Wie man ein Rauchverbot umgeht

Letztens schrieb ich ja schon über das Nichtraucherschutzgesetz. Nun sind seit dem ein paar Tage vergangen und mein bisheriges Fazit lautet schlichtweg: „Na und? Wen kümmerts?“.

Bisher habe ich bei fast allen meinen Kneipenbesuchen rauchen können. Hier ein paar Beispiele aus Bonn:

  • Im „Limes„, gibt es einen abgetrennten Raucherbereich, so wie sich das die Gesetzesgeber wohl auch gedacht haben.
  • Das „Blow Up“ ist nun ein Raucherclub, hier musste ich eine Art Beitrittserklärung unterschreiben und durfte anschließend auch fröhlich vor mich hin qualmen. Als kleine Zugabe habe ich nun sogar einen Mitgliedsausweis.
  • Im „Maya“ habe ich meine Mitgliedschaft in der „Föderation undogmatischer Cigaretten Konsumenten“, kurz F.u.C.K., unterschreiben müssen – und schon stand dem Zigarettenkonsum nichts mehr im Weg.
  • Im „Nyx“ war eine von mir besuchte Veranstaltung als „geschlossene Gesellschaft“ ausgeschrieben. Durch das Zahlen meines Eintritts habe ich mich anscheinend auch dazu bereiterklärt hinzunehmen, dass die geschlossene Gesellschaft raucht.

Interessanterweise hat sich auch in meinem Bekanntenkreis niemand daran gestört einen entsprechenden Zettel auszufüllen, egal ob Nichtraucher oder nicht. In meinen Augen zeigt das, wie sehr sich doch die ganzen Nichtraucher schützen lassen wollen. Nach wie vor sinnvoll finde ich das Verbot in Restaurants. Hier habe ich es selbst auch gerne rauchfrei. Für die klassischen Kneipen ist das alles aber nichts. Mich würde interessieren, wie das anderswo gehandhabt wird.

11 Reaktionen zu Wie man ein Rauchverbot umgeht

  1. Wenn wir bei uns zum Lunch gehen wird gegessen und nach dem Essen gehen die Raucher halt schnell vor die Türe. So wird das bei uns praktiziert. Niemand stößt sich daran und die Raucher selbst auch nicht.

    Prinzipiell bin ich aber schon deiner Meinung, Kneipe Ja – Restaurant Nein

  2. Also diese Gesetzeslücke mit den Raucherclubs ist echt schwach.

    Ich habe sowas zwar noch nie in der Realität gesehen, aber nerven würde mich das schon, wenn ich in einem Nichtraucher schützenden Land trotzdem in total verrauchten Räumen sitze und mal wieder rote Augen kriege. Da wird man echt drei mal schneller müde beim Feiern als das in einem rauchfreien Laden der Fall wäre.

  3. Also diese Gesetzeslücke mit den Raucherclubs ist echt schwach.

    Das wird ja nicht überall so gehandhabt. Ich bin mal gespannt, was ich noch so an Erfahrungen sammeln werde. Wo es möglich ist, werden wohl auch Raucherzonen eingerichtet.

  4. Ich war neulich mit dem Genge in Koblenz im Dreams, da gabs auch ’nen abgetrennten Raucherraum. Einmal bin ich sogar mit da rein gegangen, damit wir unser Hasengespräch nicht abbrechen mussten. Da wurde sich natürlich ein Sargnagel nach dem anderen reingefahren, dementsprechend war auch das Klima. Wenn man nicht so viel raucht kann man sich da die Lunte sparen, da kriegt man durch bloßes Atmen genug qualm ab. Ich musste jedenfalls nach 2 Minuten wieder raus, und ich bin eigentlich hart im Nehmen, was das angeht.

  5. Also in Hessen wird das ganze recht strickt durchgezogen. Also entweder ganz nichtraucher, oder einen abgetrennten Raucherbereicht.

    In Mainz habe ich dafür etwas neues erlebt. Dort durfte man in einer Kneipe rauchen, da es eine allein vom Inhaber geführte Kneipe ist. Der Schutz vor dem Rauch scheint dort also nur für die Bediensteten zu sein. Hat man keine, dann darf geraucht werden.


    hudeldudel

  6. @Jacek
    An sich wird ja keiner gezwungen sich in einen verrauchten Raum zu setzen, oder?

    Hier in Ulm/Neu-Ulm (Baden-Wuerttembergisch-Bayerische-Grenze) ist das Gesetz auch nicht ganz sooo strikt:

    1.) In Neu-Ulm (Bayern) gibt’s auch „Raucherclubs“
    2.) In Ulm (Baden-Wuerttemberg) gibt’s abgetrennt Bereiche, die sich am spaeten Abend aber meistens irgendwie aufloesen und dann raucht jeder da, wo er will.

  7. jo also im dreams das fand sogar ich hart… oft war ich da auch nich rein…
    auf dem land (in idar-oberstein) kenn ich sogar die ein oder andere kneipe der das gesetz scheiß egal zu sein scheint. da wird einfach gequalmt wie man will.
    in mainz, vor allem in der neustadt, trifft man an jeder ecke auf die eckkneipe (irgendwie logisch oder?) ohne personal in der geraucht werden darf, dafür gibts da aber nix mehr zu essen, mit dem kompromiss kann ich leben, im restaurant find ich das auch ziemlich ätzend.
    und daheim geh ich auch auf den balkon weils in der bude nervt.

  8. Kann nur noch einen Nachtrag anführen: 13 Stunden und 17 000km entfernt von uns in New Zealand wird weder in CLubs noch Bars noch Restaurants drinnen geraucht. Einzig im Freisitz. Clubs haben eine Art Veranda zum Rauchen. Ich finds als Nichtraucher auch sehr angenehm und gestört hats auch keinen Raucher. Aber Ich wäre auch für striktes Verbot in Restaurants und einfach keins in Kneipen.

  9. Ich sehe schon, wir sind uns weitestgehend einig. Und wenn ich mit dem Genge irgendwann mal die schon öfter angedachte Kneipe namens „Puff“ aufmache, die natürlich erst um 11 Uhr aufmacht damit ich nicht schon um 10 Uhr betrunken bin, dann darf da auch gequalmt werden.

  10. @Patrick: Natürlich wird niemand gezwungen. Aber wenn ich strikt Räume meide, in denen geraucht wird, dann kann ich mir die abendlichen Ausgänge mit Freunden auf ein Bier fast komplett aus meinem Terminkalender streichen.
    Unglaublich tolle Alternative…

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