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Von einem kranken Herrn Max. Hauptsächlich.

Montag
Herr Max ist krank. Das ganze Wochenende wurde gehustet, die Temperatur ist erhöht. Statt zur Kita gehen wir also zum Arzt und lassen uns dort die Erkältung bestätigen. „24 Stunden symptomfrei“ soll Herr Max sein, bis er wieder zur Kita darf. Wir machen einen langen Spaziergang am Rhein, den der Kurze komplett verschläft.
Für mich gibt es keine Pause, ich bin am Abend wirklich im Eimer und sehr zeitig im Bett. Seit einiger Zeit lese ich wieder mehr, ich merke wie mir das beim Abschalten hilft.

Dienstag
Ich gehe arbeiten, heute übernimmt Fräulein Anna die Krankenbetreuung. Der Heimweg kostet mich heute dank ausfallender und hoffnungslos überfüllter Züge fast zwei Stunden.
Ich fange eine neue Serie an: Prime Video schlägt mir „S.W.A.T.“ vor. Den ein oder anderen Darsteller kenne ich schon, mal schauen ob ich dran bleibe.

Ein Leuchtturm an der irischen Küste.
Eine echte Premiere nach einer langen Zeit: Ich lade mal wieder ein Bild zu Instagram hoch.

Mittwoch
Herr Max ist weiterhin symptombehaftet. Wir machen einen etwas kürzeren Spaziergang und erkunden statt dessen das Haus der Geschichte. Herrn Max gefallen vor allem die vielen Treppen und Rampen in der Ausstellung, die er fleißig auf- und ab wetzt.
Den Mittagsschlaf beendet Herr Max sehr spontan, wir sind anschließend beide nicht mehr so besonders gut drauf.

Donnerstag
Viel Kleinkram auf der Arbeit. Außerdem Jahresgespräch. Am Abend reinige ich die neu gebraucht gekauften Duplo Steine.

Freitag
Fräulein Anna und ich wechseln uns ab. Erst darf ich arbeiten, am Nachmittag übernehme ich dann die Krankenpflege. Wir vermuten außerdem „irgendwas mit den Zähnen“, da er nichts essen will, was man aufwendiger kauen muss.

Samstag
Keine Ruhe heute. Aufstehen, einkaufen, Sport am Vormittag. Für den Mittag ist ein gemeinsamer Mittagsschlaf mit Herrn Max eingeplant. Der hat aber keine Lust und so spielen wir sehr ausführlich mit dem neuen Duplo und spazieren eine Runde. Wenigstens einer bekommt so ein bisschen Ruhe. So müde wie an diesem Abend war ich schon lange nicht mehr.

Sonntag
Tief Sabine ist im Anflug. Wir lassen uns davon nicht stressen und gehen erst einmal frühstücken. Herr Max ist schon wieder viel fitter und freut sich, mit uns zusammen unterwegs zu sein. Im Obergeschoss der Konditorei in der Fußgängerzone sitzt man gut, mein Essen schmeckt mir. Anschließend spielen wir nach einem kurzen Spaziergang zu Hause ausführlich und erledigen die ein oder andere Kleinigkeit. Draußen wird es doch langsam ein bisschen zu ungemütlich.

Steve Berry – Die Romanow-Prophezeiung

Miles Lord gerät mitten in Moskau in eine Schießerei. Und schnell stellt sich heraus, dass er selbst das Ziel der Attentäter sein sollte. Der Anwalt ist in der russischen Hauptstadt, um eine Kommission zu unterstützen, die den nächsten Zaren bestimmt.

Sozialismus, Kapitalismus – warum nicht mal wieder eine Monarchie? Eine Volksabstimmung hat für die Wiedereinrichtung des Zarenreiches gestimmt und nun gilt es den richtigen Nachkommen aus dem Hause Romanov zu finden. Da haben natürlich Unternehmer, Politiker, Militärs und Mafiosi ein Interesse, sich ein bisschen Macht zu sichern. Lord hingegen findet Hinweise auf überlebende direkte Verwandte der Romanovs, die der Exekution der Zarenfamilie im Juli 1918 entgangen sind. Gemeinsam mit einer russischen Tänzerin folgt er der Prophezeiung Rasputins und damit den Stationen einer vor langer Zeit angelegten Schnitzeljagd durch Osteuropa und Amerika.

„Die Romanow-Prophezeiung“ ist gut zu lesen und auch gute Unterhaltung. Aber auch irgendwie nichts besonderes. Und am Ende ein bisschen kitschig.

Kurt Aust – Der Genius-Code

Nachdem mich das erste Abenteuer des Mathematikers Even Vik schon gefesselt hatte, fiel die Entscheidung, den zweiten Band aus der Reihe direkt hinterher zu lesen, ziemlich einfach.

Es ist ein bisschen Zeit seit den Ereignissen aus dem ersten Buch vergangen. Evens Alltag hat sich einigermaßen normalisiert. Bis die Bruderschaft der Unsichtbaren wieder auf den Plan tritt, denn Newtons Geheimnisse sind noch lange Licht gelüftet. So kommt es, dass Even plötzlich im Krankenhaus liegt und des versuchten Mordes bezichtigt wird. Es bleibt spannend, es wird überwacht, verfolgt, gerätselt und gemordet.

Viele schon bekannte Charaktere tauchen wieder auf und Even muss sich dem ein oder anderen Schatten aus seiner Vergangenheit stellen. Dass das Ende dann kein „Ende gut, alles gut!“-Ende ist, macht das Buch nur besser. Ich habe es sehr gern gelesen.

The Expanse, Staffel vier

„Ich habe wirklich keine Ahnung, warum mich diese Serie so dermaßen fasziniert.“ sagte ich dieser Tage zum Kollegen. Ich habe mir Zeit gelassen mit Staffel Nummer vier, immer nur dann eine Folge geschaut wenn ich auch noch ausreichend wach war. Ich habe für jede Folge den Beamer angeworfen und das Telefon für eine Dreiviertelstunde zur Seite gelegt.

Cover des Videos 'The Expanse Season 4 - Official Trailer | Prime Video'

Die vierte Staffel ist die erste von Amazon produzierte, nachdem man sich bei SyFy entschieden hatte, nicht weiter produzieren zu wollen. Holden und die restliche Besatzung der generalüberholten Rocinante sind im Auftrag der UN auf einem neuen Planeten unterwegs. Dort ist bereits vorher eine Siedlergruppe aus dem Gürtel und eine wissenschaftliche Expedion eines Unternehmens gelandet. Aber auch Miller, der Holden weiterhin erscheint, hat da ein bisschen was zu erledigen.

Währenddessen kämpft Generalsekretärin Avasarala auf der Erde um ihre Wiederwahl. Die OPA rund um Camina Drummer und Klaes Ashford ist nicht nur damit beschäftigt sich selbst mehr oder weniger neu zu definieren, sondern muss es auch schaffen, die einzelnen Fraktionen unter einen Hut zu bekommen. Bobby Draper kämpft derweil auf dem Mars mit ihrem Dasein nach dem Ausscheiden aus der Armee und gerät in eine eher unglückliche Nebengeschichte. Die einzelnen Folgen werden so sehr abwechslungsreich und spannend. Die letzte Folge endet dann mit einem wirklich nervenaufreibenden Cliffhanger. Meine Güte.

Obwohl ich mir Zeit mit dem Anschauen lies, war die Staffel viel zu schnell vorbei. Ich freue mich schon sehr auf die fünfte Staffel.

Kurt Aust – Die Bruderschaft der Unsichtbaren

Letztens schrieb ich:

So „Kram mit Geschichte“ interessiert mich ja schon ein bisschen. Also Abenteuergeschichten, ein bisschen Trivialliteratur, der man einen mehr oder weniger ausgedachten geschichtlichen Hintergrund gibt. Ich mag die Bücher von Dan Brown ja zum Beispiel.

Das nachfolgende „Wächter des Labyrinths“ überzeugte mich dann ja aber leider nicht. Mit Kurt Austs „Die Bruderschaft der Unsichtbaren“ ist es ein bisschen anders: Es macht Spaß, gemeinsam mit Even Vik, dem Mathematiker, herauszufinden warum seine Ex-Frau urplötzlich Selbstmord begeht und ihm einen sehr sehr kryptischen Abschiedsbrief hinterlässt. Die Handlung springt dabei das ein oder andere Mal hin und her: Wir verfolgen Even dabei, wie er in einer von seiner Ex-Frau geplanten Schnitzeljagd den „Selbstmord“ an ihr aufklärt, bekommen aber auch einige Passagen aus der Perspektive eben dieser Ex-Frau Mai-Brit erzählt.

Und dann sind da auch noch einige Abschnitte, die aus der Sicht Isaac Newtons geschildert werden. Denn um den und seine Experimente im siebzehnten und achtzehnten Jahrhundert geht es eigentlich. Und um einen Geheimbund, der dem Buch ja auch seinen Titel verleiht.

Mir hat das Buch gefallen, es darf im Bücherregal bleiben. Den Nachfolger, der weitere Abenteuer mit Even Vik enthält, habe ich auch schon am Wickel.

Von einer alten Schallplatte

Erinnert sich noch jemand an Port O’Brien? Vor etwa zehn Jahren, so sagt jedenfalls das Tagebuch, war ich auf einem Konzert der kalifornischen Band. Es war das erste und einzige Mal, dass ich ein Konzert vorzeitig verlies, was mich dann vor etwa zwei Jahren dazu verleitete, zu erklären, warum das vorzeitige Verlassen eines Konzertes eine dumme Idee ist.

Erinnert sich noch jemand an Facebook? Das „soziale“ Netzwerk, dessen Hochzeit auf jeden Fall in der letzten Dekade lag? Dort schaue ich ja alle paar Tage, machmal auch Wochen mal rein und lese durch Zufall, dass der Sänger der Band noch ein bischen Kram im Keller gefunden hat. Nostalgie-Martin kann sich für sowas ja begeistern und so sind schnell ein paar Dollar per PayPal verschickt und eine Schallplatte bestellt.

Und dann eine kleine Überraschung: Noch bevor irgendwann das Päckchen mit der Platte hier eintrudelt, erreicht mich eine Mail von Sänger Van Pierszalowski, der sich in ein paar persönlichen Worten freut, dass er eine Platte nach „Germany, where we had some of our best shows“ verschicken darf. Eine nette Geste. Ich schreibe ein paar nette Worte zurück und schaue mir nochmal ein paar der alten Videos der Band im Internet an. Und vielleicht finde ich es nocheinmal schade, dass ich nicht bis zum Ende auf dem Konzert war.

Neunzehn, zwanzig

Scheinbar gehen die Jahre mit zunehmendem Alter schneller vorbei? Zweitausendneunzehn ist irgendwie einfach an mir vorbei geflogen. Es ist vieles passiert, ich habe viel erlebt. Und irgendwie auch nicht.

„Irgendwann passiert halt nichts so richtig spektakuläres mehr.“ sagte ich letztens zum Nachbarssohn. Wollen wir doch mal sehen, was im vergangenen Jahr so passiert ist. Und weil ich ein bisschen faul bin, hangele ich mich an den Überschriften entlang, die ich im vergangenen Jahr schon für den Rückblick benutzt habe.

👶🏼 Das Baby Kleinkind

Herr Max ist nun gar kein Baby mehr, sondern ein Kleinkind. Herr Max ist ein sehr aufgewecktes und goldiges Kleinkind, das aber auch ziemlich nerven kann. Pünktlich zu seinem ersten Geburtstag war ihm das Gekrabbel zu langweilig und seit dem geht es immer sicherer auf zwei Beinen durch die Welt. Das erhöht Geschwindigkeit und Reichweite, als Eltern muss man sich daran gewöhnen. Es muss mehr Kram in Sicherheit gebracht werden. Und wenn man aus einem anderen Raum keine Geräusche mehr hört, sollte man mal gucken gehen. Überhaupt fängt jetzt wohl langsam dieses Ding mit der „Erziehung“ an. Auf Stühle klettern und dann drauf sitzen? Ok. Auf dem Stuhl rumturnen und versuchen die Lehne zu erklimmen? Nicht so ok. Mach‘ das mal einem Kleinkind begreifbar. Meine Güte.

Eines meiner Jahreshighlights war im August und September sicherlich meine zweite Elternzeit. Während Fräulein Anna wieder arbeiten ging, machten Herr Max und ich eine recht problemlose Kita-Eingewöhnung durch. Den Rest des doch recht angenehmen Sommers ließen wir es uns gutgehen und unternahmen den ein oder anderen sehr langen Spaziergang. Ich berichtete.

Ansonsten waren wir auch mit Herrn Max die ein oder andere Tour unterwegs. Sowohl für das ein oder andere Wochenende – aber auch direkt drei Wochen in Irland. Ich berichtete leider noch nicht. Klappt, ist aber anstrengender als zu zweit. Die Flexibilität leidet dann doch ein kleines bisschen.

📷 Die Kamera

Nichts ist schneller überholt, als mein geschriebenes Wort. Im letzten Jahresrückblick schrieb ich noch was von „Was die Technik angeht, habe ich meinen Frieden gemacht.“ Nur ein Vierteljahr später war die getreue EOS 6D verkauft und durch eine nagelneue Sony A7III ersetzt. Ein Tausch, der mir ein bisschen schwer gefallen ist. Aber auch einer, der sich gelohnt hat. Die kleine, leichtere Spiegellose habe ich lieber umhängen und vor allem in Kombination mit einer sehr kompakten 35mm Festbrennweite merkt man von ihr fast nichts.

Rein Gigabyte-mäßig habe ich dieses Jahr gut doppelt so viele Foto-Daten erstellt, wie im Vorjahr. Rund einhundert über das Jahr verteilt und nochmal fast siebzig während unseres Irland-Urlaubes. Wegen mehr Megapixeln und Kram ist das natürlich nicht vergleichbar. Ich brauche vermutlich bald wieder neue und größere Festplatten in meinem NAS.

Angestellt habe ich mit den Bildern allerdings erschreckend wenig. Machen ist ja die eine Geschichte. Bearbeiten und veröffentlichen eine andere. Die vielen schönen Bilder aus Irland liegen zum Beispiel noch größtenteils unsortiert herum. Mein Zeitmanagement ist völlig im Eimer. Vielleicht schaffe ich es dieses Jahr, hier ein bisschen nachzulegen.

🎶 Die Musik

Cover des Videos 'Your Top Songs 2019'

Letztes Jahr ist musikalisch noch deutlich weniger geschehen, als im Vorjahr. Wenn ich mir nebenstehende Top-Liste anschaue, sehe ich vor allem alte Bekannte. Ein paar neue Gesichter sind über die ein oder andere Playlist dazugekommen. So richtig schlimm finde ich das aber auch nicht. Das ein oder andere Konzert war auch drin. Das passt schon.

Im kommenden Jahr würde ich gerne wieder ein paar neue Bands entdecken. Und vielleicht das ein oder andere Konzert mehr erleben. Jedesmal, wenn ich vor einer Bühne stehe, merke ich, wie sehr ich Live-Musik genieße. Die ersten Tickets sind schon gekauft. Ein guter Anfang.

✍️ Das Blog

Achtundfünfzig Beiträge waren es in diesem Jahr, wenn ich mich nicht ver-addiert habe. Das ein oder andere Mal, habe ich tatsächlich vergessen zu bloggen. Trotz Ironblogger-Erinnerung. Über den Sommer arbeitete ich recht langwierig an einem neuen Blog-Theme, das auf den schönen Namen Elvar Bjarki hört. Ich bin zufrieden, auch wenn das noch lange nicht fertig ist. Ich habe noch tausend Ideen, was man optimieren oder anders machen könnte. Oder dranbauen. Mal schauen, was ich an meinen Feierabenden so auf die Reihe bekomme.

👨🏼‍⚕️ Die Gesundheit

Es geht voran! Nachdem man mich ärztlicherseits in der ersten Jahreshälfte darauf hinwies, dass ich doch mit den Kohlenhydraten ein bisschen langsam machen soll, mache ich auch wieder Fortschritte was den Abbau von Gewicht und vor allem Bauchumfang angeht. Ich bin also erst mal zufrieden, auch wenn Vorweihnachtsstress-Chips-und-Cola-Martin wieder ein bisschen kontraproduktiv auf das alles einwirkte.

Richtig gerne gehe ich dieser Tage ins Fitti. Und nicht nur dieser Tage, sondern schon eine ganze Weile. Die Faszienrolle, die Rudermaschine und das Laufband sind meine Freunde geworden. Etwa zwei Mal pro Woche versuche ich hin zu kommen. Und das klappt auch oft. Und fühlt sich gut an. Ich bin zufrieden. Erwähnte ich das?

Überhaupt geht es mir körperlich dieser Tage garnicht schlecht. So darf das gerne bleiben.

🔭 Der Ausblick

Wenn ich dann mal dran bin, tippe ich doch wieder viel zu viel. Also wieder nur eine schnelle Liste, was in diesem Jahr anstehen sollte:

Das war er also, mein belangloser Jahresrückblick. Wir lesen uns in einem Jahr wieder. Mal schauen, was es dann zu berichten gibt.

Will Adams – Wächter des Labyrinths

So „Kram mit Geschichte“ interessiert mich ja schon ein bisschen. Also Abenteuergeschichten, ein bisschen Trivialliteratur, der man einen mehr oder weniger ausgedachten geschichtlichen Hintergrund gibt. Ich mag die Bücher von Dan Brown ja zum Beispiel.

„Wächter des Labyrinths“ von Will Adams fällt auch in die Sparte: Der Ägyptologe Daniel Knox gerät ins Visier der Ermittler im Todesfall des kürzlich wieder aufgetauchten Archäologen Petitier. Der stirbt sehr kurz bevor er in einem Vortrag von einer bahnbrechenden Entdeckung berichten kann. Ein georgischer Familien-Clan ist auch irgendwie im Spiel und eine dieser „Internet-Bloggerinnen“ mischt auch mit.

Ein Buch liegt auf einem Schreibtisch.

Sagen wir es so: Im Buch wird immer wieder Bezug auf zwei Vorgängergeschichten genommen. Und ich hatte bis jetzt noch keine Lust, mich über diese zu informieren. „Wächter des Labyrinths“ ist kurzweilige Unterhaltung, aber reisst mich jetzt auch nicht vom Hocker. Da helfen auch schockierende Handlungsumschwünge gegen Ende nicht. Drei, vielleicht auch nur zwei von fünf Sternen.

Ihr seid das Palladium, ich bin Thees Uhlmann, das ist meine Band!

„Ihr seid das Palladium, ich bin Thees Uhlmann, das ist meine Band! Ihr seid das Palladium, ich bin Thees Uhlmann, das ist meine Band! Ihr seid das Palladium, ich bin Thees Uhlmann, das ist meine Band!“

Da ist einer gut gelaunt gestern Abend, im Palladium zu Köln. Thees Uhlmann und Band spielen auf, es ist das Abschlusskonzert der diesjährigen „Junkies und Scientologen“-Tour. Und müde, aber gut gelaunt sind auch Fräulein Anna und ich. Während Herr Max unter der Aufsicht seiner Oma friedlich schläft, stehen wir in der großen Halle in Köln und schauen uns „das größte einzelne ‚Thees Uhlmann und Band‘-Konzert“ an. Witzig, gleiches taten wir auch schon einmal mit Kettcar, an genau gleicher Stelle.

Eigentlich sind die meisten Konzerte ja immer irgendwie ein bisschen gleich. Band kommt auf die Bühne, Band macht Musik, Band gibt Zugaben, Konzert vorbei. Mir fällt es deshalb meistens ein bisschen schwer, einen Konzertbericht zu schreiben. Gestern Abend passieren dann aber doch noch ein paar Außergewöhnlichkeiten die berichtenswert sind. Zum Beispiel, dass Wolfgang Niedecken zu „& Jay-Z singt uns ein Lied“ auf die Bühne kommt und mitspielt. Dem Publikum gefällt das. Überhaupt ist die Stimmung auf der Bühne und in der Halle ziemlich gut. Es geht ein Lachen durch den Raum, als alle im Publikum aufgefordert werden, die Hand zu heben, wenn sie über vierzig sind und ein Kind haben. Ganz schön viele Arme gehen da hoch.

Thees Uhlmann auf der Bühne.

Mehr als zwei kurzweilige Stunden dauert das Konzert. Das aktuelle Album kenne ich tatsächlich kaum, deshalb freute ich mich auch ein bissen darüber, dass ziemlich viele ältere Lieder, auch von Tomte, auf der Setlist stehen. Und was man an neuem Material hört, gefällt. Ich bin vor allem auch froh darüber, dass sehr viele schnelle Lieder dabei sind. Für einen Balladenabend wäre ich zu müde gewesen. Ich bin immer wieder beeindruckt, wenn Musiker ihre Lieder ans Publikum übergeben können und dort einfach weitergesungen wird. Ich kann mir nicht vorstellen, wie großartig das als Künstler sein muss!

„Die Schönheit der Chance“ ist dann ein gelungener Abschluss vom Abschluss der Tour. Ich bin froh, mal wieder auf einem Konzert gewesen zu sein. Vielleicht stehen im kommenden Jahr wieder ein paar mehr Konzertbesuche an.

Rise Of The Skywalker

Ich weiß nicht genau, wann ich das letzte Mal Mittags im Kino war. Also vor gestern Nachmittag. Um 16.15 Uhr hieß es im Filmpalast Köln: „Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers“. Episode neun sollte der krönende Abschluss der über vierzig Jahre andauernden Star-Wars-Saga sein. Traditionsgemäß sitze ich mit einigen anderen Nerd-Boys in einer Reihe und bin gespannt, was man sich da ausgedacht hat.

Cover des Videos 'Star Wars: The Rise of Skywalker | Final Trailer | Experience It In IMAX®'

Und jetzt kann ich natürlich exakt nichts schreiben, ohne irgendwem den Spaß an der Sache zu nehmen. Und deshalb sei nur so viel gesagt: Ich mochte das Ende. Es wurde wirklich nocheinmal alles aufgefahren, damit man die ganze Geschichte Revue passieren lassen kann. Und ich werde mir jetzt einen dieser Internet-Artikel durchlesen, in dem die ganzen Details die ich verpasste aufgezählt sind. Und dann gucke ich mir den Film mit Fräulein Anna nochmal an.