Berlin Station, Staffel 1

Fräulein Anna und mir hat dieser Tage Berlin Station ganz gut gefallen. Die Spionage Serie rund um die Berliner CIA-Station und den Whistleblower Thomas Shaw ist durch die Bank spannend und hat die ein oder andere Wendung zu bieten. Das war gute Unterhaltung. Und das nicht nur weil es in Folge zwei eine Szene an einem Tisch in einem Berliner Imbiss gibt, an dem ich auch schon mit den Homies einen Gyrosteller gegessen habe.

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Da ist es fast schade, dass die erste Staffel schon nach zehn Folgen zu Ende war. Aber Staffel Nummer zwei ist schon in der Postproduktion, wie man mir dieser Tage flüsterte. Ich bin schon gespannt wie es mit Daniel Miller, Esther Krug und Konsorten weitergeht.

Kettcar ist zurück – Sommer ’89

Es ist fast zwei Jahre her, dass Marcus Wiebusch eine großartige Ankündigung machte. Meine Vorfreude auf ein neues Album und neue Konzerte meiner erklärten Lieblingsband Kettcar ist wirklich groß. Das Album Ich vs. Wir wird im Oktober erscheinen und ist schon längst vorbestellt. Und kommende Woche werde ich die Band auf dem Fest van Cleef das erste Mal seit langem wieder live sehen. Wäre ich fünfzehn Jahre jünger, man könnte sagen: „Ich bin hyped!“

Seit heute jedenfalls gibt es einen kleinen Vorgeschmack auf das kommende Album, in Form eines Videos zum Titel Sommer ’89 (Er schnitt Löcher in den Zaun). Und das geht so:

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Wow. Ich glaube Kettcar ist zurück. Und meine Vorfreude nun noch viel größer.

Von Antriebslosigkeit, einem Blogumzug, und Konzertkarten

Puh. Diese Wochenrückblicksgeschichte läuft ein bisschen Gefahr, nach einem guten halben Jahr tatsächlich einzuschlafen. Die vergangenen Wochen bin ich ein kleines bissen Antriebslos gewesen, was meine Freizeitgestaltung angeht. Und dazu gehört auch diese Blogtipperei. Aber kommen wir lieber zu dem, was in den letzten Wochen passiert ist.

Zuerst einmal habe ich sehr viel Civilization gespielt. Irgendwie stolperte ich über meinen Einkauf der fünften Ausgabe des Spiels. Sagen wir mal so: Genau so, wie mich vor vielen Jahren das klassische „Civ“ nächtelang vor den Computer fesselte, geht es mir jetzt auch wieder. Irgendwann werde ich sicher auch mal noch erwachsen.

Ein Park in KölnDer Botanische Garten bei Sonnenuntergang

Dann ist da dieses Blogdings hier. Nachdem ich die Installation letztens ja auf eine eigene Maschine bei Digital Ocean umgezogen hatte, bin ich dann gleich noch einmal weiter gezogen. Mein unruhiges Bauchgefühl lies mich noch einmal recherchieren und dann ging es noch einmal weiter. Aktuell liegt nun alles auf einem Webspace bei all-inkl. Hier bin ich nicht so super flexibel, aber es gibt einen SSH-Zugang, ein gescheites Backend und ich muss mich um nichts weiter kümmern. Während der ganzen Umzieherei und Einrichterei habe ich aber eine Menge lernen können. Neben allerlei technischem Kram eben unter anderem auch, dass ich weniger Zeit mit dem ganzen Drumherum verbringen sollte. Lieber will ich mehr Inhalt produzieren.

Leere Bahn ist leerEin Cappuccino

Fräulein Anna und ich sind hart in die Vorbereitungen für die zweite Hälfte des Jahres eingestiegen. Zuerst einmal kauften wir ziemlich viele Konzertkarten und können uns jetzt auf Angus & Julia Stone, Shout Out Louds, Justice, Mogli und Hundreds. Ich freue mich schon sehr, es könnte aber noch ein bisschen was dazu kommen.

Ich habe zu den verschiedensten Gelegenheiten allerlei alkoholfreie Cocktails getrunken und bin sehr kurz davor, mir auch endlich mal ein bisschen Kram zu Hause hinzustellen um hin und wieder auch mal ein bisschen schickeres trinken als eine Limo.

Außerdem waren dann noch ein paar Sachen: Ein Chefkoch-Picknick-Renntag, ein Sommerfest, ein Junggesellenabschied, viele Spaziergänge, ein Besuch auf einem Foodmarkt und und und. Schließlich hatte ich dann noch ein bisschen Urlaub und war auf dem Bundeslager. Ich berichtete.

Eigentlich war das alles doch gar nicht so wenig zu berichten. In Zukunft mache ich das wieder öfter. Versprochen.

Estonteco – Zu Besuch auf dem BdP Bundeslager in Großzerlang

Bundesfahne - BdP Bundeslager Estonteco 2017

Bundeslager! Alle vier Jahre trifft sich der BdP mit mehreren tausend Pfadfinderinnen und Pfadfindern für zehn Tage auf einem Platz in Deutschland. Dieses Mal in Großzerlang auf der Mecklenburgischen Seenplatte. Seit 1993 immer dabei: Ich. Mehrmals mit meinem Stamm als Teilnehmer und schließlich in den letzten beiden Jahren als Wirt des Lagercafés unseres Landesverbandes. Eine Sache, die ich wirklich gerne gemacht habe.

Dieses Jahr reise ich als nur Kurzzeit-Besucher an. Auch wenn ich seit dem letzten Bundeslager deutlich kürzer getreten bin, so ganz ohne geht es nicht. Im Gepäck: Viel zu viele Klamotten, um bei der unklaren Wetterlage auf alles vorbereitet zu sein. Und natürlich der Fotoapparat samt allerlei Zubehör. Außer einem Nebenjob als Küchenhilfe keine wirkliche Aufgabe zu haben bedeutet nämlich auch, viel Zeit zum Fotografieren zu haben. Ich habe ein paar Bilder mitgebracht die während meiner Streifzüge über den Lagergrund und vom großen Lagerturm aus entstanden sind.

Wasserbomben - BdP Bundeslager Estonteco 2017Kochen - BdP Bundeslager Estonteco 2017Lauchpfanne - BdP Bundeslager Estonteco 2017Blick über den Lagerplatz - BdP Bundeslager Estonteco 2017Popcorn - BdP Bundeslager Estonteco 2017Eisladen - BdP Bundeslager Estonteco 2017Regenbogenfahne - BdP Bundeslager Estonteco 2017Blick über das Lager - BdP Bundeslager Estonteco 2017Lagerweg - BdP Bundeslager Estonteco 2017Fahnenmeer - BdP Bundeslager Estonteco 2017Mecklenburger Seenplatte - BdP Bundeslager Estonteco 2017Das Fett brennt! - BdP Bundeslager Estonteco 2017Lagerturm im Gegenlicht - BdP Bundeslager Estonteco 2017Skyline - BdP Bundeslager Estonteco 2017Kneipe - BdP Bundeslager Estonteco 2017Kneipe - BdP Bundeslager Estonteco 2017

In den vergangenen Jahren habe ich es nie geschafft mir andere Kneipen mal von innen anzuschauen. Das hole ich dieses Jahr nach und stromere mich einigen Menschen am späten Abend über den Platz.

Lagerturm bei Nacht - BdP Bundeslager Estonteco 2017

Mein Fazit ist gemischt: Das ein oder andere könnte man sich sicherlich abschauen, überall hat man sich viel Mühe gegeben. Es gibt die eine oder andere lokale Spezialität an den Essens- und Getränketheken. Die Stimmung gefällt mir aber nirgends so richtig. Ich freue mich am Ende richtig, wieder zu Hause in einem Singekreis zu stehen, statt mit meiner Limoflasche an einem Biertisch zu sitzen.

Einen anderen Abend verbringe ich dann, zumindest eine Weile, alleine mit dem Fotoapparat. Schon am ersten Abend, direkt bei meiner Ankunft, war mir der wunderbare Sternenhimmel aufgefallen. Zwei Nächte später ist es wieder wolkenlos und es hat sich für mich tatsächlich gelohnt das Stativ mitzubringen. Ich wollte schon wirklich lange mal ausprobieren, wie das mit der Sternenfotografie funktioniert. Hier, so weit ab von jeglicher Zivilisation, sind die Vorraussetzungen ideal. Das Ergebnis ist zwar weit von Perfektion entfernt, für einen ersten Versuch bin ich aber sehr zufrieden.

Sternenhimmel - BdP Bundeslager Estonteco 2017Sternenhimmel - BdP Bundeslager Estonteco 2017Sternenhimmel - BdP Bundeslager Estonteco 2017

Nach vier Nächten geht es für mich wieder zurück nach Hause. Ich bin froh wieder auf dem Bundeslager gewesen zu sein. Ohne eine richtige Aufgabe fühlt sich das aber irgendwie komisch an, vor allem wenn jeder andere etwas zu tun hat. Vielen Dank an den Landesverband für die freundliche Aufnahme! Es hat mir großen Spaß gemacht die vielen bekannten Gesichter mal wieder zu sehen und ein bisschen zu quatschen. Vermutlich stehe ich in vier Jahren wieder auf der Matte.

Zeltdächer - BdP Bundeslager Estonteco 2017Wegweiser - BdP Bundeslager Estonteco 2017Fähnchen - BdP Bundeslager Estonteco 2017Lagerturm - BdP Bundeslager Estonteco 2017Symbolbild - BdP Bundeslager Estonteco 2017

Ausprobiert: Sigma 24-70/2.8 DG OS HSM Art

Das Sigma 24-70/2.8 DG OS HSM Art an einer Canon EOS 6D
Das Sigma 24-70/2.8 DG OS HSM Art an meiner Canon EOS 6D.

Ein ordentliches Immerdrauf-Objektiv steht schon eine ganze Weile auf meiner Einkaufsliste. Ich habe schon das ein oder andere probiert. Aber weder mit einer 50mm-Festbrennweite, noch mit Canons 24-105/f4 bin ich so richtig glücklich geworden. Das 24-70/f2.8 von Canon war mir aber immer ein bisschen zu teuer. Als dann Sigma vor kurzem mit einem bildstabilisierten 24-70mm aus ihrer „Art“-Serie um die Ecke kommt, bin ich bereit. Das Objektiv liegt preislich ganz knapp in meinem möglichen Budget.

Als ich dann letztens zum Chefkoch-Rennbahn-Event ein paar Bilder machen sollte, war das für mich die passende Gelegenheit für einen Alltagstest. Deshalb lieh ich mir das Objektiv über das Wochenende kurzerhand bei AC-Foto für ein paar Euro und führte es ein paar mal aus. Kurz vorweg: Mit der ganzen Leih-Geschichte war ich sehr zufrieden – das war sehr komfortabel. Und der Mann mit dem ich am Telefon sprach, nachdem ich zu doof war zum Lesen, war auch sehr nett und hilfsbereit.

Testbild mit dem Sigma 24-70/2.8 DG OS HSM Art
Testbild mit dem Sigma 24-70/2.8 DG OS HSM Art an Canon 6D
1/100 Sek. bei f/2.8, ISO 100, 70mm, Lightroom-Export ohne Bearbeitung

Aber kommen wir zurück zum Objektiv: „Was für ein Trümmer!“ dachte ich mir, als ich es das erste Mal aus der Packung nahm. Mit einem Kilo Gewicht ist es auch tatsächlich schwerer als der Body selbst, mit der 6D hatte ich auf einmal gute 1,7 Kilo um den Hals hängen. 88 Millimeter Linsen-Durchmesser sprechen auch für sich – kompakt ist wirklich anders. Relativ schnell war mir so klar, dass das Sigma auf keinen Fall ein Immerdrauf sein wird. Für einen Sonntagsspaziergang ist mir das Ganze auf jeden Fall zu viel des Guten.

Testbild mit dem Sigma 24-70/2.8 DG OS HSM Art
Testbild mit dem Sigma 24-70/2.8 DG OS HSM Art an Canon 6D
1/160 Sek. bei f/2.8, ISO 100, 24mm, Lightroom-Export ohne Bearbeitung

Das ist eigentlich schade: Das Sigma 24-70mm F2,8 DG OS HSM Art ist toll verarbeitet, liegt gut in der Hand und liefert auch wirklich tolle Bilder ab. Zwei ausführliche Spaziergänge und fast den gesamten Veranstaltungssonntag lang hatte ich das Objektiv auf der Kamera und bin voll zufrieden. Alles scharf, schickes Bokeh bei Offenblende, der Autofokus ist sehr flott. Ich kann mich nicht beschweren. Auch mit dem Brennweitenbereich komme ich gut klar, mehr als 24mm zur Verfügung zu haben, wünschte ich mir tatsächlich selten. Auch hinten raus sind mir 70 Millimeter genug, zumindest in der Stadt.

Testbild mit dem Sigma 24-70/2.8 DG OS HSM Art
Testbild mit dem Sigma 24-70/2.8 DG OS HSM Art an Canon 6D
1/100 Sek. bei f/16, ISO 100, 24mm, Lightroom-Export ohne Bearbeitung

Mit gemischten Gefühlen packe ich das Objektiv am Ende der Leihphase wieder in seinen Karton. Obwohl ich sehr zufrieden bin, kenne ich mich inzwischen gut genug um von einem Kauf Abstand zu halten.

Designated Survivor

Es ist gar nicht so einfach eine Serie zu finden, an der sowohl Fräulein Anna als auch ich gleichermaßen Spaß haben. Da gilt es viele Geschmackseigenheiten zu berücksichtigen. Oft genug finden wir aber tatsächlich etwas. Zuletzt: „Designated Survivor“ auf Netflix. Ich hätte die Serie früher oder später sowieso geschaut, auf Empfehlung hin schaute das Fräulein mit und war direkt angefixt.

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Die einleitende Geschichte ist schnell erzählt: Alle Kongressmitglieder außer Tom Kirkman sind einem Anschlag zum Opfer gefallen und so muss er jetzt ran und die Geschicke der Vereinigten Staaten lenken. Und nebenbei gilt es herauszufinden wer denn nun diesen Anschlag verübt hat. Im Trailer oben bekommt man das auch nochmals erklärt.

Kiefer Sutherland mag ich ja schon seit 24 wirklich gerne. Und auch als unverhoffter US-Präsident macht er eine gute Figur. Das Drumherum stimmt auch. Die Geschichte ist spannend geschrieben – nicht zu schnell, aber auch nicht zu langsam. Mein Talent, mir Charaktere gut merken und wiedergeben zu können, wird nur selten benötigt. Wir fühlten uns 21 Folgen lang gut unterhalten und sind auf Staffel Nummer zwei gespannt.

Auf den Lofoten: Svolvær, Tjeldbergtinden und Ørsvågvær

Bitte nicht wundern: Dieser Urlaubsbericht sollte an dieser Stelle bereits vor knapp einem Jahr erscheinen. Faulheits-Martin hat es nur nicht früher geschafft.

Nach einer eher mäßigen Nacht soll es heute nach Svolvær gehen. In der Hauptstadt der Lofoten wollen wir nochmal ordentlich einkaufen und uns vielleicht auch die Stadt ein wenig ansehen. Ich bin jedenfalls ziemlich gerädert. Aber noch davor halten wir unterwegs an einem Aussichtspunkt an, der ziemlich beliebt zu sein scheint. Auf dem Parkplatz ist eine Menge los, Opi drängelt sich mit seinem Kleinwagen vor mir in die letzte Parklücke. Ich überlege ihn einfach in den Fjord zu rammen. Das gute Wetter, der frische Wind und die gute Aussicht lassen mich aber dann schnell wieder entspannen.

Aussichtspunkt Lofoten

Schließlich landen wir dann in Svolvær. Der Einkauf gerät uns dann irgendwie sehr stressig. Auf einmal stehen wir in einem Einkaufszentrum und vielleicht ist das alles auf einmal ein bisschen viel. Dennoch schaffen wir es den Einkaufswagen ordentlich voll zu machen. Über das Wochenende werden wir jedenfalls nicht verhungern.
Unsere Mittagspause verbringen wir nach einem kleinen und unmotivierten Rundgang am Fährhafen, wo wir den Autos zuschauen, die sich schön brav in Reih und Glied für die nächste Fähre anstellen.

Und dann stand da ja auch noch eine Wanderung heute auf dem Programm. Der Tjeldbergtinden ist unser Ziel. Kurz nach der Stadtgrenze fahren wir schon wieder von der Straße und stellen das Auto ab. Fluchs haben wir die Wanderhosen an und die festen Schuhe an den Füßen. Los geht’s! Fünf Minuten später kommen wir wieder an unserem Wägelchen vorbei. Voller Elan sind wir den falschen Weg losgelaufen und (glücklicherweise) nach wenigen Minuten in einer Sackgasse gelandet.

Nun der richtige Weg: Die ersten 20 Minuten der Strecke sind dann auch flott marschiert, es geht auch einem breiten Schotterweg bergan. Dann biegt der Weg aber ab in ein kleines Wäldchen und auf einmal stehen wir auf einem Trampelpfad mitten im Steilhang. Ich. Hasse. Jeden. Schritt.

Irgendwann stehen wir dann aber auch oben auf dem Kamm und stehen vor der Entscheidung, ob wir auf den richtigen Gipfel wollen oder lieber nach vorne an die Spitze des Berges. Wir entscheiden uns für letzteres. Dort angekommen schlägt dann auch gleich Höhenangst-Martin zu: Vor uns geht es steil nach unten bis auf Meereshöhe. Die Aussicht ist wieder grandios, wir sitzen eine ganze Weile auf den Steinen uns schauen den kleinen Booten zu – und der großen Autofähre.

Svolvær Tjeldbergtinden AussichtSvolvær Tjeldbergtinden GipfelbuchSvolvær Tjeldbergtinden AussichtSvolvær Tjeldbergtinden Bucht

Nach einiger Zeit machen wir uns wieder auf den Abstieg. Unterwegs kommen uns noch einige Menschen entgegen, einige sehen so aus als würden sie öfter den Berg hochlaufen, nicht umsonst waren uns wohl ein paar Namen im Gipfelbuch mehrmals untergekommen.

Bis zu unserem heutigen Tagesziel, dem Sandvika-Campingplatz in Ørsvågvær ist es nicht weit. Dort haben wir schnell unsere Gebühr bezahlt, bevor wir dann lernen wie man die verschiedenen Wasser und Klärtanks des Wägelchens leert. Eine nicht sehr angenehme Arbeit, die aber dennoch schneller von der Hand geht als gedacht.

Anschließend lernen wir das „Handtuch rauslegen“ des Campers kennen: An einer sehr schönen Stelle steht ein Klappstuhl, an dem jemand einen der Nummerzettel befestigt hat. Ich lasse mich davon wenig beeindrucken, da werden schon auch zwei Autos hinpassen! Während ich dusche bereitet Fräulein Anna das Abendessen vor. Mahlzeit!

Das „Free WIFI“ ist wieder einmal eher eine Enttäuschung. Ich baue mir den Fotoapparat neben dem Wägelchen auf, denn wir haben eine ziemlich großartige Aussicht auf eine kleine Landspitze mit einem Häuschen drauf. Im Hintergrund hängen wunderbar die Wolken auf den hohen Bergen. Aber irgendwie soll es heute nicht sein, ich bin mit dem Ergebnis unzufrieden. Da bleibt nur eins: Buch raus und gemütlich machen.

Ørsvågvær Camping FototourØrsvågvær Camping WolkenbergeØrsvågvær Camping Wolkenberge

So richtig hält es mich dann aber doch nicht im Wagen. Als ich sehe wie die Sonne zumindest hinter den dicken Wolken in den Bergen verschwindet, packe ich noch einmal Kamera und Stativ und drehe eine weitere Runde um den Campingplatz. Dabei begegne ich einem Renter, der aus einem Wohnmobil mit Bonner Kennzeichen steigt. Wir unterhalten uns kurz und erkunden eine Ecke des Campingplatzes die gerade noch ausgebaut wird. Ein bisschen gruselig ist es dort: Ein wenig abgelegen und still, zwischen hohen Felsen. An einigen Stellen hat man auch einen schönen Blick auf das offene Meer. „Hier kann man die Hurtigruten-Schiffe sehen, sie begegnen sich dort draußen und hupen sich zu.“ wird mit erklärt. Und ich weiß dann auch, was das Gedröhne am Abend war. Die kleine Halbinsel in der Bucht mit den beiden Häusern ist ein willkommenes Fotomotiv.

Sonnenuntergang Haus am SeeLangzeitbelichtung Haus am SeeLangzeitbelichtung Häuser am See

Mittlerweile ist es schon 23 Uhr, ich bin aus irgend einem Grund hell wach und deshalb übe ich meine Geduld noch bei ein paar Langzeitbelichtungen mit dem Graufilter. Und dann geht es wirklich ins Bett.

Dieser Beitrag stammt aus der Reihe Auf den Lofoten.

Den Sommer des Jahres 2016 verbringen Fräulein Anna und ich zumindest zum Teil in einem Campingbus und machen damit die Halbinsel im Norden Norwegens unsicher. Dies ist unser kleiner Reisebericht.

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Von gutem Wetter und schweren Entscheidungen

Aber hallo! Gleich zwei Wochen gilt es nachzuholen. Die Worte „anstrengend“ und „ereignisreich“ beschreiben die Zeit ganz gut. Aber zuerst: Dieses Wetter! Die dritte Juni-Woche hat es in sich. Über dreißig Grad draußen, da ist so ein klimatisiertes Büro schon eine feine Sache. Am Montag wohne ich dem Webmontag bei und höre mir einen Vortrag über Mastodon an – ein dezentraler Twitter-Klon, der etwa vorgestern für ein paar Minuten aktuell war.

Tiere im Museum König
Sonntagsausflug in die Bonner Savanne, wo allerlei Tiere friedlich zusammenleben.

Heißes Wetter macht mich immer sehr träge, die Woche vergeht einfach irgendwie. Allabendliches Eis hilft ein bisschen. Am Ende erreichen wir in der Firma gleich zwei wichtige Meilensteine. Ich gehe guter Dinge ins Wochenende.

Pünktlich dazu wird es natürlich ein bisschen schlechter. Dass es ein bisschen kälter wird, finde ich ja nicht schlecht. Aber es muss ja nicht gleich auch regnen? So ist das Sonntagsprogramm nach einem netten Frühstück dann: Museum! Schon ungefähr so lange ich in Bonn wohne, will ich da mal hin. Heute ist es soweit. Witziger Weise haben das Fräulein und ich mit unseren Bundeskunsthallen-ArtCards tatsächlich freien Eintritt. Da wird es sicherlich nicht noch einmal acht Jahre dauern, bis ich das nächste Mal hier vor der Tür stehe.

Sommer, Sonne! Oder so.
Sommer, Sonne! Oder so. Das Wetter ist teilweise auch nicht so besonders dieser Tage.

Aber zahlen hätte auch gelohnt: Entgegen meiner Erwartung ist das Museum nicht so grau und verstaubt wie ich es mir vorgestellt hatte. Es gibt unglaublich viel zu sehen, ein Teil der Ausstellung kommt in Form großer Dioramen daher, in denen auch mal ein Elch oder ein Krokodil, natürlich nicht zusammen, ausgestellt sind. Wir haben ein paar wirklich interessante Stunden, bevor wir uns – nicht ohne Unterwegs noch zu einem Stück Kuchen eingekehrt zu sein – wieder auf den Heimweg machen.

Das Wetter in der darauf folgenden Woche bleibt eher bescheiden. Genau so meine Stimmung, große Entscheidungen und Veränderungen stehen an. Nachdem ich mir die ganze Woche den Kopf zerbrochen habe, für und wider abgewägt und am Donnerstag Morgen dann gekündigt. Keine leichte Entscheidung, aber ein guter Schritt denke ich. Ab Oktober pendele ich dann wohl mal wieder nach Köln. Ich bin sehr gespannt.

Um mich von der ganzen Sache ein bisschen abzulenken, ziehe ich spaßeshalber mal wieder dieses Blogdings hier um. Ich schrieb darüber auch ein paar Worte. Bisher bin ich wirklich zufrieden. Die Ladegeschwindigkeit der Seite ist großartig. In den kommenden Tagen muss ich aber noch ein bisschen was nachziehen. So funktioniert das automatische Ausrollen des Themes noch nicht.

Lenny der Hund
Lenny der Hund zieht mich einen Tag lang durch das Siebengebirge. Es ist noch unklar welches Ende der Leine hier das Sagen hat.

Am Samstag ist es Zeit für einen Junggesellenabschied. Natürlich nicht meiner, bevor da Fragen entstehen. Da ich nicht der einzige bin, der nicht so auf Hasenkostüme und Bauchläden steht, machen wir eine kleine Wanderung durch das Siebengebirge. Dabei lasse ich mich von Lenny dem Hund ein bisschen ziehen, das macht zwar den permanent strömenden Regen nicht besser, ist aber sonst ziemlich amüsant. Der Weg ist ziemlich schön: Von Oberkassel aus geht es den Berg hinauf, vorbei an einem Aussichtspunkt, vorbei an Vinxel nach Oberdollendorf. Keine wirklich weite Wanderung, bei schönem Wetter aber bestimmt ein toller Spaziergang. Die Strecke ist gemerkt und wird bei weiterem Wetter noch einmal angesteuert. Wir lassen den Abend bei Grillerei ausklingen, ein guter Tag. Ich habe mich sehr gefreut das ein oder andere Gesicht, was mir lange nicht mehr untergekommen ist, wieder zu sehen.

Serverumzug

Die letzten Tage habe ich unter anderem damit verbracht auf diversen Kommandozeilen wild Befehle einzutippen und so Dinge auszuprobieren. Heute Mittag ärgere ich mich dann noch eine ganze Weile darüber, dass das Umschalten von Domains immer so eine nervige Angelegenheit ist weil man selbst nichts an all den DNS-Caches da draußen machen kann.

Jedenfalls habe ich dieses Blogdings hier nun spaßeshalber mal bei DigitalOcean (Referral-Link!) in einem Ubuntu-Droplet laufen. Dessen Einrichtung war ein bisschen eine Herausforderung, die mich aber unheimlich gereizt hat. Ich habe wieder echt viel gelernt, während ich dank der Server-Snapshot-Funktion ganz bequem allerhand ausprobieren konnte.

Was habe ich da nun genau getrieben? Im Hintergrund läuft nun ein nginx-Server mit aktivierten http/2, die WordPress-Datenbank liegt in einer MariaDB. Das Sicherheitszertifikat kommt wieder von Let’s Encrypt, das kennen wir schon. Und damit alle außer mir das ganze auch richtig schnell zu sehen bekommen, werden die Seiten auch noch von Memcached zwischengespeichert.

Soweit, so gut. Vielleicht schaffe ich es demnächst auch noch, den Umzugsprozess wieder so schön zu dokumentieren wie beim letzten Mal zum Uberspace.

Und ab morgen geht es dann wieder mit dem gewohnten Premium-Content weiter.

Auf den Lofoten: Die Stortinden-Besteigung mit Panoramablick

Bitte nicht wundern: Dieser Urlaubsbericht sollte an dieser Stelle bereits vor knapp einem Jahr erscheinen. Faulheits-Martin hat es nur nicht früher geschafft.

Träges aufstehen, dabei ist es draußen sogar ganz schön. Irgendwann düsen wir los, heute soll unser erster Gipfel gestürmt werden. Nachdem wir eine Weile der E10 zwischen den Bergen hindurch gefolgt sind, fahren wir in schneller Folge durch drei Tunnel. Der längste davon ist sechseinhalb Kilometer lang!

Direkt vor dem offiziellen Beginn der Lofoten biegen wir ab und folgen etwa fünfunzwanzig Kilometer einer schmalen Küstenstraße. Sie trägt die Nummer 868. Man hat eine tolle Aussicht auf dem Fjord. Natürlich halten wir auch mal an und fotografieren. Außerdem läuft testweise auch die GoPro mit, wir haben immer noch so ein bisschen einen Urlaubsfilm im Hinterkopf.

Lofoten Fjord

Schließlich kommen wir an der Spitze der Halbinsel an. Hier stehen ein paar Häuser zu einem kleinen Ort zusammen. Wir parken das Auto am Fuß von Stortinden. Ein netter Wiesenbesitzer stellt dort seinen Grund als Parkplatz zur Verfügung. Wir machen kurz Mittag, schnallen uns dann die Wanderschuhe an die Füße und laufen los.

Lofoten Parkplatz

Bergauf zu laufen ist ganz schön anstrengend! Schon bald hängt meine Windjacke nur noch am Rucksack, die Sonne ist nämlich inzwischen auch rausgekommen und scheint ganz schön los. Es ist fast wolkenlos. Obwohl ich eigentlich ja ganz gut zu Fuß bin, strengt mich die Bergbesteigung wirklich wirklich an. Nach einer Dreiviertelstunde, was wir als die Hälfte des Weges interpretieren, kommen wir an einem Briefkasten vorbei, in dem ein Gipfelbuch liegt. Ein bisschen komisch, denn links und rechts geht es noch ordentlich hoch. Wir tragen uns dennoch ein und sind schon die zweiten für heute. Dann geht es links den Pfad hoch, immer weiter Richtung Stortinden.

Sehr anstrengende fünfundvierzig Minuten später stehen wir wieder an einem Schild. „Stortinden 1,5km“ steht da drauf. Da hatten wir schon mit was anderem und vor allem weniger gerechnet. Andererseits haben wir auf der letzten Etappe auch eher Höhenmeter geschrubbt. Nach links gäbe es in etwa fünfhundert Metern auch einen Aussichtspunkt. Aber wir haben uns etwas anderes vorgenommen und so ziehen wir nach einer ausführlichen Fotopause los.

Lofoten Stortinden Panorama

Da es jetzt nicht mehr so viel hoch geht, kommen wir gut voran. An einigen Stellen ist mir ein wenig mulmig, geht es doch recht steil links und rechts des Weges hinunter. Bald sind wir dann aber auch am Gipfel angekommen. Hier hat sich außer uns heute noch niemand eingetragen! Der Aufstieg hat sich auf jeden Fall gelohnt, die Aussicht und der Rundumblick sind großartig.

Lofoten Stortinden Panorama

Wir machen eine ausführliche Fotosession mit der Landschaft, erst als die Sonne hinter einer größeren Wolkendecke verschwindet, geht es für uns auf den Rückweg. Tatsächlich ist es jetzt erst mal auch wieder recht kühl. Abwärts geht es schneller als hoch, auch wenn es fast genau so anstrengend ist und auf jeden Fall mehr Konzentration erfordert. Umknicken will ja keiner! Hatten wir für den Aufstieg gute zwei Stunden gebraucht, schaffen wir es hinunter in einer. Es treibt uns auch ein kleines bisschen der Hunger an, unser Mittagssnack war wohl einfach nicht genug und außer ein wenig Schokolade hatten wir nichts zu essen dabei. Das passiert uns auch nicht nochmal.

Lofoten: Campervan vor Sonnenuntergang

Am Auto angekommen gibt es also erst einmal was zu essen. Dann fahren wir wieder ein Stück zurück und begeben uns auf die Suche nach einem Stellplatz für die Nacht. Nachdem wir diese schreckliche Schotterpiste an der Landspitze hinter uns haben, kommen wir bald an einigen Einbuchtungen am Straßenrand vorbei. Wir entscheiden uns für eine mit ordentlichem Seeblick. Der Ausblick ist ganz grandios, so dass ich den halben Abend einfach nur auf das Wasser starre.

Lofoten Schiff Fjord
Dieser Beitrag stammt aus der Reihe Auf den Lofoten.

Den Sommer des Jahres 2016 verbringen Fräulein Anna und ich zumindest zum Teil in einem Campingbus und machen damit die Halbinsel im Norden Norwegens unsicher. Dies ist unser kleiner Reisebericht.

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