Kindheits-LEGO

· Alltäglich Belangloses

Nachdem ich ja letztens diesen Bonsai von LEGO baute und danach noch ein Baumhaus, führt mich einer meiner ersten Wege beim Besuch im Elternhaus auf dessen Dachboden. Dort lagern noch einige fast alle Spielsachen aus meiner Kindheit – auch mein LEGO. Beim Einlagern habe ich mir leider nicht so viel Mühe gegeben seinerzeit: Die Sachen sind zwar zum Teil halbwegs zusammengebaut, aber unfassbar verstaubt. Da hätte ich mehr von Vergangenheits-Martin erwartet. Mehr als zwanzig Jahre hat sich nun niemand darum gekümmert.

Ich freue mich jedenfalls sehr, dass das Piratenschiff und auch meine Ritterburg einen sehr kompletten Eindruck machen. Und dann gibt es noch unheimlich viele andere Fahrzeuge und Figuren, an die ich mich zum Teil — Schande auf mein Haupt — überhaupt nicht erinnere. Außerdem finde ich eine große Kiste mit Einzelteilen und dann einige Tage später an völlig anderer Stelle auch noch einen großen Stapel Anleitungen.

Die Abende der Woche verbringe ich dann mit Zerlegen und Putzen. Nachdem ich alles fein säuberlich auseinander gebaut habe, werden erst alle Teile einmal kalt abgeduscht um den gröbsten Dreck loszuwerden. Anschließend geht es durch das Warmwasser-Spüli-Bad mit Bürste, um den Staub auch aus allen Ecken herauszubekommen. Dann lasse ich die Teile ausführlich trocknen, bevor sie einigermaßen ordentlich sortiert in gut verschlossene Tüten wandern und dann in eine Kiste. Es tut mir im Herzen weh, aber aktuell habe ich zu Hause zum einen nicht genug Platz und zum anderen ein Kleinkind mit sehr flinken Fingern, dass mir schon viel zu oft „nur nach dem Baumhaus guckt“.

Aber egal. Die langwierigste Arbeit ist getan, die Steine nun alle gut verpackt und sicher verstaut. Ich freue mich schon unheimlich darauf, irgendwann in Ruhe all die tollen Sachen wieder aufzubauen.

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