„Oliver Hell – Schattenkind“ von Michael Wagner

Ich weiß gar nicht mehr wie es dazu kam. Jedenfalls stolperte ich dieser Tage über „Schattenkind“ von Michael Wagner (Affiliate-Link), einem Roman aus der Krimi-Serie rund um den Bonner Kommissar Oliver Hell. Der lokale Bezug machte mich direkt neugierig. Ich erinnere mich noch gut, wie sehr es mir seinerzeit bei den Büchern von Thomas A. Ruhk gefallen hat, dass ich die vorkommenden Orte in der alten Heimat gut kenne. An der Stelle, wo es im „Strohbär“ zum Showdown kommt, bin ich jahrelang auf dem Weg zur Hochschule vorbei gefahren. Gruselig!

Aber zurück nach Bonn, da wohne ich ja nun schon eine ganze Weile. Auf dem Weg zur Arbeit komme ich jeden Tag am Polizeipräsidium in Ramersdorf vorbei, wo Kommissar Hell und sein Team arbeiten. Wenn ich Abends spazieren gehe, laufe ich oft ein Stück durch die Argelanderstraße. In einem Keller dort passieren im Buch schlimme Dinge. Schon wieder gruselig!

In „Schattenkind“ geschiet ein Mord. Ein Arzt wird in einem Park gefunden, neben der Leiche sitzt ein stummes Kind. Und das alles an Karneval, wo die Stadt doch sowieso im Ausnahmezustand ist und eigentlich alle feiern wollen. Bis auf Kommissar Hell. Der hält genau so viel von der närrischen Zeit wie ich. Dabei soll es aber nicht bleiben: Es geschehen weitere Morde und Mordanschläge. Menschen sind nicht unbedingt an der Aufklärung des Falles interessiert und irgendwie ist der kleine Junge in die Geschichte verstrickt. Die Geschichte bleibt durchweg spannend, ich will gar nicht zu viel verraten. Auch abseits des lokalen Bezugs lohnt es sich, den Krimi zu lesen. Nur am Ende, als der Fall eigentlich schon geklärt ist, zieht es sich dann ein kleines bisschen. Es fiel mir auf jeden Fall schwer das Buch aus der Hand zu legen.

Bei Gelegenheit muss ich auch mal einen meiner Spaziergänge in Richtung Ippendorf führen. Dort wohnen die in die Geschichte verwickelten Ärzte. In der Ecke Bonns bin ich zumindest bewusst noch nicht gewesen.

Schattenkind ist schon das neunte Buch aus der Reihe rund um Kommissar Hell. Das ist zwar auf der einen Seite sehr gut, denn ich kann noch mindestens acht weitere Bücher lesen. Darauf freue ich mich, ich habe direkt mit dem ersten Band aus der Reihe angefangen. Das ist aber auch schlecht, denn ich weiß schon so ein bisschen, wie die Charaktere sich entwickeln werden. Ich werde es, im Gegensatz zu einigen Menschen in den Büchern, sicherlich überleben.

Belanglosigkeiten und ein Stammeswochenende

Die Woche startet ganz normal und unspektakulär. Am Mittwoch-Abend unternehmen Fräulein Anna und ich einen kleinen Ausflug nach Köln, um dort das Geburtstags-Geschenk für Frau Schwester abzuholen. Dabei lernen wir auch mal Köln-Kalk ein bisschen kennen – in der Ecke war ich ja tatsächlich noch nie.

Am Donnerstag steht ein Workshop in der Firma auf dem Plan. Ich bin da in der letzten Zeit hin und wieder ein bisschen skeptisch, dieses Mal gehe ich aber mit einem ganz guten Gefühl nach Hause. Der Tag war richtig produktiv. Weniger gut ist das Gefühl in meinem Bauch. Ich gebe dem letzten Stück Pizza die Schuld und bleibe am Freitag deshalb lieber zu Hause. Ein Glück, dass ich Salzstangen wirklich gerne mag!

Schilderwald im Wald

Am Wochenende ist dann das alljährliche Treffen meines liebsten Pfadfinderstammes. Wir treffen uns bei Thomas auf dem wilden Hunsrück. Ich bleibe lange auf und schlafe auf einer nicht ordentlich aufgepusteten Therm-A-Rest. Nie habe ich mich an einem Morgen älter gefühlt. Neben viel Gequatsche und einem guten Essen in einem Mosel-Restaurant und einer kompakten Jahreshauptversammlung besuchen wir auch noch die Geierlay-Hängebrücke. Ich berichtete. Eigentlich schade, dass wir das nur einmal im Jahr schaffen. Andererseits würde es mir auch nicht weh tun, mal so auf einen Besuch irgendwo hin zu fahren. Oder mal wen anzurufen. Mal gucken.

Am Sonntag bin ich relativ zeitig zu Hause und nutze die Zeit für ein bisschen Hausarbeit, ordne Papierkram und schaffe es auch noch einen kleinen Spaziergang einzubauen. Der Cyber-Tatort kommt heute aus Kiel und ist – schon wieder! – gar nicht schlecht und vor allem spannend.

An der Geierlay

Geierlay-Hängebrücke

Gar nicht weit von der alten Heimat entfernt, mitten im wilden Hunsrück, liegt seit etwa anderthalb Jahren Deutschlands längste Hängeseilbrücke, genannt Geierlay. Wie es der Teufel will, verschlug es mich an diesem Wochenende im Rahmen unseres Stammeswochenendes in die Nähe.

Nun ist es ja bekanntlich so, dass ich nicht der größte Fan von größeren Höhen bin. Vor allem, wenn sie wackeln. Mit Hochhäusern habe ich kein Problem – aber beim Gedanken an eine Hängeseilbrücke wird mir schon ein wenig mulmig. So ein Ding überqueren? Eher nicht! Ich erinnere mich noch gut, als ich seinerzeit im Tsingy-Nationalpark auf Madagaskar plötzlich vor einer Hängebrücke stand – und es keinen anderen Weg gab. Meine Beine werden heute noch ein bisschen weich.

Der Blick zurück über die Geierlay-Hängebrücke

Aber kommen wir vom der Insel im indischen Ozean zurück auf das deutsche Mittelgebirge. Ich wusste ja ein bisschen worauf ich mich einließ, als wir morgens losgefahren sind. Und ich hatte mir fest vorgenommen, auch dieses Mal sehr mutig zu sein. Nachdem wir also vom offiziellen Parkplatz mitten im Ort ein ganzes Stück durch das beschauliche Mörsdorf gelaufen sind und auch schon die ersten Meter durch den Wald hinter uns haben, stehen wir dann auf einmal vor der Brücke. Die ist auf den ersten Blick deutlich länger als ich mir das vorgestellt hatte. Rund dreihundersechzig Meter sollen es sein. Der frisch aufziehende Wind macht es mir auch nicht gerade einfacher, mich geistig auf die Überquerung vorzubereiten.

Rüber muss ich trotzdem, es ist neben den lobenden Worten der anwesenden Ingenieure über die Verarbeitung auch ein bisschen der Gruppenzwang, der mich schließlich auf die Brücke treten lässt. Die ersten paar Schritte fallen mir schwer, doch dann gewöhne ich mich an die leichte Schwingung. Wackeln fände ich schlimm, schwingen ist scheinbar ok. Dennoch will ich die ganze Geschichte irgendwie schnell hinter mich bringen. Nachdem ich etwa die Hälfte der Brücke hinter mir habe, ärgere ich mich über mich selbst: Da stehe ich schon mitten in der Aussicht und schaffe es nicht, etwas anderes als meine Schuhspitzen anzuschauen! Ein kleiner Rundumblick ist dann tatsächlich drin, bevor ich mich mit immer sichereren Schritten auf das immer noch ferne Ende zubewege. Ich traue mich sogar einmal, wirklich stehen zu bleiben und ein paar Bilder zurück zu machen.

Die Geierlay-Hängebrücke von unten

Am Ende war es dann gar nicht so schwierig, einmal in etwa einhundert Metern Höhe über das Tal zu laufen. Ich bin ein bisschen stolz auf mich. Nach einer kurzen Pause geht es dann aber nicht wieder über die Brücke zurück. Statt dessen nehmen wir einen etwas längeren Weg durch das Tal. Es gibt hier den ein oder anderen Rundweg. Nachdem wir uns durch den Schilderwald im Wald gekämpft haben und auch einen Blick unter die Brücke werfen konnten, beschließen wir unseren kleinen Ausflug mit einem Stück Kuchen im Besucherzentrum. Und ich beschließe, bei nächster Gelegenheit noch einmal über die Brücke zu laufen. Vielleicht auch bei besserem Wetter. Wenn die Wälder ringsum grün sind, lassen sich auch bestimmt noch schönere Fotos machen.

Von einem Baumarktbesuch, einem BarCamp und einem sonnigen Sonntag

Die Wochentage sind in der letzten Zeit eher ereignislos. Da ist es schon ein Highlight, dass der letzte Woche bestellte Monitorarm eintrifft. Ich beschließe, dass es eine kleine Modifikation am Schreibtisch braucht, um diesen ordentlich und sicher festzuklemmen. Ich habe keine Lust beim nach Hause kommen einen vom herabfallenden Monitor zertrümmerten Computer vorzufinden.
Jedenfalls mache ich mich auf den Weg in den nahegelegenen Obi-Baumarkt und suche dort nach einem passenden Stück Holz, werde aber leider weder im normalen Sortiment, noch bei der Ausschussware wirklich fündig. Ich hätte nicht gedacht, dass es schwierig sein würde einen kleinen Holzklotz aufzutreiben. Aber ich habe Glück: Beim Zuschnitt gibt es einen sehr freundlichen Mitarbeiter, der auf mein „Hallo, vielleicht haben sie ja eine Idee!“ und eine Problembeschreibung sehr souverän reagiert und mir kurzerhand ein passendes Stück aus einer alten Palette herausschneidet. Danke!

Die restlichen Abende verbringe ich in Bolivien, zumindest virtuell. Auf die Veröffentlichung von Ghost Recon: Wildlands hatte ich mich schon ein bisschen gefreut und tatsächlich macht es recht viel Spaß dem bolivianischen Drogenkartell ein bisschen die Tour zu vermasseln. An dem Spiel werde ich, nicht nur wegen der Größe der Karte, sicherlich noch eine Weile Spaß haben.

Auf der Rheinnixe wehen lustige Fähnlein

Schließlich ist dann auch schon das Wochenende da und damit auch das Bonner BarCamp. Darüber habe ich mich ja schon an anderer Stelle ausführlich ausgelassen. Anschließend bin ich ganz schön müde und gehe früh ins Bett. Und so startet der Sonntag für Fräulein Anna und mich schon sehr zeitig mit einem Frühstück im Café Sahneweiß. Anschließend stromern wir ein wenig durch die Stadt, flanieren am Rhein entlang in der Sonne und überqueren eben diesen auch. Einmal zu Fuß über die Kennedy-Brücke und dann auf dem Rückweg mit der Rheinnixe. Langsam wird es zu einem kleinen Ritual, mindestens einmal im Monat den Rhein per Schiff zu überqueren.

Nachdem wir dann den sonnigen Nachmittag auch noch genutzt haben, um zumindest ansatzweise Ordnung auf der Terrasse zu machen und eine Bepflanzungsstrategie erdacht haben, bekommen wir Besuch zum Tatort. Der kommt heute aus Bremen und ist wider erwarten sogar ein wirklich guter Fernsehfilm.

BarCamp Bonn 2017 – Hashtag bcbn17

Logo des BarCamp Bonn

Nachdem ich im vergangenen Jahr sehr viel Spaß auf dem BarCamp Bonn hatte, war es keine Frage, dass ich dieses Jahr wieder dort sein würde. So stieg ich am Samstag Morgen genau so zeitig aus dem Bett, wie ich das auch unter der Woche tue. Als Gastgeberin hatte sich in diesem Jahr die Deutsche Post angeboten und so stehe ich überpünktlich um kurz vor neun Uhr vor dem Post-Tower. Ungefähr als erstes springt mir das Logo meines Arbeitgebers ins Auge. Wir sind der zweite Hauptsponsor. Nachdem ich dann ein Namensschild umhängen habe, gibt es zum wach werden einen Cappuccino vom Café Roller.

Kurzer Einschub! Was ist eigentlich so ein BarCamp? Das ist nicht schwer: Erst einmal hat das Ganze nichts mit Zelten zu tun. Ein BarCamp ist eine Veranstaltung, die sowohl themenoffen als auch themenbezogen (zum Beispiel bei einem LiteraturCamp) Menschen zusammenbringt. Die Veranstalter organisieren dabei den Veranstaltungsort und legen einen Zeitplan fest, die eigentlichen Inhalte kommen aber von den Menschen, die das BarCamp besuchen. Jeder kann ein Thema einbringen, sei es ein Vortrag den man schon vorbereitet hat – oder eine spontane Diskussionsrunde. Es wird dann ein Zeitplan erstellt, die einzelnen Themen auf Räume verteilt und los geht’s!

Das BarCamp sollte in diesem Jahr über zwei Tage gehen. Der erste war schon am Freitag gewesen und stand unter dem Motto „Bonn bewegen“. Am Samstag ist dann aber die gewohnte offene Veranstaltung. Langsam aber sicher füllt sich das Foyer im zweiten Stock mit Menschen, um zehn Uhr geht es dann nach einem leckeren Frühstück mit belegten Brötchen auch richtig los. Die Vorstellungsrunde ist in diesem Jahr sehr zügig vorbei. Fast alle halten sich an die Name und zwei Hashtags!-Vorgabe. Da hätte ich im Vorfeld ja vielleicht gar nicht so schimpfen müssen.

Die folgenden Stunden verbringe ich dann in den unterschiedlichsten Runden. Zuerst erfahre ich etwas über die Gedanken, die man sich bei Bundeswehr und Nato über die Kommunikation mit Menschen in fremden Ländern macht und wie wichtig es ist, dass es bei der Entwicklung einer Kommunikationsstrategie eine übergeordnete Geschichte gibt. Spannend! Danach bespreche ich mit Menschen ein WordPress-Meetup, was es ab kommenden Monat in Bonn geben soll und höre mir anschließend die Fragen von allerlei Menschen zu eben diesem Thema an. Interessant, wie unterschiedlich die Probleme der Menschen sind.

Am Nachmittag lerne ich dann in einem Workshop wie man im Internet witzig ist. Jedenfalls so halb. Die Grundlagen verstehe ich zwar, doch dann stellt sich heraus, dass ich scheinbar andere Dinge witzig finde wie alle anderen. Oder vielleicht auch nichts? Vielleicht bin ich auch einfach nur gerade sehr müde. Es wird Zeit für einen weiteren Cappuccino. Ich gehe unschlüssig aus dem Raum. Merkwürdige Geschichte.

Schließlich lerne ich dann noch etwas über das Zürcher Ressourcen Modell und wie man mit dem Selbstmanagement-Training lernt, seine Ziele besser umzusetzen. Ich nehme ein paar Leseempfehlungen mit nach Hause. Das ist am Ende dann doch noch einmal ein gelungener Abschluss für meine Sessions, bevor es dann zur Verabschiedung mit Feedbackrunde in den großen Saal geht. Ich bin mit dem Verlauf des Tages sehr zufrieden, die Organisation war prima, die Themen waren wieder sehr vielfältig. Das mag ich ja. Außerdem habe mit dem ein oder anderen Menschen ein nettes Gespräch geführt. Was will man mehr? Und dann habe ich bei Instagram-Storys auch noch Sascha verschiedene lustige Hüte aufgesetzt – ich überlege, das im kommenden Jahr als Session anzubieten.

Die Menschen sind weitestgehend mit dem BarCamp zufrieden. Zwei Tage sind top und die Party muss man viel früher ankündigen. Die von der Deutschen Post gestellte Verpflegung fand ich prima. Das nächste BarCamp soll dann in St. Augustin stattfinden. Da kann der Johannes mal drüber nachdenken, ob es noch BarCamp Bonn heißen darf, wenn ich es nicht fußläufig erreichen kann.

Johannes der Denker

Manchmal passiert auch nicht so viel

Wochenrückblicke erst am späten Mittwoch-Abend schreiben? Kann man machen – einreißen lassen sollte ich das aber auf keinen Fall. Zu schwer fällt es mir, überhaupt noch Erinnerungen an die letzte Woche zu haben.

Der Kalender sagt, es war Karneval. Davon habe ich nicht so richtig viel mitbekommen, bekanntlich bin ich nicht so besonders jeck. Fräulein Anna auch nicht, die Wahrscheinlichkeit uns verkleidet irgendwo anzutreffen also eher gering. An Rosenmontag jedenfalls, dem Ausnahmetag im Rheinland, war alles für mich sehr entspannt. In den Bahnen zur Arbeit ist so gut wie niemand, in der Firma ist auch eher eine wenig los.
Was positiv auffällt: Durch unsere zentrale Wohnlage bekommen wir zwar durch das Fenster einiges vom Treiben auf der Straße mit. Dieses Mal erwische ich aber wenigstens niemand, der unseren Hauseingang mit seinem Bett oder seinem Klo verwechselt.

Der Rest der Woche ist scheinbar eher unspektakulär. Ich erlebe scheinbar nichts, was irgendwie Aufregend genug wäre, als das ich es twittern oder instagrammen will. Schade eigentlich!

Am Wochenende geht dann schon ein bisschen mehr. Ich stromere durch einige Baumärkte, weil ich gerne an meinem Schreibtisch ein paar Veränderungen vornehmen möchte. Mir schwebte eine Art Rückwand und eine Monitorhalterung vor. Endlich wieder was heimwerken! Nachdem ich mir allerdings angeschaut habe, was es so an Holz gibt und ausrechnete was der Quatsch kosten würde, verwerfe ich meine Pläne und bestelle einen Monitor-Arm zur Befestigung am Tisch selbst.
Am Sonntag düsen Fräulein Anna und ich mit einem Kuchen im Gepäck nach Köln. Wir haben uns bei Frau Schwester eingeladen. „Wenn man einen Kuchen mitbringt, dann darf man das!“ sagt das Fräulein. Ich stimme zu. In Frau Schwesters Küche ist es gemütlich, wir quatschen und kümmern uns endlich auch um den Musical-Besuch, den wir unseren Eltern bereits zu Weihnachten geschenkt hatten.

Der Tatort kommt an diesem Abend aus der Schweiz und ist eigentlich ganz ok. Da gab es schon schlimmeres. Meine Currywurst ist gewohnt lecker.

Fünf Kilogramm

Anfang des Jahres war es mal wieder soweit: Die Unzufriedenheit mit meinem Bauchumfang lies mich auf die Personenwaage steigen. Um die hatte ich in der jüngeren Vergangenheit auch wieder einen etwas größeren Bogen gemacht. Jedenfalls: Ich war fast wieder bei den neunzig Kilo, über die ich mich vor zwei Jahren schon einmal so erschrocken hatte. Bei einer einigermaßen gescheiten Verteilung von Kopf bis Fuß wäre das kein Grund zur Sorge. Aber dummerweise sammeln sich die Pfunde bei mir an Bauch und Hals. Tolle Wurst.

Grund genug einen Plan zu fassen und das Thema wieder anzugehen. Damit ich mich nicht einfach wieder in einem Fitti anmelde, nach zwei Wochen die Lust verliere und dann jahrelang Beiträge zu zahlen habe, machte ich mir dieses Mal zwei Gedanken mehr um das Thema. Am liebsten wäre mir ja, wenn die Pfunde „so nebenbei“ purzeln. Von nichts kommt aber bekanntlich nicht so besonders viel. Deshalb überlegte ich mir, wie ich mit Kleinigkeiten auch etwas bewirken kann.

Man kann sich sicherlich tiefer mit dem Thema auseinander setzen, für für den Moment eine einfache Rechnung: Am Ende möchte ich „einfach“ mehr Kalorien verbrauchen als ich zu mir nehme. Die folgenden Punkte kamen dabei heraus und haben in den vergangenen zwei Monaten gut für mich funktioniert.

  • Mehr Bewegung! Machen wir doch einfach ein paar mehr und führen das tägliche Schrittziel wieder ein! Ich habe vor längerem schon einmal darüber geschrieben. Es ist eigentlich gar nicht so schwer, jeden Tag noch ein paar Schritte mehr zu tun. So verbrenne ich mehr Kalorien. Auch meine regelmäßigen Besuche beim Reha-Sport zahlen hier mit ein.
  • Weniger essen! Die andere Seite der Rechnung. Ein Brot weniger für das Mittagessen schmieren, eine kleinere Portion beim Abendessen. Das klingt einfach, ist aber tatsächlich wirklich schwierig. Es kostet mich oft wirklich viel Überwindung, nicht noch einmal nachzunehmen. Dazu habe ich das Abendessen vorverlegt: Es findet nun knapp zwei Stunden früher, direkt nach meinem Feierabend, statt.
  • Weniger Quatsch essen! Deutlich einfacher ist es mir meistens gefallen, auf die ein oder andere Süßigkeit zu verzichten. Auf der Arbeit hatte ich mir den Gang zur Snackbox schon ein bisschen angewöhnt. Der findet jetzt nicht mehr statt. Und wenn man keine Chips zu Hause hat, dann stopft man auch nicht eine ganze Tüte in sich hinein. Statt dessen ist immer ein bisschen Obst zur Hand.

Am Ende war es tatsächlich einfacher als gedacht. Das Schrittziel erfülle ich fast immer – ich erlaube mir aber Ausnahmen. Genau so beim Essen: Ich esse zu gerne um mir etwas abzugewöhnen. Mit „weniger“ komme ich aber gut hin. Ich habe tatsächlich sehr selten wirklich Hunger, viel öfter aber Lust etwas zu essen. Dem muss man widerstehen können, das klappt meistens ganz gut.

Die fünf Kilogramm aus der Überschrift bin ich so langsam aber stetig in den acht, neun Wochen seit Jahresbeginn losgeworden. Vor allem an meinem Bauchumfang kann man das festmachen. Man darf sich nicht aus der Bahn werfen lassen, wenn es auf einmal auch ein paar Tage wieder auf der Waage bergauf geht. Ich bin mit dem bisherigen Verlauf der Geschichte recht zufrieden und guter Dinge, dass ich so auch langfristig schaffe in Form zu bleiben. Vielleicht mache ich bald, wo es draußen ja auch wieder schöner wird, noch ein bisschen Sport dazu.

Ein neuer Computer, eine Internet-Diskussion, Facebook-Kram und ein Blog-Archiv

Hallo Apfel!

Die Woche beginnt gleich aufregend: Nachdem sich mein MacBook am Wochenende mehrmals nur schwer dazu überreden lies den Akku zu laden und ich das Gerät zum Aufbau einer WLAN-Verbindung mehrmals neu starten musste, war es einfach an der Zeit für ein neues Gerät.

Ein bisschen Recherche ergibt, dass das von mir gewünschte Modell mit mehr Arbeitsspeicher (welches eigentlich „Build to Order“ ist) zu einem günstigen Preis bei Cyberport in Köln zur Abholung bereit liegt. Also setze ich mich nach Feierabend in den Zug, ertrage die Enge im Feierabend-Pendlerverkehr und bestelle das Gerät vor. Schon eine gute halbe Stunde später halte ich nach einem netten Plausch mit einer sehr freundlichen Mitarbeiterin des Ladens in den Händen. Ich freue mich sehr.

Am Dienstag morgen schlittere ich kurz. Dann ärgere mich kurz über die Twitter-Leute der Stadtwerke, als ich diese über die Gefahrenstelle informiere: Man hat da ja ein Schild hingehängt, dann sind schon alle schön vorsichtig und es passiert nichts. Dann ärgere ich mich noch mehr über mich selbst, weil ich mich über das Internet ärgere. Als gäbe es sonst nicht genug Ärgernisse, ey! Nächstes Mal halte ich die Klappe.

Schon seit einer Weile spiele ich mit dem Gedanken, eine Facebook-Seite für dieses Blog anzulegen. Vielleicht interessiert sich ja doch der ein oder andere für das Geschehen hier. Ich verliere ein paar mehr Worte dazu in einem Eintrag dazu: Like mich!. Schon über dreißig Leute haben bei Facebook inzwischen auf den Daumen-Hoch-Knopf gedrückt, vielleicht werden es noch ein paar mehr. Supercool, jedenfalls!

Es gibt Flammkuchen!

Das Wochenende kommt dann ziemlich schnell, den Samstag verbringe ich sehr unspektakulär entspannt. Ein bisschen aufräumen geht immer und der neue Computer will ja auch noch fertig eingerichtet werden. Ich spiele die Ghost Recon: Wildlands-Beta an und habe Spaß dabei. Es gibt leckeren Flammkuchen zum Abendessen. Das ist so einfach, dass es den jetzt vielleicht öfter gibt.

Am Tag darauf gibt es nach einem leckeren Milchreis einen Sonntagsausflug auf die Waldau. Die wilden Tiere dort freuen sich über unseren Besuch. Ich nehme mir vor über das Jahr öfter mal dort vorbeizuschauen. Ich habe unseren Spaziergang von dort aus nach Bad Godesberg im vergangenen Jahr noch in guter Erinnerung.

Nachdem Fräulein Anna und ich den Quatsch-Tatort aus Ludwigshafen dieses Mal gar nicht erst zu Ende schauen, gelingt mir noch ein kleines Highlight zum Ende der Woche: Ich finde in den Untiefen meines NAS ein Backup meiner Datenbanken. Ganz schön alt, aber: Unter anderem finde ich darin die Datenbank des alten „der tag und ich“ mit über neunhundert Blogposts aus den Jahren 2004 bis 2008. Mit ein bisschen hin und her schaffe ich es zwar nicht, ein zu der Datenbank passendes WordPress 2-irgendwas aufzusetzen, aber immerhin ein aktuelles WordPress mit den alten Posts und Kommentaren inklusive der richtigen Umlaute zu füttern. Die wollen nun nach und nach gesichtet werden und den ein oder anderen wird man dann sicherlich hier auch wieder lesen können.

Karnevalssonntag auf der Waldau

Diesen Sonntag hatten wir uns nichts vorgenommen und so sitzen Fräulein Anna und ich am Morgen bei Milchreis am Frühstückstisch und überlegen, welche Kleinigkeit wir denn unternehmen sollten. Draußen ziehen ein paar Wolken vor blauem Himmel dahin, die Sonne scheint. Wir wollen draußen sein. Ich werde einen Blick in meine „Diese Dinge solltest du dieses Jahr mal in Bonn machen“-Liste, sortiere verschiedene Museen und ein paar längere Wanderungen aus und schlage schließlich „Lass‘ doch einfach eine Runde im Gehege auf der Waldau drehen!“ vor.

Gesagt, getan. Da hier sowieso gerade ein Auto rumsteht, nehmen wir eben dieses und bilden so unbeabsichtigter Weise die Vorhut des Poppelsdorfer Karnevalsumzugs. Der Bürgersteig steht schon voller jecker Narren als wir durchfahren, die Polizei bereitet sich gerade darauf vor die Straße für den normalen Verkehr zu sperren. Ich kann mich gerade so zurückhalten, mich aus dem Fenster zu lehnen und „Alaaf!“ zu rufen.

Bis zur Waldau ist es nicht weit. Heute ist so richtig gar nichts los, wir bekommen einen Parkplatz direkt vorne an der geschlossenen Gastronomie. Schon kurz danach stehen wir am Wildschwein-Gehege, wo man sich heute sehr fleißig bei jeder sich bietenden Gelegenheit schubbert. Es ist wohl an der Zeit das Winterfell los zu werden, entsprechend gerupft sehen alle gerade aus.

WildschweinschnauzeKüssende Wildschweinschnauzen

Da die, sich im Schlamm suhlenden, Wildschweine leider nicht das dankbarste Motiv sind, zieht es uns zum Wild. Dort genießt man das gute Wetter und lungert in der Sonne herum. Ein brunftiger Hirsch und seine Partnerin bringen einige Eltern in Erklärungsnot. Nach einer ganzen Weile, als die Sonne wieder hinter einigen Wolken verschwindet, machen wir uns langsam auf den Rück- und Heimweg.

HirscheRehRehbock

Like mich!

In meinem letzten Jahresrückblick hatte ich mir ja so ein bisschen vorgenommen, in Zukunft so zwei Mal pro Woche etwas in dieses Blogdings rein zu tippern. Und das klappt sogar ganz gut bisher. Genau genommen sogar so gut, dass ich dieses Jahr erst ein Mal am Freitag eine „Du musst noch bloggen!“-Erinnerung vom Ironblogger-Bot bekommen habe. Im letzten Jahr waren wir noch dicke Freunde und hörten regelmäßig voneinander.

Das macht alles ja auch ein bisschen Spaß. Und auch wenn ich zuerst mal mehr oder weniger für mich selbst Tagebuch führe, wäre es doch schön, wenn vielleicht ein paar Leute mehr mitlesen würden. Bei ausgewählten Beiträgen verlinke ich die natürlich bei Facebook mit meinem privaten Profil, was auch immer einen kleinen Begeisterungs- und Besucheransturm auslöst. Mit jedem Quatsch will ich das aber eigentlich nicht. Wie gut, dass es da andere Möglichkeiten gibt!

der tag und ich bei facebook

Deshalb gibt es jetzt eine hochoffizielle der tag und ich-Facebook-Fanseite, auf der der geneigte Leser ein hartes „Like!“ lassen kann, um dann in Zukunft über jeden meiner Schritte – oder vielleicht auch nur die Beiträge hier – informiert zu werden. Social Media! Zukunft! Wir sehen uns da.

Ich bin auch schon ein bisschen drauf gespannt wie das so ankommt und ob sich ein paar Likes ansammeln. Ich werde über meine Erlebnisse im Rahmen dieses kleinen Social-Media-Onlinemarketing-Experiments bestimmt bei Gelegenheit berichten. Gerade bei Facebook bin ich sonst ja eher passiv unterwegs, da gibt es bestimmt den ein oder anderen Grund sich zu ärgern. Vielleicht benutze ich auch mal Hashtags! Das scheint ja heutzutage ziemlich angesagt zu sein.