Eine Webseite für mich, mal wieder

Letzthin beklagte ich mich ja das ein oder andere Mal, dass ich irgendwie nichts mehr auf die Reihe bekomme. Manchmal klappt es ja gerade so mit dem wöchentlichen Blog-Eintrag. Diese Woche habe ich mich aufraffen können, mir schöne kleine Arbeitspakete geschnürt und so im Laufe der Abende nach und nach meine kleine Platzhalterseite unter martinschneider.me erneuert. Es ist wohl die zwölfundzwanzigste Fassung einer Web-Visitenkarte, die ich seit 2010 erstellt habe.

Inhaltlich ist die Seite nun wirklich nicht spannender geworden. Über die optische Aufbereitung muss ich mir sicherlich noch den ein oder anderen Gedanken machen. Neben einer neuen Schrift hat sich für den Besucher eigentlich aktuell nicht viel geändert. Aber was ist denn nun passiert?

  • Sofern Betriebssystem und Browser es unterstützen, präsentiert sich die Seite nun in einem „dark mode“. Das war am Ende gar nicht schwierig zu implementieren: Die verwendeten Farbwerte sind nun alle in CSS-Variablen gespeichert und können ganz einfach per Mediaquery ausgetauscht werden.
  • Als Schrift verwende ich IBM Plex. Die habe ich vor ein paar Wochen auf der CSS-Conf kennengelernt und auf Anhieb gemocht.
  • Weil ich es mit Farben und diesem Design nicht so habe, verschwendete ich dieses Mal keine Zeit in einem der vielen Farbschema-Generatoren und greife statt dessen auf Nord zurück.

Und eigentlich mache ich das ja nun eher wegen dem Lerneffekt. Es ist ja Fluch und Segen zugleich, dass in meinem Berufsfeld regelmäßig irgendwie das Rad neu erfunden wird. Ein paar Sachen sind die Woche schon mal hängen geblieben:

  • Die Sache mit den CSS custom properties, also nativen Variablen in CSS, ist nochmal ein bisschen spannender als Preprozessor-Variablen. Die Möglichkeiten sind immens!
  • Webpack zum Kompilieren von SCSS nach CSS zu benutzen fühlt sich auch 2019 noch schmutzig an. Wenigstens sollen ab der nächsten Version keine Javascript-Geisterdateien mehr dabei entstehen.
  • Das ganze Thema Serviceworker ist nach wie vor irgendwie ein bisschen schwarze Magie. Die Seite sollte auch offline komplett geladen werden. Wie man die Geister, die ich da rief, aber wieder loswird, (sprich: Den lokalen Cache verwerfe.) muss ich noch herausfinden.
  • Das Deployment per Gitlab-CI und rsync fühlt sich besser an, als die Variante mit dem CI-gesteuerten git pull auf dem Server. Bei der Umstellung lernte ich: scp kopiert standardmäßig keine versteckten Dateien.

Ich hatte in der letzten Woche sehr viel Spaß bei meinem kleinen Nebenprojekt. Ich würde mich gerne viel öfter in Ruhe mit neuer Technik auseinandersetzen. Mal schauen, was ich mir als nächstes vornehme. Ich würde eigentlich gerne eine kleine React-Anwendung schreiben, doch fehlt mir noch die zündende Idee.