Archiv für Monat: Dezember 2016

Sechzehn, siebzehn

Zweitausendsechzehn

2016 bin ich ganz schön rumgekommen.
2016 bin ich ganz schön rumgekommen.

Hier kommt nun der, inzwischen wohl schon tradionelle, Jammer-Absatz über das vergangene Jahr. Dieses Jahr plagten mich, nachdem mir die Hausärztin im Frühjahr noch eine herausragende Gesundheit attestiert hatte, vor allem Rückenschmerzen. Die fingen an, als ich meinen Körper mit den Vorbereitungen für den Firmenlauf malträtierte. Sport, Mord und so. Das ist wieder besser geworden. Aber immer noch nicht gut. Ab kommenden Januar bin ich nun beim Reha-Sport. Ich bin gespannt! Ansonsten alles beim Alten. Martin ist durchgängig genervt und unzufrieden. Warum und worüber auch immer. Wenn ich das wüsste, wäre ich es vielleicht nicht.

Aber! Rückblickend betrachtet, war auch alles gar nicht so schlecht. Ich hatte vor allem auch viele schöne und spannende Erlebnisse. Da waren zum Beispiel gleich zwei tolle Urlaube! Zuerst mal machte ich mit Fräulein Anna zu Beginn des Sommers die Lofoten unsicher. Da bin ich dem geneigten Blogleser noch einen ausführlichen Bericht und die dazugehörigen Bilder schuldig. Das hier folgende zum Beispiel. Leider war das Wetter nicht immer so großartig.

Großartige Aussicht auf den Lofoten

Bereits abgeschlossen habe ich den Berichtsteil des zweiten großen Urlaubs. Ende des Jahres flog ich dann mit meiner Familie noch ein paar Tage nach New York. Das hatte ich schon lange auf meiner Liste und es hat meinen Erwartungen ziemlich entsprochen.

Was war noch? Ich habe fotografiert. Ziemlich viel sogar. Wenn man alle Urlaubsbilder mitzählt, sind es am Ende etwas mehr als 140 Gigabyte RAW-Bilder geworden. Nachdem ich anfangs des Jahres meine Ausrüstung fast komplett ausgetauscht und aufgerüstet hatte, war ich das mindestens meinem Gewissen schuldig. Und ich hatte großen Spaß dabei, ich finde bei fast nichts anderem so viel Ablenkung. Natürlich spielt auch hier herein, dass ich immer wieder dazulerne und noch viel auszuprobieren habe.

Zweitausendsiebzehn

Kommen wir zu den guten Vorsätzen. Ich mache mir da jedes Jahr ein paar Gedanken, was man denn mal so tun könnte. Auf der Arbeit habe ich gelernt meßbare Ziele zu definieren. Mal schauen was mir da so einfällt.

Best of 2016 bei Instagram
Zweitausendsechzehn veröffentlichte ich im Schnitt ein Foto pro Woche. Da geht doch was!

Zweitausendsiebzehn möchte ich von einigen Dingen mehr. Mehr rausgehen und Fotos machen, mehr (und vielleicht etwas anspruchsvollere) Bücher lesen, mehr Musik hören und Konzerte besuchen. Vielleicht wieder zwölf Stück? Jeden Monat eines?
Vor allem möchte ich aber wieder mehr Inhalt produzieren. Ich mag dieses Blogdings vor allem auch gerne, weil es ja zu aller erst ein Tagebuch ist. Deshalb nehme ich mir, natürlich nicht zum ersten Mal, wieder vor hier mehr reinzuschreiben. Dieses Jahr habe ich im Schnitt 1,1 Blogeinträge pro Woche produziert. Mal gucken, ob wir das nicht verdoppeln können! Zwei Mal in der Woche sollte sich doch was veröffentlichen lassen!
Und wenn ich es dann noch schaffe das ein oder andere Kilo Bauchumfang loszuwerden, bin ich sicherlich schon ein deutlich zufriedenerer Mensch. Hier möchte ich mir aber mit voller Absicht kein Ziel setzen. Weniger ist besser. Punkt.

Einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr!

Nachweihnachtlicher Sonnenuntergangs-Spaziergang

Weihnachten. Die Tage im Jahr, wo ich traditionell nicht so besonders viel Bewegung bekomme. Dieses Jahr kommt es mir besonders wenig vor. Teilweise habe ich das Gefühl, dass meine Beine nach Bewegung schreien.

Nachdem das Wetter dieser Tage eher eklig war, strahlte dann spätestens heute Mittag die Sonne und so packte ich den Rucksack mit meinem Fotokram auf den Rücken, nahm die Kamera in die Hand und zog los. Hinter dem Heimatdorf geht es den Hang hinauf und dann steht man am Rande des Übungsgeländes der örtlichen Artillerieschule. Dort ging die Sonne gerade unter und ich machte ein paar Bilder. Richtig schön ist es, ich bin viel zu warm angezogen.

Weg zur SonneMilitärischer SicherheitsbereichSonnenschranke

Natürlich habe ich mich wieder nicht getraut, mich die paar Meter zu dem Panzerwrack auf dem Übungsgelände zu sneaken. Irgendwann werde auch ich noch mutig! Meine kleine Spazierrunde beendete ich dann schnellen Schrittes. Kurz bevor die Sonne hinter dem Horizont verschwinden wollte, zog es auch wieder zu und dann war es auch ganz schnell wieder ungemütlich.

Martin on Ice

Eislaufen

Endspurt! Knapp vor Weihnachten gehe ich ein bisschen am Stock, fühle mich unterschwellig krank. Es wird Zeit für einen kleinen Urlaub. So bringe ich meine Arbeitstage hinter mich und couche hart in der restlichen Zeit. Nur einen Abend quetsche ich mich durch die Stadt und kaufe noch das ein oder andere Weihnachtsgeschenk.

Als ich letztens mit Fräulein Anna an der Eislaufbahn vorbeilief, rutschte mir heraus, dass ich noch nie auf einer eben solchen mit Schlittschuhen unterwegs war. Dumm gelaufen, in vielerlei Hinsicht: Am Mittwoch-Abend finde ich mich dann auf Kufen wieder auf der Eisfläche. Und wenn ich vorher schon (nur des Spaßes wegen) viel gejammert hatte, so macht mir das dann doch auch ein bisschen Spaß. Natürlich stakse ich zuerst nur rum, um dann an die Hand genommen zu werden und doch die ein oder andere Runde drehen zu können. Nach knapp anderthalb Stunden werden mir die Beine ein bisschen schwer – kein Wunder, dass ich die darauf folgenden Tage auch ein bisschen Muskelkater habe.

Und dann ist zumindest die Arbeitswoche schnell vorbei. Nach einem kurzen Frühstück brechen das Fräulein und ich am Donnerstag in unterschiedliche Richtungen auf. Mir wird erst auf dem Weg zu meinen Eltern bewusst, wie lange ich jetzt tatsächlich unterwegs sein werde. Ganze sechs Tage. Verrückt!

Da ich am zweiundzwanzigsten Dezember noch ein bisschen vor der großen Reisewelle bin, fahre ich ganz unkompliziert bis in die alte Heimat. Die Deutsche Bahn und Vlexx (warum auch immer) bringen mich zuverlässige und bequem nach Idar-Oberstein. Einzig die beiden Helmuts in der Schlange in Mainzer Starbucks stiften Verwirrung. Und einer klaut mir glaube ich auch meinen Espresso.

Bei meinen Eltern angekommen ist gar nicht so viel zu tun. Ich helfe beim Einkauf, kann mich ansonsten aber wirklich zurücklehnen. Sogar das letzte Windows-Update auf dem elterlichen Computer ist erst wenige Tage alt. Den Freitagabend verbringe ich mit netten Menschen in der Stadt und treffe auf den ein oder anderen alten Bekannten – aber auf nicht so viele, wie ich vielleicht auch vermutet hätte.

Und dann ist heiliger Abend – es gibt Essen und Geschenke. In der Reihenfolge. Scheinbar bin ich aus dem Alter heraus, wo mir die Vorfreude auf Geschenke potentiell den Appetit verdirbt. Am ersten Feiertag ist Verwandtschaftsbesuch angesagt. Ich bin immer noch unsicher, wie mein Verwandtschaftsgrad zur Tochter meines Cousins ist – war aber auch bisher zu faul um mir die Lösung zu ergoogeln.

Kalenderwoche 51 als Karte

Die Groß- und Kleinschreibung der Überschrift überprüfte ich übrigens unter Zuhilfenahme des nützlichen Eingabefeldes auf headlinecapitalization.com. Danke für den Tipp, Dominik. Ebenso für das kleine Skript, dass aus meinen Moves.app-Daten diese schicke Karte oben gezeichnet hat.

New York: Der letzte Tag! Top Of The Rock und das Intrepid Sea, Air & Space Museum

Strahlender Sonnenschein begrüßt uns am letzten Tag unserer Reise. Inzwischen irgendwie typisch für meine Urlaube in der letzten Zeit: Am Ende wird das Wetter immer noch gut genug, als das man sich ausreichend über das schlechte vorher ärgern kann. Aber egal: Der Flieger geht erst am Abend und so haben wir noch ein bisschen Zeit ein paar Programmpunkte abzuhaken.

Während es Frau Schwester heute nach Coney Island zieht, schließe ich mich, nach einigen Entscheidungsfindungs-Schwierigkeiten, meinen Eltern an und wir spazieren zum Rockefeller Center. „Top Of The Rock“ heißt die Aussichtsplattform dort oben, die mir mehrfach empfohlen wurde. Wir hatten ja die Tage schon einmal einen Besuchsversuch gestartet. Heute ist bestes Aussichtswetter – vielleicht ist es ganz gut, dass wir den Programmpunkt aufgehoben haben.

Am Rockefeller Center angekommen erwartet uns heute keine lange Warterei. Nur eine gute Viertelstunde müssen wir im Untergeschoss totschlagen, bevor wir in den ersten Fahrstuhl dürfen. Der bringt uns dann, ich verstehe das vielleicht nicht so ganz, etwa zwei Stockwerke höher, wo wir die schon gewohnte Sicherheitskontrolle mit Taschendurchleuchtung hinter uns bringen. Dann stehen wir ein bisschen an und lassen uns schließlich von einem Fahrstuhl in die siebzigste Etage.

Downtown Manhattan vom Rockefeller-Center ausTop Of The RockCentral Park vom Rockefeller Center aus

Die Aussicht ist großartig. Einmal hat man den Blick über die Stadt, nach Downtown bis zu zur Freiheitsstatue und rüber nach New Jersey. Der Central Park! Von hier oben sieht man schön die geraden Kanten, die den Park begrenzen.
Dann lassen sich aber auch die umliegenden Dächer und Baustellen ganz prima begutachten. Es gibt so viel zu entdecken! Da sind wirklich schöne Dachgärten zu entdecken, man sieht Arbeiter ihrer Arbeit nachgehen. Die Zeit vergeht wie im Fluge.

Dächer von obenMeine Eltern und die AussichtKontrast: Park und StadtFreiheitsstatue, World Trade Center, Empire State BuildingDie Straßen von New York

Irgendwann geht es dann auch wieder nach unten. Ich lasse meine Eltern alleine und mache mich flott auf den Weg zum Intrepid Sea, Air & Space Museum. Dies soll mein letzter Programmpunkt sein. Ein letztes Mal laufe ich durch New Yorks Straßen, bin immer noch von all den Eindrücken ein bisschen überfordert. Macht aber nichts.

Spätestens jetzt beschließe ich, dass dies wohl nicht mein letzter Besuch hier gewesen sein wird. Es gibt noch eine Menge abzuklappern. Mit unserem Programm der vergangenen Tage bin ich aber sehr zufrieden. Wir haben nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig gemacht. Anstrengend war die Lauferei aber auf jeden Fall. Einen Ruhetag müsste man schon haben, wenn man länger bleiben will als wir es gerade tun. Denn Metro fahren ist irgendwie nicht so eine tolle Alternative. Wie gesagt: Ich schaue mich viel zu gerne um, bleibe an jeder Ecke stehen um ein Foto zu machen. Mal schauen wie lange es dauert, bis es mich wieder hierhin verschlägt.

Radio City Music HallBig Bus in New York

Zuerst einmal steht aber noch das Museum auf dem Plan. Es befindet sich in und auf einem ausgemusterten Flugzeugträger, der namensgebenden USS Intrepid.

USS Intrepid in LegoEin Flieger auf USS IntrepidDon't be a Dilbert!

In den Hangaren und auf dem Flugdeck sind allerlei Flugzeuge und Hubschrauber der unterschiedlichsten Altersklassen ausgestellt. Der Eintritt in den Bereich in dem man den Space-Shuttle-Prototypen Enterprise besichtigen kann, ist leider in meinem New-York-Pass nicht drin. Das macht aber fast nichts, ich habe auch so viel anzuschauen.

Zahlreiche Bilder und Grafiken erzählen die Geschichte der Flugzeuge auf dem Deck und vor allem auch des Schiffes und seiner Einsätze im zweiten Weltkrieg, im Vietnamkrieg und als Bergungsschiff für die NASA. Vom Brückenhaus aus hat man eine gute Sicht über das Flugdeck. Ich kann mir nicht so richtig vorstellen, wie auf dieser kleinen Fläche wirklich Flugzeuge starten und landen sollen.

USS Intrepid FlugdeckUSS Intrepid FlugdeckFlugzeug auf USS IntrepidEin U-Boot mit Rakete

Irgendwann ist meine Zeit hier dann auch abgelaufen. Auf dem Weg zum Familien-Treffpunkt am Hotel mache ich noch einen Abstecher zu B&H-Foto, bevor es dann zum Flughafen geht. Dieses Mal wollen wir zum JFK, mit ein bisschen Rumfragerei finden wir uns in der Penn Station zurecht, steigen ordnungsgemäß in „Jamaica“ um und haben dann viel zu viel Zeit am Flughafen totzuschlagen. Aber lieber ein bisschen früher da sein, als zur Abflugszeit in den Flughafen zu stürmen und dann gerade noch so den Flieger zu bekommen. Das kennen wir nämlich auch schon.

Nach fünf Tagen geht unsere Reise hier zu Ende. Ich bin ein bisschen ausgelaugt, habe aber noch lange nicht alles gesehen. New York wird mich wiedersehen.

Dieser Beitrag stammt aus der Reihe New York.

Anfang Oktober 2016 machte ich mich gemeinsam mit meinen Eltern und Frau Schwester auf den Weg in die „Stadt die niemals schläft“.

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„Deine Top Tracks aus 2016“

Man könnte fast meinen, ich hätte als Texter bei Spotify angefangen.

Wir haben alle Songs gesammelt, die du dieses Jahr besonders gefeiert hast und in diese wundervolle kleine Playlist gepackt.

Das Ergebnis dessen ist dann gar nicht mal so schlecht. Einhundertundeinen Titel hat ein fleißiger Algorithmus zusammengesucht. Bei den meisten Titeln würde ich sagen: „Ja. Die habe ich oft und gerne gehört.“ Den ein oder anderen eher weniger. Die Reihenfolge ist jedenfalls nicht aussagekräftig im Sinne einer statistischen Auswertung.

Man sieht der Liste an, dass ich sehr oft die schon ziemlich alte und schlecht gepflegte Disco-Playlist höre. Aber vielleicht sagt das ja auch nur aus, dass diese besonders gut ist. Beide Listen darf man natürlich gerne abonnieren.

New York: Unterwegs mit dem Wassertaxi, ein Kurzbesuch in Brooklyn, Brooklyn Bridge und die Freiheitsstatue

Heute wollen wir mal nicht so viel laufen. Deshalb geht es als erstes am Morgen zu Pier 79. Dort starten die Schiffe von „New York Water Taxi“. Das bringt uns recht schnell einmal ganz Manhattan hinunter. Während linker Hand die schon bekannte Skyline Manhattans an uns vorbeizieht, werfen wir nach rechts einen schönen Blick auf New Jersey. Der Tourguide hat viele interessante Details auf Lager.

Wir steigen an der zweiten Station, der Brooklyn Bridge aus. Nachdem wir eine Weile die Aussicht über das Wasser auf Manhattan genossen haben und das ein oder andere Bild auf der Kamera haben, trennen wir uns für den Moment. Während meine Eltern weiter nach Ellis Island wollen, zieht es Frau Schwester und mich nach Brooklyn hinein.

New JerseyManhattan vom Wasser ausPatriotisches TelefonatBrooklyn Bridge, Manhattan und ein Wassertaxi

Wir steigen also auf das nächste Boot und fahren noch ein wenig den East River hinauf. Kurz darauf stehen wir mitten in Hipster-Town. Ich mag es hier: Die Häuser sind niedriger, die Straßen sind schmaler, es gibt Cafés und Läden. In einen davon soll ich heute hinein, Fräulein Anna hat sehr genaue Vorstellungen davon, was ich ihr mitbringen soll. Da der Laden erst zur Mittagszeit aufmacht, habe ich ein wenig Zeit herum zu streunern.

BrooklynEin Laden in BrooklynAutos gibt es auch in Brooklyn

Ich kehre wieder zum Haltepunkte des Wassertaxis zurück und nutze die Wartezeit für eine kleine Mittagspause. Derweil kommt die Sonne endlich auch wieder heraus. Ich hatte schon Bedenken. Bald darauf stehe ich wieder am Fuß der Brooklyn Brigde.

Brooklyn Bridge

Während ich mich nun zu Fuß auf den Weg zurück nach Manhattan mache, wird das Wetter immer besser. Ich kann im T-Shirt herumlaufen. Irgendwo hatte ich gelesen, dass man die Brücke unbedingt in Richtung Manhattan überqueren soll. Danke dafür! Vor mir wird die Stadt immer größer. Wann immer ich mich umdrehe ist die Aussicht eher mau. Alles richtig gemacht! Außer mir sind gar nicht mal so viele Leute unterwegs, man kann in Ruhe stehen bleiben, Bilder machen und die Aussicht genießen.

Nach erfolgreicher Überquerung der Brücke zieht es mich wieder ans Wasser zurück. Ich spaziere im Sonnenschein an den Piers auf Manhattaner Seite entlang. Am späten Nachmittag will ich noch einmal in das Wassertaxi steigen. Auf dem Weg zurück zum Ausgangspunkt dreht das Schiff nämlich eine große Runde und fährt so weit an die Freiheitsstatue heran, wie es ihm erlaubt ist. Ich ergattere einen guten Platz auf dem Deck des Schiffes und freue mich über das gute Wetter.

Brooklyn BridgeBrooklyn BridgeBrooklyn Bridge

Dass das Boot nicht so nahe heran darf, kompensiere ich mit mehr Brennweite. Der Kapitän steuert das Schiff zuerst mit der einen, dann mit der anderen Seite zur Freiheitsstatue und lässt jedem genug Zeit für sehr viele Bilder. Sehr zuvorkommend! Irgendwann dreht das Schiff dann aber ab und es geht den direkten Weg zurück zu Pier 79.

Die FreiheitsstatueDie FreiheitsstatueDie FreiheitsstatueSkyline!

Eigentlich ist der Plan für heute, auch noch ins Intrepid Sea, Air & Space Museum zu gehen. Vom Haltepunkt des Wassertaxis aus ist es gar nicht so weit zu laufen. Dort angekommen rät man mir allerdings, doch lieber am kommenden Tag wieder zu kommen und nicht in einer Stunde alles auf die Schnelle abzulaufen. Ich nehme den Rat an und setze mich am Pier in die Sonne und warte auf den Rest der Familie. Dabei hole ich mir vielleicht sogar einen kleinen Sonnenbrand.

Nach dem Abendessen drehen wir heute nur eine ganz kleine Runde und setzen uns lieber noch eine Runde in die Bar auf der Dachterrasse unseres Hotels. Es ist unser letzter Abend heute. Die Aussicht ist auch im dunklen wirklich toll.

Das Post-Office bei NachtMadison Square Garden von oben bei NachtBlick auf das nächtliche New York
Dieser Beitrag stammt aus der Reihe New York.

Anfang Oktober 2016 machte ich mich gemeinsam mit meinen Eltern und Frau Schwester auf den Weg in die „Stadt die niemals schläft“.

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New York: Eine Busfahrt, Central Park, The Highline und das Empire State Building in der Nacht

Guten Morgen New York! Vor dem Frühstück übe ich mich ein wenig in Geduld, bis mich einer der überforderten Fahrstühle auf die Dachterrasse des Hotels bringt. Die Wettervorhersage stimmte mich gestern Abend vorfreudig, es soll schön sein. Draußen sieht es noch nicht so rosig aus, Downtown Manhattan liegt weiterhin im Nebel. Mal schauen, was der Tag so bringt.

Von Midtown nach Downtown Manhattan

Nach dem Frühstück steigen wir in einen „Big Bus“. Die Firma betreibt in New York vier Sightseeing-Linien mit oben offenen Doppeldeckern. Wir fahren zuerst ein paar Stationen mit der roten Linie und steigen dann in die blaue um. Die führt uns nach Norden und einmal rund um den Central Park. Dabei verlassen wir das Manhattan wie wir es bisher kennengelernt haben und drehen eine Tour durch Harlem. Die Häuser sind hier niedriger, obwohl wir gar nicht weit gefahren sind, kommt es einem gleich nicht mehr so großstädtisch vor. Unser Busbegleiter hat einiges zu erzählen, das tröstet ein bisschen darüber hinweg, dass aus dem Bus zu fotografieren echt nicht einfach ist.

Auf dem Big BusColumbus CircleDie Sonne kommt heraus

Als wir den Central Park fast umrundet haben, steigen wir an der Haltestelle MET aus. Da unterwegs endlich die Sonne herausgekommen ist, bleiben wir aber schön draußen. Von hier aus ist es nur ein Katzensprung bis zum nächsten Eingang des Central Parks und den schauen wir uns nun an. Obwohl hier sehr viele Leute unterwegs sind, ist es gleich etwas entspannter. Ich freue mich richtig, dass wir uns fast ein bisschen in einem kleinen Wald verlaufen. Zwar hört man immer noch genug von der Stadt, aber das viele Grün ist nach den letzten Tagen in den Schluchten der Wolkenkratzer sehr willkommen. Wir besichtigen eine kleine Aussichtsstation, die einer Burg nachempfunden ist.

Straßenmusiker vor dem METCentral ParkCentral Park

Wir sind nicht die einzigen, die sich über die Sonne freuen. Menschen fahren in Booten auf dem Wasser. Ich bin ein bisschen überrascht, wie vielfältig der Park ist. Auch wenn ich vorher schon gelesen hatte was es alles gibt. An der Gedenkstelle „Strawberry Fields“, die John Lennon gewidmet ist, treffen die unterschiedlichsten Menschen aufeinander. Natürlich sitzt dort auch ein Mann mit Gitarre, der Beatles-Lieder spielt. Er macht das gar nicht mal schlecht. Wir sitzen auf einer Bank und machen eine späte Mittagspause.

Boot fahren im Central ParkCentral ParkImagine.Ein Eichhörnchen

Eigentlich wollen wir dann wieder auf den „Big Bus“ aufsteigen, der versetzt uns aber. Deshalb laufen wir wieder ein Stück die fünfte Straße hinunter – was so langsam echt anstrengend wird – und steigen dann in die Metro. Vorher sind wir am Rockefeller Center leider ziemlich enttäuscht worden – uns war nicht bewusst, dass man doch so viel Wartezeit mitbringen muss. Fast zwei Stunden wollen wir jetzt nicht noch hier rumhängen und warten.

Hallo Apple StoreTrump TowerEin FeuerwehrautoSonnenuntergang

Unsere nächste Station ist die Highline. Die ehemalige hochgelegte Güterstrecke im Meatpacking District ist heute ein gut zwei Kilometer langer Park. Während die Sonne langsam untergeht, ist dort schön zu spazieren. Auch hier wieder der Kontrast zwischen Natur und Stadt. Ich finde es großartig, dass dieser Teil der Bahnstrecke erhalten geblieben ist. Links und rechts gibt es allerlei zu entdecken, ich beneide die Menschen um die schönen Wohnungen in die ich hineinblicken kann. Die alten Gebäude sind in den letzten Jahren aufwendig renoviert worden. Am Ende der Highline ist mit den „Hudson Yards“ eines der größten Bauprojekte der Stadt gerade mitten im Gang.

Langsam werden wir hungrig und so stöbern wir eine Weile durch den Chelsea Market, bis jeder etwas zu Essen gefunden hat. Die Auswahl ist nicht ohne, mir fällt es schwer mich zu entscheiden – am Ende nehme ich eine sehr leckere Pasta mit nach draußen.

The HighlineBlick von The Highline in die StadtKunst.New York bei NachtNew York bei Nacht

Und weil wir noch nicht müde genug sind und auch noch nicht genug gelaufen sind, geht es dann noch einmal mitten in die Stadt. Das Empire State Building ist weithin zu sehen und so ist es nicht schlimm, dass unterwegs Herr Papa kurz verloren geht. Wir treffen uns am Eingang wieder. Hier gibt es zwar auch eine Schlange, aber kein all zu langes anstehen. Der Eintritt ist in unserem Pass inbegriffen und schon bald stehen wir am ersten Fahrstuhl an. Viele Stockwerke später dann die zweite Schlange – noch einmal geht es mit einem anderen Fahrstuhl sechs Stockwerke nach oben. Und dann: Aussicht. Ich könnte stundenlang auf die Stadt schauen, die auch am späten Abend noch unheimlich aktiv ist.

Empire StateNew York von obenTimes Square von obenDowntown von oben.
Dieser Beitrag stammt aus der Reihe New York.

Anfang Oktober 2016 machte ich mich gemeinsam mit meinen Eltern und Frau Schwester auf den Weg in die „Stadt die niemals schläft“.

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