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Ausflug zum Erdbeerfeld

Aufmerksame Leserinnen und Leser erinnern sich: Ich kaufte mir ein Fahrrad. Und dann machten wir auch mal einen kleinen Test-Ausflug bis kurz nach der Rheinaue damit. Fräulein Anna ist sicherlich begeisterter von unserer neu gewonnenen Mobilität als ich und plant direkt die nächste Tour: Wir wollen Erdbeeren in Niederkassel pflücken.

„Bis zum Mittagessen sind wir wieder da!“ war die Devise, als wir etwas später als geplant aufbrechen. Vorbei am Hofgarten geht es am alten Zoll vorbei an den Rhein. Wir düsen dort eine Weile entlang und dann geht es über die Nordbrücke. So weit, so gut. Eine Weile fahren wir auf dem Radweg an der Bundesstraße entlang und schließlich geht es dann auf holprigen Wegen durch die Felder. Das macht Spaß. Wir merken aber auch schnell, dass dieser Ausflug ein wenig länger dauern wird als geplant.

Beim Selberpflück-Erdbeerfeld ist einiges los. Menschen kommen uns mit großen, prall gefüllten Körben und Eimern entgegen. Die meisten tragen vorbildlicher Weise eine Maske, es stehen aber auch alle paar Meter Mitarbeiter die darauf achten. Auf dem weiten Feld verstreuen sich die Menschen aber schnell. Das Pflücken selbst macht Spaß, auch wenn ich lieber ein paar Bilder mache. Auch Herr Max ist eine große Hilfe und trägt fleißig Erdbeeren in unsere Dose.

Fräulein Anna und Herr Max pflücken Erdbeeren.

Auf dem Rückweg nehmen wir die Mondorfer Fähre über den Rhein. Herr Max schläft uns im Fahrradsitz ein, so dass wir eine kleine Zwangspause beim Kaffeestand machen. Gute fünfzwanzig Kilometer haben wir am Ende zurückgelegt. Für den erfahrenen Radler ist das sicher nicht viel, ich werde sicherlich morgen ein bisschen was in den Beinen spüren.

Öfter mal was Neues, in diesem Fall: Eine Webseite für mich

In den letzten Tagen und Wochen schaffe ich es vor allem am Abend die ein oder andere Minute vor dem Computer zu verbringen. Es ist an der Zeit mal wieder etwas Neues auszuprobieren. Und weil dieses WordPress hier ein bisschen komplex und umständlich ist, habe ich mich an einer anderen, etwas einfacheren Seite versucht: Meiner Homepage. Entstanden ist dort eine kleine, sehr schlichte Webseite. Ich hatte großen Spaß beim bauen und ausprobieren. Und so hat die Platzhalterseite von letztem Jahr nun ausgedient.

Und dort ist nun wirklich alles neu. Nach einem kurzen Ausflug in die Welt der SPA-Frameworks erstelle ich die Seite dort nun mit einem Static Site Generator. Eleventy heißt das Tool meiner Wahl. Anstatt serverseitig Inhalte aus einer Datenbank zu generieren, wie das zum Beispiel hier der Fall ist, wird dort bereits in einem Build-Prozess alles generiert und dann fertiges HTML auf dem Server abgelegt. Das Ergebnis: Eine sehr schnelle Webseite an der ich noch eine Menge ausprobieren kann. Wenn man nicht die Auswirkungen auf rund eintausenddreihundert Blogeinträge bedenken muss ist sehr schnell mal was gebastelt. Das alles geschieht in Node.js, also mit viel JavaScript. Das ist meine Chance, endlich ein wenig routinierter in modernem JavaScript zu werden.

Außerdem, weil es noch nicht kompliziert genug ist: Ein zweites Blog. In englischer Sprache und nur mit Fachthemen. Nachdem die technischen Inhalte hier immer ein wenig kurz gekommen sind und irgendwie auch fehl am Platz waren, versuche ich es dort noch einmal. Bisher mit Erfolg: Ich habe großen Spaß dabei und bisher habe ich vor allem positive Rückmeldung bekommen. So darf es weiter gehen. Spannenderweise kommen die Artikel dort aber auch aus dieser WordPress-Installation. Aber wie ich das geschafft habe, berichte ich dann wohl in meinem technischen Zweitblog. Wir lesen uns dort!

Acht Wochen Corona

Meine Stimmung kippt dieser Tage ein wenig. Auf der einen Seite sehne ich mich sehr nach einem geregelteren Alltag. Ich habe große Lust morgens aus dem Haus und zur Arbeit zu gehen und wieder zurückzukommen. Und alles geht seinen Gang. Ich habe tatsächlich große Lust eine kleine Reise zu machen. Nicht weit. Eine kleine Hütte in der Eifel würde es wirklich tun. Das ist es aber nicht, was mich wirklich ärgert. Ich kann vernünftig und geduldig sein.

Viel mehr ärgert mich, dass das „Abenteuer Corona“ für die meisten Menschen scheinbar zu Ende ist. Ein Blick in die Bonner Fußgängerzone am Samstag Mittag: Kein Unterschied zu einem beliebigen anderen Samstag. Und dann schaust du in die Zeitung: Wo man vor einigen Wochen noch so etwas wie Zusammenhalt und Solidarität vernehmen konnte: Demonstrationen, weil man sich eingeschränkt fühlt.

Ich habe große Sorge, dass uns der ganze Quatsch noch richtig auf die Füße fällt. Ich habe große Sorge, dass Corona und Covid sich nicht die Menschen heraussuchen, die es nicht schaffen noch ein paar Wochen die Füße still zu halten.

Und gleichzeit komme ich mir sehr vergessen vor. Zwischen all den Wiedereröffnungen hat man vergessen, dass die Menschen die nun wieder mehr arbeiten können und müssen immer noch Kinder zu Hause sitzen haben, die nicht betreut werden dürfen. „Zwei Tage vor den Sommerferien“ soll Herr Max noch in die Kita gehen dürfen. Wäre meine Stimmung nicht inzwischen gekippt, ich würde lachen.

Ich verstehe, dass Menschen gerne unter anderen Menschen sind, dass sie einkaufen wollen und Spaß haben möchten. Ich verstehe auch, dass Geschäfte Umsatz machen müssen. Aber ich verstehe nicht so richtig, woher dieses „Gegeneinander“ nun kommt. Puh. Wollen wir nicht noch ein bisschen solidarisch sein? Ein paar Kompromisse eingehen?

Ich kaufte mir ein Fahrrad

Ich bin Fußgänger. Irgendwie aus Überzeugung. Zu Fuß irgendwo hin gehen macht mir Spaß. Ich gehe gerne irgendwo entlang, schaue mich um, entdecke Dinge. Man muss zwar aufmerksam sein, aber man ist langsam und braucht nicht die gleiche Aufmerksamkeit wie zum Beispiel beim Autofahren.

Allerdings ist die Reichweite zu Fuß schon ein wenig beschränkt. Nehmen wir mal an, ich würde zu Fuß für eine Strecke eine Stunde brauchen, so sind es mit dem Rad nur etwa zwanzig Minuten. Interessant wird das, wenn ich bald wieder in Bonn arbeite und die Wahl habe zwischen einer langweiligen Busfahrt im Berufsverkehr und einer etwa gleich langen Radtour. Und Bewegung tut ja gut. Das sagen alle und das weiß ich ja auch. Schließlich spaziere ich viel.

Dieser Tage bin ich also rum Radhändler meines hoffentlich zukünftigen Vertrauens gelaufen und habe mich beraten lassen. Und dann einfach zugeschlagen. Nun habe ich hier ein ganz ordentliches Fahrrad und ein Schloss und einen Helm. Und stelle fest: Radfahren verlernt man wirklich nicht. Direkt auf dem Hof des Händlers drehe ich ein paar sichere Runden, obwohl es einige Jahre her ist, dass ich auf einem Drahtesel saß. Heute dann eine kleine Tour mit Fräulein Anna und Herrn Max in die Rheinaue. Das hat uns allen Spaß gemacht, war aber auch recht anstrengend. Der ein oder andere Muskel in meinen Beinen ist scheinbar nicht so trainiert. Von meinem Hintern ganz zu schweigen. Aber das gibt sich sicher.

Das Fahren im Straßenverkehr strengt mich ziemlich an, das muss ich gestehen. Es gibt Autos und Straßenbahnen und deren Schienen und überhaupt muss man sehr gut aufpassen. Ich hoffe, dass ich da bald ein bisschen Routine entwickele und bin gespannt wie ich damit auf meinem Arbeitsweg klar komme.