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Altered Carbon, Staffel eins

In der etwas ferneren Zukunft werden das Bewusstsein und die Erinnerung von Menschen auf kleinen Speichereinheiten, die im Genick eines Körpers sitzen, gespeichert. Dadurch ist es möglich, sehr lange zu leben – nur eben nicht im immer selben Körper.

Takeshi Kovacs wird etwas überraschend in den Körper des Polizisten Elias Ryker gesleeved und soll im Auftrag des sehr reichen Laurens Bancroft herausfinden, wer eben diesen ermordet hat.

Es folgen zehn sehr spannende Folgen einer sehr düsteren, aber unheimlich gut gemachten Serie. Natürlich hängt alles irgendwie zusammen. Die Vergangenheit Kovacs‘, die unaufgeklärten Fälle Rykers. Außerdem mit von der Partie: Ein AI-Hotelmanager, eine Hackerin in einem Männerkörper und eine hartnäckige Polizistin.

Cover des Videos 'Altered Carbon | Teaser [HD] | Netflix'

Altered Carbon ist düster und brutal. Es fließt ziemlich viel Blut, es wird geschossen und geschlitzt und geprügelt. Gleichzeitig ist die Geschichte verzwickt und unheimlich spannend. Ich fand jede einzelne Folge ziemlich aufregend und freue mich, dass Netflix bereits Staffel Nummer zwei für mich vorhält.

Tom Harper – Der vergessene Tempel

Interessant, wie viele „Irgenwas mit Geschichte“-Bücher ich doch in meinem Regal stehen habe. „Der vergessene Tempel“ fällt auch in die Kategorie.

Zur Geschichte: Kurz nach dem zweiten Weltkrieg ist der Abenteurer Sam Grant auf einmal in eine wilde Jagd verstrickt. Zusammen mit einigen Regierungsmenschen und einer griechischen Untergrundkämpferin macht er sich auf die Suche nach Rüstung und Schild von Archilles. Dabei bereist die kleine Gruppe sehr indianajonesesk das gesammte Mittelmehrgebiet und stöbert in dem ein oder anderen alten Tempel herum. Aber natürlich sind unsere Freunde nicht alleine. Auch eine russische Gruppe ist unterwegs und hat großes Interesse an der historischen Klamotte.

Wie die meisten der Bücher in meinem Regal ist „Der vergessene Tempel“ keine Weltliteratur. Aber es ist eine spannende Abenteuergeschichte, die mich gut unterhalten hat. Das Buch darf bleiben.

Ocean’s 8

Ich erinnere mich noch grob an die Filme aus der „Oceans“-Reihe mit George Clooney und all den anderen bekannten Schauspielern. Netflix schlägt mir dieser Tage vor, dass ich mir doch mal den aktuellsten Film anschauen soll.

Dieses Mal steht die Schwester von Danny Ocean im Mittelpunkt. Debbie, gespielt von Sandra Bullock, ist gerade aus dem Gefängnis frei gekommen und legt direkt los: Während der MET-Gala soll ein unfassbar teures Collier gestohlen werden. Dazu stellt sie ein hochkarätiges Team zusammen: Unter anderem Rihanna, Cate Blanchett, Helena Bonham Carter und Anne Hathaway mischen mit.

Cover des Videos 'OCEAN'S 8 - Official 1st Trailer'

Ganz im Stil der älteren Oceans-Filme wird der raffinierte Plan mit viel Eleganz umgesetzt. Ich fühle mich gute anderthalb Stunden sehr gut unterhalten und finde es am Ende nur ein bisschen schade, dass ich den Film nicht mit Fräulein Anna zusammen gesehen habe. Der hätte er sicher auch gut gefallen.

Thees Uhlmann, Brückenforum, Bonn

Nachdem wir im Dezember vergangenen Jahres ja ziemlich begeistert vom Thees Uhlmann-Konzert im Palladium in Köln zurückgekommen waren, lag es relativ nahe, dass wir auch die Veranstaltung direkt vor der Haustür besuchen sollten.

Und so geben wir gestern Abend Herrn Max in die Hände seiner Oma und düsen mit der Straßenbahn der Linie sechsundsechzig über die Kennedy-Brücke ins Brückenforum. Mit einer großen Cola in der Hand stehen wir vor der Bühne, als pünktlich um acht Uhr „Grillmaster Flash“ sein Vorprogramm spielt. Er scheint zur Zeit die One-Man-Vorband der Wahl im Hause Grand Hotel Van Cleef zu sein. Aber das ist ja nichts schlechtes.

Um halb neun betreten dann Uhlmann und Band die Bühne, um gut zwei Stunden lang Musik für uns zu machen. Da ich in den vergangenen Wochen das neue Album „Junkies und Scientologen“ rauf und runter gehört habe, kann ich jeden Titel mitsingen. Meine Stimme wird es mir danken.

Neue Lieder, alte Lieder, ein bisschen Tomte, was von den Toten Hosen. Das Konzert ist gut. Dennoch reist es mich nicht so mit, wie die letzte Veranstaltung. Das mag ein wenig am Brückenforum als Konzerthalle liegen, vielleicht auch daran dass die „Uhlmann quatscht“-Teile eher selten sind und ein wenig kürzer ausfallen. Zum nächsten Konzert gehe ich aber natürlich trotzdem gerne wieder.

S.W.A.T. – Staffel 1

Nachdem bei einem Einsatz einiges schief geht, ist in der ersten Folge der ersten Staffel von S.W.A.T. auf einmal Daniel Harrelson, genannt Hondo, der Leiter einer Polizei-Spezialeinheit. Der Spezialeinheit der Polizei von Los Angeles. Und dann begleiten wir ihn und sein Team und die Leute drumherum zweiundzwanzig Folgen lang bei allerlei Einsätzen in und um Los Angeles.

Cover des Videos 'S.W.A.T Season 1 Official Trailer | FOX8'

So richtig viel mehr muss man zu der Serie eigentlich nicht sagen. Es ist Unterhaltung. Böse Menschen müssen aufgehalten werden. Hondo und sein Team sind natürlich zur Stelle und haben auch Abseits des Einsatzes zwar den ein oder anderen Konflikt, aber auch immer einen klugen Ratschlag zur Hand. Ich werde mir auch die zweite Staffel anschauen, wenn sie bei Prime Video mal verfügbar ist, furchtbar ungeduldig bin ich deswegen aber auch nicht.

In der Besetzung der Serie kennt man vor allem wohl Shemar Moore, der vorher zwölf Jahre lang in Criminal Minds mitspielte. Der ein oder andere mag sich noch an einen gleichnamigen Film vom Anfang des Jahrtausends erinnern, der mit Samuel L. Jackson, Colin Farrell, Michelle Rodríguez, LL Cool J und Jeremy Renner aufwarten konnte. Der war tatsächlich ähnlich wie die Serie: Unterhaltsam, aber auch nicht mit sonderlich viel Tiefgang ausgestattet.

Von einem kranken Herrn Max. Hauptsächlich.

Montag
Herr Max ist krank. Das ganze Wochenende wurde gehustet, die Temperatur ist erhöht. Statt zur Kita gehen wir also zum Arzt und lassen uns dort die Erkältung bestätigen. „24 Stunden symptomfrei“ soll Herr Max sein, bis er wieder zur Kita darf. Wir machen einen langen Spaziergang am Rhein, den der Kurze komplett verschläft.
Für mich gibt es keine Pause, ich bin am Abend wirklich im Eimer und sehr zeitig im Bett. Seit einiger Zeit lese ich wieder mehr, ich merke wie mir das beim Abschalten hilft.

Dienstag
Ich gehe arbeiten, heute übernimmt Fräulein Anna die Krankenbetreuung. Der Heimweg kostet mich heute dank ausfallender und hoffnungslos überfüllter Züge fast zwei Stunden.
Ich fange eine neue Serie an: Prime Video schlägt mir „S.W.A.T.“ vor. Den ein oder anderen Darsteller kenne ich schon, mal schauen ob ich dran bleibe.

Ein Leuchtturm an der irischen Küste.
Eine echte Premiere nach einer langen Zeit: Ich lade mal wieder ein Bild zu Instagram hoch.

Mittwoch
Herr Max ist weiterhin symptombehaftet. Wir machen einen etwas kürzeren Spaziergang und erkunden statt dessen das Haus der Geschichte. Herrn Max gefallen vor allem die vielen Treppen und Rampen in der Ausstellung, die er fleißig auf- und ab wetzt.
Den Mittagsschlaf beendet Herr Max sehr spontan, wir sind anschließend beide nicht mehr so besonders gut drauf.

Donnerstag
Viel Kleinkram auf der Arbeit. Außerdem Jahresgespräch. Am Abend reinige ich die neu gebraucht gekauften Duplo Steine.

Freitag
Fräulein Anna und ich wechseln uns ab. Erst darf ich arbeiten, am Nachmittag übernehme ich dann die Krankenpflege. Wir vermuten außerdem „irgendwas mit den Zähnen“, da er nichts essen will, was man aufwendiger kauen muss.

Samstag
Keine Ruhe heute. Aufstehen, einkaufen, Sport am Vormittag. Für den Mittag ist ein gemeinsamer Mittagsschlaf mit Herrn Max eingeplant. Der hat aber keine Lust und so spielen wir sehr ausführlich mit dem neuen Duplo und spazieren eine Runde. Wenigstens einer bekommt so ein bisschen Ruhe. So müde wie an diesem Abend war ich schon lange nicht mehr.

Sonntag
Tief Sabine ist im Anflug. Wir lassen uns davon nicht stressen und gehen erst einmal frühstücken. Herr Max ist schon wieder viel fitter und freut sich, mit uns zusammen unterwegs zu sein. Im Obergeschoss der Konditorei in der Fußgängerzone sitzt man gut, mein Essen schmeckt mir. Anschließend spielen wir nach einem kurzen Spaziergang zu Hause ausführlich und erledigen die ein oder andere Kleinigkeit. Draußen wird es doch langsam ein bisschen zu ungemütlich.

Steve Berry – Die Romanow-Prophezeiung

Miles Lord gerät mitten in Moskau in eine Schießerei. Und schnell stellt sich heraus, dass er selbst das Ziel der Attentäter sein sollte. Der Anwalt ist in der russischen Hauptstadt, um eine Kommission zu unterstützen, die den nächsten Zaren bestimmt.

Sozialismus, Kapitalismus – warum nicht mal wieder eine Monarchie? Eine Volksabstimmung hat für die Wiedereinrichtung des Zarenreiches gestimmt und nun gilt es den richtigen Nachkommen aus dem Hause Romanov zu finden. Da haben natürlich Unternehmer, Politiker, Militärs und Mafiosi ein Interesse, sich ein bisschen Macht zu sichern. Lord hingegen findet Hinweise auf überlebende direkte Verwandte der Romanovs, die der Exekution der Zarenfamilie im Juli 1918 entgangen sind. Gemeinsam mit einer russischen Tänzerin folgt er der Prophezeiung Rasputins und damit den Stationen einer vor langer Zeit angelegten Schnitzeljagd durch Osteuropa und Amerika.

„Die Romanow-Prophezeiung“ ist gut zu lesen und auch gute Unterhaltung. Aber auch irgendwie nichts besonderes. Und am Ende ein bisschen kitschig.

Kurt Aust – Der Genius-Code

Nachdem mich das erste Abenteuer des Mathematikers Even Vik schon gefesselt hatte, fiel die Entscheidung, den zweiten Band aus der Reihe direkt hinterher zu lesen, ziemlich einfach.

Es ist ein bisschen Zeit seit den Ereignissen aus dem ersten Buch vergangen. Evens Alltag hat sich einigermaßen normalisiert. Bis die Bruderschaft der Unsichtbaren wieder auf den Plan tritt, denn Newtons Geheimnisse sind noch lange Licht gelüftet. So kommt es, dass Even plötzlich im Krankenhaus liegt und des versuchten Mordes bezichtigt wird. Es bleibt spannend, es wird überwacht, verfolgt, gerätselt und gemordet.

Viele schon bekannte Charaktere tauchen wieder auf und Even muss sich dem ein oder anderen Schatten aus seiner Vergangenheit stellen. Dass das Ende dann kein „Ende gut, alles gut!“-Ende ist, macht das Buch nur besser. Ich habe es sehr gern gelesen.

The Expanse, Staffel vier

„Ich habe wirklich keine Ahnung, warum mich diese Serie so dermaßen fasziniert.“ sagte ich dieser Tage zum Kollegen. Ich habe mir Zeit gelassen mit Staffel Nummer vier, immer nur dann eine Folge geschaut wenn ich auch noch ausreichend wach war. Ich habe für jede Folge den Beamer angeworfen und das Telefon für eine Dreiviertelstunde zur Seite gelegt.

Cover des Videos 'The Expanse Season 4 - Official Trailer | Prime Video'

Die vierte Staffel ist die erste von Amazon produzierte, nachdem man sich bei SyFy entschieden hatte, nicht weiter produzieren zu wollen. Holden und die restliche Besatzung der generalüberholten Rocinante sind im Auftrag der UN auf einem neuen Planeten unterwegs. Dort ist bereits vorher eine Siedlergruppe aus dem Gürtel und eine wissenschaftliche Expedion eines Unternehmens gelandet. Aber auch Miller, der Holden weiterhin erscheint, hat da ein bisschen was zu erledigen.

Währenddessen kämpft Generalsekretärin Avasarala auf der Erde um ihre Wiederwahl. Die OPA rund um Camina Drummer und Klaes Ashford ist nicht nur damit beschäftigt sich selbst mehr oder weniger neu zu definieren, sondern muss es auch schaffen, die einzelnen Fraktionen unter einen Hut zu bekommen. Bobby Draper kämpft derweil auf dem Mars mit ihrem Dasein nach dem Ausscheiden aus der Armee und gerät in eine eher unglückliche Nebengeschichte. Die einzelnen Folgen werden so sehr abwechslungsreich und spannend. Die letzte Folge endet dann mit einem wirklich nervenaufreibenden Cliffhanger. Meine Güte.

Obwohl ich mir Zeit mit dem Anschauen lies, war die Staffel viel zu schnell vorbei. Ich freue mich schon sehr auf die fünfte Staffel.

Kurt Aust – Die Bruderschaft der Unsichtbaren

Letztens schrieb ich:

So „Kram mit Geschichte“ interessiert mich ja schon ein bisschen. Also Abenteuergeschichten, ein bisschen Trivialliteratur, der man einen mehr oder weniger ausgedachten geschichtlichen Hintergrund gibt. Ich mag die Bücher von Dan Brown ja zum Beispiel.

Das nachfolgende „Wächter des Labyrinths“ überzeugte mich dann ja aber leider nicht. Mit Kurt Austs „Die Bruderschaft der Unsichtbaren“ ist es ein bisschen anders: Es macht Spaß, gemeinsam mit Even Vik, dem Mathematiker, herauszufinden warum seine Ex-Frau urplötzlich Selbstmord begeht und ihm einen sehr sehr kryptischen Abschiedsbrief hinterlässt. Die Handlung springt dabei das ein oder andere Mal hin und her: Wir verfolgen Even dabei, wie er in einer von seiner Ex-Frau geplanten Schnitzeljagd den „Selbstmord“ an ihr aufklärt, bekommen aber auch einige Passagen aus der Perspektive eben dieser Ex-Frau Mai-Brit erzählt.

Und dann sind da auch noch einige Abschnitte, die aus der Sicht Isaac Newtons geschildert werden. Denn um den und seine Experimente im siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert geht es eigentlich. Und um einen Geheimbund, der dem Buch ja auch seinen Titel verleiht.

Mir hat das Buch gefallen, es darf im Bücherregal bleiben. Den Nachfolger, der weitere Abenteuer mit Even Vik enthält, habe ich auch schon am Wickel.