Fronkraisch, Fronkraisch

Freitagmorgen, ein Auto, zwei Menschen, etwa 1800 Kilometer Autobahn. So sah das nämlich aus. Gemeinsam mit Frau Anna war ich da unterwegs, wo andere nur auf Ketten hinfahren wollen. Blöd von denen, eigentlich. Denn in Frankreich ist es auch auch dem Auto heraus und somit auf Rädern sehr schön.

Aire de Boutroux

So sonderlich viel von Land gesehen haben wir dabei nicht einmal. Ein Besuch bei den Großeltern stand an. Und da muss man erst einmal hinkommen. Ein Roadtrip ist was feines wenn man gut verpflegt ist, die Sonne ein wenig scheint und die Autobahn frei ist. Dazu eine knapp 2500 Lieder umfassende Musikbibliothek im Shuffle-Modus und fleißiges Liederraten. Langweilig wurde das nicht.

Martin ist jetzt ein Fan von französischen Autobahnen. – Könnte man so sagen. Zwar kosten die was und sind nicht so ganz billig und die Mautstationen in ihrer Bedienung beim ersten Mal sicherlich eine Herausforderung. Aber dafür sind die Straßen nicht sonderlich voll und vor allem gut in Schuss. Da kann man sich nicht beschweren.
Auch nicht über die Geschwindigkeitsbegrenzung. 130 km/h sind erlaubt. Und das finde ich ziemlich prima. Es wurde kaum gedrängelt, alle waren locker unterwegs, keiner raste unglaublich flott an einem vorbei. Wirklich sehr entspanntes Fahren war das. Und eigentlich fahre ich nicht mal mehr gerne Auto.

Am Samstag dann eine Verlobungsfeier: Ganz großes Kino! Ich lernte eine Menge netter Menschen kennen, von denen die meisten französischer Herkunft waren. Man hatte in der Einladung um Verkleidung gebeten und so spackten wir, als Franzosen Bekleidungsmäßig getarnt ((Ohne Baguette und Rotwein, aber mit Bier.)) zusammen mit Batman und Robin, Micky Maus und Minnie und allerlei anderer merkwürdiger Gestalten ab. Und gerade als das Lied mit den bösen Römern kam, musste ich dann auch gehen. Sehr züchtig! Aber das ist eine andere Geschichte ((Ich habe gerade keine Lust auf Katholiken-Bashing.)).

Sonntag zurück. Einmal schlafen musste zwischendrin sein. Sonst wäre das nicht gut ausgegangen. Dafür dann aber keinen Stress rund um Paris. Alles „fluide“, wie uns die Stau-Anzeige mitteilte. Dafür dann ein fieser Unfall in Belgien, inklusive auf dem Kopf liegendem Wohnwagen.

Irgendwie habe ich es dann geschafft, auf der gesamten Tour irgendwie nur drei Bilder zu machen. Komische Sache, aber während man ein Lenkrad in der Hand hat, knipst es sich so schlecht.

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