Thees Uhlmann: Sophia, der Tod und ich

„Schuster, bleib‘ bei deinen Leisten!“ sagt man ja gerne. Und auch ich bin immer ein bisschen skeptisch, wenn Künstler aus einem bestimmten Metier auf einmal was anderes machen. Aber nachdem ich ja nun schon ein Fan von Thees Uhlmann und seiner Musik bin, lies ich mich bereitwillig von Fräulein Anna irgendwann in die Kölner Kulturkirche schleifen und hörte dort einigen Kapitel aus seinem Buch „Sophia, der Tod und ich“. Der Autor las selbst und signierte danach auch Bücher. Anschließend las ich dann das Buch fast am Stück durch und hatte, das vorweg, großen Spaß dabei. Fast ein bisschen komisch, da ich ja sonst mehr so der Thriller- und Kriminalroman-Leser bin.

Zur Geschichte: Auf einmal steht der Tod vor der Haustür des Erzählers. Und dann läuft alles nicht mehr so, wie der Tod es gewohnt ist, wenn er Leute abholen geht. Denn plötzlich ist auch noch Sophia da, die ist gar nicht auf den Mund gefallen. Suddenly: Roadtrip! Alle zusammen machen sich auf den Weg, die Mutter des Erzählers zu besuchen und danach geht es auch noch weiter. Aus den drei Minuten, die man normalerweise zwischen dem Eintreffen des Tods und seinem eintreten hat, werden einige mehr. Aber ich will nicht vorgreifen…
Jedenfalls habe ich die zahlreichen Gespräche zwischen den einzelnen Protagonisten in guter Erinnerung behalten. Der Erzähler lernt viel über den Tod – und der wiederum viel über Menschen, Beziehungen und all das Drumherum, das er bisher immer einfach – Zack! – beendet hat.

„Sophia, der Tod und ich“ war sicherlich eines der besten Bücher, die ich im vergangenen Jahr gelesen habe.

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