Menü

Rauchverbot am Campus

Rauchen verboten

Bild: Eine Provokation meinerseits in der Speicherstadt (Hamburg)

Seit 1. Januar ist an meiner Lieblings-FH das Rauchen im Gebäude verboten. Das kann man gut finden, muss man aber echt nicht! Ich bin Raucher – also finde ich das nicht gut.

Als ich 2002 mit meinem Studium angefangen hab, durfte man noch im gesamten Gebäude, ausgenommen die Vorlesungssäle, rauchen. Das war zwar recht cool, wenn man rauchend den Raum wechselte, aber ich fand das schon etwas übertrieben. Natürlich hat jeder überall hingeascht und viele Kippen haben auch nicht den Weg zum Aschenbecher gefunden. Irgendwann wurde das Rauchen dann eingeschränkt – es gab nun zwei Raucherecken im Gebäude und im Glasbau durfte auch geraucht werden. Bei uns im 26er haben wir auch immer in unserer Kaffeeküche/Aufenthaltsraum geraucht und das war natürlich extrem nobel. Damit ist es nun vorbei, nachdem der Allgemeine Ausschuss (oder so) das beschlossen hat. Damit gehen die durchaus kreativen Kaffee- und Kippenpausen nun irgendwie verloren. Der ein oder andere mag es nachempfinden können: Wenn man es hin und wieder schafft, sich fünf Minuten von der Arbeit weg zu bewegen und ein wenig den Kopf frei zu machen, geht es anschließend oft besser weiter.

Da ich grundsätzlich ja ein toleranter Mensch bin, verstehe ich schon wenn jemand sich an Rauchern stört. Ich behaupte hiermit, dass wir aber nie jemanden mit unserer Qualmbude gestört haben. Es wurde ja niemand gezwungen, da mit uns rumzuhängen.
Wie nun aber verfahren wurde regt mich schon ein wenig auf: Vor die Tür gehen ist ja schön und gut – das mache ich zu Hause auch. Aber das man nicht in der Lage ist, wenigstens einen Unterstand oder so an den Start bringen kann, das ist eine Frechheit. Hier fängt nämlich (meiner bescheidenen Meinung nach) die Diskriminierung an. Ich erwarte keinen Luxus wenn ich eine rauchen gehe – aber ein wenig Wetterschutz wäre doch angebracht. Schließlich nehmen wir Raucher ja das auf uns, um die Nichtraucher vor dem bösen Qualm zu „schützen“.