Siebzehn, achtzehn

Zweitausendsiebzehn

Es ist Jahresrückblickszeit! Immer am Ende des Jahres nehme ich mir ein kleines bisschen Zeit, um die vergangenen zwölf Monate Revue passieren zu lassen. Dieses Mal starten wir direkt mal damit, dass ich gar nicht so sehr wie sonst über meine Gesundheit klagen muss. Das mache ich normalerweise nämlich gerne im ersten Absatz des Jahresrückblicks. Hin und wieder habe ich ein bisschen mit der Schulter zu tun, manchmal ein bisschen mit dem Magen – aber insgesamt geht es mir dieses Jahr gesundheitlich deutlich besser, als in den vergangenen Jahren. Das liegt auch ein bisschen daran, dass ich regelmäßig zum Reha-Sport gegangen bin. Wozu ich zwar nicht immer motiviert bin, aber dann doch tatsächlich ein bisschen Spaß habe. Gejammert habe ich natürlich trotzdem. 🤷🏼‍♂️ Nicht meckern kann ich allerdings über meine Versucht etwas Bauchumfang zu verlieren. Das klappt überraschend gut, auch wenn ich noch nicht die Erfolge erziele, die ich mir vorgestellt hatte.

Thees Uhlmann und Marcus Wiebusch
Thees Uhlmann und Marcus Wiebusch auf der Bühne beim „Beach Motel van Cleef“.

Mein musikalisches Jahr

Musikalisch war einiges los in diesem Jahr. Direkt im Frühjahr das vermutliche Highlight des Jahres: Das Beach Motel van Cleef-Festival in St. Peter-Ording. Ich berichtete ausführlich. Die Veranstaltung gefiel Fräulein Anna und mir so gut, dass wir direkt auch für das kommende Jahr wieder gebucht habe. Anschließend ging es dann auch noch auf eine ganze Menge Konzerte. Unter anderem Conor Oberst oder Patrick Richard. Die ein oder andere neue Band habe ich so wieder kennengelernt. Und alte Helden sind zurückgekehrt.
Ich bin sehr zufrieden mit dem musikalischen Jahr. Vor allem auch mit Fraäulein Anna mir selbst, dass wir uns nach langen Arbeitstagen nochmal aufraffen konnten um zu den Veranstaltungen im fernen Köln zu gurken. So komme ich auf zehn Konzerte und zwei Festivals im vergangenen Jahr, womit man die „Ein Jahr, zwölf Konzerte“-Challenge als durchaus Erfolgreich abgeschlossen bezeichnen kann.

Spotify hat mir, wie schon gewohnt, wieder einen kleinen Jahresrückblick zusammengestellt. Hier, bitte:

Dokumentiert unterwegs

Aber auch ansonsten war ich ziemlich viel unterwegs. In Wien, in Split dann ein früher Sommerurlaub in Frankreich und auf dem Bundeslager, später im Jahr auch noch in Holland und Brüssel.

Blick aus dem Atomium.
Eine der Aufnahmen, die mir aus diesem Jahr besonders gut gefallen: Der Blick aus dem Atomium.
Split Promenade
Die Hafenpromenade in Split begrüßte uns im Frühjahr unter grauem Himmel. Danach wurde es dann aber schnell besser.

All die Geschichten zwischendrin sind auch ordentlich dokumentiert. In diesem Jahr war ich nämlich ziemlich fleißig, was diese Bloggerei angeht. Fast jede Woche erschien mindestens ein Artikel, oft sogar zwei. Mit diesem hier werden es in diesem Jahr achtundachtzig Stück gewesen sein. Der Ironblogger-Bot musste mich nur sehr selten Freitags vor der drohenden Geldstrafe warnen. Diese ganze Bloggerei macht mir immer noch sehr viel Spaß. Vor allem jetzt rückblickend, wenn ich das Jahr so Revue passieren lassen kann. Wenn es um das Schreiben der Inhalte geht, muss ich mich manchmal auch ein bisschen zwingen.

Ein 360-Grad-Planet-Bild vom Atomium.
Fräulein Anna und ich waren dieses Jahr ganz schön unterwegs. Hier sieht man uns mit dem Atomium im Hintergrund.

Das große Projekt „Den Reisebericht von den Lofoten online stellen“ habe ich leider wieder nicht zu Ende gebracht. Keine Ahnung was der Quatsch soll. Inzwischen bin ich aber schon deutlich weiter was Bildbearbeitung und Texte angeht, so dass ich immer noch Hoffnung habe das Thema im kommenden Jahr abschließen zu können.

Wie in jedem Jahr hatte ich mir auch ein bisschen vorgenommen, wieder mehr Dinge ins scheinbar soziale Internet zu stellen. Während es in meinem Twitter-Account weiterhin eher ruhig war, hat der Vorsatz bezüglich der Bilder sogar ein bisschen gefruchtet: Ich habe zweiundachtzig Bilder im vergangenen Jahr bei Instagram gepostet. Das sind fünfundzwanzig mehr als im Jahr zuvor. Das wurde belohnt, mag gab mir etwa doppelt so oft ein Herzchen wie im Vorjahr. Aber es ist noch Platz nach oben offen. Ansonsten sind im vergangenen Jahr rund einhundert Gigabyte Bilder alleine mit der Spiegelreflex entstanden und viele davon konnte man hier auch sehen.

Arbeitsplatz wechsel dich

Am Ende des Jahres dann noch ein etwas größerer Umbruch. Ich sage dem Chefkoch adé und fahre ab Oktober nach Köln, um mich dort im Agenturbusiness zu verdingen. Ich finde mich recht flott ein und gebe gleich Gas. Vielleicht manchmal sogar ein bisschen zu viel. Hier verspricht auch das kommende Jahr spannend zu werden, ich bin schon ein bisschen aufgeregt, was es alles zu lernen gibt. Ich merke auf jeden Fall, wie ich durch die Luftveränderung wieder motivierter bin, Dinge auszuprobieren. Im letzten Viertel des Jahres habe ich es geschafft wieder sehr viel mehr Internetkram zu basteln und mich fortzubilden. Das ist gut und ich hoffe mir das ins neue Jahr mitnehmen zu können.

Meer
Eines der Bilder, die mir in diesem Jahr besonders gut gelungen sind. Eine Langzeitbelichtung am Strand von Zoutelande.

Und wo ich gerade dabei war, habe ich dann direkt noch ein bisschen weiter ausgemistet. Ziemlich viele Dinge fanden in diesem Jahr den Weg zu ebay-Kleinanzeigen, ins Nettwerk, ins Altpapier, auf den Sperrmüll. Das befreit ein bisschen und schafft Ordnung. Und gerade davon bin ich ja ein großer Fan.

Auch sonst habe ich wieder sehr viel mehr gelesen. Durch die längere Pendlerei hatte ich ja auch ausreichend Zeit dazu. Zumindest diesen Aspekt der Bahnfahrerei finde ich unheimlich gut, denn mit der Nase im Buch, bezwiehungsweise vor dem Kindle-Display, schaffe ich es immer noch am allerbesten mal ein bisschen abzuschalten. Nicht so gut hat es geklappt, über die gelesenen Bücher auch zu bloggen. Da habe ich doch was, das ich mir vornehmen kann.

Zweitausendachtzehn

Jetzt kommt der Teil mit den Vorsätzen. Spätestens, seit ich mal an einem ersten Januar ziemlich spontan endgültig aufhörte zu rauchen, braucht mir kein Miesepeter mehr mit „Das schaffst du ja sowieso nicht!“ zu kommen. Spackos. Ich nehme mir für das kommende Jahr, was ereignisreich zu werden verspricht, einfach nur vor ein bisschen mehr zu machen. Mehr von allem. Mehr Fotos, mehr weniger Bauchumfang, mehr Blogartikel, mehr Code, mehr unterwegs, mehr gut schlafen, mehr aufräumen und ausmisten. Das klingt nach Spaß. Los geht’s!