Archiv für Monat: November 2016

Build- und Deployment-Plan mit Bitbucket Pipelines

Ich erzähle das ja gerne herum: Meinen Bastelkram lege ich in Repositories bei Bitbucket ab. Fast alles was ich so tue und probiere steht unter Versionskontrolle.

Unter anderem liegt dort auch das Theme dieses Blogs, an dem ich ziemlich regelmäßig Dinge ausprobiere und verändere. Das entwickele ich auf meinem eigenen Computer, committe und pushe meine Änderungen in das bei Bitbucket liegende Git-Repository. Dann verbinde ich mich per SSH auf meinen Server bei Uberspace und mache dort ein git pull. Meine Änderungen werden heruntergeladen. Dann sind die neuen Dateien online. So weit, so kompliziert.

Als dann letztens in meinem Postfach die Einladung zum Test von Bitbucket Pipelines vorfand, hatte ich gleich eine Idee in meinem Kopf: Als großer Freund von Automatismen dachte ich natürlich gleich daran, den oben beschriebenen Vorgang zu automatisieren. Gleichzeitig würde ich auch gerne die kompilierten Assets, also die aus dem SCSS generierten CSS-Dateien, das konkattenierte und minifizierte Javascript, die optimierten SVG-Dateien und das SVG-Sprite aus dem Repository löschen. Die werden nur auf dem ausliefernden Server gebraucht, sie müssen nicht unter Versionskontrolle stehen.

Bitbucket Pipelines bietet einem die Möglichkeit in einem Docker-Container anhand einer Konfigurationsdatei verschiedene Aktionen auszuführen. Mit ein bisschen Probiererei kam dann am Ende diese bitbucket-pipelines.yml-Datei heraus:

# barabal-gerstle-theme build and deployment for dertagundich.de

# use node-image to build the theme-assets
image: node:4.6.0

pipelines:
  branches:
    # only build master-branch
    master:
      - step:
          script:
            # install needed tools and build assets
            - npm install
            - node_modules/.bin/gulp build
            # prepare ssh-connection to uberspace
            - mkdir -p ~/.ssh
            - cat my_known_hosts >> ~/.ssh/known_hosts
            - (umask  077 ; echo $MY_SSH_KEY | base64 --decode > ~/.ssh/id_rsa)
            # remove unneccessary files before deployment
            - rm -rf node_modules
            - rm -rf source
            # copy files to uberspace
            - scp -r * username@host.uberspace.de:~/domain.tld/wp-content/themes/theme-autodeploy

Ein paar Anmerkungen, auch wenn eigentlich schon alles in den Kommentaren steht:

  • Ich benutze einen node-Docker-Container zum Bauen meiner Dateien.
  • Es wird nur auf Änderungen im Master-Branch meines Themes reagiert.
  • Als erstes werden dann die zum Bauen des Themes notwendigen Werkzeuge per npm installiert. Und die Quelldateien dann von einem gulp-Task gebaut.
  • Anschließend wird der Docker-Container so präpariert, dass man sich per SSH auf meinen Uberspace verbinden kann. Ich habe mich dabei an diese Anleitung hier gehalten. Da ist alles gut erklärt und einfach nachzuvollziehen.
  • Die im Ordner „node_modules“ gespeicherten Werkzeuge und die Quelldateien im Ordner „source“ braucht es im Livesystem nicht. Deshalb werden die mal schön vor dem Kopieren gelöscht.
  • Schließlich werden die für das Ausspielen des Themes notwendigen Dateien auf den Uberspace kopiert.

Um die zwei Minuten dauert das alles im Schnitt, ich bin mit der Lösung sehr zufrieden. Gerade wenn eine Kleinigkeit am Theme zu machen ist, spare ich mir eine Menge Aufwand. Einfach die Änderung in den Master pushen. Zwei Minuten später ist alles fertig.

Hashtag MiMiMiMi

Wie angekündigt sitze ich gestern Abend im Friedrichs Coffeeshop, nicht weit von meinem Zuhause entfernt. Ich war vorbereitend nicht nur beim Frisör und hatte ein Hemd angezogen, sondern bin auch schrecklich aufgeregt. #MiMiMiMi, Ausgabe Nummer fünf und ich bin einer der „Autoren“ die etwas vortragen. Man erinnere mich daran, gleich mein XING-Profil entsprechend upzudaten: Martin Schneider, Internetdingser und Autor.

Es ist ja eine Sache, in diesem Internet das Maul aufzureissen. Eine ganz andere ist es dann, sich vor Menschen zu setzen und das vorzulesen. Ich jedenfalls bin wirklich aufgeregt. Das wird auch nicht besser, als ich sehe und höre wie die Menschen vor mir ihre Texte vortragen. Die sind manchmal witzig, manchmal nachdenklich. Christiane liest neben einem echt guten selbstgeschriebenen Text auch von Glückskeksen vor. Die Latte liegt hoch.

MiMiMiMi - Veranstalter und Autoren

Ich habe keine Ahnung wie man ein Mikrofon richtig hält. Ist das Ding überhaupt an? Johannes lobt mich für die Bilder, die ich normalerweise im Blog zeige und vielleicht hätte ich doch besser eine kleine Dia-Show vorbereitet. Zumindest gefühlt ist die Mimik der Menschen in der ersten Reihe ziemlich versteinert, als ich anfange von meinen morgendlichen Erlebnissen beim Bäcker vorzutragen. Als ich mir später die Aufzeichnung des Facebook-Livestreams anschaue, meine ich aber doch den ein oder anderen Lacher im Hintergrund zu hören. Dennoch: Für nächstes Mal übe ich das laute Vorlesen wohl mal ein bisschen. Dass ich das nicht so oft mache merkt man. Jedenfalls kann ich mir gut vorstellen, mal wieder Menschen etwas vorzulesen. Und ich kann mir noch besser vorstellen, mehr Alltäglich belangloses niederzuschreiben.

Da ich Vortragender Nummer sieben bin, geht es nach mir recht schnell. Die Texte handeln von Lebensplanung und Abschieden. Christoph beschließt den Abend mit gleich drei Stücken aus seiner Feder. Und dann ist die Veranstaltung nach guten zweieinhalb Stunden auch schon vorbei. Es gibt Bier. Man redet. Da weder Fräulein Anna noch ich etwas zu Abend gegessen haben, machen wir uns zeitig aus dem Staub.

Vielen Dank Sylvia und Johannes für’s organisieren. Und danke an Sascha für den Livestream auf der MiMiMiMi-Facebookseite. Den kann man sich dort auch nochmals anschauen. Wer sich besonders für mich interessiert kann die erste Stunde und achtundzwanzig Minuten überspringen, man verpasst dann natürlich was. Zum Beispiel Sven, der mich an Lurchi den Salamander erinnerte. Also nicht Sven selbst, sondern sein Text. Ich war Fan!

Hundreds im Stadtgarten

Hundreds im Stadtgarten

Gestern Abend: Hundreds aus Hamburg im Kölner Stadtgarten. Anlass ist die Veröffentlichung des Albums „Wilderness“, in das ich seit letzten Freitag schon ein bisschen reingehört hatte. Ich freue mich schon eine ganze Weile auf die Veranstaltung. Kaum zu glauben, dass mein letztes Konzert der Band schon Anfang 2015 war.

So bin ich ein bisschen panisch, als ich feststelle dass die Karten scheinbar nie bei mir angekommen sind. Bei Kölnticket am Telefon ist man allerdings sehr verständnisvoll und so habe ich ein paar Mails später ein Ersatz-Schreiben zum Ausdrucken und jemand hat bei den Veranstaltern angerufen. Fräulein Anna und ich kommen anstandslos in die Halle.

Die Vorband, Odd Beholder ist ok. So richtig zu begeistern weiß sie mich aber nicht. Dafür bieten die Geschwister Milner ein solides Konzert. Neben den bekannten und gern gehörten Titeln wie „Happy Virus“ oder „Grab The Sunset“ aus den älteren Alben waren dann natürlich auch viele von der neuen Platte dabei. Eine gesunde Mischung. Untermalt wird die Show von allerlei Animationen, die im Hintergrund der Band großflächig projeziert werden. Gut gefällt mir am Schluß des Konzerts das sehr lange instrumentale Ende des letzten Titels.

Noch ein bisschen besser hätte mir das Konzert gefallen, wenn nicht die beiden ständig quatschenden Konzert-Trottel vor uns gestanden hätten. Ich habe nicht so besonders viel Verständnis dafür, wenn Menschen während Musikveranstaltungen Unterhaltungen führen. Vom ständigen rumstehen auf meinen Füßen wollen wir mal nicht reden. Ein absolutes Highlight ist dann aber die Situation, in der die beiden es total witzig finden einen groß gewachsenen Mann, der ihnen die Sicht verstellt, von hinten zu fotografieren und filmen. Während sie mir das Gleiche mit Hilfe ihrer hochstehen Hipster-Bommelmützen antun. Trottel.

Eine Ankündigung: #MiMiMiMi

Ich hatte das ein bisschen anders eingeschätzt: Johannes muss ein echt verzweifelter Mensch sein. Wie sollte er sonst auf die Idee gekommen sein, gerade mich anzuschreiben, als er auf der Suche nach Menschen war die bei der vierten Ausgabe von #MiMiMiMi etwas vortragen möchten. Nach kurzem Zögern sagte ich zu.

Hashtag Mimimimi

Nun bin ich ein bisschen gespannt wie das wohl ist, in der Öffentlichkeit etwas vorzulesen. Und ich bin gespannt wie sehr ich die Menschen dort langweilen werde. Schließlich lesen neben mir unter anderem auch so Leute wie Carsten oder Christoph, die das sogar richtig können. Also lesen. Und vor allem schreiben.

Für meinen Auftritt habe ich auch schon einen Text rausgesucht, der zumindest mit der Intension geschrieben wurde ein wenig witzig zu sein. Und vielleicht übe ich den auch nochmal. Sicher ist sicher. Wer sich das Elend antun möchte ist natürlich herzlich eingeladen. Der Eintritt ist zwar frei, aber eine Karte muss man trotzdem reservieren. Das geht über die oben verlinkte MiMiMiMi-Seite.

Jedenfalls bin ich jetzt schon ganz furchtbar ein bisschen aufgeregt. Gehe ich wohl noch zum Frisör? Was ziehe ich bloß an? Herrje.

Bonn leuchtet

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Auf meinem Heimweg waren mir in der Stadt schon die Menschen aufgefallen die mit allerlei Lampen hantierten. Das hätte ich vielleicht auch wieder vergessen, wäre mir nicht ein Artikel im General-Anzeiger untergekommen, in dem wurde auf die Lichtinstallationen hingewiesen wurde. Die werden im Auftrag des Vereins city-marketing bonn im Rahmen der Aktion „Bonn leuchtet“ angebracht. Jedenfalls schnallte ich mir gestern Abend, statt auf dem Sofa zu vergammeln, kurzerhand den Rucksack auf, nahm das Stativ in die Hand und los gings.

Beim Fotografieren vergesse ich immer die Zeit. Schnell waren zwei Stunden vorbei und ich habe nicht mal alle Stellen abgeklappert, an denen Gebäude und Skulpturen beleuchtet sind. Ein bisschen überraschte mich, dass ich in der ganzen Zeit nur einem anderen Menschen mit Stativ und Kamera begegnete. Als ich im Frühjahr unterwegs war um die Kirschblüten in der Altstadt zu fotografieren, sah das ja anders aus.

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Besonders gut gefallen hat mir das Sterntor, was nicht nur von einer Seite bunt angestrahlt wurde. Da turnte ich eine ganze Weile rum, auch die unfassbar partybereiten Schüler mit den beeindruckend lauten Bluetooth-Lautsprechern im Hintergrund störten da kaum. Mehr schon die ganzen Menschen die mir mit ihren Telefonen ins Bild rannten.

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