der tag und ich

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Server in der SSH-Config-Datei speichern.

Vor allem mal hier im Blog, weil ich es mir nicht merken kann und immer wieder nachschlagen muss: In der Datei ~/.ssh/config kann man sich unter anderen Server, zu denen man sich öfter hin-ssh’t speichern. Das sieht dann zum Beispiel so aus und ist eigentlich (wenn man weiß was SSH und all der Quatsch ist) ziemlich selbsterklärend.

Host allinkl
    HostName w0815.kasserver.com
    Port 22
    User ssh-w04711

Statt mir jedesmal das ssh ssh-w04711@w0815.kasserver.com aus meiner Bash-History raussuchen zu müssen, tippe ich jetzt ganz einfach und leicht merkbar ssh allinkl und schon habe ich eine Terminal-Verbindung zu der Maschine, auf der dieses Blogdings hier und noch ein paar Sachen laufen.

Und natürlich geht das beliebig kompliziert weiter. Diese Anleitung bei DigitalOcean ist da sehr ausführlich.

Von kaltem Wetter und einer abgewendeten Amputation

Bittere Kälte in Bonn und Köln, teilweise zweistellige Minusgrade. Ich entscheide mich tatsächlich für die dicke Fleecejacke und den Schal, es wäre sonst sehr unangenehm draußen gewesen. Am Ende der Woche wird es dann zwar auch wieder wärmer, dafür gibt es dann aber auch noch eine schick Schneeschicht. Warum auch nicht, so Anfang März. Aber das fordert seinen Tribut: Gegen Ende der Woche geht es mir immer schlechter, der Kopf ist zu. „Erkältung“ nennt man das wohl.

Die Poppelsdorfer Allee im Schnee.
Die Poppelsdorfer Allee verschwindet Anfang März noch einmal unter einer Schicht Schnee. Sehr passend, nach einer ganzen Woche Eiseskälte.

Die Beule auf meinem Knie ist wohl ein gefüllter Schleimbeutel, weiß mich der Orthopäde zu beruhigen. Das wird sich von selbst wieder erledigen. Ich bin ganz froh. Eine Amputation oder ähnliche Behandlungen kann ich gerade garnicht gebrauchen. Ich soll mich davon auch gar nicht weiter beeindrucken lassen und so gehe ich am Donnerstag auch wieder zum Sport und bin froh ein bisschen Bewegung zu haben.

Am Samstag Abend ein echtes Highlight: Wir schaffen es, einen ganzen Film am Stück zu schauen, ohne das Fräulein Anna mir unterwegs einschläft. Das ist uns schon lange nicht mehr gelungen und ich bin ein bisschen stolz. Der vorletzte Teil der Harry-Potter-Reihe ist tatsächlich aber auch wirklich gut gemacht. Wenn auch sehr düster, das sind wirklich keine Kinderfilme, ich kann es nur immer wieder sagen.

Und dabei war der Tag auch schon nicht schlecht: Die Hausarbeits-Pflicht hatte ich schnell erledigt und kann mich so mit dem Computer auf dem Sofa breit machen und allerlei Computerkram erledigen. Ganz vielleicht sieht dieses Blogdings hier bald auch wieder ein bisschen anders aus. Man darf gespannt sein.

Schließlich ist Sonntag und wir bekommen Besuch aus Dortmund, den wir zum Frühstück ausführen. Dann noch ein Besuch beim Markt in der Fabrik 45 und schließlich noch ein bisschen rumhängen auf dem Sofa. Ein guter Tag. Den Abschluss bildet dann noch ein Tatort aus Ludwigshafen, der noch ein bisschen furchbarer ist, als man das gewohnt ist.

Von einer unterhaltsamen Woche und einem dicken Knie am Wochenende

Ganz schön was los, in der letzten Woche. Wir starten direkt am Dienstag, als ich in Kino gehe. Three Billboards Outside Ebbing, Missouri heißt der Film der Wahl. Der ist für sieben Oscars nominiert und wurde überall gut angenommen. Mir gefällt der Film wirklich gut. Trotz der ernsten Geschichte sorgt das Schauspiel für den ein oder anderen Lacher. Wirklich gute Unterhaltung. Ich mag Woody Harrelson spätestens seit True Detective sehr gerne.

Am Mittwoch dann ist Konzert-Zeit. Slow Leaves & Torpus And The Art Directors stehen im Artheater auf der Bühne. Ich habe bereits berichtet, dass es mir gut gefallen hat. Gut, dass die nächsten Konzerte bereits eingeplant sind.

Donnerstag ist wieder Sport angesagt. Das erste Mal seit einigen Wochen, nachdem mir Unwohlsein, Arbeit und Urlaub mehrmals dazwischen kamen. Ich fühle mich gut dabei, endlich wieder ein bisschen in Bewegung zu kommen. Hoffentlich schaffe ich es in der nächsten Zeit wieder regelmäßiger.

Freitag dann: Nichts auf der Agenda. Davon bin ich ja großer Fan. Dafür dann am Samstag eine unangenehme Überraschung. Mein Knie überrascht mich mit einer dicken Schwellung. Ich habe keine Ahnung woher die nun auf einmal kommt, entscheide mich aber gegen einen Besuch in der Notaufnahme. Ein Arztbesuch am Montag sollte ausreichen. Ich sage aber sicherheitshalber und mit unfassbar schlechtem Gewissen meine Mithilfe beim Puck’schen Umzug ab. Ich mag es garnicht, wenn der Körper irgendwie Anomalien hat. Statt dessen Computerarbeit auf dem Sofa und ein hochgelegtes Bein.

Am Sonntag kommt Frau Schwester zu Besuch. Wir spazieren zu Kaffee und Kuchen ins Café Kurt und sitzen anschließend noch eine ganze Weile zusammen auf dem Sofa herum und quatschen über dies und das, ein schöner Nachmittag! Abgeschlossen wird der Sonntag mit dem Kieler Tatort. Als großer Borowski-Fan ist „Borowski und das Land zwischen den Meeren“ natürlich genau mein Fall.

Beach Motel van Cleef 2018

Beach Motel van Cleef-Fahnen

Vielleicht vergessen wir das Drama gleich zu Beginn der Anreise auch einfach. Oder machen wir es kurz: Es ist Donnerstagmorgen. Irgendwas mit Stellwerksstörung bei der Bahn, unregelmäßig fahrende Straßenbahnen und nicht vorhandenen Taxis. Zum Glück ist Meister Puck zu Hause, er fährt Fräulein Anna und mich nach Beuel zum Bahnhof, wo wir in den Zug steigen, den wir in Düsseldorf garantiert verpasst hätten.

Danach läuft es dann aber weitestgehend rund. Wir bringen die Bahnfahrt hinter uns und kommen mit genau einer Stunde Verspätung an unserem Zielort, St. Peter-Ording, an. Puh. Ein leckeres Abendessen im ans Beach Motel angeschlossene Restaurant später sind wir dann auch bettreif. Wir freuen uns auf unser zweites „Beach Motel van Cleef“-Festival, nachdem es uns im letzten Jahr so gut gefallen hat. Hier nun ein kleiner Bericht, ein paar Musikvideos und Bilder.

Unterwegs am Strand

Nachdem wir am Freitagmorgen nicht nur ausgeschlafen, sondern auch ausführlich gefrühstückt haben, steht der traditionelle Strandspaziergang auf dem Plan. Ich mache das ein oder andere Foto. Die Sonne scheint. Wir kehren zum Mittagessen ein und vielleicht verderbe ich mir dabei auf längeres die Lust auf Süßkartoffel-Pommes. Die wollen mir gar nicht schmecken, obwohl rein technisch nichts an ihnen auszusetzen ist. Wir wandern durch die Dühnen zurück und ich halte einen ausführlichen Mittagsschlaf. Dafür ist so ein Urlaub ja nun mal auch da.

Strandhäuser auf Stelzen am Strand von St. Peter-OrdingHaus auf Stelzen am Strand von St. Peter-OrdingDünengras

Burkini Beach

Der erste Konzertabend startet dann mit Burkini Beach. Die fand ich im Vorfeld schon witzig und man enttäuschte mich auch nicht. Ein guter Start ins Musikwochenende. Ich bin guter Dinge.

Maria Taylor Trio

Direkt weiter geht es mit dem Maria Taylor Trio. Auch ihre Musik hatte mir beim Probehören gut gefallen und sie setzt jetzt nochmal einen drauf. Ein sehr gutes Konzert, ein bisschen mehr Folk-Einschlag als ich erwartet hatte. Aber auch das kann man sich mal anhören.

Tom Liwa

Dann steht Tom Liwa auf der Bühne. Nachdem mir sein Auftritt mit den Flowerpornoes im vergangenen Jahr nicht so gut gefallen hatte, erwartete ich nicht so arg viel. Und war ein bisschen überrascht: Alleine auf der Bühne fand ich ihn deutlich besser und hätte ihm auch gerne noch länger zugehört.

Dorit Jakobs

Auch nicht so viel erwartet hatte ich von Dorit Jakobs. Die klang im Vorfeld sehr nach Wir sind Helden und überzeugte mich nicht so richtig. Aber auch hier: Positive Überraschung. Mein Eindruck wurde nicht bestätigt, das Konzert gefällt.

Honig

Schließlich dann schon mein Highlight für den Abend: Herr Honig steht auf der kleinen Bühne. Der ist mir direkt als Person sympathisch, seine Musik gefällt mir unheimlich gut. Als seine Freundin mit auf die Bühne kommt, um mit ihm zu singen, muss Christiane Falk, die Moderatorin des Abends, auf das Babyphon aufpassen. Am Ende will auch er nicht so richtig aufhören zu spielen und begleitet das Publikum mit seiner Gitarre auf dem Weg zur letzten Veranstaltung des Abends. Ich finde es richtig schade, dass das Konzert zu Ende ist.

Kettcar

Denn schließlich: Kettcar. War ich mittags noch sehr vorfreudig, als ich den Soundcheck ein bisschen mithören konnte, bin ich jetzt vielleicht auch einfach viel zu müde. Oder zu genervt. Oder ich habe die Band einfach zu oft im letzten Jahr gesehen. Jedenfalls: Es reißt mich nicht so richtig hundertprozentig mit, auch wenn das Konzert an sich schön laut und nicht schlecht ist. Am Ende bin ich dann noch ein bisschen enttäuscht, dass man Academy nicht gespielt hat. Was ist da los?

Von quatschenden Menschen auf Konzerten

Nach einem kurzen, vor allem müden Besuch bei der Aftershow-Disco lasse ich den Abend Revue passieren und ärgere mich nochmal richtig über meine Mitmenschen. Ich habe mich ja schon öfter über quatschende Konzertbesucher geärgert, heute Abend fand ich es besonders schlimm. Gerade bei dem etwas ruhigeren Künstlern fiel es mir wirklich schwer, ordentlich zuzuhören und alles mitzubekommen. Und warum auch immer die gleiche Gruppe von Menschen gleich mehrmals neben mir landet und jedes Mal wieder peinlich berührt ist, wenn ich oder jemand völlig anderes um ein bisschen mehr Ruhe bittet. Gerade auf dieser sehr speziellen Veranstaltung hätte ich damit nicht gerechnet. Ich bin nicht der einzige, dem das heute auffällt. Auch eine entsprechende Ansage der Moderatorin hilft nicht. Menschen, ey!

Festival-Tag Nummer zwei

Den zweiten Tag des Beach Motel van Cleef-Festivals lassen wir locker angehen. Ausschlafen, ein ausführliches Frühstück, wir lungern ein bisschen rum. Am späten Nachmittag leihen wir uns ein Auto beim Hotel und fahren ein paar Kilometer am Meer entlang, um dann einen kleinen Spaziergang zum Leuchtturm Westerheversand zu unternehmen. Es ist wunderbar still dort draußen, die Sonne ist schon fast am untergehen.

Der Leuchtturm von WesterheverSilhuetten vor dem Sonnenuntergang

Grillmaster Flash

Eröffnet wird der Abend von Grillmaster Flash über seine selbstironischen Texte musste ich beim Probehören mehr als einmal lachen. Und dann werde ich auch nicht enttäuscht und gut unterhalten. Ein bisschen erinnert mich die Musik an den jungen Olli Schulz. Und das finde ich gut. Das Publikum ist heute nicht nur deutlich kleiner, sondern auch viel ruhiger. Ich starte mit dem Grillmeister gut gelaunt in den Abend.

Fortuna Ehrenfeld

Ich habe, zumindest gefühlt, im vergangenen Jahr niemanden öfter auf einer Bühne stehen sehen als Herrn Fortuna Ehrenfeld und seine Mitstreiter. Das ist nichts schlimmes, denn ich mag den Musiker im Schlafanzug und seine Musik sehr. Und noch ein bisschen mehr mag ich es, wenn er auf kleinen Bühnen spielt. Also bin ich hier heute Abend genau richtig.

Slow Leaves

Als nächstes steht der kanadische Singer-Songwriter Grant Davidson auf der Bühne. Slow Leaves nennt er sich und hat sich zur Unterstützung noch einen weiteren Musiker mitgebracht. Ich amüsiere mich zuerst ein bisschen über den Jeanshemd-Cowboy-Look, die Musik sagt mir aber schon nach kurzem richtig zu.

Tim Neuhaus

Den Namen von Tim Neuhaus hatte ich schon mal gehört, seine Musik aber noch nie. Schade eigentlich, denn auch er trifft meinen Musikgeschmack ziemlich gut und ist noch dazu sehr sympathisch, wie er da mit seiner Band auf der Bühne steht und singt. Auch ihn werde ich sicherlich noch öfter hören.

Theodor Shitstorm

So richtig garnicht meinen Geschmack trifft Theodor Shitstorm. Das liegt vielleicht auch ein bisschen an meiner Müdigkeit, ich nutze das Konzert lieber dazu ein wenig in der Hotel-Lobby herum zu sitzen, in Ruhe etwas zu trinken und die müden Beine ein wenig zu entlasten.

Intergalactic Lovers

Den Abschluß des Konzertabends und des Festivals bilden die Intergalactic Lovers aus Belgien. Die hatten mir im Vorfeld schon wirklich gut gefallen und setzen jetzt noch einen drauf. Man gibt da vorne auf der Bühne noch einmal ordentlich Gas, mir gefällt es von Titel zu Titel besser. Dem Rest des Publikums übrigens auch, die Stimmung ist großartig, obwohl auch am Ende des Abends noch deutlich weniger los ist als gestern. Die Intergalactic Lovers sind eine der Indie-Pop-Bands, die man noch viel lieber live hört als auf Platte. Am Ende ist es ein bisschen später als geplant, ich ein bisschen müder als vorgesehen, aber vor allem sehr viel zufriedener. Dies war sicherlich mein Highlight für diesen Abend.

Und dann ist das Festival auch schon wieder vorbei. Noch einmal schlafen, schnell frühstücken, auschecken. Dann: Unser erster Zug fällt aus. Der „Service“ der Bahn schlägt vor, die Reise einfach garnicht anzutreten. Ich werde wohl in Zukunft öfter ein Auto mieten. Glücklicherweise bringt ein netter Taxifahrer uns und eine weitere Dame bis nach Husum, wo wir unsere Heimreise dann doch noch antreten können. Drama gerade nochmal so abgewendet.

Am Ende einer langweiligen Zugfahrt bin ich zwar müde, aber auch sehr zufrieden wieder zu Hause. An das „Wow!“-Erlebnis vom letzten Jahr kam das Festival in diesem Jahr zwar nicht, was glaube ich vor allem an den Menschen am ersten Abend liegt. Dennoch: Ein unterhaltsames Wochenende liegt hinter mir, ich habe wieder einiges an neuer Musik mitgebracht.

Slow Leaves & Torpus And The Art Directors

Als hätten wir noch noch nicht genug von Musikkonzerten: Kaum zwei Tage zurück vom Festival-Wochenende, stehen Fräulein Anna und ich schon wieder im Artheater in Köln vor der Bühne.

Slow Leaves

Und wie es der Teufel will, heißt die heutige Vorband Slow Leaves. Die beiden Kanadier in ihren Jeans-Hemden machen ruhige, country-lastige Gitarrenmusik. Wir haben sie gerade erst ein paar Tage vorher gesehen und für gut befunden. Auch heute Abend wissen die Herren zu überzeugen. Mir gefällt es heute noch ein kleines bisschen besser, das Publikum ist viel aufmerksamer als am Wochenende. Die Musiker wirken auch deutlich entspannter. Vielleicht gehen wir in ein paar Tagen einfach nochmal hin, wenn das Solo-Konzert in einem Café in Köln ansteht.

Torpus And The Art Directors

Danach stehen dann Sönke Torpus und die Art Directors auf der Bühne. Darauf hatte ich mich jetzt schon ein paar Tage gefreut und werde auch nicht enttäuscht. Die Band ist eine von denen, die ich zwar immer gern höre, live aber noch ein bisschen besser finde. Vielleicht weil es ein bisschen lauter und wilder ist. Vielleicht auch weil die Leute um einen rum genau so begeistert sind. Auch wenn ich die Titel vom neuen Album noch nicht so richtig kenne: Gute anderthalb Stunden Musik wie ich sie mag. Herzlichen Dank! Da verpasse ich auch gerne einen Zug und komme erst spät ins Bett.

Und weil es so schön war: Hier das Musikvideo zum aktuellen Titel Sleeping Bag.

Von einer kurzen Woche und einem Festival-Wochenende

Ein Leuchtturm im Sonnenuntergang.
Der Leuchtturm von Westerhever steht ziemlich einsam in der Landschaft.

Wenn die Woche aus einem geschenkten Feiertag besteht und man dann auch noch vier Tage zu einem Festival fährt, über das ich in Bälde noch einmal extra berichten werde, dann fällt der Wochenrückblick vielleicht einfach sehr kurz aus. Willkommen.

Den Rosenmontag jedenfalls verbringen Fräulein Anna und ich sehr entspannt. Wir sind ja bekanntlich nicht so die Karnevalisten. So ganz ohne den „Zoch“ kommen wir dann aber nicht durch den Tag: Bei unserem kleinen Nachmittagsspaziergang sehen wir ihn in der Ferne langsam rollen.

Dann: Zwei Tage Arbeit. Die kriege ich schnell rum, auch wenn ich nicht immer so zeitig aus dem Büro komme wie geplant. Und schließlich heißt es dann auch schon packen, bevor es am Donnerstag Morgen auf den Weg nach St. Peter-Ording zum „Beach Motel van Cleef“-Festival geht. Aber das ist ja eine andere Geschichte.

Von einer belanglosen Woche und einem Karnevalswochenende

Das hier wird eine kurze Nummer. Da habe ich die Woche noch damit angegeben, dass es dieses Blogdings hier jetzt fünfzehn Jahre gibt. Und dass ich diese Rückblicke hier ja schon ganz mega finde. Noch nicht mal ein Foto habe ich gemacht. Eigentlich sogar schon lange nicht mehr. Vielleicht muss ich mir hier eine neue Herausforderung auferlegen.

Und dann passiert die ganze Woche nichts, was ich berichten könnte. Ich arbeite ziemlich viel, zwei Tage davon sitze ich am heimischen Schreibtisch und umgehe so den Karnevalstrubel rund um mein Büro in Köln. Statt dessen beobachte ich die Karnevalisten, die die Busse an der Haltestelle vor meinem Fenster ausspucken. Weder Fräulein Anna noch ich sind besonders närrisch veranlagt und so schauen wir statt dessen lieber die nächsten Harry-Potter-Filme.

Und dann ist Wochenende. Ich habe mich da schon ein bisschen drauf gefreut. Nachdem ich am Samstag Morgen zeitig meine Pflicht aus Einkauf und Wäsche erledigt habe, darf ich den Rest des Wochenendes den Quatsch machen, zu dem ich sonst nicht komme. Und weil ich unter der Woche noch nicht genug vor dem Computer saß, habe ich viel Spaß mit Docker, Gitlab-CI, ITCSS und meinem Blog.

Und dann ist das Wochenende auch schon vorbei. Was in diesem Fall nicht schlimm ist, denn der Rosenmontag wird – Spoileralarm! – auch frei sein. Ein guter Wochenabschluss ist wie üblich der Tatort, der aus Weimar kommt und mir gewohnt gut gefällt.

15 Jahre  🎂

An einem Freitag im Februar 2003 war ich der Meinung, dass es nun an der Zeit ist so ein Reinpost-Ding auf meiner „Homepage“ zu haben. Eine solche hatte ich schon eine ganze Weile. Ich erinnere mich noch gut an das simple HTML-Formular und das einfache PHP-Skript, mit dem ich Einträge in eine MySQL-Datenbank schreiben konnte. Nachdem ich schon ziemlich lange eine eigene Webseite hatte, mein erster richtiger Schritt in dieses Web 2.0 von dem damals so viel geredet wurde.

Das ist jetzt fünfzehn Jahre her. Wow.

Screenshot
So sah meine „Homepage“ im Februar 2003 aus, als ich die ersten Beiträge in „der tag und ich“ veröffentlichte. An der Stelle des PHP-Fehlers stand damals der ganz oben in diesem Beitrag als erstes verlinkte Blogpost.

Anfangs bin ich vielleicht noch ein bisschen schüchtern, was meine Mitteilsamkeit angeht. Spätestens aber, als ich auf ein richtiges CMS umsteige, purzeln die Beiträge nur so aus mir heraus. Teils mehrere am Tag, oft sehr kurz. Man merkt schon einige Jahre vor Twitter, dass ich sehr viel zu berichten habe. Da wird aus meiner Aufregung um die Bestellung eines Powerbooks (So nannte man MacBooks früher!) eine fast minutiöse Dokumentation. Und wie viele Beiträge es darüber gibt, dass ich irgendwas am „Design“ gedreht habe! Unfassbar.

Die liebe Technik

Überhaupt: Die Technik. Schnell reicht mir das ja nicht mehr so richtig mit dem kleinen PHP-Skript. Ich habe schon früh erkannt, dass man nicht immer das Rad neu erfinden muss. Eine ganze Zeitlang ist ExpressionEngine das Tool meiner Wahl, bis ich Ende Juni 2005 dann auf das damals aktuelle WordPress 1.5 umsteige. Das habe ich seit dem auch nicht wirklich in Frage gestellt. Ich mag WordPress sehr gern. Aber auch wenn das Backend gleich geblieben ist: Vorne rum ist immer viel passiert. Unzählige Layouts, jedes Jahr mehrere, habe ich im Lauf der Zeit verbraten. Waren das am Anfang nur angepasste Themes, habe ich dann irgendwann angefangen alles selbst zu bauen. Die ganzen Themes nochmal zusammen zu bekommen, sofern das überhaupt geht, ist aber nochmals eine ganz andere Nummer.

Martin, warum machst du das hier eigentlich?

Die Mitteilungswut flaut dann aber auch wieder ab. In den letzten Jahren habe ich mir oft Gedanken darüber gemacht, „warum“ – und vor allem „für wen“ – ich den Quatsch hier eigentlich mache. Nicht umsonst ist dieses Blog auch eine relativ genaue Dokumentation all der Umbauarbeiten daran. Ich sprach oben schon einmal davon. Und um ehrlich zu sein: Lange habe ich das Blog auch wirklich nur betrieben, um eine Spielwiese für all den Webkram zu haben, den ich so gerne ausprobiere. Gut, dass ich geizig bin und es die Ironblogger gibt. Die Angst vor der Geldstrafe zwingt mich dazu, wenigstens einmal pro Woche etwas zu tippseln. Gerade ist das wieder ein bisschen anders. Unter anderem auch, weil ich mich mit folgender Frage intensiv auseinander gesetzt habe:

Was mache ich hier eigentlich? Und für wen? Und warum? Am Ende des Tages ist die Antwort: Für mich. Ich habe mir hier eine Möglichkeit geschaffen, vielen technischen Kram auszuprobieren, bevor ich es vielleicht auch beruflich einsetze. Davon merkt der gemeine Blogbesucher oft auch einfach nichts. Und irgendwann baue ich auch mal ein schönes Kommentar-Formular. Versprochen.

Außerdem habe ich hier eine (Hoffentlich!) meistens ganz amüsante Dokumentation meines bisherigen Tuns und meiner mit dem Alter immer mehr werdenden Wehwehchen geschrieben. Hand auf‘s Herz: Für eine Biographie wird es nicht reichen. Aber immer mal wieder ein bisschen zurückblicken zu können, das ist schon ziemlich mega. Inzwischen nervt mich das allwöchentliche Wochenrückblicksschreiben zwar nicht weniger – aber ich beiße mich gerne durch, denn es macht immer wieder Spaß, mal ein paar Seiten zurück zu blättern und zu schauen was so los war. Oder ein bisschen weiter zurück, um einige Highlights meines Studiums wieder zu erleben. Viele Beiträge sagen vermutlich auch nur mir etwas. Aber das macht nichts. Hier geht es ja nunmal wirklich nur um mich.

Das sorgt manchmal auch für Verwirrung: Ich erinnere mich noch gut an das dumme Gesicht meines Gegenübers, als man mich im Rahmen irgend einer Blogger/Social Media/Irgendwas-Veranstaltung fragte „Und über was bloggst du so?“ und ich mit „Über mich!“ antwortete. Dem Fragesteller blieb das „Ah spannend!“, was er den Leuten, die er vorher befragt hatte immer entgegenbrachte, irgendwie zwischen den Zähnen hängen.

Interessanter Weise lesen das Geschreibsel hier dann tatsächlich aber auch andere Leute, obwohl ich dem Untertitel „Alltäglich belangloses“ glaube ich schon sehr gerecht werde. Hin und wieder werde ich sogar auf das Blog angesprochen. Wie cool! Ich habe übrigens keine Ahnung wie viele Menschen außer mir hier noch vorbei schauen. Einen Besucherzähler wie damals, geschweige denn ein Tracking, gibt es schon lange keins mehr.

Das Archiv

In den vergangenen Wochen habe ich mir eine Menge Arbeit gemacht. Vor ziemlich genau zehn Jahren nämlich habe ich den „alten“ Blog eingemottet und war der Meinung einen Neustart hinlegen zu müssen. Inklusive neuer Domain: Aus einem Menüpunkt meiner Homepage wurde dieses Blog. Die alten Inhalte waren dann lange verschollen, bis ich es irgendwann vor einem guten Jahr in Form einer SQL-Datei auf einer Datensicherungs-CD wiedergefunden habe. Darüber habe ich mich wirklich richtig gefreut. Dieser Tage bin ich dann hingegangen und habe sortiert, ausgemistet und korrigiert. Software-Tipps aus dem Jahr zweitausendfünf braucht halt wirklich niemand mehr. Aber trotzdem: Fast vierhundertachtzig Artikel haben es dann tatsächlich auch geschafft. Sie befinden sich jetzt in der Kategorie „Archiv“.

Und jetzt? Jetzt geht es weiter. Mal gucken, ob ich nochmal fünfzehn Jahre drauf legen kann.

Von einer kranken Woche, Jahrestagen und einem Kettcar-Konzert

Die Woche startet mit einem freien Tag. Wir sind immer noch in Idar-Oberstein und starten langsam in den Tag. Am Nachmittag geht es dann zurück nach Bonn. Wahnsinn, wie leer die Bahn an einem Montag Mittag so ist.

Körperlich geht es mit mir steil bergab. Mein Körper mag sich nicht so richtig entscheiden, ob er mir lieber Bauch- oder Magenschmerzen bescheren soll. Deshalb macht er das abwechselnd. Ich gehe zeitig ins Bett und arbeite lieber einige Tage zu Hause.

Außerdem diese Woche: Filmabend und Harry Potter Nummer drei. Der ist zwar genau so ein bisschen absurd, aber dafür ein gutes Stück weniger gruselig. Hatte ich schon erwähnt, dass ich sehr positiv überrascht bin, wie gut mir die Geschichten gefallen?

Dann habe ich noch einen kleinen Jahrestag: Zehn Jahre bin ich diese Woche in Bonn. Verrückt, wie schnell die Zeit vergeht, was ich in der Zeit alles erlebt habe. Das kommt ein kleines bisschen überraschend, vor allem weil ich gerade ein anderes Jubiläum vorbereite. Dazu aber die Tage mehr.

Das Wochenende ist gewohnt fleißig. Ich mache Wäsche, ordne die Bude, gehe einkaufen. Dann mache ich mich an die wirklich fiese Arbeit: Es wird endlich Zeit den Stapel Sicherungs-CDs und -DVDs aus der Zeit um das Jahr 2000 aufzulösen. In recht mühevoller Kleinarbeit gleiche ich die vielen Ordner mit dem bereits vorhandenen Inhalt meines NAS ab. Das Haus will schließlich nichts verlieren. Am Ende habe ich wieder einen Stapel doofer Plastikscheiben weniger im Schrank. Das stellt mich ein bisschen zufrieden.

Das Palladium in rotes Licht getaucht.

Dennoch bin ich nicht so besonders gut drauf, als ich zum Kettcar-Konzert, zu dem wir die Karten schon wirklich lange in der Schublade liegen haben, aufbreche. Ich berichtete bereits. Ein wirklich guter Start in das Konzertjahr zweitausendachtzehn.

Der Sonntag startet mit einem leckeren Frühstück im recht neuen Café Frida. Es gibt einen sehr großen und dicken Pfannkuchen für mich, der mit Sahne und Konfitüre präsentiert wird.
Anschließend gebe ich eine kleine Fotografie-Nachhilfestunde. Das ist auch für mich ein bisschen spannend, spätestens als ich bemerke wie automatisch die ganzen Abläufe bei mir im Kopf ablaufen.

Am Ende: Kein Tatort. Das Internet zickt rum und es reicht nicht für den Livestream der ARD. Schade!

Kettcar, Palladium, Köln

Ich habe ja wirklich keine Lust überhaupt aus dem Haus zu gehen. Andererseits liegen die Karten für das ausverkaufte Kettcar-Konzert im Palladium schon wirklich lange in der Schublade. Und Kettcar halt. Meine Lieblingsband. Da im E-Werk gleichzeitig auch noch die ungefähr vierundsiebzigste Stunksitzung für diese Saison stattfindet, ist Parkfläche knapp. Sagen wir es so: Rückwärts seitlich einparken war jetzt noch nie so richtig meine Stärke und hebt die Stimmung nicht.

Das Betreten des Konzertsaals und eine Cola wirken dann aber Wunder: Schlagartig bin ich gut drauf und freue mich wie Bolle. So soll das sein. Herrn Fortuna Ehrenfeld und Band stehen schon auf der Bühne, an den Anblick des Mannes im Pyjama habe mich inzwischen schon gewöhnt. Ich sah vermutlich im vergangenen Jahr keine andere Band öfter. Ich höre ihm gern zu.

Kettcar auf der Bühne

Kurz nach neun Uhr dann: Die Stelen im Hintergrund der Bühne entpuppen sich als Videoleinwände, fünf Herren betreten die Bühne. Es geht mit „Trostbrücke Süd“ vom aktuellen Album „Ich vs. Wir“ los. Wir stehen gewohnt weit hinten, aber auch hier ist die Stimmung ausgelassen. Spätestens beim zweiten Titel, dem „Balkon gegenüber“, ist das Publikum dann auch wirklich dabei. Ich vermisse ein kleines bisschen die sehr heimelige Stimmung unter den Fans, die mir im vergangenen November im Gloria so gut gefallen hatte. Kein Wunder: Mit viertausend Leuten ist das Palladium ausverkauft und somit ist dies, laut Marcus Wiebuschs Ansage, die größte Einzelshow, die Kettcar jemals gespielt haben. Man merkt ein bisschen, wie cool das auch die Musiker finden. Zumal auch die anderen Konzerte der Tour fast alle ausverkauft waren.

Ich freue mich. Zum Einen für die Band und ihren Erfolg. Und zum Anderen für mich, denn schon in zwei Wochen werde ich die Band wieder in deutlich kleinerem Rahmen auf dem „Beach Motel van Cleef“-Festival sehen. Dreistellige Konzertbesucherzahlen sind ja eher mein Ding.

Aber ich will gar nicht zu miesepetrig sein. „Balu“ kennen dann nämlich wirklich alle und man hört den Gesang des großen Publikums-Chores deutlich heraus. In den gut anderthalb Stunden Konzert ist dann auch alles dabei, was man so gerne hört. Eine gesunde Mischung aus altbekannten Titeln und denen vom aktuellen Album. Außerdem Wiebuschs „Der Tag wird kommen“. Das mag ich ja auch sehr.

Nach zwei Zugaben geht das Licht wieder an. Und ich habe keine Ahnung, warum ich den ganzen Tag keine Lust hatte, überhaupt nach Köln zu fahren.