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Eine Hausordnung

Ein Post bei Rouven hat mich an eine kleine Geschichte aus meiner Jugend erinnert.

Es muss in der 9. oder 10. Klasse gewesen sein, irgendwann im Winter. Ich hatte das große Glück, das mein Bus trotz übelsten Schneetreibens es geschafft hatte, die Strecke von Enzweiler bis Weierbach zu meiner damaligen Schule, dem Göttenbach-Gymnasium zu überwinden. Dummerweise kam außer mir (fast) kein Schwein und so saßen wir zu viert in unserer Klasse, ebenfalls am Start: Mein Klassenlehrer, den wir heute mal Schandreas Erbel nennen wollen.

Vier von fast 30 Leuten ist keine gute Zahl um Unterricht zu machen und so überbrückten wir die Zeit mit einem kleinen Schwätzchen. Als Herr Erbel seine „Schulschmier™“ an den Start brachte, zögerte ich nicht lange und packte meine ebenfalls aus.
Ich hatte noch nicht drei Mal abgebissen, als der von Rouven erwähnte Lehrer (nennen wir ihn mal Vainer Rettin) in die Klasse schaute. Nach einem kurzen „Hallo Schandreas… (bla)“ zu meinem mampfenden Lehrer sprach er mich dann an: „Während der Unterrichtszeit ist das Essen nicht gestattet! Das gibt ne Hausordnung!“. Danach war er auch schnell verschwunden. So verdutzt hat man mich in meinen jungen Jahren sicherlich selten gesehen.
Eine kurze Nachfrage bei meinem Klassenlehrer ergab dann ein „Das lassen wir mal im Sand verlaufen.“ – Glück gehabt!