Archiv für Monat: November 2008

Im Internet surfen

Warum „surfen“ wir eigentlich im Internet? Da wusste Frau Mutter heute beim Mittagstisch doch tatsächlich mehr als ich… und die Wikipedia hat es bestätigt:

„Bekannt gemacht wurde der Begriff „Surfing the Internet“ durch den gleichnamigen Artikel der US-amerikanischen Bibliothekarin Jean Armour Polly, der im Juni 1992 im Wilson Library Bulletin erschienen ist. Sie kam auf den Namen, als sie ihr Mauspad ansah, auf dem ein Surfer abgebildet war.“
Quelle: Wikipedia

Da sag noch einer, man könnte beim Heimatbesuch nichts mehr von seinen Eltern lernen! Ich stöbere jetzt mal nach einem Mauspad mit einem Surfer drauf. Oder vielleicht eher ner Surferin…

How to schreib a Diplomarbeit

… oder vielleicht besser: „How to not schreib a Diplomarbeit“?

Eigentlich wollte ich schon vergangenen Sonntag zu diesem Thema ein paar Worte loswerden. Passend wäre das gewesen, denn da war es noch genau ein Monat zum spätest möglichen Abgabetermin. Da ich es dann doch tatsächlich geschafft habe, dieser Tage einiges an der Arbeit herum zu schreiben, fiel das flach. Manchmal kann ich eben doch Prioritäten setzen.

Wieder einmal hängt es an mir: Den Arsch hochkriegen gehört definitiv nicht zu meinen Stärken. Während ich mit dem praktischen Teil wirklich gut zu Rande komme, mir die Arbeit wirklich Spaß bereitet und das Ergebnis schon ein wenig über meinen Erwartungen liegt, ist die dröge Schreiberei nichts für mich. Auch wenn inzwischen gute 50 Seiten hinter mir liegen, wissenschaftliche Ausarbeitungen werden mir wohl nie wirklich ein guter Freund sein.

So bin Ich wirklich froh, dass ich mein Studium ohne irgendwelche Hausarbeiten herumgebracht hab. Hinsetzen und schreiben geht irgendwie überhaupt nicht. Wenn ich mir da anschaue, was mir bekannte Anglistik, Germanistik oder Pädagogik-Studentinnen und -Studenten so alles schreiben müssen… Weit hätte ich es da aus purer Faulheit schon nicht gebracht. Auch Thomas‘ Anleitung hätte mir da sicherlich nicht viel geholfen.

Diplomarbeit schreiben

Diese Woche habe ich nun Urlaub. Diesen will ich nutzen, um die Arbeit weitestgehend fertig zu stellen. Die Liste mit den „Kleinigkeiten“ die ich in der kommenden Woche in der Firma klären muss, wird auch immer länger. Allerdings könnte ich tatsächlich besser vorankommen und hier sitzt das Problem bei der Geschichte: Meine Konzentrationsspanne ist aus irgendeinem Grund etwa bei der einer Fruchtfliege angesiedelt. Aus diesem Grund habe ich mir neben meiner Tipperei einiges vorgenommen. Viele Kleinigkeiten die ich in und um meine Bude schon immer mal erledigen wollte und viele weitere Nebensächlichkeiten die schon ewig auf Halde liegen.
Abwechselnd „diplomieren“ und „Kram abhaken“ war dann tatsächlich eine gute Idee und hat mich wirklich weitergebracht.

Nun geht es in den Endspurt. Über ein paar schlaue Tipps zu meinem aktuellen Lieblingsthema freue ich mich natürlich immer. Bald geht es dann auch hier mit voller Kraft weiter. Es ist immer wieder spannend was man alles so an Ideen entwickelt, wenn man eigentlich was ganz anderes im Kopf haben sollte.

Abenteuer Plasmaspende

Weil ich ein geldgeiler Sack bin immer gerne was Gutes tue, gehe ich ja seit neuestem Blut spenden. Da man mir aus irgendwelchen medizinischen Gründen nur alle sechs Wochen Blut abzapfen will, gehe ich nun zwischendrin hin und wieder Blutplasma spenden. Heute das erste, aber definitiv nicht das letzte Mal. Da ich bekanntlich eher so der „Livin‘ on the edge“-Typ bin, lasse ich mich von einer Nahtod-Erfahrung natürlich nicht abschrecken.

Aber fangen wir vorne an: Möglichst fettarm ernähren sollte man sich vor der Plasma-Spende. Dafür aber viel Eiweiß zu sich nehmen. Nachdem ich mich versichert hatte, dass das Vollkornbrot unter der Salami das irgendwie ausgleicht, landete ich dann nach einem kurzen Arztgespräch auch auf einem der bekannten Sitze mit den ausführlichen Armlehnen. Sogleich legte die Maschine neben mir mit eigenartigen Geräuschen los. Wenn ich schon angeschlossen gewesen wäre, hätte ich ja schwer auf einen Herzstillstand bei mir oder ähnliches getippt. Die Situation erinnerte mich an meine Jugend, als ich noch mit Freude „Emergency Room“ schaute. Der Blutspendebediensteten und ihrem Kollegen gelang es dann aber, durch das Ausschalten des Gerätes, eben dieses auch wieder verstummen zu lassen. George Clooney hätte damals sicherlich nicht anders reagiert.

An der Stelle hätte ich mir vielleicht wen anderes zuweisen lassen sollen. Geschickt stellte sich die gute Frau nämlich nicht gerade an. Kaum hatte sie es geschafft an meinem rechten Arm die Vene zu treffen, kam sie auf die Idee die Nadel auch wieder herauszuziehen. Vergleichbar war die Situation mit einem Fassanstich – wenn der Zapfhahn abbricht. Eine mittelgroße Blutspende meinerseits verteilte sich daraufhin erst über meinen Arm, dann über die Lehne um dann auf den Boden zu tropfen.
Merkwürdigerweise konnte ich da noch drüber lachen, was wohl auch an der ausgebrochenen Hektik in dem Laden lag. Wer weiß wie ich auf Blut in freier Wildbahn reagiere kann sich sicherlich vorstellen wie mir dabei zu Mute war.
Zu dritt legten die Blutspendebediensteten mich dann zuerst mal trocken, um dann anschließend meinen linken Arm an die Maschine anzuschließen. Merkwürdigerweise klappte das nun auch auf Anhieb. Vielleicht lag es aber auch daran, dass dieses Mal wer anders mit der Nadel hantierte.

44 Minuten brauchte die doofe Maschine dann, um Blut aus mir herauszuziehen, das Plasma zu zentrifugieren und dann wieder Blut in meine Bahnen hineinzupumpen. 2,2 Liter liefen in der Zeit und in 5 Durchgängen insgesamt durch den Apparat. Interessanterweise ist das Blutplasma übrigens nicht (wie ich vermutet hatte) eher so wie Wasser, sondern erinnert an dickflüssiges Urin ein helles Weizenbier. Abgestanden. Schaum hat sich (Zu meinem Glück?) nämlich keiner gebildet.

Nächsten Dienstag darf ich wieder kommen und mich abzapfen lassen. So lange ist es aber nun erst mal vorbei mit kurzen Ärmeln und der Polizei sollte ich auch eher mal nicht unterkommen: Nach einem ausführlichen Wochenende mit Pete Doherty und Amy Whinehouse könnten meine Armbeugen auch nicht schlimmer aussehen.

Potpourri in Mainz

Das vergangene Wochenende habe ich auf dem 3. Treffen des Landesverbandes in Mainz verbracht. Nachdem ich im letzten Jahr schon eine Menge Spaß hatte und die Ausschreibung auch recht spannend klang, freute ich mich auf eine Menge Unterhaltung. Natürlich wurde ich hier nicht enttäuscht.

Vor allem der Besuch bei einem inzwischen 96jährigen Pfadfinder war sehr interessant. Viel sagen konnte ich dort zwar nicht, aber Leo ist es anscheinend auch gewohnt das man ihm zuhört. So bekamen wir eine ziemlich gute Analyse der heutigen Pfadfinderei und ein paar Tipps, unterbrochen durch die ein oder andere Anekdote. „1923 kam ich zu den Pfadfindern…“ Beeindruckend, wie viel Einblick in unsere aktuelle Arbeit der alte Herr hat.

Ansonsten stand eine Streife über den Rheinflohmarkt auf dem Plan und eine Stadtführung haben wir auch mitgemacht. Hier fand ich es sehr schade, dass ich wegen meines obigen Termins leider nicht ganz mitgehen konnte. Der junge Mann war sehr fit und hat wirklich prima erklärt.

Außerdem habe ich das Wochenende genutzt, ein paar wenige Bilder zu machen. Diese finden sich nun auch in meinem flickr-Stream.

Powerbook adé…

Fast vier lange Wochen lang habe ich mehr als ungeduldig gewartet, seit gestern steht es nun auf meinem Schreibtisch: Das MacBook Pro, Modell „Late 2008“, löst nach guten drei Jahren mein Powerbook G4 ab.

Ich habe mich für das „kleinere“ Modell in der 15″-Reihe entschieden, mir allerdings direkt 4GB Speicher einbauen lassen. Bisher (also nach rund 24 Stunden) bin ich mehr als zufrieden. Das war vorauszusehen, hat die neue Kiste doch von allem wesentlich mehr als das Powerbook. Auch ansonsten scheine ich nicht von einem der Fehler der neuen Geräte heimgesucht zu werden, die im Moment die Runde machen.

Das Einrichten stellte sich mehr als einfach heraus, auch wenn ich auf die Verwendung des Migrationsassistenten verzichtete. Da ich meine Email-Konten per IMAP verwalte, musste ich nur die Serverdaten in Mail eintragen und alles war wieder auf gewohntem Stand. NetNewsWire bekam auch nur meine Kontaktdaten bei Newsgator mitgeteilt und schon lief auch dort wieder alles. Einzig die Kalender und das Adressbuch musste ich manuell zuerst auf dem Powerbook exportieren und dann wieder importieren. Runde 30GB Daten waren dann auch noch schnell über das Netzwerk herübergezogen und schon war alles wieder so wie es gehört.

Da mein alter Programmordner ein wenig überfüllt und die Software sicherlich nicht komplett auf neuestem Stand war, habe ich alles was ich (zusätzlich zur mitgelieferten Software) brauche neu installiert. Hierbei sind mir schon zwei Kleinigkeiten aufgefallen, über die ich sicherlich noch berichten werde. Bis dahin habe ich nun ein wenig mehr Spaß dabei, meine Diplomarbeit fertig zu tippen. Dass das zweite Programm das gestern auf dem nagelneuen Rechner landete auf den Namen „TeXShop“ hört, ist schon bezeichnend.

Juwel Kino Idar-Oberstein

Da wunderte ich mich ja schon ein wenig gestern Abend: Als ich vom Bahnhof abgeholt wurde, fuhren wir am Juwel-Kino vorbei – einem von zwei Kinos die es früher in meiner alten Heimat gab. Schon vor einiger Zeit hatte ich mich darüber geärgert, dass man beide geschlossen hatte. Ein paar Kilometer außerhalb gibt es mit dem Movietown zwar mehr Kino als man gucken kann, aber in der Stadt war wieder mal weniger los.

Ein privater Betreiber hat das Kino nun wiedereröffnet, wie ich auf der Webseite der Stadt total professionell recherchiert hab. Ich finde das wirklich super, gehört doch ein Kino irgendwie in jede Stadt und nicht auf die grüne Wiese 25 Autominuten entfernt.

Mit WALL·E und dem neuen James Bond hat man jetzt zwei aktuelle Filme im Programm, in der Pressemeldung verspricht der neue Betreiber aber auch Programmkino und will auch insbesondere auf die Wünsche der Bürger eingehen. Das klingt alles schon mal recht gut in meinen Ohren.
Nun bin ich mal gespannt wie lange das Kino läuft und ob es auch von den Idar-Obersteiner Bürgern angenommen wird. Ich habe da leider ein paar Befürchtungen, aber ich will nicht all zu schwarz malen. Das aktuelle Kinoprogramm gibt es auch schon im Internet, allerdings im Moment noch auf der Webseite des Movietown integriert.

Vote for… irgendwas halt.

Politik-Content! Beim durchstöbern meiner Newsfeeds bin ich grade wieder über ein paar Artikel zur Wahl in den USA gestolpert. Gedanken mache ich mir da schon ein paar Tage drum, aber so recht was zu verbloggen gab es da für mich nicht. Mit den US of A verbindet mich nicht so arg viel. Ich habe keine Freunde oder Verwandten dort und selbst war ich auch noch nicht „drüben“, was ich aber sicherlich noch ändern werde.
Ich mag einige US-Serien sehr gerne (Wohooo: Die nächste 24-Staffel kommt im Januar und vorher noch ein Fernsehfilm!) und mein Computer ist von einer Firma in Kalifornien.

Mit US-amerikanischer Politik kann ich aber noch weitaus weniger anfangen, als ich das mit europäischer oder bundesdeutscher tue. Ich weiß nur: Hier wie dort läuft einiges verkehrt und wenn man mich mal machen lassen würde… Egal.

Ein paar Sachen habe ich dann aber gerade aufgeschnappt, die mir ein wenig aus der Seele sprechen. Finja schreibt:

„All jene, die heute auf Wahlparties gehen und ununterbrochen CNN laufen lassen, die mit Herzblut diskutieren und die “Programme” der Kandidaten bis ins Detail kennen – wie viele von denen würden einen ähnlichen Aufstand zur nächsten Bundestagswahl veranstalten?“

Quelle: Finjablog

Mich erinnert das alles ein wenig an EM und WM. Richtig: Fussball. Menschen die normalerweise genau so politikverdrossen sind wie meine Wenigkeit kennen sich auf einmal super aus und haben am besten noch alle Politikwissenschaften studiert. Mindestens. Man will ja dazugehören.
Dass das Wahlergebnis auch bei uns Auswirkungen haben wird, steht außer Frage. Die USA sind nach wie vor eine Weltmacht und haben eine Menge Einfluss. Auch dadurch, dass man sicherlich weiterhin „World Police“ spielen wird, sollte uns das Ergebnis interessieren. Aber muss man deshalb als Europäer Wahlpartys veranstalten und sich die Nacht um die Ohren schlagen? Irgendwie sind sich alle einig: Obama ist cool, McCain nicht – da muss man natürlich mitfiebern.

Nico Lumma sieht schon die nächsten Wahlen bei uns kommen und hat (leider!) völlig recht, wenn er befürchtet dass die niemanden so sehr interessieren würden – obwohl sie uns viel eher betreffen. Schade eigentlich.

Ein anderer Aspekt auf den er eingeht ist der Wahlkampf. Den finde ich aus einem Grund wirklich imposant: Hier werden Ideen umgesetzt! Spätestens als ich von Obamas Werbung in einem Computerspiel las, war ich wirklich beeindruckt. Es tut mir leid, aber da kann der SPD-Ortsverein Oberstein mit seinem Brezelstand in der Fußgängerzone leider nicht mithalten, auch wenn mein Herr Papa dahinter steht. Für unser Land würde ich mir mal etwas spannenderes wünschen. So könnte man vielleicht auch die Jugend ein wenig eher motivieren. Nico Lumma hat dazu ein paar gute Ideen, vielleicht nimmt das ja mal jemand auf. Man könnte sich aber auch einiges in den USA einfach abgucken.

Mein Punkt gegen den US-Wahlkampf sieht so aus:
US-Wahlkampf
Bild bei Nico Brünjes ausgeliehen

Entschuldigung? Als ich heute in der Mittagspause das Wort „Milliarden“ in den Mund genommen habe, dachte ich übertrieben zu haben. Aber da hat ja wohl nicht nur einen einen gewaltigen Sprung in der Schüssel. Gute 2,5 Milliarden Dollar sind vielleicht aktuell nicht ganz so viele Euro, aber dennoch viel zu viel. Ich will gar nicht daran denken, was man mit dem Geld hätte wirklich sinnvolles anstellen können. Ich glaube nicht nur in den USA gäbe es genug Orte, wo man mit einem Bruchteil des Geldes viel bewirken könnte. Hat eigentlich New Orleans jemand wieder aufgebaut? Das finde ich traurig. Wirklich.

Nun bin ich auch ein wenig gespannt wie das ausgehen wird, wer noch welchen Beschiss an den Start bringt und wie lange es dieses Mal dauern wird bis das amtliche Ergebnis feststeht. Aber dazu reicht es, morgen in die Presse zu schauen.