Von einem kaputten iPhone-Display

Computer & Technik

Seit dem iPhone 3G besitze und benutze ich diese sogenannten Smartphones aus dem Hause Apple. Alle zwei bis drei Jahre ein neues Gerät und nie war etwas dran, auch wenn die Akkus gegen Ende der Laufzeit gerne mal ein bisschen schwächelten. All zu sanft bin ich nie mit den Geräten umgegangen, ich hatte das Telefon meistens in der Hosentasche, bei den meisten hatte ich nicht einmal eine Hülle drum. Mein aktuelles Gerät ist ein XS Max, was ich seit etwa zwei Jahren mit mir herumtrage und mir für meine Zwecke wirklich gute Dienste leistet.

Heute also eine kleine Premiere: Ich habe gerade das Display meines Telefones durch geschicktes draufknien splittern lassen. Schön aus der Mitte heraus ziehen sich die Splitterspuren über den unteren Teil des Bildschirms, man spürt schön das Kratzen auf den Fingerspitzen. Ein unangenehmes Gefühl.

Nun muss ich also das erste Mal ein iPhone reparieren lassen. Die Reparatur wird eine ganze Stange Geld kosten, für die Verschrottung ist das Gerät aber wirklich noch zu gut. Auch wenn mir ein neues Gerät schon gut gefallen würde.

Red Sparrow

Filme & Serien

Gestern Abend: Das erste Mal seit langem fühle ich mich halbwegs fit genug, einen Film am Stück zu sehen. Netflix schlug mir in den vergangenen Tagen des öfteren den Agententhriller „Red Sparrow“ vor und so liegen am späteren Abend schließlich eine Tüte Erdnussflips und ich gute zwei Stunden auf dem Sofa und schauen den Film. Wobei ich ehrlicherweise sagen muss, dass die Flips relativ schnell nicht mehr zuschauten.

Neben „was mit Geschichte“ mag ich ja vor allem „was mit Spionen“ ganz gerne und so fand ich den Film und die Geschichte rund um die russische Ex-Ballerina-nun-Spionin Dominika Egorova, gespielt von Jennifer Lawrence, gar nicht mal schlecht. „The cold war is not over“ sagt die Ausbilderin im Spatzen-Camp und genau so benehmen sich dann alle anschließend auch. Mord und Totschlag irgendwo zwischen Europa und Russland. Unter anderem ist Budapest einer der Spielorte, dort haben auch schon viele der Spionageromane aus meiner Jugend gespielt.

Das Ende des Films hat noch einmal eine kleine, wenn auch nicht unbedingt überraschende Wendung zu bieten. Mal schauen, ob es irgendwann einen zweiten Teil gibt. Die Romanvorlagen existieren wohl, wenn ich das gerade richtig gelesen habe.

324 Tage

Alltäglich Belangloses

Dreihundertvierundzwanzig Tage lang habe ich jeden Tag alle drei Ringe auf meiner Apple Watch voll gemacht. Das waren jeweils dreißig Minuten „Training“, sechshundert wasauchimmer auf dem roten Ring und mindestens zwölf Stunden, an denen ich mindestens einmal aufgestanden und ein bisschen rumgelaufen bin.

Gestern habe ich es nicht geschafft und das ärgert mich mehr, als ich zugeben möchte. Waren die unvollständigen Tage in der Vergangenheit immer Krankheitstage an denen ich wirklich flach lag, so war es gestern eine Kombination aus Müdigkeit und Vergesslichkeit. Und so fehlten am Ende einige Minuten Training und ein paar Punkte wasauchimmer auf dem roten Ring.

Mal schauen, ob der nächste Anlauf, ein ganzes Jahr voll zu bekommen, klappt. Das gebe ich so schnell nicht auf.

Nachtrag: Dafür hat es heute aber, am letzten Tag, zumindest mit der Montagsaufgabe hingehauen. Eintausendneunhundertdreißig Trainingsminuten in einem Monat. Das sind durchschnittlich etwas mehr als eine Stunde schneller Bewegung jeden Tag. Das hätte ich mir nicht zugetraut.

LEGO Bonsai

Alltäglich Belangloses

Es ist ein paar Tage her, dass ich mit „richtigem“ LEGO gespielt habe. Zwar sind Herr Max und ich sehr fleißige Duplo-Artisten, für mich alleine habe ich aber schon wirklich lange nicht mehr etwas gebaut. Auch wenn ich immer mal wieder die aktuellen Sets für Erwachsene ein wenig sehnsüchtig angeschaut habe, konnte ich dem Kauf bisher widerstehen. Wohin auch mit dem aufgebauten Modell? Als ich dann aber vor einigen Wochen vom neu erschienenen Bonsai-Baum aus der „Creator Expert“-Reihe hörte, war meine Neugier geweckt und mein Widerstand gebrochen. Ab in den LEGO-Online-Store, noch ein bisschen Duplo für Herrn Max dazu gepackt und dann hieß es warten.

Vorfreude ist schon lange nicht mehr meine Stärke, aber dieses Mal hat sie wirklich zugeschlagen. Als dann das elegante schwarze Paket schließlich angekommen ist, steht es auch erst einmal ein paar Tage auf dem Schrank, bis ich eines Abends nicht zu müde bin um mich noch wirklich auf das Bauen konzentrieren zu können. Zwei Abende verbringe ich schließlich damit, das Modell in aller Ruhe zusammenzubauen und habe wirklich großen Spaß dabei.

Wenn man es gewohnt ist, die doch sehr groben Duplo-Steine zu stapeln, dann kommt einem das normale LEGO wirklich furchtbar filigran vor. Wie klein doch all diese Steine sind! Ich kann mir gar nicht richtig vorstellen, wie sich die Designer wohl solche Gebilde ausdenken? Kennen die Leute alle möglichen Steine? Wie kommt man darauf, den Frosch rosa einzufärben und dann als zweiten Satz Blätterdach beizulegen? Und wie um Gottes Willen zerlegt man dann ein Gebilde wieder so, dass anschließend eine Anleitung dabei herauskommt, die auch ein durchschnittlich begabter Martin einfach versteht? Vielleicht muss ich mich mal mit Nico, dem LEGO-Designer unterhalten.

Cover des Videos "LEGO Bonsai Tree | LEGO Botanical Collection Designer Video | 10281"

Ich bin nun leider auch ein klein wenig angefixt. Zum einen freue ich mich unheimlich darauf, dass Herr Max alt genug wird um mit „richtigem“ LEGO zu spielen, damit wir ganze Wochenenden lang in einem großen Haufen Steine sitzen und bauen können. Und zum anderen überlege ich schon ein bisschen, was wohl mein nächster Bausatz sein könnte. Jetzt, wo ich sowieso ein kleines Regal anschaffen möchte, könnte ich ja noch etwas dazu stellen.

Ein guter Tag

Alltäglich Belangloses

Unsere aktuelle Situation – man kann es sich denken – nimmt mich und alle anderen einigermaßen mit. Ich schlafe mal besser und mal schlechter und dementsprechend ist meine Laune. Fräulein Anna hat im Zuge ihrer Behandlung gute und schlechte Tage. Und Herr Max ist natürlich auch mal mehr und mal weniger gut drauf. Manchmal läuft aber auch alles glatt – und davon soll es heute gehen.

Diese Woche aber habe ich einen ausgesprochen guten Tag. Es ist Mittwoch und ich starte ausgeschlafen in den Tag, nachdem ich es geschafft habe am Vorabend einmal nicht vor dem Computer oder dem YouTube-Handy zu versacken. Selbstdisziplin ist nicht so meins.

Herr Max ist schon am frühen Morgen wirklich gut drauf und das soll sich den Rest des Tages nicht ändern, wir lassen unsere sonst üblichen Stressmomente, zum Beispiel beim Zähneputzen, einfach ausfallen. Dazu kommt, dass Fräulein Anna an den Tagen direkt vor den Behandlungsterminen auch recht fit ist. Die Stimmung ist gut während wir uns alle für den Tag fertig machen.

Mein Arbeitstag gestaltet sich sehr entspannt: Durch Terminverschiebungen beim Kunden habe ich nun deutlich mehr Zeit für die anstehenden Projekte. Ich bin guter Dinge, dass die kommenden Wochen zumindest arbeitstechnisch nicht all zu stressig werden. Außerdem komme ich gut mit der eigentlichen Arbeit voran und schließe pünktlich und zufrieden meinen Computer am Abend.

Aber es kommt noch besser: Die Sonne scheint heute. Ich muss mich jedes Mal wieder wundern, wie sehr ein wenig mehr Licht positiven Einfluss auf meine Stimmung hat. Ich kann es kaum erwarten mehr Tageslicht zu erleben und besseres, wärmeres Wetter zu erleben.

Da macht es mir gar nichts aus, dass ich bei dem Versuch, die interne Verlinkung meines neuen Blogthemes zu testen auch irgendwie alle Bilder-Verweise teste und somit allerhand Guthaben beim Bildkonvertierungs-Dienstleister meiner Wahl verbrate. Irgendwann wäre das sowieso passiert.

Jedenfalls gehe ich am Abend mit einem wirklich guten Gefühl im Bauch – aber auch schon wieder viel zu spät – ins Bett. Solche Tage kann ich öfter gebrauchen.

Geschichten aus der Geschichte

Netzkram

Als ich letztens auf der Suche nach einem Podcast war, der mich während meinen Spaziergängen zwar unterhält, gleichzeitig aber nicht die Stimmung mit Mord, Todschlag und ähnlichem versaut, landete ich irgendwie bei Geschichten aus der Geschichte.

Seit über fünf Jahren erzählen sich die Historiker Daniel Meßner und Richard Hemmer Woche für Woche eine Geschichte aus der Geschichte. Das Besondere daran: der eine weiß nie, was der andere ihm erzählen wird. Dabei geht es um vergessene Ereignisse, außergewöhnliche Persönlichkeiten und überraschende Zusammenhänge der Geschichte aus allen Epochen.

„Ein bisschen was mit Geschichte“ mag ich ja wirklich gerne und so bin ich bei den beiden hängen geblieben und höre neben der aktuellsten Folge am Wochenende meistens noch eine zweite Episode. Bei inzwischen fast dreihundert Ausgaben ist die Auswahl auch wirklich groß und so hörte ich schon allerhand über sinkende deutsche U-Boote, mittelalterliche Schlachten, die letzten Tage Napoleons und vieles mehr.

Zwar geht es auch bei Geschichten aus der Geschichte hin und wieder um Gevatter Tod, aber die Geschichten sind lange genug her, als das sie mich so mitnehmen wie die ganzen True-Crime-Dinger. So konnte ich zum Beispiel über den Erfurter Latrinensturz schon ziemlich schmunzeln. Ich lerne jedenfalls immer ein bisschen etwas und baue so langsam aber sicher ein enormes Smalltalk-Wissen auf. Nun müsste ich nur mal wieder unter Menschen kommen. 🤷🏼‍♂️

Zwanzig, einundzwanzig

Alltäglich Belangloses

Ich habe ja überlegt, einfach ein 🖕🏻 zu posten und es damit gut sein zu lassen. Zwanzigzwanzig hat mich in großen Teilen sehr viel Energie gekostet – um nicht zu sagen: Es hat mich fertig gemacht. Aber vielleicht gehen wir mal in die Details.

👶🏼 Das Kleinkind

Herr Max ist großartig. Und vielleicht das Beste, was ich in diesem Jahr erleben durfte. Ihm beim Lernen neuer Dinge oder einfach nur beim Spielen zuzuschauen ist unfassbar großartig. Herr Max weiß sehr genau was er will, er redet ohne Unterlass und verwundert mich immer wieder mit all den Dingen, die er sich so behält. Er rennt und klettert und fährt unfassbar schnell mit seinem Laufrad. Ich bin sehr stolz auf Herrn Max. Das Herr Max mit diesen Eigenschaften natürlich auch sehr anstrengend sein kann, steht außer Frage. Ich wundere mich oft über meine Geduld.

📷 Die Kamera

Ungefähr 100 Gigabyte Bilder habe ich dieses Jahr gemacht. Da ich nicht so besonders viel rumgekommen bin, sind das vor allem sehr viele Bilder von Herrn Max in Aktion. Und die könnte ich, Serienbildfunktion sei Dank, auch mal noch ein bisschen aussortieren. Die einzige richtige Bilderserie ist glaube ich bei unserem Kurzurlaub in Monschau entstanden. Mit der bin ich dafür aber auch außerordentlich zufrieden.

Was meine Ausrüstung angeht, habe ich dieses Jahr nur ein wenig ausgemistet und vereinfacht. Ich habe mir das großartige 24-105 f/4-Objektiv ins Haus geholt und bin nach wie vor bei jedem Einsatz sehr zufrieden damit.

🎶 Die Musik

Cover der Playlist "Your Top Songs 2020"

Mein musikalisches Jahr war nun auch irgendwie nicht herausragend. Ich habe pandemiebedingt nur ein Konzert in diesem Jahr gesehen: Thees Uhlmann im Brückenforum. Ich erinnere mich noch gut, dass ich mich damals, Ende Februar, schon nicht mehr sonderlich wohl in der Menschenmenge gefühlt habe. Das Konzert war dennoch toll.

Ansonsten ist dieses Jahr vor allem viel Popmusik gelaufen. Taylor Swift und Sia waren sehr weit vorne dabei.

✍️ Das Blog

„Die Blogs“ muss es eigentlich heißen! Ich habe mir eine neue Webseite gebaut und aus irgend einem Grund fand ich es gut, dort auch eine Blogfunktion vorzusehen und dann auch noch auf Englisch loszuschreiben. Aber schaut selbst: martinschneider.me. Mit der Umsetzung meines Vorsatzes „Mein Zeitmanagement verbessern, so dass ich neben der Arbeit noch ein bisschen produktiv sein und dazulernen kann.“ bin ich jedenfalls zufrieden.

Hier in diesem Blog habe ich es geschafft im Schnitt genau einen Beitrag pro Woche zu veröffentlichen. Das ist ok. Im Zuge der Arbeit an meinem nächsten Blog-Theme, was bereits seit September oder so in der Mache ist, habe ich aber auch wieder vorgesehen kürzer und dafür häufiger zu schreiben. Mal gucken ob das klappt. Den Vorsatz „Mehr ins Blogdings schreiben. Ich lese hier so gerne nach, was ich irgenwann mal tat. Das soll noch eine Weile so bleiben.“ nehme ich mit ins neue Jahr.

👨🏼‍⚕️ Die Gesundheit

Gesundheitlich war das Jahr glaube ich ganz ok. Leider konnte ich meine sportlichen Vorsätze aus dem letzten Jahr vor allem auch nicht umsetzen, weil das Fitti auf einmal zu war. Ich bin zwar weiterhin fleißig spazieren gegangen, aber mit „Weiterhin regelmäßig Sport machen.“ hatte ich eigentlich an eine ganzheitlichere Ertüchtigung gedacht. Seit kurz vor Weihnachten steht nun ein Rudergerät hier in der Wohnung. Ich habe mich damit abgefunden, dass ich wohl so schnell nicht wieder in ein Fitti gehe. Und das Rudern hat mir schon ein bisschen gefehlt, das habe ich sehr gerne gemacht. Mal schauen, ob ich das auch zu Hause hinbekomme.

👨🏼‍💻 Die Arbeit

Puh, die Sache mit der Arbeit. Anfang des Jahres war keine gute Zeit für mich, vor allem auch mental. Die Zeit ist, das habe ich auch im letzten Jahresrückblick geschrieben, nur so verflogen. All das mündete dann darin, dass ich meine Arbeit in Köln zugunsten einer Anstellung in Bonn kündigte um mir die äußerst nervige und unberechenbare Pendelzeit zu sparen. Dann kam COVID-19 und scheinbar ist so eine Pandemie und Homeoffice allerorten nicht unbedingt der idealste Zeitpunkt um sich an eine neue Firma zu gewöhnen. Und obwohl dort eigentlich alles stimmte, hatte ich nicht das Gefühl „angekommen“ zu sein. Und so kam es, dass ich nach einem Vierteljahr wieder bei meinem eigentlich gerade erst Ex-Arbeitgeber unterschrieb, dieses Mal allerdings als Remote-Arbeiter. Und das klappt gut. Ich habe mir eine komfortable Ecke in unserer Wohnung eingerichtet, einen höhenverstellbaren Schreibtisch gekauft und bin nun zufrieden. Das war eine anstrengende Zeit, aber mit dem Ergebnis bin ich nun zufrieden.

🔭 Der Ausblick

Für dieses Jahr nehme ich mir nicht so viel vor. Die Punkte aus dem letzten Jahr, nämlich

  • Mehr Dinge ohne Computer oder Telefon machen. Fotografieren, lesen. In der Sonne sitzen.
  • Weiterhin regelmäßig (zu Hause) Sport machen.
  • Mehr ins Blogdings schreiben. Ich lese hier so gerne nach, was ich irgenwann mal tat. Das soll noch eine Weile so bleiben.

kann man eigentlich einfach so weiterverfolgen. Und ansonsten: Durchstehen und positiv bleiben, würde ich sagen. Das dicke Ende kommt nämlich wie üblich zum Schluss. Seit Anfang Dezember wissen wir, dass Fräulein Anna Brustkrebs hat. Wir – und damit meine ich vor allem das Fräulein – gehen da mit sehr viel Energie und sehr offen ran. Aber damit steht der Plan für das kommende Jahr eigentlich auch schon. Ich drücke uns die Daumen. Und übernächstes Jahr wird dann wieder super.

24 – Vierzehn Jahre später

Filme & Serien

Dieser Tage haben Fräulein Anna und ich angefangen, die Abenteuer von Jack Bauer und seinen Freunden und Kollegen zu verfolgen. Da ich ja früher regelmäßiger in dieses Internet-Tagebuch geschrieben habe, kann ich noch gut nachvollziehen, wie ich vor vierzehn Jahren von Staffel eins und Staffel zwei begeistert war. Leider habe ich dann über den Rest kein Wort mehr verloren, obwohl ich im Laufe der Jahre alle Staffeln und den dazugehörigen Film geschaut habe.

Nachdem wir nun die ersten beiden Staffeln hinter uns haben, ist das ein guter Zeitpunkt für ein kleines Zwischenfazit. Attentate und Atombomben: Die Serie ist gut gealtert, wie ich finde. Die Staffeln waren wieder spannend, obwohl ich mich zumindest an das große Ganze sogar noch gut erinnern konnte. Vor allem an das finale der ersten Staffel.

Der Computerkram ist immer noch ganz schrecklich falsch und es ist auch ein bisschen befremdlich anzusehen, wie alle mit ihren Klapptelefonen hantieren. Jack Bauer ist weiterhin gewalttätig und greift ordentlich durch, ganz so krass wie Anfang des Jahrtausends empfinde ich das aber nicht mehr. Vermutlich hat sich das Niveau diesbezüglich einfach nochmal ordentlich erhöht und man ist inzwischen viel mehr gewohnt. Das muss ja auch nicht unbedingt etwas positives sein.

Ich freue mich jedenfalls auf den Rest der Serie, von den späteren Staffeln habe ich nicht mehr so viel in Erinnerung. Das macht es spannender.

Von Lieferschwierigkeiten

Allwöchentlich Belangloses

In der Zwischenzeit haben wir uns bereits zwei Mal Lebensmittel liefern lassen. Die zweite Lieferung in dieser Woche war dann ein wenig skuril, nachdem es beim ersten Mal ja alles problemlos lief. Der REWE-Mann schickt mir zwar brav die „Ich bin gleich da!“-SMS, taucht dann aber nicht auf. Es klingelt nicht. Als ich schon ein bisschen nervös werde, klingelt es dann doch noch. Vor der Tür steht der Nachbar aus dem Dachgeschoss mit einigen REWE-Papiertüten. Wir nehmen inzwischen ja gegenseitig jeden Quatsch füreinander an. Warum auch immer der Lieferant das Dachgeschoss auch dem Hochparterre vorzieht. 🤷🏼‍♂️

Ebenfalls nicht unkompliziert: Die Sache mit dem Wäschetrockner. Damit das Gerät sicher auf unserer Waschmaschine steht, bestelle ich einen Zwischenrahmen. Der vorhergesehene Lieferzeitpunkt ist deutlich vor der des Trockners. Und dann kommt alles anders: Die Monteure, die die Maschine aufstellen sollen werden mir einige Tage früher als geplant angekündigt. Gleichzeitig schreibt man mir, dass im Falle einer Verschärfung der Corona-Gegenmaßnahmen die Lieferung wieder nur bis zur Bordsteinkante erfolgen kann. So erkläre ich den beiden unfreundlichen Männern mit der schweren Maschine, dass es völlig ausreicht wenn sie das Gerät in den Keller tragen. Drei Tage später montiere ich den Zwischenrahmen dann selbst und der Nachbar muss beim Wuchten des Trockners auf die Maschine helfen. Danke, Michael!

Und sonst so, diese Woche? Meine Nasennebenhöhlen sind ein wenig zu, aber einige Sinupret-Tabletten später ist das Problem schnell vergessen. Währenddessen stapeln sich die Weihnachtspakete langsam aber sicher hinter meinem Schreibtisch.

Außerdem: Es gibt eine kleine virtuelle Firmenweihnachtsfeier. Ich verbringe einen schönen Abend mit den Kollegen, trinke ein paar Limos und bin der ewige Vierte bei der großen Scribble-Runde. Am Wochenende verkabele ich meinen Schreibtisch neu und schließe die schon länger stillgelegte Xbox an meinen großen Monitor an. Mal schauen, ob ich in den Weihnachtsferien die Zeit für das ein oder andere Spiel finde.

Wie ich einen Wäschetrockner bestellte

Alltäglich Belangloses

Dieser Tage begebe ich mich auf die Webseite eines bekannten Elektromarktes für Menschen die doch nicht blöd sind. Der Kauf eines Wäschetrockners steht auf meinem Plan. Eigentlich steht das dort sogar schon länger – aber wie immer bei größeren Anschaffungen, die nicht in meiner Komfortzone zwischen Kamerazubehör und Computerkram liegen, ziere ich mich ein wenig. Heute soll es aber endlich soweit sein: Ich bin einigermaßen informiert, ein Gerät will ausgewählt werden, es soll jemand bis in den Keller tragen und dort anschließen. Die Kreditkarte ist vorgewärmt und liegt bereit.

Kaufberatung? Pah!

Obwohl ich schon relativ genau weiß was ich kaufen möchte, klicke ich erwartungsvoll auf die „interaktive Trockner-Kaufberatung“, die man mir nach einer Sucheingabe per übergroßem Banner anpreist. Tatsächlich werden dann in wenigen Schritten einige sehr interessante Eigenschaften dieser Haushaltsgroßgerätefamilie abgefragt und das Ergebnis entsprechend meiner Auswahlen eingegrenzt. Schließlich gebe ich dann noch die Obergrenze unseres „solides Mittelmaß“-Budgets an und habe nun eine recht übersichtliche Liste mit Geräten vor mir.

Auf den ersten Blick können die dann auch alle etwa das Gleiche. Letztes Auswahlkriterium ist deshalb für mich die Anzeige „lieferbar“ mit einem grünen Punkt daneben. Man könnte nun erwarten, dass ein „interaktiver Kaufberater“ einem Geräte anpreist, die vielleicht im Laufe des aktuellen, zu diesem Zeitpunkt noch gute drei Wochen langen, Jahres bei mir zu Hause auftauchen könnten. Ich möchte ja nicht nur etwas kaufen, sondern auch bekommen. Aber weit gefehlt: Die „Top Empfehlungen“ und so ziemlich jedes andere Gerät ist nicht bestellbar. Grauer Punkt. Auch bei der Marktabholung. Ich bin ein bisschen enttäuscht.

Interpretationsmöglichkeiten

Ich schließe diesen Tab in meinem Browser und kehre zurück auf die Übersichtsseite. Mit Hilfe der vielen Häkchen und Regler facettiere ich meine Suche nun weniger interaktiv, aber dafür genau so wenig erfolgreich wie vorher. Ich bin nicht so wirklich festgelegt auf eine Marke oder gar ein spezielles Gerät und so überlasse ich dem Algorithmus gerne ein wenig Verantwortung. Einzig: Ich habe keine Lust bis Sankt Nimmerleinstag auf die Lieferung zu warten. Da könnte man meinen, dass ich zufriedengestellt werde, wenn ich den Haken bei „auf Lager (11)“ setze. Weit gefehlt: Ein Großteil der Liste sieht weiterhin aus wie folgt:

Screenshot einer Artikelliste. Es ist "auf Lager" angeklickt aber die Artikel nicht lieferbar.

Ob die Geräte vielleicht auf Lager sind, aber dort keiner Lust auf die Schlepperei hat? Oder gibt es verschiedene Auslegungen des Begriffs „auf Lager“? Nun gut. Manchmal kann ich dann ja auch hartnäckig sein und tatsächlich finde ich auch ein Gerät was mir von seinen Ausstattungsmerkmalen her gefällt, von anderen Menschen im Internet auch auf anderen Webseiten gut bewertet wurde und sogar dieses Jahr noch lieferbar ist. Zwar nicht „grün und sofort“, aber immerhin „orange und spätestens übernächste Woche“. Also folgt ein behender Klick auf das Warenkorbsymbol und ich folge der Maschine direkt in eben diesen. Schnell noch ausgewählt, dass andere Menschen gegen ein geringes Endgeld sich Gedanken um die enge und steile Kellertreppe machen müssen und schon — passiert nichts. Der Button mit der Beschriftung „Zur Kasse“ ist, egal was ich auf dieser Seite tue, nicht dazu zu bewegen seine Farbe von grau zu rot zu ändern und klickbar zu werden.

Ein Geschenk das keiner will

Es vergehen wertvolle Minuten, bis ich stutzig werde: Was macht eigentlich der Staubsauger in meinem Warenkorb? Ich finde heraus: Das von mir zu meinem neuen Wäschetrocker auserkorene Gerät gehört zu einer Weihnachtsgeschenke-Aktion und man kommt ein anderes Produkt beim Kauf geschenkt. In meinem Fall ist das ein kleiner roter Staubsauger für den ich nun wirklich keine Verwendung habe. Während ich mir noch ausmale wie viel Ärger mir das Gerät bei ebay-Kleinanzeigen bereiten wird, klicke ich ihn spaßeshalber weg und staune nicht schlecht: Der „Zur Kasse“-Knopf wechselt die Farbe und ruft in einem knalligen Rot nach einer Aktion meinerseits. Von hier an wird es dann auch sehr unspektakulär. Aber bis dahin: Meine Güte, Mediamarkt.