der tag und ich

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Six – Staffel 1 und 2

Nachdem ich Jack Ryan geschaut habe, schlägt Amazon Video mir vor, dass mir doch vielleicht auch die Serie Six gefallen könnte. Auf dem Teaserbild ist ein bewaffneter Mann in Uniform zu sehen. Das sieht schon ein bisschen so aus, als könnte es mir gefallen.

Springen wir ein paar Tage vor: Ich habe inzwischen alle achtzehn Folgen der beiden Staffeln der Serie geschaut. Und das sogar ganz gerne. Die Geschichte rund um das SEAL-Team ist wie erwartet sehr patriotisch erzählt. In Staffel eins dreht sich alles um die Suche nach einem ehemaligen Mitglied der Einheit, dass in die Hände von Terroristen geraten ist. Interessanter Weise finde man den Einstieg zumindest einmal in Afrika und über die dort agierenden Boko Haram. Aber nicht nur die haben Interesse an der Gruppe von Geiseln, die aus dem Ex-Soldaten, dem Mitarbeiter einer Ölfirma, einer Lehrerin und zahlreichen Schülerinnen besteht.

Staffel zwei setzt die Handlung fort. Dieses Mal müssen die SEALs allerdings vor allem Osteuropa unsicher machen, um den Terror-Oberboss zu finden und zu verhaften. Dieses Mal mischt noch dazu eine CIA-Agentin mit, die ihre ganz eigene Agenda verfolgt. Bis zum großen Showdown in einer Mine findet die ein oder andere Schießerei statt. Sei es in einem illegalen Boxclub oder im Wald irgend eines grauen Landes. Noch deutlich mich in den Fokus gelangen in der zweiten Staffel auch die Familien der Soldaten. Wie man es sich denken kann, hinterlassen die zahlreichen Einsätze auch dort ihre Spuren. Eine zusätzliche Bedrohung von Seiten der Terroristen macht die Sache nicht einfacher.

Ich fand die beiden Staffeln recht spannend gemacht. Kurzweilige, wenn auch ein bisschen berechenbare, Unterhaltung für den Action-Fan. Ein bisschen schade ist es schon, dass die Serie scheinbar nicht verlängert wurde.

Jack Ryan

Wie zuletzt schon erwähnt: Tom Clancys Gesamtwerk ist mir vertraut und ich bin Fan. Und ich war sehr vorfreudig, als ich die Ankündigung von Amazon Video sah, dass man die Geschichte rund um Jack Ryan in eine Serie packen möchte.

Nun habe ich die acht Folgen der Serie innerhalb von einem Wochenende weggeschaut. „Bingen“ nennt man das wohl. Das ist doch schon mal ein gutes Zeichen. Mit John Krasinski als CIA-Analyst und Schreibtischtäter Jack Ryan und Wendell Pierce als James Greer zwangsversetztem Abteilungsleiter sind die beiden wichtigsten Rollen ausgezeichnet besetzt. Auch Abbie Cornish macht eine gute Figur als Virenspezialistin Cathy Muller, die, ganz wie es zu erwarten war, mit Jack anbändelt.

Jack und James arbeiten acht Folgen lang daran, den Terroristen Suleiman davon abzuhalten, einen Anschlag in den USA zu verüben. Ihr CIA-Firmenjet bringt die beiden dabei nach Europa und den Mittleren Osten, wo der Terrorist und seine Schergen gerade ihr Unwesen treiben. Die einzelnen Folgen sind wirklich spannend, vor allem am ersten Abend musste ich schwer an mich halten. Sonst wäre sicherlich sehr schnell wieder Sonnenaufgang gewesen und ich hätte alles durchgehabt.

Über die vielen Kleinigkeiten, die man an den Charakteren im Vergleich zu den Büchern geändert hat, muss man sicher hinwegschauen. Cathy ist nun Virologin und keine Augenspezialistin mehr. Das macht Sinn, denn so lässt sie sich in dieser Staffel sehr gut in die Geschichte integrieren. Auch der Admiralstitel von James Greer hat bisher nicht gefehlt. Vielmehr hat es geholfen den Charakter ein wenig jünger zu besetzen und ihn an vorderster Front mitspielen zu lassen. Wer mir gefehlt hat: Ein John Clark. Ich bin gespannt, ob Matice diese Rolle einnehmen noch kann.

Am Ende waren das einige sehr unterhaltsame Stunden, die mir Amazon Video da beschert hat. Und das Ende der ersten Staffel lässt mich hoffen, dass man von vielleicht von den inzwischen ein wenig abgenutzten Feindbildern weg geht und meine Worte erhört werden. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt.

Feindbilder

In meinem Wohnzimmer steht ein knapper Regalmeter an Romanen von Tom Clancy. An den Büchern des amerikanischen Autors habe ich schon in meiner Jugend gefallen gefunden. Ich erinnere mich noch ziemlich gut daran, wie ich sie mir in der Idar-Obersteiner Stadtbücherei bei Frau Schulz auslieh und dann direkt im Bus nach Hause anfangen musste zu lesen. Das ist eine ganze Weile her. Die neueren Romane fand ich nicht mehr so übertrieben gut – aber das ist eine andere Geschichte.

Die dazugehörigen Filme, vor allem die mit Harrison Ford als Jack Ryan habe ich alle auch das ein oder andere Mal gesehen. Man kann sagen, dass ich ein bisschen hyped war, als ich Werbung für die neue Jack Ryan-Serie bei Amazon Prime sah.

Nach drei der acht Folgen mein Zwischenfazit: Wow. Eine gut gemachte Serie, spannende Handlung, Schauspieler die ich mag. Ich musste mich ein bisschen zurückhalten, nicht alles am Stück und in einer Nacht wegzuschauen. Aber dennoch, ein kleiner Wehmutstropfen: So langsam könnte man mal wieder ein neues Feindbild entwickeln.

Die Geschichte vom bösen Araber

Nach wirklich vielen Staffeln von 24 oder Homeland und all den Filmen, die sich ihre Feindbilder im mittleren und nahen Osten suchen, wird es wirklich mal wieder Zeit sich mit jemand anderem zu beschäftigen. Ich habe nun wirklich genug bärtige Männer auf absurde Arten Sprengstoffe schmuggeln sehen. Es wurden genug Moscheen von schlauen Polizisten abgehört und ausreichend Terroranschläge bei einem Tee in einem mit Wandteppichen behangenen Hinterzimmer geplant. Die ganzen arabisch aufgemachten Filmsets sollten doch so langsam abgeschrieben sein. Ich habe mich daran satt gesehen.

Gerade Clancy macht es einem da sogar richtig einfach. In meinem oben schon erwähnten Regalmeter Bücher gibt es in ungefähr jedem Buch ausreichend Vorlagen für hinterhältige russische Geheimdienst-Mitarbeiter. Wie wäre es mit mächtigen Männern aus China, die nach sehr viel Macht und Rohstoffen streben? „Im Zeichen des Drachen“ hat da eine spannende Geschichte zu bieten. Oder vielleicht mal ein paar europäischen Terrorristen wie in „Operation Rainbow“? Oder südamerikanische Drogenhändler, wie in „Der Schattenkrieg“?

Interessanter Weise passen die Geschichten, die sich Clancy in den achtziger und neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts ausdachte, auch in unsere Zeit ziemlich gut hinein. Vielleicht macht man ja für Staffel zwei der Serie etwas daraus. Das wäre doch mal was anderes.

Sonntagmorgen in Bonn

Manchmal klappt es ja: Sonntag kurz nach sechs Uhr wach? Nicht noch einmal umgedreht, sondern gemächlich aufgestanden, die Zähne geputzt, die Kamera umgehängt und los. Und wenn es dann klappt: Über den Hofgarten, an den alten Zoll, den Rhein hinunter, durch die Südstadt und mit einem kleinen Umweg über die Poppelsdorfer Allee wieder zurück nach Hause.

Die Sonne scheint durch Bäume.Ein mit einem Sessel bemalter Stromkasten.

Ich mag, es dass noch fast nichts los ist. Ich teile mir die Straßen und Wege mit ein paar Joggern und BonnOrange-Mitarbeitern, die die Hinterlassenschaften der Samstagabend-Gesellschaften aufräumen. Es war gut, dass ich mich aus dem Bett gewälzt habe. Der Fotoapparat und ich brauchen für die Tour gute zwei Stunden, am Ende bringe ich nicht nur ein paar schöne Bilder, sondern auch Brötchen und Croissants vom Bäcker mit. Es ist Zeit für’s Frühstück!

Hallo Max!

Sparen wir uns den Wochenrückblicks-Quatsch heute einfach mal. Montag bis Donnerstag voriger Woche arbeite ich zu Hause, bin aber vor allem in Warteposition. Aber da lässt sich jemand Zeit. Nicht nur Fräulein Anna und ich werden langsam ein bisschen ungeduldig, auch unser Umfeld fragt nun doch sehr regelmäßig nach, was denn nun los ist. Während ich dann am Freitag Morgen noch im Bett liegend darüber nachdenke, was der Tag denn so bringen kann, erlöst man mich: Es ist an der Zeit, es geht los!

Jedenfalls: Wir packen die letzten Sachen zusammen und spazieren gemächlich zum nahegelegenen Elisabeth-Krankenhaus, wo wir gegen halb zehn am Morgen am Kreissaal ankommen. Schnell ist man sich einig, dass hier zwar recht bald ein Kind auf die Welt kommen wird – aber auch, dass es nicht in der nächsten halben Stunde passiert. Wir spazieren also zuerst einmal die ein oder andere Runde über den Hof, bekommen ein Mittagessen, spazieren noch ein bisschen mehr.

Ich denke, die Details spare ich einfach. Wer schon mal ein Kind bekommen hat oder zumindest dabei war, weiß was da passiert. Ein Spaß ist das jedenfalls nicht. Und das, obwohl es für uns und vor allem Fräulein Anna wirklich schnell geht. Aber nicht nur für uns: Im Abstand von einer guten Stunde bringen die Hebammen übrigens an diesem Abend gleich drei Kinder auf die Welt, das war sicherlich ein anstrengender Arbeitstag.
Nicht mal zwölf Stunden nachdem wir am Krankenhaus angekommen sind, ist der kleine Max auf der Welt. Wow. 👶🏼

Seitdem ist nun eine Woche vergangen – und zwar ganz schön schnell. Unser ursprünglicher Plan, im Krankenhaus ein Familienzimmer zu beziehen, ging leider mangels Platz nicht auf. Was ich im Nachhinein aber auch nicht als all zu schlimm empfinde. Nachdem ich also die ersten Nächte noch alleine zu Hause verbracht habe und der Rest der Familie im Krankenhaus wohnte, sind wir nun seit Montag zu dritt zu Hause. Die ersten Besuche von Tanten und Omas und Opas haben wir auch erfolgreich absolviert.

Ein Caramell-Macchiato.
Unser erster Ausflug führt uns direkt um die Ecke ins Schöllers. Der kleine Mann verschläft die ganze Tour. Ich bin die ganze Zeit sehr unsicher, ob er mir nicht in dem Tuch erstickt. Das Binden des Tragetuchs sollten wir auf jeden Fall noch üben.

Und wie ist das so? Ziemlich prima, eigentlich. Alle sind zufrieden, ich glaube die Hebammen langweilen sich bei ihrem täglichen Besuch vor allem auch ein bisschen. Wir haben zwar jeden Tag noch ein paar neue Anfängerfragen, kommen aber im Großen und Ganzen gut zurecht. Die Zeit verfliegt, ich erwische mich sehr oft dabei, wie ich einfach nur hinschaue. Meistens kann man schon an der Mimik erkennen, was gerade Sache ist.

Besonders das „Mhhh, ich möchte sehr gerne bald etwas trinken!“-Gesicht mit dem verschmitzt-spitzen Mund, den zusammengekniffenen Augen und den Falten auf der Stirn finde ich ziemlich süß. Es erfordert aber auch, dass man dann recht bald reagiert. Sonst wird nämlich das „Ich mache jetzt so lange Krawall, bis es was zu trinken gibt!“-Gesicht daraus.

Meistens sind wir hier jedenfalls ein gutes Team, auch des Nachts kann man sich über den jungen Mann wenig beschweren. Mir ist es sogar schon einmal gelungen einfach durchzuschlafen. Die Kooperation beim Wechseln der Windeln könnte allerdings durchaus ein bisschen besser sein. Die Zappelerei braucht nun wirklich niemand.

Sehr viel Aufmerksamkeit muss man dem kleinen Wesen schenken, dessen Tagesablauf aus trinken, die Windel voll machen und vor allem viel schlafen besteht. Und manchmal muss auch geschrieen werden. Aber nur sehr selten, zum Glück. Ich bin jedenfalls ganz froh, den ersten Monat komplett zu Hause zu sein und mich an den kleinen Mann zu gewöhnen und zusammen die neue Situation zu meistern.

Und so langsam realisiert man dann auch, auf was man sich da eingelassen hat. Herzlich willkommen, Max!

Von großer Hitze, Neugeborenen und MiMiMiMi

Es ist heiß dieser Tage. Wirklich heiß. Nicht nur warm. Heiß. „Rekordsommer“ titeln die Zeitungen. Puh. Ich funktioniere ja bis knapp unter dreißig Grad ganz gut. Dann wird es schon wieder schwer. Bei siebenunddreißig Grad reicht es gerade für die Pflicht. Ich gehe arbeiten. Ich mache Feierabend. Von Kür kann da nicht die Rede sein. Zu Hause ventiliert der Ventilator vor sich hin. Aber eins mache ich dann doch jeden Abend: Spazieren gehen. Meistens ist auch der Fotoapparat dabei. Ich habe einen guten Lauf. Erst gegen Ende der Woche wird es angenehmer und ich wieder ein wenig agiler.

Blick in den Bücherschrank.
Am Bücherschrank auf der Poppelsdorfer Allee komme ich fast täglich auf meinen Spaziergängen vorbei.

Und sonst so? Gleich zwei Neugeborene lerne ich in dieser Woche kennen. Aber keines davon ist uns. Beide gehören zu Paaren aus dem Geburtsvorbereitungskurs. Die haben das schon hinter sich und können sehr anschaulich berichten, was da so passiert. Das ist wirklich spannend, ich merke mir noch die ein oder andere Kleinigkeit. Spätestens am Ende der Woche, als wir die letzten beiden Rumpel-Kisten aufräumen, werde ich vielleicht ein bisschen ungeduldig. Es könnte jetzt so langsam losgehen!

Nicht mehr ganz so Neugeboren sind Frau Schwester, unser gemeinsamer Cousin und seine Tochter. Macht aber nichts, wir sitzen am Donnerstag in der Braustelle im hipsterigen Köln-Ehrenfeld und haben einen schönen Abend.

MiMiMiMi

Freitag ist MiMiMiMi, die regelmäßige unregelmäßige Lesereihe, die Johannes und Sylvia organisieren. Fräulein Anna ergattert mit die letzten Karten, ich höre größtenteils sehr unterhaltsame Texte. Und nehme mir vor, auch mal wieder etwas Gescheites in dieses Internet zu schreiben, das nicht ein öder Wochenbericht ist. Vielleicht darf ich dann beim nächsten Mal auch wieder etwas vorlesen. Letztes Mal fand ich das ja schon nicht schlecht.

So zwischendrin schaffen es Fräulein Anna und ich dann auch noch, ein bisschen zusammen fern zu sehen. Zuerst: La La Land, den mit unfassbar vielen Preisen ausgezeichneten Musicalfilm mit Emma Stone und Ryan Gosling. Den kannten wir beide noch nicht. Eigentlich ja sonst nicht so mein Genre, bin ich ziemlich verzückt von dem Film. All‘ die Preise hat er jedenfalls verdient.
Gar nicht mal so sehr auf meinem Mist wächst dann die Idee, dass man sich ja auch mal die X-Men-Filme alle anschauen könnte. Wir starten mit dem ersten Film aus dem Jahr 2000 am Sonntagabend. Ich erinnere mich nur sehr grob an die Handlung und kenne die Charaktere kaum.

Von einer heißen Woche und einem Marathon-Ende

Hitze bestimmt die Woche. Meine Güte. Ich antworte mit „früh aufstehen“ und bin regelmäßig als erster am Schreibtisch in der Firma. Morgens bekomme ich am meisten weggearbeitet. Zwei Tage in dieser Woche erspare ich mir die Gurkerei nach Köln und mache es mir lieber am heimischen Schreibtisch bequem. Ich bekomme einiges getan, nichts spektakuläres, die Woche geht vorbei.

🚶🏼‍♂️

Die Sache mit dem „spazieren gehen“, die mache ich ja schon eine Weile. Die letzte Zeit ließ ich das aber ein bisschen schleifen. Doch nicht diese Woche! Jeden Tag geht es Abends noch einmal los. Mal durch die Südstadt, mal quer durch das Uni-Gelände in Poppelsdorf. Einmal geht es am Rhein entlang bis zum Langen Eugen. Mindestens zehntausend Schritte jeden Tag. Abends, wenn es langsam aber sicher ein bisschen abkühlt, ist es richtig schön draußen und mit ein bisschen Luft auch wirklich gut auszuhalten.

Eine Kanone.

Ganz nebenbei schaffe ich es mal wieder, die ein oder andere Kleinigkeit zu erledigen. Ich bin zufrieden. Natürlich gebe ich auch meine Stimme beim Bürgerentscheid über das neue Zentralbad in Bonn ab. Am Ende ist die Mehrheit in der Stadt dagegen, dass das Bad gebaut wird. Mich wundert das nicht. Außerdem telefoniere ich mit einer sehr netten Frau vom Idar-Obersteiner Finanzamt, die mein Vereins-Gedönse wirklich vereinfacht. Ich muss nur ein PDF ausdrucken und ausfüllen. Den ganzen Elster-Quatsch hätte ich mir also sparen können. Aber gut.

Ein Schiff auf dem Rhein.

Der Samstag ist unfassbar produktiv. Ich stehe früh auf und bin schon gegen neun Uhr mit den Einkäufen zurück und habe Flaschenpfand und Altglas weggebracht. Bevor die ersten Sonnenstrahlen auf die Südseite des Hauses treffen, habe ich auch schon auf der Terrasse klar Schiff gemacht: Ein bisschen Unkraut gejätet und allerlei Kram zur Gartenpflege, der die letzten Wochen eher achtlos herumlag, wieder orderntlich weggeräumt.
Mehr durch Zufall lande ich dann in unserem Kellerabteil und verbringe die nächsten anderthalb Stunden damit, dort auch nocheinmal einiges hin und her zu räumen und auszumisten. Vorgenommen hatte ich mir das schon vor langem, nun ist es erledigt.

Am Ende kann ich garnicht so richtig zählen, wie oft ich an diesem Tag völlig durchgeschwitzt bin. Den Nachmittag verbringe ich dann frisch geduscht mit noch ein paar leichteren Sachen in der Wohnung. Einige Bilder wollen wieder aufgehängt werden, ein bisschen Kram muss bei ebay-Kleinanzeigen eingestellt werden.

Der Marvel-Marathon

Außerdem steht das Ende unseres kleinen Marvel-Marathons an. Black Panther ist noch einfach zu bekommen, den kann man einfach bei iTunes mieten. Avengers: Infinity War macht es uns da schon ein bisschen schwieriger. Für einen Kinobesuch müssten wir nach Düsseldorf oder Krefeld gurken, in Deutschland wird der Film erst in drei Wochen bei iTunes veröffentlicht. Am Ende erschleiche ich ihn mir aus dem US-iTunes-Store, für den ich mir extra über ein paar Umwege einen Account anlege. Was man nicht alles tut! Der Film macht mich, ohne das ich groß Spoilern will, ziemlich fertig.

Zum Abschluss gibt es dann noch Ant-Man and the Wasp. Den schauen wir uns der Einfachheit halber im Kino an. Es stellt sich heraus: Sonntags um halb drei gehen nicht so viele Leute ins Kino. Dabei ist es da gerade bei den aktuellen Temperaturen sehr angenehm.

Für den Moment ist unsere Reise durch das Marvel Cinematic Universe also beendet. Zwanzig Filme haben wir uns in den vergangenen Wochen angeschaut und dabei wirklich viel Spaß gehabt. Fräulein Anna ist vermutlich jedes Mal genau so überrascht gewesen wie ich, wie gut sie unterhalten worden ist. Nun sind wir beide gespannt, was uns Captain Marvel im nächsten Frühjahr bringen wird. Das ist ja noch ganz schön lange hin!

Von einer heißen Woche, einer Hochzeit 👰🏼 und Finanzamts-Vergnügen

Diese Woche ist es vor allem eins: Heiß. Jeden Tag über dreißig Grad, das geht an die Substanz. Ich schaffe es dennoch, das ein oder andere weggearbeitet zu bekommen. Frühes Erscheinen auf der Arbeit lohnt sich, am Morgen ist es noch sehr erträglich im Büro, wenn man erst einmal durchgelüftet hat. Die Lüfter im Serverschrank klingen jeden Morgen ein bisschen verzweifelter. Montag Abend sitzen wir noch eine ganze Weile auf der Dachterasse in der Firma. Ich genieße es, gerade mal nicht all zu viel zu Hause zu tun zu haben.

Am Donnerstag Abend treffen wir uns mit den Leuten aus dem Geburtsvorbereitungskurs – oder zumindest den beiden anderen Paaren, die ihren Nachwuchs noch nicht in die Welt gesetzt habe. Ein schöner Abend bei dem Spanier nur wenige Straßen weiter, bei dem ich schon wirklich lange mal einkehren will.

Ansonsten geht die Woche irgendwie einfach vorbei. Am Samstag geht es dafür aber Rund. Fräulein Annas Kollegin heiratet und wir werfen uns in Schale und düsen nach Ahrweiler, um der Zeremonie beizuwohnen. Ich gefalle mir in meinem Anzug ziemlich gut, einzig die Hose zwickt leider immer noch ein bisschen.
Katholische Hochzeiten zählen vielleicht auch als eines dieser „Workouts“, ich habe leider vergessen zu zählen, wie oft ich aufgestanden bin. Aber schön ist’s. Auch kirchliche Hochzeiten haben ja irgendwie was. Nach einigen Stücken Flammkuchen zu viel geht es dann weiter. Die Feier findet in Rolandseck statt, direkt an der Rheinfähre liegt das Restaurant „Bellevuechen“, wo wir bei angenehmen Temperaturen einen schönen Nachmittag und Abend in Garten und Pavillion verbringen.

Am Sonntag versuche ich, endlich diese Kiste mit der Gemeinnützigkeitsprüfung meines Pfadfinderstammes hinter mich zu bringen. Aus irgendeinem Grund landen die Unterlagen des Finanzamtes hin und wieder noch bei den Eltern des letzten Vorsitzenden, so dass meine Elster-Freischaltung eher durch Zufall bei mir landet. Ich schaffe es dann auch tatsächlich, das Formular der Körperschaftssteuererklärung KSt 1 B samt Anhang Gem 1 auszufüllen. Es bleiben aber einige Fragen offen: Wo zum Beispiel lade ich die einzureichenden Dokumente ein? Ich bin angehalten die Steuererklärung elektronisch zu machen. Muss man die dann dennoch ausdrucken und einschicken? Das wäre ja Quatsch. Montag Morgen wird beim Idar-Obersteiner Finanzamt das Telefon klingeln.

Ein Stück Kuchen.
Am Sonntag gibt es Kuchen. Heute: Ein Stück Blaubeere-Käsekuchen bei Frau Kreuzberg im Musikerviertel.

Ein bisschen genervt davon halte ich zuerst einmal einen kleinen Mittagsschlaf, um dann mit Fräulein Anna zu Frau Kreuzberg zu gehen und dort bei Cappucino und Kuchen ein bisschen frische Luft zu bekommen. Anschließend: Klar Schiff zu Hause machen. Es hat sich schon wieder eine Menge zu faltender Wäsche angesammelt. Und schließlich dann wieder ein Marvel-Film: Thor: Tag der Entscheidung steht heute auf dem Plan, nachdem wir die Woche schon sehr gut von Guardians of the Galaxy Vol. 2 und Spider-Man: Homecoming unterhalten worden waren. Von letzterem übrigens ein bisschen überraschenderweise, denn Spidey fand ich eigentlich immer ein bisschen nervig und die erste halbe Stunde des Films bestätigt mich in meiner Meinung schon ziemlich. Danach muss ich meine Meinung dann aber revidieren.

Von einem Kreislauf und zahlreichen Besuchen

Mit einem „Puh!“ starte ich ja relativ oft in den Wochenrückblick. Zumindest gedanklich. Das soll auch diese Woche nicht anders sein. Vor allem, weil es dieses Mal nicht nur mental, sondern auch körperlich echt anstrengend war. Ich erlebe das erste mal seit langem, wie es ist, wenn einem der Kreislauf wegsackt. Normalerweise schaffe ich es ganz gut, mich auf den Beinen zu halten. Ich trinke ausreichend und überanstrenge mich im Allgemeinen sehr selten. Diese Woche habe ich an gleich zwei Tagen das Gefühl, nicht mehr lange selbstständig auf dem Stuhl sitzen zu können. Puh. Um zumindest die relativ hohen Temperaturen im Büro als Ursache ausschließen zu können, arbeite ich recht viel zu Hause.

Aber kommen wir zu den angenehmen Dingen. Am Mittwoch habe ich einen halben Tag frei und Frau Mutter besucht uns. Wir verbringen einen entspannten Nachmittag im und um den Botanischen Garten. Ein guter Tag!

Blick über den Teich im Palmenhaus des Botanischen Gartens.

Der Versuch, neue Rollen an einen alten Stubenwagen zu bauen, treibt mich eventuell ein bisschen in den Wahnsinn. Nachdem wir es zumindest geschafft haben, die richtigen Ersatz-Rollen zu beschaffen, gilt es eigentlich nur noch, die Befestigungslöcher um einen Millimeter zu erweitern. Dass beim Herausfinden dieser Details bereits eine der Befestigungen von mir irreparabel beschädigt wird: Geschenkt. 🤷🏼‍♂️ Obwohl ich eigentlich inzwischen gar nicht schlecht mit allerlei Werkzeug ausgestattet bin: Der notwendige Holzbohrer mit mehr als 10mm Durchmesser fehlt mir, bei Obi verkauft man nur welche mit 12mm, was ich zum Glück noch vor dem Bohren als „zu groß“ identifizieren kann. Da ich diese Woche oft genug zum Baumarkt gelatscht bin, bestelle einen passenden Bohrer im Internet.

Auch in dieser Woche schaffen wir es wieder, gleich drei Filme aus dem Marvel Cinematic Universe zu schauen. Ant-Man, The First Avenger: Civil War und Doctor Strange stehen auf dem Programm. Fräulein Anna fühlt sich weiterhin gut unterhalten und auch für mich wird es jetzt spannend. Ab Doctor Strange ist tatsächlich nun auch für mich alles neu. Ich bin gespannt.

Das Wochenende wird ereignisreich. Eine Ansammlung von Dominiks trifft in Köln ein. Wir verbringen einen entspannten Nachmittag und Abend in der Domstadt. Natürlich esse ich wieder zu viel. Wir sitzen lange bei „Spencer & Hill“ auf dem Ring, wo man nicht nur gut essen, sondern auch sehr schön Passanten beobachten kann.

Am Sonntag dann der Gegenbesuch in Bonn. Nach einem Frühstück im Café Sahneweiß machen wir, ausgestattet mit einer Tageskarte, die Bundeskunsthalle unsicher. Die Ausstellung zu den Nasca-Linien in Südamerika ist super interessant und sehr gut gemacht. Neben den geheimnisvollen Linien werden auch sehr viele uralte Stoffe und Gefäße gezeigt, die in ihrer Qualität, Filigranität und Gestaltung auch aus unserer Zeit stammen könnten. Beeindruckend!

Die Bundeskunsthalle mit Wasserspiel und Rutsche.

Der Abstecher in die Abramovic-Ausstellung ist leider eher kein Highlight. Mir ist das alles zu verstörend, dem kann ich nichts abgewinnen. „Furchtbar“ ist vielleicht der richtige Ausdruck. Dann doch lieber aufs Dach, in die Sonne. Dort wollten wir eigentlich direkt am Anfang hin, nachdem man uns aber erst oben mitteilte, dass man auch hier eine Eintrittskarte braucht, hatten wir erst einmal keine Lust mehr auf noch mehr Treppen. Nun sind wir aber wieder oben. Ein bisschen schaukeln muss sein. Ich habe wirklich lange nicht mehr auf einer Schaukel gesessen! Und wieder runter, natürlich mit der großen Rutsche bis auf den Vorplatz. Es kostet mich überraschend wenig Überwindung mich auf das kleine Tuch zu setzen, dass man zur Verbesserung der Gleitfähigkeit bekommt. Anschließend noch ein Spaghetti-Eis. Auch kein schlechter Tag.

Von Superheldenfilmen, Vaterschaft und Sorgerecht

Die Wochen verfliegen in der letzten Zeit geradezu. Ich schaffe es eigentlich immer, mit einem zeitigen Zug zur Arbeit zu kommen und so am frühen Morgen die ein oder andere Stunde ohne große Ablenkung wegzuarbeiten. Das schlaucht mich aber auch ganz schön, da ich es natürlich nicht schaffe, Abends mal ein wenig früher ins Bett zu gehen.

Hatte ich eigentlich schon erzählt, dass ich in den vergangenen Wochen mit Fräulein Anna zusammen die Filme aus dem Marvel Cinematic Universe schaue? Ich bin ja jedes Mal aufs Neue überrascht, wenn das Fräulein am Ende eines Filmes diesen gut und spannend fand. In dieser Woche waren wir des Abends fleißig und schafften gleich drei Stück: Captain America: The Return of the First Avenger, Guardians of the Galaxy und Avengers: Age of Ultron.

Überraschend gut klappt es übrigens weiterhin bei den ebay-Kleinanzeigen. Ich habe Glück und gerate nur an nette Menschen, die nicht nur überhaupt auftauchen, sondern auch noch pünktlich sind. So langsam gehen mir ein kleines bisschen die Sachen aus, die ich noch unter die Leute bringen kann.

Vaterschaftsanerkennung und Sorgerechtsteilung

Highlight der Woche ist sicherlich der Termin beim Jugendamt. Als nichtverheiratete müssen wir noch ein bisschen Bürokratie über uns ergehen lassen, zwei Urkunden gilt es zu unterschreiben.

Zuerst bin ich dran: „Anerkennung der Vaterschaft“ steht oben auf dem Papier. Die nette Frau liest uns, ganz so wie es sich gehört, einmal alles vor, stempelt ein paar Exemplare mit einem sehr offiziell aussehenden Stempel.

Dann ist Fräulein Anna dran. Damit ich bei der Erziehung unseres Nachwuchses auch rechtskräftig mitmischen darf, teilt sie nun das Sorgerecht mit mir. Das geht nur nach dem Motto „ganz oder garnicht“. Eine Beschränkung auf „Montag bis Freitag“ oder Ähnliches ist nicht vorgesehen. Und das ist vielleicht auch gut so.

Nach einer guten halben Stunde sind wir fertig. Gebraucht haben wir jeweils nur den Personalausweis. Den Termin hatte das Fräulein so zwei Wochen vorher ausgemacht. Da kennt man auch schlimmeres.

Hoch die Hände, Wochenende

Und dann ist auch schon Wochenende. Nachdem es ja nun in unserem Zuhause so langsam wird, kann ich auch wieder anderen Menschen unter die Arme greifen. Und auch wenn ich mich an diesem Samstag nicht nur einmal totschwitze: Dank der guten Vorbereitung von Abi und Alex macht es sogar richtig Spaß Kisten und Möbel von einem dritten Stock in den anderen zu verfrachten.

Und schließlich, bevor das Wochenende dann auch schon wieder vorbei ist, besuchen wir noch Anna und Dennis in Oberpleis. Wir verbringen einen schönen Nachmittag im Garten und bringen weitere Kinderklamotten mit nach Hause. Wie gut, wenn man so viele Leute kennt, die schon Nachwuchs haben.