Schlossbesichtigung: Chenonceau und Villandry

Über vierhundert Schlösser gibt es an der Loire, sagt zumindest die Wikipedia. Die kann man sich natürlich nicht alle anschauen. Deshalb haben wir uns mal zwei Stück rausgesucht und so sitzen wir am frühen Morgen im Auto und düsen los.

Schloss Chenonceau

Schloss Chenonceau
Schloss Chenonceau hat man einfach mal auf den Fluss gebaut. Weil man es kann, vermutlich.

Nach einer guten Stunde stehen wir auf dem Parkplatz unseres ersten Ziels. Vorbei an schön gelegenen Picknickplätzen laufen wir zum Eingang, überreden eine Maschine dazu, uns die Eintrittskarten zu verkaufen und schon stehen wir auf einer breiten Allee die uns zum Wasserschloss Chenonceau führen soll. Doch noch auf halber Strecke biegen wir zuerst einmal ab. Ein Schild mit der Aufschrift „Labyrinthe“ verspricht uns ein Abenteuer. Knapp eine Minute später haben wir den Pavillon in der Mitte erreicht. Leider war man wohl seinerzeit nicht so abenteuerlustig, ich posiere nur für ein Foto so als hätte ich mich schrecklich verlaufen. Fräulein Anna hat was zu lachen.

Labyrinth
Das vielleicht langweiligste Labyrinth der Welt.

Weiter geht es zum Schloss. Das Hauptgebäude steht am Ufer, die große Galerie ragt über den Fluss. Wie wir erfahren verlief hier im zweiten Weltkrieg die Grenze des besetzten Gebietes. Viele Menschen flüchteten durch das Schloß. Links und rechts liegen zwei sehr geometrische Gartenanlagen durch die wir eine ganze Zeitlang laufen und das schöne Sonnenwetter genießen.

Panorama Schloss Chenonceau
Ein Panoramablick über den größeren der beiden Gärten mit Schloss Chenonceau am rechten Rand.
Schloss Chenonceau
Blick aus dem kleineren Garten auf Schloss Chenonceau
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Dann geht es in das Schloss selbst: Es gibt zahlreiche Wohnräume zu besichtigen, die vor allem aus Betten und Kaminen bestehen. Dann die beiden großen Galerien über dem Fluss. In der einen wird auch sehr ausführlich und anschaulich anhand von Schautafeln die Geschichte des Schlosses erzählt. Eigentlich ganz interessant, ich bin aber gerade ein bisschen müde und ruhe mich deshalb lieber ein wenig auf einem sehr gemütlichen Sofa aus. Am Ende der Tour kommen wir in den Keller: Hier sind die Arbeitsräume und die große Küche gefällt mir besonders gut.

Schlafzimmer Schloss Chenonceau
Schlafzimmer dieser Art gab es das ein oder andere im Schloss zu besichtigen.
Schloss Chenonceau Küche
Ein Blick in die Küche im Untergeschoss von Schloss Chenonceau. Vermutlich waren die Küchengeräte hier früher nicht so auf Hochglanz poliert.
Baguette im Ofen
Auch auf Schlössern hat man auf typische französische Backwaren natürlich nicht verzichtet.
Und wenn sie alle sind? Dann essen wir eben einen Kuchen.
Schloss Chenonceau
Zu guter Letzt: Ein Blick aus dem Wald zurück auf Schloss Chenonceau. Wir sind schon auf dem Weg zum nächsten.

Schloss Villandry

Turmblick Schloss Villandry
Vom Turm aus ist die Aussicht natürlich am Besten. Von hier oben kann man die geometrische Anordnung der Pflanzen toll erkennen.

Nach einem kleinen Zwischenstopp zum Mittagessen und einem kleinen Stau rund um Tours stehen wir dann bald vor Schloss Villandry. Dieses haben wir uns herausgesucht, weil es weithin für seine Gemüsegärten bekannt ist. Bevor wir diese aber ausführlich unsicher machen, drehen wir noch eine Runde durch das Gebäude. Auch hier gibt es wieder Wohnräume zu besichtigen. Dieses Mal allerdings etwas neuerer Bauart, da das Schloss noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts renoviert und bewohnt wurde. Durch die Fenster hat man hin und wieder schon einen schönen Blick auf das, was uns später draußen erwarten soll.

Am Ende der Hausrunde stehen wir dann schließlich auch auf dem großen Turm des Schlosses und haben einen schönen Rundumblick. Von hier oben aus erkennt man besonders gut die Anordnung der Gärten und die Pflanzen darin. Außerdem hat man einen schönen Blick auf den künstlichen See, der oberhalb des Schlosses angelegt wurde. Von dort aus strömt das Wasser eine Ebene tiefer, um dann zur Bewässerung genutzt zu werden.

Esszimmer Schloss Villandry
Es ist hübsch angerichtet auf Schloss Villandry. Mahlzeit!
Küche Schloss Villandry
Auch hier ist die Küche wieder sehr schick. Ich bin großer Fan des Kamins.
Gartenblick Schloss Villandry
Von fast jedem Zimmer aus hat man eine tolle Aussicht auf den großen Garten.

Aber erst aus der Nähe sieht man dann, was dort genau passiert: Tatsächlich werden hier im Garten allerlei Salate und sonstiges Gemüse in allerlei geometrischen Mustern angebaut. Und das sieht ziemlich schön und bunt aus. Ich bin sehr überrascht. Wir drehen eine ausführliche Runde durch die wirklich große Anlage, zu der auch ein künstlicher See gehört. Die Sonne scheint dabei ordentlich, ich befürchte einen Sonnenbrand. Zu jedem der Gärten wird ein bisschen erklärt, was man dort gerade anbaut und welche Pflanzen in Rotation gepflanzt werden. Wie man vielleicht noch aus dem Erdkunde-Unterricht weiß, darf man nicht einfach jedes Jahr das Gleiche auf einem Feld pflanzen. Für die etwa fünfzig Bediensteten im Schlossgarten ist das, zusammen mit dem Anspruch an eine optisch ansprechende Gestaltung, eine große Herausforderung. Bisher

Panorama Schloss Villandry
Panoramablick von der Rückseite von Schloss Villandry über den großen Garten.
Salatköpfe Panorama Schloss Villandry
Auf diesem Bild erkennt man schön die Salatköpfe, die ihren Teil dazu beitragen, dass auch ein Gemüsegarten schön sein kann.
Pflanzenplan Schloss Villandry
Der Plan zur Bepflanzung der Gärten wird sehr aufwendig nach den verschiedensten Gesichtspunkten zusammengestellt, damit das ganze Jahr über etwas zu sehen ist.
Rose Schloss Villandry
Und natürlich gibt es auch noch die ein oder andere „richtige“ Gartenpflanze.

Es ist schon früher Abend, als wir uns hier satt gesehen haben und uns nach einem kurzen Espresso nebenan wieder auf den Heimweg machen.

Von einem Webmontag, Balkonpflanzen und einem Musicalbesuch

Montag. Web-Montag. Da war ich schon länger nicht mehr. Heute gibt es einen Vortrag, wir bekommen eine Nintendo Switch gezeigt. Die ist auch einige Zeit nach ihrer Veröffentlichung immer noch ständig ausverkauft. Verrückt! Mir gefällt das Konzept: Man kann sowohl unterwegs, als auch zu Hause am Fernseher damit spielen. Meine Kauflust hält sich dennoch in Grenzen.

Kräne im Himmel
Fräulein Anna und ich nutzen die schönen Abende um den ein oder anderen Spaziergang zu machen.

Der Sport am Donnerstag ist gewohnt gut. Es macht noch ein bisschen mehr Spaß, seit ich im Urlaub gemerkt habe wie viel beweglicher ich in den letzten Monaten schon geworden bin. Auch ansonsten schaffe ich es, den ein oder anderen Kilometer am Abend zurückzulegen – es ist aber auch wirklich sehr gutes Spaziergangswetter.

Am Mittwoch ist es endlich so weit: Fräulein Anna und ich schaffen es endlich in den Baumarkt und tragen einige Pflanzen nach Hause. Nachdem ich schon vor einem knappen Monat die neuen Fließen verlegt hatte, wurde es auch wirklich Zeit die Begrünung zu erneuern. Nun frage ich mich schon eine ganze Weile, warum ich noch kein gescheites Foto gemacht habe: Es sieht nämlich wirklich schick aus. Seit dem begutachte ich jeden Abend das aktuelle Ranking der Pflanzen an der Mauer.

Arbeitstechnisch ist die Woche wirklich anstrengend, aber produktiv. Wir reden über Strategien und Architekturen und planen die Arbeit der kommenden Wochen. Ich schreibe fast keinen Code und habe am Freitag dennoch ein gutes Gefühl, als ich nach Hause gehe. Das ist gut, die Woche geht schnell vorbei.

Am Wochenende ist Elternbesuch angesagt. Nachdem wir am Samstag, verstärkt durch eine weitere Tante, die Bonner Innenstadt unsicher gemacht haben und Abends mit einer großen Pizza bei Tuscolo den Tag ausklingen lassen, geht es am Sonntag nach einem ordentlichen Frühstück bei Kurt mit dem Zug nach Köln.

Zu Weihnachten hatten wir den Eltern einen Besuch im Musical geschenkt, dieser wird heute bei Bodyguard im Kölner Musical Dome eingelöst. Ich bin im Vorfeld ein bisschen gespannt, ein Musical habe ich mir vorher noch nicht angeschaut. Und den dazugehörigen Film mit Whitney Houston und Kevin Costner habe ich vermutlich auch nie ganz gesehen. Am Ende gefällt mir die ganze Geschichte dann sogar ganz gut. Die Handlung ist natürlich furchtbar kitschig. Aber es ist spannend zu sehen, wie schnell die Szenen und Kostüme wechseln. Die Sänger und Tänzer sind nach meinem Befinden auch gar nicht schlecht. Die zwei Stunden Show gehen jedenfalls schnell vorbei. In Zukunft gehe ich aber lieber wieder auf Konzerte von Bands die ich mag.

Der Sonntag endet wie üblich mit dem Tatort. Heute aus München. Normalerweise bin ich gar kein großer Fan der Kommissare Leitmayr und Batic, heute Abend gefällt er mir tatsächlich.

Expedition Happiness

Manchmal ärgere ich mich, dass ich die Bloggerei eine zeitlang habe schleifen lassen. Sonst könnte ich nämlich jetzt einfach auf meinen Artikel zum ersten Buch und Film von Felix Starck, „Pedal The World“ verlinken. Dann könnten da alle lesen, dass ich sowohl das Buch, als dann auch den Film ziemlich gut fand. Abenteuer! Großartig.

Natürlich verfolgte ich dann auch bei YouTube und Facebook das Nachfolgeprojekt „Expedition Happiness“. Ich schaute mir an, wie Felix und Selima ihre Wohnung in Berlin aufgeben, in die USA reisen und einen alten amerikanischen Schulbus umbauen. Und dann damit natürlich auf Reisen gehen. Schon so eine Geschichte, von der ich irgendwie Träume – ich aber auch genau weiß, dass ich selbst nicht mutig genug zur Umsetzung bin. Doch irgendwann verlor ich aber das Interesse, die Videos blieben immer öfter ungesehen. Ich weiß gar nicht so genau warum.

Fräulein Anna blieb aber dran und hielt mich auch ein bisschen auf dem Laufenden. Sie war es dann auch, die mich vergangene Woche ins Kino schleppte. Inzwischen sind die beiden Reisenden samt Hund nämlich schon eine ganze Weile wieder zurück in Deutschland und es gibt – so war das ja glaube ich von Anfang an geplant – auch wieder einen Kinofilm.

YouTube-Vorschaubild

Die anderthalb Stunden waren ein wirklich toller Reisebericht mit vielen schönen Bildern, Emotionen und Musik. Wie oben schon gesagt: Eigentlich genau mein Thema. Wer in den kommenden Tagen die Chance hat den Film in der Nähe zu sehen, sollte diese nutzen. Ansonsten muss man auf die DVD warten.

Von einem Frankreich-Urlaub und dem Drumherum

Urlaub! Voll gut. In der letzten Folge von Allwöchentlich Belangloses sind Fräulein Anna und ich in Urlaub gefahren. Anderthalb Wochen verbringen wir in Châtellerault, der kleinen Stadt im Westen Frankreichs.

Fluss Brücke Châtellerault
Châtellerault: Blick über die Vienne. Auf der Brücke stehen scheinbar zu jeder Zeit ein paar Leute allen möglichen Alters und angeln.

Wir lassen die Sache langsam angehen und verbringen die ersten Tage damit zu lesen und Serien schauen. Unsere Ausflüge beschränken sich auf einen Spaziergang durch die Stadt und zum Supermarkt. Gut erholt starten wir dann zu unserem „Urlaub im Urlaub“. Über den Tag in La Rochelle und den Aufenthalt auf der Île de Ré berichtete ich ja bereits. Ganz schnell vergeht so die erste Woche unseres Urlaubs.

Hafen Saint-Martin-de-Ré
Allerlei Boote im Hafen von Saint-Martin-de-Ré. „Urlaub vom Urlaub“ bei bestem Wetter.

Die zweite Woche startet mit einem Feiertag: Tag der Befreiung feiert man in vielen europäischen Ländern. So auch in Frankreich. Der große Supermarkt hat dennoch offen, wir decken uns ein weiteres Mal mit Grillfleisch ein. So langsam bekomme ich den Grill in den Griff.

Tags drauf ist wieder Ausflugszeit. An der Loire gibt es unzählige schöne Schlösser zu sehen. Wir haben uns ein paar rausgesucht und besuchen an diesem Tag bei bestem Wetter die Schlösser Chenonceau und Villandry. Ein ausführlicher Bericht dazu steht noch aus, die Bilder dieses Tages warten noch darauf sortiert und bearbeitet zu werden.

Chenonceau
Blick auf das Loire-Schloß Chenonceau, welches man witziger Weise auf den Fluß gebaut hat.

Unser letzter Urlaubstag vergeht wie im Flug. Das zu transportierende Möbelstück passt besser in das Auto als geplant, unsere Rucksäcke sind auch schnell gepackt. Am Abend geht es, natürlich nur damit wir kein Geschirr mehr schmutzig machen, noch einmal zum Essen aus. Bei La Ferme Saint Jacques essen wir wirklich gut: Ganz großartige Spieße mit Reis. Ich war eigentlich nach meiner Vorspeise, einer Foie-Gras-Creme schon fast satt.

Châtellerault Haus
Dieses urige Haus entdecke ich im Zentrum Châtelleraults.

Die Heimreise selbst ist unfassbar unspektakulär, wir brechen aber vermutlich den Rekord für die längste französische Autobahnfahrt ohne Mautstelle: Sagenhafte neunzig Euro will die Maschine kurz vor der Grenze nach Luxemburg von uns. Wahnsinn! Die Fahrt „unten rum“ haben wir ausprobiert, um den Großraum Paris zu meiden. Das klappt eigentlich auch ganz gut – ich habe noch nicht nachgerechnet, wie wir Maut-mäßig auf der Hinfahrt abgeschnitten haben. Jedenfalls sind wir zeitig genug zu Hause, als das wir noch am gleichen Abend die erste Maschine Urlaubswäsche laufen lassen können.

Mein erster Arbeitstag ist ein Freitag. Bevor ich aber ins Büro fahre, komme ich erst einmal meiner Bürgerpflicht nach und gebe meine Stimme zur Landtagswahl ein paar Tage früher ab, damit unserem Wochenend-Ausflug nichts mehr im Weg steht. Die Menschen im Wahlbüro im Stadthaus sind wirklich gut gelaunt, das ist ein guter Start in den Tag.

Meine Anwesenheit im Büro verwirrt meine Kollegen einigermaßen, es wäre vermutlich auch nicht aufgefallen wenn ich einfach zu Hause geblieben wäre. Ich verbringe den Tag damit meinen neuen Schreibtisch samt Angeberfernseher einzurichten und mich auf den neuesten Stand zu bringen. Gar kein schlechter Tag, den Fräulein Anna und ich mit einem Besuch im Kino abschließen.

Nun könnte man meinen, dass wir nach all den Urlauben vielleicht mal eine Zeitlang zu Hause sind. Aber weit gefehlt. Am Samstag starten wir direkt nach Fräulein Annas Arbeitstag: Es geht nach Dortmund, zum einen gilt es das Auto wieder abzugeben und bei der Gelegenheit den Geburtstag von Fräulein Annas Mama zu feiern. Schon wieder gutes Essen. Nicht, dass ich mich daran noch gewöhne.

Rombergpark
Am Sonntag in Dortmund ist noch Zeit für einen kleinen Spaziergang im Rombergpark.

Und schließlich ist es dann Sonntag Abend, der Polizeiruf ist mal wieder der bessere Tatort. Obwohl die ja auch nicht so furchtbar sind in der letzten Zeit.

Île de Ré

Für zwei Nächte haben wir uns auf der Île de Ré einquartiert, der Insel vor der Westküste Frankreichs. Man erreicht sie über eine Brücke vom Festland aus. Von La Rochelle ist man eine gute halbe Stunde unterwegs. Anschließend zieht sich die Fahrt über die Insel tatsächlich ein bisschen, die ist nämlich tatsächlich ein gutes Stück größer als ich mir das vorgestellt hatte.

Unser Hotel in Saint-Martin-de-Ré hätten wir uns aber ein bisschen besser aussuchen können. In ein Apartement-Hotel haben wir uns da eingemietet. Unser Zimmer hat eine kleine Küchenzeile, dafür gibt es kein Frühstück. Ich erinnere mich noch an den Abend auf dem heimischen Sofa. Ein bisschen müde, ein bisschen von der Auswahl genervt, ein bisschen unaufmerksam. Nun denn: Eigentlich wollen wir ja sowieso nur hier schlafen und den Rest der Zeit die Insel unsicher machen.

Straße in Saint-Martin-de-Ré
Viele kleine Gässchen führen in Saint-Martin-de-Ré vom Hafen in die Stadt.

Saint-Martin-de-Ré

Die kleine Hafenstadt im Norden der Insel ist wirklich schön: Innerhalb der alten Festungsmauern stehen viele alte Häuser, kleine und große. Es gibt eine kleine Fußgängerzone, einen kleinen Hafen mit Fischerbooten und vielen Restaurants. Wir machen hier den ein oder anderen Spaziergang durch die kleinen Straßen, über den Festungsmauer am Meer und an Land. Außerdem steigen wir über eine enge, hölzerne und recht wacklige auf den Kirchturm und genießen die Aussicht über die Stadt auf das Meer.

Obwohl die Stadt eigentlich gar nicht groß ist, legen wir beim Herumlaufen den ein oder anderen Kilometer zurück. In Verbindung mit den vielen Stufen der verschiedenen Türme die wir besteigen, kann man da schon mal ein bisschen was in den Beinen merken.

Haus in Saint-Martin-de-Ré
Auch in Saint-Martin-de-Ré hat es wieder schöne kleine Häuser.
Blick über Saint-Martin-de-Ré
Vom Turm der Kirche in Saint-Martin-de-Ré hat man einen schönen Blick über Stadt und Hafen.
Hafen von Saint-Martin-de-Ré
Im Hafen von Saint-Martin-de-Ré liegen viele kleine Fischerboote und Segelyachten.

Herausragend: Am ersten Abend landen wir in einem Restaurant, dass auf den Namen Côté Jardin hört. Hier essen wir die vielleicht beste (auf jeden Fall aber teuerste) Mahlzeit für dieses Jahr. Thunfisch-Steak für Fräulein Anna, ein Stück vom Schwein für mich. Dazu eine leckere Vorspeise und schließlich zwei faustgroße Profiterole mit viel Eis und Sahne. Gut, dass wir nur eine Portion bestellt haben. Da störte das Gerede der beiden Amerikaner am Nebentisch kaum, so wie sie über „that Obama-Guy“ reden, sind sie wohl Wähler des amtierenden Präsidenten.

Befestigungsanlagen von Saint-Martin-de-Ré
Die Befestigungsanlagen von Saint-Martin-de-Ré sind heute vor allem Grünfläche, es lässt sich aber gut erahnen, wie man sich das vor einigen hundert Jahren mal gedacht hat.
Stadttor von Saint-Martin-de-Ré
Die Mauer rund um die Stadt ist noch sehr gut erhalten. Dieses Stadttor von Saint-Martin-de-Ré wird zwar nicht mehr vom Verkehr genutzt, für Spaziergänger ist es aber der schönere Eingang in die Stadt.

Phare des Baleines

Phare des Baleines auf der Île de Ré
Blick vom alten auf den neuen Phare des Baleines.

Ein Ausflugs-Muss ist der Leuchtturm an der Westspitze der Insel. Genau genommen sind es sogar zwei: Es gibt den kleineren alten Turm, der so alt ist wie die restlichen Befestigungsanlagen auf der Insel, die von Festungsbaumeister Vauban im Auftrag von Ludwig XIV. gebaut wurden. Und dann gibt es den Mitte des neunzehnten Jahrhunderts erbauten neuen Turm, der bis heute im Betrieb ist. Wir besteigen natürlich beide, wobei die in der Mitte offene Wendeltreppe im größeren Turm Höhenangst-Martin wieder ordentlich fordert. Vor allem das allerletzte Stück in Form einer schmalen Metalltreppe hat es in sich. Aber ich bin mutig und die Aussicht entschädigt auch.

Aussicht über die Île de Ré
Die Aussicht über die Île de Ré ist vom Leuchtturm aus großartig.
Aussicht auf das Meer
Die Aussicht auf das Meer ist aber auch nicht zu verachten. Hier im Bild: Der ältere kleine Leuchtturm und ganz in der Ferne ist noch ein weiterer im Meer zu entdecken.
Treppenhaus im Phare des Baleines
Treppenhaus von unten. Dieses Bild war kein Problem, schließlich hatte ich festen Boden unter den Füßen.
Treppenhaus im Phare des Baleines
Treppenhaus von oben. Schon ein größeres Problem: Man stelle sich vor, wie ich hier mit der Kamera in einer Hand versuche die Mitte des Treppenhauses zu erreichen, während ich mich gleichzeitig möglichst weit vom Rand der Treppe entfernt aufhalte.

Vorgelagert im kleineren Turm ist eine kleine Ausstellung, die einem ein bisschen etwas zur Geschichte und Funktionsweise von Leuchttürmen näher bringt. Ich weiß zwar schon eine Menge, freue mich aber dennoch über die das Museum und lerne auch noch etwas dazu.

Einen Tag später: Auf dem Rückweg nach Châtellerault halten wir noch eine Zeitlang an einem der Strände an der Südküste der Insel an. Leider ist das Wetter an diesem Tag nicht mehr so toll, ein ordentlicher Wind ist aufgezogen. Das kommt den Kite-Surfern hier aber zu Gute.

Kitesurfer Île de Ré
Den Kite- und Windsurfern kommt das stürmische Wetter an unseren Abreisetag ganz recht. Im Hintergrund ist die Brücke aufs Festland zu sehen.

La Rochelle

Schiff fährt in Hafen ein
Vom Alarm der Brücke angelockt, beobachten wir dieses Schiff dabei, wie es in den historischen Hafen von La Rochelle einfährt.

„Urlaub vom Urlaub“ nennt Fräulein Anna das, wenn wir uns in unserem Frankreich-Urlaub in Châtellerault noch einmal auf den Weg machen, um ein paar andere Orte zu sehen. Am frühen Mittwochmorgen brechen wir also auf, zuerst geht es für uns knappe zwei Stunden über die schön leeren Autobahnen nach La Rochelle, die bekannte Hafenstadt an der französischen Atlantikküste. Dort wollen wir uns den Tag über umsehen, bevor es dann am Abend weiter auf die Île de Ré geht.

Nachdem wir bei wunderbarstem Sonnenschein bis in die Innenstadt vorgedrungen sind, lerne ich direkt wieder etwas: „Da gibt es so einen Parkplatz am Hafen!“ ist nicht ausreichend. Zukunfts-Martin sollte auf jeden Fall die Adresse des Parkplatzes herausfinden und diese auch in das Navigationsgerät eingeben. Das erspart ihm dann vielleicht eine Tour quer über den Busbahnhof, wo man den Zorn französischer Passanten auf sich zieht. Und einige der vielen Einbahnstraßen wären uns sicherlich auch unbekannt geblieben. Am Ende klappt dann aber doch alles, es ist ja noch früh und so eine Menge Platz für unser Auto auf dem Platz direkt an Stadtmauer und Hafen. Nach wenigen Schritten sind wir durch ein großes Tor in der Stadtmauer auch schon in der Stadt. Wir drehen zuerst Mal eine kleine Runde, schauen uns ein wenig um und setzen uns in ein Café.

Fußgängerzone La Rochelle
Die Fußgängerzone von La Rochelle ist sehr schick: Alte Häuser, viele Geschäfte.

Anschließend suchen wir, ganz Tourist, erst einmal die Touristeninformation auf. Hier greifen wir vor allem eine Karte der näheren Umgebung ab. Fräulein Anna hat eine La-Rochelle-App auf ihrem Telefon und wir entscheiden uns, einen der dort angebotenen Rundgänge zu machen, der uns an den drei Türmen am Hafen und ein wenig durch die Stadt bringen soll. Los geht’s! Mit unseren Sonnenbrillen und umgehängten Kameras fallen wir hier und heute gar nicht auf.

Als erstes kommen wir am Tour St.-Nicolas an und beschließen spontan, dass wir auch genau so gut in ihm nach oben steigen können. Gesagt, getan. Die Frau an der Kasse ist sehr nett und empfiehlt uns auch noch das ein oder andere Café in der Stadt. Anschließend machen wir einen kleinen Rundgang und lernen dabei ein bisschen etwas über den Turm und seine Bestimmung. Am Besten gefällt uns aber auf jeden Fall die Aussicht von oben. Man hat einen tollen Blick auf den Hafen und die Stadt. In der Ferne sieht man auch einen weiteren Jachthafen, der uns eher wie ein Aluminum-Wald erscheint. Fort Boyard, was eigentlich von hier aus auch zu sehen sein soll, entdecken wir aber nicht.

Panorama Hafen Innenstadt La Rochelle
Panorama über die Innenstadt von La Rochelle, gesehen vom Tour St.-Nicolas.
Tour de la Lanterne
Der Tour de la Lanterne ist einer der drei großen Türme von La Rochelle.
Vive la France
Die französische Fahne weht über dem Turm.

Da es heute draußen wirklich schön ist, beschließen wir nur den einen Turm ausführlich zu besichtigen und die Zeit lieber draußen zu verbringen. Wir waren sowieso schon auf dem höchsten der drei, besser würde die Aussicht also nicht werden. Als nächstes drehen wir eine weitere Runde um den historischen Hafen und kommen wieder am Tour de la Chaine, an dem vorbei wir die Stadt schon betreten hatten. Dieses Mal steigen wir eine Treppe hinauf. Der Weg führt uns über die Stadtmauer zum dritten der drei Türme von La Rochelle: Dem Tour de la Lanterne.

Tour St.-Nicolas und Tour de la Chaine
Tour St.-Nicolas und Tour de la Chaine wachen über die Einfahrt in den Hafen von La Rochelle.
Hafenpromenade La Rochelle
In der letzten Zeit halten wir uns oft auf Hafenpromenaden auf. Auch die in La Rochelle ist sehr schön und lädt zum Bummeln ein.
Tour de la Lanterne
Der Tour de la Lanterne und einige alte Häuser, die direkt an der Stadtmauer liegen.
Alte Häuser La Rochelle
Aus den oberen Geschossen dieser Gebäude hat man bestimmt einen tollen Blick über die Stadtmauer auf die Hafeneinfahrt.
Innenhof La Rochelle
Als wir durch die Innenstadt stromern, kommen wir unter anderem an diesem schicken Innenhof vorbei. Was die Rundgangs-Tourismus-App auf Fräulein Annas Telefon dazu zu erzählen wusste habe ich leider vergessen.

Anschließend führt uns der Rundgang noch durch einige Straßen und Gassen der Innenstadt. Hier gibt es allerlei Geschäfte und für jeden von uns auch ein belegtes Panini als Mittagessen auf die Hand. Es macht großen Spaß herumzulaufen, ich bin zwischendurch ein bisschen überrascht, als ich sehe dass die Anzeige auf dem Schrittzähler schon eine Weile fünfstellig ist und die Zeit richtiggehend verflogen ist.

Junge Menschen demonstrieren lautstark. Wir brauchen eine Weile, um zu verstehen, dass sie weder Herrn Macron, noch Frau Le Pen gut finden. Am kommenden Sonntag sind die Stichwahlen zur französischen Präsidentschaft. Spannend!

Straße La Rochelle Innenstadt
Mit ein bisschen Glück erwischt man auch in der sehr belebten Innenstadt mal eine Straße kurz leer.
Streetart La Rochelle

Am späten Nachmittag machen wir uns, nicht ohne noch ein Eis gegessen zu haben, wieder auf den Weg zum Parkplatz. Passenderweise zieht es sowieso ein wenig zu, die Sonne verschwindet hinter den Wolken. Wir machen uns auf den Weg zur Île de Ré, wo wir die nächsten beiden Nächte verbringen wollen.

Von einem Urlaub in den nächsten

Eine kurze Woche, großartig! Begonnen hatte die ja schon ganz prima in Split, worüber ich ja auch in aller Ausführlichkeit berichtete. Tatsächlich nahm das Schreiben des Reiseberichtes und die Bildsortiererei und -bearbeiterei einen nicht unwesentlichen Teil meiner Freizeit in Anspruch. Aber dafür ist es dann auch ziemlich gut geworden!

Panorama Split

Die restlichen drei Arbeitstage der Woche bringe ich dann auch recht flott hinter mich. Wir bringen die neue Chefkoch-Club-Registrierung online, daran arbeiteten wir die vergangenen Wochen. Am Ende bin ich ein bisschen melancholisch: Vielleicht war das auch das letzte Mal, dass wir in dieser Konstellation zusammengearbeitet haben? Jetzt stehen erst einmal drei Monate Arbeit an, in denen wir unsere Plattform für zukünftige Entwicklungen fit machen wollen. Ich finde es auch ein bisschen schade, dass ich in dieser Phase erst einmal zwei Wochen weg bin. Andererseits ist Urlaub ja auch eine gute Sache.

Urlaub! Mit den Vorbereitungen dazu verbringe ich sicherlich die meiste Zeit zu Hause. Da will nochmal sehr viel Wäsche gewaschen und getrocknet und gefaltet und eingepackt werden. Eigentlich ist aber auch das völlig entspannt, da wir von zu Hause aus mit dem Auto verreisen und so gar nicht mal alles super-ordentlich in Rucksäcke rein muss. Ich bin ganz froh drum. Am Samstagabend kann ich gerade so noch einmal abwenden, die Rückbank des Autos ausbauen zu müssen. Das Möbelstück, was wir auf dem Rückweg transportieren wollen, passt auch bei umgeklappten Sitzen. Ein Glück!

Am Sonntagmorgen geht es dann auch allerzeitigst für uns los. Ich bin überrascht wie gut ich aus dem Bett komme. Gute neun Stunden sind wir, mit sehr kurzen Pausen, zwischen Bonn und Châtellerault unterwegs. Die Fahrt verläuft entspannt. Ich mag die französischen Autobahnen ja sehr gerne. Es ist nie so schrecklich viel los und die Geschwindigkeit ist angenehmer Weise auf einhundertdreißig beschränkt. Außerdem ist Fräulein Anna eine ganz großartige Beifahrerin, die immer den passenden Snack und ein Getränk griffbereit hat. Neben allerlei Musik läuft unterwegs auch ein ARD Radio-Tatort. Das Hörspiel unterhält uns gut, die Zeit vergeht wie im Flug. Ein guter Start in den Urlaub.

Zweieinhalb Tage Split

Lange Geschichte, kurz gefasst: Eine argentinische Erasmus-Freundin von Fräulein Anna macht Familienurlaub in Kroatien. Grund genug für uns, am Sonntag Morgen um kurz vor fünf den ersten Bus zum Köln-Bonner Flughafen zu nehmen und dort in den Flieger nach Split zu steigen. Anderthalb Stunden später landen wir auch schon in Kroatien. Das ging schnell! Zumindest gefühlt stehen wir dann fast genau so lange in der Schlange bei der Einreise.

Der Shuttlebus in die Stadt fährt direkt vor dem Ausgang ab, wir erwischen den nächsten und stehen so schon um halb zehn am Morgen am Busbahnhof. Zeit für ein Frühstück! Wir laufen entlang des Meeres die paar Meter zur Hafenpromenade. Zum Glück habe ich mit Fräulein Anna eine Profi-Frühstückerin dabei: Zielsicher steuert sie die Brasserie On 07 an, wo wir tatsächlich ein leckeres Frühstück bekommen. Egg Benedict für das Fräulein, Brötchen und Croissants mit Marmelade für mich. Dazu leckeren Kaffee und Saft. Der Tag könnte schlechter starten.

Split Promenade
Die Hafenpromenade in Split begrüßt uns unter grauem Himmel.

Mit unseren argentinischen Freunden ist erst gegen Abend zu rechnen und so machen wir uns zuerst einmal auf den Weg zum Hotel. Das stellt sich als ein bisschen schwieriger heraus als gedacht: Es liegt mitten im Diokletianpalast mit seinen vielen engen und verwinkelten Straßen. Wir drehen ein paar Extrarunden, bis wir schließlich eher durch Zufall am Jupiter-Tempel falsch abbiegen und vor dem Hintereingang des Hotels herauskommen. Wir haben schnell eingecheckt und ein wenig ausgeruht. Das frühe Aufstehen soll uns noch den ganzen Tag in den Knochen stecken.

Blick durch einen Torbogen Split
Durch einen kleinen Torbogen betreten wir den Diokletianpalast das erste Mal.

Da es ein bisschen kalt und grau ist und die Wettervorhersage für heute nichts besseres mehr verspricht, gehen wir als erstes ins Split City Museum. Dort bekommen wir einiges über die Geschichte der Stadt erklärt: Wie sie ursprünglich eine römische Residenz war und dann im Mittelalter ausgebaut und erweitert wurde. Das ist ganz spannend, ich bin leider ein bisschen zu müde um alles, was auf den zahlreichen Tafeln steht, wirklich aufzunehmen. Der Audio-Guide, den man über sein Telefon aufrufen kann, ist leider nur so mittelgut und ein bisschen nervig.

Ausstellung Split City Museum
Im Split City Museum gibt es eine Menge zu sehen.
Modell der Innenstadt Split
Ein solches Modell der Innenstadt gibt es auch in Bonn, allerdings mit dem Münster statt einer Kathedrale.
Hafenpromenade Split
Auch von der anderen Seite ist die Hafenpromenade ganz hübsch anzusehen.
Möwe
Herr Möwe ist nur einer von vielen. In der gesamten Stadt gibt es noch viel mehr Tauben. Das ist nicht immer schön.
Haus Split
Kleine Steinhäuser, steile Treppen. So lebt es sich in der Altstadt von Split.

Nachdem wir dann noch eine gute Weile durch die Stadt gestromert sind und einen Ausflug zu einem Badestrand gemacht haben, geht es nochmal für eine Ruhepause ins Hotel. Zum Abendessen geht es dann nach einer kurzen Tripadvisor-Konsultation in einen Laden der auf den Namen bokeria hört. Der ist ziemlich schick eingerichtet und hat zwei Etagen. Wir sitzen oben und haben von der Galerie einen schönen Blick in den Laden. Es gibt für jeden von uns einen „Gourmet Burger“, der seinem Namen auch alle Ehre macht. Wirklich lecker! Zurück am Hotel treffen wir dann auch auf unsere Freunde. Nach einem kurzen Hallo lassen wir sie in Ruhe einchecken und landen dann über einen Umweg in einem Künstler-Club/Bar/Kneipen-Dings. Academia Club Ghetto.

Witzig: Die Wirtin einer nahen Bar bringt uns dort unter, da sie selbst an diesem Abend schon etwas früher schließt. Dabei lässt sie es nicht nicht nehmen alles stehen und liegen zu lassen und uns vor der Tür des anderen Ladens abzuliefern.

Platz vor der Kathedrale in Split
Am Abend gibt es im Sommer auf dem Platz vor der Kathedrale in Split Livemusik.
Überdachte Gasse Split
Der vorhandene Platz wird genutzt. Dieses Haus wurde über eine Gasse gebaut.

Der nächste Tag, es ist Montag, beginnt mit einem leider eher mäßigen Hotelfrühstück. Dazu ist die Frühstücksecke recht klein, es ist scheinbar normal, dass man auch an dem großen Tisch neben der Rezeption isst. Dann heißt es auf einmal: „Schnell aufbrechen!“ Zum Glück ist in Split alles um die Ecke, denn nun steht eine Stadtführung für uns an. Die bringt uns anderthalb Stunden lang kreuz und quer durch die Stadt und wir lernen allerlei über die Geschichte Splits. Wie der Palast gebaut und irgendwann auch aufgegeben wurde, wie man ihn im Mittelalter wiederbelebte und wie es sich dann weiterentwickelte. Und wie kompliziert es heute teilweise ist, etwas an den Häusern zu ändern. Das liegt zum einen an den strengen Vorschriften des Denkmalschutzes. Zum anderen aber auch daran, dass viele Häuser viele verschiedene Eigentümer haben und man nie so genau weiß, wer der richtige Ansprechpartner ist. Eine Menge Dinge habe ich gestern schon im Museum gelesen, aber heute bin ich wacher und die Führerin macht ihre Sache sehr gut. Es bleibt ein bisschen mehr hängen.

Glockenturm Kathedrale Split
Am nächsten Morgen ist der Blick zum Glockenturm der Kathedrale schon viel freundlicher.
Loch zum Himmel
Der Eingang zu den Privatgemächern im Diokletianpalast ist ungefähr so groß wie unsere Wohnung. Hier ein Blick durch das Loch in der Kuppel.
Sphinx Split
Diokletian lies insgesamt zwölf Sphinxen aus Ägypten in seinen Palast bringen. Die Gesichter dieser wurden dann später zerstört, dieses hier ist bemerkenswert gut erhalten.
Kathedrale Split
Das Innere der Kathedrale ist leider nicht ganz so groß und spektakulär, wie man das vielleicht von einer solchen Kirche erwartet.

Damit dieser entspannte Kururlaub wenigstens für einen kleinen Adrenalinschub sorgen kann, besichtigen wir anschließend die Kathedrale der Stadt. Das ist erst einmal nicht so besonders aufregend, da habe ich schon größere gesehen. Nervös werde ich dann aber auf der leicht wackelnden, stählernen Treppe im Inneren des Glockenturms.

War ich letztens auf der Brücke im Hunsrück noch wirklich mutig, sind meine Kniee heute dafür besonders weich. Ich schaffe es zwar einige Treppen hoch, bis auf die Plattform in der Spitze reicht es aber nicht. So schieße ich „nur“ ein paar Bilder aus den großen Fenstern des Turms. Glücklicherweise bin ich nicht der einzige Feigling in unserer Gruppe. Von verschiedenen Ecken des Treppengerüstes aus diskutieren wir, wer mehr Höhenangst hat und wen die Feuerwehr zuerst heruntertragen muss. Die Aussicht über die Dächer ist übrigens großartig, auch wenn ich es nicht bis nach oben schaffe. Ich schaffe es, mit der einen Hand die Kamera einigermaßen grade zu halten, während sich die andere angestrengt um das Treppengeländer klammert.

Krypta Kathedrale Split
Dass diese Statue in der Krypta der Kathedrale vielleicht zwei Augäpfel auf dem Teller liegen hat, ist mir erst in der Nachbearbeitung aufgefallen. Sonst war die Krypta auch eher langweilig.
Glockenturm Kathedrale Split
Der Glockenturm der Kathedrale ist an sich immer präsent. Vor allem wenn man kurz davor steht in ihm hinauf zu steigen.
Platz vor der Kathedrale
Über den Platz vor der Kathedrale sind wir jeden Tag sicherlich zehn Mal gelaufen. Hier ein Blick von oben.
Dächer Split
Auch schon von halber Höhe hat man einen schönen Blick über die Dächer von Split.
Gasse Split
Man kann den ganzen Tag durch eine kleine Gasse nach der anderen gehen.

Am Nachmittag verschlägt es uns ins nahe Trogir, eine weitere Hafenstadt in der Nähe. Ihre Altstadt zählt zum Weltkulturerbe der UNESCO und ist wirklich schick anzusehen. Ich mag die vielen engen Gassen mit den alten Häusern sehr. Es ist fast noch ein bisschen schicker als in Split selbst. Aber man merkt auch, dass die Stadt zu einhundert Prozent auf den Tourismus ausgelegt ist. Da es noch Vorsaison ist, fällt es uns leicht einen ausreichend großen Tisch in einem der zahlreichen Restaurants zu finden. Heute ist es sogar warm und sonnig genug, dass man draußen sitzen kann!

Gasse Trogir
Auch Trogir kann enge Gassen. Weltkulturerbe der UNESCO und so!
Trogir Innenhof
Diesen schicken Innenhof entdecke ich in Trogir.

Zurück in Split wird es schnell kalt, als die Sonne dem Horizont entgegenstrebt. Zum Abendessen landen wir im Restaurant Bajamonti. Fräulein Anna und ich entscheiden, noch gut vom Lammkotelett-Mittagessen gesättigt, dass hausgemachte Ravioli und Gnocci für uns völlig reichen. Es gibt für jeden von uns eine leckere Portion. Wir lassen den Abend bei einem Kaltgetränk und Live-Musik auf dem Platz vor der Kathedrale ausklingen.

Der Morgen unseres letzten Urlaubstages beginnt damit, dass wir uns erst einmal verabschieden. Für den anderen Teil der Truppe geht es heute weiter in Richtung Dubrovnik. Wir haben noch einen Tag vor uns. Zuerst laufen wir ein bisschen über den Markt, auf dem gleichzeitig Obst und Gemüse sowie allerlei Flohmarkt-Krimskrams angeboten wird.

Markt Split
Auf dem Markt. Der ist eine bunte Mischung aus Obst und Gemüse, fliegenden Händlern und Flohmarkt.
Fuß von Grgur Ninski
Wenn man den dicken Zeh der Statue von Grgur Ninski anfasst und sich dabei etwas wünscht, dann geht das garantiert in Erfüllung.
Split Panorama
Blick über Split von einem Aussichtspunkt auf Marjan.
Felsenhaus Marjan
Hier scheint man in den Felsen leben zu können. Da war die kleine Kapelle nebendran wesentlich unspannender.

Danach laufen wir erneut die Promenade entlang und dann über eine Treppe auf den Berg an der Spitze der Halbinsel Marjan. Nachdem wir einige Treppen gelaufen sind, haben wir eine schöne Aussicht auf die Stadt und das Meer. Wir laufen aber noch ein bisschen weiter, es geht stetig bergauf, linker Hand liegt das Meer. Heute ist das Wetter leider nicht mehr so schön wie gestern, uns wird dennoch warm. Es macht Spaß ein bisschen durch den Wald zu marschieren. Nach einer ganzen Weile kommen wir bei einer am Berghang gelegenen Kirche an. Von hier an geht es nur noch bergab. Wir beschließen die Landspitze nicht mehr zu besichtigen und uns statt dessen ein Mittagessen zu suchen. Zurück in der Stadt essen wir ziemlich leckere Nudeln in einer Sahne-Sauce in einem sehr hippen Laden namens Bepa. Noch einmal geht es eine Runde durch die Stadt, bis wir schließlich noch einmal zu Kaffee und Kuchen einkehren. Überhaupt müssen wir heute noch ein bisschen Zeit totschlagen. Gut, dass wir mit ausreichend Lesestoff ausgestattet sind. Nach zwei Tagen in der Stadt haben wir das Meiste sicherlich gesehen.

Panorama Marjan
Und diesen Panoramablick hat man, wenn man einmal fast komplett an die Spitze der Halbinsel Marjan läuft.

Am frühen Abend fahren wir zum Flughafen, was zwar eigentlich ganz gut klappt, sich wegen unterschiedlicher Fahrpläne im Internet und am Busbahnhof aber ein bisschen langwieriger als geplant herausstellt. Nachdem wir dann auch am Flughafen bei Duty-Free-Toblerone noch einige Zeit damit verbracht haben, anderen Fliegern bei der Abfertigung zuzuschauen, geht es dann auch für uns am späten Abend in Richtung Heimat.

Von einem Besuch auf der Geierlay-Brücke, Handwerkereien und Holzfliesen

Geierlay-Hängebrücke
Die Geierlay-Hängebrücke ist immer noch nicht so besonders breit und sehr lang. Aber Höhenangst-Martin nimmt die Herausforderung an!

Die Woche startet mit dem Ostermontag. Fräulein Anna und ich machen uns nach einem ausführlichen Frühstück bei meinen Eltern auf den Heimweg. Aber nicht, ohne einen kleinen Umweg zu machen. Und so stehen wir nach einer guten Stunde Fahrt in dem Hunsrück-Dörfchen Mörsdorf auf „Parkplatz Nummer zwei“ und stapfen bei windigem und leicht nieseligem Wetter los. Zuerst geht es ein bisschen durch das Dorf, dann über ein paar Felder. Dieses Mal bin ich nicht so aufgeregt wie bei meinem letzten Besuch an der Hängebrücke und schreite frohen Mutes auf die Brücke. Da habe ich die Rechnung aber ein bisschen ohne den Wind gemacht. Es ist also doch wieder ein bisschen spannend für Höhenangst-Martin. Dennoch schaffe ich auch den Rückweg über die Brücke. Heute ist ein bisschen mehr los als beim letzten Mal.

Als es auf dem Rückweg zum Auto fängt es an zu regnen und so kehren wir im Café des kleinen Heimatmuseums ein. Bei einem Stück wirklich leckerer Donauwelle und Kaffee und Tee warten wir den kurzen Schauer ab und als wir dann zu Auto gehen, strahlt tatsächlich die Sonne vom Himmel. Wir kennen das schon aus unseren letzten Urlauben – auf dem Heimweg wird das Wetter gerne schlagartig besser.

In Bonn angekommen fällt uns auf, dass Menschen in unserer Nachbarschaft ihren Sperrmüll vor die Tür geräumt haben. Den Termin hatte ich gar nicht auf dem Schirm. Da wir sowieso dieser Tage die Holzfliesen auf der Terrasse ersetzen wollen, machen wir mit den vorhandenen kurzen Prozess und schon nach einer guten halben Stunde stehen zwei ordentliche Stapel morscher Holzfliesen vor der Tür zur Abholung bereit. Puh!
Wir beenden den Sonntag mit dem ziemlich guten, aber auch sehr beklemmenden Terror-Tatort aus Dortmund.

Windräder im Nebel
Auf dem Weg zur Geierlay-Hängebrücke halten wir kurz an, um diesen Wald aus Windräderstümpfen in den Wolken zu fotografieren.

Nach der Arbeit mache ich mich am Dienstag auf den Weg zum Baumarkt. Es ist Heimwerker-Zeit! Schon lange geht mir die Raumaufteilung in meinem Kleiderschrank ein bisschen auf die Nerven. Den hatte ich vorher schnell ausgemessen und so lasse ich mir ein paar Bretter passend zuschneiden. Dann packe noch ein paar Schrauben und Winkel auf den Wagen. Glücklicherweise hatte ich vor dem Losgehen daran gedacht den Akku-Schrauber zum Laden einzustecken. Der Einbau der Bretter ist dann wirklich unkompliziert.

Da Fräulein Anna am Mittwoch frei hat und wir ein Auto zur Verfügung haben, machen wir uns auf den Weg zu IKEA. Es gilt, neben ein paar Kleinigkeiten, neue Fließen für den Balkon zu kaufen. Das geht, obwohl der Parkplatz wirklich voll ist, ziemlich schnell. Danach ist sogar noch ein bisschen Zeit meinen Schreibtisch auf Vordermann zu bringen. Aufräumen und ausmisten macht mir bekanntlich immer sehr viel Spaß. Die am Wochenende bestellte Dockingstation für das MacBook stellt sich leider als nicht so tolle Lösung heraus, wie ich mir das eigentlich gedacht hatte. Deshalb landet sie gleich wieder in ihrer Verpackung und wird direkt retourniert.

Donnerstag ist Sporttag! Danach nutze ich das verbleibende Sonnenlicht, um die am Vortag erstandenen Holzfliesen zu verlegen. Das geht schnell und danach sieht die Terrasse direkt wieder viel besser aus. Ich bin mit dem Tag sehr zufrieden. Nach dem Urlaub gilt es jetzt noch, die Blumenkästen wieder ordentlich zu befüllen. Dann kann der Sommer kommen.

Die ereignisreiche Woche hinterlässt ihre Spuren: Nach Feierabend bin ich ziemlich platt und müde. Trotzdem muss ich nochmal aus dem Haus. Die Stimmzettel zum Bürgerentscheid über das Kurfürstenbad liegen noch zum Einwurf bereit herum. Ich habe mir mit der Entscheidung sehr schwer getan, obwohl mir das Thema eigentlich ein bisschen egal ist. Ich bin auf das Ergebnis gespannt. Den Samstag gehe ich locker an. Außer der Packerei für unseren kommenden Kurzurlaub in Split steht nichts auf dem Plan. Ich lese nach und nach den Newsletter-Ordner in meinem Mailprogramm leer und bastele ein paar Kleinigkeiten an meinem Blogdings.

Am Sonntag geht es wirklich früh aus dem Haus, unser Flieger nach Split soll um halb sieben am Morgen starten. Und was dann dort passiert, soll an anderer Stelle berichtet werden.

Von Feiertagen, einem Kurzausflug in den Ruhrpott und einem Heimat-Wochenende

Industrie in Dortmund

Wochen mit einem Feiertag sind gute Wochen. Nur vier Tage arbeiten! Tatsächlich gehen die sogar einigermaßen schnell vorbei. Schnell ist der letzte, etwas verlängerte, Sprint vor einer längeren Modernisierungsphase geplant. Ansonsten passiert nicht so besonders viel. Das Fräulein ist Anfang der Woche krank, ich kümmere mich.

Freitag ist Karfreitag. Und so düsen Fräulein Anna und ich zeitig morgens mit dem Zug nach Dortmund. Dort will ein Auto von uns abgeholt werden, das wir für den Urlaub im Mai brauchen. Wir halten uns gar nicht lange auf und sind schon zeitig wieder zu Hause. Zeit ein bisschen zu gammeln, Kuchen essen zu gehen, noch mehr zu gammeln und dann zum Abendessen noch einen Burger zu verdrücken. Feiertage sind gute Tage.

Selfie mit Ziege

Nachdem ich dann am Samstag die Bude auf Vordermann gebracht habe und das erste Mal seit langem wieder einen Mittagsschlaf hielt, geht es nach des Fräuleins Feierabend auf die Autobahn. Idar-Oberstein, die alte Heimat, ist das Ziel. Ich freue mich auf zwei Tage bei meinen Eltern.

Den Sonntag verbringen wir dann mit einem etwas kalten Ausflug zum Wildfreigehege auf der Wildenburg, besuchen weitere Verwandtschaft und schließlich gibt es auch noch ein großes Stück Fleisch für jeden. Die Stimmung ist prima, vor allem weil ich beim abendlichen Kartenspiel gewinne. Ausnahmsweise. Schon wieder ein guter Tag!