Von Krankheit, Musik und schlechten Träumen

· Allwöchentlich Belangloses

Ich starte krank in die Woche. Um auf Nummer sicher zu gehen werde ich in der Hausarzt-Praxis meines Vertrauens vorstellig, röchele kurz als man mir ein Stäbchen bis Anschlag in den Rachen rammt und lege mich dann wieder ins Bett. YouTube wird in den kommenden Tagen stark gefordert, dem Algorithmus gehen irgendwann die Vorschläge aus. Und als ich mich am Mittwoch dabei erwische, wie ich „Brick Berts bärtige Baustein Besprechung Burg Blaustein“ schaue, ist es halt auch an der Zeit. Ich arbeite dann lieber zwei Tage, bin aber auch wieder weitestgehend auf dem Damm. Das war aber auch zu erwarten: Schon am Mittwoch Morgen hatte mich die Arztpraxis angerufen und mir mein negatives Testergebnis mitgeteilt. Damit war zu rechnen, schließlich hatte ich mich – sehr zur Überraschung der Ärztin, das scheint nicht ganz gewöhnlich zu sein – mehrmals selbst getestet. Das Traurigste an der ganzen Sache am Ende: Die Corona-„Warn“-App hat irgendwie erst heute Morgen, als mit vier Tagen Verspätung etwas von dem Testergebnis mitbekommen.

Dann: Wochenende. Ich putze und sauge und wasche und falte und irgendwie vergehen darüber fast zwei Tage. Am Sonntag bekommt Herr Max einen Piekser in den Arm und ist damit auf dem besten Weg, ein bisschen sicherer vor einer Covid-Infektion zu sein. Gerade nach dem Hin und Her der vorigen Woche ist das irgendwie ein gutes Gefühl.

Ansonsten: Relativ spontan und aus einer Laune heraus kündige ich unseren Spotify-Premium-Account und schließe wenige Minuten später ein Abo bei Apple Music ab. Mal schauen, wie es mir dort gefällt. Kontroversen aller Art sind mir normalerweise immer ein bisschen egal. Aber ganz vielleicht geht mir die ganze Covid-Nummer inzwischen ausreichend auf die Nerven und meine Toleranzgrenze was Schwurbelei und Desinformation angeht ist nun wirklich wirklich niedrig. Sollen sie dem Joe doch jemand anderes Geld hinterher werden. Ich habe mich entschlossen (zumindest vorerst) keine Playlists aus Spotify zu übernehmen und habe gerade sehr viel Spaß damit Musik und -Videos bei Apple Music zu entdecken.

Und schließlich: Ich schlafe dieser Tage wieder einmal ausreichend schlecht, um mich an meine Träume zu erinnern. Das passiert eigentlich selten, vor allem bei solch absurden Geschichten wie dieser, in der ich aus dem Fenster die folgende Szene beobachte: Der Essens-Liefermensch, der mir gebratene Ente (ohne Beilagen) zu meinem Elternhaus bringen sollte, landete seinen Ultraleicht-Helikopter sehr unsanft neben der Straße und warf dann (vermutlich frustriert) die Plastiktüte mit meiner Bestellung einfach vor die Garage der Nachbarn. Wach geworden bin ich, während ich auf den startenden Hubschrauber zulief, um mitzuteilen, dass ich bereits eine schlechte Google-Bewertung hinterlassen habe.

So. Neue Woche, neues Glück.

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