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Maskenpflicht

Ganz schön komisch kam ich mir vor, als ich dieser Tage nach meinem abendlichen „den ganzen Tag am Schreibtisch und noch keine 1000 Schritte getan“-Spaziergang noch schnell auf einen Sprung in den nahe gelegenen Supermarkt gesprungen bin und dort auf einmal der einzige Mensch ohne Mundschutz war. Der lag, wir haben uns schon vor einiger Zeit versorgt, griffbereit auf der Ablage im Flur – konnte ja keiner ahnen, dass mir erst unterwegs die schwindenden Joghurt-Vorräte des jungen Herrn Max einfallen würden.

Jedenfalls: Ich kam mir ohne Mundschutz komisch vor. Und das ist gut so, denn mit ein bisschen Gruppenzwang lässt sich bestimmt der ein oder andere Tüchlein-Verweigerer umstimmen. Und wenn ich so einen kleinen Beitrag zur Beseitigung des Chaos leisten kann, dann binde ich mir auch ein Tuch vor Mund und Nase. Auch wenn das ungewohnt und mit der Brille ein bisschen unbequem ist.

Tags drauf im Baumarkt war ich dann einer von wenigen, die vermummt zwischen den Regalen umherstreiften. Zwar war der Besuch auch ungeplant, aber dieses Mal hatte ich sicherheitshalber ein Tüchlein in die Tasche von Herrn Maxens Buggy gepackt. Und direkt fühlte es sich wieder ein bisschen komisch an. Von daher finde ich, auch wenn natürlich über Sinn und Zweck der Masken gestritten wird, eine Pflicht zum Tragen gar nicht falsch.