Bunte Häuser an einer Straße in Reykjavík.

Ein Outlet, Reykjavíks Botanischer Garten und zwei Museen

Vielleicht habe ich mich einfach zu sehr an das Schlafen im Auto gewöhnt: Schon wieder stehe ich arg gerädert auf. Was soll das?

Nach einem kleinen Frühstück machen wir bei wirklich wunderbarem Sonnenwetter einen Ausflug zum Icewear-Outlet. Das ist in einem Vorort von, zusammen mit Baumärkten, Autohäusern und allerlei anderen Geschäften. „Auf der grünen Wiese“ würde man bei uns wohl sagen. Es ist ganz interessant, auf dem Weg dorthin durch einige Wohngebiete zu spazieren und so auch mal die Ecken der Stadt zu begutachten, die man sonst nicht so zu sehen bekommt.

Das Outlet selbst enttäuscht dann fast ein bisschen. Der immer noch hart gewünschte Wollpullover ist hier nicht zu haben, ich kaufe mir dafür eine sehr schicke - und vor allem deutlich heruntergesetzte - Fleecejacke.

Der Botanische Garten

Botanische Garten Reykjavík

Eine Karte von Botanische Garten Reykjavík

Auf dem Rückweg kommen wir irgendwie am Botanischen Garten heraus. Hier ist es wirklich sehr hübsch. Es gibt kaum Touristen. Dafür viele Enten und einen großen Park mit einem Wasserlauf und viele Pflanzen. Rundherum ist ein Naherholungsgebiet und einige Sportstätten. Die Sonne scheint immer noch heiß auf uns herunter, es sind fast 20°. Ein schöner Spaziergang.

Zum Mittagessen kehren wir dann wieder in unserem Zuhause ein und müssen zuerst einmal einen kleinen Mittagsschlaf einlegen. Obwohl es erst kurz vor zwei Uhr ist, haben wir schon über elftausend Schritte zurückgelegt. Puh!

Ein Teich mit einem Baum.
Steine mit Pflanzen im Botanischen Garten.
Ein Teich und Bäume.
Wegweiser zu Sportangelegenheiten.

The Icelandic Phallological Museum

Icelandic Phallological Museum

Eine Karte von Icelandic Phallological Museum

Nächster Halt: "The Icelandic Phallological Museum". Das enttäuscht leider ein wenig, ich hatte etwas anderes erwartet. Ich bin jetzt ja schon nicht so der Fan von Formaldehyd-Konserviertem. Und dann sind es halt Penisse. Eher skurril, wie sich Kunst und naturwissenschaftliche Ausstellungsstücke mischen. Schade.

Ein Walpenis hängt an der Wand.
Ein Auto steht vor einem Durchgang durch ein Haus.
Bunte Häuser an einer Straße in Reykjavík.

Fotomuseum

Wir laufen durch die Stadt zum Fotomuseum. Nachdem wir ein paar Mal suchend um den Block gelaufen sind, finden wir es tatsächlich auch. Hier gibt es mehrere schöne Bilderserien von in- und ausländischen Künstlern zu sehen, die aber alle in Island leben. Mir gefällt besonders die Serie eines Mannes namens Dominik Smialowski, der in der teils sehr unwirklichen Landschaft Islands immer wieder einen Mann in einer Raumfahrer-Montur posieren lies. Das letzte Bild der Serie „Brotlending / Melancholy“ zeigt dann den säuberlich gefalteten Anzug mitsamt dem Helm, an der Klippe eines Wasserfalls liegend.

Besonders gern mag ich auch den Abstieg. Das Museum liegt im 6. Stock über der Stadtbibliothek. Das ganze gewundene Treppenhaus hinunter kann man teils sehr alte Fotografien aus dem Alltag Islands sehen. Kinder spielen, Menschen arbeiten auf Feldern, machen ein Picknick.

Ein Toilettenschild.
Ein sehr altes Auto in der Innenstadt von Reykjavík.
Eine rosafarbene Absperrung die aus einem alten Fahrrad gebaut wurde.
Blick auf die Bucht, die Straße entlang.
Postkarten werden eingeworfen.

Schließlich setzen wir uns noch einmal eine Weile in ein Café und schreiben die letzten Postkarten fertig. Das wird auch mal Zeit!