Pfadfinder unterwegs

Gestern Abend im Zug kam ich neben einer Gruppe Pfadfinder zum Sitzen. Wie ich inzwischen herausgefunden habe, sind die Vier vom Stamm St. Willigis aus dem DPB Mosaik und irgendwie sahen sie so aus, als wollten sie auf Fahrt gehen.
Angesprochen hab ich sie mal nicht, musste aber zwangsläufig ihrem Gespräch zuhören und hab mich daran ziemlich gefreut und wurde auch schnell ein wenig neidisch.

Irgendwie sind die Gespräche und Anekdoten in unseren Kreisen doch immer die selben und als ich nach der Uhrzeit gefragt wurde und wann der Zug denn in Neubrücke ankommen würde, konnte ich natürlich prima Auskunft geben. Natürlich habe ich die Gelegenheit genutzt um nachzufragen was sie vorhaben: Auf den Erbeskopf soll es zu Fuß gehen. Als ich dann beim Aussteigen in Idar-Oberstein viel Spaß und Gut Pfad gewünscht hab, wurde ich dann schon ein wenig verdutzt angeschaut.

Ansonsten bin ich recht froh, dass ich dieses Jahr in den Osterferien mal nicht unterwegs war. Das Brexbachtal, in dem ich mich letztes Jahr aufgehalten habe, ist ja nicht sonderlich weit von Bonn entfernt. Das Wetter dürfte also so ziemlich das selbe gewesen sein. Jedes Mal wenn ich unter Woche auf dem Balkon stand und eine geraucht hab, war ich froh nur fünf Minuten dem Wetter trotzen zu müssen und nicht die ganze Woche im freien verbringen zu müssen. Eine Menge Spaß auf einem unserer Landesverbands-Kurse ist mir aber trotzdem bestimmt entgangen.

Tibet, China und Olympia

Allerhand geht dieser Tage durch die Presse, nachdem es in Tibet immer unruhiger geworden ist und China wieder einmal seine „Stärke“ dort zeigt. So etwas geht mir, als altem Freidenker gründlich gegen den Strich.
Tibet ist von der Außenwelt abgeschlossen, gerade kam in den Nachrichten, dass auch das Handynetz abgeschaltet wurde.

Nun werden die Rufe nach einem Boykott der Olympischen Spiele diesen Sommer, die in China stattfinden, immer lauter.
Es darf nun mal die Hand heben wer der Meinung ist, dass es irgendjemand in der chinesischen Regierung auch nur ein wenig juckt. Ob sich hier einer weniger vors TV setzt wenn die Wettkämpfe beginnen oder ein paar Sportler weniger an den Start gehen ist für den durchschnittlichen Parteibonzen mit verprellter Weltanschauung sicherlich egal. Ein Zeichen wäre das, aber ernsthafte Auswirkungen hätte das sicherlich keine.

Menschen und Staaten muss man dort packen, wo es ihnen richtig weh tut. Verstöße gegen die Menschenrechte würde ich mit Handelsembargos ahnden. Auch in einem Land wie China hat die Industrie einen großen Einfluss auf die Regierung und die Firmenbosse werden sich schon melden, wenn es ihnen schlechter geht.
Mal abgesehen davon wäre das doch eine gute Möglichkeit, mal die ganzen verpesteten Billignachbauten aus unseren Regalen verschwinden zu lassen.

Just my two cents – und ich hab ja keine Ahnung.

LaTex auf dem Mac

Eine Entscheidung bezüglich meiner Diplomarbeit ist auf jeden Fall schon gefallen: Word oder eine andere Textverarbeitung werde ich nicht dran lassen. Schon länger habe ich mit dem Gedanken gespielt, mir einmal LaTeX anzuschauen. Nein, ich werde die Diplomarbeit nicht in Gummihandschuhen schreiben, sondern einen einfachen Texteditor verwenden und Seiten- und Textformatierung mit Hilfe von Steuerbefehlen vornehmen. Eigentlich sollte das doch genau mein Ding sein, HTML ist ja im Prinzip nichts anderes.

Software-Seitig habe ich mich für das MacTeX-Paket entschieden. Die knapp 750MB sind recht schnell da gewesen und zur Installation braucht man auch nicht viel zu sagen. Mit im Paket sind auf jeden Fall die Programme TeXShop, LaTeXiT, BibDesk, Excalibur, and i-Installer. Was davon genau für welchen Zweck ist, werde ich in den kommenden Tagen herausfinden.

Wenn wer aus meiner Leserschaft ein paar gute Tipps und Erfahrungswerte auf Lager hat: Ab in die Kommentare damit! Auch Kurzübersichten über die Formatierungsbefehle und ähnliches nehme ich gerne an. Mehr dazu sicherlich bald.

Wohnungs-Frust

WG-Suche frustet. Jedenfalls tut es das mich in den letzten Tagen, denn irgendwie sind meine bisherigen Suchergebnisse recht mau. „Google-WG“ gibt es noch nicht, oder? Ich überlege ernsthaft, meine Anforderungen zurückzuschrauben und habe auch schon in Betracht gezogen selbst als WG-Gründer an den Start zu gehen oder mir gar eine ganze eigene Wohnung zu mieten.

Für den morgigen Nachmittag darf man mir aber noch einmal die Daumen drücken, dann werde ich mir nämlich eine Wohnung anschauen, die zumindest der Beschreibung nach schwer nach meinem Geschmack ist. Beziehungsweise war: Das entsprechende Inserat ist in der letzten Nacht aus dem Verzeichnis von wg-gesucht.de verschwunden. Deshalb hoffe ich nun inständig, morgen nicht direkt wieder heimgeschickt zu werden.

Ansonsten suchen aktuell anscheinend nur junge Mütter nach Mitbewohnerinnen und in anderen Annoncen wird gleich vorausgesetzt, dass man Trinkfest ist und allzeit Partybereit. Gerade heute tönte es im Hintergrund „Cool! Schnaps!“ als ich einen Termin zur Wohnungsbesichtigung machen wollte. Am Ende war ich dann fast froh, dass das Zimmer schon vergeben war.

Sehr persönlich

Facebook ist ja seit neuestem auch in deutscher Sprache verfügbar. Prima finde ich das und hoffe, da bald viele mir bekannte Menschen zu finden.

Gerade bin ich wieder einmal einer Freundesliste hinzugefügt worden. An sich ja nichts schlimmes. Ein wenig merkwürdig fand ich dann aber schon die Auswahlmöglichkeiten woher ich denn die Person kenne, die bietet nämlich vielfältige Möglichkeiten.

Facebook - Woher kennst du … ?

Ich weiß nicht, ob ich „Wir hatten was miteinander“ überhaupt jemals ankreuzen würde, obwohl mich das „wer-mit-wem“ hin und wieder schon interessiert. Insgesamt wäre mir das doch zu persönlich. Nett ist übrigens auch die Option „Ich kenne diese Person gar nicht.“ Vor allem die Kombination mit vorigem würde die Sache dann interessant machen.

Ein Geräusch das ich mag

Rucksäcke auf Fahrt

Ein Geräusch das ich sehr mag ist das Klicken des Bauchgurt-Verschlusses meines großen Rucksacks. Wenn man sich mit ein wenig Mühe das schwere Ding auf den Buckel gehievt hat und dann den Bauchgurt einklacken lässt und fest zurrt, dann bedeutet das immer „Jetzt geht’s los!“ und in vielen Fällen geht es dann auch so richtig los…

Mit meinem getreuen großen Rucksack habe ich in den letzten sechs Jahren viel erlebt und einige Länder gesehen und erwandert. Warum, so frage ich mich in diesem Zusammenhang seit Freitag, sind mir in dieser Zeit nie die beiden Schlaufen über den Tragegurten aufgefallen? Wenn man daran zieht, dann zieht sich der Rucksack nämlich oben an die Schultern ran und sitzt besser denn je!
Außerdem kann man in die Schlaufen auch prima die Daumen einhängen, wofür ich früher immer zwei Karabiner an den Tragegurten hängen hatte. Wer schon einmal längere Zeit mit locker 20 Kilo auf dem Rücken gelaufen ist, weiß was passiert wenn man die Arme dabei hängen lässt.

Aber eigentlich wollte ich ja nur über das Geräusch schreiben…

Obiges (zugegebenermaßen nicht sonderlich schönes) Bild zeigt meinen Rucksack (Mitte) zusammen mit denen von Thomas (links) und dem Mechaniker (rechts), entstanden während der Landesfahrt in die Slowakei im vergangenen Jahr. Ja, das sind Holzschwerter.

Bahnpreise

Seit gestern Abend bin ich Besitzer zweier Bahntickets. Diese werden mich an einem Freitag im April nach Hamburg bringen und am darauffolgenden Sonntag wieder zurück nach Bonn. Bezahlt habe ich pro Tour am Automaten 39,- Euro – „Dauer-Spezial“ sei es gedankt.
Interessanterweise hätte mich zumindest das Ticket für die Hinreise gestern Mittag 49,- Euro gekostet, wenn ich es online gebucht hätte. Da hat sich der Spaziergang an den Bahnhof gestern Abend noch richtig gelohnt! Da ich in der Lage bin, mir meine Tickets selbst zu kaufen, musste ich auch keine 5,- Euro Aufpreis für persönliche Beratung zahlen.

Was irgendwie aber nicht stimmt, sind die Dimensionen der Preise: Wenn ich kommenden Freitag nach Idar-Oberstein fahre, dann kostet mich das wieder mal 18 Euro für ein Rheinland-Pfalz-Ticket Single. Die Strecke ist dafür aber weniger als halb so lang und ich muss auf zahlreiche Regionalzüge zugreifen. Irgendwie stimmt da die Relation „doppelter Preis für dreifache Strecke“ doch nicht ganz. Ich finde, Bahnfahren sollte im Nahverkehr noch ein gutes Stück günstiger werden.

Zu Beachten ist: Obige Preise sind Sonderangebote. Aber wenn man sich die normalen Preise im ÖPNV anschaut, dann kriegt man Tränen in die Augen.

Gezwitscher

Die Tage habe ich meinen Account bei twitter wieder reaktiviert. Nachdem das Thema auf der Arbeit einige Zigarettenpausen beherrschte, musste ich doch noch einmal ran. Irgendwann im letzten Jahr hatte ich meine Versuche diesbezüglich abgebrochen, nachdem ich auch nach vielem überlegen einfach keinen sinnvollen Einsatz für den Dienst gefunden hab, er mir vielmehr komplett sinnlos vorkam. Zur Erinnerung:

Twitter ist ein soziales Netzwerk und ein Mikro-Blogging-Dienst.
Angemeldete Benutzer können dort SMS-ähnliche Textnachrichten, die sogenannten „Updates“ oder „Tweets“ (maximal 140 Zeichen), über verschiedene Dienste versenden. Diese Nachrichten werden anschließend an alle Benutzer verteilt, die sich für das jeweilige Thema, den Autor oder die Gruppe akkreditiert haben. Die Nachrichten werden in einer Art Blog eingetragen und werden entlang eines Zeitstrahls dargestellt. Der Absender entscheidet, ob er die Information allen zur Verfügung stellen oder den Zugang auf eine Freundesgruppe beschränken möchte.
Quelle: Wikipedia

Nun läuft Twitterific wieder im Hintergrund und versorgt meine Mitmenschen mit allerlei nicht sonderlich wichtigen Informationen. Eine meiner besten Ideen war bisher, dass doch die Kaffeemaschine in der Büroküche bitte ihren aktuellen Füllstand per Twitter melden sollte. Sinn macht das alles immer noch keinen…

Landesversammlung 2008 – Primstal

Das vergangene Wochenende habe ich auf der Landesversammlung meines Landesverbandes in Primstal im Saarland. Angereist bin ich mit dem Georg, der mich freundlicherweise wieder am Bonner Verteilerkreis abgeholt hat, ebenso wie ich nichts für das Buffet am Samstag dabei hatte und ebenso wie ich auch gut gelaunt war. Das Buffet-Problem lösten wir unterwegs und so stand einem vergnüglichen Abend nichts mehr im Wege, den wir mit einiger Planung begannen und schließlich mit einer Singerunde ausklingen ließen.

Zur Landesversammlung an sich lässt sich nicht viel sagen, da sie eigentlich rundum harmonisch ablief und längere Diskussionen fast ausblieben. Dafür war das Essen in Form von Rollbraten samt Beilage echt prima.
Wirklich spannend fand ich den Workshop, dem ich am Samstag Nachmittag beigewohnt habe. Unter Anleitung eines Menschen von der Waldjugend schärften wir unsere Sinne in der Natur und erlebten so einige sehr spannende Momente. Mit ein wenig offeneren Augen durch die Welt zu gehen kann sich auf jeden Fall lohnen. Ich habe mir für meinen Teil sowohl den „Fuchsgang“, als auch den „Eulenblick“ gut gemerkt…
Am Samstagabend habe ich mich dann mehr oder weniger bereit erklärt, auf dem kommenden Bundeslager die Leitung des Unterlagerzentrums zu übernehmen. Darüber nachgedacht hatte ich ja schon mehr als einmal. Einen Großteil der Leute aus dem Pfingstpintenteam habe ich schon gefragt und natürlich kann genau wie ich noch keiner fest zusagen. Eigentlich sollte das die ideale Voraussetzung für eine große Menge Spaß sein.
Schließlich wurde es dann wieder spät, wieder früh, die Versammlungszeit wurde mit hungrigem Magen um anderthalb Stunden überzogen und irgendwann schafften wir es dann auch was zu essen und schließlich aufzubrechen. Gestärkt durch einen Kaffee in Trier war es dann doch schon wieder gut dunkel, als ich vor meiner Haustür abgeladen wurde.

Insgesamt kein war es schlechtes Wochenende – auch wenn die Versammlung an sich nicht gerade spannend war. Aber die Nacht ist nicht allein zum schlafen da…

Auf Wohnungssuche

Bis zum ersten Mai bin ich noch hier in meiner Wohnung unter. Nun sind die ersten vier Wochen meines Aufenthaltes in Bonn rum und ich habe mich mehr oder weniger motiviert wieder an die Wohnungssuche gemacht. Auf den Plan kam das Thema die Tage schon öfter, da mir eine meiner Mitbewohnerinnen ihr Zimmer für weitere sechs Wochen angeboten hat, in denen sie woanders ein Praktikum macht.

Gestern Abend habe ich mich dann bei wg-gesucht.de wieder auf die Suche gemacht. Meine groben Suchkriterien waren: Zimmer frei zwischen 15.4. und 1.5., mindestens 20qm und unbefristete Miete. Im Moment ist da das Angebot noch nicht sonderlich reichhaltig und einige WGs konnte ich aufgrund meiner genaueren Kriterien dann auch direkt wieder ausschließen.

Meine Wunsch-WG sieht eigentlich folgendermaßen aus:

  • Nette Leute, etwa in meinem Alter, gerne Berufstätig und nicht mehr so die „Unter der Woche Megaparty“-Erstis.
  • Ein Zimmer von mindestens 20qm, besser ein wenig mehr.
  • Altbau, ich mag hohe Decken!
  • Einigermaßen modernes Wohnen sollte möglich sein, also keine totale Bruchbude.
  • Bahnhofsnah, weiter als im Moment (knappe 20 Minuten zu Fuß) muss echt nicht sein.

Nun bin ich mal gespannt, wo ich am ehesten Abstriche machen muss. Am wichtigsten sind mir eigentlich die Mitbewohner. Wenn da das Bauchgefühl stimmt, dann verzichte ich gern auf den ein oder anderen Quadratmeter.

Apropos Bauchgefühl: Gerade habe ich mir auch schon die erste Wohnung angeschaut. Irgendwie sagt mein Bauch dazu gerade: Nein! So genau kann ich es nicht festmachen, denn die Wohnung und das Zimmer waren schön, recht frisch renoviert und auch preislich ganz angenehm. Allerdings bezweifle ich ein wenig, dass ich mich in eine halbe Familie integrieren möchte und die Mutter der Familie war auch glaub ich nicht so begeistert, als ich von meinen Koch-Ideen erzählt hab. Nun habe ich gerade bei der nächsten Wohnung angerufen und warte da mal den Besichtigungstermin nächste Woche ab.