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Ein Wolf. Auf den Lofoten

Polar Park – Arctic Wildlife Center

Heute lassen wir den Wecker das Aufstehen bestimmen: Um 13 Uhr wollen wir am Tierpark sein und bis dahin ist noch ein gutes Stück zu fahren. Nach einer flotten Dusche, in der vermutlich unschönsten Gelegenheit unserer Reise, gibt es ein flottes Frühstück und dann düsen wir schnell los. Unterwegs kommt bald auch die Sonne ein bisschen heraus, während wir an bekannten Stellen vorbei kommen. Hier sind wir an den ersten Tagen unserer Tour auch durch, da kann man fast ein bisschen Sentimental werden.

Polar Park – Arctic Wildlife Center

Ein Wolf.

Der Polar Park in Bardu ist dann tatsächlich ziemlich großartig. Wir sind pünktlichst da und können sogar noch Mittagspause machen, bevor wir Eintritt zahlen und uns zum Treffpunkt für die Führung begeben. Es war großer Quatsch ein Jäckchen einzupacken. Nach kurzer Zeit wandert der dünne Pulli auch in den Rucksack und man wünscht sich eine kurze Hose her. Das Wetter ist grandios.

Aber zurück zum Zoo: Eine junge Frau ist sehr mutig und steigt als erstes Mal mit einem Eimer voller Fleischstücke in das Luchs-Gehege. Es gelingt ihr dann auch tatsächlich, erst eins und dann zwei der Tiere anzulocken. Die wirken sehr zutraulich, man warnt aber mehrmals davor, nicht zu nahe an den Zaun zu gehen.

Nach den Luchsen sind die Wölfe an der Reihe, dann ein Polarfuchs und schließlich die Bären. „Bjørn“ heißen die hier, was mich zuerst ein wenig verwirrt. Aber der Wolf heißt ja auch Ulv. Was soll’s. Jedenfalls verschieße ich eine Menge digitalen Films dabei, die umtriebigen Viecher fest zu halten.

Nachdem der kleine Rundgang vorbei ist, stromern wir so noch eine ganze Weile durch den Park. Die Rentiere verstecken sich leider vor uns, aber wir beobachten dafür eine ganze Weile eine Elchkuh mit ihren Jungen. Im Laufe des Nachmittags entstehen unfassbar viele Bilder der vielen Tiere.

Enten.

Danach gibt es Eis und wir beschließen nicht mehr weiter zu fahren und einfach hier auf dem Parkplatz zu bleiben. Das darf man nämlich. Schnell steht das Auto am Rand neben einem weiteren Übernachtungsgast und wir sitzen in der prallen Sonne. Das tut gut. Nach einer ausführlichen Pause räume ich das Wägelchen ein wenig auf und mache ein paar Bilder von innen. Man wird ja doch immer wieder danach gefragt.

Der Abend besteht aus einem kurzen Spaziergang, viel lesen bei offener Seitentür mit Blick auf den sonnenbeschienenen Berg und ein bisschen spielen. Fräulein Anna hält sich wieder nur halb an die Spielregeln: Ich gewinne nur ein Mal.