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Kettcar, Kunstrasen, Bonn

Wenn die Lieblingsband direkt um die Ecke spielt, dann gibt es nicht viel, was mich davon abhalten kann, vor der Bühne zu stehen. Kettcar haben sich für ein Konzert im Rahmen der KunstRasen-Veranstaltungsreihe angekündigt und Fräulein Anna und ich sind dabei.

Während Herr Max in der Obhut seiner Tante friedlich schlummert, tanzen und singen wir vor der Bühne in der Bonner Rheinaue zu den ganzen bekannten Liedern mit. Heute ist das letzte Konzert der aktuellen Kettcar-Tour. „Vergesst uns nicht!“ bittet Marcus Wiebusch am Ende der Veranstaltung.

Vorher: Eine bunte Mischung aus all den Liedern, die ich teilweise schon wirklich lange kenne. Natürlich dürfen auch ein paar neuere Titel nicht fehlen – und mit „Der Tag wird kommen“ wird auch ein Lied aus dem Repertoire Wiebuschs. Es sind, wider erwarten, viel weniger nervig quatschende „Kulturveranstaltungs-Besucher“ im Publikum, als das man auf wirkliche Fans trifft. Den T-Shirts nach hätte ich den ein oder anderen in den letzten Jahren schon mal treffen können. Zum Beispiel auf dem Beach Motel van Cleef-Festival. Viele haben auch Kinder mitgebracht, der durchschnittliche Kettcar-Fan ist sicherlich nicht mehr Anfang zwanzig. Aber das macht nichts.

Pünktlich um zweiundzwanzig Uhr ist der Spaß dann vorbei. Denn auch das ist KunstRasen: Ein genauer Zeitplan und merklich gedrosselte Musikanlagen, um den Klagen von einigen Menschen zu entgehen, die es selbst an ein paar Abenden im Jahr etwas dagegen haben, dass in den Rheinauen laute Musik gespielt wird.