Betreff: Martin ist krank

Die Woche und damit das Jahr starten ganz normal. Am Montag sitze ich brav im Büro und gehe meiner Arbeit nach. Am Abend haut es mich dann richtiggehend um. Aus dem Büro kam ich schon mit leichten Kopfschmerzen, was aber auch an der eigenwilligen Klimatisierung hängen kann. Nach dem Abendessen ist es dann ganz vorbei. Der Kopf ist zu, der Hals fängt an zu schmerzen. Nachdem ich die Nacht irgendwie überlebt habe, schreibe ich meinen Kollegen am Dienstag Morgen eine Mail mit obigem Betreff.

Movesmap KW1/2017
Krankheitsbedingt bin ich dieser Tage nicht so viel rumgekommen.

Anstelle des an dieser Stelle gewohnten, actionreichen Wochenberichts voller Spiel, Spannung, Spaß und Abenteuer folgt also nun: Gähnende Langeweile, präsentiert von meinem Sofa. Ich bin, das schrieb ich schon das ein oder andere Mal, nicht so besonders gut im krank sein. Ich schaue Goliath, während ich literweise Tee trinke, Gemüsesuppe und vitaminreiches Obst esse. Am Ende des zweiten Tages kann ich keinen mehr sehen.

Am Donnerstag Morgen sitze ich bei meiner Hausärztin rum, scheinbar bin ich nicht der Einzige mit Erkältungserscheinungen. Sicherheitshalber soll ich auch noch den Rest der Woche zu Hause bleiben. Es wird Zeit, den Netflix-Probemonat auszuprobieren. Am Abend schauen Fräulein Anna und ich die erste der neuen Gilmore-Girls-Folgen. Ich fühle mich gut unterhalten, auch wenn es an der ein oder anderen Stelle ein wenig gezwungen wirkt. Am Freitag Abend sind die bisherigen Symptome alle verschwunden. Das nennt man wohl „gute Besserung“. Wenn da nicht dieser trockene Husten wäre, der mich seit dem späten Nachmittag heimsucht.

Ich koche Kaffee.

Sonntag bin ich wieder weitestgehend auf dem Damm. Am Nachmittag komme ich endlich auch mal wieder unter Leute, eine Geburtstagsparty ist angesagt! Ich bin jetzt wohl in dem Alter, wo solche Veranstaltungen am Nachmittag stattfinden und es ungefähr genau so viele Gäste über dreißig wie unter fünf gibt. Was ein Trubel! Wir unterhalten uns gut und ich esse zu viel Kuchen, zu viele Schaumküsse, zu viele Erdnüsse und ein paar Chips. Dazu gibt es Limo. Hatte ich eigentlich „Mehr unter Menschen gehen“ auf die Liste meiner Jahresziele gesetzt?

Für den sonntäglichen Tatort bleiben wir heute zu Hause. Die Ermittler aus Frankfurt sehe ich ja eigentlich ganz gerne, die Gesangseinlagen machen mich allerdings ein bisschen fertig.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.