Archiv für Monat: Juli 2019

Bonn geht den Mehrweg – Werde Cupster!

Ich hatte vor einiger Zeit schon mal eine Zahl gelesen: Rund vierzigtausend Einwegbecher sollen in Bonn jeden Tag verbraucht werden. Mir kam das absurd viel vor und so erzählte ich zwar davon, warf aber immer ein „… vielleicht meinen sie auch Bonn und Köln?“ dazu.

Vierzigtausend Becher

Dieser Tage startet dann die Kampagne „Werde Cupster“ von bonnorange, dem Bonner Abfallunternehmen. Denn die vielen Becher werden tatsächlich täglich alleine in Bonn verbraucht. Und da will man nun etwas dagegen tun. Gemeinsam mit den Kaffee-verkaufenden Gastronomen in Bonn möchte man dafür sorgen, dass mehr Menschen in Zukunft Mehrwegbecher nutzen.

Auf der Webseite Bonn geht den Mehrweg kann man auf einer Karte sehen, welche Cafés und Restaurants bei der Kampagne mitmachen: Sei es, dass man gerne einen eigenen Becher mitbringen oder dort einen Pfandbecher von einem der drei Pfandsysteme bekommen kann. Gute fünfzig Markierungen habe ich da grob überschlagen gerade auf der Karte gesehen. Prima!

Ich bin gespannt wie gut das klappt und vor allem wie gut sich messen lässt, ob nun mehr Menschen auf Mehrweg-Becher umsteigen. Ich für meinen Teil lege mir auf jeden Fall einen eigenen Becher zu und nehme den in Zukunft öfter mit, wenn ich aus dem Haus gehe. Fräulein Anna ist, was das angeht, schon eine ganze Weile sehr konsequent. Das finde ich gut.

Drei Pfandsysteme sind vielleicht zwei zu viel

Die Sache mit den Pfandbechern finde ich eher anstrengend: Zum Abgeben muss ich erst einmal ein Café finden, was bei genau dem System meines Bechers mitmacht. In der Vergangenheit standen die Becher dann auch gerne bei uns zu Hause eine Weile rum. Der Barista meines Vertrauens erzählte mir außerdem davon, dass in seinem Café sehr viel mehr Becher weggingen als wieder zurückkamen und er so ständig welche nachbestellen muss.

WordPress und die Zwei-Faktor-Authentisierung

Ich mag es ja sicher. Vor allem was die Zugangsdaten zu allen möglichen Seiten im Internet angeht. Wo es nur geht, habe ich zum Beispiel die sogenannte Zwei-Faktor-Authentisierung aktiviert. Inzwischen unterstützen sehr viele Webseiten mit Benutzeraccounts diese Methode. Und auch hier im Blog benutze ich die Technik.

Authentisierung? Authentifizierung?

Und weil „Zwei-Faktor-Authentisierung“ wieder so ein Begriff ist und viele nicht wissen was das bedeutet, hier ein kleiner Ausschnitt aus der dem Wikipedia-Artikel:

Die Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA), […], bezeichnet den Identitätsnachweis eines Nutzers mittels der Kombination zweier unterschiedlicher und insbesondere unabhängiger Komponenten (Faktoren).

Im Falle meines Blogs hier bedeutet das, dass man zwar gerne meinen Benutzernamen herausfinden und sich dann am 64-stelligen zufällig generierten Passwort versuchen darf. Denn selbst wenn man das irgendwie herausbekommt, braucht es danach noch einen Einmalcode um sich endgültig einzuloggen. Der Einmalcode wird von einer von WordPress unabhängen Software erzeugt. Das kann zum Beispiel eine App auf dem Telefon sein oder ein Password-Manager.

Von Haus bringt WordPress die Funktionalität nicht mit, weswegen ich das Plugin Two-Factor installiert habe. Es läuft nun schon eine ganze Weile im Hintergrund und funktioniert ohne Probleme. Der Login in die Seite ist nun zwar um einen Schritt komplizierter geworden, aber dafür fühle ich mich deutlich sicherer. Die Plugin-Entwickler kommen alle aus dem direkten WordPress-Umfeld und sind zum Teil selbst bei Automattic, der WordPress-Mutter, angestellt.

Einen kleinen Nachteil hat die Sache nun aber: Mir ist es nach der Aktivierung des Plugins nicht mehr gelungen, mich in der WordPress-iOS-App bei diesem Blog hier anzumelden. Da ich die aber sowieso nur sporadisch nutzte, war das für mich nicht weiter von belang. Ich kann die Installation des Plugins auf den eigenen Seiten und überhaupt sie Nutzung von allen möglichen Sicherheitsmechanismen überall im Internet nur jedem empfehlen.

Von einem Elternabend, ereignisreichen Wochenenden und einer verletzten Hand

Wenn ich es doch noch irgendwann einmal schaffen sollte, mir nicht nur vorzunehmen täglich ein paar Notizen zu machen, dann wird es vielleicht auch wieder etwas mit den regelmäßigeren Wochenberichten. Man muss es ja nicht direkt übertreiben. Jürgen, zum Beispiel, hat gerade dreiundreißig Tage lang jeden Tag gebloggt. Das finde ich schon ziemlich cool, ich habe allerdings keine Ahnung, wann ich das auch noch machen sollte.

Aber gut. Schauen wir doch mal, was ich seit dem letzten Blogeintrag so erlebt habe.

Zuerst kommt mir da mein erster Elternabend in der Kita, in der Herr Max ab Sommer seine Tage verbringen wird, in den Sinn. Das war schon mal ganz interessant. Zuerst einmal überraschte mich ein bisschen, wie gut Fräulein Anna und ich schon informiert waren, viele der aufkommenden Fragen hätte ich auch beantworten können. Die anderen anwesenden Eltern wirkten auf jeden Fall sehr nett auf mich. Bei dieser ganzen Kita-Sache bin ich sehr aufgeregt wie das alles für Herrn Max wird. Und vor allem auch für mich: Die Eingewöhnung in die Kita werden wir beide nämlich gemeinsam machen.

Ein langes Wochenende verbringen wir zu Besuch bei meinen Eltern in der alten Heimat. Frau Schwester begleitet uns. Im Wesentlichen lassen wir Herrn Max durch mein Elternhaus marodieren. Außerdem komme ich meiner Aufgabe als Vorsitzender dieses Pfadfinderstammes nach: Seit vergangenem Jahr sind da wieder ein paar der „Kinder“ von früher tätig und arbeiten sehr fleißig daran, den Stamm wieder aufblühen zu lassen. Die „Kinder“ sind nun aber inzwischen auch alle um die dreißig und machen das alles ganz großartig. Zwei kleine Gruppen haben sie schon auf die Beine gestellt und machen regelmäßige Gruppenstunden. Die ersten Lager sind auch in der Planung. Ich bin hin und her gerissen zwischen „mitmischen“ und „machen lassen“. Hin und wieder fehlt mir die Zeit schon. Andererseits wollte ich nie einer der alten Typen werden, die dann und wann auftauchen und alles besser wissen. Also: „machen lassen“ und wo es geht aus der Ferne unterstützen. Ich bin gespannt, wie sich der Stamm entwickelt.

Die Sonne strahlt über dem Dach eines Hauses.

Und weil wir an den Wochenenden noch nicht genug zu tun hatten, ging es dann an einem Samstag auch noch ins Bergische zur Hauseinweihung. Aus der „Übernachtung im Zelt“-Möglichkeit haben wir uns aus bequemlichkeitsgründen relativ schnell herausgezogen, dennoch verbringen wir einen schönen Mittag auf dem Dorf. Familie Pucks frisch renoviertes Fachwerkhaus ist wirklich großartig geworden, ich schaue mir das alles sehr genau an.

Eine Kugel vor dem Post-Tower.

Auch im Bereich „Gesundheit“ habe ich wieder etwas zu erzählen: Es plagt mich meine linke Hand. Zuerst werde ich beim Orthopäden vorstellig, weil mir schon einige Zeit hin und wieder ein leichtes Ziehen im Handrücken sorgen macht. Man diagnostiziert eine Entzündung, ich bekomme ein Medikament. Das zeigt tatsächlich Wirkung. Dafür schaffe ich es dann zu Beginn letzter Woche, mich bei einer simplen, alltäglichen Bewegung zu verletzen. Der Orthopäde sagt: „Zerrung“, dann „Verband“ und „Krankschreibung“. Ich reagiere mit „Langeweile“ und schaue fünf Filme an einem Tag. Zum Glück ist der permanente Schmerz relativ schnell weg. Den Verband trage ich dann aber schon noch einige Tage.

Ansonsten: Viel Bewegung dieser Tage. Fräulein Anna und ich spazieren sehr viel, Herr Max sitzt oder liegt derweil gerne in seinem neuen Buggy. An einem Samstag Morgen schaffe ich es, Herrn Max, das Baby, schlafend fast elf Kilometer am Rhein entlang zu schieben. Die Bewegung tut mir gut, ich bin nach jedem Spaziergang sehr zufrieden.