Von einem Elternabend, ereignisreichen Wochenenden und einer verletzten Hand

Wenn ich es doch noch irgendwann einmal schaffen sollte, mir nicht nur vorzunehmen täglich ein paar Notizen zu machen, dann wird es vielleicht auch wieder etwas mit den regelmäßigeren Wochenberichten. Man muss es ja nicht direkt übertreiben. Jürgen, zum Beispiel, hat gerade dreiundreißig Tage lang jeden Tag gebloggt. Das finde ich schon ziemlich cool, ich habe allerdings keine Ahnung, wann ich das auch noch machen sollte.

Aber gut. Schauen wir doch mal, was ich seit dem letzten Blogeintrag so erlebt habe.

Zuerst kommt mir da mein erster Elternabend in der Kita, in der Herr Max ab Sommer seine Tage verbringen wird, in den Sinn. Das war schon mal ganz interessant. Zuerst einmal überraschte mich ein bisschen, wie gut Fräulein Anna und ich schon informiert waren, viele der aufkommenden Fragen hätte ich auch beantworten können. Die anderen anwesenden Eltern wirkten auf jeden Fall sehr nett auf mich. Bei dieser ganzen Kita-Sache bin ich sehr aufgeregt wie das alles für Herrn Max wird. Und vor allem auch für mich: Die Eingewöhnung in die Kita werden wir beide nämlich gemeinsam machen.

Ein langes Wochenende verbringen wir zu Besuch bei meinen Eltern in der alten Heimat. Frau Schwester begleitet uns. Im Wesentlichen lassen wir Herrn Max durch mein Elternhaus marodieren. Außerdem komme ich meiner Aufgabe als Vorsitzender dieses Pfadfinderstammes nach: Seit vergangenem Jahr sind da wieder ein paar der „Kinder“ von früher tätig und arbeiten sehr fleißig daran, den Stamm wieder aufblühen zu lassen. Die „Kinder“ sind nun aber inzwischen auch alle um die dreißig und machen das alles ganz großartig. Zwei kleine Gruppen haben sie schon auf die Beine gestellt und machen regelmäßige Gruppenstunden. Die ersten Lager sind auch in der Planung. Ich bin hin und her gerissen zwischen „mitmischen“ und „machen lassen“. Hin und wieder fehlt mir die Zeit schon. Andererseits wollte ich nie einer der alten Typen werden, die dann und wann auftauchen und alles besser wissen. Also: „machen lassen“ und wo es geht aus der Ferne unterstützen. Ich bin gespannt, wie sich der Stamm entwickelt.

Die Sonne strahlt über dem Dach eines Hauses.

Und weil wir an den Wochenenden noch nicht genug zu tun hatten, ging es dann an einem Samstag auch noch ins Bergische zur Hauseinweihung. Aus der „Übernachtung im Zelt“-Möglichkeit haben wir uns aus bequemlichkeitsgründen relativ schnell herausgezogen, dennoch verbringen wir einen schönen Mittag auf dem Dorf. Familie Pucks frisch renoviertes Fachwerkhaus ist wirklich großartig geworden, ich schaue mir das alles sehr genau an.

Eine Kugel vor dem Post-Tower.

Auch im Bereich „Gesundheit“ habe ich wieder etwas zu erzählen: Es plagt mich meine linke Hand. Zuerst werde ich beim Orthopäden vorstellig, weil mir schon einige Zeit hin und wieder ein leichtes Ziehen im Handrücken sorgen macht. Man diagnostiziert eine Entzündung, ich bekomme ein Medikament. Das zeigt tatsächlich Wirkung. Dafür schaffe ich es dann zu Beginn letzter Woche, mich bei einer simplen, alltäglichen Bewegung zu verletzen. Der Orthopäde sagt: „Zerrung“, dann „Verband“ und „Krankschreibung“. Ich reagiere mit „Langeweile“ und schaue fünf Filme an einem Tag. Zum Glück ist der permanente Schmerz relativ schnell weg. Den Verband trage ich dann aber schon noch einige Tage.

Ansonsten: Viel Bewegung dieser Tage. Fräulein Anna und ich spazieren sehr viel, Herr Max sitzt oder liegt derweil gerne in seinem neuen Buggy. An einem Samstag Morgen schaffe ich es, Herrn Max, das Baby, schlafend fast elf Kilometer am Rhein entlang zu schieben. Die Bewegung tut mir gut, ich bin nach jedem Spaziergang sehr zufrieden.