Archiv für Monat: Mai 2012

Ein Tag in den Bergen

Hiking in Argentinien

Vor einiger Zeit war ich ja bekanntlich in Argentinien. Dieser Tage stolperte ich über ein Bild aus dieser Zeit, das ich noch nicht bearbeitet hatte und zu dem ich tatsächlich eine kleine Geschichte erzählen könnte. Nachdem ich nun ein wenig an den Lightroom-Knöpfen gedreht habe, hier die Geschichte.

Es begab sich, dass Fräulein Anna und ich uns in einem Hostel in Mendoza, am Rande der Anden, befanden. So richtig wussten wir nicht, was wir die kommenden Tage anstellen wollten und so fragten wir an der Rezeption nach ein paar Vorschlägen. Schnell hatte die junge Frau dort auch ein Flugblatt rausgesucht und konnte uns verschiedene Angebote präsentieren. Unter diesen Angeboten befand sich auch „Ein Hike in den Bergen“, was uns direkt sympathisch vorkam. Schließlich wollten wir, wo wir schon mal da waren, auch ein bisschen Gebirge sehen. Eine volle Flasche Wasser und feste Schuhe sollte man mitbringen, auf keinen Fall Flip-Flops tragen. Alles klar! Auf dem Bildchen daneben waren einige fröhliche Backpacker abgebildet, die bei großartigem Wetter locker flockig mit einem kleinen Rucksack durch wunderbare, aussichtsreiche Landschaft spazierten. Gebucht!

Zwei Tage später war es dann soweit. Nachdem die Tour am Tag vorher wegen schlechten Wetters abgesagt worden war, sollte es nun soweit sein. Pünktlichst standen wir im Hostel bereit, hatten uns fleißig Brote geschmiert und freuten uns auf einen schönen Tag. Unser Guide war dann auch rechtzeitig da und kam als kleinerer, recht durchtrainiert wirkender Mensch auf uns zu. Schnell waren wir in einen Kleinbus verfrachtet, holten an anderen Hostels auch noch Menschen ab und fuhren dann in Richtung Berge los. Ich schlief nach relativ kurzer Zeit ein.

Als ich wieder wach wurde, befanden wir uns auf einer Schotterpiste. Mein Blick aus dem Fenster offenbarte nichts Gutes, da war nämlich nur ein Abhang zu sehen. Und dichter Nebel und leichter Regen. Super! Endlos lange schob sich der Kleinbus mit uns die Serpentinen hoch, bis wir irgendwann auf einer Art Parkplatz ankamen. Im dichten Nebel konnte ich notdürftig einige Gebäude ausmachen, für mich sah das sehr nach einem verlassenen Bergwerk aus. Es handelte sich aber eher um eine Art Ski-Herberge, wenn auch der einfacheren Art. Und natürlich gerade geschlossen, denn es war ja „Sommer“. Jedenfalls sollte es von hier aus zu Fuß weitergehen.

Man kann vielleicht voraussehen, wie es weiterging: Die erste knappe Stunde kraxelten wir eine Ski-Piste hinauf, links und rechts von uns standen die einsamen Masten der Seilbahn. Ich habe noch selten etwas anstrengenderes unternommen. Irgendwann kam es mir so vor, als würden die Masten uns hönisch angrinsen. Unser Führer sprang fröhlich wie eine Bergziege vor uns den Berg hinauf, während ein Großteil der Gruppe doch ordentlich hinterher schnaufte. Einer unserer nicht so schnaufenden Mitwanderer erzählte dabei, dass er diese Tour als Vorbereitung auf seinen Aufstieg zum Gipfel des Aconcagua macht. Das ist der höchste Berg des verdammten gesamten amerikanischen Doppelkontinents! Unser Führer, ein echt netter Typ übrigens, ich habe leider seinen Namen vergessen, merkte auch schnell, dass hier wohl einige falschen Leute in seiner Gruppe gelandet waren und lies es dann auch ein wenig gemächlicher angehen und unterhielt uns mit netten Geschichten aus seiner Bergsteigerzeit. Ich habe seit dem großen Respekt vor Menschen, die unter diesen Konditionen noch mehr als einen halben Satz herausbringen. Denn natürlich ging es weiterhin ohne einen erkennbaren Weg bergauf. Weiterhin regnete es mal mehr oder weniger und weiterhin war durch den Nebel die Sichtweite bei vielleicht 100 Metern. Auch wenn wir inzwischen die Skipiste hinter uns gelassen hatten, war es doch immer noch steil und steinig. Die Ausweglosigkeit der Situation trieb mich voran, denn an ein Umkehren mitten im Nirgendwo war nicht zu denken. Irgendwann machte es auch nichts mehr aus, dass ich völlig durchnässt war.

Endlos zog sich der Aufstieg hin. Nach mehreren Stunden, nicht übertrieben, standen wir dann schließlich vor einem einfachen Kreuz: Der Gipfel war erreicht. Und wie das so ist, wenn man etwas anstrengendes getan hat: Ich fühlte mich unheimlich zufrieden. Dummerweise regnete es immer noch und nach wie vor sahen wir auch nicht so sonderlich viel. Und trotzdem war ich irgendwie zufrieden und schlagartig besser gelaunt. Ein paar schnelle Bilder und Brote später ging es dann auch schon wieder an den Abstieg. Nun weiß der erfahrene Wandersmann, dass ein Abstieg auch recht anstrengend ist. Aber wenigsten war ich nicht mehr so außer Puste und so konnte ich mich dann doch noch ein wenig mit unseren Mitwanderern unterhalten. Dabei erfuhren wir dann zum Beispiel, dass der Kollege mit dem blauen Auge sich sein Feilchen bei einem Überfall am Busbahnhof Retiro eingefangen hatte. Auch etwas unangenehm, denn besagter Busbahnhof war auch unser häufiger Start in unsere argentinischen Abenteuer. Ein anderer Herr erzählte davon, wie er seinen hoch bezahlten Job an den Nagel hängte und nun nur noch zeitweise und für teures Geld als Berater arbeitet, um mindestens das halbe Jahr auf Reisen sein zu können.

Gegen Ende der Tour, als wir schon fast nur noch im geraden Gelände unterwegs waren, liefen wir schließlich an einem Bächlein entlang. Dort schaffte ich es dann auch das erste Mal, meine große Kamera aus dem Rucksack zu holen und das ganz oben zu sehende Bild zu machen. Ein Bild, das vielleicht besser als jedes andere die Stimmung an diesem Tag einfängt.

Kurz darauf waren wir auch wieder am Bus. Schnell hatten wir die nassen Klamotten gegen trockene getauscht und dann fuhren wir zurück nach Mendoza, wo wir von strahlendem Sonnenschein begrüßt wurden.

Die Woche und ich – Kalenderwoche 21

Montag, 21. Mai 2012

Nicht ganz fit starte ich, frisch vom Segeln auf dem IJsselmeer zurückgekommen, in die Woche. Vor allem bin ich ziemlich müde. Auf der Arbeit gibt es eine Hochzeitstorte zu probieren und ich habe kurzzeitig einen mittelschweren Zuckerschock. Aber lecker war’s! Am Abend laufe ich zu Olli und Jule und schaue mir dort, nachdem wir noch ein wenig Dinge auf einem Grill zubereiteten, den verpassten Tatort an.

Dienstag, 22. Mai 2012

Eventuell bin ich immer noch müde oder es droht eine Krankheit bei mir einzuziehen. Ich bin jedenfalls relativ unfit und bin froh, dass ich den Tag hinter mich bringe. Am Abend diskutiere ich mit meinem Versicherungsmenschen über Hausratsversicherungen und bin positiv überrascht, wie günstig sowas doch ist. Außerdem esse ich sehr scharfen Meerrettich zu meinem Abendessen.

Mittwoch, 23. Mai 2012

Das Internet ist zum Glück ein Quell der Freude. Eigentlich beschäftige ich mich nämlich mit dem nervösen Flackern einer Menüleiste und sitze ein wenig maximal ratlos vor dem Computer. Ansonsten passiert nicht so sonderlich viel.

Donnerstag, 24. Mai 2012

Mit Coda 2 erscheint die neueste Version meines liebsten Editors, den ich mir direkt mal genauer anschaue und spontan ziemlich begeistert bin. Da macht sogar die Analyse von flackerndem Quellcode ein bisschen mehr Spaß. Am Abend setze ich mich an meinen Schreibtisch und erkunde fleißig eine neue Minecraft-Welt.

Freitag, 25. Mai 2012

Ich finde per Zufall heraus, woran das Flacker-Problem hängt und bin froh, dass ich es nicht verbrochen habe. Ich kann mich also frohen Mutes neuen Problemen zuwenden. Am Abend kümmere ich mich ein wenig um den Haushalt und lasse die Woche eher entspannt ausklingen.

Samstag, 26. Mai 2012

Natürlich stehe ich auch am Samstag früh auf! Tatsächlich mache ich das wirklich und setze mich in den Zug nach Idar-Oberstein, wo ich meine Eltern besuche. Das erste Mal für dieses Jahr, wie wir herausfinden. Das ist auch ziemlich traurig. Unterwegs unterhalte ich mich ein wenig mit dem Kundenservice der Bahn.

Den Rest des Samstages hänge ich mit meinen Eltern rum und bin ziemlich entspannt. Ich sollte auf jeden Fall öfter vorbeikommen. Da macht es mir auch fast nichts aus, dass die Telekom der Meinung ist, dass ich meine „Flatrate“ am Mobiltelefon nun ausgereizt habe.

Sonntag, 27. Mai 2012

Kaffee und Kuchen

Vermutlich möchte man mich mästen. Ich bekomme ein ausführliches Frühstück, Kuchen und am Ende auch noch Spießbraten vorgesetzt und muss dann auch noch Nachtisch essen. „Muss“, denn natürlich bin ich völlig wehrlos. Zwischendrin mache ich ein paar Computerdinge, lese eine ganze Menge und bin weiterhin entspannt. Das ist fast ein bisschen wie Urlaub. Nur das Internet könnte ein wenig schneller sein.

Segeln auf dem IJsselmeer

Ein bisschen Seegang

Das vergangene lange Wochenende habe ich auf dem Wasser verbracht. Hauptsächlich auf dem IJsselmeer, aber auch das Wattenmeer haben wir unsicher gemacht. Wie schon vor drei Jahren war ich gemeinsam mit mit einer lustigen Runde auf dem Plattbodenschiff De Vlieter unterwegs.

Mast von unten

Segeln ist ja, das geht bestimmt auch schon aus meinem Bericht vom letztjährigen Törn auf der Falado hervor, so eine Sache die ich ganz großartig finde. Die Großartigkeit von „An Deck zu sitzen und auf’s Meer schauen“ übertrifft vielleicht sogar „In der Jurte ins Feuer gucken“. Die weite Sicht, das Mitgehen des Schiffs zu den Wellen, das Plätschern derselben am Schiff. Wunderbar.

Ein Schiff auf dem MeerNije Krúspôle

Ausgehend vom Hafen in Makkum schipperten wir über einige Kanäle, übernachteten auf einer kleinen Insel namens Nije Krúspôle und fuhren vorher und nachher auf dem Kanal durch Orte. Total abgefahren, mir kam das ein wenig surreal vor. Mit einem Zwischenstopp und Übernachtung in Harlingen gelangten wir dann über das Wattenmeer auf die Insel Vlieland, wo ich mir dann bei einem nachmittäglichen Strandspaziergang auch den ersten Sonnenbrand für dieses Jahr eingefangen habe.

Stadtbesichtigung vom Schiff ausStadtbesichtigung vom Schiff ausHarlingen bei Nacht

Ansonsten bestanden die Tage, wie schon beim letzten Mal, aus (viel, vor allem Spaghetti Bolognese) essen, lesen, quatschen und schlafen. Dazwischen musste hin und wieder ein wenig beim Segel setzen, umsetzen oder einholen angepackt werden, was aber auf einem Plattbodenschiff wesentlich entspannter passiert, als auf einem Rahsegler.

Vlieland-Strand-Panorama

Viel zu schnell waren die vier Tage vorbei, das Schiff geputzt und wir alle wieder auf dem Heimweg. Die Tour schreit nach einer Wiederholung.

Die besten Browsererweiterungen für die Webentwicklung

Die besten Browsererweiterungen für die Webentwicklung

Das seit kurzem wieder aktive dr.web-Magazin stellt einige Browsererweiterungen für den ambitionierten Webentwickler vor. Einige davon kenne ich noch gar nicht und muss ich mir auch mal genauer anschauen. Etwas traurig stimmt mich, dass es nach wie vor scheinbar keine gescheite Lösung für den Internet Explorer gibt. Da könnte ich sowas ja am ehesten gebrauchen. Andere Browser machen meistens ziemlich genau das, was ich von ihnen will.

Endlich online: Die Videos der Sessions vom 29. Multimediatreff

YouTube-Vorschaubild

Das hat ja nun schon eine ganze Weile gedauert, aber dafür kann sich die Qualität auch sehen lassen: Bei YouTube sind nun alle Aufnahmen vom 29. Multimediatreff zu sehen. Ich hatte ja schon in einem anderen Beitrag darüber geschrieben, was ich von den einzelnen Sessions des Multimediatreffs hielt. Vielleicht hat ja der ein oder andere Zeit und Lust, mal reinzuschauen. Zusätzlich zu den Videos gibt es auch noch Interviews mit einigen der Vortragenden zu sehen, die allerdings schon ein wenig länger online sind.

Besonders empfehlen möchte ich die Vorträge von Peter Kröner (HTML5 Polyfills – Der Kampf gegen ältere Browser) und Mario Heiderich (Wie Angreifer ganz ohne JavaScript an Deine wertvollen Daten kommen), letzteren habe ich auch direkt hier mal eingebunden. Bestimmt bleibt dem ein oder anderen dabei genau so der Mund offen stehen wie mir.

Coda 2. And introducing Diet Coda.

Coda 2. And introducing Diet Coda.

Hurra! Panic hat für übermorgen (!) eine neue Version meines liebsten Editors Coda angekündigt. Ich habe mich seinerzeit lange darum gedrückt, wirklich Geld für Coda auszugeben. Am Ende war das aber doch eine gute Entscheidung, ich möchte das Programm nicht mehr missen. Alleine der integrierte FTP-Client auf Transmit-Basis und die Projektverwaltung sind schon das Geld wert. Die auf der Webseite gezeigten neuen Features lassen mich schon ein wenig sabbern.

Außerdem gibt es dann übermorgen auch Diet Coda, was wohl eine abgespeckte Variante für das iPad sein wird. Jedenfalls klingt „Make quick web fixes on the go“ so für mich. Ich bin sehr gespannt.

Die Woche und ich – Kalenderwoche 20

Montag, 14. Mai 2012

„Commit am Morgen bringt Kummer und Sorgen…“, dachte ich mir fast. Aber es ging alles glatt. Der Tag ging dann auch recht schnell vorbei. Ich bestellte eine Domain, mit der ich gerne etwas anfangen würde und verbrachte den Abend entspannt lesend.

Dienstag, 15. Mai 2012

Ich wundere mich über Menschen. Schon am frühen Morgen. Das Internet ist ein Quell des Frohsinns, so lange man es nicht persönlich nimmt. Außerdem bastele ich wieder ein wenig in und mit SASS und Compass herum und werde ein wenig sicherer damit. Am Abend packe ich dann meinen Rucksack. Diese Woche wird kurz und schon am Mittwoch soll es direkt nach der Arbeit zum Segeln auf das IJsselmeer gehen.

Mittwoch, 16. Mai 2012

Nachdem ich dem Kollegen erst mal das Mayorship für die Firma abgenommen habe, kann der Tag ja nur gut werden. Deshalb klappt auch alles recht prima was ich mir so über Nacht ausdachte. Und so ist schnell Feierabend-Zeit, der Rest meines Krams in den Rucksack gepackt und schon befinden wir uns auf dem Weg nach Makkum in den Niederlanden.

Und was dann passierte, lesen wir ein anderes Mal.

Ich bin die Böse

Ich bin die Böse

Trotzdem muss ich mir immer wieder anhören, wie böse wir Internetmenschen sind, weil wir immer nur alles umsonst haben wollen und nicht mehr bereit wären, Geld für Kunst zu bezahlen. Liebe Urheber, ich bin sehr wohl dafür, dass ihr Geld für das bekommt, was ihr macht. […]
Trotzdem funktioniert die Art, wie das Urheberrecht gehandhabt wird in meinen Augen nicht mehr und ich habe schlicht und einfach ein Problem damit, als jemand, der von dem ihm zur Verfügung stehenden Geld einen nicht unerheblichen Anteil sehr, sehr direkt in vom Urheberrecht betroffene Konsumgüter und Veranstaltungen steckt, dann noch kriminalisiert zu werden.

Großartig. Anne Schüßler schreibt mir aus dem Herzen und klingt dabei sehr vernünftig und nicht so wütend, wie das bei einem entsprechenden Text von mir gewesen wäre. Und weil das mit dem Teilen im Internet eine wirklich großartige Sache ist, habe ich einfach einen Block aus ihrem Text hier bei mir eingebaut und verlinke auf ihren Beitrag damit alle den lesen.

Die Woche und ich – Kalenderwoche 19

Montag, 07.05.2012

Ich schaffe es endlich, mich mal ausführlich mit SCSS zu beschäftigen und bin innerhalb kurzer Zeit in den CSS-Precompiler verliebt. Der Rest des Tages geht dementsprechend schnell rum. Ich habe leider keine Erinnerung daran, was ich nach Feierabend tat.

Dienstag, 08.05.2012

Am Morgen bin ich schnell mit nerviger Arbeit durch und kann weiter vor mich hin probieren. Vermutlich werde ich die kommenden Monate auf der Arbeit eine Menge Spaß haben. Des Abends beschäftige ich mich ein wenig mit Minecraft und lese anschließend vermutlich wieder zu lange in meinem Buch.

Mittwoch, 09.05.2012

Das Internet zeigt mir, wie 10000 Menschen Beethovens „Ode an die Freude“ singen. Das finde ich recht großartig.

[Das Video gibt es leider nicht mehr.]

Am Abend unterhalte ich mich mit Fräulein Anna über einen Sommerurlaub. So recht können wir uns noch nicht entscheiden. Wir denken darüber nach, alles einfach mal spontan auf uns zukommen zu lassen. Außerdem recherchieren wir aber auch mal ein wenig in Richtung französischer Küste.

Donnerstag, 10.05.2012

CSS-Spielerei, Level 2: Compass. Ich freunde mich mit vorgefertigten Mixins an und bin begeistert, wie viel schneller ich allerlei CSS3-Kram eingebaut bekomme. Automatisch generierte CSS-Sprites sind schon ziemlich geiler Scheiß. Am Abend geht es dann ins Kino, Dark Shadows überzeugt mich leider wenig.

Freitag, 11.05.2012

Die Bahn lässt mich am Morgen schon das zweite Mal für diese Woche ewig warten. Ich schließe ein schon länger laufendes Projekt ab und bin ziemlich froh das hinter mir zu haben. Ich lerne einiges über Kindererziehung.

Abends gibt es Schnitzel Hollandaise und dazu Wir kaufen einen Zoo, der mir recht gut gefällt. Ansonsten passiert nichts spannendes. Frühes Zubettgehen ist eine gute Vorbereitung auf den Samstagabend, der länger werden soll.

Samstag, 12.05.2012

Ausgeschlafen starte ich in den Tag. Gemeinsam mit Fräulein Anna stecke ich ein Pappgeweih zusammen, dass zwar leider nicht ganz so groß ist, wie wir das erwartet hatten, aber dennoch recht hübsch an der Wand aussieht. Außerdem tätigen wir einen Gartenmöbel-Spontankauf, nun muss man nicht mehr auf dem Terrassenboden sitzen. Großartig! Dann ist der Nachmittag auch schnell vorbei und es geht los zur Hochzeitsparty von Shirley und Thomas. Ich habe großen Spaß, spacke ein wenig rum und esse gut. Recht schnell ist es auch spät und ich fahre angetrunkene Menschen nach Hause.

Sonntag, 13.05.2012

Noch ausgeschlafener starten wir in einen recht gammeligen Sonntag. Ich lese etwa 300 Seiten im sechsten „Lied von Eis und Feuer“-Buch, das mich gerade sehr fesselt. Nachdem ich meiner Bürgerpflicht nachgekommen bin, telefoniere ich aus Muttertagsgründen mit Frau Muttern, lese noch mehr und lasse mich schließlich von einem eher so mittelguten Tatort eher so mittelgut unterhalten. Anschließend verbringen Fräulein Anna und ich noch eine gute Stunde damit, den interaktiven Teil des Tatorts im Internet zu ergründen. Leider schaffen wir es nicht auf Anhieb, den Mörder herauszubekommen und geben schließlich sehr müde auf.

Wir kaufen einen Zoo

YouTube-Vorschaubild

Gestern: Wir kaufen einen Zoo. Matt Damons Frau stirbt, sein Sohn fliegt von der Schule und er ist mit der Situation überfordert, weswegen er einen Zoo kauft in dem Scarlett Johansson arbeitet. Der Zoo ist stark renovierungsbedürftig und will wiedereröffnet werden.

Wir kaufen einen Zoo ist übrigens genau so berechenbar, wie der Trailer verspricht. Eine ziemlich typische amerikanische Klischee-Geschichte mit Tieren. Natürlich geht alles gut aus. Aber der Film ist dabei schön gemacht. Matt Damon zeigt, dass er nicht immer rumballern muss. Das finde ich gut, denn ich mag den Mann. Außerdem sollte man sich den Film aus folgendem Grund anschauen: Scarlett Johansson spielt mit und ist großartig.

Beindruckend, wie einem ein Film gefallen kann wenn die Erwartungen nur richtig gesetzt sind. Fazit: Den Film kann man sich ansehen, das ist keine Zeitverschwendung. 3 von 5 Sternen.