Fünf Kilogramm

Anfang des Jahres war es mal wieder soweit: Die Unzufriedenheit mit meinem Bauchumfang lies mich auf die Personenwaage steigen. Um die hatte ich in der jüngeren Vergangenheit auch wieder einen etwas größeren Bogen gemacht. Jedenfalls: Ich war fast wieder bei den neunzig Kilo, über die ich mich vor zwei Jahren schon einmal so erschrocken hatte. Bei einer einigermaßen gescheiten Verteilung von Kopf bis Fuß wäre das kein Grund zur Sorge. Aber dummerweise sammeln sich die Pfunde bei mir an Bauch und Hals. Tolle Wurst.

Grund genug einen Plan zu fassen und das Thema wieder anzugehen. Damit ich mich nicht einfach wieder in einem Fitti anmelde, nach zwei Wochen die Lust verliere und dann jahrelang Beiträge zu zahlen habe, machte ich mir dieses Mal zwei Gedanken mehr um das Thema. Am liebsten wäre mir ja, wenn die Pfunde „so nebenbei“ purzeln. Von nichts kommt aber bekanntlich nicht so besonders viel. Deshalb überlegte ich mir, wie ich mit Kleinigkeiten auch etwas bewirken kann.

Man kann sich sicherlich tiefer mit dem Thema auseinander setzen, mir reicht für den Moment eine einfache Rechnung: Am Ende möchte ich „einfach“ mehr Kalorien verbrauchen als ich zu mir nehme. Die folgenden Punkte kamen dabei heraus und haben in den vergangenen zwei Monaten gut für mich funktioniert.

  • Mehr Bewegung! Machen wir doch einfach ein paar mehr und führen das tägliche Schrittziel wieder ein! Ich habe vor längerem schon einmal darüber geschrieben. Es ist eigentlich gar nicht so schwer, jeden Tag noch ein paar Schritte mehr zu tun. So verbrenne ich mehr Kalorien. Auch meine regelmäßigen Besuche beim Reha-Sport zahlen hier mit ein.
  • Weniger essen! Die andere Seite der Rechnung. Ein Brot weniger für das Mittagessen schmieren, eine kleinere Portion beim Abendessen. Das klingt einfach, ist aber tatsächlich wirklich schwierig. Es kostet mich oft wirklich viel Überwindung, nicht noch einmal nachzunehmen. Dazu habe ich das Abendessen vorverlegt: Es findet nun knapp zwei Stunden früher, direkt nach meinem Feierabend, statt.
  • Weniger Quatsch essen! Deutlich einfacher ist es mir meistens gefallen, auf die ein oder andere Süßigkeit zu verzichten. Auf der Arbeit hatte ich mir den Gang zur Snackbox schon ein bisschen angewöhnt. Der findet jetzt nicht mehr statt. Und wenn man keine Chips zu Hause hat, dann stopft man auch nicht eine ganze Tüte in sich hinein. Statt dessen ist immer ein bisschen Obst zur Hand.

Am Ende war es tatsächlich einfacher als gedacht. Das Schrittziel erfülle ich fast immer – ich erlaube mir aber Ausnahmen. Genau so beim Essen: Ich esse zu gerne um mir etwas abzugewöhnen. Mit „weniger“ komme ich aber gut hin. Ich habe tatsächlich sehr selten wirklich Hunger, viel öfter aber Lust etwas zu essen. Dem muss man widerstehen können, das klappt meistens ganz gut.

Die fünf Kilogramm aus der Überschrift bin ich so langsam aber stetig in den acht, neun Wochen seit Jahresbeginn losgeworden. Vor allem an meinem Bauchumfang kann man das festmachen. Man darf sich nicht aus der Bahn werfen lassen, wenn es auf einmal auch ein paar Tage wieder auf der Waage bergauf geht. Ich bin mit dem bisherigen Verlauf der Geschichte recht zufrieden und guter Dinge, dass ich so auch langfristig schaffe in Form zu bleiben. Vielleicht mache ich bald, wo es draußen ja auch wieder schöner wird, noch ein bisschen Sport dazu.

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