Von einer kurzen Woche und einem Festival-Wochenende

Ein Leuchtturm im Sonnenuntergang.
Der Leuchtturm von Westerhever steht ziemlich einsam in der Landschaft.

Wenn die Woche aus einem geschenkten Feiertag besteht und man dann auch noch vier Tage zu einem Festival fährt, über das ich in Bälde noch einmal extra berichten werde, dann fällt der Wochenrückblick vielleicht einfach sehr kurz aus. Willkommen.

Den Rosenmontag jedenfalls verbringen Fräulein Anna und ich sehr entspannt. Wir sind ja bekanntlich nicht so die Karnevalisten. So ganz ohne den „Zoch“ kommen wir dann aber nicht durch den Tag: Bei unserem kleinen Nachmittagsspaziergang sehen wir ihn in der Ferne langsam rollen.

Dann: Zwei Tage Arbeit. Die kriege ich schnell rum, auch wenn ich nicht immer so zeitig aus dem Büro komme wie geplant. Und schließlich heißt es dann auch schon packen, bevor es am Donnerstag Morgen auf den Weg nach St. Peter-Ording zum „Beach Motel van Cleef“-Festival geht. Aber das ist ja eine andere Geschichte.

Von einer belanglosen Woche und einem Karnevalswochenende

Das hier wird eine kurze Nummer. Da habe ich die Woche noch damit angegeben, dass es dieses Blogdings hier jetzt fünfzehn Jahre gibt. Und dass ich diese Rückblicke hier ja schon ganz mega finde. Noch nicht mal ein Foto habe ich gemacht. Eigentlich sogar schon lange nicht mehr. Vielleicht muss ich mir hier eine neue Herausforderung auferlegen.

Und dann passiert die ganze Woche nichts, was ich berichten könnte. Ich arbeite ziemlich viel, zwei Tage davon sitze ich am heimischen Schreibtisch und umgehe so den Karnevalstrubel rund um mein Büro in Köln. Statt dessen beobachte ich die Karnevalisten, die die Busse an der Haltestelle vor meinem Fenster ausspucken. Weder Fräulein Anna noch ich sind besonders närrisch veranlagt und so schauen wir statt dessen lieber die nächsten Harry-Potter-Filme.

Und dann ist Wochenende. Ich habe mich da schon ein bisschen drauf gefreut. Nachdem ich am Samstag Morgen zeitig meine Pflicht aus Einkauf und Wäsche erledigt habe, darf ich den Rest des Wochenendes den Quatsch machen, zu dem ich sonst nicht komme. Und weil ich unter der Woche noch nicht genug vor dem Computer saß, habe ich viel Spaß mit Docker, Gitlab-CI, ITCSS und meinem Blog.

Und dann ist das Wochenende auch schon vorbei. Was in diesem Fall nicht schlimm ist, denn der Rosenmontag wird – Spoileralarm! – auch frei sein. Ein guter Wochenabschluss ist wie üblich der Tatort, der aus Weimar kommt und mir gewohnt gut gefällt.

15 Jahre  🎂

An einem Freitag im Februar 2003 war ich der Meinung, dass es nun an der Zeit ist so ein Reinpost-Ding auf meiner „Homepage“ zu haben. Eine solche hatte ich schon eine ganze Weile. Ich erinnere mich noch gut an das simple HTML-Formular und das einfache PHP-Skript, mit dem ich Einträge in eine MySQL-Datenbank schreiben konnte. Nachdem ich schon ziemlich lange eine eigene Webseite hatte, mein erster richtiger Schritt in dieses Web 2.0 von dem damals so viel geredet wurde.

Das ist jetzt fünfzehn Jahre her. Wow.

Screenshot
So sah meine „Homepage“ im Februar 2003 aus, als ich die ersten Beiträge in „der tag und ich“ veröffentlichte. An der Stelle des PHP-Fehlers stand damals der ganz oben in diesem Beitrag als erstes verlinkte Blogpost.

Anfangs bin ich vielleicht noch ein bisschen schüchtern, was meine Mitteilsamkeit angeht. Spätestens aber, als ich auf ein richtiges CMS umsteige, purzeln die Beiträge nur so aus mir heraus. Teils mehrere am Tag, oft sehr kurz. Man merkt schon einige Jahre vor Twitter, dass ich sehr viel zu berichten habe. Da wird aus meiner Aufregung um die Bestellung eines Powerbooks (So nannte man MacBooks früher!) eine fast minutiöse Dokumentation. Und wie viele Beiträge es darüber gibt, dass ich irgendwas am „Design“ gedreht habe! Unfassbar.

Die liebe Technik

Überhaupt: Die Technik. Schnell reicht mir das ja nicht mehr so richtig mit dem kleinen PHP-Skript. Ich habe schon früh erkannt, dass man nicht immer das Rad neu erfinden muss. Eine ganze Zeitlang ist ExpressionEngine das Tool meiner Wahl, bis ich Ende Juni 2005 dann auf das damals aktuelle WordPress 1.5 umsteige. Das habe ich seit dem auch nicht wirklich in Frage gestellt. Ich mag WordPress sehr gern. Aber auch wenn das Backend gleich geblieben ist: Vorne rum ist immer viel passiert. Unzählige Layouts, jedes Jahr mehrere, habe ich im Lauf der Zeit verbraten. Waren das am Anfang nur angepasste Themes, habe ich dann irgendwann angefangen alles selbst zu bauen. Die ganzen Themes nochmal zusammen zu bekommen, sofern das überhaupt geht, ist aber nochmals eine ganz andere Nummer.

Martin, warum machst du das hier eigentlich?

Die Mitteilungswut flaut dann aber auch wieder ab. In den letzten Jahren habe ich mir oft Gedanken darüber gemacht, „warum“ – und vor allem „für wen“ – ich den Quatsch hier eigentlich mache. Nicht umsonst ist dieses Blog auch eine relativ genaue Dokumentation all der Umbauarbeiten daran. Ich sprach oben schon einmal davon. Und um ehrlich zu sein: Lange habe ich das Blog auch wirklich nur betrieben, um eine Spielwiese für all den Webkram zu haben, den ich so gerne ausprobiere. Gut, dass ich geizig bin und es die Ironblogger gibt. Die Angst vor der Geldstrafe zwingt mich dazu, wenigstens einmal pro Woche etwas zu tippseln. Gerade ist das wieder ein bisschen anders. Unter anderem auch, weil ich mich mit folgender Frage intensiv auseinander gesetzt habe:

Was mache ich hier eigentlich? Und für wen? Und warum? Am Ende des Tages ist die Antwort: Für mich. Ich habe mir hier eine Möglichkeit geschaffen, vielen technischen Kram auszuprobieren, bevor ich es vielleicht auch beruflich einsetze. Davon merkt der gemeine Blogbesucher oft auch einfach nichts. Und irgendwann baue ich auch mal ein schönes Kommentar-Formular. Versprochen.

Außerdem habe ich hier eine (Hoffentlich!) meistens ganz amüsante Dokumentation meines bisherigen Tuns und meiner mit dem Alter immer mehr werdenden Wehwehchen geschrieben. Hand auf‘s Herz: Für eine Biographie wird es nicht reichen. Aber immer mal wieder ein bisschen zurückblicken zu können, das ist schon ziemlich mega. Inzwischen nervt mich das allwöchentliche Wochenrückblicksschreiben zwar nicht weniger – aber ich beiße mich gerne durch, denn es macht immer wieder Spaß, mal ein paar Seiten zurück zu blättern und zu schauen was so los war. Oder ein bisschen weiter zurück, um einige Highlights meines Studiums wieder zu erleben. Viele Beiträge sagen vermutlich auch nur mir etwas. Aber das macht nichts. Hier geht es ja nunmal wirklich nur um mich.

Das sorgt manchmal auch für Verwirrung: Ich erinnere mich noch gut an das dumme Gesicht meines Gegenübers, als man mich im Rahmen irgend einer Blogger/Social Media/Irgendwas-Veranstaltung fragte „Und über was bloggst du so?“ und ich mit „Über mich!“ antwortete. Dem Fragesteller blieb das „Ah spannend!“, was er den Leuten, die er vorher befragt hatte immer entgegenbrachte, irgendwie zwischen den Zähnen hängen.

Interessanter Weise lesen das Geschreibsel hier dann tatsächlich aber auch andere Leute, obwohl ich dem Untertitel „Alltäglich belangloses“ glaube ich schon sehr gerecht werde. Hin und wieder werde ich sogar auf das Blog angesprochen. Wie cool! Ich habe übrigens keine Ahnung wie viele Menschen außer mir hier noch vorbei schauen. Einen Besucherzähler wie damals, geschweige denn ein Tracking, gibt es schon lange keins mehr.

Das Archiv

In den vergangenen Wochen habe ich mir eine Menge Arbeit gemacht. Vor ziemlich genau zehn Jahren nämlich habe ich den „alten“ Blog eingemottet und war der Meinung einen Neustart hinlegen zu müssen. Inklusive neuer Domain: Aus einem Menüpunkt meiner Homepage wurde dieses Blog. Die alten Inhalte waren dann lange verschollen, bis ich es irgendwann vor einem guten Jahr in Form einer SQL-Datei auf einer Datensicherungs-CD wiedergefunden habe. Darüber habe ich mich wirklich richtig gefreut. Dieser Tage bin ich dann hingegangen und habe sortiert, ausgemistet und korrigiert. Software-Tipps aus dem Jahr zweitausendfünf braucht halt wirklich niemand mehr. Aber trotzdem: Fast vierhundertachtzig Artikel haben es dann tatsächlich auch geschafft. Sie befinden sich jetzt in der Kategorie „Archiv“.

Und jetzt? Jetzt geht es weiter. Mal gucken, ob ich nochmal fünfzehn Jahre drauf legen kann.

Von einer kranken Woche, Jahrestagen und einem Kettcar-Konzert

Die Woche startet mit einem freien Tag. Wir sind immer noch in Idar-Oberstein und starten langsam in den Tag. Am Nachmittag geht es dann zurück nach Bonn. Wahnsinn, wie leer die Bahn an einem Montag Mittag so ist.

Körperlich geht es mit mir steil bergab. Mein Körper mag sich nicht so richtig entscheiden, ob er mir lieber Bauch- oder Magenschmerzen bescheren soll. Deshalb macht er das abwechselnd. Ich gehe zeitig ins Bett und arbeite lieber einige Tage zu Hause.

Außerdem diese Woche: Filmabend und Harry Potter Nummer drei. Der ist zwar genau so ein bisschen absurd, aber dafür ein gutes Stück weniger gruselig. Hatte ich schon erwähnt, dass ich sehr positiv überrascht bin, wie gut mir die Geschichten gefallen?

Dann habe ich noch einen kleinen Jahrestag: Zehn Jahre bin ich diese Woche in Bonn. Verrückt, wie schnell die Zeit vergeht, was ich in der Zeit alles erlebt habe. Das kommt ein kleines bisschen überraschend, vor allem weil ich gerade ein anderes Jubiläum vorbereite. Dazu aber die Tage mehr.

Das Wochenende ist gewohnt fleißig. Ich mache Wäsche, ordne die Bude, gehe einkaufen. Dann mache ich mich an die wirklich fiese Arbeit: Es wird endlich Zeit den Stapel Sicherungs-CDs und -DVDs aus der Zeit um das Jahr 2000 aufzulösen. In recht mühevoller Kleinarbeit gleiche ich die vielen Ordner mit dem bereits vorhandenen Inhalt meines NAS ab. Das Haus will schließlich nichts verlieren. Am Ende habe ich wieder einen Stapel doofer Plastikscheiben weniger im Schrank. Das stellt mich ein bisschen zufrieden.

Das Palladium in rotes Licht getaucht.

Dennoch bin ich nicht so besonders gut drauf, als ich zum Kettcar-Konzert, zu dem wir die Karten schon wirklich lange in der Schublade liegen haben, aufbreche. Ich berichtete bereits. Ein wirklich guter Start in das Konzertjahr zweitausendachtzehn.

Der Sonntag startet mit einem leckeren Frühstück im recht neuen Café Frida. Es gibt einen sehr großen und dicken Pfannkuchen für mich, der mit Sahne und Konfitüre präsentiert wird.
Anschließend gebe ich eine kleine Fotografie-Nachhilfestunde. Das ist auch für mich ein bisschen spannend, spätestens als ich bemerke wie automatisch die ganzen Abläufe bei mir im Kopf ablaufen.

Am Ende: Kein Tatort. Das Internet zickt rum und es reicht nicht für den Livestream der ARD. Schade!

Kettcar, Palladium, Köln

Ich habe ja wirklich keine Lust überhaupt aus dem Haus zu gehen. Andererseits liegen die Karten für das ausverkaufte Kettcar-Konzert im Palladium schon wirklich lange in der Schublade. Und Kettcar halt. Meine Lieblingsband. Da im E-Werk gleichzeitig auch noch die ungefähr vierundsiebzigste Stunksitzung für diese Saison stattfindet, ist Parkfläche knapp. Sagen wir es so: Rückwärts seitlich einparken war jetzt noch nie so richtig meine Stärke und hebt die Stimmung nicht.

Das Betreten des Konzertsaals und eine Cola wirken dann aber Wunder: Schlagartig bin ich gut drauf und freue mich wie Bolle. So soll das sein. Herrn Fortuna Ehrenfeld und Band stehen schon auf der Bühne, an den Anblick des Mannes im Pyjama habe mich inzwischen schon gewöhnt. Ich sah vermutlich im vergangenen Jahr keine andere Band öfter. Ich höre ihm gern zu.

Kettcar auf der Bühne

Kurz nach neun Uhr dann: Die Stelen im Hintergrund der Bühne entpuppen sich als Videoleinwände, fünf Herren betreten die Bühne. Es geht mit „Trostbrücke Süd“ vom aktuellen Album „Ich vs. Wir“ los. Wir stehen gewohnt weit hinten, aber auch hier ist die Stimmung ausgelassen. Spätestens beim zweiten Titel, dem „Balkon gegenüber“, ist das Publikum dann auch wirklich dabei. Ich vermisse ein kleines bisschen die sehr heimelige Stimmung unter den Fans, die mir im vergangenen November im Gloria so gut gefallen hatte. Kein Wunder: Mit viertausend Leuten ist das Palladium ausverkauft und somit ist dies, laut Marcus Wiebuschs Ansage, die größte Einzelshow, die Kettcar jemals gespielt haben. Man merkt ein bisschen, wie cool das auch die Musiker finden. Zumal auch die anderen Konzerte der Tour fast alle ausverkauft waren.

Ich freue mich. Zum Einen für die Band und ihren Erfolg. Und zum Anderen für mich, denn schon in zwei Wochen werde ich die Band wieder in deutlich kleinerem Rahmen auf dem „Beach Motel van Cleef“-Festival sehen. Dreistellige Konzertbesucherzahlen sind ja eher mein Ding.

Aber ich will gar nicht zu miesepetrig sein. „Balu“ kennen dann nämlich wirklich alle und man hört den Gesang des großen Publikums-Chores deutlich heraus. In den gut anderthalb Stunden Konzert ist dann auch alles dabei, was man so gerne hört. Eine gesunde Mischung aus altbekannten Titeln und denen vom aktuellen Album. Außerdem Wiebuschs „Der Tag wird kommen“. Das mag ich ja auch sehr.

Nach zwei Zugaben geht das Licht wieder an. Und ich habe keine Ahnung, warum ich den ganzen Tag keine Lust hatte, überhaupt nach Köln zu fahren.

Von Arbeitsorganisation, Docker und einem Geburtstagswochenende

Ganz schön abgefahren, wie schnell die Wochen dieser Tage an einem vorbeiziehen. Auch diese Woche war wieder schneller vorbei als ich schauen konnte. Unter anderem erlebe ich einen frühlingshaftem Morgen – nicht der schlechteste Beginn des Tages. So langsam bin ich das graue und triste Wetter ein bisschen satt.

Am Montag ist Ben in der Firma und erzählt uns davon, wie er als Consultant die Zusammenarbeit von Produktmanagement und Entwicklern regelt und organisiert. Das sind spannende zwei Stunden, die wir da mit ihm verbringen. Ich fühle mich in vielen meiner Gedanken bestätigt und nehme auch noch die ein oder andere Anregung mit nach Hause. Anschließend ist dann natürlich noch ein Abendessen angesagt, es verschlägt mich mit den Herren zu einem nahe dem Friesenplatz gelegenen Spanier. „La Bodega“ heißt der Laden und ich schaffe es, mich nicht völlig an den vielen kleinen Tapas-Dingen zu überfressen.

Am Dienstag Abend habe ich abends sturmfrei und nutze die Zeit dazu, Bilder für eine kleine Präsentation zur Geburtstagsfeier von Herrn Papa zusammen zu suchen. Zahlreiche Bilder aus seiner Jugend und meiner Kindheit hatte Frau Mutter schon vor längerem zusammen gesucht und gescannt. Nun ist es an mir, die Sammlung zu vervollständigen. Natürlich verliere ich mich dabei tief in meinem Bildarchiv und so wird aus „Ich suche mal schnell ein Stündchen Bilder raus.“ ganz schnell eine abendfüllende Veranstaltung.

Technisch gesehen steht der Rest der Woche unter dem Sternzeichen „Docker“. Ich experimentiere allerlei herum und habe dabei zum einen sehr viel Spaß, zum anderen aber auch ein bisschen Erfolg. Es klappt am Ende noch nicht alles wie gewollt, aber ich bin dennoch mit mir und meinem Lernfortschritt sehr zufrieden. Vielleicht verliere ich da die Tage nochmal ein paar extra Worte dazu.

Ein Geburtstagswochenende

Und dann naht auch schon das Wochenende. Ich lerne auf dem Weg zu meinen Eltern, dass das mit dem „im Zug arbeiten“ gar nicht so schlecht ist. Ich reserviere mir einen Sitzplatz mit Tisch und bekomme tatsächlich noch richtig was weggearbeitet.

Das Wochenende selbst ist dann eine einzige Geburstagsveranstaltung. Herr Papa ist unter der Woche immerhin siebzig Jahre alt geworden und aus diesem Grund wurden für den Sonntag zahlreiche Menschen eingeladen. Ich bin ein guter Helfer bei der Einrichtung und Dekoration des Festveranstaltungssaals am Samstag und dann ein guter Fotograf und Smalltalker bei der sonntäglichen Feierei. Letzteres ist ja nunmal eigentlich nicht so meine Stärke. Aber auch fotografisch werde ich gefordert: Die künstliche Beleuchtung in Kombination mit teilweise orange gestrichenem Raum und aprikot farbenen Vorhängen machen mich und meine nahezu nicht vorhandenen Weißabgleichseinstellungsskills fertig. Dennoch habe ich am Ende ein paar schöne Erinnerungen im Export-Ordner liegen. Zusammen mit den zahlreichen Polaroid-Fotos, auf denen ich alle Gäste in kleinen Gruppen abgelichtet habe, ist so eine schöne Dokumentation der Veranstaltung entstanden.

Meine kleine Bildersammlung, angereichert mit ein paar Bildern aus dem Fundus von Frau Schwester, kommen als kleine permanent rotierende Präsentation am Rande der Veranstaltung sehr gut an. Immer wieder sehe ich Menschen vor dem Bildschirm stehen und sich darüber freuen, dass auch sie auf einem der Bilder zu sehen sind. Das ist wesentlich besser, als die Veranstaltung mit einer langwierigen Präsentation zu unterbrechen. Alles richtig gemacht!

Von Vorträgen, Stürmen und neuen Brillen

Die Woche startet mit dem Webmontag im Waschsalon. Søren erzählt uns von „Performance: Die neue UX-Grundanforderung“. Es geht um gefühlte und wirkliche Zeit am Flughafen und nur scheinbar gespeicherte Likes. Das macht er richtig gut, den Leuten gefällt’s, mir auch. Der zweite Vortrag, „IT des Wandels“, kommt zumindest bei mir nicht so gut an. Ich unterhalte mich nett und komme viel zu spät ins Bett. Überhaupt gehe ich immer zu spät ins Bett, denn auch diese Woche versucht ich wieder sehr zeitig im Büro zu sein. Das klappt – leider mit steigender Müdigkeit.

Dienstag Abend treffe ich mich mit Frau Schwester. Bald gibt es Feierlichkeiten zum siebzigsten Geburtstag von Herrn Papa und wir haben noch einiges zu besprechen. Zumindest die Planung steht am Ende des Abends, ich nehme einige Hausaufgaben mit.

Der Rest der Woche geht dann auch schnell vorbei. Ich ärgere mich mit Server- und Clientseitigen Caches rum und berichtige anderer Leute Fehler im Internet Explorer. Außerdem beschäftige ich mich mit dem hybriden Packen von Webapps. Nicht sehr zufriedenstellend, am Ende. Donnerstag strande ich nach dem Termin mit einem Bewerber allerdings fast in Köln, als Sturm „Friederike“ dafür sorgt, dass deutschlandweit keine Züge mehr fahren. Glücklicherweise kann Alex mich bis Bonn mitnehmen.

Am Freitag arbeite ich zu Hause und schaffe es nebenbei, meine neuen Brillen beim Optiker abzuholen. Fast fünf Jahre ist es her, dass ich zum Brillenträger wurde. Vielleicht wird es Zeit für einen kleinen Rückblick?
Abends besuche ich meine ehemaligen Kollegen beim Chefkoch-Stammtisch. Ich habe mich die ganze Woche darauf gefreut all die Leute wieder zu sehen. Und dann war es tatsächlich auch richtig prima. Es ist schön zu hören wie es allen geht und ein bisschen von mir selbst zu erzählen.

Den kompletten Samstag verbringe ich, wie auch unter der Woche ein großteil meiner Freizeit, damit alte Blogeinträge zu sichten. Das ist bedeutend langwieriger als ich vorher dachte. Wie eigentlich immer, wenn ich mir etwas vornehme. Abends gibt es Harry Potter, Teil 2. Der vielleicht gruseligste Film, den ich in den letzten Jahren gesehen habe. Richtig eklig! Fräulein Anna verspricht, dass es nicht mehr so schlimm wird in den nächsten Filmen.

Zu Besuch bei August Macke

Ein Portrait von Elisabeth Macke.
Über zweihundert Mal portraitierte August Macke seine Frau Elisabeth.

Fräulein Annas Mutter kommt uns am Sonntag besuchen. Nach einem leckeren Mittagessen bei Tuscolos besuchen wir das August-Macke-Haus. Das ist erst Ende letzten Jahres frisch angebaut und renoviert neueröffnet worden. Die Ausstellung ist wirklich prima. Und nicht nur optisch ansprechend gemacht: Ich hatte mit dem Maler bisher nichts am Hut, lerne aber hier mit Hilfe des Audio-Guides viel über sein recht kurzes Leben, seine Familie und auch das Haus in dem sie hier in Bonn wohnten. Zudem gefallen mir die vielen bunten Bilder tatsächlich wirklich gut. Ein schöner Nachmittag.

Von Star Wars, Arbeitswochen und Blog-Arbeiten

Das fängt ja gut an. Direkt im neuen Jahr den Wochenrückblick verpennt. So arg viel habe ich auch dieser Tage gar nicht zu berichten. Deshalb gibt es heute einfach wieder zwei Wochen.

Strand von St. Peter-Ording. Im Hintergrund ein Haus auf Stelzen.
Ich versuche mich mal mit ein paar Bildern aus der großen Kamera bei Instagram. Den Menschen gefällt es, sie drücken auf den „Herzchen“-Knopf.

Die erste Arbeitswoche ist jedenfalls ziemlich ruhig. Und wegen des Feiertags nur vier Tage lang, davon bin ich ja Fan. Viele Menschen haben noch Urlaub und so ist es auch recht ruhig im Büro. Die An- und Abfahrt zum Büro ist wider erwarten tatsächlich nicht sehr stressig: Die Oberleitungs-Erneuerungs-Baustelle zwischen Köln und Bonn zwingt mich zwar dazu, etwas früher zur Arbeit zu fahren, macht sich aber sonst kaum bemerkbar. Ansonsten: Fräulein Anna und ich schauen Star Wars: Episode II. Ich freue mich, dass auch das Fräulein gefallen an der Filmreihe findet.

Das erste Wochenende des Jahres verbringe ich großen Teils vor dem Computer. Schon länger nervt mich die gewachsene Untrukturiertheit des SCSS-Codes des Blog-Themes. Grund genug, mir nochmal ein paar Dinge zum Thema ITCSS durchzulesen und spontan anzufangen, einfach alles zu neu zu schreiben. Inklusive CSS-Grid-Spaß. Außerdem stromere ich auf der Suche nach einer luftdichten Dokumentenkiste durch den Baumarkt und mache einige Bilder vom Hochwasser am Rhein. Der Sonntag ist bestimmt von Geburtstagsfeiereien in Oberpleis, bevor mich der Tatort aus Ludwigshafen so mittelmäßig nervt.

Blick unter der Kennedybrücke hindurch auf den Posttower.

Woche Nummer zwei ist arbeitstechnisch eher unspektakulär. Dass ich kurzfristig auf Projekten aushelfen muss, die dann um einen Monat verschoben werden, stimmt mich eher mittel-freudig. Mir gelingt es die ganze Woche, schon um sechs Uhr in der Frühe aufzustehen und es somit immer vor acht Uhr ins Büro zu schaffen. Mal schauen wie lange ich das durchhalte.
Am Donnerstag Morgen erwischen mich Kopfschmerzen aus der Hölle, ganz plötzlich und aus dem Nichts sind sie da und klingen dann über den Tag langsam ab. Keine Ahnung, was der Quatsch soll.

Am Wochenende: Wieder Blog-Kram, dieses Mal bereite ich aber eine andere Geschichte vor. Ich verbringe sehr viel Zeit in einem WordPress-Backend und bastele an Texten herum. Dazu in Bälde mehr. Ansonsten: Harry Potter, Teil 1. Das ist Teil meines Star-Wars-Deals mit dem Fräulein: Wir schauen auch alle Harry-Potter-Filme zusammen. Ich kenne die Bücher garnicht und habe nur einen der Filme irgendwann einmal gesehen. Am Sonntag gehen wir dafür aber auch gemeinsam ins Kino und schauen uns noch zum vorerstigen Abschluss den aktuellen Star-Wars-Film auf der großen Leinwand an. Nicht ohne vorher noch wirklich abgefahrenen Erwachsenenkram gemacht zu haben: Wir schauen uns die Musterwohnung eines Bauvorhabens an und reden ein bisschen darüber wie das so wäre, so mit dem Wohneigentum. Ich denke über das Thema schon eine ganze Weile nach, aber konnte mich noch nicht so recht festlegen. Aber das ist vielleicht auch ein eigenes Thema.

Rhein-Hochwasser in Bonn

Dieser Tage ist Gevatter Rhein ganz schön voll unterwegs. Das Hochwasser steht, als ich am Samstag dort entlanglaufe, teilweise schon auf der Promenade am alten Zoll. Und weil ich da sowieso ständig dran entlang spaziere, nehme ich bei gestriger Gelegenheit mal das Stativ und die Graufilter mit. Natürlich bin ich nicht der Einzige unterwegs. Es ist ja eigentlich auch gar kein schlechtes Wetter. Warum man aber durch das Hochwasser waten muss oder mit aller Gewalt mit dem Rad durchbrettern muss, entzieht sich meiner Kenntnis.

Knapp drei Stunden später habe ich nicht nur ordentlich durchgefrorene Hände, sondern auch völlig die Zeit vergessen. Was mir beim Fotografieren schon öfter mal passiert, deshalb mache ich das unter anderem auch so gerne. Nicht so gerne komme ich zu spät zu Verabredungen. Sorry!

Herausgekommen sind ein paar Bilder vom Hochwasser in Bonn, die ich natürlich nicht vorenthalten möchte. Bitte sehr!

Kennedybrücke und ankerndes Schiff.Überschwemmtes Rheinufer.Blick über den Rhein. Im Hintergrund Beuel und die Kennedybrücke.Blick unter der Kennedybrücke hindurch auf den Posttower.Blick von der Kennedybrücke über den Rhein.Überschwemmtest Rheinufer. Im Hintergrund ein Ausflugsschiff.

Asset-Hashing mit gulp und WordPress

Ich bastele ja wieder mehr, das hatte ich mir schließlich vorgenommen. Dieser Tage habe ich eine Kleinigkeit umgesetzt, die ich schon lange auf dem Plan hatte.

Damit meine Besucher in Zukunft immer die richtige HTML-CSS-Javascript-Kombination ausgespielt bekommen, versehe ich die entsprechenden Dateiennamen in Zukunft mit einem kryptischen Hash, der sich aus dem Inhalt der Datei berechnet. Statt barabalgerstle.css wird nun zum Beispiel barabalgerstle-50aa08a0.css ausgespielt.

Die Problematik entsteht dadurch, dass ich zwar Einfluss auf das serverseitige Caching des HTML-Markups habe und dieses jederzeit verwerfen kann, gleichzeitig aber aus Performance-Gründen die Zeiten für das Caching der CSS- und Javascript-Dateien für den Browser der Benutzer sehr hoch eingestellt sind. So kann es zu unschönen Nebeneffekten kommen. Zum Beispiel wenn mein Server neues HTML zum Benutzer schickt, dort im Browser aber noch das alte CSS aus dem Cache des Computers geladen wird. Dann sieht die Seite „kaputt“ aus. „Lade einfach die Seite noch ein paar Mal neu!“ wird dann gerne als Tipp gegeben.

Damit das in Zukunft auch funktioniert, ohne dass man auf seine Tastatur einhämmert, müssen zwei Dinge passieren.

Hashwert ermitteln und einbauen

Das war der einfachere Teil des Ganzen. Ich benutze den Taskrunner gulp in der Entwicklung und natürlich bin ich nicht der Erste, der vor diesem Problem steht. Mit Hilfe des Plugins gulp-hash ist das in meinem Fall eine einzeilige Änderung. Einfach das .pipe(hash()) vor dem Schreiben der Sourcemaps einfügen. Im Falle des CSS-Tasks sieht das so aus:

...
.pipe(hash()) // insert before sourcemaps to rename those too
.pipe(sourcemaps.write('./'))
...

WordPress den neuen Dateinamen beibringen

Darüber habe ich tatsächlich ein bisschen länger gegrübelt. Normalerweise sind die Dateinamen in WordPress hart verdrahtet, mit einem sich ständig ändernden Hash kann das CMS nicht umgehen. Am Ende war die Lösung dann aber auch ziemlich einfach. Ich schrieb mir eine einfache Hilfsfunktion, die anhand einer Vorgabe den wirklichen Dateinamen aus dem Dateisystem ausliest.

/**
 * Returns the dynamically generated filename of an asset.
 * It is retrieved by a given pattern (e.g. '/dist/barabalgerstle-*.css').
 * Make sure that the pattern only matches one file.
 *
 * @param $pattern
 *
 * @return string
 */
function bg_get_hashed_filename( $pattern ) {

	$files    = glob( get_stylesheet_directory() . $pattern );
	$filename = basename( $files[0] );

	return $filename;
}

Mit Hilfe von glob finde ich alle Dateien die zum übergebenen Namens-Muster passen. Hierbei ist darauf zu achten das Muster spezifisch genug zu wählen, dass man nur eine Datei findet. Für meine Zwecke und vermutlich auch die meisten anderen Einsätze ist das völlig ausreichend. basename filtert dann aus dem kompletten Pfad nur den Dateinamen, der dann schließlich zurückgegeben wird.

Die Hilfsfunktion benutze ich nun einfach an den Stellen, wo ich vorher einen festen Dateinamen stehen hatte. Und fertig ist das Asset-Hashing mit gulp und WordPress.