Von Schwärmereien, User Experience und einem Ausflug nach Hamburg

Unter der Woche Strohwitwer – und doch keine Chance so richtig zur Ruhe zu kommen. Die vergangene Woche war anstrengend, so richtig fit fühle ich mich die ganze Zeit irgendwie nicht. Außerdem war ich viel auf den Beinen. Um das ein bisschen mehr nachvollziehen zu können, belebe ich Swarm wieder und checke fleißig ein. Mal gucken wie lange ich das dieses Mal durchhalte, normalerweise ebbt meine Begeisterung immer sehr schnell wieder ab.

Am Mittwoch Abend besuche ich meinen zukünftigen Arbeitgeber und mache dort beim Siebdruck-Workshop mit. Eine gute Gelegenheit die neuen Kollegen kennen zu lernen. Ich habe großen Spaß, nur an meinen Mario-Kart-Skills muss ich noch ziemlich hart arbeiten. So wird das nichts.

Den Donnerstag-Abend verbringe ich, statt für das Wochenende zu packen, beim UXBN-Meetup. Dort war ich schon lange nicht mehr, was eigentlich schade ist. Zwar verabschiede ich mich schon in der Pause wieder – der noch leere Rucksack ruft – aber den ersten Vortrag finde ich sehr unterhaltsam. Man erfährt einiges über die „Leidensgeschichten aus dem Smart Home“. Sowohl amüsant als auch ein bisschen traurig.

Kran von unten - Hafencity Hamburg
Kran von unten – in der Hamburger Hafencity gibt es einige schöne Motive zu entdecken.

Freitag dann: Fest van Cleef in Hamburg. Ich berichtete. Am Samstag stromern Fräulein Anna noch eine Zeit lang durch Hamburg, laufen die Fußgängerzone ab, schauen in den Apple Store, erkunden „Planten un Bloomen“ ein bisschen und verbringen Zeit mit der Verwandtschaft. Ziemlich kaputt steigen wir am Ende in den Zug in Richtung Heimat. Den Sonntag entspanne ich dann ausführlich und widme mich der Hausarbeit. Da will eine Menge Wäsche gewaschen sein. Woche vorbei.

Fest van Cleef – 15 Jahre Grand Hotel

Zuerst: Vorfreude! Und dann sitze ich am Freitag Morgen schon um kurz vor sieben im Zug in Richtung Hamburg. Warum auch immer ich mir Urlaub nehme, um dann noch früher als sonst aufzustehen. Ein paar Stunden später werde ich von dem schon anwesenden Fräulein in Empfang genommen. Schnell zwei Stationen mit der U-Bahn bis zur sehr blauen und großzügig angelegten Station „Überseequartier“ und schon checken wir im 25hours hotel hafencity ein. Die Spotify-Playlist zum Festival sorgt für gute Stimmung.

Nach einer kurzen Pause geht es aber nochmal los: Zuerst ein kleines Mittagessen, dann stromern wir eine Weile bei leichtem Regen durch die Hafencity. Nicht das beste Wetter für den Spaziergang, noch weniger für das Festival am Abend. Dann ein bisschen ausruhen im Hotel, aufgefrischt, die Taschen ausgeleert – was man alles so nicht zu einem Festival mitnehmen darf!

Gebäude in der Hafencity Hamburg
Zwischen all den Baustellen stehen auch schon einige schicke neue Häuser in der Hafencity – sicherlich nichts jedermanns Sache, aber ich mag das neue Stadtviertel.

Eine knappe halbe Stunde laufen wir dann zum Großmarkt, es ist bewölkt aber trocken. Eine kleine Runde über das Gelände und schon wird der erste Auftritt, nämlich Herr Fortuna Ehrenfeld angekündigt. Den mag ich ja schon eine Weile. Im Gegensatz zum Auftritt beim Beach Motel van Cleef hat er dieses Mal noch zwei Musiker dabei. Man hat gerade ein neues Album beim Grand Hotel veröffentlicht.

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Abgelöst wird er von Gisbert zu Knyphausen, den ich zwar schon eine ganze Weile vom Namen her kenne, aber nie wirklich hörte. Sagen wir mal so: Heute fange ich nicht damit an. Das klingt zwar alles ganz nett, aber ist mir für die Veranstaltung dann doch ein bisschen leise und ruhig.

Eine Currywurst später denke ich, dass es vielleicht gut wäre noch ein paar Minuten zu sitzen – bis zum nächsten Auftritt ist noch ein bisschen. Doch kaum habe ich mich auf dem Boden niedergelassen, passiert wieder etwas: Der Seemanns-Chor Hannover, in Form von einer größeren Menge älterer Männer in weißen Takelblusen, steht auf der Bühne. Es ist witzig, Lieder wie Balkon gegenüber und Zum Laichen und Sterben ziehen die Lachse den Fluss hinauf mal anders interpretiert zu hören.

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Und dann ist es kurz nach halb acht und sie stehen auf der Bühne: Kettcar! Mit Deiche geht es los und dann kommen all die Lieder die ich schon lange mitsingen kann. Der beknackte Regen, der inzwischen wieder angefangen hat, stört irgendwie gar nicht mehr. Mittendrin: Sommer ’89 und ein weiterer Titel vom neuen Album. Das klingt ganz nach der Kettcar-Musik die ich mag und ich freue mich nochmal ein bisschen auf die Platte im Herbst. Viel zu schnell ist der Auftritt vorbei. Wobei mein Hals vielleicht schon ganz froh ist.

Thees Uhlmann und Band auf der Bühne - 15 Jahre Grand Hotel van Cleef

Schließlich: Thees Uhlmann und Band. Pünktlich zum Konzert gehen die beiden Menschen vor uns weg, wir stehen jetzt direkt an einem der Wellenbrecher und haben freie Sicht. Man merkt, wer in den letzten Jahren Fans gesammelt hat. Die Stimmung steigt noch einmal deutlich an, das ganze Publikum singt mit. Vielleicht weil es auch der ein oder andere Tomte-Titel auf die Bühne schafft. Auch die Unterstützung durch die Horny Horns aus Haldern kommt gut an. Inzwischen bin ich ordentlich nass, was aber die Stimmung nicht drücken kann.

Und weil es am Ende sogar wieder aufgehört hat zu regnen, beschließen wir den Tag mit einem kleinen Spaziergang ins Hotel. Als wäre ich nicht schon genug auf den Beinen gewesen. Das war sicherlich einer der Top-3-Abende dieses Jahr.

Von fancy Eisläden und sonstiger Völlerei

Es ist noch so ein bisschen offen, warum ich diese Woche durch die Bank müde, unausgeschlafen und von Kopfschmerzen geplagt war. Ich tippe ein bisschen auf das Wetter, nachdem ich schon öfter beobachtet habe, wie mir Wetterwechsel auf die Gesundheit schlagen. Dementsprechend ist die Woche an sich auch recht unspektakulär. Das Wochenend-Highlight, der schon lange geplante Rundflug über Bonn, fällt leider auch technischen Gründen aus. Schade!

In der Firma gibt es einen „Sprint 0“ meines neuen Teams. Wir besprechen unsere Arbeitspakete, die Arbeitsweise und die Zusammenarbeit für die kommenden Wochen. Es ist gut, sich dazu ein bisschen Zeit zu nehmen und ich merke schnell, dass die Gruppe ziemlich gut zusammen passt und gemeinsame Ziele verfolgt. Die Themen, die wir angehen werden, finde ich auch ganz ok. Rund sechs Wochen werde ich hier noch mitarbeiten, ich sehe dem positiv entgegen.

Und sonst so? Fräulein Anna und ich schauen Berlin Station zu Ende, ich habe ein paar Worte dazu verloren. Mein Blogpost mit den Bildern vom Bundeslager ist sicherlich einer der am meisten geklickten dieses Jahr. Es gibt einen deutlichen Ausschlag im Besucherzähler. Wenn ich jetzt eitel genug wäre, einen vernünftigen Zählmechanismus in der Seite zu verbauen, könnte ich sicherlich mehr dazu sagen.

Außerdem ist scheinbar „Woche der hippen Eisläden“. Gleich zwei Stück machen neu in der Innenstadt auf und natürlich dürfen da das Fräulein und ich nicht fehlen. Unter der Woche besuchen wir die Cream Company. Hier gibt es bunt belegte Waffeln – oder fancy Eisrollen mit allerlei Belägen. Nicht der schlechteste Snack für den späten Nachmittag. Ich stolpere allerdings ein bisschen über die Anordnung im Laden: Meinen Cappuccino muss ich mir vorne an der Theke bestelle, darauf warten und bezahlen, um mich dann im hinteren Teil des Ladens noch einmal anzustellen und mein Eis zu bestellen. Die Auswahl an Beilagen und Soßen und deren möglichen Kombinationen überfordert mich ein bisschen. Ich würde mir wünschen, dass man fertige Kombinationen mit hippen Namen auswählen kann. „Spaghetti-Eis“ zum Beispiel. Vor uns stehen nur zwei Leute, es geht also eigentlich ganz zügig. Ich will mir nicht ausmalen, wie das bei einer längeren Schlange aussehen würde. Die Zubereitung der Eisrollen nimmt nämlich schon einige Zeit in Anspruch. Jedenfalls habe ich mein Getränk aber schon halb leer, als ich die Eisrollen schließlich im Becher vor mir habe. Irgendwie ungemütlich. Mein Eis mit Banane und Schokolade und Schokostreuseln ist dann aber tatsächlich sehr lecker.

Eiswaffel
Es ist eine gute Idee, eine Kugel Eis in eine Waffel zu packen und verschiedene Dinge darüber zu streuen. Mahlzeit!

Am gestrigen Sonntag stehen Fräulein Anna und ich dann in der Schlange zu Sunnysu einer weiteren neuen Eisdiele, die mit der Besonderheit daherkommt, dass man sein Eis in einer frischen Waffel bekommen kann. Das ist eine gute Idee, die Sonne scheint, Schlange stehen ist nicht so schlimm. Als wir dann dran sind: Wieder totale Überforderung. Ich muss wirklich mal ausrechnen, wie viele Tausend mögliche Kombinationen aus den zahlreichen Beilagen und Soßen entstehen können – zumal man wieder gleich zwei auswählen kann. Siehe oben: „Ein Spaghetti-Eis, bitte!“ Ein bisschen komisch ist auch die Anordnung der Theke. Man steht von Links an, muss dann ganz nach rechts um das Eis auszusuchen. Um dann wieder in die Mitte zu laufen, wo die Beilagen ausgestellt sind. Man rennt also automatisch in die Warteschlange hinein. Meine Güte.

Um die Völlerei des Wochenende rund zu machen, sei noch erwähnt, dass ich außerdem Samstags ein Schnitzel Hollandaise beim Addi essen musste, man mich am Sonntag zum Frühstück in die Black Coffee Pharmacie in Bad Godesberg schleifte und ich dann abends noch einmal zu einem Burger bei Hans im Glück gezwungen wurde.

Berlin Station, Staffel 1

Fräulein Anna und mir hat dieser Tage Berlin Station ganz gut gefallen. Die Spionage Serie rund um die Berliner CIA-Station und den Whistleblower Thomas Shaw ist durch die Bank spannend und hat die ein oder andere Wendung zu bieten. Das war gute Unterhaltung. Und das nicht nur weil es in Folge zwei eine Szene an einem Tisch in einem Berliner Imbiss gibt, an dem ich auch schon mit den Homies einen Gyrosteller gegessen habe.

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Da ist es fast schade, dass die erste Staffel schon nach zehn Folgen zu Ende war. Aber Staffel Nummer zwei ist schon in der Postproduktion, wie man mir dieser Tage flüsterte. Ich bin schon gespannt wie es mit Daniel Miller, Esther Krug und Konsorten weitergeht.

Kettcar ist zurück – Sommer ’89

Es ist fast zwei Jahre her, dass Marcus Wiebusch eine großartige Ankündigung machte. Meine Vorfreude auf ein neues Album und neue Konzerte meiner erklärten Lieblingsband Kettcar ist wirklich groß. Das Album Ich vs. Wir wird im Oktober erscheinen und ist schon längst vorbestellt. Und kommende Woche werde ich die Band auf dem Fest van Cleef das erste Mal seit langem wieder live sehen. Wäre ich fünfzehn Jahre jünger, man könnte sagen: „Ich bin hyped!“

Seit heute jedenfalls gibt es einen kleinen Vorgeschmack auf das kommende Album, in Form eines Videos zum Titel Sommer ’89 (Er schnitt Löcher in den Zaun). Und das geht so:

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Wow. Ich glaube Kettcar ist zurück. Und meine Vorfreude nun noch viel größer.

Von Antriebslosigkeit, einem Blogumzug, und Konzertkarten

Puh. Diese Wochenrückblicksgeschichte läuft ein bisschen Gefahr, nach einem guten halben Jahr tatsächlich einzuschlafen. Die vergangenen Wochen bin ich ein kleines bissen Antriebslos gewesen, was meine Freizeitgestaltung angeht. Und dazu gehört auch diese Blogtipperei. Aber kommen wir lieber zu dem, was in den letzten Wochen passiert ist.

Zuerst einmal habe ich sehr viel Civilization gespielt. Irgendwie stolperte ich über meinen Einkauf der fünften Ausgabe des Spiels. Sagen wir mal so: Genau so, wie mich vor vielen Jahren das klassische „Civ“ nächtelang vor den Computer fesselte, geht es mir jetzt auch wieder. Irgendwann werde ich sicher auch mal noch erwachsen.

Ein Park in KölnDer Botanische Garten bei Sonnenuntergang

Dann ist da dieses Blogdings hier. Nachdem ich die Installation letztens ja auf eine eigene Maschine bei Digital Ocean umgezogen hatte, bin ich dann gleich noch einmal weiter gezogen. Mein unruhiges Bauchgefühl lies mich noch einmal recherchieren und dann ging es noch einmal weiter. Aktuell liegt nun alles auf einem Webspace bei all-inkl. Hier bin ich nicht so super flexibel, aber es gibt einen SSH-Zugang, ein gescheites Backend und ich muss mich um nichts weiter kümmern. Während der ganzen Umzieherei und Einrichterei habe ich aber eine Menge lernen können. Neben allerlei technischem Kram eben unter anderem auch, dass ich weniger Zeit mit dem ganzen Drumherum verbringen sollte. Lieber will ich mehr Inhalt produzieren.

Leere Bahn ist leerEin Cappuccino

Fräulein Anna und ich sind hart in die Vorbereitungen für die zweite Hälfte des Jahres eingestiegen. Zuerst einmal kauften wir ziemlich viele Konzertkarten und können uns jetzt auf Angus & Julia Stone, Shout Out Louds, Justice, Mogli und Hundreds. Ich freue mich schon sehr, es könnte aber noch ein bisschen was dazu kommen.

Ich habe zu den verschiedensten Gelegenheiten allerlei alkoholfreie Cocktails getrunken und bin sehr kurz davor, mir auch endlich mal ein bisschen Kram zu Hause hinzustellen um hin und wieder auch mal ein bisschen schickeres trinken als eine Limo.

Außerdem waren dann noch ein paar Sachen: Ein Chefkoch-Picknick-Renntag, ein Sommerfest, ein Junggesellenabschied, viele Spaziergänge, ein Besuch auf einem Foodmarkt und und und. Schließlich hatte ich dann noch ein bisschen Urlaub und war auf dem Bundeslager. Ich berichtete.

Eigentlich war das alles doch gar nicht so wenig zu berichten. In Zukunft mache ich das wieder öfter. Versprochen.

Estonteco – Zu Besuch auf dem BdP Bundeslager in Großzerlang

Bundesfahne - BdP Bundeslager Estonteco 2017

Bundeslager! Alle vier Jahre trifft sich der BdP mit mehreren tausend Pfadfinderinnen und Pfadfindern für zehn Tage auf einem Platz in Deutschland. Dieses Mal in Großzerlang auf der Mecklenburgischen Seenplatte. Seit 1993 immer dabei: Ich. Mehrmals mit meinem Stamm als Teilnehmer und schließlich in den letzten beiden Jahren als Wirt des Lagercafés unseres Landesverbandes. Eine Sache, die ich wirklich gerne gemacht habe.

Dieses Jahr reise ich als nur Kurzzeit-Besucher an. Auch wenn ich seit dem letzten Bundeslager deutlich kürzer getreten bin, so ganz ohne geht es nicht. Im Gepäck: Viel zu viele Klamotten, um bei der unklaren Wetterlage auf alles vorbereitet zu sein. Und natürlich der Fotoapparat samt allerlei Zubehör. Außer einem Nebenjob als Küchenhilfe keine wirkliche Aufgabe zu haben bedeutet nämlich auch, viel Zeit zum Fotografieren zu haben. Ich habe ein paar Bilder mitgebracht die während meiner Streifzüge über den Lagergrund und vom großen Lagerturm aus entstanden sind.

Wasserbomben - BdP Bundeslager Estonteco 2017Kochen - BdP Bundeslager Estonteco 2017Lauchpfanne - BdP Bundeslager Estonteco 2017Blick über den Lagerplatz - BdP Bundeslager Estonteco 2017Popcorn - BdP Bundeslager Estonteco 2017Eisladen - BdP Bundeslager Estonteco 2017Regenbogenfahne - BdP Bundeslager Estonteco 2017Blick über das Lager - BdP Bundeslager Estonteco 2017Lagerweg - BdP Bundeslager Estonteco 2017Fahnenmeer - BdP Bundeslager Estonteco 2017Mecklenburger Seenplatte - BdP Bundeslager Estonteco 2017Das Fett brennt! - BdP Bundeslager Estonteco 2017Lagerturm im Gegenlicht - BdP Bundeslager Estonteco 2017Skyline - BdP Bundeslager Estonteco 2017Kneipe - BdP Bundeslager Estonteco 2017Kneipe - BdP Bundeslager Estonteco 2017Lagerturm bei Nacht - BdP Bundeslager Estonteco 2017

In den vergangenen Jahren habe ich es nie geschafft mir andere Kneipen mal von innen anzuschauen. Das hole ich dieses Jahr nach und stromere mich einigen Menschen am späten Abend über den Platz. Mein Fazit ist gemischt: Das ein oder andere könnte man sich sicherlich abschauen, überall hat man sich viel Mühe gegeben. Es gibt die eine oder andere lokale Spezialität an den Essens- und Getränketheken. Die Stimmung gefällt mir aber nirgends so richtig. Ich freue mich am Ende richtig, wieder zu Hause in einem Singekreis zu stehen, statt mit meiner Limoflasche an einem Biertisch zu sitzen.

Einen anderen Abend verbringe ich dann, zumindest eine Weile, alleine mit dem Fotoapparat. Schon am ersten Abend, direkt bei meiner Ankunft, war mir der wunderbare Sternenhimmel aufgefallen. Zwei Nächte später ist es wieder wolkenlos und es hat sich für mich tatsächlich gelohnt das Stativ mitzubringen. Ich wollte schon wirklich lange mal ausprobieren, wie das mit der Sternenfotografie funktioniert. Hier, so weit ab von jeglicher Zivilisation, sind die Vorraussetzungen ideal. Das Ergebnis ist zwar weit von Perfektion entfernt, für einen ersten Versuch bin ich aber sehr zufrieden.

Sternenhimmel - BdP Bundeslager Estonteco 2017Sternenhimmel - BdP Bundeslager Estonteco 2017Sternenhimmel - BdP Bundeslager Estonteco 2017

Nach vier Nächten geht es für mich wieder zurück nach Hause. Ich bin froh wieder auf dem Bundeslager gewesen zu sein. Ohne eine richtige Aufgabe fühlt sich das aber irgendwie komisch an, vor allem wenn jeder andere etwas zu tun hat. Vielen Dank an den Landesverband für die freundliche Aufnahme! Es hat mir großen Spaß gemacht die vielen bekannten Gesichter mal wieder zu sehen und ein bisschen zu quatschen. Vermutlich stehe ich in vier Jahren wieder auf der Matte.

Zeltdächer - BdP Bundeslager Estonteco 2017Wegweiser - BdP Bundeslager Estonteco 2017Fähnchen - BdP Bundeslager Estonteco 2017Lagerturm - BdP Bundeslager Estonteco 2017Symbolbild - BdP Bundeslager Estonteco 2017

Ausprobiert: Sigma 24-70/2.8 DG OS HSM Art

Das Sigma 24-70/2.8 DG OS HSM Art an einer Canon EOS 6D
Das Sigma 24-70/2.8 DG OS HSM Art an meiner Canon EOS 6D.

Ein ordentliches Immerdrauf-Objektiv steht schon eine ganze Weile auf meiner Einkaufsliste. Ich habe schon das ein oder andere probiert. Aber weder mit einer 50mm-Festbrennweite, noch mit Canons 24-105/f4 bin ich so richtig glücklich geworden. Das 24-70/f2.8 von Canon war mir aber immer ein bisschen zu teuer. Als dann Sigma vor kurzem mit einem bildstabilisierten 24-70mm aus ihrer „Art“-Serie um die Ecke kommt, bin ich bereit. Das Objektiv liegt preislich ganz knapp in meinem möglichen Budget.

Als ich dann letztens zum Chefkoch-Rennbahn-Event ein paar Bilder machen sollte, war das für mich die passende Gelegenheit für einen Alltagstest. Deshalb lieh ich mir das Objektiv über das Wochenende kurzerhand bei AC-Foto für ein paar Euro und führte es ein paar mal aus. Kurz vorweg: Mit der ganzen Leih-Geschichte war ich sehr zufrieden – das war sehr komfortabel. Und der Mann mit dem ich am Telefon sprach, nachdem ich zu doof war zum Lesen, war auch sehr nett und hilfsbereit.

Testbild mit dem Sigma 24-70/2.8 DG OS HSM Art
Testbild mit dem Sigma 24-70/2.8 DG OS HSM Art an Canon 6D
1/100 Sek. bei f/2.8, ISO 100, 70mm, Lightroom-Export ohne Bearbeitung

Aber kommen wir zurück zum Objektiv: „Was für ein Trümmer!“ dachte ich mir, als ich es das erste Mal aus der Packung nahm. Mit einem Kilo Gewicht ist es auch tatsächlich schwerer als der Body selbst, mit der 6D hatte ich auf einmal gute 1,7 Kilo um den Hals hängen. 88 Millimeter Linsen-Durchmesser sprechen auch für sich – kompakt ist wirklich anders. Relativ schnell war mir so klar, dass das Sigma auf keinen Fall ein Immerdrauf sein wird. Für einen Sonntagsspaziergang ist mir das Ganze auf jeden Fall zu viel des Guten.

Testbild mit dem Sigma 24-70/2.8 DG OS HSM Art
Testbild mit dem Sigma 24-70/2.8 DG OS HSM Art an Canon 6D
1/160 Sek. bei f/2.8, ISO 100, 24mm, Lightroom-Export ohne Bearbeitung

Das ist eigentlich schade: Das Sigma 24-70mm F2,8 DG OS HSM Art ist toll verarbeitet, liegt gut in der Hand und liefert auch wirklich tolle Bilder ab. Zwei ausführliche Spaziergänge und fast den gesamten Veranstaltungssonntag lang hatte ich das Objektiv auf der Kamera und bin voll zufrieden. Alles scharf, schickes Bokeh bei Offenblende, der Autofokus ist sehr flott. Ich kann mich nicht beschweren. Auch mit dem Brennweitenbereich komme ich gut klar, mehr als 24mm zur Verfügung zu haben, wünschte ich mir tatsächlich selten. Auch hinten raus sind mir 70 Millimeter genug, zumindest in der Stadt.

Testbild mit dem Sigma 24-70/2.8 DG OS HSM Art
Testbild mit dem Sigma 24-70/2.8 DG OS HSM Art an Canon 6D
1/100 Sek. bei f/16, ISO 100, 24mm, Lightroom-Export ohne Bearbeitung

Mit gemischten Gefühlen packe ich das Objektiv am Ende der Leihphase wieder in seinen Karton. Obwohl ich sehr zufrieden bin, kenne ich mich inzwischen gut genug um von einem Kauf Abstand zu halten.

Designated Survivor

Es ist gar nicht so einfach eine Serie zu finden, an der sowohl Fräulein Anna als auch ich gleichermaßen Spaß haben. Da gilt es viele Geschmackseigenheiten zu berücksichtigen. Oft genug finden wir aber tatsächlich etwas. Zuletzt: „Designated Survivor“ auf Netflix. Ich hätte die Serie früher oder später sowieso geschaut, auf Empfehlung hin schaute das Fräulein mit und war direkt angefixt.

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Die einleitende Geschichte ist schnell erzählt: Alle Kongressmitglieder außer Tom Kirkman sind einem Anschlag zum Opfer gefallen und so muss er jetzt ran und die Geschicke der Vereinigten Staaten lenken. Und nebenbei gilt es herauszufinden wer denn nun diesen Anschlag verübt hat. Im Trailer oben bekommt man das auch nochmals erklärt.

Kiefer Sutherland mag ich ja schon seit 24 wirklich gerne. Und auch als unverhoffter US-Präsident macht er eine gute Figur. Das Drumherum stimmt auch. Die Geschichte ist spannend geschrieben – nicht zu schnell, aber auch nicht zu langsam. Mein Talent, mir Charaktere gut merken und wiedergeben zu können, wird nur selten benötigt. Wir fühlten uns 21 Folgen lang gut unterhalten und sind auf Staffel Nummer zwei gespannt.

Auf den Lofoten: Svolvær, Tjeldbergtinden und Ørsvågvær

Bitte nicht wundern: Dieser Urlaubsbericht sollte an dieser Stelle bereits vor knapp einem Jahr erscheinen. Faulheits-Martin hat es nur nicht früher geschafft.

Nach einer eher mäßigen Nacht soll es heute nach Svolvær gehen. In der Hauptstadt der Lofoten wollen wir nochmal ordentlich einkaufen und uns vielleicht auch die Stadt ein wenig ansehen. Ich bin jedenfalls ziemlich gerädert. Aber noch davor halten wir unterwegs an einem Aussichtspunkt an, der ziemlich beliebt zu sein scheint. Auf dem Parkplatz ist eine Menge los, Opi drängelt sich mit seinem Kleinwagen vor mir in die letzte Parklücke. Ich überlege ihn einfach in den Fjord zu rammen. Das gute Wetter, der frische Wind und die gute Aussicht lassen mich aber dann schnell wieder entspannen.

Aussichtspunkt Lofoten

Schließlich landen wir dann in Svolvær. Der Einkauf gerät uns dann irgendwie sehr stressig. Auf einmal stehen wir in einem Einkaufszentrum und vielleicht ist das alles auf einmal ein bisschen viel. Dennoch schaffen wir es den Einkaufswagen ordentlich voll zu machen. Über das Wochenende werden wir jedenfalls nicht verhungern.
Unsere Mittagspause verbringen wir nach einem kleinen und unmotivierten Rundgang am Fährhafen, wo wir den Autos zuschauen, die sich schön brav in Reih und Glied für die nächste Fähre anstellen.

Und dann stand da ja auch noch eine Wanderung heute auf dem Programm. Der Tjeldbergtinden ist unser Ziel. Kurz nach der Stadtgrenze fahren wir schon wieder von der Straße und stellen das Auto ab. Fluchs haben wir die Wanderhosen an und die festen Schuhe an den Füßen. Los geht’s! Fünf Minuten später kommen wir wieder an unserem Wägelchen vorbei. Voller Elan sind wir den falschen Weg losgelaufen und (glücklicherweise) nach wenigen Minuten in einer Sackgasse gelandet.

Nun der richtige Weg: Die ersten 20 Minuten der Strecke sind dann auch flott marschiert, es geht auch einem breiten Schotterweg bergan. Dann biegt der Weg aber ab in ein kleines Wäldchen und auf einmal stehen wir auf einem Trampelpfad mitten im Steilhang. Ich. Hasse. Jeden. Schritt.

Irgendwann stehen wir dann aber auch oben auf dem Kamm und stehen vor der Entscheidung, ob wir auf den richtigen Gipfel wollen oder lieber nach vorne an die Spitze des Berges. Wir entscheiden uns für letzteres. Dort angekommen schlägt dann auch gleich Höhenangst-Martin zu: Vor uns geht es steil nach unten bis auf Meereshöhe. Die Aussicht ist wieder grandios, wir sitzen eine ganze Weile auf den Steinen uns schauen den kleinen Booten zu – und der großen Autofähre.

Svolvær Tjeldbergtinden AussichtSvolvær Tjeldbergtinden GipfelbuchSvolvær Tjeldbergtinden AussichtSvolvær Tjeldbergtinden Bucht

Nach einiger Zeit machen wir uns wieder auf den Abstieg. Unterwegs kommen uns noch einige Menschen entgegen, einige sehen so aus als würden sie öfter den Berg hochlaufen, nicht umsonst waren uns wohl ein paar Namen im Gipfelbuch mehrmals untergekommen.

Bis zu unserem heutigen Tagesziel, dem Sandvika-Campingplatz in Ørsvågvær ist es nicht weit. Dort haben wir schnell unsere Gebühr bezahlt, bevor wir dann lernen wie man die verschiedenen Wasser und Klärtanks des Wägelchens leert. Eine nicht sehr angenehme Arbeit, die aber dennoch schneller von der Hand geht als gedacht.

Anschließend lernen wir das „Handtuch rauslegen“ des Campers kennen: An einer sehr schönen Stelle steht ein Klappstuhl, an dem jemand einen der Nummerzettel befestigt hat. Ich lasse mich davon wenig beeindrucken, da werden schon auch zwei Autos hinpassen! Während ich dusche bereitet Fräulein Anna das Abendessen vor. Mahlzeit!

Das „Free WIFI“ ist wieder einmal eher eine Enttäuschung. Ich baue mir den Fotoapparat neben dem Wägelchen auf, denn wir haben eine ziemlich großartige Aussicht auf eine kleine Landspitze mit einem Häuschen drauf. Im Hintergrund hängen wunderbar die Wolken auf den hohen Bergen. Aber irgendwie soll es heute nicht sein, ich bin mit dem Ergebnis unzufrieden. Da bleibt nur eins: Buch raus und gemütlich machen.

Ørsvågvær Camping FototourØrsvågvær Camping WolkenbergeØrsvågvær Camping Wolkenberge

So richtig hält es mich dann aber doch nicht im Wagen. Als ich sehe wie die Sonne zumindest hinter den dicken Wolken in den Bergen verschwindet, packe ich noch einmal Kamera und Stativ und drehe eine weitere Runde um den Campingplatz. Dabei begegne ich einem Renter, der aus einem Wohnmobil mit Bonner Kennzeichen steigt. Wir unterhalten uns kurz und erkunden eine Ecke des Campingplatzes die gerade noch ausgebaut wird. Ein bisschen gruselig ist es dort: Ein wenig abgelegen und still, zwischen hohen Felsen. An einigen Stellen hat man auch einen schönen Blick auf das offene Meer. „Hier kann man die Hurtigruten-Schiffe sehen, sie begegnen sich dort draußen und hupen sich zu.“ wird mit erklärt. Und ich weiß dann auch, was das Gedröhne am Abend war. Die kleine Halbinsel in der Bucht mit den beiden Häusern ist ein willkommenes Fotomotiv.

Sonnenuntergang Haus am SeeLangzeitbelichtung Haus am SeeLangzeitbelichtung Häuser am See

Mittlerweile ist es schon 23 Uhr, ich bin aus irgend einem Grund hell wach und deshalb übe ich meine Geduld noch bei ein paar Langzeitbelichtungen mit dem Graufilter. Und dann geht es wirklich ins Bett.

Dieser Beitrag stammt aus der Reihe Auf den Lofoten.

Den Sommer des Jahres 2016 verbringen Fräulein Anna und ich zumindest zum Teil in einem Campingbus und machen damit die Halbinsel im Norden Norwegens unsicher. Dies ist unser kleiner Reisebericht.

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