Von einem letzten Arbeitstag und einem Kurzurlaub

Das war es dann. Die Woche startet direkt mit einem Ende: Letzter Arbeitstag beim Chefkoch. Im Laufe der letzten Woche hatte ich schon nach und nach meine sieben Sachen mit nach Hause genommen. So ist an diesem Tag nicht mehr so arg viel zu tun: Kuchen essen, Abschiedsmail schreiben, Computer platt machen und zurückgeben. Die Offboarding-Liste ist schnell durchgegangen. Dann noch einmal von den Kollegen verabschieden und schon fällt die Tür das letzte Mal hinter mir zu. Ich werde die Leute hier sicher noch eine Weile vermissen.

Den Dienstag habe ich frei, nichts vor und nichts zu tun. Eine eher ungewöhnliche Situation, die ich dazu nutze ordentlich auszuspannen und Serienfolgen zu schauen. Und meinen Kram zu packen, denn am Mittwochmorgen geht es für Fräulein Anna und mich zeitig los: Erst zur Autovermietung, dann nach Köln um Frau Schwester einzuladen und dann direkt weiter auf die A4 in Richtung Holland. Zoutelande ist unser Ziel, die Eltern im Urlaub besuchen. Wir verbringen dort entspannte zweieinhalb Tage, ich berichte sicherlich in Kürze noch einmal ausführlich.

Dünenhaus Zoutelande
Dieses Häuschen in den Dünen ist sicherlich mein Lieblingsmotiv in Zoutelande. Der Meerblick aus dem Fenster im Dach ist bestimmt großartig!
Kamera am Meer
Hallo Meer! 🌊 Gutes Wetter muss man ausnutzen und ein paar schicke Bilder machen. Ich mag es, wie ich hin und wieder beim Fotografieren die Zeit vergesse.
Meer
Und das ist dann das Ergebnis aus obiger Kamerasituation. Ich mag das Bild sehr gerne und es gibt einen wunderbaren Bildschirmhintergrund.

Am Freitag, meinem Geburstagstag, geht es dann nach einem letzten ausführlichen Strandspaziergang zurück in die Heimat. Autofahren macht mir heute keinen Spaß, dieser Stop-and-Go-Quatsch nervt. Ich bin froh als der Wagen wieder bei Europcar auf dem Hof steht. Über das Wochenende werde ich langsam ein wenig aufgeregt, man fängt ja nicht jeden Tag eine neue Arbeit an. Wohnung aufräumen und kochen lenken ab. Und schließlich ist die Woche vorbei, der Tatort aus dem Schwarzwald ist tatsächlich sehr spannend. Ein guter Abschluss.

Eine vortragsreiche Woche und ein Wochenendausflug

Meine Güte, diese Woche war ich so viel unterwegs wie schon lange nicht mehr. Ganz nebenbei arbeite ich auch noch die letzte komplette Woche in der Firma. Ein letztes Planning, ein letztes Refinement. Hach.

Montag ist Webmontag! Der erste Vortrag ist mehr ein Gespräch in großer Runde. Es dreht sich um das Thema „Achtsamkeit am Arbeitsplatz“ und ist ziemlich interessant. Ich lerne, dass ich schon einiges richtig mache, in dem ich hin und wieder mal aufstehe und einen kleinen Spaziergang über den Flur mache. Im Anschluss geht es dann noch um Github und die Gepflogenheiten in Open-Source-Projekten. Der Vortrag beinhaltet auch eine kleine Einführung in Git selbst und ist für wirklich alle, egal ob vom Fach oder nicht, interessant.

Dienstag ist Ausstand in der Firma. Ein paar Tage zu früh für mich, aber es bietet sich an das mit dem anderen gehenden Kollegen zusammen zu machen. Bis Sonnenuntergang stehen wir auf der Dachterrasse und quatschen, ein schöner Abend. So ganz einfach wird mir der Abschied in der kommenden Woche sicher nicht fallen.

Und weil ich dann noch nicht genug unterwegs war, geht es am Mittwoch-Abend nach Köln zur Symfony User-Group. Nach einer anderthalbstündigen Odyssee zur ausrichtenden Firma in Ehrenfeld ist der Vortrag über Webpack in Symfony-Projekten für mich sehr aufschlußreich. Ich hatte mich mit dem Bundler noch nicht auseinandergesetzt und habe das nun auch verschoben, bis ich das nächste größere Single-Page-Projekt mache. So lange ich normale Webseiten baue, werden meine erprobten Gulp-Tasks weiterhin brav ihren Dienst tun. Gleich zwei meiner neuen Kollegen sind auch da – ich freue mich darüber ein bisschen Fach zu simpeln. Die Vorfreude auf den neuen Arbeitsplatz steigt.

Donnerstag ist Sport-Tag. Da ich ja wieder ein bisschen mit der Schulter zu tun habe in der letzten Zeit, bin ich einigermaßen motiviert. Zwanzig Uhr ist aber dennoch spät und es kostet mich einiges an Überwindung, doch nochmal aus dem Haus zu gehen. Um beim Thema zu bleiben: Noch auf dem Heimweg von der Arbeit war ich heute zur Vorsprache bei einem neuen Fitti und erkundigte mich nach Preisen. Ich überlege ernsthaft, mich nochmal daran zu versuchen. Zu Hause bekomme ich wirklich nichts getan und so langsam werde ich wieder ein bisschen unzufriedener mit meinem Bauchumfang. Ich überlege noch.

Das Poppelsdorfer Schloß

Und dann ist auch schon der Freitag vorbei und ich bin ausreichend geschlaucht um wirklich früh ins Bett zu gehen. Sonst passiert nichts.

Am Samstag feiern Fräulein Annas Krefelder Mitbewohnerinnen Geburtstag. Ich bin trotz einem ausführlichen Mittagsschlaf ordentlich gerädert. Gut, dass ich trotzdem losziehe: Die Gartenparty ist ein großer Spaß, mit Lagerfeuer und viel Gequatsche. Nach einem ausführlichen Weißwurstfrühstück geht es nach Hause. Wählen, Kuchen essen, Abschiedskuchen backen, Wahlergebnisse anschauen, ärgern und auf Serienfolgen umsteigen. Sowohl das Fräulein als auch ich sind sehr müde. Das Wahlergebnis ist so ein bisschen wie erwartet. Ich gehe dennoch recht frustriert ins Bett. Vielleicht muss ich da mal extra ein paar Worte zu verlieren.

Von Bildern am Rhein, einem Firmenlauf und einer reparierten Lampe

Es ist scheinbar die Woche der Bilder von Schiffen auf dem Rhein, die ich durch Bäume hindurch fotografiere. Meine Lieblingsband Kettcar bringt einen weiteren Titel als Vorschau auf das kommende Album heraus. Auch „Wagenburg“ gefällt mir richtig gut, ich packe weiter unten mal das (leider langweilige) Video hin.

Schiff auf dem RheinSchiff auf dem Rhein

Ansonsten: Apple Keynote! Sowas lässt mich interessanter Weise heutzutage eher kalt. Dennoch fahre ich in die neue Firma und schaue mir das Event im Livestream an. Ein guter Abend. Pizza, dummes Gespräch. Top. Ein neues iPhone werde ich mir trotzdem nicht kaufen, das steht erst frühestens nächstes Jahr auf dem Plan.

Am Donnerstag ist Firmenlauf. Ich habe mich dieses Mal überhaupt nicht vorbereitet, was aber tatsächlich nicht schlimm ist. Eine gewisse Grund-Fitness scheint vorhanden zu sein. Auf die Wettersituation kann ich mich aber auch gar nicht vorbereiten. Kaum habe ich meinen Rucksack in der Rheinaue abgegeben, fängt es an zu Regnen und hört auch den Rest des Tages nicht mehr auf. Nach wenigen Metern bin ich durch alle Klamotten nass. Tatsächlich gewöhne ich mich auch daran recht schnell, es kann ja nun nicht mehr schlimmer kommen. Als ich dann auch noch zwei Kollegen finde mit deren Laufgeschwindigkeit ich kompatibel bin, ist der Lauf an Ende sogar sehr schnell vorbei. In diesem Moment hätte ich locker noch ein bisschen gekonnt. In den kommenden Tagen soll ich dann aber auch ein bisschen in den Beinen merken, dass ich mich ungewohnt bewegt habe.
Nach einer schnellen Bratwurst düsen dann alle ab. Wenn man sich nicht bewegt, wird es schnell kalt. Ich finde das schade, als ich auf dem Heimweg bin. Im vergangenen Jahr hatten wir noch recht lange zusammengestanden und gequatscht.
Dass am Freitag Abend bestes Wetter und Sonnenschein herrschen, ist natürlich eine besondere Frechheit.

YouTube-Vorschaubild

Mein absolutes Wochenhighlight ist sicherlich, dass ich es schaffe mit der Wohnzimmerstehlampe mal zum Repair Café in der Ermelkeilkaserne zu gehen. Wer es nicht kennt: Das Repair Café ist ein Angebot, zu dem man kaputte Dinge mitbringen kann um sie gemeinsam mit einem technisch begabten Menschen zu reparieren. In meinem Fall stellt sich heraus, dass nur eine Sicherung kaputt ist. Eine eben solche erstehe ich dann wenig später bei Conrad im Zehnerpack für zwei Euro und neun Cent. Die Lampe geht wieder – ich bin zufrieden.

Dann schaffe ich noch dazu ein bisschen Computerkram über das Wochenende und kann es als „durchaus produktiv“ abhaken.

Am Sonntag laufen Fräulein Anna und ich am Rhein entlang bis nach Graurheindorf, wo wir in einem neuen Café einkehren. Das Fräulein möchte hier ihren Geburtstag feiern, ich glaube das ist eine gute Idee. Nach dem anstrengenden Spaziergang stärke ich mich mit einem sehr leckeren Stück Sachertorte und dann fahren wir mit der Bahn wieder zurück.

Von letzten Malen, Prokrastination und einem entspannten Sonntag

Neue Woche, neues Glück. Sie startet mit meinem letzten kompletten Sprint auf der Arbeit. So langsam fange ich an Dinge das letzte Mal zu tun. Und auch damit mich von Leuten zu verabschieden. Das ist ein bisschen traurig. Gleichzeitig freue ich mich aber auch jeden Tag ein bisschen mehr auf die neue Arbeit.

Aus irgendwelchen Gründen wurde mein Reha-Sport verlegt. Der findet nun Donnerstags um zwanzig Uhr statt. Und das ist – gewöhnungsbedürftig. Es kostet mich richtig Überwindung nochmal das Haus zu verlassen. Spaß macht es dann trotzdem. Es fällt auf: Dieses Mal sind viel mehr deutlich jüngere Leute in der Gruppe.

Und schon ist Freitag und ich raffe mich noch einmal auf. Ein paar Häuser von Fräulein Annas Geschäft hat ein neuer Laden aufgemacht. Es gibt Herrenbekleidung, ich habe dort schon eingekauft und heute soll Einweihung gefeiert werden. Ich bin leider ziemlich K.O. Ein wenig munterer werde ich gegen Ende der Veranstaltung, als ich bei der Tombola tatsächlich abräume und einen Gutschein für einen Barbier-Besuch gewinne. Woher ich jetzt den zu trimmenden Bart nehmen soll ist dann eine andere Frage.

Und dann ist Wochenende. Ich beschließe, dass ich nun mit gut neun Monaten das Erstellen der Steuererklärung lange genug prokrastiniert habe. Da hat man ja schneller ein Kind in die Welt gesetzt! Auch beim Finanzamt ist man dieser Meinung, weswegen man mir auch schon einen Brief schrieb. Am Ende bin ich dann wie immer total überrascht, wie schnell das Ganze geht. Dank Übernahme- und Importfunktionen der schlauen Wiso-Software brauche ich dieses nicht mal eine Stunde. Die hätte ich auch am etwa ersten Januar mal aufwenden können.

Alte Sternwarte Bonn
Am „Tag der offenen Denkmäler“ ist der Andrang zu den Führungen an der alten Sternwarte groß.

Am Sonntag lassen Fräulein Anna und ich es uns gut gehen. Nach einem Frühstück bei Kurt, dem Kaffeeröster besuchen wir die Volkssternwarte an der Poppelsdorfer Allee, wo es im Rahmen des „Tag des offenen Denkmals“ Führungen und Präsentationen gibt. Nachdem wir bei der Führung durch die ehemalige Sternwarte der Uni leider rein akustisch nicht so viel verstanden haben, ist die Präsentation eines Computerprogramms zur Simulation des Sternenhimmels deutlich interessanter. Wir erleben auf der Leinwand eine Sonnenfinsternis – und das nicht nur aus unserer Erdsicht, sondern auch aus Sicht der Sonne. Sehr cool!
Zum Tag des offenen Denkmals gibt es übrigens eine ganz gut gemacht Telfon-Anwendung, die einem übersichtlich auf einer Karte die verschiedenen offenen Denkmäler anzeigt. Praktisch!

Nachdem wir dann jeder noch ein Stück Kuchen auf dem Teller hatten, ist es fast schon Zeit den Tatort zu schauen. Der kommt heute aus Stuttgart und ist deutlich weniger nervig als ich dachte. Auch nicht schlecht.

Sonnenuntergang in Beuel

Sonnenuntergang Rhein Bonn

Es ist vielleicht der letzte richtige Sommertag. Knapp 30 Grad, strahlender Sonnenschein. Schon eine ganze Weile steht ein Spaziergang bei Sonnenuntergang auf der anderen Rheinseite auf meiner Liste. Über die Kennedy-Brücke geht es nach drüben, ich bin fast schon ein bisschen spät an. Schade, dass ich das nicht schon früher gemacht habe. Neben mir sind da noch eine Menge andere Leute, es ist richtig viel los.

Die Terrasse im „Bahnhöfchen“ ist voll besetzt. Der Shisha-Raucher, der gerade von seiner Freundin beim Kartenspiel abgezockt wird, grinst mich an. Die Stimmung ist großartig, an gleich zwei Stellen haben sich Menschen getroffen um zu tanzen. Die einen zu klassischer Musik, ein paar hundert Meter weiter ist es etwas basslastiger. Ich mache das ein oder andere Foto, die Bonner Skyline ist hier leider nicht so besonders abwechslungsreich. Am südlicheren Ende Bonns hätte ich sicherlich mehr Erfolg.

Ich bin dennoch zufrieden. Und wie das mit Sonnenuntergängen so ist, der ist dann auch ganz schnell vorbei und ich wieder auf dem Heimweg. Weil es immer noch so schön warm ist, gibt es zu guter letzt auch noch ein Eis. Ein guter Abend. Fünf von fünf Sternen.

Kennedybrücke BonnSonnenuntergang Rhein Bonn Beuel

Von Schulterschmerzen und blauen Dingen

Haken wir das übliche Gejammer über die Gesundheit direkt zu Beginn ab: Ich habe Schulterschmerzen! Meine Güte! Irgendwie habe ich es geschafft, dass mir jede fast Kopfbewegung diese Woche weh tut. Aber sicherheitshalber nicht jede, so dass der Schmerz einen auch immer wieder schön überrascht. Erst einrenkende Maßnahmen durch den Orthopäden schaffen Abhilfe. Ich bin innerhalb weniger Minuten wieder ein neuer Mensch. Da lohnt sich auch die Sitzerei im Wartezimmer.

Gegenlicht Sonnenuntergang
Beim Abendspaziergang auf der Beueler Rheinseite kann man schön in die untergehende Sonne fotografieren.
Kennedybrücke Bonn
Die Kennedybrücke im Sonnenuntergang. Inklusive eines Frachtschiffs und einigen Paddlern.

Den vielleicht letzten richtig heißen Tag des Sommers nutze ich zu einer kleinen Fototour. Schon lange will ich mal zum Sonnenuntergang auf die andere Rheinseite. Bei gut dreißig Grad auf dem Thermometer und fast wolkenlosem Himmel ist das ja die richtige Gelegenheit. Also: Rucksack auf und los. Tatsächlich gelingt mir das ein oder andere schöne Bild im Gegenlicht. Aber auch ansonsten gefällt mir die Atmosphäre am Beueler Rheinufer. Da fehlt noch ein Blogpost dazu, deshalb nehme ich hier nicht zu viel vorweg. Nur kurz: Ich muss viel öfter Abends noch einmal mit dem Fotoapparat los. Keine Ahnung warum ich immer wieder vergesse wie gut ich dabei entspannen kann.

Am Samstag Mittag breche ich nach Mainz auf. Der Genge feiert Geburtstag, das ist ein guter Grund sich in den Zug zu setzen. Der Abend ist zwar kalt, aber die Würste lecker und das Feuer hilft ein bisschen. Ich unterhalte mich gut, was will man mehr? Den nächsten Tag stromern wir nach ein wenig ausschlafen und einem ausführlichen Frühstück noch eine Weile durch die Stadt und am Mainzer Rhein entlang. Es gibt Eis in leckeren Geschmacksvarianten, für mich gebrannte Mandel (Fancy!) und Schokolade (Spießbürger!).

Chagall-Fenster in Mainz
Die Chagall-Fenster der Mainzer Stephanskirche tauchen alles in ein schickes Blau.
Kegel auf der Bundeskunsthalle
Die drei charakteristischen Kegel auf der Bundeskunsthalle passen sich gut an den blauen Abendhimmel an.

Wieder zu Hause in Bonn bleibt uns nicht viel Zeit zum Entspannen. Für den Abend haben das Fräulein und ich Kinokarten reserviert. „Ghost in the Shell“ wollen wir uns anschauen, gezeigt wird der Film im Rahmen der „Filmnächte auf dem Dach“. Genau: Auf dem Dach, im Freien. Gut, dass wir vorbereitet sind und dicke Klamotten und eine Decke dabei haben. Der Film ist toll. Ich finde die Handlung spannend und die Bilder wirklich großartig. Aber es ist mir einen Ticken zu kalt zum Sitzen.

Von siebenhundert Beiträgen und einer Kurzreise nach Hamburg

Vergangene Woche knackt dieses Blogdings hier die Siebenhundert-Beiträge-Marke. Wow! Tatsächlich hatte ich das nie so wirklich im Blick und war dann ein bisschen überrascht, als mir die Zahl auffiel. Diese hier ist dann wohl die richtige Stelle, um mal auf die Archiv-Seite zu verweisen, von der aus man sich ganz gut durch die Seite navigieren kann. Und irgendwann schaffe ich es auch, die ungefähr 900 Beiträge im Offline-Archiv alle zu sichten und die relevanten auch in dieses Blog zu überführen. Ich habe damit vor längerem schon mal angefangen, da kommt aber noch eine Menge Arbeit auf mich zu. Und danach miste ich dann auch mal diese Tag-Wolke aus. Versprochen.

Den Rest der Woche „verbringe“ ich mehr oder weniger. Es gelingt mir endlich mal wieder, ein paar Dinge am Computer auszuprobieren, ich schaffe es das ein oder andere Bild zu bearbeiten. Den Freitag Abend verbringe ich mit einigen Kollegen auf der Dachterrasse der Firma – es gibt den ein oder anderen Ausstand zu feiern.

Nachdem der Samstag der Hausarbeit gewidmet ist, wird der Sonntag dafür richtig ereignisreich. Und es fängt auch schon gut an: Als nämlich mein Wecker um kurz vor fünf in der Frühe klingelt, erwartet mich schon eine Verspätungswarnung der Deutschen Bahn auf meinem Bildschirm. Unser Zug ist angeblich rund fünfzehn Minuten später unterwegs. Gut, dass ich das noch einmal überprüfe! Denn zwei Minuten vor Abfahrt ist die Verspätung auf einmal aufgeholt und wir profitieren davon, dass es nur ein knapp einminütiger Sprint zum Gleis ist.
Knapp vier Stunden später steigen Fräulein Anna und ich aus dem Zug: Hallo, Hamburg! Lange nicht gesehen! Eine Familienfeier steht an, wir heißen Fräulein Annas Nichte willkommen, besichtigen ein neues Haus und Quatschen vor allem eine ganze Menge. Ich bin überraschender Weise den Tag über nur selten wirklich müde.
Und nicht mal acht Stunden später stehen wir auch schon wieder auf dem Bahnsteig, dieses Mal soll es in die andere Richtung gehen. Bis auf die „ungewöhnliche“ Wagenreihung klappt auch alles ganz prima, bis der Zug dann kurz vor Schluß noch auf die andere Rheinseite umgeleitet werden muss und wir gegen halb zwölf in Beuel landen. Als wäre der Tag noch nicht lange genug gewesen. So gerädert wie an diesem Abend bin ich schon lange nicht mehr ins Bett gegangen.

Am Abend am Rhein

Es war glaube ich schon vorletzte Woche, als Fräulein Anna und ich an einem Freitag-Abend am Rhein entlang spazierten.

So richtig schön war es in den vergangenen Wochen ja nun wirklich nicht – uns kam es mit den Regenjacken auch eher wie ein Herbstspaziergang vor. Eine ganz merkwürdige Atmosphäre. Um nicht ganz in eine Endsommer-Depression zu verfallen, tranken wir frohen Mutes eine Limo auf dem Weg. Die beiden Bilder, die bei diesem Spaziergang entstanden sind, sind trotzdem eher düster geworden.

Blick auf ein Flußkreuzfahrtschiff
Eigentlich wollte ich schon immer mal eine Flussschifffahrt machen. Aber irgendwie sieht das auch immer ein bisschen gruselig auf den Schiffen aus.
Rhein im Nebel
Gruselig ist’s am Rhein, wenn am Abend nach dem Regen ein bisschen Nebel aufzieht.

Von Schwärmereien, User Experience und einem Ausflug nach Hamburg

Unter der Woche Strohwitwer – und doch keine Chance so richtig zur Ruhe zu kommen. Die vergangene Woche war anstrengend, so richtig fit fühle ich mich die ganze Zeit irgendwie nicht. Außerdem war ich viel auf den Beinen. Um das ein bisschen mehr nachvollziehen zu können, belebe ich Swarm wieder und checke fleißig ein. Mal gucken wie lange ich das dieses Mal durchhalte, normalerweise ebbt meine Begeisterung immer sehr schnell wieder ab.

Am Mittwoch Abend besuche ich meinen zukünftigen Arbeitgeber und mache dort beim Siebdruck-Workshop mit. Eine gute Gelegenheit die neuen Kollegen kennen zu lernen. Ich habe großen Spaß, nur an meinen Mario-Kart-Skills muss ich noch ziemlich hart arbeiten. So wird das nichts.

Den Donnerstag-Abend verbringe ich, statt für das Wochenende zu packen, beim UXBN-Meetup. Dort war ich schon lange nicht mehr, was eigentlich schade ist. Zwar verabschiede ich mich schon in der Pause wieder – der noch leere Rucksack ruft – aber den ersten Vortrag finde ich sehr unterhaltsam. Man erfährt einiges über die „Leidensgeschichten aus dem Smart Home“. Sowohl amüsant als auch ein bisschen traurig.

Kran von unten - Hafencity Hamburg
Kran von unten – in der Hamburger Hafencity gibt es einige schöne Motive zu entdecken.

Freitag dann: Fest van Cleef in Hamburg. Ich berichtete. Am Samstag stromern Fräulein Anna noch eine Zeit lang durch Hamburg, laufen die Fußgängerzone ab, schauen in den Apple Store, erkunden „Planten un Bloomen“ ein bisschen und verbringen Zeit mit der Verwandtschaft. Ziemlich kaputt steigen wir am Ende in den Zug in Richtung Heimat. Den Sonntag entspanne ich dann ausführlich und widme mich der Hausarbeit. Da will eine Menge Wäsche gewaschen sein. Woche vorbei.

Fest van Cleef – 15 Jahre Grand Hotel

Zuerst: Vorfreude! Und dann sitze ich am Freitag Morgen schon um kurz vor sieben im Zug in Richtung Hamburg. Warum auch immer ich mir Urlaub nehme, um dann noch früher als sonst aufzustehen. Ein paar Stunden später werde ich von dem schon anwesenden Fräulein in Empfang genommen. Schnell zwei Stationen mit der U-Bahn bis zur sehr blauen und großzügig angelegten Station „Überseequartier“ und schon checken wir im 25hours hotel hafencity ein. Die Spotify-Playlist zum Festival sorgt für gute Stimmung.

Nach einer kurzen Pause geht es aber nochmal los: Zuerst ein kleines Mittagessen, dann stromern wir eine Weile bei leichtem Regen durch die Hafencity. Nicht das beste Wetter für den Spaziergang, noch weniger für das Festival am Abend. Dann ein bisschen ausruhen im Hotel, aufgefrischt, die Taschen ausgeleert – was man alles so nicht zu einem Festival mitnehmen darf!

Gebäude in der Hafencity Hamburg
Zwischen all den Baustellen stehen auch schon einige schicke neue Häuser in der Hafencity – sicherlich nichts jedermanns Sache, aber ich mag das neue Stadtviertel.

Eine knappe halbe Stunde laufen wir dann zum Großmarkt, es ist bewölkt aber trocken. Eine kleine Runde über das Gelände und schon wird der erste Auftritt, nämlich Herr Fortuna Ehrenfeld angekündigt. Den mag ich ja schon eine Weile. Im Gegensatz zum Auftritt beim Beach Motel van Cleef hat er dieses Mal noch zwei Musiker dabei. Man hat gerade ein neues Album beim Grand Hotel veröffentlicht.

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Abgelöst wird er von Gisbert zu Knyphausen, den ich zwar schon eine ganze Weile vom Namen her kenne, aber nie wirklich hörte. Sagen wir mal so: Heute fange ich nicht damit an. Das klingt zwar alles ganz nett, aber ist mir für die Veranstaltung dann doch ein bisschen leise und ruhig.

Eine Currywurst später denke ich, dass es vielleicht gut wäre noch ein paar Minuten zu sitzen – bis zum nächsten Auftritt ist noch ein bisschen. Doch kaum habe ich mich auf dem Boden niedergelassen, passiert wieder etwas: Der Seemanns-Chor Hannover, in Form von einer größeren Menge älterer Männer in weißen Takelblusen, steht auf der Bühne. Es ist witzig, Lieder wie Balkon gegenüber und Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf mal anders interpretiert zu hören.

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Und dann ist es kurz nach halb acht und sie stehen auf der Bühne: Kettcar! Mit Deiche geht es los und dann kommen all die Lieder die ich schon lange mitsingen kann. Der beknackte Regen, der inzwischen wieder angefangen hat, stört irgendwie gar nicht mehr. Mittendrin: Sommer ’89 und ein weiterer Titel vom neuen Album. Das klingt ganz nach der Kettcar-Musik die ich mag und ich freue mich nochmal ein bisschen auf die Platte im Herbst. Viel zu schnell ist der Auftritt vorbei. Wobei mein Hals vielleicht schon ganz froh ist.

Thees Uhlmann und Band auf der Bühne - 15 Jahre Grand Hotel van Cleef

Schließlich: Thees Uhlmann und Band. Pünktlich zum Konzert gehen die beiden Menschen vor uns weg, wir stehen jetzt direkt an einem der Wellenbrecher und haben freie Sicht. Man merkt, wer in den letzten Jahren Fans gesammelt hat. Die Stimmung steigt noch einmal deutlich an, das ganze Publikum singt mit. Vielleicht weil es auch der ein oder andere Tomte-Titel auf die Bühne schafft. Auch die Unterstützung durch die Horny Horns aus Haldern kommt gut an. Inzwischen bin ich ordentlich nass, was aber die Stimmung nicht drücken kann.

Und weil es am Ende sogar wieder aufgehört hat zu regnen, beschließen wir den Tag mit einem kleinen Spaziergang ins Hotel. Als wäre ich nicht schon genug auf den Beinen gewesen. Das war sicherlich einer der Top-3-Abende dieses Jahr.