Von einer kranken Woche

Montag Morgen. So richtig fit fühle ich mich nicht, da bleibe ich wohl lieber mal zu Hause. Während ich eigentlich noch ganz motiviert in den Arbeitstag starte, legen die Schmerzen im Hals beständig zu. Um die Mittagszeit rufe ich bei meiner Hausärztin an und lasse mich für den Nachmittag einplanen. Wie immer, wenn ich mich kurzfristig einschleiche, soll ich „viel Geduld“ mitbringen. Am Ende geht es aber doch ganz schnell: Mandelentzündung, Antibiotika, Krankschreibung.

Nun könnte es an dieser Stelle eigentlich ganz langweilig weitergehen – doch da habe ich den Plan ohne Fräulein Anna gemacht. Und plötzlich bin ich der Fittere von uns beiden. Da hilft nur eins: Zähne zusammenbeißen und kümmern. Zum Glück dauert das Ganze nicht all zu lange an. Fräulein Anna hat schon einen Tag später wieder ordentlich Farbe im Gesicht und sieht einigermaßen fit aus.

Da ist es nicht verwunderlich, dass meine Erkältung und dieser Schmerz in meinem Hals nicht so schnell abklingt wie erhofft. So werden aus zwei Tagen Krankschreibung eine ganze Woche und mir ein bisschen langweilig. Irgendwann habe ich das Internet leer gelesen und auch eine ganze Staffel Lethal Weapon gebinged. Puh.

So richtig wieder auf dem Damm bin ich dann aber doch irgendwie nicht. Einmal Spülmaschine ausräumen kann einen schon ziemlich fertig machen. Deshalb liege ich also weiter rum, schaffe ein bisschen Ordnung in meinen Lightroom-Vorgaben und bereite eine schicke Bilderserie für Instagram vor, die ich schon letzte Woche geschossen hatte.

Zwischendrin: Allerlei Kleinkram. Wir machen eine weitere Kita-Bewerbung für den kleinen Mann fertig. Ich bin sehr auf die Rückmeldungen der Einrichtungen gespannt. Als wir im vergangenen Jahr bei dem ein oder anderen Besichtigungsnachmittag waren, hat uns der herrschende Andrang schon einen kleinen Schrecken eingejagt.

Über das Wochenende fühle ich mich dann immer besser – dafür kränkelt der kleine Mann nun ein wenig vor sich hin. Der Samstag geht jedenfalls einfach so vorbei und auf einmal ist es Abend und ich liege wieder im Bett. Den Sonntag dominieren Fräulein Anna und ich dann aber richtig: Aufstehen, Frühstück, fleißig sein! Am Ende ist unsere Wohnung super ordentlich, die Betten sind neu bezogen und lecker gegessen haben wir auch noch. Ein guter Abschluss der Krankheitswoche und ein guter Start in die Nächste.