Archiv für Monat: Mai 2016

Hunderttausend Schritte

Gestern Abend, so gegen zehn Uhr habe ich nicht, wie eigentlich geplant, gebloggt. Ein Beitrag für die vergangene Woche fehlte noch. Statt dessen bin ich nochmal eine Runde um den Block. Warum? Es gab ein Ziel zu erreichen!

Hunderttausend, in Zahlen: 100.000, Schritte waren voll zu machen. Nicht in einem Jahr, nicht in einem Monat. In einer Woche. Das war mir, seit der Einführung des Schrittzählers vor ziemlich genau dreizehn Monaten, noch nicht gelungen. Normalerweise dümpele ich mehr so ein bisschen zwischen siebzig- und achtzigtausend Schritten rum. Jetzt bin ich ein bisschen stolz, denn anderen Leuten gelingt das ständig. Bei mir klappte das diese Woche mal, weil ich Pfingstmontag einen kleinen Ausflug mit Fräulein Anna unternommen hatte (davon gibt es auch noch Bilder, die es zu bearbeiten gilt) und jetzt am Wochenende noch einmal eine kleine Wanderung mit meinem Pfadfinderstamm unternommen habe (und Bilder geknipst habe, Lightroom ist gerade ziemlich voll mit unbearbeiteten Bildern). So kamen schon fast zwanzigtausend Schritte mehr als sonst zusammen.

Aber wie kam ich eigentlich drauf? Letztes Jahr habe ich irgendwann festgestellt, dass mir der Besuch im Fitti vielleicht auch gut tut, aber vor allem eine öde Quälerei ist. Vielleicht bin ich da einfach nicht für, jedenfalls bin ich irgendwann nicht mehr hin gegangen. Aber: Bewegung, insbesondere in Form von Spaziergängen mag ich ja schon. Und so sprang ich auf den gerade losfahrenden Trend-Zug der Schrittzählerbesitzer und fing an, so ein Ding mit mir herumzutragen. So als Motivationshilfe hauptsächlich.

Schnell stellte ich fest, dass das mit den voreingestellten zehntausend Schritten pro Tag gar nicht so einfach ist. Irgendwo zwischen sechs- und siebentausend liegt mein eigentlicher Durchschnitt. Das bedeutet: Morgens und/oder Abends darf ich nicht einfach in die mehr oder weniger direkt vor der Haustür haltende Bahn steigen, sondern lieber mal noch ein oder zwei Stationen weit laufen. Das macht aber nichts – ein kleiner Spaziergang durch die Stadt hat noch keinem weh getan. Nach Feierabend winkt hier auch immer noch ein Espresso als Belohnung.
Da das aber meistens noch nicht reicht, muss Abends sehr oft noch eine Runde um die Poppelsdorfer Allee angehängt werden. Da bin ich schon ein kleines bisschen stolz, wie oft ich den inneren Schweinehund überwinde um den kleinen Zähler in meiner Tasche auf eine fünfstellige Zahl zu bekommen. Manchmal fällt es mir richtig schwer, mich nach dem Abendessen noch einmal aufzuraffen, die Schuhe zu binden und los zu ziehen. Etwa acht Kilometer am Tag mache ich so auf jeden Fall. Neben der Bewegung bringt mir das Ganze auch noch etwas: Ein bisschen Zeit zum Nachdenken, zum telefonieren, Musik und Podcasts hören. Zu Hause kommt man dazu ja nicht, es ist ja doch immer irgendwas zu tun.

Ich habe schon lange nichts mehr mit einer solchen Ausdauer gemacht, wie die Spaziererei. An dem Ball bleibe ich auf jeden Fall dran. Dass mich die hunderttausend Schritte nun 5 Euro bei den Ironbloggern gekostet haben, macht mir da nichts aus.

Ein bisschen Musik zur Vorbereitung: Immergut Festival 2016

Dieses Jahr geht es wieder auf das Immergut-Festival in Neustrelitz auf der Mecklenburgischen Seenplatte. Da war ich ja jetzt in den letzten Jahren schon ein paar Mal, ich berichtete davon. Das Schöne am Immergut ist ja immer ein bisschen, dass ich die meisten Bands, die dort spielen, noch gar nicht kenne. Umso besser, dass ich dafür aber schon ein paar Musikgruppen dort kennenlernte, die ich immer wieder gerne höre. Die Isländer von FM Belfast zum Beispiel, oder auch die Jungs und das Mädel von Team Me! Deshalb bin ich immer wieder sehr gespannt, was mich da so an Musik erwartet.

Dieses Jahr kann ich mich auf Get Well Soon freuen. Aufmerksame Leser dieser Bloggeschichte hier wissen, dass ich großer Fan von Herrn Gropper und seiner Musik bin. Da es dieses Jahr leider keine offiziell bereitgestellte Musikliste bei Spotify gibt, habe ich selbst ein bisschen Hand anlegen müssen und eine Liste zusammengestellt. Dazu warf ich einfach mal wahllos die fünf meist gespielten Titel zusammen. Damit kann ich mich schon mal ein bisschen einhören und überlegen, wen ich unbedingt sehen will. Angst, etwas zu verpassen, muss ich nicht haben – beim Immergut spielen die Bands ganz brav nacheinander auf einer der drei Bühnen.

Dieser feine Trailer lässt die Vorfreude noch ein bisschen wachsen. Ick freu mir!

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Das Bauhaus in der Bundeskunsthalle

Sonntags. Elternbesuch. Da muss ein Programm her! Vergangenes Wochenende stand deshalb ein Besuch in der Bundeskunsthalle an. Dort ist noch bis Mitte August die Ausstellung „DAS BAUHAUS – Alles ist Design“ rund um die berühmte Kunst-, Design- und Architektur-Schule. Der Eintritt kostet 10 Euro.

So ein bisschen was weiß man ja zu dem Thema schon – in meinem Fall war das aber dann gar nicht so viel. Und so lernte ich in den gut zwei Stunden, die wir uns da herumtrieben, ganz schön was dazu. So wusste ich zum Beispiel nicht, dass die Schule nicht nur in Weimar, sondern auch in Dessau und Berlin saß. Viele zeitgenössische Dokumente beschreiben die Geschichte der Institution und zeigen wie die Werkstätten und Ateliers seinerzeit aussahen. Bilder von Bauhaus-typischen Gebäuden dürfen natürlich auch nicht fehlen. Dazu gibt es dann zahlreiche Ausstellungsstücke, sowohl älteren als auch neueren Datums – neben den vermutlich sehr bekannten Möbeln sind da auch Kaffeemaschinen und ziemlich schicke Lampen dabei.

Und: Kunst! Manchmal weiß man ja nicht so genau, wo Design aufhört und Kunst anfängt – oder umgekehrt. Und so gehören neben den vielen Alltagsgegenständen auch Installationen aus bunten Vasen, Bilder, Renderings und Videos von Tanzvorführungen zur Ausstellung. Und: Ein Minecraft-Video! Ich war vermutlich der Einzige der älter als zehn Jahre war, der das irgendwie cool fand.

Ich hätte mich da durchaus noch eine ganze Weile verdulden können. Leider war die Belüftung in den Räumlichkeiten nicht so besonders und die Beleuchtung auch irgendwie ermüdend. So war irgendwann für mich die Luft raus. Das fand ich fast ein bisschen schade. Empfehlen kann ich die Ausstellung trotzdem.