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Ein guter Tag

Alltäglich Belangloses

Unsere aktuelle Situation – man kann es sich denken – nimmt mich und alle anderen einigermaßen mit. Ich schlafe mal besser und mal schlechter und dementsprechend ist meine Laune. Fräulein Anna hat im Zuge ihrer Behandlung gute und schlechte Tage. Und Herr Max ist natürlich auch mal mehr und mal weniger gut drauf. Manchmal läuft aber auch alles glatt – und davon soll es heute gehen.

Diese Woche aber habe ich einen ausgesprochen guten Tag. Es ist Mittwoch und ich starte ausgeschlafen in den Tag, nachdem ich es geschafft habe am Vorabend einmal nicht vor dem Computer oder dem YouTube-Handy zu versacken. Selbstdisziplin ist nicht so meins.

Herr Max ist schon am frühen Morgen wirklich gut drauf und das soll sich den Rest des Tages nicht ändern, wir lassen unsere sonst üblichen Stressmomente, zum Beispiel beim Zähneputzen, einfach ausfallen. Dazu kommt, dass Fräulein Anna an den Tagen direkt vor den Behandlungsterminen auch recht fit ist. Die Stimmung ist gut während wir uns alle für den Tag fertig machen.

Mein Arbeitstag gestaltet sich sehr entspannt: Durch Terminverschiebungen beim Kunden habe ich nun deutlich mehr Zeit für die anstehenden Projekte. Ich bin guter Dinge, dass die kommenden Wochen zumindest arbeitstechnisch nicht all zu stressig werden. Außerdem komme ich gut mit der eigentlichen Arbeit voran und schließe pünktlich und zufrieden meinen Computer am Abend.

Aber es kommt noch besser: Die Sonne scheint heute. Ich muss mich jedes Mal wieder wundern, wie sehr ein wenig mehr Licht positiven Einfluss auf meine Stimmung hat. Ich kann es kaum erwarten mehr Tageslicht zu erleben und besseres, wärmeres Wetter zu erleben.

Da macht es mir gar nichts aus, dass ich bei dem Versuch, die interne Verlinkung meines neuen Blogthemes zu testen auch irgendwie alle Bilder-Verweise teste und somit allerhand Guthaben beim Bildkonvertierungs-Dienstleister meiner Wahl verbrate. Irgendwann wäre das sowieso passiert.

Jedenfalls gehe ich am Abend mit einem wirklich guten Gefühl im Bauch – aber auch schon wieder viel zu spät – ins Bett. Solche Tage kann ich öfter gebrauchen.

Geschichten aus der Geschichte

Netzkram

Als ich letztens auf der Suche nach einem Podcast war, der mich während meinen Spaziergängen zwar unterhält, gleichzeitig aber nicht die Stimmung mit Mord, Todschlag und ähnlichem versaut, landete ich irgendwie bei Geschichten aus der Geschichte.

Seit über fünf Jahren erzählen sich die Historiker Daniel Meßner und Richard Hemmer Woche für Woche eine Geschichte aus der Geschichte. Das Besondere daran: der eine weiß nie, was der andere ihm erzählen wird. Dabei geht es um vergessene Ereignisse, außergewöhnliche Persönlichkeiten und überraschende Zusammenhänge der Geschichte aus allen Epochen.

„Ein bisschen was mit Geschichte“ mag ich ja wirklich gerne und so bin ich bei den beiden hängen geblieben und höre neben der aktuellsten Folge am Wochenende meistens noch eine zweite Episode. Bei inzwischen fast dreihundert Ausgaben ist die Auswahl auch wirklich groß und so hörte ich schon allerhand über sinkende deutsche U-Boote, mittelalterliche Schlachten, die letzten Tage Napoleons und vieles mehr.

Zwar geht es auch bei Geschichten aus der Geschichte hin und wieder um Gevatter Tod, aber die Geschichten sind lange genug her, als das sie mich so mitnehmen wie die ganzen True-Crime-Dinger. So konnte ich zum Beispiel über den Erfurter Latrinensturz schon ziemlich schmunzeln. Ich lerne jedenfalls immer ein bisschen etwas und baue so langsam aber sicher ein enormes Smalltalk-Wissen auf. Nun müsste ich nur mal wieder unter Menschen kommen. 🤷🏼‍♂️

Zwanzig, einundzwanzig

Alltäglich Belangloses

Ich habe ja überlegt, einfach ein 🖕🏻 zu posten und es damit gut sein zu lassen. Zwanzigzwanzig hat mich in großen Teilen sehr viel Energie gekostet – um nicht zu sagen: Es hat mich fertig gemacht. Aber vielleicht gehen wir mal in die Details.

👶🏼 Das Kleinkind

Herr Max ist großartig. Und vielleicht das Beste, was ich in diesem Jahr erleben durfte. Ihm beim Lernen neuer Dinge oder einfach nur beim Spielen zuzuschauen ist unfassbar großartig. Herr Max weiß sehr genau was er will, er redet ohne Unterlass und verwundert mich immer wieder mit all den Dingen, die er sich so behält. Er rennt und klettert und fährt unfassbar schnell mit seinem Laufrad. Ich bin sehr stolz auf Herrn Max. Das Herr Max mit diesen Eigenschaften natürlich auch sehr anstrengend sein kann, steht außer Frage. Ich wundere mich oft über meine Geduld.

📷 Die Kamera

Ungefähr 100 Gigabyte Bilder habe ich dieses Jahr gemacht. Da ich nicht so besonders viel rumgekommen bin, sind das vor allem sehr viele Bilder von Herrn Max in Aktion. Und die könnte ich, Serienbildfunktion sei Dank, auch mal noch ein bisschen aussortieren. Die einzige richtige Bilderserie ist glaube ich bei unserem Kurzurlaub in Monschau entstanden. Mit der bin ich dafür aber auch außerordentlich zufrieden.

Was meine Ausrüstung angeht, habe ich dieses Jahr nur ein wenig ausgemistet und vereinfacht. Ich habe mir das großartige 24-105 f/4-Objektiv ins Haus geholt und bin nach wie vor bei jedem Einsatz sehr zufrieden damit.

🎶 Die Musik

Cover der Playlist "Your Top Songs 2020"

Mein musikalisches Jahr war nun auch irgendwie nicht herausragend. Ich habe pandemiebedingt nur ein Konzert in diesem Jahr gesehen: Thees Uhlmann im Brückenforum. Ich erinnere mich noch gut, dass ich mich damals, Ende Februar, schon nicht mehr sonderlich wohl in der Menschenmenge gefühlt habe. Das Konzert war dennoch toll.

Ansonsten ist dieses Jahr vor allem viel Popmusik gelaufen. Taylor Swift und Sia waren sehr weit vorne dabei.

✍️ Das Blog

„Die Blogs“ muss es eigentlich heißen! Ich habe mir eine neue Webseite gebaut und aus irgend einem Grund fand ich es gut, dort auch eine Blogfunktion vorzusehen und dann auch noch auf Englisch loszuschreiben. Aber schaut selbst: martinschneider.me. Mit der Umsetzung meines Vorsatzes „Mein Zeitmanagement verbessern, so dass ich neben der Arbeit noch ein bisschen produktiv sein und dazulernen kann.“ bin ich jedenfalls zufrieden.

Hier in diesem Blog habe ich es geschafft im Schnitt genau einen Beitrag pro Woche zu veröffentlichen. Das ist ok. Im Zuge der Arbeit an meinem nächsten Blog-Theme, was bereits seit September oder so in der Mache ist, habe ich aber auch wieder vorgesehen kürzer und dafür häufiger zu schreiben. Mal gucken ob das klappt. Den Vorsatz „Mehr ins Blogdings schreiben. Ich lese hier so gerne nach, was ich irgenwann mal tat. Das soll noch eine Weile so bleiben.“ nehme ich mit ins neue Jahr.

👨🏼‍⚕️ Die Gesundheit

Gesundheitlich war das Jahr glaube ich ganz ok. Leider konnte ich meine sportlichen Vorsätze aus dem letzten Jahr vor allem auch nicht umsetzen, weil das Fitti auf einmal zu war. Ich bin zwar weiterhin fleißig spazieren gegangen, aber mit „Weiterhin regelmäßig Sport machen.“ hatte ich eigentlich an eine ganzheitlichere Ertüchtigung gedacht. Seit kurz vor Weihnachten steht nun ein Rudergerät hier in der Wohnung. Ich habe mich damit abgefunden, dass ich wohl so schnell nicht wieder in ein Fitti gehe. Und das Rudern hat mir schon ein bisschen gefehlt, das habe ich sehr gerne gemacht. Mal schauen, ob ich das auch zu Hause hinbekomme.

👨🏼‍💻 Die Arbeit

Puh, die Sache mit der Arbeit. Anfang des Jahres war keine gute Zeit für mich, vor allem auch mental. Die Zeit ist, das habe ich auch im letzten Jahresrückblick geschrieben, nur so verflogen. All das mündete dann darin, dass ich meine Arbeit in Köln zugunsten einer Anstellung in Bonn kündigte um mir die äußerst nervige und unberechenbare Pendelzeit zu sparen. Dann kam COVID-19 und scheinbar ist so eine Pandemie und Homeoffice allerorten nicht unbedingt der idealste Zeitpunkt um sich an eine neue Firma zu gewöhnen. Und obwohl dort eigentlich alles stimmte, hatte ich nicht das Gefühl „angekommen“ zu sein. Und so kam es, dass ich nach einem Vierteljahr wieder bei meinem eigentlich gerade erst Ex-Arbeitgeber unterschrieb, dieses Mal allerdings als Remote-Arbeiter. Und das klappt gut. Ich habe mir eine komfortable Ecke in unserer Wohnung eingerichtet, einen höhenverstellbaren Schreibtisch gekauft und bin nun zufrieden. Das war eine anstrengende Zeit, aber mit dem Ergebnis bin ich nun zufrieden.

🔭 Der Ausblick

Für dieses Jahr nehme ich mir nicht so viel vor. Die Punkte aus dem letzten Jahr, nämlich

  • Mehr Dinge ohne Computer oder Telefon machen. Fotografieren, lesen. In der Sonne sitzen.
  • Weiterhin regelmäßig (zu Hause) Sport machen.
  • Mehr ins Blogdings schreiben. Ich lese hier so gerne nach, was ich irgenwann mal tat. Das soll noch eine Weile so bleiben.

kann man eigentlich einfach so weiterverfolgen. Und ansonsten: Durchstehen und positiv bleiben, würde ich sagen. Das dicke Ende kommt nämlich wie üblich zum Schluss. Seit Anfang Dezember wissen wir, dass Fräulein Anna Brustkrebs hat. Wir – und damit meine ich vor allem das Fräulein – gehen da mit sehr viel Energie und sehr offen ran. Aber damit steht der Plan für das kommende Jahr eigentlich auch schon. Ich drücke uns die Daumen. Und übernächstes Jahr wird dann wieder super.