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Von neuen Fußleisten und einem Babywochenende

Rosenmontag! Während das gesamte Rheinland völlig außer Rand und Band ist, Frühstücke ich gemütlich, mache einen kleinen Spaziergang und bringe neue Fußleisten im Bad an. Was man so an einem freien Tag macht.

Auch diese Woche steht das Sportprogramm. Ich mag meine kleinen Ausflüge und bin jedesmal aber auch ziemlich stolz, mich noch einmal aufgerafft zu haben. Gewichtsmäßig stagniere ich gleichzeitig ein wenig. Mal schauen, wie das weitergeht.

Ansonsten geht die Woche schnell rum. Ich habe einiges auf der Arbeit zu tun, aber nehme mir auch die Zeit und löse ein kleines DevOps-Docker-Problem, was mich schon lange beschäftigt. Schließlich ist Freitag Nachmittag und Feierabend. Und ich sehr aufgeregt.

Pünktlich zu meinem Feierabend steigt Fräulein Anna in den Zug nach Berlin und überlässt Herrn Max und mich unserem Schicksal. Ich rede Quatsch: Wir sind gut vorbereitet. Es gibt ausreichend Nahrung für alle und so kann eigentlich nichts schief gehen. Meine Aufregung ist völlig überflüssig.

Ich freue mich auch genau so sehr, ganz alleine die Verantwortung für das Baby zu tragen und auch den ganzen Fütterungskram alleine machen zu müssen. Unser erster Abend ist dann direkt auch sehr entspannt. Herr Max schläft deutlich länger als sonst Abends, trinkt erst sehr spät brav sein Fläschchen und lässt mich dann ruhigen Schlaf bis in den Morgen erleben. Da kann man sich nicht beschweren!

Der Samstag ist leider ein bisschen durchwachsen, was aber leider voll und ganz an mir liegt. Denn nach dem Frühstück plagt mich eine für mich ungewohnte Übelkeit, die auch den ganzen Tag über nicht vergehen will. Zum Glück hatte sich Frau Schwester sowieso angesagt und hilft mir ein bisschen bei der Versorgung und Bespaßung des Babys. Ziemlich geschlaucht lande ich am Abend fast genau so früh im Bett wie Herr Max. So schaffe es dann auch, des Nachts um drei Uhr ein leckeres Getränk für den kleinen Mann zuzubereiten. Hätte man uns gefilmt, hätten die beiden verschlafenen Typen in der Küche sicherlich ein lustiges Video abgegeben. Ich bin beeindruckt, wie geduldig der kleine Mann mit mir ist.

Am Sonntag geht es mir dann schon viel besser und der Tag wird richtig gut. Herr Max und ich sind ein gutes Team. Wir üben dieses „Krabbeln“ auf dem Wohnzimmerboden, lachen vor allem viel miteinander, halten einen gemeinsamen Mittagsschlaf und vertilgen eine große Portion Möhrenbrei. Frau Schwester stößt auch noch einmal zu uns. Am späten Nachmittag kommt, sturmtiefverspätet, auch Fräulein Anna wieder an und wir sind wieder komplett. Das ist ziemlich gut. Und ich freue mich schon auf das nächste Alleine-Abenteuer mit Herrn Max.