Archiv für Monat: Oktober 2016

planlos.in: Mit Beethoven durch Bonn

Herr van Beethoven heißt mich per SMS willkommen.
Herr van Beethoven heißt mich per SMS willkommen.

Letztens in meinem Postfach: Eine Einladung zu einer Rätseltour. planlos.in veranstaltet diese unter anderem in Bonn, aber auch Aachen, Hamburg und Köln. Die Beschreibung auf der Webseite klingt spannend und so sage ich zu.

Heute Mittag treffe ich dann gemeinsam mit den mir schon bekannten Internetmenschen Christoph, Joas und Helge auf Sophie und Jonas von planlos.in und Sabine, eine der Autorinnen der Rätseltouren.

Zwei der SMS-Schnitzeljagden gibt es im Moment in Bonn. Eine dreht sich rund um Herrn Beethoven, die andere handelt von den Geistern einiger Politiker, die im Regierungsviertel ihr Unwesen treiben. Helge und ich ziehen beim Verteilen der Geschichten die Beethoven-Tour und da wir auch schon am Ausgangspunkt der Geschichte stehen, geht es für uns direkt los. Begleitet werden wir von Sophie und Sabine, die sich diesen Tour ausgedacht hat.

Der alte Ludwig arbeitet gerade am letzten Satz einer Sinfonie, die ihn unsterblich machen soll. Um Inspiration zu finden, kehrt er in die Stadt seiner Jugend zurück. Dort trifft er auf euch – und das kommt ihm gerade recht. Er ist nämlich, wenn sein kreatives Genie in ihm arbeitet, zuweilen etwas orientierungslos.

Die Kommunikation mit Ludwig van Beethoven findet – der Mann war modern – per SMS statt. Auf der Webseite werde ich mit meiner Mobilfunknummer angemeldet. Nachdem ich „START“ geschickt und Helge als Mitspieler registriert habe, kommt auch schon die erste Frage auf unsere Mobiltelefone. Die Antwort ist nicht schwer und wird prompt auch per SMS versandt. So geht es die nächsten zwei Stunden hin und her. Neben den Fragen gibt es auch immer eine kurze Beschreibung zum nächsten Wegpunkt.

Gute fünf Kilometer legen wir dabei in der Bonner Innenstadt zurück, die Zeit vergeht wie im Flug. Ich will gar nicht so viel über die verschiedenen Stationen verraten, der durchschnittliche Bonner kann sie sicherlich aus dem Stand aufzählen. Für Helge und mich sind die Rätsel nicht so besonders schwer. Wer ein bisschen mit offenen Augen durch Bonn geht oder schon einmal den Beethoven-Rundgang gemacht hat, findet sich schnell zurecht. Für Ortsfremde sind die Fragen und Wegbeschreibungen aber sicherlich eine kleine Herausforderung.

Beethoven. Überall!

Nach unserem Rundgang treffen wir uns alle noch einmal im Brauhaus Bönnsch und tauschen unsere Erfahrungen untereinander und mit den Veranstaltern aus. Wir alle hatten unseren Spaß bei den Rätseltouren, wünschten uns aber auch unter anderem ein bisschen mehr Information rund um die Stationen. Ganz spannend fand ich, ein paar Details über den technischen Hintergrund und SMS-Dienstleister zu erfahren.

Ich fand den planlosen Nachmittag in Bonn sehr spaßig und würde die andere Rätseltour gerne auch noch probieren. Für Bonner sind die Rätselfragen vielleicht ein bisschen einfach, unterhaltsam ist die Tour aber auf jeden Fall.

Fußnote: Ich wurde von den Leuten von planlos.in zur Rätseltour eingeladen und anschließend auch verpflegt. Diesen Eintrag schrieb ich aber aus freien Stücken und vor allem, damit der Ironblogger-Bot etwas zu futtern hat. Mahlzeit!

Mit WordPress von Hosteurope zu Uberspace

Dieser Tage scheiterte ich daran, dieses wunderbare Blog hier verschlüsselt auszuliefern. Ich scheiterte zum einen an meinem Geiz, da mir die Angebote meines Hosters zu teuer waren – und dann an irgendwelchen Rechten, die verhinderten das ich die Software der freien Zertifizierungsstelle Let’s Encrypt dort installieren konnte. Grund genug, sich mal wieder um zu schauen. Ich landete wieder beim Uberspace, wo ich vor einiger Zeit schon mal probeweise einen Account hatte und es mir eigentlich gut gefallen hatte. Ich war nur seinerzeit zu faul, Dinge umzuziehen. Es ist dort alles ein bisschen nerdy, die gesamte Administration erfolgt auf der Konsole, man hat sehr viel Freiraum. Genau mein Ding.

Nachdem ich dann testweise innerhalb von nicht einmal einer Stunde eine meiner nicht in Gebrauch befindlichen Domains umgezogen hatte und diese dann auch direkt ein verschlüsseltes „Hallo Welt!“ auslieferte, war ich am Wochenende mutig genug um es mal diesem Blog zu versuchen. Die Dokumentation bei Uberspace ist ziemlich gut, aber die notwendigen Schritte seien hier mal hinterlegt. Die ein oder andere Domain muss ich noch umziehen.

Domain bei Uberspace anlegen

# Webserver für Domain einrichten
uberspace-add-domain -d "domainname.tld" -w

# Webserver mit Subdomain-Wildcard einrichten
uberspace-add-domain -d "*.domainname.tld" -w

# Einen Ordner für die Seite anlegen
mkdir /var/www/virtual/username/domainname.tld

# Einen Symlink für die "www"-Subdomain aufstellen
ln -s /var/www/virtual/username/domainname.tld /var/www/virtual/username/www.domainname.tld

Den Nameserver bei Hosteurope umstellen

Das war es dann für’s Erste auch schon bei Uberspace. Nun gilt es, die Domain die ich bei Hosteurope liegen habe, dort umzubiegen. Dafür geht es in die Nameserver-Verwaltung im Hosteurope-KIS unter Produktverwaltung – Domainservices – Domain-Administration – Nameserver-/DNS-Verwaltung. Dort trage ich die IPv4- und IPv6-Adressen ein, die auf der Konsole nach dem uberspace-add-domain ausgegeben worden sind. Nun muss man ein bisschen Geduld haben, bis die DNS-Server die Änderung alle verstanden haben. Dann geht es bei Uberspace nochmal weiter.

Let’s Encrypt bei Uberspace einrichten

# Konfiguration für Let's Encrypt erstellen
uberspace-letsencrypt

# Zertifikate erstellen
letsencrypt certonly

# Zertifikate importieren
uberspace-add-certificate -k ~/.config/letsencrypt/live/www.domainname.tld/privkey.pem -c ~/.config/letsencrypt/live/www.domainname.tld/cert.pem

Wichtig: In diesem Fall ist domainname .tld die erste der Domains in der Liste, die beim uberspace-letsencrypt ausgegeben wurde. Mit dem Befehl werden die Zertifikate für alle Domains in der Liste importiert. Was mir noch fehlt, ist eine automatische Erneuerung der Zertifikate.

https erzwingen

Schließlich ist es dann mehr als sinnvoll, https auf der entsprechenden Domain zu erzwingen. Dazu packen wir noch ein wenig Code in die .htaccess-Datei.

<ifmodule mod_rewrite.c>
    RewriteEngine On
    RewriteCond %{HTTPS} !=on
    RewriteCond %{ENV:HTTPS} !=on
    RewriteRule .* https://%{SERVER_NAME}%{REQUEST_URI} [R=301,L]
</ifmodule>

Nachtrag: Mit obigem Code hatte ich leider ein paar Probleme. Besucher, die den Host über IPv6 auflösten, bekamen eine „Too many redirects“-Meldung. Dieser Code hier macht das Gleiche und funktioniert für meine Belange prima.

<ifmodule mod_rewrite.c>
RewriteEngine On
RewriteCond %{SERVER_PORT} 80
RewriteRule ^(.*)$ https://www.dertagundich.de/$1 [R=301,L]
</ifmodule>

WordPress von Hosteurope zum Uberspace umziehen

Das Blog selbst dann umzuziehen ist nun nicht mehr so sonderliche schwierig. Zuerst installiere ich mit Hilfe von WP-CLI ein frisches WordPress auf dem Uberspace. Eine kleine Hilftestellung zur Installation auf dem Uberspace gibt es beim WP-Buddy.

wp core download --locale=de_DE

Dann gilt es einen Datenbank-Dump bei Hosteurope zu ziehen, den man dann wiederum flott über die leere WordPress-Installation bei Uberspace spielt.
Am Ende sind dann noch die ganzen (Bild-) Dateien zu übertragen. Nichts leichter als das, wenn man bei beiden Hostern Konsolenzugriff hat. Schnell den einen rsync-Befehl eingegeben und ein bisschen gewartet. 1 Gigabyte Daten sind in wenigen Minuten kopiert.

rsync -avuz wp-content/uploads/ username@host.uberspace.de:/home/username/domainname.tld/wp-content/uploads/

Schließlich setze ich die Dateirechte noch passend, damit statt der „Forbidden!“-Meldung auch wieder meine Bilder angezeigt werden.

# Dateien auf 664 setzen
find . -type f -exec chmod 664 {} +

# Verzeichnisse auf 775
find . -type d -exec chmod 775 {} +

# Und die WordPress-Konfiguration auf 660
chmod 660 wp-config.php

Und damit bin ich dann auch schon fertig. https:// steht vor dem Domainnamen und ein kleines Schloß zeigt an, dass die Inhalte hier nun verschlüsselt ausgeliefert werden. Nun gilt es, meinen restlichen Kram auch noch umzustellen. Zuerst sollte ich mein Piwik-Tracking vielleicht in Angriff nehmen. Wegen dem wird nun nämlich in der Konsole dieser Seite gemeckert.

Von der Schulter, Instagram, einem Umzug und einem Museumsbesuch

Diese Woche war schnell vorbei. Ich schlief durchgehend schlecht, auch wenn ich eigentlich gut durch den Tag komme, machen sich vor allem Nachts die Schmerzen in der Schulter bemerkbar. Durch die Physiotherapie wird es zwar langsam besser – aber gut ist halt doch anders. Dummerweise stelle ich dann fest, als ich mich um ein Nachfolge-Rezept bemühe, dass mein Orthopäde erst im November wieder Zeit hat. Bis dahin müssen es also die Übungen tun, die mir die netten Menschen in der Physiotherapie erklärt haben. Vielleicht ist es bis dahin ja auch wieder gut!

Guten Morgen Ramersdorf!

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Ansonsten? Frau Schwester zieht um. Und natürlich helfe ich gerne – auch wenn ich ihr beim Einzug angedroht hatte, dass das nächste Mal wer anders den ganzen Kram die vier Stockwerke schleppen darf. Zum Glück ist in der neuen Wohnung dann nur ein Stockwerk zu überwinden und dank vieler Helfer überarbeite ich mich wirklich gar nicht.

Ehrenfeld Leyendeckerstraße, Köln

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Ich nehme mir außerdem vor, wieder mehr zu fotografieren. Um zu den im Moment etwa dreitausend wartenden Bildern in drei Lightroom-Katalogen nicht noch mehr zu packen, mache ich das aber lieber mit dem Telefon. Deshalb kann ich in diesen Blogpost hier sogar gleich mehrere Instagram-Bilder einbetten. Ich habe direkt Spaß dabei, mir die ein zwei Minuten Zeit zu nehmen und über ein Motiv ein wenig nachzudenken. Man darf gespannt sein, wie lange ich das dieses Mal durchhalte. Und wie lange es dauert, bis ich das unfassbare Backlog aus Urlaubsbildern wirklich mal abgearbeitet habe.

Noch scheint die Sonne auf den Hofgarten.

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Schließlich ist dann Sonntag. Fräulein Anna bekam zum Geburtstag eine ArtCard der Bundeskunsthalle geschenkt und ich besitze nach wenigen Minuten eine dazugehörige Partnerkarte. Dann schauen wir uns den zweiten Teil der Ausstellung rund um den Rhein an, für die wir letztens schon im Rheinischen Landesmuseum waren. Die ist wirklich groß und prima und es gibt einen langen Film zu sehen. Uns läuft ein bisschen die Zeit davon – aber dank ArtCard ist das nicht schlimm: Wir können ja einfach noch einmal hingehen. Top.

Hallo Kunst!

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Dass der Polizeiruf der bessere Tatort ist, bestätigt sich auch heute wieder. Die Ermittler aus Rostock unterhalten mich sehr gut.

New York, New York

New York, New York

Urlaubszeit! Schon eine ganze Weile spann ich an dem Gedanken herum, eine Reise nach New York zu unternehmen. Um ein wenig Abwechslung hereinzubringen, reise ich dieses Mal mit Frau Schwester und meinen Eltern anstatt mit Fräulein Anna. Einen passenden Flug zu finden ist nicht schwierig, die Auswahl des Hotels stellt sich schon ein wenig schwerer da. Die Auswahl ist wirklich groß.

Fünf Tage sollten es sein. Das ist erst einmal nicht viel – aber um die touristischsten Orte abzugrasen sollte das reichen. Deshalb bereite ich mich auch ordentlich vor: Das Internet ist eine gute Ideenquelle, auf einer Google-Karte habe ich alles mögliche markiert. Ich bin mir von vorne herein bewusst, dass nicht alles zu schaffen ist.

World Trade Center Transportation Hub

In den fünf Tagen kommen wir auch gut rum, vor allem zu Fuß. Fünfzehn Kilometer sind das Mindeste, was wir an einem Tag laufen. Das Wetter spielt auch, bis auf den ersten Abend, gut mit. Wir halten uns die meiste Zeit in Manhattan auf. Wir schauen uns unter anderem das Empire State Building und Rockefeller Center an – oder eigentlich eher von dort aus die Stadt von oben. Dann natürlich den Central Park, MoMa und das World Trade Center Memorial an. Abseits dessen kann ich die Zeit aber auch echt gut damit verbringen, einfach nur herumzulaufen und nach oben zu schauen. Ich finde die engen Straßenschluchten unfassbar imposant. Obwohl es gerade bei all den Touristenattraktionen immer sehr trubelig ist, ist es mir nie unangenehm. Ich bin überrascht.

New York bei Nacht

Am Ende habe ich eine Speicherkarte voller Bilder und ein bisschen Jetlag. Letzteren bin ich hoffentlich bald wieder los – an den Bildern werde ich sicherlich noch eine Weile sitzen. Und dann gibt es auch einen detaillierteren Bericht.

Dieser Beitrag stammt aus der Reihe New York.

Anfang Oktober 2016 machte ich mich gemeinsam mit meinen Eltern und Frau Schwester auf den Weg in die „Stadt die niemals schläft“.

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