Internet

Neben verrückten Konstruktionen findet man im Internet auch eine Menge nützlicher Dinge. Während ich spiele habe ich normalerweise immer das Minecraft-Wiki offen, da ich dort ganz schnell mal ein „Rezept“ für die Umwandlung nachschauen kann.

Ganz großartig finde ich auch den Moar Minecraft Kartenrenderer. Hier kann man seine eigenen Karten hochladen und die Seite stellt sie dann in bester Google Maps-Manier dar. Das stöbern in den Archiven dort lohnt sich.

Eine Minecraft-Welt

Eine Legende?

Heftig beworben wurde der neue Film mit Will Smith: I Am Legend. Am Wochenende kam ich nun auch dazu, ihn mir anzuschauen. Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch des Autors Richard Matheson, dass dieser bereits 1954 geschrieben hat. Deshalb ist es nicht verwunderlich, dass es auch schon vor I Am Legend verfilmt wurde – insgesamt dreimal.

Um nicht zu viel zu verraten: Grundsätzlich handeln das Buch und auch die Filme vom anscheinend letzten Menschen auf dem Planeten Erde, während der Rest der Menschheit entweder von einem gemeinen Virus dahingerafft wurde oder nun ein klägliches Dasein als Vampir fristet. Robert Neville (der letzte Mensch) muss sich nun auf sein Überleben konzentrieren und versucht ein Gegenmittel gegen des Virus zu finden.

Der Film mit Will Smith gefällt alleine schon durch die vielen tollen Bilder aus dem nahezu ausgestorbenen New York, in dem der Hauptdarsteller mit seinem Hund auf Antilopenjagt geht und vom Deck eines Flugzeugträgers aus Golf spielt. In einigen Rückblenden bekommt man die Vorgeschichte erzählt.
Eigentlich hätten meiner Ansicht nach die Vampire können zu Hause bleiben. Nicht nur, weil ich keine hässlichen Zombie-Vampire mag und nicht so sehr auf Horror stehe: Alleine die Geschichte eines einzelnen Mannes in einer ausgestorbenen Stadt hat für mich schon einen großen Reiz und regt zum Nachdenken an. Wie würden wir uns verhalten, wenn einer von uns der vermeintlich „letzte Mensch“ wäre?

Insgesamt ein gut gemachter Film, der leider ein wenig berechenbar ist und das Ende entspricht auch nicht so ganz meinem Happy-End begeisterten Herz. Dennoch, vor allem wegen der apokalyptischen Szenen aus New York, sehenswert und zum berieseln durchaus geeignet. Eine „Legende“ wird der Film aber nicht.