der tag und ich

Freitäglicher Bahnspaß

Sehr spontan bin ich gestern Abend noch in die alte Heimat aufgebrochen. Dazu hatte ich mir die letztmögliche Verbindung zum Freitagabend ausgesucht, ein wenig Nervenkitzel muss ja dann doch sein.

Um 0.04 Uhr in Idar-Oberstein einzutreffen entsprach zwar nicht ganz meiner Lieblingsvorstellung, zumal ich schon mit Kopfschmerzen gestartet war. Aber es sollte noch dicker kommen: Nachdem das Umsteigen in Koblenz noch problemlos von statten ging, baute die Regionalbahn auf dem Weg nach Ingelheim dann nach und nach eine nicht kleine Verspätung auf. So erreichte ich da nicht mehr den angedachten Regionalexpress, zum Glück fuhr aber kurze Zeit darauf noch eine Regionalbahn.
Die Wartezeit überbrückte ich damit, mir ein dummes Gespräch von deinem mitreisenden Hiphopper halten zu lassen und zwei Exilnigerianern beim Streiten zuzuhören. Ich hoffe die beiden wurden sich einig, wer nun wem zuhören muss. Hatte ich schon meine Kopfschmerzen erwähnt? Es fehlte nicht viel und die beiden Spezialisten hätten mal mir zuhören müssen.

Beim Einstieg in die Regionalbahn erwartete mich dann die nächste Hiobsbotschaft: Mit Schienenersatzverkehr ab Kirn hatte natürlich niemand gerechnet. So wurde dann am Ende aus 0.04 Uhr irgendwie kurz nach 1 Uhr… Und nicht mal „Idar-Oberstein, hier Idar-Oberstein“ durfte ich mir anhören. Das fand ich dann doch wirklich schade.

Eureka – Die geheime Stadt

In den vergangenen Wochen habe ich mir die erste Staffel der US-Serie Eureka angeschaut. Aktuell wird bei ProSieben die zweite Staffel ausgestrahlt.

Ohne lange drumherum zu reden: Die Serie gefällt mir. Der US-Marshall Jack Carter landet durch Zufall gemeinsam mit seiner Tochter in einer geheimen Stadt, in der Wissenschaftler an hochmodernen Gerätschaften forschen. Am Ende der Pilotfolge wird Carter zum Sheriff der Stadt ernannt und erlebt in den kommenden Episoden zahlreiche Abenteuer, in denen meistens fehlgeschlagene Experimente eine Rolle spielen. Da Carter selbst kein Wissenschaftler ist, ist seine Herangehensweise an die Probleme eher unkonventionell.
Durch ein geheimes Artefakt wird zusätzlich eine gute Prise Mystery in die Serie eingebracht, die sich aber trotzdem selbst nicht all zu ernst nimmt. Besonders gefallen hat mir zum Beispiel das Verbotsschild „No Hoverboarding“ in der Fußgängerzone der Stadt.

Alles in allem eine sehr sehenswerte Serie, die man sich allerdings (wie so oft) ganz von Beginn an anschauen sollte.

Der Mann mit der Palme

Auch wenn mein „schwarzer Daumen“ schon fast sprichwörtlich ist: Ein wenig Grünzeug wollte ich in meiner neuen Bude ja schon haben. Genauer gesagt habe ich mir eine Palme gewünscht. Nun sind die Dinger nicht gerade billig und außerdem Stand die Anschaffung auch relativ weit hinten auf meiner Prioritäten-Liste. Hätte eine Palme ein Display und Knöpfe, wäre das sicherlich anders.

Letztens habe ich in bunter Runde im Biergarten am alten Zoll von meinem Pflanzenwunsch erzählt. Mir gegenüber saß dabei eine Mitarbeiterin des Verbands der Restauratoren, die bei dem Stichwort „Palme“ aufhorchte. In ihrem Büro würde noch eine rumstehen, die aus Platzgründen demnächst weggeworfen würde. Eigentlich müsste ich das Ding nur abholen kommen.

Die Wochen strichen ein wenig in das Land und gestern habe ich mich dann nach Feierabend mal auf den Weg in die Bonner Südstadt gemacht. Natürlich regnete es in Strömen und so recht hatte ich auch noch nicht den Transport-Plan. Zu meinem Glück konnte ich die Pflanze zumindest schon mal alleine tragen und so fand ich mich schnell auf dem Weg zur nächsten Straßenbahn-Haltestelle wieder. Glücklicherweise fährt nämlich Linie 61 von der Südstadt aus bis direkt vor meine Haustür.
Lange dauerte die Fahrt nicht und zum Glück wurde ich auch nicht kontrolliert: Zumindest die Palme fuhr nämlich schwarz.

Sehr bemerkenswert fand ich, wie man mit einer Pflanze auf dem Arm so angeschaut wird: Mir scheint es fast so, als hätte der durchnittliche Bonner noch nie einen völlig durchnässten Typen mit Baum gesehen. Nun gilt es noch einen gescheiten Platz in meiner Bude zu finden, im Moment steht das Ding noch ein wenig verloren da rum. Wie lange die Palme bei mir überlebt ist dann wieder eine ganz andere Frage.

Running Man (1)

Bekanntlich befinde ich mich ja in einem ständigen Kampf mit meinem inneren Schweinehund, der wiederum von meiner Eitelkeit ständig Gassi geführt wird. Nachdem ich in den letzten Wochen mal wieder gut am rumheulen war, dass ich einen Bauchansatz bekomme und auch schon entsprechende Kommentare hören musste, war es nun gestern soweit: Ich werde jetzt sportlich!

Zu diesem Zweck habe ich mir ein paar Turnschuhe unter die Füße geschnallt und bin einfach mal aus der Haustür raus. Ein kurzer Blick bei Google Maps hatte mir vorher verraten, wie ich am gescheitesten Richtung Rhein komme. Von mir aus sind es auch tatsächlich nur etwa fünf Minuten, die ich natürlich schon laufend zurücklegte. Am Rhein angekommen hielt ich mich auf der Uferpromenade, wo ich natürlich nicht der einzige Sportler war, in nördlicher Richtung auf die Autobahn-Brücke der A565 zu. Diese mir bisher unbekannte Ecke Bonns ist echt schön, nicht nur zum Laufen. Man kann sich glaube ich auch prima auf der Wiese neben der Promenade niederlassen oder auf dem Steinstrand am Rhein entlangturnen. Das ist auf jeden Fall mal vorgemerkt.

Ich war wieder einmal überrascht, wie gut ich doch voran kam. Ich hatte ja ernsthaft damit gerechnet, innerhalb kürzester Zeit völlig aus der Puste zu sein. Nicht nur, weil ich mich lange nicht mehr sportlich betätigt habe, sondern auch weil ich wohl seit zehn Jahren recht aktiver Raucher bin. Nach einer kurzen Verschnaufpause unter der Brücke ging es dann den gleichen Weg wieder zurück, etwas genervt von einigen kleinen Mücken.
Nach einer guten halben Stunde war ich so wieder in meiner Wohnung angelangt. Wie weit ich gelaufen bin kann ich nicht genau sagen, befürchte aber das es nicht mal ganz fünf Kilometer waren. Für den Anfang finde ich das aber schon mal nicht schlecht.
Zugegebenermaßen stellte sich zu Hause auch eine gewisse Erschöpfung ein und heute morgen spüre ich auch meine Waden ziemlich. Merkwürdigerweise schmerzen aber auch meine Oberarme ein wenig.

Mein Fazit: Für den Anfang war das schon mal nicht schlecht. Nun gilt es, den inneren Schweinehund noch ein paar Mal zu überlisten. Mein Ziel ist es, zumindest alle zwei Tage eine kleine Tour zu drehen. Beim nächsten Mal muss ich auf jeden Fall daran denken was zu trinken mitzunehmen und über kurz oder lang müssen dann auch ein paar gescheite Laufschuhe an den Start gebracht werden.

Backup, Backup, Backup!

Schon wieder bietet sich eine unglaubliche Möglichkeit an, mich zu verspotten. Nach meinen Erlebnissen der letzten Tage habe ich heute (dieses Mal aus informationstechnischer Sicht) wieder alles gegeben. Heute morgen überraschte mich die Meldung, dass WordPress 2.6 freigegeben worden ist. Ein wenig konnte ich mich ja zurückhalten, aber als dann vorhin auch die WordPress 2.6 DE-Edition freigegeben wurde, hielt mich nichts mehr zurück.

Einen kleinen Gedanken hatte ich noch an ein Backup meines Webspace verschwendet, aber auch genau so schnell verworfen. Die letzten Male gingen die Updates reibungslos über die Bühne und so dachte ich mir: „Brauch ich nicht!“.
Die neue WordPress-Version war dann auch schnell heruntergeladen, entpackt und auf den Webspace geschoben. Als ich anschließend aber einen Blick in die Ordner warf, traf mich fast der Schlag: Ich hatte es geschafft, die neuen Dateien nicht nur hochzuladen, sondern auch einfach mal alles andere zu löschen. Da stand ich dann doof da: Theme weg, Plugins weg, Bilder weg. Ein wenig panisch stocherte ich dann im Backend meines Hosters herum und stolperte dabei über die Funktion „Webspace Restore“, die sich unter Administration -> Webspace findet.
Gehört hatte ich davon noch nichts, aber es hörte sich gut an. Nachdem ich dann die entsprechenden Felder für den Restore ausgefüllt hatte und das aktuellste Backup (mit heutigem Datum) ausgewählt hatte, hieß es warten. Eine halbe Stunde später dann die erlösende Meldung:

Restore-Auftrag: 11474
Zeit: 2008-07-15 17:00
Nachricht:
successfully completed restore

Alle Dateien waren nun wieder am Platz, so als wäre nichts geschehen. Vielen Dank dafür HostEurope. Das Update musste ich natürlich noch einmal machen, dieses Mal habe ich dann aber die Ordner einzeln hochgeladen. Nun kann ich stolz vermelden: WordPress 2.6 läuft und alles ist noch da! Und beim nächsten Mal bin ich ein gutes Stück schlauer.

Beim Dentisten

Bereits am Freitag hatte ich mir, man erspare sich den Spott, beim Verzehr eines Rosinenwecks ein Stück Zahn abgebrochen. Schlimm war das definitiv nicht, denn es konnte sich nur um ein kleines Stück handeln und noch dazu befindet sich die Stelle an der Innenseite eines meiner unteren Schneidezähne. Schmerzen hatte ich also so direkt mal nicht.
Wirklich nervig war aber, dass ich bei jeder sich bietenden Gelegenheit mit der Zunge daran stieß. Noch dazu bin ich masochistisch genug veranlagt um an der Stelle natürlich auch ständig mit der Zunge herumzuspielen. Wirklich angenehm war das alles jedenfalls nicht und so habe ich mich heute zeitig aus der Firma verabschiedet um einen lokalen Zahnarzt aufzusuchen.

Den von $Mitbewohner empfohlenen Doktor habe ich natürlich nicht erreicht und so blieb mir nur eine kleine Recherche bei Google. Nach einigen erfolglosen Anrufen hatte ich dann die Hoffnung fast schon aufgegeben, heute noch dran zu kommen. Schließlich versprach mir aber $Arzthelferin das man mich noch zwischenschieben könne. Nach kurzer Wartezeit saß ich dann auch in einem der Behandlungsräume und war geradezu ein wenig enttäuscht, dass der Arzt keinen Turban trug und auch keinen langen Bart hatte – der Name hätte es durchaus vermuten lassen.
Ganz schnell hatte man mir dann auch ein Stück Zahn abgeschliffen, so dass ich nun nichts mehr zum spielen habe. Anschließend kam dann der etwas ungemütlichere Teil: Eine ausführliche und professionelle Zahnreinigung würde man mir empfehlen. Gerade mittags hatte ich noch mit $Mitbewohner darüber geredet, wie unmöglich doch die Bedienung von Zahnseide an sich ist. Das musste ja kommen.
Anschließend wurde ich dann noch ein wenig zu meiner ersten und einzigen Füllung aus dem vergangenen Jahr befragt. Beton wäre drin, wann das denn fertig gemacht werden würde? Eine echte Spitzen-Frage: Ich dachte eigentlich, die Sache wäre gegessen. Nun überlege ich ernsthaft, die Empfehlung anzunehmen und bei Gelegenheit mal eine andere Füllung machen zu lassen. Die Aussicht auf eine gebrochene Zahnfüllung (die mir prophezeit wurde) stimmt mich nicht gerade glücklich.

Wie man ein Rauchverbot umgeht

Letztens schrieb ich ja schon über das Nichtraucherschutzgesetz. Nun sind seit dem ein paar Tage vergangen und mein bisheriges Fazit lautet schlichtweg: „Na und? Wen kümmerts?“.

Bisher habe ich bei fast allen meinen Kneipenbesuchen rauchen können. Hier ein paar Beispiele aus Bonn:

  • Im „Limes„, gibt es einen abgetrennten Raucherbereich, so wie sich das die Gesetzesgeber wohl auch gedacht haben.
  • Das „Blow Up“ ist nun ein Raucherclub, hier musste ich eine Art Beitrittserklärung unterschreiben und durfte anschließend auch fröhlich vor mich hin qualmen. Als kleine Zugabe habe ich nun sogar einen Mitgliedsausweis.
  • Im „Maya“ habe ich meine Mitgliedschaft in der „Föderation undogmatischer Cigaretten Konsumenten“, kurz F.u.C.K., unterschreiben müssen – und schon stand dem Zigarettenkonsum nichts mehr im Weg.
  • Im „Nyx“ war eine von mir besuchte Veranstaltung als „geschlossene Gesellschaft“ ausgeschrieben. Durch das Zahlen meines Eintritts habe ich mich anscheinend auch dazu bereiterklärt hinzunehmen, dass die geschlossene Gesellschaft raucht.

Interessanterweise hat sich auch in meinem Bekanntenkreis niemand daran gestört einen entsprechenden Zettel auszufüllen, egal ob Nichtraucher oder nicht. In meinen Augen zeigt das, wie sehr sich doch die ganzen Nichtraucher schützen lassen wollen. Nach wie vor sinnvoll finde ich das Verbot in Restaurants. Hier habe ich es selbst auch gerne rauchfrei. Für die klassischen Kneipen ist das alles aber nichts. Mich würde interessieren, wie das anderswo gehandhabt wird.

Onlinebanking bei der Dresdner Bank

Liebe Online-Menschen der Dresdner Bank,

ich bin noch nicht lange Kunde bei euch und eigentlich auch zufrieden mit dem, was ihr mir bietet. Kostenlose Kontoführung ist eine prima Sache, ich käme auch niemals auf die Idee irgendetwas nicht online zu machen.

Ein wenig ärgerlich werde ich dann aber, wenn ich Meldungen wie die folgende bekomme:

Onlinebanking bei der Dresdner Bank

Die spricht nämlich nicht gerade für die Professionalität eures Webauftritts, zumal in meinem Browser (Safari unter Mac OS X) alles prima läuft und ausschaut. Bisher hat keine Funktion eures Onlinebankings versagt.

Richtig ärgerlich werde ich dann aber, nachdem ich diese Meldung per Klick von meinem Bildschirm entfernt habe. Hat euch, liebe Online-Menschen der Dresdner Bank, noch niemand gesteckt dass das automatische Ändern der Fenstergröße des Browsers garnicht geht? Dummerweise wird das Fenster auch noch viel zu klein, als das man die Seite noch bedienen könnte. „Setzen, sechs!“ würde ich sagen. Bis morgen schreibt jeder von euch 100 Mal:

Ich darf meine Kunden nicht mit blöden Meldungen und Fensterveränderungen nerven.

Viele Grüße,
ein eigentlich zufriedener Kunde

Death Cab For Cutie in Köln

Gestern besuchte ich auf Anregung von und gemeinsam mit Fräulein Anna das ausverkaufte Konzert der amerikanischen Band Death Cab For Cutie in der Live Music Hall in Köln.
Nachdem meine Guerilla-Taktik mir gestern nicht zu einer Ebay-Karte verholfen hatte, lies sich dann doch noch ein Ticket auftreiben und so standen wir dann pünktlich zu Beginn der Veranstaltung in der Halle. Geschätzte 600 weitere Menschen hatten sich dort auch eingefunden.

Obwohl es die Band bereits seit über 10 Jahren gibt, hatte ich bis vor einigen Wochen noch nichts von ihr gehört und bis gestern Abend kannte ich auch nur weniger Lieder. Das Konzert war auf jeden Fall sehr gelungen und mit der Musik der Band konnte ich mich auch ziemlich gut anfreunden. Da Indie-Pop/Rock nun auch nicht gerade zur wildesten Pogo und fiesem Gegröle einlädt, war es auch zu verschmerzen das ich nicht mitsingen konnte.
Vor allem ersteres wäre in der Halle vermutlich mein Tod gewesen: Am Anfang lachten wir noch darüber, als jemand meinte „Die Wärme hier kommt nur von den Menschen und den Lampen.“. Schließlich war nicht zu erwarten, dass im Sommer die Heizung läuft. Doch schon kurz nach Konzertbeginn war es nahezu unerträglich heiß in der Halle – hier gilt es, dringend eine ordentliche Lüftungsanlage einzubauen.

Alles in allem auf jeden Fall ein schöner Abend, bei dem am Ende (trotz angedrohter Vollsperrung des Kölner Hauptbahnhofs) auch die Heimreise klappte. Da in Köln des öfteren gute Konzerte stattfinden, wird man mich dort sicherlich noch öfter antreffen.

Bei Ebay rumballern

Letztens war ich schon über mySniper.com gestolpert, eine Webseite die für Ebay-Aktionen in letzter Sekunde ein Gebot für den Benutzer abgibt. Eigentlich dachte ich ja: „Brauche ich nicht.“ Ich treibe mich aus finanztechnischen Gründen recht selten bei Ebay herum.

Heute habe ich mir dann aus aktuellem Anlass doch mal einen Account angelegt und direkt ausprobiert. Die nächsten 30 Tage ist der Dienst nun kostenlos für mich. In Zukunft wird es dann 3 Euro im Monat kosten, sofern ich eine Auktion über den Dienst gewinne.
Gerade hat das schon mal nicht geklappt, leider war das von mir eingegebene Höchstgebot zu niedrig. Dennoch gefällt mir die Seite sehr gut. Ich kann zum Beispiel auch mehrere Auktionen gruppieren und im Falle einer gewonnenen Auktion werden die anderen dann verfallen gelassen. Das finde ich schon sehr praktisch.
In wie fern der Dienst mit den Nutzungsbedingungen von Ebay kollidiert, wäre mal noch zu diskutieren.