der tag und ich

Bones – Die Knochenjägerin, Staffel 1 – 12

Auf einmal war es die letzte Folge und ich hatte zweihundertsechsundvierzig Folgen Bones – Die Knochenjägerin geschaut. Nicht am Stück natürlich, sondern immer mal wieder eine Staffel, so im Laufe der letzten Jahre. Eine ganze Menge.

Da wundert man sich nicht, dass mir die Serie gut gefallen hat. Die einzelnen Folgen rund um die forensischen Anthropologin Dr. Temperance Brennan und ihr Team von Wissenschaftlern, von den FBI-Agenten liebevoll „Blinzler“ genannt, die im fiktiven Jeffersonian Institut arbeiten. Folge für Folge taucht FBI-Agent Seeley Booth mit einer möglichst zerstückelten und/oder verwesten Leiche auf. Trivial sind die Fälle dann natürlich nicht, es müssen Knochen analysiert und wieder zusammengesetzt werden und Abstriche gemacht werden. Und meistens geht das dann, da verrate ich nicht zu viel, auch gut aus.

Sind einzelnen Folgen schon sehr unterhaltsam, so gibt es auch immer den ein oder anderen Handlungsstrang, der sich im Hintergrund eine Weile aufspannt. Dabei ist es aber gut möglich, dass man nebenbei noch etwas tut – Fotos bearbeiten etwa. Jetzt brauche ich wieder etwas in dieser Richtung: Ein bisschen spannend, viele Folgen.

Olli Schulz, Oper Bonn

Olli Schulz habe ich in den letzten Jahren musikalisch ein bisschen aus den Augen verloren. Eher am Rande mitbekommen habe ich seine Fernsehshow und den Podcast mit Jan Böhmermann oder seine Auftritte als Sidekick bei den beiden Typen von ProSieben.

Nun: Olli Schulz in der Bonner Oper. Die Aussicht darauf, ein Konzert im Sitzen zu verbringen lässt mich und Fräulein Anna schon vor einigen Monaten Karten kaufen. In der Oper war ich ja auch noch nicht, eine gute Gelegenheit, das zu ändern. Ich entscheide mich deswegen auch dazu, ein Hemd zu tragen. Das hätte aber nicht sein müssen, anderen Menschen war der Dresscode egal. Unsere Sitzplätze auf dem oberen Rand sind sehr bequem, wir haben einen guten Blick auf die Bühne.

Aber kommen wir zum Konzert: Sehr pünktlich und ohne Vorband steht Olli Schulz auf der Bühne und erzählt uns, wie er sich freut mal wieder alleien unterwegs zu sein. Und das es ein neues Album geben wird und er Lieder daraus spielen wird. Und das macht er dann auch. Tatsächlich sehr viele Titel, die man noch nicht kennt. Und den ein oder anderen älteren Titel. Vielleicht nicht so viele wie ich mir gewünscht hätte. Dazwischen: Sehr viel Gequatsche. „Anekdoten aus dem Leben eines Rockstars.“

Ich mag es, wie sich tatsächlich die Meisten im Publikum an die Ansage aus der kleinen Ansprache direkt zu Beginn halten und das Handy während der Veranstaltung in der Tasche lassen. Dafür bekommen wir dann aber auch unseren „Instagram-Moment“. Und tatsächlich fallen zahlreiche Menschen im Internet auf die übertriebenen Beschwerden und die gestellten Videos des gackernden Musikers herein.

Die Show heißt „Back to the Roots“ und so fühlt sich das auch an. Ich erinnere mich noch gut an die Auftritte, die ich vor gut zehn Jahren gesehen habe und bin dieses Mal wieder genau so begeistert. Die Kopfschmerzen habe ich an diesem Abend schon mitgebracht, das Kratzen im Hals kommt vom Lachen. Eine gute Veranstaltung.

Von einer kranken Woche

Spät des Nachts kommen wir am Montag aus dem Urlaub zurück. Zwei freie Tage stehen an, bis ich wieder arbeiten muss. Genug Zeit, um sehr viele Wäschen zu waschen und Ordnung zu schaffen. Und, um sich eine schöne Nasennebenhöhlen-Entzündung einzufangen.

Schon am Mittwoch-Abend, als ich mit Fräulein Anna zum Olli-Schulz-Konzert in der Bonner Oper sitze, geht der Kopf langsam zu. Die beiden kommenden Tage sind dann ziemlich furchtbar. Mit den verstopften Nasennebenhöhlen kommen die schlimmsten Kopfschmerzen seit langem einher. Von der Nase aus strahlt der Schmerz in die Stirn und in den Kiefer. Ekelhaft.

Über das Wochenende geht es dann schon ein bisschen besser. Ich mache doch sicherheitshalber nicht so arg viel, liege viel rum, schaue Filme und Serien und schone mich. Nach zwei Tagen Krankschreibung ist mir langweilig und ich will lieber alles dafür tun, wieder arbeiten gehen zu können.

Ein Fotowalk durch Bonn

Ein Modell des Bonner Münsters.

Letzten Sonntag, ich schrieb schon kurz darüber, laufen Fräulein Anna und ich bei einem Fotowalk mit, zu dem sich nach einem Aufruf von den @fotofriendsbn einige Leute und ihre Kameras zusammengefunden haben.

„Räder“ sollte das Thema an diesem Tag sein. Für mich eine gute Gelegenheit, meine niegelnagelneue A7 III auszuprobieren. Ich bin nach der ersten Woche sehr zufrieden mit meinem neuen Fotoapparat. Hier einige Bilder, die alle mit dem Canon 35mm/f2 am Sigma MC11-Adapter entstanden sind.

Ein Fahrrad-Symbol, das auf den Boden gemalt wurde.
Ein altes Gebäude spiegelt sich in einer modernen Fassade.
Ein goldener Kopf an einem Brunnen.
Ein
Rahmen eines Gazelle-Fahrrads.
Eine rostige Fahrradklingel.

Von Spaghetti-Eis, Heuschnupfen und einer neuen Kamera

Eine Woche, die mit einem freien Tag beginnt, kann gar nicht schlecht sein. Könnte man denken. Mal schauen, was die Tage so bringen.

Der Montag startet jedenfalls mit einem Arzttermin. Herr Max muss zur U5 antreten und begeistert Herrn Doktor. Alles zur vollsten Zufriedenheit! Ich mag die entspannte Art unseres Kinderarztes sehr. Er schafft es immer, dass ich am Ende durchatme und mir „Es kommt wie es kommt! Alles gut!“ denke. Insgeheim neige ich schon dazu, mir zu viele Gedanken um alles zu machen.

Zur Feier des Tages führen wir eine neue Brei-Mahlzeit ein, die aber erst mal nur so mittelgut ankommt. Zwischendrin verbringe ich ein wenig Zeit im Fitti und habe richtig Spaß bei den Leibesübungen. Eventuell werde ich krank.

Der Rest der Woche verfliegt dann wieder, irgendwie. Ich schaffe es noch ein weiteres Mal ins Fitti. Der Heuschnupfen setzt ein und macht meine eher von Müdigkeit geprägten Tage noch ein wenig unerträglicher. In diesem Jahr probieren wir etwas Neues aus: Statt der üblichen triefenden Nase juckt es dieses mal ordentlich in den Augen. Sehr unangenehm! Ich bin gespannt, wie lange ich es ohne Augentropfen aushalte. Alleine der Gedanke daran verursacht mir schon Gänsehaut. Außerdem schaffe ich es, mit Teymur und Dominik eine Runde durch Washington D.C. zu drehen. Auch der zweite Teil von „The Division“ macht mir wirklich großen Spaß und hilft beim Abschalten enorm.

Schließlich: Wochenende! Den Freitag-Abend leiten wir mit einem Abendspaziergang, einem Eis auf der Hand und einer ausführlichen Kamerabesichtigung im örtlichen Elektrogroßmarkt ein. Ich bin ja schon seit Wochen unentschlossen.

Am Samstag Morgen habe ich mich dann entschlossen. Und gehe zum Frisör. Dann düse ich eine Weile herum, bis sowohl eine neue spiegellose Kamera aus dem Hause Sony, als auch der passenden Adapter für meine Canon-Objektive sich in meinem Besitz befinden. Schade eigentlich, dass mein Shopping-Erlebnis zu einer nervigen Rumgurkerei ausaten muss.

Den Rest des Tages ist Familienzeit. Eigentlich hatte ich den Tag ja ganz anders geplant. Das Wetter ist prima, wir spazieren ausführlich durch die Gegend und ich bekomme ein großes Spaghetti-Eis. Und dabei kann man dann ja auch prima ein paar Fotos machen.

Spaghetti-Eis.

Ereignisreich geht es am Sonntag weiter. Zum Frühstück spazieren wir nach Endenich zum Pie-Me-Café, wo ich einen ziemlich großartigen und ein bisschen abgefahrenen Pfannkuchen mit Joghurt und allerlei Obst bekomme. Statt dann aber sitzen zu bleiben und direkt einen der gut riechenden Pies zu Mittag zu essen, spazieren wir lieber los. Mit zahlreichen Umwegen landen wir, durch das Meßdorfer Feld und einem Industriegebiet laufend, nach einigen Kilometern wieder zu Hause.

Wir nehmen uns kurz Zeit für ein Mittagessen, bevor es dann auch direkt weiter geht. @fotofriendsbn haben zum Fotospaziergang aufgerufen. Da darf Neue-Kamera-Martin natürlich nicht fehlen. Zum Thema „Räder“ entsteht das ein oder andere Bild. Ich bin gespannt, was dabei herausgekommen ist. Wir verleben ein paar unterhaltsame Stunden in der Innenstadt und ich nehme mir vor, über den Sommer öfter mal nach einem Thema zu fotografieren.

Am Abend haben Herr Max und ich sturmfrei, während Fräulein Anna zum Mogli-Konzert nach Köln fährt. Da Herr Max bekanntlich ein Baby ist, stecke ich ihn früh ins Bett und verbringe den Abend damit, meine „alte“ Kamera und einiges Zubehör bei eBay-Kleinanzeigen einzustellen. Mal schauen, ob das dieses Mal einigermaßen stressfrei von statten geht. Ich bezweifle es noch.

Von abendlicher Männerwirtschaft und freien Nachmittagen

Herr Max und ich sind diese Woche gleich zwei Abende alleine zu Hause. Wir sind ein gutes Team: Zuerst gibt es ein Fläschchen, dann geht es ins Bett. Am Dienstag Abend dauert es allerdings ganz schön lange, bis sich beim Baby der Schlaf einstellt. Ich döse derweil das ein oder andere Mal weg.

Außerdem: Freizeit! Mittwoch und Freitag habe ich Nachmittags frei. Am Mittwoch Nachmittag laufe ich durch die Sonne vom Büro aus nach Ehrenfeld und feiere Frau Schwesters Geburtstag. Natürlich sind auch unsere Eltern da. Wir spazieren durch die Stadt, essen Kuchen, gehen ins Brauhaus zum Abendessen.

Blick von unten entlang des Stammes eines Mammutbaums im Botanischen Garten Bonn.

Am Freitag arbeite ich auch nur einen halben Tag, übergebe ein Projekt an den Kollegen und spaziere am Nachmittag durch die Bonner Südstadt. Da der Botanische Garten trotz großartigem Sonnenschein schon um sechzehn Uhr schließt, wird aus meiner Fototour dort aber leider nichts. Ich bin ziemlich unzufrieden. Statt dessen esse ich ein Spaghetti-Eis und trinke einen Espresso in der Sonne. Schon das zweite für dieses Jahr!

Der Samstag verfliegt dann schon wieder unheimlich schnell. Nachdem ich am Vorabend einen ausführlichen Ausflug in das Washington D.C. von „The Division 2“ gemacht habe, steht erst einmal ein bisschen Ausschlafen auf dem Plan. Es hat großen Spaß gemacht, mal wieder ein bisschen Zeit an der Xbox zu verbringen. Das hilft beim Abschalten.

Samstag Nachmittag laufen wir durch die volle Innenstadt und am Ende haben sowohl das Fräulein als auch ich ein paar neue Schuhe. Nachdem ich mich jetzt wirklich lange davor gedrückt habe, mich um ein paar neue Spazierschuhe zu kümmern, ging der eigentliche Kauf dann wirklich schnell.

Von einer schnellen Woche und Dingen die ich nicht tat

Diese Woche war schnell vorbei. Ich habe einen Tag Urlaub und will eigentlich ein bisschen ausspannen. Dann plagt mich aber den ganzen Tag doch wieder ein bisschen Übelkeit – wenn auch nicht so schlimm wie am Samstag. Dennoch komisch, Magenschmerzen habe ich ja schon manchmal, übel ist mir selten. Nun gut.

Dann ist die Arbeitswoche auch schon rum. Ich habe mich ausreichend geärgert und freue mich sehr auf das Wochenende. Auf dem Heimweg aus Köln werde ich von Fräulein Anna und Herrn Max begleitet. Es macht Spaß mit den beiden zu reisen. Der Samstag verfliegt einfach so, gerade frühstücke ich noch, dann bin ich einkaufen. Und schon ist es Abend und ich sitze müde auf dem Sofa.

Nachdem Fräulein Anna und ich nun ein paar Tage serienlos waren, einigen wir uns darauf „The Fall“ zu schauen. Die Serie mit Gillian Anderson spielt in Nordirland und ist zwar sehr spannend – aber auch ein bisschen unangenehm zu schauen. Ich bin gespannt, wie sie uns gefallen wird.

Am Sonntag ist dann DIY-Martin wieder gefragt: Nachdem ich letztens ja neue Fußleisten angebracht hatte, habe ich das Verfugen selbiger mit Silikon nun einige Tage vor mir hergeschoben. Spaß macht das Ganze mir leider nicht – aber das Ergebnis ist dann tatsächlich gar nicht schlecht. Ich bin zufrieden!

Weniger zufrieden bin ich mit dem, was ich diese Woche nicht getan habe: Der Sport ist ausgefallen und Fotos habe ich auch keine gemacht. Das gruselige Wetter macht es einem aber auch schwer. Ich hoffe, dass die kommende Woche wieder ein bisschen besser wird. Auch die Planung unserer kommenden Urlaubsreise hängt noch ein bisschen. Aber wenigstens mieteten wir dieser Tage schon mal ein Auto. Es geht voran.

Von neuen Fußleisten und einem Babywochenende

Rosenmontag! Während das gesamte Rheinland völlig außer Rand und Band ist, Frühstücke ich gemütlich, mache einen kleinen Spaziergang und bringe neue Fußleisten im Bad an. Was man so an einem freien Tag macht.

Auch diese Woche steht das Sportprogramm. Ich mag meine kleinen Ausflüge und bin jedesmal aber auch ziemlich stolz, mich noch einmal aufgerafft zu haben. Gewichtsmäßig stagniere ich gleichzeitig ein wenig. Mal schauen, wie das weitergeht.

Ansonsten geht die Woche schnell rum. Ich habe einiges auf der Arbeit zu tun, aber nehme mir auch die Zeit und löse ein kleines DevOps-Docker-Problem, was mich schon lange beschäftigt. Schließlich ist Freitag Nachmittag und Feierabend. Und ich sehr aufgeregt.

Pünktlich zu meinem Feierabend steigt Fräulein Anna in den Zug nach Berlin und überlässt Herrn Max und mich unserem Schicksal. Ich rede Quatsch: Wir sind gut vorbereitet. Es gibt ausreichend Nahrung für alle und so kann eigentlich nichts schief gehen. Meine Aufregung ist völlig überflüssig.

Ich freue mich auch genau so sehr, ganz alleine die Verantwortung für das Baby zu tragen und auch den ganzen Fütterungskram alleine machen zu müssen. Unser erster Abend ist dann direkt auch sehr entspannt. Herr Max schläft deutlich länger als sonst Abends, trinkt erst sehr spät brav sein Fläschchen und lässt mich dann ruhigen Schlaf bis in den Morgen erleben. Da kann man sich nicht beschweren!

Der Samstag ist leider ein bisschen durchwachsen, was aber leider voll und ganz an mir liegt. Denn nach dem Frühstück plagt mich eine für mich ungewohnte Übelkeit, die auch den ganzen Tag über nicht vergehen will. Zum Glück hatte sich Frau Schwester sowieso angesagt und hilft mir ein bisschen bei der Versorgung und Bespaßung des Babys. Ziemlich geschlaucht lande ich am Abend fast genau so früh im Bett wie Herr Max. So schaffe es dann auch, des Nachts um drei Uhr ein leckeres Getränk für den kleinen Mann zuzubereiten. Hätte man uns gefilmt, hätten die beiden verschlafenen Typen in der Küche sicherlich ein lustiges Video abgegeben. Ich bin beeindruckt, wie geduldig der kleine Mann mit mir ist.

Am Sonntag geht es mir dann schon viel besser und der Tag wird richtig gut. Herr Max und ich sind ein gutes Team. Wir üben dieses „Krabbeln“ auf dem Wohnzimmerboden, lachen vor allem viel miteinander, halten einen gemeinsamen Mittagsschlaf und vertilgen eine große Portion Möhrenbrei. Frau Schwester stößt auch noch einmal zu uns. Am späten Nachmittag kommt, sturmtiefverspätet, auch Fräulein Anna wieder an und wir sind wieder komplett. Das ist ziemlich gut. Und ich freue mich schon auf das nächste Alleine-Abenteuer mit Herrn Max.

Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer

Dafür, dass meine Roverrunde bei den Pfadfindern auf den Namen Wilde 13 gehört hat, ist es fast ein bisschen peinlich, dass ich bis vor einigen Tagen niemals das Buch Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer von Michael Ende gelesen habe.

Die Geschichte kenne ich natürlich trotzdem, sie ist ja auch schnell erzählt: Der kleine Jim Knopf landet irrtümlicher Weise in einem Paket auf der Insel Lummerland, wo man ihn natürlich gerne aufnimmt. Zusammen mit Lukas, dem Lokomotivführer und der Lokomotive Emma bricht er zu einer großen Reise über das Meer auf, die beiden erleben allerhand und versuchen unter anderem eine Prinzessin zu befreien. Dabei lernen sie eine Menge Menschen und andere Lebewesen kennen, die mal mehr und mal weniger nett sind. Und ganz nebenbei finden sie so heraus, wo der kleine Jim eigentlich landen sollte.

Ich habe das Buch gerne gelesen. Für einen Erwachsenen ist das nun alles nicht sonderlich spannend, vor allem wenn man die Geschichte ja schon kennt – ich freue mich aber sehr, sie irgendwann einmal dem kleinen Mann vorzulesen. Der wird sie bestimmt spannend finden.

Sirui T-024SK – mein neues Stativ

Über Ausrüstung rede ich ja eher selten. Ich benutze meinen Kram sehr gerne, aber muss mich nicht groß darüber austauschen. Heute eine kleine Ausnahme, denn Stative und ich, das ist eine wechselhafte Geschichte.

Eigentlich nerven die meistens eher, weil sie sperrig sind und man sie rumtragen muss und dann doch nicht benutzt. Und wenn man ein sehr kleines Stativ mitnimmt, dann hat man nur ein sehr kleines Stativ dabei. So ganz ohne will ich dann aber doch nicht sein – und die ein oder andere Langzeitbelichtung mache ich dann ja doch ganz gerne. Meistens trug ich deshalb in der Vergangenheit ein Kugelstativ mit mir herum, mit dem ich nicht sonderlich zufrieden war. Mein mittelgroßes Alu-Stativ, der Nachfolger des sehr großen Alu-Stativs, dass ich vor ein paar Jahren verkaufte, stand nun meistens eher in der Ecke. Eine eher unbefriedigende Situation.

Eine Laterne bei Nacht, im Hintergrund die Lichtspur eines Autos.

Lange Rede, kurzer Sinn: Zur Urlaubsvorbereitung musste ein neues Stativ her. Nun recherchierte ich, wie ich das nun immer irgendwie mache, ewig hin und her. Beim Material legte ich mich schnell auf Carbon fest. Aber sollte es wieder ein Manfrotto sein, wie meine vorherigen Stative? Gebe ich richtig viel Geld für ein Modell von Gitzo aus? Oder doch lieber eines der fancy Modelle von 3 Legged Thing? Auch die Modelle von Sirui bekomme ich mehrmals empfohlen. Das Modell, dass dabei am öftesten genannt wird, ist aber leider nicht mehr zu haben.

Eigentlich habe ich mich dann schon für eines der vielen 3 Legged Thing-Modelle entschieden, als ich – Retargeting sei Dank – eine Werbung für den neuen Sirui-Webshop bekomme und dort sehe, dass das Modell T-024 scheinbar wieder verfügbar ist. Man wirbt außerdem mit 15% Eröffnungsrabatt. Da werde ich schwach. Und schon zwei Tage später steht der Postbote vor der Tür und gibt ein sehr leichtes Päckchen ab. Darin: Das Sirui T-024SK aus Carbon.

Vierzig Zentimeter zusammenklappt. Knapp über einem Kilo bringt das Dreibein auf die Waage. Mein 190go von Manfrotto ist ein Stück größer, doppelt so schwer und auch nicht so kompakt. Der Gorillapod ist ein Ticken leichter und ein bisschen kleiner. Aber er bleibt es eben auch und lässt sich nicht auf gut ein Meter vierzig ausziehen.

Drei Stative liegen nebeneinander auf dem Boden.
Gorillapod, Sirui T-024SK, Manfrotto 190go

Ein paar Tage später packe ich Abends die Kamera in die kleine Tasche und nehme das neue Stativ in die Hand. Eine kleine Fototour steht auf meinem Plan. Schnell bin ich wirklich hin und weg von meiner Neuanschaffung: Das Stativ liegt beim Herumlaufen schön kompakt in der Hand. Man merkt es fast nicht.

Aufgestellt ist es, vor allem wenn man die Mittelsäule nicht ausfährt, sehr stabil und an die im Vergleich zum Manfrotto eher geringe Höhe habe ich mich schnell gewöhnt. Die 6D und das aufgeschraubte 16-35mm/f4 L stehen sehr gut. Mir gelingen ein paar gute Bilder. Hier, bitte.

Autos hinterlassen Lichtspuren in der Dunkelheit.
Autos hinterlassen Lichtspuren in der Dunkelheit.