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Umziehen will gelernt sein

Dieser Tage plane ich meinen Umzug. So langsam geht mir (und vermutlich auch meinen Mitmenschen) das Thema ein wenig auf die Nerven. Da wollen Anstrich, Einrichtung, Transport und Aufbau und alles mögliche organisiert werden. Wahrscheinlich mache ich mir da wieder zu viele Gedanken…

Wohnungsübergabe und ähnliches habe ich zum Glück schon hinter mir und heute Abend kann ich dann wohl auch meinen Schlüssel in Empfang nehmen. Außerdem habe ich meine Überlegungen zum Thema „Farbe“ bereits abgeschlossen. Folgendes ist jedenfalls mal mein Plan:

  • Heute Abend klebe ich meine neuen Zimmer ab
  • Morgen Abend wird Farbe gekauft
  • Übermorgen wird die Bude gestrichen
  • Mittwoch fahre ich in die alte Heimat
  • Donnerstag wird dort gepackt
  • Freitag geht es, gemeinsam mit der roten Gewalt, wieder nach Bonn, fertig streichen und so

Klar werden muss ich mir bis dahin noch über folgende Punkte:

  • Kann man auf Holz tapezieren?
  • Was nehme ich eigentlich alles mit?
  • Was muss ich noch kaufen?
  • Wie soll mein abgefahrener selbst gebauter Schreibtisch aussehen?
  • Wie viel Farbe brauche ich?
  • Was brauche ich sonst noch zum Anstreichen?

Wo ich all das gerade aufschreibe, fallen mir die Worte eines alten Gelehrten ein. Dieser sagte einmal:

Kähn Stress!

… und daran halte ich mich nun mal, man darf gespannt sein.

Aktualisierung: Ein paar Punkte haben sich zum Glück inzwischen schon erledigt.
Aktualisierung: Dank tatkräftiger Hilfe habe ich es gestern Mittag tatsächlich geschafft, etwa 120qm Wandfläche mit frischem Weiß zu versorgen.
Aktualisierung: Eingezogen!

Ein Stück Heimat

Das findet sich auch hin und wieder in Bonn. Als ich vorhin auf dem Weg zum Baumarkt war, kam ich an der Hunsrückstraße vorbei. Sicherlich nicht gerade die Ecke in der ich wohnen möchte, aber dennoch ein Foto wert. Ein wenig Heimat ist doch was Schönes!

Hunsrückstraße

Städte-Stock

Von Thomas wurde ich mit einem Stock beworfen, der mich tatsächlich interessiert hat. Zwar bin ich kein großer Fan von Städten und schaue mir lieber die Landschaft und kleinere Ortschaften außen rum an. Das kommt vielleicht auch davon, dass ich in meiner Freizeit meistens mit den Pfadfindern unterwegs bin und mich da selten in Städten aufhalte.

Kulturpalast Warschau

In welchen Städten bist du schon gewesen?
Hamburg, München, Bonn, Idar-Oberstein, Trier, Kassel, Kaiserslautern, Saarbrücken, Frankfurt am Main, Wiesbaden, Wolfsburg, Cottbus, Koblenz, Mainz, Essen, Worms, St. Goar, Barcelona, Ljubljana, Wien, Riga, Warschau, Santiago de Chile, Concepción, Bratislava, Paris

Außerdem war ich schon in vielen weiteren deutschen und internationalen Städten, die mir alle nicht einfallen. Durch viele bin ich auch einfach mal durchgekommen und hab mich nicht länger aufgehalten.

Welche Stadt (nicht die, in der du wohnst!) gefällt dir am besten?
Ich mag Hamburg. Ansonsten bin ich ein großer Fan all der Städte im Ostblock, sofern sie ihren sozialistischen Charme ein wenig erhalten haben: Prachtbauten und Betonblocks sind cool. Riga und Warschau fand ich deshalb prima.

Welche Stadt hat dir gar nicht gefallen?
Nicht so schön fand ich Paris. Die Innenstadt mag ja ganz nett sein, aber wenn man so durch die Vorstädte kommt, überkommt einen auch ein wenig das große Grauen. Die sind anderswo zwar auch nicht schöner, bilden aber nicht so einen krassen Widerspruch.

Welches ist dein Reisemittel um die Städte zu erreichen?
Ich reise tatsächlich am liebsten mit der Bahn. Entspannter geht es eigentlich nicht, wenn man sich vorher eine gescheite Verbindung heraussucht und die üblichen Verspätungen berücksichtigt. Mit dem iPod auf den Ohren aus dem Fenster schauen und die Landschaft schauen oder ein Buch lesen unterwegs – so macht Reisen Spaß! Eine echte Alternative ist der Kleinbus. Das ist auch immer eine feine Sause.
Auf der anderen Seite ist es natürlich auch immer wieder super, wenn man nach einem anstrengenden Fahrtentag in eine Stadt hineinspaziert.

Welche Stadt willst du unbedingt noch sehen?
Berlin, London, Moskau stehen ganz oben auf meiner Liste und zumindest erstere ist dieses Jahr auch noch fest eingeplant.

Geoff Ryman – 253: Der U-Bahn-Roman

Einen ungewöhnlichen Ansatz verfolgt mein letztes Buch: In „253 – der U-Bahn-Roman“, geht es um Menschen die in einer Londoner U-Bahn sitzen.
Jede der 253 Personen wird mit 253 Worten beschrieben: Ihr Aussehen, was sie in die Bahn führt und ihre Gedanken. Eine wirkliche Geschichte beschreibt das Buch nicht – aber zusammengenommen ergeben die 253 Personenbeschreibungen ein sehr interessantes Buch. Siebeneinhalb Minuten lang werden die Personen begleitet, bevor es zu einem Zugunglück kommt. Und erstaunlicher Weise haben die Menschen ganz schön viel miteinander zu tun. Man möchte gar nicht mehr aufhören zu lesen.

Seit meinem Umzug fahre ich ja mindestens ein Mal an Tag selbst mit der Bahn. Gerne schaue ich mir dabei meine Mitmenschen an, da gibt es immer wieder interessante Personen zu betrachten. Bei einigen würde ich auch gerne in den Kopf schauen und ein wenig mehr mitbekommen als nur die eine Seite des Telefonats das sie gerade führen. Gerade deshalb hat mir der Roman richtig gut gefallen und möchte ihn an dieser Stelle gern weiterempfehlen.

Mein Halstuch

Neben dem einen Geräusch meines Rucksacks gibt es noch eine Sache, die ich mit „Jetzt geht es los! Abenteuer!“ verbinde: Der Moment, in dem ich das Halstuch über den Kopf ziehe.

Halstuchknoten

Letztens war es dann so weit: Das alte Halstuch war viel zu verranzt und ein neues musste her. Experimentierfreudig wie ich bin, habe ich mir ein Viereckstuch in der Kämmerei bestellt. Ein paar Mal hatte ich es nun auch um, wurde aber irgendwie nicht so recht damit glücklich. Das mag auch dran liegen, dass sich mit dem Halstuch keine gescheite „Affenschaukel“ binden lässt, mit der „pfadfinderischen“ Bindungsweise mit Knoten konnte ich mich nicht so recht anfreunden. Dazu kommt, dass man so sehr viel mehr Stoff um den Hals hängen hat.

Heute habe ich nun noch ein wenig experimentiert und mir dann kurzentschlossen das alte, verranzte, dreieckige Halstuch umgehängt. Damit fühle ich mich doch wesentlich wohler, es müsste halt nur mal erneuert werden.

100 Mal: „der tag und ich“

Wenn eine neue Regierung ihr Amt antritt, ist es normal, nach 100 Tagen ein erstes Resümee zu ziehen. Nicht viel anders verhält es sich hier, auch wenn ich nicht in Tagen, sondern in Einträgen messen möchte.

100 Tage

Still und heimlich (und vor allem von selbst generiert) ist vorhin der 100. Beitrag in diesem Blog online gegangen. Das will ich zum Anlass nehmen einen kleinen Zwischenbericht abzugeben und ein wenig Statistik zu betreiben.

Bevor wir zu den Zahlen kommen: Irgendwie macht mir die Schreiberei seit dem Neustart wieder mehr Spaß. Hin und wieder ist es doch gut, komplett von neuem anzufangen.
Mein Ziel ist es, einmal am Tag einen Beitrag hier zu veröffentlichen, wobei ich mich dabei aber nicht sonderlich unter Druck setze. Manchmal kommt es nicht dazu, manchmal fallen mir an einem Tag aber auch viel mehr Dinge ein. Im Laufe der letzten Monate habe ich mein Gespür für „Bloggable Events“ auf jeden Fall weiter ausgebaut.

Ich hoffe, mein kleiner aber feiner Leserkreis kommt auch weiterhin gerne hier her. Themenvorschläge dürfen natürlich gerne in den Kommentaren diskutiert werden. Ansonsten werde ich in alter Manier einfach weiterhin das schreiben, was mir in den Sinn kommt und meinen Fokus weiterhin auf ausführlichere Beiträge legen. All die Kleinigkeiten, die mir in meinem Internet-Alltag so auffallen und (vorerst) nicht für einen eigenen Eintrag taugen, lege ich inzwischen gut verschlagwortet bei del.icio.us ab. Die zusammenfassenden Artikel dazu werden automatisch von einem Plugin generiert und bringen nicht nur mir die Fundsachen wieder in Erinnerung.

Mit meinem aktuellen Layout (welches natürlich ständig weiterentwickelt wird) bin ich im Moment sehr zufrieden. Natürlich kann sich das von einem Tag auf den nächsten ändern, ich hoffe aber das es noch eine Weile bleiben darf. Mit meinem alten Theme mache ich vielleicht dem ein oder anderen ja eine Freude. Falls dieses Theme mal abgeschafft wird, werde ich es natürlich auch zum Download anbieten.

Nun aber mal zu den Zahlen:

  • Feedburner meldet im Moment 50 Abonnenten meines Feeds, wovon 33 anscheinend meine Seite wirklich erreichen. Wie aussagekräftig diese Zahl ist, kann ich leider nicht genau sagen. Zwischendrin hatte ich auch schon mal an die 100 Abonnenten.
  • Das anscheinend recht aussagekräftige Google Analytics bescheinigt mir im Schnitt 32,61 Besucher/Tag. Die Zahl wankt aber (wie es mir scheint) zwischen etwa 10 und bis zu 100. Woran das genau liegt, kann ich auch nicht sagen.
  • Interessant finde ich, dass nur 17,61% der Besucher von Suchmaschinen kommen.
    55,49% kommen von „verweisenden Websites“, die restlichen 26,90% sind direkte Zugriffe.
  • Die beliebtesten Beiträge und Seiten sind bisher (und in dieser Reihenfolge): „Über“, „Hamburger Singewettstreit 2008“ und „Aprilscherz
  • Runde 160 Kommentare, Trackbacks und Pingbacks wurden seit dem Neustart des Blogs generiert.
  • „der tag und ich“ hat einen sagenhaften Pagerank von 0 und eine Technorati-Authority von 15. Ich glaube das ist nicht so gut – wird aber noch.

Insgesamt bin auf einem guten Weg. Vor allem auf dem zum A-Blogger… Nun geht es weiter, ich bin auf die nächsten 100 Einträge gespannt.

„Speichern unter…“-Tastenkürzel in Office

Gerade bei der Arbeit habe ich mich echt geärgert: Zwar ist das neue Office 2008 von Microsoft schon richtig schön geworden und wesentlich aufgeräumter als die Vorversion – doch einen groben Fehler hat man leider nicht beseitigt: Der „Speichern unter…“-Dialog hat kein Tastenkürzel! In nahezu jeder Mac-Applikation kann man den Dialog mit „Shift-Apfel-S“ aufrufen.

Irgendwo hatte ich mal einen entsprechenden Tipp gelesen und so gerade einen eigenen Shortcut gebastelt. Dazu geht man in die Systemeinstellungen und klickt dort auf „Tastatur und Maus“. Der letzte Reiter in folgendem Fenster ist dann der richtige: „Tastenkürzel“.
Ein Klick auf das „+“-Symbol unten links öffnet ein Eingabefeld. Dort muss man dann das gewünschte Programm angeben (in meinem Fall: Word), den genauen Text des Menüeintrages tippen („Speichern unter…“) und anschließend das Tastenkürzel festlegen („Shift-Apfel-S“).

Bei mir hat das auf Anhieb geklappt und so waren die PDFs gerade richtig flott gespeichert und vielleicht kann ich mit diesem Tipp ja dem ein oder anderen weiterhelfen.

WTF-Momente (80er-Jahre Edition)

Vorhin beim Genuss einer Zigarette vor meiner Haustür musste ich zwei Mal hinschauen, bevor es dann zu dem berühmt-berüchtigten „WTF?!?“-Moment kam:

Ein junger Mann, mindestens vier oder fünf Jahre jünger als ich, kam da angestiefelt. Ich weiß nicht genau, ob in Bonn schon wieder die Karnevalszeit begonnen hat oder sich ein Loch im „Raum-Zeit-Kontinuum“ aufgetan hat: Ausgestattet mit „Vokuhila“-Frisur, Lederjacke, enger Jeans und halb-hohen Turnschuhen konnte der aber eigentlich nur aus den 80er-Jahren entsprungen sein.

Hoffentlich wird das nicht wieder modern.

Nichts für mich: Homeoffice

Dieses Wochenende habe ich mir ein wenig Arbeit mit nach Hause genommen. Am Montag präsentiere ich ein paar Themen meiner Diplomarbeit und deshalb hab ich mir vorgenommen, am Wochenende die Präsentation zu bauen. Struktur und Inhalte hatte ich unter der Woche schon vorbereitet und zum Teil auf Papier, zum Teil aber auch im Kopf abgespeichert.

In Anlehnung an meine Tage am Campus ist dann aber der (eigentlich zu erwartende) Fall eingetreten: Mein Zimmer ist aufgeräumt, mehrere Maschinen Wäsche sind gemacht und auch sonst habe ich so ziemlich alles erledigt. Meine Konzentrationsspanne bei der Heimarbeit ist gewohnt gering, mit der eigentlich wichtigen Arbeit komme ich nur schleppend voran.

Natürlich stehe ich nicht da und habe noch gar nichts gemacht. Die Präsentation ist weitestgehend fertig und wird auch heute im Laufe des Tages zur Perfektion gebracht werden. Doch muss ich mich immer wieder wundern, wie umständlich ich an die Dinge rangehe und was man alles so nebenbei erledigen kann.

Fußball ist Mord

Gestern fand der Fußball-Cup meiner Firma statt. Natürlich habe ich direkt „Hier!“ geschrien, als es ums mitspielen ging. Es gibt wohl keinen fitteren und fußballbegeisterten Menschen als mich.

Vier Mannschaften traten an: Geschäftsleitung, Medizin, Grafik und wir, die IT. Die Regeln des Turniers waren schon von Anfang an gegen uns: Es ist schließlich allgemein bekannt, dass wir keine Frau in der Abteilung haben. Nach den Regeln sollten wir uns aber eine besorgen. Da uns das nicht so recht gelang, wurden die Regeln immer wieder mal gegen uns angepasst.

Am Ende haben wir dann aber trotz aller Widrigkeiten alle Spiele gewonnen – nur das Endspiel leider nicht. Doch auch mit einem zweiten Platz sind wir hier alle sehr zufrieden.

Ich bin mit meiner sportlichen Leistung allerdings nicht sonderlich glücklich. Zwar habe ich guten Einsatz gezeigt und auch Tore geschossen, doch irgendwie war nach einer Runde über das kleine Hallenfeld immer gleich die Luft raus. Als Nichtraucher hat man es da eine gute Tour einfacher. Außerdem plagt mich heute allerübelster Muskelkater – komischerweise sogar an Stellen, die man beim Fußball eigentlich gar nicht einsetzt. Zum Glück sind die Schmerzen im Knie inzwischen wieder weg.

Mein Fazit: Das hat auf jeden Fall sehr viel Spaß gemacht und ich bin beim nächsten Mal gerne wieder dabei. Allerdings muss ich bis dahin dringend ein wenig an meiner Fitness arbeiten. So richtig wohl fühle ich mich grade nicht – vor allem beim Gehen schmerzt es doch ein wenig.