Von Baumhäusern, Ruderungen und Bildern

· Allwöchentlich Belangloses

„Martin, was war die letzten Wochen eigentlich so los?“ könnte man mich fragen. Mal gucken.

Ich habe ein Baumhaus gebaut. Leider kein echtes auf einem richtigen Baum, sondern nur Modell Nummer 21318 aus der „LEGO Ideas“-Reihe. Spaß gemacht hat das auf jeden Fall wieder sehr. Schon der Aufbau des LEGO Bonsai letztens war ja eine großartige Therapie-Maßnahme. Das Baumhaus steht dem in nichts nach und ist wirklich wirklich schön und sehr detailreich. Herr Max ist auch ein großer Fan, weiß aber auch, dass er am „Papa-Baumhaus“ nicht spielen darf. Obwohl mir das angeleitete Bauen wieder sehr viel Freude bereitet hat, habe ich aber gemerkt, dass mir das „freie Bauen“ schon noch ein bisschen mehr Spaß macht. Die Erkenntnis kommt mir ganz recht, denn Platz für noch mehr aufgebaute Premium-Modelle hätte ich beim besten Willen nicht.

Mein Schlaf ist in den letzten Wochen immer schlechter geworden. Ich muss schon sehr früh ins Bett gehen, um die Tage einigermaßen ausgeschlafen durchzustehen. Das mag auch ein bisschen damit zusammenhängen, dass Fräulein Anna und ich temporär die Seiten des Bettes getauscht haben. Der Zurücktausch steht kurz bevor, hoffen wir, dass das hilft.

Die Arbeit macht mir derzeit richtig viel Spaß. Die Themen sind nach meinem Geschmack: Ich arbeite mit den Kolleginnen und Kollegen an einem etwas komplexeren Frontend und komme so das erste Mal dazu, meine sehr theoretischen Kenntnisse im Bereich „Pattern Library“ unter die Leute zu bringen. Ansonsten bereiten wir gerade die optische Umgestaltung einer weiteren Webseite vor, was mir auch vermutlich sehr viel Spaß machen wird.

Genau ein Mal habe ich in der vergangenen Woche gerudert. Als ich letzten Donnerstag frei hatte, hab‘ ich mir die Maschine zurecht geschoben und lockere 15 Minuten Arme und Beine bewegt. Das hat direkt großen Spaß gemacht und die erste Wiedereinstiegshürde ist damit schon mal genommen. Nun bin ich noch unschlüssig: Quäle ich mich besser Morgens früher aus dem Bett oder warte ich bis Herr Max am Abend in selbigem liegt, um dann meine Runden zu drehen?

Und sonst so? Es wird langsam schöner draußen. Man kann im Pulli spazieren gehen und die Sonne auf sich scheinen lassen. Zwar ist es dennoch oft genug auch noch kalt, aber ich merke wie gut mir und meinem Gemüt die längeren Tag-Phasen tun. Ich möchte diesen Sommer sehr viel Zeit draußen und in der Sonne verbringen. Vielleicht mache ich ja sogar das ein oder andere Bild mit Absicht? Heute habe ich schon mal angefangen und die Kamera samt manuellem Canon FD 50mm f1.4-Objektiv. Die Ausbeute von heute lässt sich so beschreiben: Herr Max ist schneller als ich manuell fokussieren kann. Nächstes Mal schraube ich mir wieder etwas modernere Technik an meine Kamera dran.

Ein rosa blühender Baum hinter einer Mauer.

In den vergangenen Wochen arbeitete ich in meiner freien Zeit vor allem wieder viel an meiner anderen Homepage, machte das dazugehörige Repository frei zugänglich und schrieb zuletzt auch einen Artikel über all das, was ich dazu an Gedanken im Kopf habe. Das kam ganz gut an: Einige Leute, deren Arbeit im Internet ich sehr schätze, teilten meinen Post bei Twitter oder antworteten kurz. Darüber freue ich mich jetzt gerade beim Schreiben noch einmal ein bisschen mehr, als ich es öffentlich zugeben möchte.

Wer war das?

· Alltäglich Belangloses

Herr Max kann sich Dinge gut merken. Manchmal sprechen wir auch nach Wochen nocheinmal über eine Situation. Herr Max geht außerdem sehr aufmerksam durch die Welt. Ihm fallen die kleinsten Details auf, wenn wir unterwegs sind. Er erkennt Leute schon von Weitem: „Das ist die Mama von Soundso!“ ruft er schon, wenn der Fahrradhelm der betreffenden Person noch ein kleiner Punkt am Horizont ist.

Deshalb ist es mehr als verwunderlich, dass Herr Max auch immer „Wer war das?“ ruft, wenn uns auf der Straße jemand begegnet, den wir sehr gut kennen. Das passiert auch nur, wenn wir die entsprechende Person kennen. „Ach Max!“, sage ich dann, „Wer war denn das?“ und natürlich weiß er auch immer, wem wir begegnet sind. Und dann lachen wir kurz miteinander. Inzwischen lachen auch die Nachbarn und alle möglichen Freunde, die uns auf unseren täglichen Wegen begegnen, wenn direkt nach meinem „Hallo!“ ein lautes „Wer war das?“ aus dem Buggy ertönt.

Outside the Wire

· Filme & Serien

Outside the Wire ist so ein Film, der schrecklich vorhersehbar ist. Mensch trifft Maschine, Maschine entwickelt Moral, Mensch ist dennoch besser. Die Erklärungen zu Beginn des Films erinnern an Cutscenes eines Computerspiels, die Action-Szenen sind ganz nett, das Szenario einer Bürgerkriegs-Ukraine nicht ganz unrealistisch. Dennoch: Ich hätte besser einfach aufgehört mit dem Film, als ich die Wäsche fertig gefaltet hatte und die restlichen zwanzig Minuten einfach gegen die Wand gestarrt. Dann hätte ich mir zumindest die patriotische Charakterentwicklung des menschlichen Hauptdarstellers erspart.

Cover des Videos "Outside the Wire | Offizieller Trailer | Netflix"

The Expanse – Staffel fünf

· Filme & Serien

Es ist schon wieder über ein Jahr her, dass ich Staffel vier in aller Ruhe geschaut habe. Bei der aktuellen Staffel habe ich es genau so gehalten.

Marco Inaros zettelt mit Terroranschlägen eine Krise quer durch alle Allianzen an. Und das alles, während unsere Freunde getrennt unterwegs sind. Nach den Ereignissen auf Ilus lässt Holden die Rocinante generalüberholen, Amos Burton reist auf die Erde und trifft auf alte Bekannte. Alex Kamal ist auf den Mars und trifft auf Bobby Draper. Naomi Nagata macht sich auf den Weg um ihren Sohn zu suchen, der inzwischen nicht unbedingt den besten Umgang hatte. Kein Wunder, ist Ober-Bösewicht Inaros doch sein Vater. Auch die nun ehemalige Generalsekretärin Avasarala mischt nun auch wieder mit, genau so wie ein wenig Protomolekül.

Cover des Videos "The Expanse – Season 5 Official Trailer"

Ich fand auch die fünfte Staffel The Expanse wieder wirklich spannend. Ich bin schon gespannt auf die sechse und letzte Staffel. Und vielleicht lese ich bis dahin auch mal die Bücher von James Corey, die ich nicht erst einmal empfohlen bekam.