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The Expanse, Staffel vier

„Ich habe wirklich keine Ahnung, warum mich diese Serie so dermaßen fasziniert.“ sagte ich dieser Tage zum Kollegen. Ich habe mir Zeit gelassen mit Staffel Nummer vier, immer nur dann eine Folge geschaut wenn ich auch noch ausreichend wach war. Ich habe für jede Folge den Beamer angeworfen und das Telefon für eine Dreiviertelstunde zur Seite gelegt.

Cover des Videos 'The Expanse Season 4 - Official Trailer | Prime Video'

Die vierte Staffel ist die erste von Amazon produzierte, nachdem man sich bei SyFy entschieden hatte, nicht weiter produzieren zu wollen. Holden und die restliche Besatzung der generalüberholten Rocinante sind im Auftrag der UN auf einem neuen Planeten unterwegs. Dort ist bereits vorher eine Siedlergruppe aus dem Gürtel und eine wissenschaftliche Expedion eines Unternehmens gelandet. Aber auch Miller, der Holden weiterhin erscheint, hat da ein bisschen was zu erledigen.

Währenddessen kämpft Generalsekretärin Avasarala auf der Erde um ihre Wiederwahl. Die OPA rund um Camina Drummer und Klaes Ashford ist nicht nur damit beschäftigt sich selbst mehr oder weniger neu zu definieren, sondern muss es auch schaffen, die einzelnen Fraktionen unter einen Hut zu bekommen. Bobby Draper kämpft derweil auf dem Mars mit ihrem Dasein nach dem Ausscheiden aus der Armee und gerät in eine eher unglückliche Nebengeschichte. Die einzelnen Folgen werden so sehr abwechslungsreich und spannend. Die letzte Folge endet dann mit einem wirklich nervenaufreibenden Cliffhanger. Meine Güte.

Obwohl ich mir Zeit mit dem Anschauen lies, war die Staffel viel zu schnell vorbei. Ich freue mich schon sehr auf die fünfte Staffel.

Kurt Aust – Die Bruderschaft der Unsichtbaren

Letztens schrieb ich:

So „Kram mit Geschichte“ interessiert mich ja schon ein bisschen. Also Abenteuergeschichten, ein bisschen Trivialliteratur, der man einen mehr oder weniger ausgedachten geschichtlichen Hintergrund gibt. Ich mag die Bücher von Dan Brown ja zum Beispiel.

Das nachfolgende „Wächter des Labyrinths“ überzeugte mich dann ja aber leider nicht. Mit Kurt Austs „Die Bruderschaft der Unsichtbaren“ ist es ein bisschen anders: Es macht Spaß, gemeinsam mit Even Vik, dem Mathematiker, herauszufinden warum seine Ex-Frau urplötzlich Selbstmord begeht und ihm einen sehr sehr kryptischen Abschiedsbrief hinterlässt. Die Handlung springt dabei das ein oder andere Mal hin und her: Wir verfolgen Even dabei, wie er in einer von seiner Ex-Frau geplanten Schnitzeljagd den „Selbstmord“ an ihr aufklärt, bekommen aber auch einige Passagen aus der Perspektive eben dieser Ex-Frau Mai-Brit erzählt.

Und dann sind da auch noch einige Abschnitte, die aus der Sicht Isaac Newtons geschildert werden. Denn um den und seine Experimente im siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert geht es eigentlich. Und um einen Geheimbund, der dem Buch ja auch seinen Titel verleiht.

Mir hat das Buch gefallen, es darf im Bücherregal bleiben. Den Nachfolger, der weitere Abenteuer mit Even Vik enthält, habe ich auch schon am Wickel.

Von einer alten Schallplatte

Erinnert sich noch jemand an Port O’Brien? Vor etwa zehn Jahren, so sagt jedenfalls das Tagebuch, war ich auf einem Konzert der kalifornischen Band. Es war das erste und einzige Mal, dass ich ein Konzert vorzeitig verlies, was mich dann vor etwa zwei Jahren dazu verleitete, zu erklären, warum das vorzeitige Verlassen eines Konzertes eine dumme Idee ist.

Erinnert sich noch jemand an Facebook? Das „soziale“ Netzwerk, dessen Hochzeit auf jeden Fall in der letzten Dekade lag? Dort schaue ich ja alle paar Tage, machmal auch Wochen mal rein und lese durch Zufall, dass der Sänger der Band noch ein bischen Kram im Keller gefunden hat. Nostalgie-Martin kann sich für sowas ja begeistern und so sind schnell ein paar Dollar per PayPal verschickt und eine Schallplatte bestellt.

Und dann eine kleine Überraschung: Noch bevor irgendwann das Päckchen mit der Platte hier eintrudelt, erreicht mich eine Mail von Sänger Van Pierszalowski, der sich in ein paar persönlichen Worten freut, dass er eine Platte nach „Germany, where we had some of our best shows“ verschicken darf. Eine nette Geste. Ich schreibe ein paar nette Worte zurück und schaue mir nochmal ein paar der alten Videos der Band im Internet an. Und vielleicht finde ich es nocheinmal schade, dass ich nicht bis zum Ende auf dem Konzert war.

Neunzehn, zwanzig

Scheinbar gehen die Jahre mit zunehmendem Alter schneller vorbei? Zweitausendneunzehn ist irgendwie einfach an mir vorbei geflogen. Es ist vieles passiert, ich habe viel erlebt. Und irgendwie auch nicht.

„Irgendwann passiert halt nichts so richtig spektakuläres mehr.“ sagte ich letztens zum Nachbarssohn. Wollen wir doch mal sehen, was im vergangenen Jahr so passiert ist. Und weil ich ein bisschen faul bin, hangele ich mich an den Überschriften entlang, die ich im vergangenen Jahr schon für den Rückblick benutzt habe.

👶🏼 Das Baby Kleinkind

Herr Max ist nun gar kein Baby mehr, sondern ein Kleinkind. Herr Max ist ein sehr aufgewecktes und goldiges Kleinkind, das aber auch ziemlich nerven kann. Pünktlich zu seinem ersten Geburtstag war ihm das Gekrabbel zu langweilig und seit dem geht es immer sicherer auf zwei Beinen durch die Welt. Das erhöht Geschwindigkeit und Reichweite, als Eltern muss man sich daran gewöhnen. Es muss mehr Kram in Sicherheit gebracht werden. Und wenn man aus einem anderen Raum keine Geräusche mehr hört, sollte man mal gucken gehen. Überhaupt fängt jetzt wohl langsam dieses Ding mit der „Erziehung“ an. Auf Stühle klettern und dann drauf sitzen? Ok. Auf dem Stuhl rumturnen und versuchen die Lehne zu erklimmen? Nicht so ok. Mach‘ das mal einem Kleinkind begreifbar. Meine Güte.

Eines meiner Jahreshighlights war im August und September sicherlich meine zweite Elternzeit. Während Fräulein Anna wieder arbeiten ging, machten Herr Max und ich eine recht problemlose Kita-Eingewöhnung durch. Den Rest des doch recht angenehmen Sommers ließen wir es uns gutgehen und unternahmen den ein oder anderen sehr langen Spaziergang. Ich berichtete.

Ansonsten waren wir auch mit Herrn Max die ein oder andere Tour unterwegs. Sowohl für das ein oder andere Wochenende – aber auch direkt drei Wochen in Irland. Ich berichtete leider noch nicht. Klappt, ist aber anstrengender als zu zweit. Die Flexibilität leidet dann doch ein kleines bisschen.

📷 Die Kamera

Nichts ist schneller überholt, als mein geschriebenes Wort. Im letzten Jahresrückblick schrieb ich noch was von „Was die Technik angeht, habe ich meinen Frieden gemacht.“ Nur ein Vierteljahr später war die getreue EOS 6D verkauft und durch eine nagelneue Sony A7III ersetzt. Ein Tausch, der mir ein bisschen schwer gefallen ist. Aber auch einer, der sich gelohnt hat. Die kleine, leichtere Spiegellose habe ich lieber umhängen und vor allem in Kombination mit einer sehr kompakten 35mm Festbrennweite merkt man von ihr fast nichts.

Rein Gigabyte-mäßig habe ich dieses Jahr gut doppelt so viele Foto-Daten erstellt, wie im Vorjahr. Rund einhundert über das Jahr verteilt und nochmal fast siebzig während unseres Irland-Urlaubes. Wegen mehr Megapixeln und Kram ist das natürlich nicht vergleichbar. Ich brauche vermutlich bald wieder neue und größere Festplatten in meinem NAS.

Angestellt habe ich mit den Bildern allerdings erschreckend wenig. Machen ist ja die eine Geschichte. Bearbeiten und veröffentlichen eine andere. Die vielen schönen Bilder aus Irland liegen zum Beispiel noch größtenteils unsortiert herum. Mein Zeitmanagement ist völlig im Eimer. Vielleicht schaffe ich es dieses Jahr, hier ein bisschen nachzulegen.

🎶 Die Musik

Cover des Videos 'Your Top Songs 2019'

Letztes Jahr ist musikalisch noch deutlich weniger geschehen, als im Vorjahr. Wenn ich mir nebenstehende Top-Liste anschaue, sehe ich vor allem alte Bekannte. Ein paar neue Gesichter sind über die ein oder andere Playlist dazugekommen. So richtig schlimm finde ich das aber auch nicht. Das ein oder andere Konzert war auch drin. Das passt schon.

Im kommenden Jahr würde ich gerne wieder ein paar neue Bands entdecken. Und vielleicht das ein oder andere Konzert mehr erleben. Jedesmal, wenn ich vor einer Bühne stehe, merke ich, wie sehr ich Live-Musik genieße. Die ersten Tickets sind schon gekauft. Ein guter Anfang.

✍️ Das Blog

Achtundfünfzig Beiträge waren es in diesem Jahr, wenn ich mich nicht ver-addiert habe. Das ein oder andere Mal, habe ich tatsächlich vergessen zu bloggen. Trotz Ironblogger-Erinnerung. Über den Sommer arbeitete ich recht langwierig an einem neuen Blog-Theme, das auf den schönen Namen Elvar Bjarki hört. Ich bin zufrieden, auch wenn das noch lange nicht fertig ist. Ich habe noch tausend Ideen, was man optimieren oder anders machen könnte. Oder dranbauen. Mal schauen, was ich an meinen Feierabenden so auf die Reihe bekomme.

👨🏼‍⚕️ Die Gesundheit

Es geht voran! Nachdem man mich ärztlicherseits in der ersten Jahreshälfte darauf hinwies, dass ich doch mit den Kohlenhydraten ein bisschen langsam machen soll, mache ich auch wieder Fortschritte was den Abbau von Gewicht und vor allem Bauchumfang angeht. Ich bin also erst mal zufrieden, auch wenn Vorweihnachtsstress-Chips-und-Cola-Martin wieder ein bisschen kontraproduktiv auf das alles einwirkte.

Richtig gerne gehe ich dieser Tage ins Fitti. Und nicht nur dieser Tage, sondern schon eine ganze Weile. Die Faszienrolle, die Rudermaschine und das Laufband sind meine Freunde geworden. Etwa zwei Mal pro Woche versuche ich hin zu kommen. Und das klappt auch oft. Und fühlt sich gut an. Ich bin zufrieden. Erwähnte ich das?

Überhaupt geht es mir körperlich dieser Tage garnicht schlecht. So darf das gerne bleiben.

🔭 Der Ausblick

Wenn ich dann mal dran bin, tippe ich doch wieder viel zu viel. Also wieder nur eine schnelle Liste, was in diesem Jahr anstehen sollte:

Das war er also, mein belangloser Jahresrückblick. Wir lesen uns in einem Jahr wieder. Mal schauen, was es dann zu berichten gibt.