Archiv für Monat: Januar 2017

Von einem Erste-Hilfe-Kurs, einem Konzert und einem ausführlichen Frühstück

Meine Bewegungen in Kalenderwoche Nummer 4 2017

Bewegungstechnisch bin ich mit der vergangenen Woche sehr zufrieden: Zumindest an den Wochentagen zwinge ich mich trotz Kälte jeden Abend noch zu einer Extrarunde. Auch beim Reha-Sport bin ich wieder gut dabei, dieses Mal gibt es Übungen mit einem Schaumstoff-Ball. Ich bin fast ein bisschen überrascht, dass mir die Veranstaltung auch in der dritten Woche noch Spaß macht. Die Dreiviertelstunde vergeht immer wie im Flug.

Ein kleines Highlight der Woche ist sicherlich auch der Erste-Hilfe-Kurs beim Roten Kreuz. Ich bin ja schon eine ganze Weile Ersthelfer in der Firma und im Rahmen dessen muss man regelmäßig seine Kenntnisse auffrischen. Nachdem ich an die letzte Auffrischung eher gemischte Erinnerungen hatte, ist es dieses Mal wirklich prima. Der Referent, ein ziemlich abgeklärter Rettungssanitäter geht ganz locker an die Sache ran. Dabei gelingt es ihm unter anderem, die sicherlich notwendige Wiederholung der Grundlagen, wie etwa der stabilen Seitenlage und den Standard-Verbänden, nicht in eine langweilige Lehrstunde ausarten zu lassen. Statt dessen kann eigentlich jeder zeigen, dass er es noch kann. Andere Herangehensweise, viel bessere Motivation. Ich empfinde den Tag als sehr kurzweilig.
Schreiend wegrennen werde ich in Zukunft auf jeden Fall, wenn mir eine der Teilnehmerinnen mal auf der Straße begegnen sollte. Zu wirklich jedem Thema das wir besprochen haben, hatte sie eine Anekdote auf Lager. Man lebt in ihrem Umfeld scheinbar gefährlich.

Am Samstag-Abend bin ich das erste Mal überhaupt im Kult 41, einem selbstverwalteten Kulturzentrum gar nicht weit von meinem Zuhause entfernt. Dort spielten die Herren von Musik for the Kitchen, die ich schon bei der einen oder anderen Gelegenheit vorher gesehen hatte. Daher weiß ich, dass mich ein unterhaltsames Programm aus gecoverten und selbstgeschriebenen Liedern erwartet. Ich werde nicht enttäuscht.

Fräulein Anna frühstückt gerne. Das ist allgemein bekannt. Ich bin da ja ein bisschen leidenschaftsloser, lasse mich aber gerne mitziehen. Und so sitzen wir am Sonntagmorgen vor einem sehr gut mit allerlei Dingen gefüllten Tisch im Café Jaz in der Bonner Altstadt. Den Rest des Tages hatte ich dann keinen Hunger mehr.

Der Tatort aus Saarbrücken mag den ein oder anderen ein wenig überfordert haben, ich jedenfalls habe auch die Wurstfabrikantin ausgezeichnet verstanden. Und dann war das auch keiner der schlechteren Folgen, auch wenn die Dating-Geschichte sehr vorhersehbar war.

„Did you miss me?“ – Sherlock, Staffel vier

Die BBC produziert ja hin und wieder wirklich tolle Dinge. Doctor Who zum Beispiel oder auch Strike Back habe ich gerne geschaut. Sherlock toppt das alles aber noch ein bisschen. Ich freute mich richtig auf die neuen Folgen. „Did you miss me?“ – Ja! Schnell war bei iTunes ein Staffelpass erstanden.

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Ich will gar nicht lange über die Handlung schreiben und Menschen etwas vorwegnehmen. Aber! Die ersten beiden Folgen der Staffel, The Six Thatchers und The Lying Detective sind zwar schon sehr sehr düster sind, aber bieten noch die gewohnte Mischung aus Spannung und Merkwürdigkeiten.
Folge Nummer drei, The Final Problem, das vielleicht abgedrehteste was ich in der letzten Zeit geschaut habe. Ich bin eigentlich ja großer Fan der schnellen Gedankengänge und der sehr skurrilen Fälle des Detektivs.

Das war am Ende meiner Ansicht nach ein bisschen zu viel des Guten und hinterlässt einen leicht faden Beigeschmack. Ich hoffe, dass man beim nächsten Mal wieder zum gewohnten Muster zurückkommt.

Von einem Hackathon und eine ungenutzte Schönwetter-Lage

Die Woche bestand arbeitstechnisch in der Firma aus einem Hackathon. Schon das zweite Mal haben wir unsere bestehenden Teams und Abteilungen für eine Woche aufgelöst und gemeinsam an unterschiedlichen Themen rund um die Plattform gearbeitet. Ich arbeite mit einigen Kollegen an einem Dashboard. Auf dem Flur präsentieren wir einige aktuelle Chefkoch-Kennzahlen, wie etwa Besucherzahlen, beliebteste Rezepte des Tages, App-Downloads oder auch Live-Suchen. Das hat großen Spaß gemacht, ich bin gespannt wie ich nun wieder in meinen üblichen Trott hineinkomme. Vor allem auf dem Instagram-Account der Firma hat man auch ziemlich ausführlich unser aller Tun dokumentiert. Da lohnt es sich rein zu schauen.

Diese Woche war ich in Bonn und Köln.

Abseits dessen passiert gar nicht viel. Wie üblich. Da ich tagsüber komplett verpflegt werde, entfällt sogar das abendliche Kochen. Merkwürdiger Weise freue ich mich gegen Ende der Woche sogar fast ein bisschen darauf, auch wieder selbst am Herd zu stehen.

Der einzige Termin im Kalender ist diese Woche der Webmontag. Dort lausche ich zwei recht interessanten Beiträgen. Unter anderem gibt Christiane einen ausführlichen Einblick in die Planung und Durchführung ihrer letzten Stellensuche.
Den Rest der Woche spiele ich ein bisschen und nutze den Netflix-Probemonat ordentlich aus. Außerdem schaue ich gemeinsam mit Fräulein Anna die dritte Folge der aktuellen „Sherlock“-Staffel. Eieieiei.
Am Donnerstag geht es wieder zum Reha-Sport. Der macht mir auch dieses Mal Spaß, obwohl ich dieses Mal ziemlich ziemlich müde dort ankomme. Was mich ein bisschen stört ist, dass ich bisher bei all meinen sportlichen Aktivitäten es noch nicht geschafft habe, mich mal so zu fordern, dass am nächsten Tag ein ordentlicher Muskelkater mein Begleiter ist.

Am Samstag Abend steht das erste Konzert für dieses Jahr an: Conor Oberst spielt im Gloria. Ich berichtete. Ansonsten ärgere ich mich im Nachhinein ein bisschen, dass ich es das Wochenende über nicht schaffe, das zwar kalte, aber wirklich schöne Wetter ein bisschen zu nutzen.
Der sonntägliche Tatort kommt dieses Mal aus Wien, ist sehr gesellschaftskritisch und gefällt mir ganz gut. Ich liege am Ende sogar mit meinem Tipp in der Tatort-App richtig. Kommissar Martin!

Conor Oberst – Live in Köln

In meinem Jahresrückblick hatte ich mir ja wieder die „Jeden Monat ein Konzert“-Challenge auferlegt. Nun ist der Januar fast vorbei und hier kommt der Bericht dazu. Conor Oberst spielte gestern Abend im Gloria zu Köln.

Ich bin, was den Sänger und Songwriter angeht, völlig unvorbelastet in das Konzert reingegangen. Fräulein Anna sagte bevor sie die Karten kaufte: „Das wird dir bestimmt gefallen!“ Ich hörte kurz bei Spotify in das aktuelle Album hinein und war dann gerne dabei.

Gestern Abend stiegen wir dann um kurz nach halb sieben in die Bahn die schon am Bahnsteig stand. Um dann zu bemerken, dass wir in die falsche Richtung fahren. Ganz kurz ärgerte ich mich über meine Dummheit, bis sich um uns herum gleich mehrere Leute outeten. Wir Opfer des Bahnsteig-Chaos am Bonner Hauptbahnhof spazierten in Bad Godesberg dann zusammen über die Brücke an das gegenüberliegende Gleis um mit dem nächsten Zug erneut in Richtung Köln aufzubrechen.

Conor Oberst und Phoebe Bridgers im Gloria

So kam es dann, dass wir erst zum Ende der Ein-Frau-Vorband Phoebe Brigders am Gloria ankamen. „Egal!“ dachte ich noch, „Dann musst du nicht so lange darauf warten, dass das eigentliche Konzert beginnt.“ Um kurz nach acht legte Herr Oberst dann auch los. Neben ihm auf der Bühne: Ein Bassist und ein Mensch, der seine Mundharmonikas in einem Goldfischglas auswäscht. Conor Oberst sitzt zuerst am Klavier, die schon erwähnte Mundharmonika in einem Gestell vor dem Mund und legt mit viel Energie los. Für mich klingt das direkt gut und ich bin vom ersten Titel an begeisterter Zuhörer. Schade eigentlich, dass ich die Titel (noch!) nicht weiter kenne. Und dann ärgere ich mich doch noch ein bisschen nicht früher da gewesen zu sein, als Phoebe Bridgers für einige Titel wieder auf die Bühne zurückkehrt. Sie singt nämlich ganz wundervoll, vor allem das Duett „Lua“ gefällt mir sehr gut.

Mit kurzer Pause spielt Oberst fast zwei Stunden und geht dann leider ohne jegliche Zugabe, obwohl das Publikum laut fordert, von der Bühne.

Das war ein guter Start ins Konzertjahr zweitausendsiebzehn. Da ist es gar nicht schlimm, dass unser Zug auf der Rückfahrt ausfiel und wir eine halbe Stunde in der Kälte am Kölner Südbahnhof rumstanden.

Wishlist

Herzlich willkommen in Martins kleinem Serien-Review-Blog! So kommt es mir jedenfalls das eine oder andere Mal in der letzten Zeit vor. Ich weiß gar nicht mehr so genau, wer mich in den letzen Wochen nicht auf Wishlist hingewiesen hat.
Die Webserie wurde im Auftrag von Radio Bremen und MDR SPUTNIK für funk produziert. funk ist wiederum ist ein relativ neues Gemeinschaftsangebot von ARD und ZDF. Dass das aber auch alles so kompliziert sein muss!

Jedenfalls geht es in der Serie um eine Gruppe von Jugendlichen, die auf unergründlichem Wege eine App, eben „Wishlist“ auf ihre Mobiltelefone bekommt. Das Prinzip ist einfach: Man wünscht sich etwas, man bekommt eine Aufgabe, man erfüllt die Aufgabe, man bekommt seinen Wunsch erfüllt. Easy!

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Schnell kommt die Gruppe auf die Idee, dass da etwas nicht mit richtigen Dingen laufen kann. Nicht immer ergeben sich aus den Aufgaben nämlich nur gute Dinge für betroffene Mitmenschen. Die zehn Folgen (die seit Oktober im Wochentakt veröffentlicht worden sind) dauern jeweils zwischen fünfzehn und zwanzig Minuten. Wir haben sie in der letzten Woche eher nebenbei geschaut, die Geschichte ist ganz spannend erzählt und hat die ein oder andere Wendung zu bieten.

Ich habe, gerade auf YouTube und vor allem im öffentlich-rechtlichen Fernsehen, schon deutlich schlechteres gesehen. Und deshalb bin ich gespannt, was man in Staffel Nummer zwei zu zeigen hat. funk hat abgesehen davon auch noch andere, ganz interessant wirkende Inhalte zu bieten.

Manchmal macht sogar mir sportliche Betätigung Spaß. Komisch.

Das ging schnell: Auf einmal ist Sonntag und ich habe mir wieder einmal keine Notizen gemacht, was die Woche über passiert ist. Ein Blick in den Kalender hilft.

Ich bin wieder einigermaßen gesund und gehe nach fast einer Woche Erkältungspause wieder arbeiten. Spaßfakt: Ich habe damit in der ersten Januarwoche 2017 so viele Krankheitstage generiert, wie im ganzen Jahr 2016 zusammen. Krank sein macht aber halt auch echt keinen Spaß.

Fräulein Anna und ich schauen die Gilmore Girls. Wir sind beide früher Fans der Serie gewesen und freuen uns über die Neuauflage. Danach schauen wir jeden Abend noch eine oder zwei Episoden einer Webserie auf YouTube. Da fehlt noch der Blogeintrag dazu.

Am Donnerstag gehe ich das erste Mal zum Reha-Sport. Den hat man mir aufgrund meiner Schulterschmerzen verschrieben. Ich bin vielleicht ein bisschen mit Vorurteilen belastet – auch weil ich bei der Infoveranstaltung mit einer Ausnahme und weitem Abstand zu den jüngeren zählte. Nach einer Dreiviertelstunde bin ich aber wirklich begeistert wieder in die Umkleidekabine gegangen.

Meine Bewegungskarte für diese Woche
Diese Woche war wieder ein bisschen mehr Bewegung drin.

Der Sport hat richtig Spaß gemacht und war auf einem für mich sehr angenehmen Niveau, was die Anstrengung anging. Vermutlich haben mir meine Fitti-Besuche vor allem nicht so viel Spaß gemacht, weil ich mich selbst überanstrengt habe. Die Gruppe war dabei wieder erwarten bunt gemischt. Da werde ich in Zukunft wohl gerne hingehen. Zusammen mit dem Trainingsprogramm, was ich zu Hause verfolge, hoffe ich natürlich auch auf ein paar optische Auswirkungen im Bauchbereich. Ab kommender Woche habe ich auch wieder mein Schrittziel im Blick, was in der jüngeren Vergangenheit vor allem krankheitsbedingt ein bisschen zurückgestellt worden war.

Ich komme überraschend gut auch damit zurecht, meinen „weniger und früher Essen“-Vorsatz umzusetzen. Auch Fräulein Anna scheint es bisher nicht all zu doof zu finden, dass sie nach ihrem späten Feierabend wieder etwas aufgewärmt bekommt.

Die Woche schließt wie immer mit dem Tatort. Der kommt dieses Mal aus Köln und trifft meinen Geschmack ganz gut.

Gilmore Girls: Ein neues Jahr

Ich habe mich ein bisschen gefreut als ich seinerzeit davon las, dass es eine (zumindest kleine) Wiederauferstehung der Gilmore Girls geben soll. Die Serie schaute ich früher gerne und oft. Während ich gerade alte Blogeinträge, unter anderem aus dem Jahr 2004, aufbereite, stolpere ich hin und wieder in meinem Berichten über die „Gilmore-Girls-Pause“, die ich in den Lernphasen meines Studiums gerne gemacht habe. Dass es da nun nicht bei fünfundvierzig Minuten blieb, sondern gerne auch am frühen Nachmittag schon Feierabend war, ist eine andere Geschichte.

Eine ganze Zeitlang traf ich mich auch am Abend, (Ich glaube es war Dienstags?) mit Freunden um die neuesten Folgen gemeinsam zu schauen. Man konnte mich seinerzeit also schon als „Fan“ betrachten.

Jedenfalls: „Gilmore Girls: Ein neues Jahr“. Dieser Tage bin ich nun im Netflix-Testmonat und das ist dann ja die Chance, nun auch mal die neuen Folgen zu schauen. Die Handlung spielt in etwa so lange nach der letzten Staffel, wie auch wirklich Zeit seit dem vergangen ist – also sozusagen heute.

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Die vier Folgen tragen die Titel „Winter“, „Frühling“, „Sommer“ und „Herbst“ und zeigen jeweils einige Tage im Leben von Rory, Lorelai und all den Menschen, die wir in und um Stars Hollow herum schon lange kennen. Und die ich fast alle auf Anhieb wieder erkannt habe. Ich fühlte mich in den jeweils anderthalb Stunden immer gut unterhalten. Es war ein bisschen „wie früher“. Aber manchmal auch ein bisschen zu sehr. Das ein oder andere Mal hatte ich den Eindruck, dass man sich ein bisschen zu sehr auf das erzwungene Retro-Feeling eingeschossen hat. Und warum ich mich mehrmals in einem Musical wiederfand, werde ich wohl auch nie so ganz verstehen. Schließlich fand ich es schön diesen Blick auf die Charaktere, ihre (vielleicht auch nur wenig vorhandene) Entwicklung geboten zu bekommen. Eine volle Staffel hätte ich aber auch gar nicht gebraucht. So ist es völlig in Ordnung.

Das Ende ist offen genug, um in fünf oder zehn Jahren noch einmal etwas anzuhängen. Und das halte ich für eine gute Idee.

Betreff: Martin ist krank

Die Woche und damit das Jahr starten ganz normal. Am Montag sitze ich brav im Büro und gehe meiner Arbeit nach. Am Abend haut es mich dann richtiggehend um. Aus dem Büro kam ich schon mit leichten Kopfschmerzen, was aber auch an der eigenwilligen Klimatisierung hängen kann. Nach dem Abendessen ist es dann ganz vorbei. Der Kopf ist zu, der Hals fängt an zu schmerzen. Nachdem ich die Nacht irgendwie überlebt habe, schreibe ich meinen Kollegen am Dienstag Morgen eine Mail mit obigem Betreff.

Movesmap KW1/2017
Krankheitsbedingt bin ich dieser Tage nicht so viel rumgekommen.

Anstelle des an dieser Stelle gewohnten, actionreichen Wochenberichts voller Spiel, Spannung, Spaß und Abenteuer folgt also nun: Gähnende Langeweile, präsentiert von meinem Sofa. Ich bin, das schrieb ich schon das ein oder andere Mal, nicht so besonders gut im krank sein. Ich schaue Goliath, während ich literweise Tee trinke, Gemüsesuppe und vitaminreiches Obst esse. Am Ende des zweiten Tages kann ich keinen mehr sehen.

Am Donnerstag Morgen sitze ich bei meiner Hausärztin rum, scheinbar bin ich nicht der Einzige mit Erkältungserscheinungen. Sicherheitshalber soll ich auch noch den Rest der Woche zu Hause bleiben. Es wird Zeit, den Netflix-Probemonat auszuprobieren. Am Abend schauen Fräulein Anna und ich die erste der neuen Gilmore-Girls-Folgen. Ich fühle mich gut unterhalten, auch wenn es an der ein oder anderen Stelle ein wenig gezwungen wirkt. Am Freitag Abend sind die bisherigen Symptome alle verschwunden. Das nennt man wohl „gute Besserung“. Wenn da nicht dieser trockene Husten wäre, der mich seit dem späten Nachmittag heimsucht.

Ich koche Kaffee.

Sonntag bin ich wieder weitestgehend auf dem Damm. Am Nachmittag komme ich endlich auch mal wieder unter Leute, eine Geburtstagsparty ist angesagt! Ich bin jetzt wohl in dem Alter, wo solche Veranstaltungen am Nachmittag stattfinden und es ungefähr genau so viele Gäste über dreißig wie unter fünf gibt. Was ein Trubel! Wir unterhalten uns gut und ich esse zu viel Kuchen, zu viele Schaumküsse, zu viele Erdnüsse und ein paar Chips. Dazu gibt es Limo. Hatte ich eigentlich „Mehr unter Menschen gehen“ auf die Liste meiner Jahresziele gesetzt?

Für den sonntäglichen Tatort bleiben wir heute zu Hause. Die Ermittler aus Frankfurt sehe ich ja eigentlich ganz gerne, die Gesangseinlagen machen mich allerdings ein bisschen fertig.

Goliath

Direkt in der ersten Januar-Woche mal schön mit einer Erkältung auf dem Sofa liegen? Kann ich! Halsschmerzen und geschlossene Nasennebenhöhlen machen mir das Leben schwer. Zeit genug, mal in meine Merkliste bei Amazon Prime Video zu schauen um etwas Ablenkung zu bekommen.

Meine Wahl fiel schließlich auf Goliath, eine der inzwischen recht zahlreichen Amazon-Eigenproduktionen. Billy Bob Thornton spielt den abgehalfterten Anwalt Billy McBride, der sich der Familie eines Ingenieurs annimmt, der bei der Explosion eines Bootes seines Arbeitgebers ums Leben kam. Wie passend, dass die Firma von der großen Anwaltskanzlei vertreten wird, die Billy einst mitbegründete und die immer noch seinen Namen trägt. Er wohnt derweil zur Dauermiete in einem Motel. Zwei unterschiedliche Welten prallen aufeinander, man geht nicht unbedingt nett miteinander um. Der Trailer gibt einen recht guten Einblick in die Serie.

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Ich fühlte mich acht etwa einstündige Folgen lang wirklich gut unterhalten.

Zwischen den Jahren

In Urlaubs- und Feiertagssituationen ist es immer ein bisschen schwierig, herauszufinden wann eine Woche anfängt und wann sie aufhört. Wenn ich mich recht erinnere, war der letzte Montag der zweite Weihnachtsfeiertag. Sollte passen.

Die ersten beiden Tage der Woche verbringe ich bei meinen Eltern und tue mehr oder weniger nichts, wenn man von einem Spaziergang absieht. Dann lassen Frau Schwester und ich uns ins Rheinland fahren, es gibt noch ein Mittagessen mit Fräulein Anna im Gasthaus Im Stiefel. Da war ich vorher noch nie, obwohl ich schon seit Jahr und Tag dort vorbei laufe.

Poppelsdorfer Schloß im Abendlicht

Die restliche Zeit verbringe ich erschreckend gammelnd. Ein bisschen Internet hier, ein Spaziergang da. Fräulein Anna muss arbeiten und so habe ich die Bude tagsüber für mich alleine. Genug Zeit, um mich geistig auf den Silvesterbraten vorzubereiten.

So ein Braten ist eigentlich gar nicht so viel Arbeit. Ein bisschen Kram schnibbeln vorher, ein bisschen anbraten und dann ab in den Ofen damit. Ich bin dennoch immer ein bisschen aufgeregt. Es kann ja auch echt viel schief gehen. Dieses Mal geht aber alles gut. Der Braten ist am Ende wieder ein bisschen besser geworden als letztes Jahr, die Soße die vielleicht leckerste ihrer Art, die ich bisher produzierte. Es war eine gute Idee, ein wenig Sellerie und ein paar Möhren mit zu verarbeiten und am Ende ein bisschen Parmesan unter zu mischen. Ich werde am Ende noch zum Koch!

Der Jahreswechsel geht dann wie gewünscht ganz unspektakulär über die Bühne. Das Essen (der Braten, siehe voriger Absatz, mit Rotkohl und Klößen) ist prima. Wir unterhalten uns nett, frieren beim Böllerei gucken. Ich starte ausgeschlafen in den letzten Tag der Woche, der auch gleichzeitig der Beginn des neuen Jahres ist.

Wir starten mit Pfannkuchen, ich durfte vorher so lange schlafen wie ich wollte – das habe ich mir zur Feier des Tages erlaubt. Der Sonntag ist schnell vorbei. Beim heutigen Polizeiruf esse ich nur eine kleine Pizza – noch habe ich meine Ziele für dieses Jahr im Blick.

Voll nett: Spotify hat einen Mix der Woche für mich zusammengestellt.