der tag und ich

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Herbstlicher Sonntagsausflug in Bonn

Das akademische Kunstmuseum.Eine goldene Statue.Nebel über dem Rhein.Die Tür eines Uni-Gebäudes.

Sonntagmorgens gehe ich wirklich gerne spazieren. Es ist normalerweise noch nicht so besonders viel los, ich mag diese Ruhe. Heute Morgen bin ich auch unterwegs, schön mit dem am vorabend gepackten Kamerarucksack auf dem Rücken. Ich bin in der letzen Zeit leider ziemlich unentspannt – eine Fototour hilft da bestimmt.

Neblig ist es, aber manchmal kommt die Sonne durch. So richtig gute Stimmung mag aber nicht aufkommen – also auf den Bildern. Ich bin gut gelaunt. Durch den Hofgarten geht es an den Rhein. Vom alten Zoll aus verfolge ich den Start des Dreibrückenlaufs auf der anderen Rheinseite. Die Moderatorin nervt mich aber schnell und die Sonne verschwindet entgültig hinter einer Wolke, ich bekomme kalte Finger. Also geht es in die Stadt, es gibt einen Kaffee auf die Hand.

Ein VW Bulli.Ein Baum über dem Wassergraben am Poppelsdorfer Schloß.

Dann spaziere ich eine ganze Weile über den Antikmarkt in der Fußgängerzone, wo ich zwar allerlei interessanten Nippes finde, ich aber lieber nichts kaufe. Ich merke mir aber auf jeden Fall den alten Studioscheinwerfer. So einen will ich mal haben!

Als ich auf dem Heimweg spontan in die Südstadt abbiege, kommt auch die Sonne wieder heraus. Also verlängere ich meinen Spaziergang noch ein bisschen und lande schließlich, wie fast immer, am Poppelsdorfer Schloß. Dort probiere ich noch ein bisschen mit dem Graufilter herum, bis schließlich der Hunger gewinnt. Ab nach Hause! Fräulein Anna und der kleine Mann sind auch inzwischen wach und bald gibt es ein leckeres Frühstück.

Ich bin froh, heute Morgen aus dem Bett gestiegen zu sein. Vielleicht schaffe ich es ja, mich an das gute Gefühl zu erinnern, wenn ich das nächste Mal morgens unschlüssig im Bett liege.

Ein Ententier.

Herbst im Botanischen Garten Bonn

Rote und orangene Blätter an einem Baum.

Bis zum Botanischen Garten in Bonn ist es nicht weit von unserem Zuhause aus. Fräulein Anna streunert dort sehr gerne herum. Ich habe unter der Woche, wenn es keinen Eintritt kostet, leider nicht so oft Zeit für einen Ausflug dorthin. Also am Wochenende! Heute sind wir eher zufällig dort gelandet und nachdem wir unseren Obulus von drei Euro gezahlt haben, drehen wir eine ausführliche Runde. Es ist der vierzehnte Oktober und ich ärgere mich ein bisschen, keine kurzen Hosen zu tragen. Aber das ist ein anderes Thema.

Gevatter Herbst hat jedenfalls schon ordentlich zugeschlagen und die Blätter der Bäume strahlen in den buntesten Farben. So richtig hundertprozentig gelingt es mir nicht, das auf den Fotos einzufangen.

Ein gelber Baum vor blauem Himmel.Ein roter Baum vor blauem Himmel.Bunte Blätter vor blauem HimmelEin roter und gelber Baum im Botanischen Garten in Bonn.

Herbstausflug in die Rheinaue

Ein sonniger Tag in den Bonner Rheinauen.

Zwei Tage frei in dieser Woche, wunderbarstes sonniges Herbstwetter und Besuch von Frau Schwester: Ein guter Zeitpunkt für einen kleinen Ausflug in die Bonner Rheinaue. Da sind wir sowieso viel zu selten, obwohl es nur gute zehn Minuten mit Linie 66 sind.

Der kleine Mann ist entspannt, verschläft den größten Teil unseres Ausflugs und lässt sich im Kinderwagen langsam durch die Gegend schieben, wir haben einiges zu erzählen und ich mache das ein oder andere Foto.

Ein guter Nachmittag. Vielleicht das letzte Mal setze ich mir die Sonnenbrille auf die Nase. Mir ist fast ein bisschen zu warm in meinem Pulli, aber ich lasse ihn erkältungsbedingt lieber an.

Die Sonne scheint durch Bäume in den Bonner Rheinauen.Die Sonne scheint durch Bäume in den Bonner Rheinauen.Die Sonne scheint durch Bäume in den Bonner Rheinauen.

Von einer Woche in Spanien

Eine Kreuzung in Barcelona.

Dieser Tage fällt mir der Wochenrückblick einfach: Ich war mit der Firma in Spanien, irgendwo in den Bergen hinter Sitges weilten meine Kollegen und ich in einer kleinen Anlage, die aus mehreren Häusern besteht. Eine Woche lang.

Dort stand auch der ein oder andere Ausflug auf dem Programm, von denen ich natürlich auch ein paar Bilder mitgebracht habe. Meine Gesundheit spielte leider nicht so richtig mit, ich bin schon eine ganze Weile verschnupft, habe Kopfschmerzen. Dennoch eine tolle Woche. Supercool!

Am Ende freute ich mich dann aber auch richtig auf zu Hause. Auch wenn Fräulein Anna mich unter der Woche immer über den kleinen Mann auf dem Laufenden hielt, vermisst habe ich ihn schon ziemlich. Und das Fräulein auch.

Blick vom Boot auf das spanische Festland.Blick nach oben in einer Häuserzeile.Blick nach oben in einer Häuserzeile.Finca in der Sonne.Finca bei Nacht.Finca bei Nacht.Finca bei Nacht.Sonnenaufgang hinter Pflanzen.Sonnenaufgang hinter Pflanzen.

Fünf Wochen Max

Fünf Wochen sind eigentlich keine lange Zeit. Und ganz eigentlich sind die letzten fünf Wochen wirklich schnell an mir vorbeigezogen. Trotzdem fühlen sie sich wie eine Ewigkeit an.

Der kleine Mann namens Max ist heute vor fünf Wochen bei uns eingezogen und hat, ganz wie erwartet, alle Aufmerksamkeit auf sich gezogen. So viel Besuch hatten wir schon lange nicht mehr und auch die Verwandtschaft nah und fern ist sehr interessiert. Schnell wurde es uns ein bisschen zu viel, die ganzen Bilderwünsche zu erfüllen. Deshalb hat der Herr nun eine eigene Webseite.

Die ersten vier Wochen habe ich zu Hause verbracht. Vor allem die Elternzeit ging schnell vorbei. Eine sehr lehrreiche Zeit. Vor allem bin ich, so komisch das vielleicht klingt, im Umgang mit den Baby viel skrupelloser geworden. Man merkt sehr schnell, dass Kinder sehr robust sind und man sie nicht wie ein rohes Ei behandeln muss. Die Hebammen und Ärzte machen es einem vor.

Obwohl man ja den ganzen Tag nichts zu tun hat außer „kümmern“, passiert drumherum nicht so arg viel. Da bin ich schon froh, die paar Dinge notwendigen Dinge wie „Kindergeld beantragen“ und „Elterngeldantrag abschicken“ wenigstens erledigt wurden. Ansonsten: Das Kind auf dem Arm tragen, das Kind wickeln, das Kind füttern, dem Kind beim Schlafen zuschauen und regelmäßig überprüfen, ob da auch noch geatmet wird.

Die ersten Ausflüge haben wir natürlich auch schon hinter uns. Dabei gibt es auch viel zu lernen. Zum Beispiel, dass der kleine Mann nicht so gerne im Kinderwagen liegt, dafür aber um so lieber im Tragetuch schläft. Wie gut, dass mir das Tuch auch lieber ist. Autofahren ist scheinbar mal so, mal so. Eine Zugfahrt steht noch aus, ich bin gespannt.

Diese Woche habe ich nun wieder gearbeitet und fand es schön schwierig, mich wieder einzugewöhnen. Zum Glück haben wir noch keine all zu strengen Zubettgehzeiten, so dass ich abends auch immer noch ein bisschen Kind abbekomme. So lange es freiwillig ist, trage ich den Herrn ja gerne mit mir herum. Und eine Zwangspause, weil da jemand entschlossen hat auf meinem Bauch ein Schläfchen zu halten, ist auch gar nicht mal so verkehrt. Ab morgen bin ich eine ganze Woche unterwegs, das wird nicht einfach.

Alles in allem: Wahnsinn. Obwohl der kleine Mann sich ja, zum Beispiel mit einer kleinen Schreieinlage mitten in der Nacht oder dem Vollmachen der Windel direkt nach dem Wechseln, sehr viel Mühe gibt sich unbeliebt zu machen, muss man ihn doch einfach mögen.

Six – Staffel 1 und 2

Nachdem ich Jack Ryan geschaut habe, schlägt Amazon Video mir vor, dass mir doch vielleicht auch die Serie Six gefallen könnte. Auf dem Teaserbild ist ein bewaffneter Mann in Uniform zu sehen. Das sieht schon ein bisschen so aus, als könnte es mir gefallen.

Springen wir ein paar Tage vor: Ich habe inzwischen alle achtzehn Folgen der beiden Staffeln der Serie geschaut. Und das sogar ganz gerne. Die Geschichte rund um das SEAL-Team ist wie erwartet sehr patriotisch erzählt. In Staffel eins dreht sich alles um die Suche nach einem ehemaligen Mitglied der Einheit, dass in die Hände von Terroristen geraten ist. Interessanter Weise finde man den Einstieg zumindest einmal in Afrika und über die dort agierenden Boko Haram. Aber nicht nur die haben Interesse an der Gruppe von Geiseln, die aus dem Ex-Soldaten, dem Mitarbeiter einer Ölfirma, einer Lehrerin und zahlreichen Schülerinnen besteht.

Staffel zwei setzt die Handlung fort. Dieses Mal müssen die SEALs allerdings vor allem Osteuropa unsicher machen, um den Terror-Oberboss zu finden und zu verhaften. Dieses Mal mischt noch dazu eine CIA-Agentin mit, die ihre ganz eigene Agenda verfolgt. Bis zum großen Showdown in einer Mine findet die ein oder andere Schießerei statt. Sei es in einem illegalen Boxclub oder im Wald irgend eines grauen Landes. Noch deutlich mich in den Fokus gelangen in der zweiten Staffel auch die Familien der Soldaten. Wie man es sich denken kann, hinterlassen die zahlreichen Einsätze auch dort ihre Spuren. Eine zusätzliche Bedrohung von Seiten der Terroristen macht die Sache nicht einfacher.

Ich fand die beiden Staffeln recht spannend gemacht. Kurzweilige, wenn auch ein bisschen berechenbare, Unterhaltung für den Action-Fan. Ein bisschen schade ist es schon, dass die Serie scheinbar nicht verlängert wurde.

Jack Ryan

Wie zuletzt schon erwähnt: Tom Clancys Gesamtwerk ist mir vertraut und ich bin Fan. Und ich war sehr vorfreudig, als ich die Ankündigung von Amazon Video sah, dass man die Geschichte rund um Jack Ryan in eine Serie packen möchte.

Nun habe ich die acht Folgen der Serie innerhalb von einem Wochenende weggeschaut. „Bingen“ nennt man das wohl. Das ist doch schon mal ein gutes Zeichen. Mit John Krasinski als CIA-Analyst und Schreibtischtäter Jack Ryan und Wendell Pierce als James Greer zwangsversetztem Abteilungsleiter sind die beiden wichtigsten Rollen ausgezeichnet besetzt. Auch Abbie Cornish macht eine gute Figur als Virenspezialistin Cathy Muller, die, ganz wie es zu erwarten war, mit Jack anbändelt.

Jack und James arbeiten acht Folgen lang daran, den Terroristen Suleiman davon abzuhalten, einen Anschlag in den USA zu verüben. Ihr CIA-Firmenjet bringt die beiden dabei nach Europa und den Mittleren Osten, wo der Terrorist und seine Schergen gerade ihr Unwesen treiben. Die einzelnen Folgen sind wirklich spannend, vor allem am ersten Abend musste ich schwer an mich halten. Sonst wäre sicherlich sehr schnell wieder Sonnenaufgang gewesen und ich hätte alles durchgehabt.

Über die vielen Kleinigkeiten, die man an den Charakteren im Vergleich zu den Büchern geändert hat, muss man sicher hinwegschauen. Cathy ist nun Virologin und keine Augenspezialistin mehr. Das macht Sinn, denn so lässt sie sich in dieser Staffel sehr gut in die Geschichte integrieren. Auch der Admiralstitel von James Greer hat bisher nicht gefehlt. Vielmehr hat es geholfen den Charakter ein wenig jünger zu besetzen und ihn an vorderster Front mitspielen zu lassen. Wer mir gefehlt hat: Ein John Clark. Ich bin gespannt, ob Matice diese Rolle einnehmen noch kann.

Am Ende waren das einige sehr unterhaltsame Stunden, die mir Amazon Video da beschert hat. Und das Ende der ersten Staffel lässt mich hoffen, dass man von vielleicht von den inzwischen ein wenig abgenutzten Feindbildern weg geht und meine Worte erhört werden. Ich bin jedenfalls schon sehr gespannt.

Feindbilder

In meinem Wohnzimmer steht ein knapper Regalmeter an Romanen von Tom Clancy. An den Büchern des amerikanischen Autors habe ich schon in meiner Jugend gefallen gefunden. Ich erinnere mich noch ziemlich gut daran, wie ich sie mir in der Idar-Obersteiner Stadtbücherei bei Frau Schulz auslieh und dann direkt im Bus nach Hause anfangen musste zu lesen. Das ist eine ganze Weile her. Die neueren Romane fand ich nicht mehr so übertrieben gut – aber das ist eine andere Geschichte.

Die dazugehörigen Filme, vor allem die mit Harrison Ford als Jack Ryan habe ich alle auch das ein oder andere Mal gesehen. Man kann sagen, dass ich ein bisschen hyped war, als ich Werbung für die neue Jack Ryan-Serie bei Amazon Prime sah.

Nach drei der acht Folgen mein Zwischenfazit: Wow. Eine gut gemachte Serie, spannende Handlung, Schauspieler die ich mag. Ich musste mich ein bisschen zurückhalten, nicht alles am Stück und in einer Nacht wegzuschauen. Aber dennoch, ein kleiner Wehmutstropfen: So langsam könnte man mal wieder ein neues Feindbild entwickeln.

Die Geschichte vom bösen Araber

Nach wirklich vielen Staffeln von 24 oder Homeland und all den Filmen, die sich ihre Feindbilder im mittleren und nahen Osten suchen, wird es wirklich mal wieder Zeit sich mit jemand anderem zu beschäftigen. Ich habe nun wirklich genug bärtige Männer auf absurde Arten Sprengstoffe schmuggeln sehen. Es wurden genug Moscheen von schlauen Polizisten abgehört und ausreichend Terroranschläge bei einem Tee in einem mit Wandteppichen behangenen Hinterzimmer geplant. Die ganzen arabisch aufgemachten Filmsets sollten doch so langsam abgeschrieben sein. Ich habe mich daran satt gesehen.

Gerade Clancy macht es einem da sogar richtig einfach. In meinem oben schon erwähnten Regalmeter Bücher gibt es in ungefähr jedem Buch ausreichend Vorlagen für hinterhältige russische Geheimdienst-Mitarbeiter. Wie wäre es mit mächtigen Männern aus China, die nach sehr viel Macht und Rohstoffen streben? „Im Zeichen des Drachen“ hat da eine spannende Geschichte zu bieten. Oder vielleicht mal ein paar europäischen Terrorristen wie in „Operation Rainbow“? Oder südamerikanische Drogenhändler, wie in „Der Schattenkrieg“?

Interessanter Weise passen die Geschichten, die sich Clancy in den achtziger und neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts ausdachte, auch in unsere Zeit ziemlich gut hinein. Vielleicht macht man ja für Staffel zwei der Serie etwas daraus. Das wäre doch mal was anderes.

Sonntagmorgen in Bonn

Manchmal klappt es ja: Sonntag kurz nach sechs Uhr wach? Nicht noch einmal umgedreht, sondern gemächlich aufgestanden, die Zähne geputzt, die Kamera umgehängt und los. Und wenn es dann klappt: Über den Hofgarten, an den alten Zoll, den Rhein hinunter, durch die Südstadt und mit einem kleinen Umweg über die Poppelsdorfer Allee wieder zurück nach Hause.

Die Sonne scheint durch Bäume.Ein mit einem Sessel bemalter Stromkasten.

Ich mag, es dass noch fast nichts los ist. Ich teile mir die Straßen und Wege mit ein paar Joggern und BonnOrange-Mitarbeitern, die die Hinterlassenschaften der Samstagabend-Gesellschaften aufräumen. Es war gut, dass ich mich aus dem Bett gewälzt habe. Der Fotoapparat und ich brauchen für die Tour gute zwei Stunden, am Ende bringe ich nicht nur ein paar schöne Bilder, sondern auch Brötchen und Croissants vom Bäcker mit. Es ist Zeit für’s Frühstück!

Hallo Max!

Sparen wir uns den Wochenrückblicks-Quatsch heute einfach mal. Montag bis Donnerstag voriger Woche arbeite ich zu Hause, bin aber vor allem in Warteposition. Aber da lässt sich jemand Zeit. Nicht nur Fräulein Anna und ich werden langsam ein bisschen ungeduldig, auch unser Umfeld fragt nun doch sehr regelmäßig nach, was denn nun los ist. Während ich dann am Freitag Morgen noch im Bett liegend darüber nachdenke, was der Tag denn so bringen kann, erlöst man mich: Es ist an der Zeit, es geht los!

Jedenfalls: Wir packen die letzten Sachen zusammen und spazieren gemächlich zum nahegelegenen Elisabeth-Krankenhaus, wo wir gegen halb zehn am Morgen am Kreissaal ankommen. Schnell ist man sich einig, dass hier zwar recht bald ein Kind auf die Welt kommen wird – aber auch, dass es nicht in der nächsten halben Stunde passiert. Wir spazieren also zuerst einmal die ein oder andere Runde über den Hof, bekommen ein Mittagessen, spazieren noch ein bisschen mehr.

Ich denke, die Details spare ich einfach. Wer schon mal ein Kind bekommen hat oder zumindest dabei war, weiß was da passiert. Ein Spaß ist das jedenfalls nicht. Und das, obwohl es für uns und vor allem Fräulein Anna wirklich schnell geht. Aber nicht nur für uns: Im Abstand von einer guten Stunde bringen die Hebammen übrigens an diesem Abend gleich drei Kinder auf die Welt, das war sicherlich ein anstrengender Arbeitstag.
Nicht mal zwölf Stunden nachdem wir am Krankenhaus angekommen sind, ist der kleine Max auf der Welt. Wow. 👶🏼

Seitdem ist nun eine Woche vergangen – und zwar ganz schön schnell. Unser ursprünglicher Plan, im Krankenhaus ein Familienzimmer zu beziehen, ging leider mangels Platz nicht auf. Was ich im Nachhinein aber auch nicht als all zu schlimm empfinde. Nachdem ich also die ersten Nächte noch alleine zu Hause verbracht habe und der Rest der Familie im Krankenhaus wohnte, sind wir nun seit Montag zu dritt zu Hause. Die ersten Besuche von Tanten und Omas und Opas haben wir auch erfolgreich absolviert.

Ein Caramell-Macchiato.
Unser erster Ausflug führt uns direkt um die Ecke ins Schöllers. Der kleine Mann verschläft die ganze Tour. Ich bin die ganze Zeit sehr unsicher, ob er mir nicht in dem Tuch erstickt. Das Binden des Tragetuchs sollten wir auf jeden Fall noch üben.

Und wie ist das so? Ziemlich prima, eigentlich. Alle sind zufrieden, ich glaube die Hebammen langweilen sich bei ihrem täglichen Besuch vor allem auch ein bisschen. Wir haben zwar jeden Tag noch ein paar neue Anfängerfragen, kommen aber im Großen und Ganzen gut zurecht. Die Zeit verfliegt, ich erwische mich sehr oft dabei, wie ich einfach nur hinschaue. Meistens kann man schon an der Mimik erkennen, was gerade Sache ist.

Besonders das „Mhhh, ich möchte sehr gerne bald etwas trinken!“-Gesicht mit dem verschmitzt-spitzen Mund, den zusammengekniffenen Augen und den Falten auf der Stirn finde ich ziemlich süß. Es erfordert aber auch, dass man dann recht bald reagiert. Sonst wird nämlich das „Ich mache jetzt so lange Krawall, bis es was zu trinken gibt!“-Gesicht daraus.

Meistens sind wir hier jedenfalls ein gutes Team, auch des Nachts kann man sich über den jungen Mann wenig beschweren. Mir ist es sogar schon einmal gelungen einfach durchzuschlafen. Die Kooperation beim Wechseln der Windeln könnte allerdings durchaus ein bisschen besser sein. Die Zappelerei braucht nun wirklich niemand.

Sehr viel Aufmerksamkeit muss man dem kleinen Wesen schenken, dessen Tagesablauf aus trinken, die Windel voll machen und vor allem viel schlafen besteht. Und manchmal muss auch geschrieen werden. Aber nur sehr selten, zum Glück. Ich bin jedenfalls ganz froh, den ersten Monat komplett zu Hause zu sein und mich an den kleinen Mann zu gewöhnen und zusammen die neue Situation zu meistern.

Und so langsam realisiert man dann auch, auf was man sich da eingelassen hat. Herzlich willkommen, Max!