Kettcar, Ich vs. Wir, Gloria, Köln

Dem aufmerksamen Leser ist sicherlich nicht entgangen, dass ich ein einigermaßen großer Fan der Band Kettcar bin. Schon lange. Und dass ich mich darüber freute, dass es ein neues Album gibt und neue Singles erscheinen.

Karten für das Konzert im Palladium im kommenden Jahr haben wir schon lange, genau so wie die Tickets zum „Beach Motel van Cleef“-Festival, wo die Band auch spielen wird. Das alles ist aber kein Grund, an einem Dienstag Abend nicht im ausverkauften Gloria zu stehen. Vor allem wenn die Band eine der vier Shows spielt, in denen einem das gesammte Album von vorne bis hinten einmal vorgespielt wird. Und deshalb waren wir auch da. Fräulein Anna und ich.

Die Band Kettcar auf der Bühne des Gloria in Köln.
Nicht nur die Musik ist prima, im Gloria ist die Sicht zur Bühne auch immer grandios.

Fortuna Ehrenfeld haben wir dieses Jahr schon mehr als einmal gesehen. Was aber auch nicht schlimm ist – ich mag den ja gerne. Eine schöne Vorband, die einem Lust auf das macht was kommt. Ich bin begeistert wie aufmerksam das Publikum ist. Bei Vorbands ja nun nicht immer normal.

Pünktlich um zehn nach neun geht es dann mit Kettcar los. Ich rechne fest mit Deiche, so wie meistens. Aber tatsächlich sind zur Einstimmung erst einmal Balkon gegenüber, Graceland, Rettung und 48 Stunden dran. Ich stehe unbeabsichtigt direkt beim inoffiziellen Kettcar-Fanboy-Männerchor im Publikum und wir singen lauthals mit – das ist großartig!

Dann kommt das aktuelle Album Ich vs. Wir und zwar tatsächlich von vorne bis hinten. Stück für Stück. Ich hätte mir an dieser Stelle vielleicht zu jedem Lied ein paar Sätze mehr zu seiner Entstehung gewünscht. Bei einigen gibt es eine Anekdote, bei anderen nicht. Ich merke jedenfalls, dass meine Textkenntnisse hinten raus immer schwächer werden, vielleicht muss ich das Album mal in umgekehrter Reihenfolge hören. Und ich merke, wie gut mir Benzin und Kartoffelchips gefällt.

Nach einer guten Dreiviertelstunde ist das Album dann vorbei, damit war zu rechnen. „Das ist schon ganz cool, wenn man weiß welches Lied als nächstes kommt, oder?“ bestätigt Marcus Wiebusch.

Aber natürlich hat das Publikum noch nicht genug. Die Stimmung im Saal ist großartig. Mehr als einmal muss die Band wieder auf die Bühne, um mit Ich danke der Academy, Money Left Two Burn, Deiche, Kein Außen mehr und Landungsbrücken raus noch einen drauf zu setzen. Gut, dass wir wie gewohnt im hinteren Drittel stehen – für das wilde Gerangel vor der Bühne bin ich inzwischen vielleicht auch zu alt.

Schließlich ist der Abend vorbei und wir düsen Richtung Bahnhof und nach Hause. Ich habe dieses Jahr schon viele tolle Konzerte gesehen und das hier war ganz vorne mit dabei. Herzlichen Dank!

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