Zweiundzwanzig, dreiundzwanzig

· Alltäglich Belangloses

Zweiundzwanzig war: Viel. Wow. Im letzten Jahr schrieb ich:

Und ich habe wirklich keine Ahnung, was ich da jetzt schreiben soll. Wenn Zwanzigzwanzig mich fertig gemacht hat, dann weiß ich nun nicht was die Steigerung davon in Zwanzigeinundzwanzig gewesen sein soll. Meine Güte.

Wenn es nur nach mir ging, würde ich hier sogar fast ein positives Fazit ziehen können.

In zwölf Monaten möchte ich gerne einen Jahresrückblick verfassen, der nicht damit einleitet, wie fertig ich gerade bin. Toitoitoi.

Zwar sind in diesem Jahr auch viele wirklich tolle Dinge passiert, unter dem Strich steht da aber ein dickes Minus. Das liegt vor allem auch daran, dass Menschen gestorben sind. Und so sitze ich hier in meiner Corona-Quarantäne und bin immer noch ein bisschen fassungslos. Zeit, dass Jahr Revue passieren zu lassen.

 🏠 Haus

Prägendes Projekt des Jahres war sicherlich der Kauf unseres Hauses, das anschließende Herrichten, der Umzug und das Lernen von all den neuen Dingen, die man nun so können und kennen muss. Wir haben Glück: Es war vielleicht die letzte Chance für uns, noch im Immobilienmarkt tätig zu werden. Stark steigende Zinsen bei stagnierenden Preisen würde uns den Kauf inzwischen unmöglich machen.

Es ist so viel zu lernen. Wir haben jetzt einen Garten mit allerlei Pflanzen die es kennenzulernen und vielleicht auch in teilen loszuwerden gilt. Sieh dich vor, Berberitze! Aufgepasst, Efeu! Es gibt ein Gartenhaus, was ich dieses Jahr zumindest schon innen aufwändig renovierte. Vor allem die Arbeit draußen macht mir große Freude, das hätte ich nicht gedacht. Gut, dass da noch das ein oder andere zu tun ist, es ist einige Zeit nichts passiert im Garten. Während die Bude drinnen grundsätzlich gut in Schuss ist, steht dieses Jahr noch eine neue Heizung an.

Neben all den tollen Dingen und dem vielen Platz, den die Bude bietet: Ich habe nun ein eigenes Zimmer. Ganz für mich alleine. Nur meine Sachen. Meine Ordnung. Das ist auch mein Büro und Arbeitsplatz, der Ort an dem ich sehr viel Zeit verbringe. Und der ist großartig. Alles in Allem: Eine gute Idee, hier zuzugreifen. Es ist spannend mitzubekommen, wie die Prioritäten sich ändern, wenn man nun so eine Hütte am Bein hat.

👶🏼 Kind

Hachja. Herr Max ist großartig. Den Umzug und die Umgewöhnung in die neue Kindertagesstätte hat er prima weggesteckt. Der Zwergerich ist mein bester Spielkamerad und ich habe es geschafft meine eigene kindliche Freude am LEGO-Spielen weiterzugeben. Ich bin immer wieder überrascht, wie gerne der kleine Mann diskutiert. Das ist manchmal anstrengend, aber eigentlich eine gute Sache. Ich möchte mich nicht beschweren.

📷 Kamera

Ich gucke garnicht erst. Die Kamera lag dieses Jahr die meiste Zeit in einer Ecke, ich weiß nicht ob ich überhaupt mal Bilder von der SD-Karte auf den Rechner übertragen habe. Nächstes Jahr möchte ich auf jeden Fall wieder mehr fotografieren. Seid mit mir gespannt, ob das gut funktioniert.

🎶 Musik

Popmusik hat dieses Jahr glaube ich bestimmt. Miley Cyrus, Dua Lipa, Taylor Swift. Auf meiner „Oft gespielt“-Liste ist außerdem viel Musik aus vergangenen Jahrzehnten. Außerdem habe ich, nach einem kurzen Ausflug zu Apple Music meinen Spotify-Account ordentlich ausgemistet.

✍️ Blogs

Zwei Blogs! Die lagen auch ein bisschen brach dieses Jahr. In diesem Blogdings habe ich es zumindest geschafft, einmal die Woche etwas zu schreiben. Irgend ein Buch war immer gerade gelesen, ein Film geschaut. Ich habe leider zu wenig Hauskram dokumentiert. Mein Ziel für dieses Jahr ist, es eine Umgebung zu schaffen in der ich öfter und kürzer bloggen kann. Und vielleicht schaffe ich es auch ein bisschen besser, meine Homepage-Bastelei zu dokumentieren.

👨🏼‍⚕️ Gesundheit

Wenn man mal davon absieht, dass ich diesen Text hier gerade aus meiner Corona-Quarantäne schreibe, ist das Jahr gesundheitlich eigentlich ganz gut gelaufen. Am Jahresende habe ich die Möglichkeit bekommen, mich einigermaßen regelmäßig mit einer Therapeutin zu reden. Das ist hilfreich um seine Schritte zu planen. Ganz eigentlich weiß man ja, was man so zu tun hat. Ich habe ansonsten schlichtweg keinen Sport gemacht oder so. Auch wenn das Rudergerät ziemlich bereit unten steht und ich jederzeit loslegen könnte.

👨🏼‍💻 Arbeit

Meine Arbeit macht mir meistens Spaß. Ich war dieses Jahr genau ein mal im Büro, den Rest der Zeit habe ich am heimischen Schreibtisch verbracht. Das ist wirklich gut für mich, ich habe sehr viel Ruhe. Die Firma in der Zwischenzeit einen Eigentümerwechsel hinter sich und über unsere neue Mutterfirma werden, sagen wir mal „andere“ Projekte an uns herangetragen. Mal schauen was sich da so ergibt.

🔭 Ausblick

Ich bin sehr gespannt, was das neue Jahr nun bringt und habe gleichzeitig wirklich keine Lust mehr, irgendwelche Vorsätze zu treffen. Der Start war schon mal ausreichend holprig. Aber ich bin guter Dinge, in der immer noch ein wenig neuen Umgebung mich selbst wieder ein bisschen besser zu finden und zur Ruhe zu kommen. Was anderes bleibt mir eigentlich auch nicht möglich, denn es wartet die ein oder andere neue Herausforderung auf uns. Hallo neue Heizung, hallo Solar-Anlage! Man darf gespannt sein.

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