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WTF-Momente mit anschließender Odyssee

Der WTF-Moment stellte sich bereits gestern Abend ein, als ich gegen 5 in Oberstein am Bahnhof aus dem Zug steige: In keiner meiner Taschen waren meine Autoschlüssel aufzutreiben! Dummerweise hatte ich beide Autoschlüssel am selben Bund, was zugegebenermaßen selten dämlich ist. Ich stand also vor einem richtigen Problem. So hab ich mich also (mit dem sicheren Wissen das er auf dem Schreibtisch im Büro liegt) wieder auf den Weg nach Neubrücke gemacht.
Dort angekommen dann direkt der zweite WTF-Moment: Kein Schlüssel da! Ein wenig entnervt habe ich daraufhin erst meine Taschen und dann auch das Büro links gemacht, was allerdings nicht zum Auffinden des Schlüssels führte. Mein nächster Gedanke brachte mich dann zum Büro meines Kommilitonen Thomas, dort hatte ich einen großen Teil des Tages lernend verbracht. Leider war auch dort kein Schlüssel zu finden.

So langsam wurde ich dann doch etwas nervös, also stapfte ich erst mal in Richtung Bahnhof Neubrücke um den dortigen Bahnbediensteten mit meinem Problem zu belästigen. Dieser war auch sehr freundlich und rief für mich in Mainz an, da ich inzwischen annahm den Schlüssel im Zug verloren zu haben. In Mainz war allerdings kein Schlüssel abgegeben worden, was man mir später auch noch zweimal bestätigte.

Das war der Moment, in dem ich dann nicht mehr so recht wusste was gehen sollte und so machte ich mich wieder auf den Heimweg, nachdem ich schnell $Arbeitskollegin noch eine Mail geschrieben hatte – sie war mittags im Büro gewesen und ich wollte sichergehen, dass sie den Schlüssel nicht einstecken hat.
Wieder in Oberstein (es war inzwischen 8 Uhr) checkte ich dann flott den Verbleib meines Autos. Das stand noch ganz brav dort wo ich es geparkt hatte – zu meinem Leidwesen allerdings mit einem Knöllchen über 15 Euro verziert.

Zu Hause setzte ich dann $mirBekannterOrdnungsamtMitarbeiter darauf an, den Kollegen in der Stadt doch bitte zu verklickern, dass ich das Auto nicht wegfahren kann und das man doch bitte nicht auf die Idee kommen sollte es a) weiter zu verzieren oder b) abzuschleppen. Der versprach auch gleich sich darum zu kümmern und klärte mich nebenbei auf, dass die Ecke in der ich geparkt hatte, eine ca. 6 Meter breite Ausbuchtung des Bürgersteigs ist. Prima!

Der langen Rede kurzes Ende: Als ich heute morgen aus der Robotik-Klausur komme, finde ich dann in meinem Postfach eine Email von $Maschinenbauer, der gestern mit $Arbeitskollegin in meinem Büro war:

Ich hab heut morgen mein Auto aufsperren wollen und den falschen Schlüssel gehabt.Ich komme heute Mittag vorbei.

Nun sitze ich hier und warte auf meine Schlüssel…