Zwischen den Jahren

In Urlaubs- und Feiertagssituationen ist es immer ein bisschen schwierig, herauszufinden wann eine Woche anfängt und wann sie aufhört. Wenn ich mich recht erinnere, war der letzte Montag der zweite Weihnachtsfeiertag. Sollte passen.

Die ersten beiden Tage der Woche verbringe ich bei meinen Eltern und tue mehr oder weniger nichts, wenn man von einem Spaziergang absieht. Dann lassen Frau Schwester und ich uns ins Rheinland fahren, es gibt noch ein Mittagessen mit Fräulein Anna im Gasthaus Im Stiefel. Da war ich vorher noch nie, obwohl ich schon seit Jahr und Tag dort vorbei laufe.

Poppelsdorfer Schloß im Abendlicht

Die restliche Zeit verbringe ich erschreckend gammelnd. Ein bisschen Internet hier, ein Spaziergang da. Fräulein Anna muss arbeiten und so habe ich die Bude tagsüber für mich alleine. Genug Zeit, um mich geistig auf den Silvesterbraten vorzubereiten.

So ein Braten ist eigentlich gar nicht so viel Arbeit. Ein bisschen Kram schnibbeln vorher, ein bisschen anbraten und dann ab in den Ofen damit. Ich bin dennoch immer ein bisschen aufgeregt. Es kann ja auch echt viel schief gehen. Dieses Mal geht aber alles gut. Der Braten ist am Ende wieder ein bisschen besser geworden als letztes Jahr, die Soße die vielleicht leckerste ihrer Art, die ich bisher produzierte. Es war eine gute Idee, ein wenig Sellerie und ein paar Möhren mit zu verarbeiten und am Ende ein bisschen Parmesan unter zu mischen. Ich werde am Ende noch zum Koch!

Der Jahreswechsel geht dann wie gewünscht ganz unspektakulär über die Bühne. Das Essen (der Braten, siehe voriger Absatz, mit Rotkohl und Klößen) ist prima. Wir unterhalten uns nett, frieren beim Böllerei gucken. Ich starte ausgeschlafen in den letzten Tag der Woche, der auch gleichzeitig der Beginn des neuen Jahres ist.

Wir starten mit Pfannkuchen, ich durfte vorher so lange schlafen wie ich wollte – das habe ich mir zur Feier des Tages erlaubt. Der Sonntag ist schnell vorbei. Beim heutigen Polizeiruf esse ich nur eine kleine Pizza – noch habe ich meine Ziele für dieses Jahr im Blick.

Voll nett: Spotify hat einen Mix der Woche für mich zusammengestellt.

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