der tag und ich

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Von Superheldenfilmen, Vaterschaft und Sorgerecht

Die Wochen verfliegen in der letzten Zeit geradezu. Ich schaffe es eigentlich immer, mit einem zeitigen Zug zur Arbeit zu kommen und so am frühen Morgen die ein oder andere Stunde ohne große Ablenkung wegzuarbeiten. Das schlaucht mich aber auch ganz schön, da ich es natürlich nicht schaffe, Abends mal ein wenig früher ins Bett zu gehen.

Hatte ich eigentlich schon erzählt, dass ich in den vergangenen Wochen mit Fräulein Anna zusammen die Filme aus dem Marvel Cinematic Universe schaue? Ich bin ja jedes Mal aufs Neue überrascht, wenn das Fräulein am Ende eines Filmes diesen gut und spannend fand. In dieser Woche waren wir des Abends fleißig und schafften gleich drei Stück: Captain America: The Return of the First Avenger, Guardians of the Galaxy und Avengers: Age of Ultron.

Überraschend gut klappt es übrigens weiterhin bei den ebay-Kleinanzeigen. Ich habe Glück und gerade nur an nette Menschen, die nicht nur überhaupt auftauchen, sondern auch noch pünktlich sind. So langsam gehen mir ein kleines bisschen die Sachen aus, die ich noch unter die Leute bringen kann.

Vaterschaftsanerkennung und Sorgerechtsteilung

Highlight der Woche ist sicherlich der Termin beim Jugendamt. Als nichtverheiratete müssen wir noch ein bisschen Bürokratie über uns ergehen lassen, zwei Urkunden gilt es zu unterschreiben.

Zuerst bin ich dran: „Anerkennung der Vaterschaft“ steht oben auf dem Papier. Die nette Frau liest uns, ganz so wie es sich gehört, einmal alles vor, stempelt ein paar Exemplare mit einem sehr offiziell aussehenden Stempel.

Dann ist Fräulein Anna dran. Damit ich bei der Erziehung unseres Nachwuchses auch rechtskräftig mitmischen darf, teilt sie nun das Sorgerecht mit mir. Das geht nur nach dem Motto „ganz oder garnicht“. Eine Beschränkung auf „Montag bis Freitag“ oder Ähnliches ist nicht vorgesehen. Und das ist vielleicht auch gut so.

Nach einer guten halben Stunde sind wir fertig. Gebraucht haben wir jeweils nur den Personalausweis. Den Termin hatte das Fräulein so zwei Wochen vorher ausgemacht. Da kennt man auch schlimmeres.

Hoch die Hände, Wochenende

Und dann ist auch schon Wochenende. Nachdem es ja nun in unserem Zuhause so langsam wird, kann ich auch wieder anderen Menschen unter die Arme greifen. Und auch wenn ich mich an diesem Samstag nicht nur einmal totschwitze: Dank der guten Vorbereitung von Abi und Alex macht es sogar richtig Spaß Kisten und Möbel von einem dritten Stock in den anderen zu verfrachten.

Und schließlich, bevor das Wochenende dann auch schon wieder vorbei ist, besuchen wir noch Anna und Dennis in Oberpleis. Wir verbringen einen schönen Nachmittag im Garten und bringen weitere Kinderklamotten mit nach Hause. Wie gut, wenn man so viele Leute kennt, die schon Nachwuchs haben.

Von Hebammen und einem Geburtsvorbereitungskurs

Diese ganze „Kind kriegen“-Geschichte ist ja was Neues für mich. Ich habe ja wirklich gar keine Ahnung. Und aus vielen Unbekannten resultiert nun mal auch sehr viel Unsicherheit. Sowohl wärend dieser Schwangerschafts-Zeit, als auch in Bezug auf das, was danach auf einen zukommt. Das mag ich ja garnicht.

Die Hebammen

Sehr viel zu meiner Beruhigung haben da in den vergangenen Monaten die Hebammen aus dem Bonner Hebammenladen beigetragen. Ungefähr das Erste, was Fräulein Anna seinerzeit machte, war ja, sich auf die Suche nach einer Hebamme zu machen. Da ist es nämlich auch gar nicht so einfach, jemanden zu finden. Wir sind früh dran und haben Glück.
Als fleißiger Begleiter des Fräuleins zu den Voruntersuchungen habe ich die vier Frauen nach und nach kennengelernt. Ich habe jetzt schon sehr von der Routine profitiert, die sie während ihrer Arbeit ausstrahlen. Zu wissen, dass da wer vorbeikommt, die weiß was sie tut, ist sehr beruhigend.

… und der Geburtsvorbereitungskurs

Weiterhin zu meiner geistigen Entspannung beigetragen hat der achtwöchige Geburtsvorbereitungskurs, den wir in den letzten zwei Monaten absolviert haben. Da gab es ja ganz verschiedene zur Auswahl: Zweitägige Wochenend-Kurse, Veranstaltungen nur für Mütter und dann eben auch der Paar-Kurs, für den wir uns angemeldet haben. Für das Fräulein übernimmt die Kosten die Krankenkasse, meinen Partnerbeitrag konnte ich tatsächlich bei meiner Krankenkasse einreichen und bekam ihn auch erstattet.

Mir war es wichtig, den ausführlichen Kurs zu machen und möglichst viel selbst zu wissen. Vor allem auch um später nicht nur doof daneben stehen zu können, sondern auch selbst Hand anzulegen. Außerdem, da sind wir wieder am Anfang der Geschichte, hilft mir dieses „Wissen“ dabei, Unsicherheiten zu beseitigen. Spoiler: Das hat geklappt.

Zuerst einmal: Da sind auf einmal auch andere Menschen, die in der gleichen Situation wie man selbst stecken und die genau so viel Ahnung haben wie man selbst: Nämlich keine. Interessant für mich zu beobachten, wo jeder einzelne seine Schwerpunkte in der Vorbereitung so legt, was den einzelnen Leuten wichtig ist und woran man selbst vielleicht auch nicht gedacht hat.

Im Kurs selbst bekommen wir in aller Ausführlichkeit erklärt, was da nun eigentlich passiert. Also zuerst einmal rein körperlich, wie das Kind wächst, sich mal dreht und mal nicht und sich langsam entwickelt. Ausführlich wurde auch die Geburt selbst besprochen: Wann fahre ich denn nun ins Krankenhaus? Was nehme ich mit? Und was passiert dann da? Passenderweise findet der Kreissaal-Besuch hier direkt um die Ecke im Krankenhaus statt, wo wir auch gerne in einigen Wochen hingehen wollen. Ich lerne: Ein Kreissaal ist gar nicht rund. 🤦🏼‍♂️

Und schließlich eben auch, was man so nach der Niederkunft zu Hause braucht. Eigentlich muss man gar nicht mal so viel vorbereiten. Ganz oft höre ich „Das sehen wir dann aber auch mal, wenn wir vorbeikommen.“ Darauf lasse ich mich ein. Man muss sich ja auch nicht übermäßig verrückt machen.

Nun haben wir noch knappe vier Wochen bis zum errechneten Termin und eigentlich fühle ich mich ziemlich gut vorbereitet. Die ein oder andere Kleinigkeit muss noch vorbereitet werden, aber eigentlich kann ich, können wir, sehr entspannt in die Zukunft blicken. Mal gucken, was da so auf uns zukommt.

Von Ordnung, Palmenzucht und einem Polterabend

Es wird! Jeden Tag wird es ein kleines bisschen ordentlicher in der Bude und von Tag zu Tag werden aus den Rumpelkammern immer mehr wieder ein Wohnzimmer und erstmals ein Kinderzimmer. Schrank, Regal und Kommode stehen an der richtigen Stelle. Jetzt, wo der Keller wieder begehbar ist, wandert langsam der oben gelagerte Kram nach unten. Sogar bei ebay-Kleinanzeigen läuft es einigermaßen rund, ein paar Sachen sind schnell verkauft, andere noch schneller verschenkt. Ich kann mich nicht beklagen und habe Hoffnung, bald auch mal wieder etwas spannenderes zu erleben, als ein Gespräch mit den Sperrmüllsammlern.

Zwei schmale Palmenstämme.
Ganz schön kümmerlich, was von der Palme noch übrig ist.

Bei Gelegenheit muss ich mal von meiner Palmenzucht ausführlicher berichten. Meine Versuche aus dem März erleben leider einen kleinen Rückschlag. Diese Woche bin ich ein bisschen klüger und lasse mir in der Pflanzenabteilung des Baumarktes ein paar schlaue Tipps geben, bevor ich zu Hause eine große Umtopfaktion starte.

Mal schauen was es dieses Mal gibt, wenn ich nicht alles guten Gewissens falsch mache. Falsche Erde, zu großer Topf, zu viel Wasser. Nachdem ich die vertrockneten Enden der Blätter gekürzt habe, sehen die armen Stengel richtig verkümmert aus. Ich hoffe sehr, dass es mit den Pflanzen nochmal etwas wird.

Wenn man tagsüber arbeitet und Abends die Bude auf Vordermann bringt und dann jedesmal todmüde ins Bett fällt, kommt das Wochenende schnell. Für mich heißt das: Auf nach Mainz! Jan feiert seinen Polterabend und da darf ich natürlich nicht fehlen. Ich übernachte beim Genge, Chris ist auch da. Auf dem Polterabend kenne ich gar nicht so viele Leute, was mich aber nicht davon abhält einen schönen gesprächsreichen Abend zu haben. Ich trinke zu viel Cola, am nächsten Tag rumort mein Bauch kräftig. Da hätte ich mich auch gleich betrinken können.

Altpapier und Sperrmüll

Dein Leben ist erst so richtig interessant, wenn das Highlight der Woche die Abholung von Altpapier und Sperrmüll sind.

Andererseits: Es ist schon ziemlich cool, wenn dein Keller wieder begehbar ist. Dort stapeln sich in den vergangenen Wochen nämlich nicht nur einige Rollen Alt-Teppich und kleinere Neu-Laminat-Reste, sondern auch unfassbar viele Pappverpackungen unserer neuen Möbel. Und ein alter Schrank. Und noch mehr Kleinkram. Echt viel Mist. Am Ende ist noch exakt genug Platz um die Tür halb zu öffnen. Das liegt aber auch ein bisschen daran, dass ich vielleicht ein wenig entnervt über die Unordnung in der Wohnung war und mir nicht so viel Mühe beim Einräumen gegeben hatte. Jedenfalls: Es wird Zeit, dass da etwas passiert. Und so schwitze ich diese Woche gleich an zwei Abenden wie verrückt, als ich den Kram wieder nach draußen schleppe und ordentlich zur Abholung durch bonnorange stapele.

Die Sache mit dem Sperrmüll kommt sowieso ein bisschen überraschend. Da erzähle ich der Nachbarin noch am Mittwoch Abend beim Altpapier raustragen, dass er „… nächste Woche, am Sechsten!“ abgeholt wird. Um dann kurz darauf festzustellen, dass das Datum zwar stimmt, das aber keineswegs „nächste Woche“ ist – sondern übermorgen. Und so stehen Fräulein Anna und ich einen Abend später schon wieder im Keller und sortieren all den anderen Mist der dort so lagert. Nur eben im Schnelldurchgang. Neben dem frischen Quatsch ist da im Laufe der Jahre so einiges in dem kleinen Kellerraum gelandet, was halt auch einfach weg kann.

Die Luftfeuchtigkeit ist unfassbar hoch dieser Tage und so läuft mir schon spätestens nach der zweiten Tour die Kellertreppe hinauf der Schweiß über die Stirn, während ich Teppichrollen, Bretter und alte Bügelbretter nach oben befördere. Also genau genommen nur ein altes Bügelbrett. Aber: Es klappt dauernd auf und nervt unfassbar. Das macht es doppelt anstrengend. Ich bin genervt und will schon fast ein bisschen unwirsch reagieren, als ein paar Jungs mit einem klapprigen weißen Transporter vor der Haustür halten und direkt anfangen sich an meinem sehr ordentlich aufgestapelten Kram zu schaffen zu machen. Als man mich dann aber anspricht und direkt die erste Frage „Hast du auch Elektroschrott?“ lautet, werden ich hellhörig. Es kostet mich zwar noch einen weiteren Liter Schweiß und ein paar Kellertreppen mehr als ursprünglich geplant, dafür haben die Herren aber wenige Minuten später nicht nur ein paar metallene Teile aus meinem Stapel gepickt, sondern auch eine kaputte Stereoanlage, einen uralten Router, einen noch älteren und kaputteren Bildschirm, ziemlich viele Kabel und eine batteriebetriebe Fahrradbeleuchtung, in der die Batterie mal ausgelaufen ist, in ihren Laderaum geworfen. Und mir damit die Tour zum Wertstoffhof gespart. Danke!

Jetzt habe ich tatsächlich richtig Lust, den übrig gebliebenen Kram nochmal ordentlich durchzuschauen, zu sortieren und vernünftig wegzupacken. Ordnung mag ich ja.

Und nächstes Mal mache ich auch ein nicht verwackeltes Bild vom Altpapierstapel. Versprochen.

Von einem Geheimtipp und allerlei Ausreden

Kaum bloggt man mal eine Woche nicht, landet man schon als „Geheimtipp“ in Philipps „Wir lieben Blogs“-Liste. Herzlichen Dank dafür! Ich freue mich ja immer sehr, wenn sich jemand hier gerne umschaut. Die Blogs in Philipps Liste kenne ich zum Teil und lese den ein oder anderen auch unregelmäßig. Vielleicht ein guter Zeitpunkt, den Feedreader mal wieder zu resetten?

Aber gut. Eigentlich ist es an der Zeit für einen kleinen (Zwei-) Wochenrückblick. Letzte Woche habe ich nämlich keinen Beitrag veröffentlicht, ich glaube das erste Mal für dieses Jahr, dass fünf Euro in die Kasse der Bonner Ironblogger fließen. Hier eine kleine Ansammlung an Ausreden:

Die liebe Arbeit hat mich gut auf Trab gehalten. Vollzeit auf Kunden gebucht zu sein und nebenbei noch dies und das und den Praktikanten betreuen? Uff. Da könnte man denken, dass ich froh bin, wenn es „Feierabend!“ heißt und ich zu Hause mal richtig ausspannen kann. Weit gefehlt.

Zu Hause ging es in den vergangenen drei Wochen richtig rund. Da wollten Flur und Arbeitszimmer leer geräumt werden, damit sie gestrichen und mit neuem Boden ausgestattet werden können. Da wollte noch einmal ziemlich viel ausgemistet werden. Des Weiteren: Kram bei ebay-Kleinanzeigen günstig einstellen, damit es schnell weg geht. Mit Menschen kommunizieren, die dann nicht zum vereinbarten Abholtermin erscheinen. Mich noch mehr Menschen kommunizieren und hoffen, dass beim nächsten Mal jemand kommt. Sehr netten Menschen beim Einladen ins Auto helfen.

Anschließend: Schränke in der Wohnung tauschen. Und: IKEA-Pakete immer wieder umwuchten und umsortieren. Wir haben nun das ein oder andere Möbel. Mein Highlight: Das Platzmonster von Kleiderschrank im Schlafzimmer. Zwei Meter achtzig hoch, drei Meter zwanzig breit. Uff. Das heißt aber auch: Einen Abend lang mit Frau Schwester zusammen Korpusse zusammenstecken, aufeinanderhieven, gerade ausrichten, an der Wand befestigen. Danke Eva! Das heißt dann anschließend: Vierundzwanzig Türen mit sechsundfünzig Scharnieren versorgen, nochmal zu IKEA fahren um die Griffe umzutauschen und das Ganze dann schließlich auch noch anzubringen. Meine Güte. Der Aufbau von Schuhschränken, Wickelkommoden und meines neuen Schreibtischs ist da das reinste Kinderspiel, kostet dafür aber vor allem sehr viel Zeit. Dabei entsteht eins: Unmengen an Altpapier, was bis zum nächsten Abholtermin in den Keller verfrachtet werden will.

Und schließlich will dann das Wohnzimmer, was zum Lagerraum umfunktioniert worden ist, wieder leer geräumt werden. Ob wohl alles passt? Ich lege unfassbar viele Schritte in der Wohnung zurück, als ich Kisten hin und her transportiere und einräume. Mein Schrittziel erreiche ich in der vergangenen Woche locker alleine durch die Rennerei in der Wohnung. Trotz all der Sortiererei und Wegwerferei in den vergangenen Monaten besitzen wir immer noch wirklich viele Dinge.

Und am Ende ist es Sonntag Abend von Renovierungswoche Nummer drei: Wir haben die Vermutung, dass alles passt. Ein kleiner Rest Kram lagert noch in einer Ecke des Wohnzimmers, die Garderobe hängt. Das zukünftige Kinderzimmer wird von mir aktuell noch „Rumpelkammer“ genannt. Es fühlt sich ein bisschen so an, als hätten wir eine neue Wohnung. Wir sind beide ziemlich zufrieden mit dem Ergebnis.

Die kommenden Wochen muss noch viel Kleinkram erledigt werden. Da wollen noch Bilder ausgesucht und aufgehängt werden, der ein oder andere Schrank muss noch an der Wand gesichert werden. Aber heute Abend kann ich mich guten Gewissens auf dem Sofa lang machen. Ganz nebenbei habe ich nämlich gerade auch noch den Elterngeld-Antrag fertig gemacht. Uff.

Graue Tage in Paris

Eine kleine Tour wollten Fräulein Anna und ich ja schon mal noch machen, bevor bald der Nachwuchs zu uns stößt und unser Leben vermutlich erst einmal ein bisschen auf den Kopf stellt. Und weil wir da noch nie zusammen waren und es schön einfach mit dem Zug zu erreichen ist, stehen wir am Sonntag Mittag mit unserem Gepäck am Gare du Nord in Paris.

Der Eiffelturm.
Näher als auf dem Platz vor dem Palais du Trocadéro kommen wir an diesem Wochenende nicht an den Eiffelturm heran.
Moulin Rouge.
Als wir aus der Metro kommen, stehen wir auf einmal vor der berühmten roten Mühle.
Das Café aus
Im „Café des 2 Moulins“ spielt Die fabelhafte Welt der Amélie. Wir essen dort zu Mittag.
Le mur des je t’aime.
Die Fotowand mit den vielen „Ich liebe dich“ ist ein beliebtes Fotomotiv.
Ein Laden in Montmartre.

Nach einer kurzen Tour in der Metro und einem kleinen Spaziergang stehen wir im COQ Hôtel, wo wir uns für die kommenden beiden Nächte einquartiert haben. Wir sind zu früh an. Und so lassen wir unser Gepäck zurück und ziehen direkt wieder los. Da für den kommenden Tage eher trübes und regnerisches Wetter angekündigt ist, wollen wir ein paar Sehenswürdigkeiten im Freien abklappern.

Es folgt nun: Eine lose Sammlung von Erlebnissen und Fotos aus zweieinhalb Tagen in der französischen Hauptstadt. Mit Hilfe einer Metro-Tageskarte kommen wir ganz schön herum und machen die verschiedenen Arrondisments unsicher. Das Wetter spielt dabei einigermaßen mit. Aber wie es so ist, wenn wir im Urlaub sind: Der Himmel bleibt grau. Davon lassen wir uns die Laune aber nicht vermiesen. Es gibt viel zu sehen!

Sacré-Cœur de Montmartre

Eine Treppe in Montmartre.
Paris ist gar nicht mal so flach. Ganz schön viele Treppen führen auf den Berg, auf dem die Kathedrale Sacré-Cœur steht.
Ein Fahrrad und ein Spiegel.
Sacré-Cœur de Montmartre.
Die Kathedrale Sacré-Cœur de Montmartre ist imposant anzusehen, der Blick über die Stadt ist aber auch nicht von schlechten Eltern.
Blick von Sacré-Cœur de Montmartre auf Paris.
Vom Platz vor Sacré-Cœur de Montmartre hat man einen tollen Blick über die Stadt.
Seilbahn von Montmartre.
Auf dem Rückweg in die Stadt entdecken wir diese Seilbahn. Man kann mit seiner Metro-Tageskarte herunterfahren.

Nachdem wir im Café des 2 Moulins gegessen haben, sind wir ja schon am Fuße des Berges, auf dem die Basilika Sacré-Cœur de Montmartre steht. Der Weg dorthin ist dann tatsächlich doch anstrengender als gedacht. Ganz schön viele Treppen müssen wir hochsteigen, ich habe immer einen ordentlichen Vorsprung vor dem für ihre Verhältnisse sehr langsamen Fräulein Anna. Nachdem wir eine ganze Weile die Aussicht genossen haben und die allgegenwärtigen Bierverkäufer fleißig abgewimmelt haben, machen wir uns wieder an den Abstieg. Ein Glück, dass es eine Seilbahn gibt, die uns sehr komfortabel nach unten bringt. Auch wenn überall hier viel los ist, ich bin froh wieder aus dem touristischen Trubel an der Basilika entkommen zu sein.

Die Häuser in Paris gefallen mir ja immer besonders gut. Ich mag den Stil, den man fast überall wiederfindet. Bei meinem letzten Aufenthalt hier wohnte ich in einem solchen Haus in einer Airbnb-Wohnung. Großartig!

Ein Haus in Paris.
Ich mag den Häuserstil, der in Paris vorherrscht.
Eine Metro-Station.
Wir sind in diesen Tagen sehr viel Metro gefahren. Gut, dass man alle Nase lang über eine der Stationen stolpert.

Der Triumphbogen

Blick auf die Avenue des Champs-Élysées.
Blick auf dem vom Triumphbogen wegführenden Straßen.
Der Triumphbogen ist vielleicht mein Highlight unseres Aufenthaltes. Ich mag das imposante Monument, von dem aus man einen tollen Blick über die Stadt hat.
Der Triumphbogen von unten.Der Triumphbogen.Der Triumphbogen hinter Bäumen.Der Obelisk von Luxor.

Musée de l’Orangerie

Fräulein Annas Highlight ist sicherlich der Besuch im Musée de l’Orangerie, wo wir die riesigen Seerosenbilder von Claude Monet besichtigen. Auch ich finde die Bilder großartig und verbringe viel Zeit damit, Details zu entdecken.

Menschen schauen ein großes Bild an.Zwei Hände halten ein iPhone.Eine Marmor-Statue vor einem Haus.
Die Glaspyramide vor dem Louvre.
Ein Besuch bei Mona Lisa steht nicht auf der Liste. Den Platz vor dem Louvre mit der großen Glaspyramide schauen wir uns aber schon an.

Renovierungsvorbereitungen 👷‍♂️

Ein flacher Wagen der mit Laminat und allerlei Zubehör beladen ist.

Gerade ist es hier ein bisschen still. So viel wie in den letzten Tagen hatte ich schon lange nicht mehr auf der Liste. Eigentlich ist das nicht schlecht: Statt noch ein paar Wochen darauf warten zu müssen, kommt Casi schon in wenigen Tagen um der Boden in Flur und ArbeitsKinderzimmer zu machen.

Nun waren wir aber noch nicht so richtig vorbereitet, es galt einen Boden auszusuchen, noch ein bisschen auszumisten und vor allem die beiden Räume leer zu machen. Viel zu tun, wenn man nebenbei auch noch arbeiten geht und drei Tage in Urlaub fahren will. Und so finde ich mich am Mittwoch-Abend im Baumarkt wieder, schiebe diese wirklich schwere Karre vor mir her. So richtig glücklich bin ich mit der Situation nicht: Kaufe ich da das Richtige? Und genug davon? Ich werde vermutlich erst wieder beruhigt sein, wenn der Boden liegt. In einer Woche. Puh.

Von einer versehentlichen Steuererklärung und herrschender Fluchtgefahr

Wenn die Woche mit einem Pfingstmontag startet, dann ist das eine gute Sache. Zeit für einen ausführlichen Spaziergang in der Sonne, Zeit für allerlei Kram den ich zu Hause erledigen muss. Diese Datenschutzgrundverordnung bringt ein bisschen Arbeit mit sich, die ein oder andere Webseite will aktualisiert werden. Ich habe so richtig viel Lust darauf, dass ich statt dessen lieber meine Steuererklärung mache. Meine Güte.

Eine Wiese mit Menschen und das Poppelsdorfer Schloß im Sonnenuntergang.
Meine Abendspaziergänge führen mich regelmäßig am Poppelsdorfer Schloß vorbei.

Gleich zweimal geht es diese Woche zum Hebammenladen – zuerst zu einem normalen Vorsorgetermin, bei dem unter anderem eine ausführliche Aufzeichnung der Herztöne unseres Nachwuchses vorgenommen wird. Es ist total verrückt, das so von außen mitzubekommen.
Und dann ist auch der zweite Termin des Geburtsvorbereitungskurses. Dieses Mal lernen wir, wie so eine Geburt vor sich geht. Was dabei passiert, wie das Kind liegen soll, wie es sich bewegt. Ich gehe wieder sehr zuversichtlich nach Hause.

🕵️‍♂️ Fluchtgefahr!

Und dann war da auch noch das Weihnachtsgeschenk für Frau Schwester. Einen Besuch im Escape-Room hatten wir geschenkt. Es wird Zeit das auch mal umzusetzen. Gemeinsam mit den Mitbewohnerinnen lassen wir uns im „Tatort“-Raum einsperren. Eine Stunde Zeit verbleibt uns, den Fall zu lösen und uns zu befreien. Die Rätsel machen großen Spaß: Ein paar Zahlenkombinationen gilt es zu erraten, um die verschiedensten Schlösser zu öffnen. Ein bisschen Geschick muss man auch mitbringen. Aber ich will nicht zu viel verraten. Jedenfalls: Wir schaffen, mit ein bisschen Hilfe aus dem Regieraum, alle Rätsel und haben am Ende sogar noch zwölf Minuten übrig.

Und schließlich ist Wochenende. Und weil ich in den letzten Wochen sehr fleißig war, habe ich auf einmal nichts zu tun. Fräulein Anna und ich lassen es uns gut gehen – Samstag Abend gibt es einen Burger in der Stadt, am Sonntag Morgen spazieren wir zu Café Kurt und frühstücken dort. Sonst passiert nicht viel, am späten Nachmittag machen wir uns an den nächsten Film aus der Marvel-Reihe, Iron Man 2 steht auf dem Plan. Der Tatort aus Münster ist unterhaltsam und rundet das Wochenende gut ab.

Von einem Geburtsvorbereitungskurs und dem letzten Tatort

Manchmal gehen Wochen irgendwie rum. Diese zum Beispiel. Ganz schnell ist es Donnerstag und pünktlich um neunzehn Uhr sind Fräulein Anna und ich beim ersten Termin unseres Geburtsvorbereitungskurses. Das ist ein bisschen verrückt, vor allem aber auch sehr interessant. Außer uns sind noch fünf weitere Paare da und wir bekommen vor allem den Ablauf der kommenden acht Veranstaltungen erklärt und dann so allerhand rund um die Geburt und was wir vielleicht besser vorbereiten sollten. Wie jedesmal bei einem Termin mit den Hebammen fühle ich mich gut aufgehoben und gehe beruhigt nach Hause. Hin und wieder befällt mich schon eine kleine Nervosität bezüglich dieser ganzen Geschichte, da ist es nicht schlecht, dass die Frauen alle einen sehr kompetenten Eindruck machen.

Dann ist auch schon Feierabend für diese Woche. Statt gemütlich Feierabend zu machen, geht es nocheinmal los: Fräulein Annas Kollegin hat heute geheiratet und ich chauffiere sie und ihre Kollegen nach Ahrweiler zum Weinfest. Dort kommen wir genau richtig an, um die Krönung der Weinkönigin mitzubekommen. Und ein bisschen mitzufeiern und anzustoßen. Es ist ein schöner Sommerabend.

Ein Weg unter Bäumen.
Natürlich ist auch der ein oder andere Spaziergang auf der Poppelsdorfer Allee Teil meiner Woche.

Dann aber: Wochenende! Während Fräulein Anna direkt am Samstag Morgen nach Dortmund aufbricht, ist für mich erst einmal ein bisschen Fleißarbeit angesagt. Gleich mehrere Wäschen wollen gemacht und aufgehängt und gefaltet werden. Und dann hat sich das Finanzamt gemeldet und möchte die Gemeinnützigkeit meiner Pfadfindergruppe überprüfen und eingekauft werden muss auch noch und und und. Ich freue mich richtig über meinen enormen Fleiß, als ich gegen halb fünf auch in den Zug steige, um auch zur Gartenparty zu fahren. Der Zug nach Dortmund hält nur einmal, nämlich in Köln. Wie komfortabel! Der Abend ist richtig schön, ich unterhalte mich seht nett.

Nach einer Übernachtung bei Frau Schwiegermutter düsen wir zur Mittagszeit nach Hause, um dann gleich noch einmal aufzubrechen. Es ist wirklich Zeit für ein Eis! Wir lassen den Sonntag ausklingen. Den Tatort aus Dresden mag ich ja immer gerne. Ich glaube, es war aber auch schon wieder der letzte dieses Ermittlerinnenteams?

Von viel Essen und noch mehr Ordnung

Die Woche startet mit der Beyond Tellerrand in Düsseldorf. Ich berichtete. Eigentlich auch vom Mittagessen bei Takumi? Und den leckeren Ramen, die ich dort aß? Großartig! Ich sollte öfter zum Mittagessen nach Düsseldorf. Der Mittwoch ist dann schließlich schon der letzte Arbeitstag der Woche. Er endet mit einem weiteren leckeren Essen – dieses mal ein koreanisches Barbecue, was mir sehr zusagt. Warum hat eigentlich nicht jeder Tisch einen eingebauten Grill?

Den Vatertags-Feiertag und meinen darauf folgenden Urlaubstag verbringe ich vor allem damit, zu Hause gemeinsam mit Fräulein Anna nochmal ordentlich auszumisten. Gefühlte dreißig Kilogramm Altpapier kommen dabei zusammen – und wieder ein paar leere Kisten mehr im Arbeitszimmer. Sehr gut! Außerdem fange ich an, mir ein paar Gedanken um diese merkwürdige Datenschutzgrundverordnung zu machen, die Ende des Monats auf uns alle endgültig zukommt. Da ist auch für mich an den zwei oder drei Webseiten, die ich eher halbherzig betreue, noch ein bisschen was zu tun. Ich werde berichten.

Und dann – als hätte ich nicht schon genug leckeres Essen gehabt dieser Tage: Es kommt Spargel auf den Tisch. Fräulein Anna bereit ihn, zusammen mit Kartöffelchen, im Ofen zu. Eine gute Idee und wirklich lecker. Schließlich starten wir auch noch in die nächste Film-Serie. Nach Star Wars und Harry Potter ist nur das Marvel Cinematic Universe dran und wir starten direkt mit dem Iron Man. Ich freue mich, dass der Auftakt Fräulein Anna gefällt. Ich habe selbst überraschend viele der Filme aus der Reihe noch nicht gesehen.

Am Samstag bin ich irgendwie unzufrieden mit mir selbst – gut, dass ich das zu kanalisieren weiß: In Hausarbeit. Ein bisschen Putzen hier, ein bisschen aufräumen da. Dann jäte ich ordentlich Unkraut in den Blumenkästen auf der Terrasse, kehre mal ordentlich durch, bringe die Möbel wieder nach draußen. Anschließend kann sich unser „draußen“ auch wieder blicken lassen. Ich bin sehr zufrieden und freue mich auf den ein oder anderen Feierabend in der Abendsonne.

Muttertags-Sonntag ist ein guter Tag für den Besuch von Fräulein Annas Mutter. Wir starten mit einem leckeren Frühstück, besichtigen den Kanzlerbungalow und natürlich darf ein Kuchen am Nachmittag nicht fehlen. Und wie es sich für das Wochenend-Ende gehört, lassen wir mit dem spannenden Tatort aus dem Schwarzwald ausklingen.