Das Gartenhaus

· Haus

Zusammen mit unserem Haus kaufen wir noch ein kleines Häusschen gleich mit. Ein hölzernes Gartenhaus nämlich, in der hinteren Ecke des Gartens. Schon schön geräumig, stabil gebaut. So wie eigenlich alles hier. Einziges Problem: Die Menschen, die hier vorher lebten, hielten Hühner und das Gartenhaus war eben auch deren Unterkunft. „Leer räumen und sauber machen“ war irgendwie nicht drin vor dem Verkauf und so stand das irgendwie auch auf meiner Liste. Prioritär nicht sonderlich hoch angesiedelt über den Sommer, fasse ich aber dann vor einigen Wochen doch noch den Entschluss, dass das Ding nun ordentlich werden muss. Vor allem auch, weil ich gerne den ganzen Gartenkram nicht mehr weiter in der Garage lagern will. Von dort aus muss der ganze Quatsch nämlich auch immer noch einmal ums Haus herum getragen werden. Nervig.

Genau so nervig ist aber auch die Ausgangssituation. Im Haus selbst steht noch einmal eine Hütte, dann zwei Böcke auf denen die Tiere wohl ihr Geschäft verrichtet haben. Dazu Unmengen an Sägemehl. Eben dieses muss zuerst gehen. Wie ich im Internet lerne, darf man Sägemehl entgegen meiner ersten Idee nicht in den Biomüll packen. Also geht es dick eingepackt ans Werk und am Ende stehen fünf prall gefüllte Beistellsäcke an der Straße bereit, als der Müllwagen das nächste Mal vorfährt. Eine staubige Angelegenheit ist das Ganze. Die Maske im dritten Bild war vor Arbeitsbeginn schwarz.

Nachdem der grobe Dreck weg ist, muss der Rest des Interieurs weg. Tatsächlich sind bei der bekannten Kleinanzeigen-Webseite gleich mehrere Leute daran interessiert, das kleine rote Häusschen abholen zu kommen. Die Frau, die das dann tatsächlich auch macht, findet die Böcke und Hühnerleitern auch ziemlich gut und so verbleibt mir nur eine kleine Menge Sperrmüll, um die ich mich irgendwann kümmern muss.

Als das Haus erst einmal leer ist, sind meine größten Sorgen schon verschwunden. Nun steht nur noch eine Menge Fleißarbeit auf dem Programm. Als erstes spaziere ich mit einem geliehenen Hochdruckreiniger durch die Bude. Alleine damit lässt sich schon eine Menge Dreck entfernen. Als die Wände und der Boden wieder trocken sind, merke ich aber schon, dass hier das volle Programm von Nöten ist. Am Vormittag meines Geburtstags mache ich also einen Ausflug in den Baumarkt und beschenke mich mit einem akkubetriebenen Schleifgerät und kaufe bei der Gelegenheit auch noch ein paar Töpfe Farbe.

Vom Schleifen selbst habe ich dann glaube ich gar keine Bilder außer dem obigen Selfie. An zwei Nachmittagen schleife ich mich durch die Hütte. Die meisten Bretter müssen nur ein wenig angeraut werden, um später die Farbe besser halten zu können. Die Stellen, an denen die Hühnerstangen aber bis an die Wand reichten und vor allem der Boden bedürfen aber besonderer Aufmerksamkeit.

Schließlich geht es dann (fast) ganz schnell. Ich bin sehr froh, an einem Sonntag Morgen zeitig mit dem Streichen begonnen zu haben. Auch das dauert wieder viel länger als man denken möchte. Die vielen Rillen in den Wänden machen mir das Leben schwer. Am Ende ist das Ergebnis aus der Kategorie „ganz ok“ und ich bin dennoch sehr zufrieden. Das Häusschen sieht sauber und hell gestrichen noch ein bisschen größer aus als vorher. Nun heißt es: Eine Woche warten, damit die Farbe am Boden ordentlich aushärten kann. Das Einräumen geht dann mit Herrn Maxens Hilfe ganz schnell.

Ganz fertig bin ich nun natürlich noch lange nicht. Aus ein paar alten Brettern wollen noch Regale an die Wand gezimmert werden, es wollen noch stabile Böcke für die Arbeitsplatte gezimmert werden, die Tür hängt noch sehr schief in den Angeln und die Glasscheibe im Fenster ist auch nicht mehr zu retten und muss ersetzt werden. Aber das hat nun Zeit. Und im Frühjahr ist dann das Exteriör dran, da sind auch die ein oder andere Kleinigkeit zu tun und es will vor allem auch eine neue Farbschicht an der Wand.

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