Archiv für Monat: Dezember 2016

Sechzehn, siebzehn

Zweitausendsechzehn

2016 bin ich ganz schön rumgekommen.
2016 bin ich ganz schön rumgekommen.

Hier kommt nun der, inzwischen wohl schon tradionelle, Jammer-Absatz über das vergangene Jahr. Dieses Jahr plagten mich, nachdem mir die Hausärztin im Frühjahr noch eine herausragende Gesundheit attestiert hatte, vor allem Rückenschmerzen. Die fingen an, als ich meinen Körper mit den Vorbereitungen für den Firmenlauf malträtierte. Sport, Mord und so. Das ist wieder besser geworden. Aber immer noch nicht gut. Ab kommenden Januar bin ich nun beim Reha-Sport. Ich bin gespannt! Ansonsten alles beim Alten. Martin ist durchgängig genervt und unzufrieden. Warum und worüber auch immer. Wenn ich das wüsste, wäre ich es vielleicht nicht.

Aber! Rückblickend betrachtet, war auch alles gar nicht so schlecht. Ich hatte vor allem auch viele schöne und spannende Erlebnisse. Da waren zum Beispiel gleich zwei tolle Urlaube! Zuerst mal machte ich mit Fräulein Anna zu Beginn des Sommers die Lofoten unsicher. Da bin ich dem geneigten Blogleser noch einen ausführlichen Bericht und die dazugehörigen Bilder schuldig. Das hier folgende zum Beispiel. Leider war das Wetter nicht immer so großartig.

Großartige Aussicht auf den Lofoten

Bereits abgeschlossen habe ich den Berichtsteil des zweiten großen Urlaubs. Ende des Jahres flog ich dann mit meiner Familie noch ein paar Tage nach New York. Das hatte ich schon lange auf meiner Liste und es hat meinen Erwartungen ziemlich entsprochen.

Was war noch? Ich habe fotografiert. Ziemlich viel sogar. Wenn man alle Urlaubsbilder mitzählt, sind es am Ende etwas mehr als 140 Gigabyte RAW-Bilder geworden. Nachdem ich anfangs des Jahres meine Ausrüstung fast komplett ausgetauscht und aufgerüstet hatte, war ich das mindestens meinem Gewissen schuldig. Und ich hatte großen Spaß dabei, ich finde bei fast nichts anderem so viel Ablenkung. Natürlich spielt auch hier herein, dass ich immer wieder dazulerne und noch viel auszuprobieren habe.

Zweitausendsiebzehn

Kommen wir zu den guten Vorsätzen. Ich mache mir da jedes Jahr ein paar Gedanken, was man denn mal so tun könnte. Auf der Arbeit habe ich gelernt meßbare Ziele zu definieren. Mal schauen was mir da so einfällt.

Best of 2016 bei Instagram
Zweitausendsechzehn veröffentlichte ich im Schnitt ein Foto pro Woche. Da geht doch was!

Zweitausendsiebzehn möchte ich von einigen Dingen mehr. Mehr rausgehen und Fotos machen, mehr (und vielleicht etwas anspruchsvollere) Bücher lesen, mehr Musik hören und Konzerte besuchen. Vielleicht wieder zwölf Stück? Jeden Monat eines?
Vor allem möchte ich aber wieder mehr Inhalt produzieren. Ich mag dieses Blogdings vor allem auch gerne, weil es ja zu aller erst ein Tagebuch ist. Deshalb nehme ich mir, natürlich nicht zum ersten Mal, wieder vor hier mehr reinzuschreiben. Dieses Jahr habe ich im Schnitt 1,1 Blogeinträge pro Woche produziert. Mal gucken, ob wir das nicht verdoppeln können! Zwei Mal in der Woche sollte sich doch was veröffentlichen lassen!
Und wenn ich es dann noch schaffe das ein oder andere Kilo Bauchumfang loszuwerden, bin ich sicherlich schon ein deutlich zufriedenerer Mensch. Hier möchte ich mir aber mit voller Absicht kein Ziel setzen. Weniger ist besser. Punkt.

Einen guten Rutsch und ein frohes neues Jahr!

Nachweihnachtlicher Sonnenuntergangs-Spaziergang

Weihnachten. Die Tage im Jahr, wo ich traditionell nicht so besonders viel Bewegung bekomme. Dieses Jahr kommt es mir besonders wenig vor. Teilweise habe ich das Gefühl, dass meine Beine nach Bewegung schreien.

Nachdem das Wetter dieser Tage eher eklig war, strahlte dann spätestens heute Mittag die Sonne und so packte ich den Rucksack mit meinem Fotokram auf den Rücken, nahm die Kamera in die Hand und zog los. Hinter dem Heimatdorf geht es den Hang hinauf und dann steht man am Rande des Übungsgeländes der örtlichen Artillerieschule. Dort ging die Sonne gerade unter und ich machte ein paar Bilder. Richtig schön ist es, ich bin viel zu warm angezogen.

Weg zur Sonne
Militärischer Sicherheitsbereich
Sonnenschranke

Natürlich habe ich mich wieder nicht getraut, mich die paar Meter zu dem Panzerwrack auf dem Übungsgelände zu sneaken. Irgendwann werde auch ich noch mutig! Meine kleine Spazierrunde beendete ich dann schnellen Schrittes. Kurz bevor die Sonne hinter dem Horizont verschwinden wollte, zog es auch wieder zu und dann war es auch ganz schnell wieder ungemütlich.

Martin on Ice

Eislaufen

Endspurt! Knapp vor Weihnachten gehe ich ein bisschen am Stock, fühle mich unterschwellig krank. Es wird Zeit für einen kleinen Urlaub. So bringe ich meine Arbeitstage hinter mich und couche hart in der restlichen Zeit. Nur einen Abend quetsche ich mich durch die Stadt und kaufe noch das ein oder andere Weihnachtsgeschenk.

Als ich letztens mit Fräulein Anna an der Eislaufbahn vorbeilief, rutschte mir heraus, dass ich noch nie auf einer eben solchen mit Schlittschuhen unterwegs war. Dumm gelaufen, in vielerlei Hinsicht: Am Mittwoch-Abend finde ich mich dann auf Kufen wieder auf der Eisfläche. Und wenn ich vorher schon (nur des Spaßes wegen) viel gejammert hatte, so macht mir das dann doch auch ein bisschen Spaß. Natürlich stakse ich zuerst nur rum, um dann an die Hand genommen zu werden und doch die ein oder andere Runde drehen zu können. Nach knapp anderthalb Stunden werden mir die Beine ein bisschen schwer – kein Wunder, dass ich die darauf folgenden Tage auch ein bisschen Muskelkater habe.

Und dann ist zumindest die Arbeitswoche schnell vorbei. Nach einem kurzen Frühstück brechen das Fräulein und ich am Donnerstag in unterschiedliche Richtungen auf. Mir wird erst auf dem Weg zu meinen Eltern bewusst, wie lange ich jetzt tatsächlich unterwegs sein werde. Ganze sechs Tage. Verrückt!

Da ich am zweiundzwanzigsten Dezember noch ein bisschen vor der großen Reisewelle bin, fahre ich ganz unkompliziert bis in die alte Heimat. Die Deutsche Bahn und Vlexx (warum auch immer) bringen mich zuverlässige und bequem nach Idar-Oberstein. Einzig die beiden Helmuts in der Schlange in Mainzer Starbucks stiften Verwirrung. Und einer klaut mir glaube ich auch meinen Espresso.

Bei meinen Eltern angekommen ist gar nicht so viel zu tun. Ich helfe beim Einkauf, kann mich ansonsten aber wirklich zurücklehnen. Sogar das letzte Windows-Update auf dem elterlichen Computer ist erst wenige Tage alt. Den Freitagabend verbringe ich mit netten Menschen in der Stadt und treffe auf den ein oder anderen alten Bekannten – aber auf nicht so viele, wie ich vielleicht auch vermutet hätte.

Und dann ist heiliger Abend – es gibt Essen und Geschenke. In der Reihenfolge. Scheinbar bin ich aus dem Alter heraus, wo mir die Vorfreude auf Geschenke potentiell den Appetit verdirbt. Am ersten Feiertag ist Verwandtschaftsbesuch angesagt. Ich bin immer noch unsicher, wie mein Verwandtschaftsgrad zur Tochter meines Cousins ist – war aber auch bisher zu faul um mir die Lösung zu ergoogeln.

Kalenderwoche 51 als Karte

Die Groß- und Kleinschreibung der Überschrift überprüfte ich übrigens unter Zuhilfenahme des nützlichen Eingabefeldes auf headlinecapitalization.com. Danke für den Tipp, Dominik. Ebenso für das kleine Skript, dass aus meinen Moves.app-Daten diese schicke Karte oben gezeichnet hat.

„Deine Top Tracks aus 2016“

Man könnte fast meinen, ich hätte als Texter bei Spotify angefangen.

Wir haben alle Songs gesammelt, die du dieses Jahr besonders gefeiert hast und in diese wundervolle kleine Playlist gepackt.

Das Ergebnis dessen ist dann gar nicht mal so schlecht. Einhundertundeinen Titel hat ein fleißiger Algorithmus zusammengesucht. Bei den meisten Titeln würde ich sagen: „Ja. Die habe ich oft und gerne gehört.“ Den ein oder anderen eher weniger. Die Reihenfolge ist jedenfalls nicht aussagekräftig im Sinne einer statistischen Auswertung.

Man sieht der Liste an, dass ich sehr oft die schon ziemlich alte und schlecht gepflegte Disco-Playlist höre. Aber vielleicht sagt das ja auch nur aus, dass diese besonders gut ist. Beide Listen darf man natürlich gerne abonnieren.