Von Bildern am Rhein, einem Firmenlauf und einer reparierten Lampe

Es ist scheinbar die Woche der Bilder von Schiffen auf dem Rhein, die ich durch Bäume hindurch fotografiere. Meine Lieblingsband Kettcar bringt einen weiteren Titel als Vorschau auf das kommende Album heraus. Auch „Wagenburg“ gefällt mir richtig gut, ich packe weiter unten mal das (leider langweilige) Video hin.

Schiff auf dem RheinSchiff auf dem Rhein

Ansonsten: Apple Keynote! Sowas lässt mich interessanter Weise heutzutage eher kalt. Dennoch fahre ich in die neue Firma und schaue mir das Event im Livestream an. Ein guter Abend. Pizza, dummes Gespräch. Top. Ein neues iPhone werde ich mir trotzdem nicht kaufen, das steht erst frühestens nächstes Jahr auf dem Plan.

Am Donnerstag ist Firmenlauf. Ich habe mich dieses Mal überhaupt nicht vorbereitet, was aber tatsächlich nicht schlimm ist. Eine gewisse Grund-Fitness scheint vorhanden zu sein. Auf die Wettersituation kann ich mich aber auch gar nicht vorbereiten. Kaum habe ich meinen Rucksack in der Rheinaue abgegeben, fängt es an zu Regnen und hört auch den Rest des Tages nicht mehr auf. Nach wenigen Metern bin ich durch alle Klamotten nass. Tatsächlich gewöhne ich mich auch daran recht schnell, es kann ja nun nicht mehr schlimmer kommen. Als ich dann auch noch zwei Kollegen finde mit deren Laufgeschwindigkeit ich kompatibel bin, ist der Lauf an Ende sogar sehr schnell vorbei. In diesem Moment hätte ich locker noch ein bisschen gekonnt. In den kommenden Tagen soll ich dann aber auch ein bisschen in den Beinen merken, dass ich mich ungewohnt bewegt habe.
Nach einer schnellen Bratwurst düsen dann alle ab. Wenn man sich nicht bewegt, wird es schnell kalt. Ich finde das schade, als ich auf dem Heimweg bin. Im vergangenen Jahr hatten wir noch recht lange zusammengestanden und gequatscht.
Dass am Freitag Abend bestes Wetter und Sonnenschein herrschen, ist natürlich eine besondere Frechheit.

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Mein absolutes Wochenhighlight ist sicherlich, dass ich es schaffe mit der Wohnzimmerstehlampe mal zum Repair Café in der Ermelkeilkaserne zu gehen. Wer es nicht kennt: Das Repair Café ist ein Angebot, zu dem man kaputte Dinge mitbringen kann um sie gemeinsam mit einem technisch begabten Menschen zu reparieren. In meinem Fall stellt sich heraus, dass nur eine Sicherung kaputt ist. Eine eben solche erstehe ich dann wenig später bei Conrad im Zehnerpack für zwei Euro und neun Cent. Die Lampe geht wieder – ich bin zufrieden.

Dann schaffe ich noch dazu ein bisschen Computerkram über das Wochenende und kann es als „durchaus produktiv“ abhaken.

Am Sonntag laufen Fräulein Anna und ich am Rhein entlang bis nach Graurheindorf, wo wir in einem neuen Café einkehren. Das Fräulein möchte hier ihren Geburtstag feiern, ich glaube das ist eine gute Idee. Nach dem anstrengenden Spaziergang stärke ich mich mit einem sehr leckeren Stück Sachertorte und dann fahren wir mit der Bahn wieder zurück.

Von letzten Malen, Prokrastination und einem entspannten Sonntag

Neue Woche, neues Glück. Sie startet mit meinem letzten kompletten Sprint auf der Arbeit. So langsam fange ich an Dinge das letzte Mal zu tun. Und auch damit mich von Leuten zu verabschieden. Das ist ein bisschen traurig. Gleichzeitig freue ich mich aber auch jeden Tag ein bisschen mehr auf die neue Arbeit.

Aus irgendwelchen Gründen wurde mein Reha-Sport verlegt. Der findet nun Donnerstags um zwanzig Uhr statt. Und das ist – gewöhnungsbedürftig. Es kostet mich richtig Überwindung nochmal das Haus zu verlassen. Spaß macht es dann trotzdem. Es fällt auf: Dieses Mal sind viel mehr deutlich jüngere Leute in der Gruppe.

Und schon ist Freitag und ich raffe mich noch einmal auf. Ein paar Häuser von Fräulein Annas Geschäft hat ein neuer Laden aufgemacht. Es gibt Herrenbekleidung, ich habe dort schon eingekauft und heute soll Einweihung gefeiert werden. Ich bin leider ziemlich K.O. Ein wenig munterer werde ich gegen Ende der Veranstaltung, als ich bei der Tombola tatsächlich abräume und einen Gutschein für einen Barbier-Besuch gewinne. Woher ich jetzt den zu trimmenden Bart nehmen soll ist dann eine andere Frage.

Und dann ist Wochenende. Ich beschließe, dass ich nun mit gut neun Monaten das Erstellen der Steuererklärung lange genug prokrastiniert habe. Da hat man ja schneller ein Kind in die Welt gesetzt! Auch beim Finanzamt ist man dieser Meinung, weswegen man mir auch schon einen Brief schrieb. Am Ende bin ich dann wie immer total überrascht, wie schnell das Ganze geht. Dank Übernahme- und Importfunktionen der schlauen Wiso-Software brauche ich dieses nicht mal eine Stunde. Die hätte ich auch am etwa ersten Januar mal aufwenden können.

Alte Sternwarte Bonn
Am „Tag der offenen Denkmäler“ ist der Andrang zu den Führungen an der alten Sternwarte groß.

Am Sonntag lassen Fräulein Anna und ich es uns gut gehen. Nach einem Frühstück bei Kurt, dem Kaffeeröster besuchen wir die Volkssternwarte an der Poppelsdorfer Allee, wo es im Rahmen des „Tag des offenen Denkmals“ Führungen und Präsentationen gibt. Nachdem wir bei der Führung durch die ehemalige Sternwarte der Uni leider rein akustisch nicht so viel verstanden haben, ist die Präsentation eines Computerprogramms zur Simulation des Sternenhimmels deutlich interessanter. Wir erleben auf der Leinwand eine Sonnenfinsternis – und das nicht nur aus unserer Erdsicht, sondern auch aus Sicht der Sonne. Sehr cool!
Zum Tag des offenen Denkmals gibt es übrigens eine ganz gut gemacht Telfon-Anwendung, die einem übersichtlich auf einer Karte die verschiedenen offenen Denkmäler anzeigt. Praktisch!

Nachdem wir dann jeder noch ein Stück Kuchen auf dem Teller hatten, ist es fast schon Zeit den Tatort zu schauen. Der kommt heute aus Stuttgart und ist deutlich weniger nervig als ich dachte. Auch nicht schlecht.

Sonnenuntergang in Beuel

Sonnenuntergang Rhein Bonn

Es ist vielleicht der letzte richtige Sommertag. Knapp 30 Grad, strahlender Sonnenschein. Schon eine ganze Weile steht ein Spaziergang bei Sonnenuntergang auf der anderen Rheinseite auf meiner Liste. Über die Kennedy-Brücke geht es nach drüben, ich bin fast schon ein bisschen spät an. Schade, dass ich das nicht schon früher gemacht habe. Neben mir sind da noch eine Menge andere Leute, es ist richtig viel los.

Die Terrasse im „Bahnhöfchen“ ist voll besetzt. Der Shisha-Raucher, der gerade von seiner Freundin beim Kartenspiel abgezockt wird, grinst mich an. Die Stimmung ist großartig, an gleich zwei Stellen haben sich Menschen getroffen um zu tanzen. Die einen zu klassischer Musik, ein paar hundert Meter weiter ist es etwas basslastiger. Ich mache das ein oder andere Foto, die Bonner Skyline ist hier leider nicht so besonders abwechslungsreich. Am südlicheren Ende Bonns hätte ich sicherlich mehr Erfolg.

Ich bin dennoch zufrieden. Und wie das mit Sonnenuntergängen so ist, der ist dann auch ganz schnell vorbei und ich wieder auf dem Heimweg. Weil es immer noch so schön warm ist, gibt es zu guter letzt auch noch ein Eis. Ein guter Abend. Fünf von fünf Sternen.

Kennedybrücke BonnSonnenuntergang Rhein Bonn Beuel

Von Schulterschmerzen und blauen Dingen

Haken wir das übliche Gejammer über die Gesundheit direkt zu Beginn ab: Ich habe Schulterschmerzen! Meine Güte! Irgendwie habe ich es geschafft, dass mir jede fast Kopfbewegung diese Woche weh tut. Aber sicherheitshalber nicht jede, so dass der Schmerz einen auch immer wieder schön überrascht. Erst einrenkende Maßnahmen durch den Orthopäden schaffen Abhilfe. Ich bin innerhalb weniger Minuten wieder ein neuer Mensch. Da lohnt sich auch die Sitzerei im Wartezimmer.

Gegenlicht Sonnenuntergang
Beim Abendspaziergang auf der Beueler Rheinseite kann man schön in die untergehende Sonne fotografieren.
Kennedybrücke Bonn
Die Kennedybrücke im Sonnenuntergang. Inklusive eines Frachtschiffs und einigen Paddlern.

Den vielleicht letzten richtig heißen Tag des Sommers nutze ich zu einer kleinen Fototour. Schon lange will ich mal zum Sonnenuntergang auf die andere Rheinseite. Bei gut dreißig Grad auf dem Thermometer und fast wolkenlosem Himmel ist das ja die richtige Gelegenheit. Also: Rucksack auf und los. Tatsächlich gelingt mir das ein oder andere schöne Bild im Gegenlicht. Aber auch ansonsten gefällt mir die Atmosphäre am Beueler Rheinufer. Da fehlt noch ein Blogpost dazu, deshalb nehme ich hier nicht zu viel vorweg. Nur kurz: Ich muss viel öfter Abends noch einmal mit dem Fotoapparat los. Keine Ahnung warum ich immer wieder vergesse wie gut ich dabei entspannen kann.

Am Samstag Mittag breche ich nach Mainz auf. Der Genge feiert Geburtstag, das ist ein guter Grund sich in den Zug zu setzen. Der Abend ist zwar kalt, aber die Würste lecker und das Feuer hilft ein bisschen. Ich unterhalte mich gut, was will man mehr? Den nächsten Tag stromern wir nach ein wenig ausschlafen und einem ausführlichen Frühstück noch eine Weile durch die Stadt und am Mainzer Rhein entlang. Es gibt Eis in leckeren Geschmacksvarianten, für mich gebrannte Mandel (Fancy!) und Schokolade (Spießbürger!).

Chagall-Fenster in Mainz
Die Chagall-Fenster der Mainzer Stephanskirche tauchen alles in ein schickes Blau.
Kegel auf der Bundeskunsthalle
Die drei charakteristischen Kegel auf der Bundeskunsthalle passen sich gut an den blauen Abendhimmel an.

Wieder zu Hause in Bonn bleibt uns nicht viel Zeit zum Entspannen. Für den Abend haben das Fräulein und ich Kinokarten reserviert. „Ghost in the Shell“ wollen wir uns anschauen, gezeigt wird der Film im Rahmen der „Filmnächte auf dem Dach“. Genau: Auf dem Dach, im Freien. Gut, dass wir vorbereitet sind und dicke Klamotten und eine Decke dabei haben. Der Film ist toll. Ich finde die Handlung spannend und die Bilder wirklich großartig. Aber es ist mir einen Ticken zu kalt zum Sitzen.

Von siebenhundert Beiträgen und einer Kurzreise nach Hamburg

Vergangene Woche knackt dieses Blogdings hier die Siebenhundert-Beiträge-Marke. Wow! Tatsächlich hatte ich das nie so wirklich im Blick und war dann ein bisschen überrascht, als mir die Zahl auffiel. Diese hier ist dann wohl die richtige Stelle, um mal auf die Archiv-Seite zu verweisen, von der aus man sich ganz gut durch die Seite navigieren kann. Und irgendwann schaffe ich es auch, die ungefähr 900 Beiträge im Offline-Archiv alle zu sichten und die relevanten auch in dieses Blog zu überführen. Ich habe damit vor längerem schon mal angefangen, da kommt aber noch eine Menge Arbeit auf mich zu. Und danach miste ich dann auch mal diese Tag-Wolke aus. Versprochen.

Den Rest der Woche „verbringe“ ich mehr oder weniger. Es gelingt mir endlich mal wieder, ein paar Dinge am Computer auszuprobieren, ich schaffe es das ein oder andere Bild zu bearbeiten. Den Freitag Abend verbringe ich mit einigen Kollegen auf der Dachterrasse der Firma – es gibt den ein oder anderen Ausstand zu feiern.

Nachdem der Samstag der Hausarbeit gewidmet ist, wird der Sonntag dafür richtig ereignisreich. Und es fängt auch schon gut an: Als nämlich mein Wecker um kurz vor fünf in der Frühe klingelt, erwartet mich schon eine Verspätungswarnung der Deutschen Bahn auf meinem Bildschirm. Unser Zug ist angeblich rund fünfzehn Minuten später unterwegs. Gut, dass ich das noch einmal überprüfe! Denn zwei Minuten vor Abfahrt ist die Verspätung auf einmal aufgeholt und wir profitieren davon, dass es nur ein knapp einminütiger Sprint zum Gleis ist.
Knapp vier Stunden später steigen Fräulein Anna und ich aus dem Zug: Hallo, Hamburg! Lange nicht gesehen! Eine Familienfeier steht an, wir heißen Fräulein Annas Nichte willkommen, besichtigen ein neues Haus und Quatschen vor allem eine ganze Menge. Ich bin überraschender Weise den Tag über nur selten wirklich müde.
Und nicht mal acht Stunden später stehen wir auch schon wieder auf dem Bahnsteig, dieses Mal soll es in die andere Richtung gehen. Bis auf die „ungewöhnliche“ Wagenreihung klappt auch alles ganz prima, bis der Zug dann kurz vor Schluß noch auf die andere Rheinseite umgeleitet werden muss und wir gegen halb zwölf in Beuel landen. Als wäre der Tag noch nicht lange genug gewesen. So gerädert wie an diesem Abend bin ich schon lange nicht mehr ins Bett gegangen.

Am Abend am Rhein

Es war glaube ich schon vorletzte Woche, als Fräulein Anna und ich an einem Freitag-Abend am Rhein entlang spazierten.

So richtig schön war es in den vergangenen Wochen ja nun wirklich nicht – uns kam es mit den Regenjacken auch eher wie ein Herbstspaziergang vor. Eine ganz merkwürdige Atmosphäre. Um nicht ganz in eine Endsommer-Depression zu verfallen, tranken wir frohen Mutes eine Limo auf dem Weg. Die beiden Bilder, die bei diesem Spaziergang entstanden sind, sind trotzdem eher düster geworden.

Blick auf ein Flußkreuzfahrtschiff
Eigentlich wollte ich schon immer mal eine Flussschifffahrt machen. Aber irgendwie sieht das auch immer ein bisschen gruselig auf den Schiffen aus.
Rhein im Nebel
Gruselig ist’s am Rhein, wenn am Abend nach dem Regen ein bisschen Nebel aufzieht.

Von Schwärmereien, User Experience und einem Ausflug nach Hamburg

Unter der Woche Strohwitwer – und doch keine Chance so richtig zur Ruhe zu kommen. Die vergangene Woche war anstrengend, so richtig fit fühle ich mich die ganze Zeit irgendwie nicht. Außerdem war ich viel auf den Beinen. Um das ein bisschen mehr nachvollziehen zu können, belebe ich Swarm wieder und checke fleißig ein. Mal gucken wie lange ich das dieses Mal durchhalte, normalerweise ebbt meine Begeisterung immer sehr schnell wieder ab.

Am Mittwoch Abend besuche ich meinen zukünftigen Arbeitgeber und mache dort beim Siebdruck-Workshop mit. Eine gute Gelegenheit die neuen Kollegen kennen zu lernen. Ich habe großen Spaß, nur an meinen Mario-Kart-Skills muss ich noch ziemlich hart arbeiten. So wird das nichts.

Den Donnerstag-Abend verbringe ich, statt für das Wochenende zu packen, beim UXBN-Meetup. Dort war ich schon lange nicht mehr, was eigentlich schade ist. Zwar verabschiede ich mich schon in der Pause wieder – der noch leere Rucksack ruft – aber den ersten Vortrag finde ich sehr unterhaltsam. Man erfährt einiges über die „Leidensgeschichten aus dem Smart Home“. Sowohl amüsant als auch ein bisschen traurig.

Kran von unten - Hafencity Hamburg
Kran von unten – in der Hamburger Hafencity gibt es einige schöne Motive zu entdecken.

Freitag dann: Fest van Cleef in Hamburg. Ich berichtete. Am Samstag stromern Fräulein Anna noch eine Zeit lang durch Hamburg, laufen die Fußgängerzone ab, schauen in den Apple Store, erkunden „Planten un Bloomen“ ein bisschen und verbringen Zeit mit der Verwandtschaft. Ziemlich kaputt steigen wir am Ende in den Zug in Richtung Heimat. Den Sonntag entspanne ich dann ausführlich und widme mich der Hausarbeit. Da will eine Menge Wäsche gewaschen sein. Woche vorbei.

Fest van Cleef – 15 Jahre Grand Hotel

Zuerst: Vorfreude! Und dann sitze ich am Freitag Morgen schon um kurz vor sieben im Zug in Richtung Hamburg. Warum auch immer ich mir Urlaub nehme, um dann noch früher als sonst aufzustehen. Ein paar Stunden später werde ich von dem schon anwesenden Fräulein in Empfang genommen. Schnell zwei Stationen mit der U-Bahn bis zur sehr blauen und großzügig angelegten Station „Überseequartier“ und schon checken wir im 25hours hotel hafencity ein. Die Spotify-Playlist zum Festival sorgt für gute Stimmung.

Nach einer kurzen Pause geht es aber nochmal los: Zuerst ein kleines Mittagessen, dann stromern wir eine Weile bei leichtem Regen durch die Hafencity. Nicht das beste Wetter für den Spaziergang, noch weniger für das Festival am Abend. Dann ein bisschen ausruhen im Hotel, aufgefrischt, die Taschen ausgeleert – was man alles so nicht zu einem Festival mitnehmen darf!

Gebäude in der Hafencity Hamburg
Zwischen all den Baustellen stehen auch schon einige schicke neue Häuser in der Hafencity – sicherlich nichts jedermanns Sache, aber ich mag das neue Stadtviertel.

Eine knappe halbe Stunde laufen wir dann zum Großmarkt, es ist bewölkt aber trocken. Eine kleine Runde über das Gelände und schon wird der erste Auftritt, nämlich Herr Fortuna Ehrenfeld angekündigt. Den mag ich ja schon eine Weile. Im Gegensatz zum Auftritt beim Beach Motel van Cleef hat er dieses Mal noch zwei Musiker dabei. Man hat gerade ein neues Album beim Grand Hotel veröffentlicht.

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Abgelöst wird er von Gisbert zu Knyphausen, den ich zwar schon eine ganze Weile vom Namen her kenne, aber nie wirklich hörte. Sagen wir mal so: Heute fange ich nicht damit an. Das klingt zwar alles ganz nett, aber ist mir für die Veranstaltung dann doch ein bisschen leise und ruhig.

Eine Currywurst später denke ich, dass es vielleicht gut wäre noch ein paar Minuten zu sitzen – bis zum nächsten Auftritt ist noch ein bisschen. Doch kaum habe ich mich auf dem Boden niedergelassen, passiert wieder etwas: Der Seemanns-Chor Hannover, in Form von einer größeren Menge älterer Männer in weißen Takelblusen, steht auf der Bühne. Es ist witzig, Lieder wie Balkon gegenüber und Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf mal anders interpretiert zu hören.

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Und dann ist es kurz nach halb acht und sie stehen auf der Bühne: Kettcar! Mit Deiche geht es los und dann kommen all die Lieder die ich schon lange mitsingen kann. Der beknackte Regen, der inzwischen wieder angefangen hat, stört irgendwie gar nicht mehr. Mittendrin: Sommer ’89 und ein weiterer Titel vom neuen Album. Das klingt ganz nach der Kettcar-Musik die ich mag und ich freue mich nochmal ein bisschen auf die Platte im Herbst. Viel zu schnell ist der Auftritt vorbei. Wobei mein Hals vielleicht schon ganz froh ist.

Thees Uhlmann und Band auf der Bühne - 15 Jahre Grand Hotel van Cleef

Schließlich: Thees Uhlmann und Band. Pünktlich zum Konzert gehen die beiden Menschen vor uns weg, wir stehen jetzt direkt an einem der Wellenbrecher und haben freie Sicht. Man merkt, wer in den letzten Jahren Fans gesammelt hat. Die Stimmung steigt noch einmal deutlich an, das ganze Publikum singt mit. Vielleicht weil es auch der ein oder andere Tomte-Titel auf die Bühne schafft. Auch die Unterstützung durch die Horny Horns aus Haldern kommt gut an. Inzwischen bin ich ordentlich nass, was aber die Stimmung nicht drücken kann.

Und weil es am Ende sogar wieder aufgehört hat zu regnen, beschließen wir den Tag mit einem kleinen Spaziergang ins Hotel. Als wäre ich nicht schon genug auf den Beinen gewesen. Das war sicherlich einer der Top-3-Abende dieses Jahr.

Von fancy Eisläden und sonstiger Völlerei

Es ist noch so ein bisschen offen, warum ich diese Woche durch die Bank müde, unausgeschlafen und von Kopfschmerzen geplagt war. Ich tippe ein bisschen auf das Wetter, nachdem ich schon öfter beobachtet habe, wie mir Wetterwechsel auf die Gesundheit schlagen. Dementsprechend ist die Woche an sich auch recht unspektakulär. Das Wochenend-Highlight, der schon lange geplante Rundflug über Bonn, fällt leider auch technischen Gründen aus. Schade!

In der Firma gibt es einen „Sprint 0“ meines neuen Teams. Wir besprechen unsere Arbeitspakete, die Arbeitsweise und die Zusammenarbeit für die kommenden Wochen. Es ist gut, sich dazu ein bisschen Zeit zu nehmen und ich merke schnell, dass die Gruppe ziemlich gut zusammen passt und gemeinsame Ziele verfolgt. Die Themen, die wir angehen werden, finde ich auch ganz ok. Rund sechs Wochen werde ich hier noch mitarbeiten, ich sehe dem positiv entgegen.

Und sonst so? Fräulein Anna und ich schauen Berlin Station zu Ende, ich habe ein paar Worte dazu verloren. Mein Blogpost mit den Bildern vom Bundeslager ist sicherlich einer der am meisten geklickten dieses Jahr. Es gibt einen deutlichen Ausschlag im Besucherzähler. Wenn ich jetzt eitel genug wäre, einen vernünftigen Zählmechanismus in der Seite zu verbauen, könnte ich sicherlich mehr dazu sagen.

Außerdem ist scheinbar „Woche der hippen Eisläden“. Gleich zwei Stück machen neu in der Innenstadt auf und natürlich dürfen da das Fräulein und ich nicht fehlen. Unter der Woche besuchen wir die Cream Company. Hier gibt es bunt belegte Waffeln – oder fancy Eisrollen mit allerlei Belägen. Nicht der schlechteste Snack für den späten Nachmittag. Ich stolpere allerdings ein bisschen über die Anordnung im Laden: Meinen Cappuccino muss ich mir vorne an der Theke bestelle, darauf warten und bezahlen, um mich dann im hinteren Teil des Ladens noch einmal anzustellen und mein Eis zu bestellen. Die Auswahl an Beilagen und Soßen und deren möglichen Kombinationen überfordert mich ein bisschen. Ich würde mir wünschen, dass man fertige Kombinationen mit hippen Namen auswählen kann. „Spaghetti-Eis“ zum Beispiel. Vor uns stehen nur zwei Leute, es geht also eigentlich ganz zügig. Ich will mir nicht ausmalen, wie das bei einer längeren Schlange aussehen würde. Die Zubereitung der Eisrollen nimmt nämlich schon einige Zeit in Anspruch. Jedenfalls habe ich mein Getränk aber schon halb leer, als ich die Eisrollen schließlich im Becher vor mir habe. Irgendwie ungemütlich. Mein Eis mit Banane und Schokolade und Schokostreuseln ist dann aber tatsächlich sehr lecker.

Eiswaffel
Es ist eine gute Idee, eine Kugel Eis in eine Waffel zu packen und verschiedene Dinge darüber zu streuen. Mahlzeit!

Am gestrigen Sonntag stehen Fräulein Anna und ich dann in der Schlange zu Sunnysu einer weiteren neuen Eisdiele, die mit der Besonderheit daherkommt, dass man sein Eis in einer frischen Waffel bekommen kann. Das ist eine gute Idee, die Sonne scheint, Schlange stehen ist nicht so schlimm. Als wir dann dran sind: Wieder totale Überforderung. Ich muss wirklich mal ausrechnen, wie viele Tausend mögliche Kombinationen aus den zahlreichen Beilagen und Soßen entstehen können – zumal man wieder gleich zwei auswählen kann. Siehe oben: „Ein Spaghetti-Eis, bitte!“ Ein bisschen komisch ist auch die Anordnung der Theke. Man steht von Links an, muss dann ganz nach rechts um das Eis auszusuchen. Um dann wieder in die Mitte zu laufen, wo die Beilagen ausgestellt sind. Man rennt also automatisch in die Warteschlange hinein. Meine Güte.

Um die Völlerei des Wochenende rund zu machen, sei noch erwähnt, dass ich außerdem Samstags ein Schnitzel Hollandaise beim Addi essen musste, man mich am Sonntag zum Frühstück in die Black Coffee Pharmacie in Bad Godesberg schleifte und ich dann abends noch einmal zu einem Burger bei Hans im Glück gezwungen wurde.

Berlin Station, Staffel 1

Fräulein Anna und mir hat dieser Tage Berlin Station ganz gut gefallen. Die Spionage Serie rund um die Berliner CIA-Station und den Whistleblower Thomas Shaw ist durch die Bank spannend und hat die ein oder andere Wendung zu bieten. Das war gute Unterhaltung. Und das nicht nur weil es in Folge zwei eine Szene an einem Tisch in einem Berliner Imbiss gibt, an dem ich auch schon mit den Homies einen Gyrosteller gegessen habe.

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Da ist es fast schade, dass die erste Staffel schon nach zehn Folgen zu Ende war. Aber Staffel Nummer zwei ist schon in der Postproduktion, wie man mir dieser Tage flüsterte. Ich bin schon gespannt wie es mit Daniel Miller, Esther Krug und Konsorten weitergeht.