Altstadtkirschblüte

Von einer Social Bar, Tatorten, einem Konzert und gutem Essen

Den Abend des Montags verbringen Fräulein Anna und ich auf der Social Bar im alten Rathaus. Ich war schon wirklich lange nicht mehr auf einer Social Bar! Den Termin habe ich mehr als einmal unbeabsichtigt versemmelt. Es besteht noch Hoffnung, dass ich das irgendwann mal besser hin bekomme. An mangelndem Interesse an den Themen scheitert es jedenfalls nicht. Besonders interessant finde ich dieses Mal den Vortrag von Karin zum Thema „Blogger und Stadtmarketing“. Es gibt außerdem sehr leckere Bagel-Häppchen und Brezeln, was meine Stimmung direkt verbessert: Ich bin ohne Abendessen direkt von der Arbeit her gehetzt.

Am Dienstag Abend holen Fräulein Anna und ich den Tatort nach. Ich bin eigentlich kein all zu großer Fan der Münsteraner, mir ist das immer ein bisschen zu sehr „Comedy“. Dieses Mal ist es aber nicht ganz so schlimm: Der Fall mit dem Namen „Fangschuss“ ist recht spannend, die „Martin fühlt sich gut unterhalten“-Serie des Tatorts lässt nicht nach.

Nach dem schönen Wetter am Wochenende ist die Woche leider in Teilen wieder grauer. Ich merke richtig, wie mir das auf die Stimmung schlägt. Da kommt mir die Kochgruppen-Veranstaltung in der Firma am Mittwoch gerade recht: Mit gutem Essen kann man einiges wett machen! Wir kochen Gefüllte Bärlauch-Hähnchen-Rouladen, was sich als sehr lecker herausstellt. Ich kann noch einiges lernen. Zum Beispiel über das Kochen von Reis. Und ich weiß jetzt zum Beispiel was ein Butterfly-Schnitt ist. Außerdem darf ich den Bärlauch mit dem super-scharfen Super-Messer vom Kollegen schneiden und lerne dabei auch noch die dafür richtige Handhaltung, so dass ich mich tatsächlich nicht verletze. Natürlich halte ich den Kochvorgang in einer meiner berühmten Instagram-Stories fest.

Altstadtkirschblüte

Den Abend verbringe ich gemeinsam mit dem Fräulein wieder im artheater in Köln. Wir schauen uns Partick Richardt & Band an. Ich amüsiere mich darüber, dass ich innerhalb von zwei Wochen zwei Mal im gleichen, mir vorher völlig unbekannten, Laden lande.

Donnerstag werde ich Zeuge und bin Teil von eher frustrierenden Diskussionen. Da kommt mir der Reha-Sport gerade recht. Unsere Stamm-Trainerin ist in Urlaub und so wird meine Gruppe dieses Mal von jemand anderem betreut. Ich bin nicht der Einzige den es überrascht, wie viel mehr Anstrengend die an sich doch gleichen Übungen sein können. Ich finde das ziemlich gut.

Direkt im Anschluss schließe ich den ebay-Kleinanzeigen-Quatsch für den Moment ab. Mein etwas älteres, sehr großes Stativ findet einen neuen Besitzer. Ich bin dieses Mal tatsächlich ohne größere Nervenzusammenbrüche durch ganzen Verkäufe gekommen. Zum größten Teil hatte ich mit netten Menschen zu tun. Und Ausmisten macht mir ja schon eine Menge Spaß. Nun muss ich fast ein bisschen an mich halten, nicht wieder neuen Mist durch spontane Einkäufe anzuhäufen.

Ein Zeppelin über der Bonner Altstadt

Das Wochenende wird wettermäßig wieder viel schöner, verläuft dann leider nicht ganz so wie geplant, da ich kurzfristig eine Zweitbeschäftigung als Krankenpfleger antreten muss. Dennoch bekomme ich allerlei Kleinkram getan, darf leckeres Sushi essen und am Sonntagmorgen frühstücken gehen. Vorher laufe ich wieder eine halbe Stunde rund um die Poppelsdorfer Allee. Ich bin ein bisschen stolz darauf, dass ich mich trotz der morgendlichen Kälte zu einem kleinen Lauf aufraffen konnte. "Einmal die Woche" hatte ich mir vorgenommen, "einmal die Woche" habe ich abgeliefert. Top!

Nachdem ich dann auch tatsächlich und endlich auch einen Blogeintrag mit den Kirschblüten-Bildern online gestellt habe, ist schon wieder Tatort-Zeit. „Am Ende geht man nackt“ lässt mich ein bisschen verstört zurück. Schon wieder ein guter Fernsehfilm!