BarCamp Bonn 2017 – Hashtag bcbn17

Logo des BarCamp Bonn

Nachdem ich im vergangenen Jahr sehr viel Spaß auf dem BarCamp Bonn hatte, war es keine Frage, dass ich dieses Jahr wieder dort sein würde. So stieg ich am Samstag Morgen genau so zeitig aus dem Bett, wie ich das auch unter der Woche tue. Als Gastgeberin hatte sich in diesem Jahr die Deutsche Post angeboten und so stehe ich überpünktlich um kurz vor neun Uhr vor dem Post-Tower. Ungefähr als erstes springt mir das Logo meines Arbeitgebers ins Auge. Wir sind der zweite Hauptsponsor. Nachdem ich dann ein Namensschild umhängen habe, gibt es zum wach werden einen Cappuccino vom Café Roller.

Kurzer Einschub! Was ist eigentlich so ein BarCamp? Das ist nicht schwer: Erst einmal hat das Ganze nichts mit Zelten zu tun. Ein BarCamp ist eine Veranstaltung, die sowohl themenoffen als auch themenbezogen (zum Beispiel bei einem LiteraturCamp) Menschen zusammenbringt. Die Veranstalter organisieren dabei den Veranstaltungsort und legen einen Zeitplan fest, die eigentlichen Inhalte kommen aber von den Menschen, die das BarCamp besuchen. Jeder kann ein Thema einbringen, sei es ein Vortrag den man schon vorbereitet hat – oder eine spontane Diskussionsrunde. Es wird dann ein Zeitplan erstellt, die einzelnen Themen auf Räume verteilt und los geht’s!

Das BarCamp sollte in diesem Jahr über zwei Tage gehen. Der erste war schon am Freitag gewesen und stand unter dem Motto „Bonn bewegen“. Am Samstag ist dann aber die gewohnte offene Veranstaltung. Langsam aber sicher füllt sich das Foyer im zweiten Stock mit Menschen, um zehn Uhr geht es dann nach einem leckeren Frühstück mit belegten Brötchen auch richtig los. Die Vorstellungsrunde ist in diesem Jahr sehr zügig vorbei. Fast alle halten sich an die Name und zwei Hashtags!-Vorgabe. Da hätte ich im Vorfeld ja vielleicht gar nicht so schimpfen müssen.

Die folgenden Stunden verbringe ich dann in den unterschiedlichsten Runden. Zuerst erfahre ich etwas über die Gedanken, die man sich bei Bundeswehr und Nato über die Kommunikation mit Menschen in fremden Ländern macht und wie wichtig es ist, dass es bei der Entwicklung einer Kommunikationsstrategie eine übergeordnete Geschichte gibt. Spannend! Danach bespreche ich mit Menschen ein WordPress-Meetup, was es ab kommenden Monat in Bonn geben soll und höre mir anschließend die Fragen von allerlei Menschen zu eben diesem Thema an. Interessant, wie unterschiedlich die Probleme der Menschen sind.

Am Nachmittag lerne ich dann in einem Workshop wie man im Internet witzig ist. Jedenfalls so halb. Die Grundlagen verstehe ich zwar, doch dann stellt sich heraus, dass ich scheinbar andere Dinge witzig finde wie alle anderen. Oder vielleicht auch nichts? Vielleicht bin ich auch einfach nur gerade sehr müde. Es wird Zeit für einen weiteren Cappuccino. Ich gehe unschlüssig aus dem Raum. Merkwürdige Geschichte.

Schließlich lerne ich dann noch etwas über das Zürcher Ressourcen Modell und wie man mit dem Selbstmanagement-Training lernt, seine Ziele besser umzusetzen. Ich nehme ein paar Leseempfehlungen mit nach Hause. Das ist am Ende dann doch noch einmal ein gelungener Abschluss für meine Sessions, bevor es dann zur Verabschiedung mit Feedbackrunde in den großen Saal geht. Ich bin mit dem Verlauf des Tages sehr zufrieden, die Organisation war prima, die Themen waren wieder sehr vielfältig. Das mag ich ja. Außerdem habe mit dem ein oder anderen Menschen ein nettes Gespräch geführt. Was will man mehr? Und dann habe ich bei Instagram-Storys auch noch Sascha verschiedene lustige Hüte aufgesetzt – ich überlege, das im kommenden Jahr als Session anzubieten.

Die Menschen sind weitestgehend mit dem BarCamp zufrieden. Zwei Tage sind top und die Party muss man viel früher ankündigen. Die von der Deutschen Post gestellte Verpflegung fand ich prima. Das nächste BarCamp soll dann in St. Augustin stattfinden. Da kann der Johannes mal drüber nachdenken, ob es noch BarCamp Bonn heißen darf, wenn ich es nicht fußläufig erreichen kann.

Johannes der Denker