Von fancy Eisläden und sonstiger Völlerei

Es ist noch so ein bisschen offen, warum ich diese Woche durch die Bank müde, unausgeschlafen und von Kopfschmerzen geplagt war. Ich tippe ein bisschen auf das Wetter, nachdem ich schon öfter beobachtet habe, wie mir Wetterwechsel auf die Gesundheit schlagen. Dementsprechend ist die Woche an sich auch recht unspektakulär. Das Wochenend-Highlight, der schon lange geplante Rundflug über Bonn, fällt leider auch technischen Gründen aus. Schade!

In der Firma gibt es einen „Sprint 0“ meines neuen Teams. Wir besprechen unsere Arbeitspakete, die Arbeitsweise und die Zusammenarbeit für die kommenden Wochen. Es ist gut, sich dazu ein bisschen Zeit zu nehmen und ich merke schnell, dass die Gruppe ziemlich gut zusammen passt und gemeinsame Ziele verfolgt. Die Themen, die wir angehen werden, finde ich auch ganz ok. Rund sechs Wochen werde ich hier noch mitarbeiten, ich sehe dem positiv entgegen.

Und sonst so? Fräulein Anna und ich schauen Berlin Station zu Ende, ich habe ein paar Worte dazu verloren. Mein Blogpost mit den Bildern vom Bundeslager ist sicherlich einer der am meisten geklickten dieses Jahr. Es gibt einen deutlichen Ausschlag im Besucherzähler. Wenn ich jetzt eitel genug wäre, einen vernünftigen Zählmechanismus in der Seite zu verbauen, könnte ich sicherlich mehr dazu sagen.

Außerdem ist scheinbar „Woche der hippen Eisläden“. Gleich zwei Stück machen neu in der Innenstadt auf und natürlich dürfen da das Fräulein und ich nicht fehlen. Unter der Woche besuchen wir die Cream Company. Hier gibt es bunt belegte Waffeln – oder fancy Eisrollen mit allerlei Belägen. Nicht der schlechteste Snack für den späten Nachmittag. Ich stolpere allerdings ein bisschen über die Anordnung im Laden: Meinen Cappuccino muss ich mir vorne an der Theke bestelle, darauf warten und bezahlen, um mich dann im hinteren Teil des Ladens noch einmal anzustellen und mein Eis zu bestellen. Die Auswahl an Beilagen und Soßen und deren möglichen Kombinationen überfordert mich ein bisschen. Ich würde mir wünschen, dass man fertige Kombinationen mit hippen Namen auswählen kann. „Spaghetti-Eis“ zum Beispiel. Vor uns stehen nur zwei Leute, es geht also eigentlich ganz zügig. Ich will mir nicht ausmalen, wie das bei einer längeren Schlange aussehen würde. Die Zubereitung der Eisrollen nimmt nämlich schon einige Zeit in Anspruch. Jedenfalls habe ich mein Getränk aber schon halb leer, als ich die Eisrollen schließlich im Becher vor mir habe. Irgendwie ungemütlich. Mein Eis mit Banane und Schokolade und Schokostreuseln ist dann aber tatsächlich sehr lecker.

Eiswaffel
Es ist eine gute Idee, eine Kugel Eis in eine Waffel zu packen und verschiedene Dinge darüber zu streuen. Mahlzeit!

Am gestrigen Sonntag stehen Fräulein Anna und ich dann in der Schlange zu Sunnysu einer weiteren neuen Eisdiele, die mit der Besonderheit daherkommt, dass man sein Eis in einer frischen Waffel bekommen kann. Das ist eine gute Idee, die Sonne scheint, Schlange stehen ist nicht so schlimm. Als wir dann dran sind: Wieder totale Überforderung. Ich muss wirklich mal ausrechnen, wie viele Tausend mögliche Kombinationen aus den zahlreichen Beilagen und Soßen entstehen können – zumal man wieder gleich zwei auswählen kann. Siehe oben: „Ein Spaghetti-Eis, bitte!“ Ein bisschen komisch ist auch die Anordnung der Theke. Man steht von Links an, muss dann ganz nach rechts um das Eis auszusuchen. Um dann wieder in die Mitte zu laufen, wo die Beilagen ausgestellt sind. Man rennt also automatisch in die Warteschlange hinein. Meine Güte.

Um die Völlerei des Wochenende rund zu machen, sei noch erwähnt, dass ich außerdem Samstags ein Schnitzel Hollandaise beim Addi essen musste, man mich am Sonntag zum Frühstück in die Black Coffee Pharmacie in Bad Godesberg schleifte und ich dann abends noch einmal zu einem Burger bei Hans im Glück gezwungen wurde.

Eine Reaktion zu Von fancy Eisläden und sonstiger Völlerei

  1. Tatsächlich habe wir auch für den Kaffeestand auf der FrOSCon gerade den „User-Flow“ (Bestellen -> Bezahlen -> Trinken) analysiert, um zusammen mit der Kaffeetante ein hoffentlich wenig blödes Setup für die 1800 koffeinbedürftigen Besucher zu finden.

    Spätestens dank Büchern wie „Why we buy“ (http://amzn.to/2x0SLwv) weiß ich, dass das eine vollwertige Wissenschaft ist (bzw. ein spannender Unterbereich der Psychologie).

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