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Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf

Herbstlicher Baum zwischen Fachwerkhäusern.

Letztes verschlug mich eine Familienangelegenheit nach Iserlohn in die Historische Fabrikanlage Maste-Barendorf.

Die ehemalige Fabrikanlage, in der Messing gegossen und Draht gezogen wurde, ist heute ein Kulturzentrum, mit Künstlerateliers, einem Café und Veranstaltungsräumen. Außerdem ist sie, wie man mir unaufgefordert erzählte, auch weithin für ihren sehr hübschen Weihnachtsmarkt bekannt.

Auf jeden Fall ist alles sehr schön hergerichtet und durch das ein oder andere Fenster konnte ich einen Blick in verschiedene Werkstätten werfen und auch die ein oder andere historische Maschine ausmachen.

Zwischen dem Trubel der Familienfeierlichkeiten und Mahlzeiten habe ich einen kleinen Verdauungsspaziergang durch die hübsch hergerichteten Fachwerkhäuser der Anlage machen können und dabei ein paar Bilder gemacht. Alle Fotos mit der A7III von Sony und einem dran-adaptierten Canon FD 50mm f1.4. Die Kombination aus moderner Kameratechnik und einem Objektiv, was älter ist als ich, macht mir sehr viel Spaß.

Fachwerkhaus.
Fachwerkhaus.

Mini Metro

Mit Spielen auf dem Telefon und mir ist das so eine Sache. Oft habe ich gar keins installiert, dann wieder erwischt es mich und ich daddele die ganze Zeit an irgendwas herum.

Dieser Tage ist es wieder soweit: Mini Metro versorgt mich nicht nur während der Zugfahrten von und nach Köln mit Kurzweil, hält mich davon ab, zeitig ins Bett zu gehen. Das Spiel gibt es schon eine ganze Weile, ich springe also wieder einmal reichlich spät auf den Zug auf. Pun intended.

Es wird schnell unübersichtlich auf den Karten mit der Mini-Metro, wenn man all die verschieden-förmigen Punkte ordentlich verbinden will.

Das Spielprinzip ist einfach: Auf einer von einindzwanzig stilisierten Stadt-Karten tauchen Punkte in unterschiedlichen Formen auf, die mit einer begrenzten Auswahl von Linien miteinander verbunden werden wollen. Dann fahren durch kleine Rechtecke dargestellte Züge herum und bringen die Fahrgäste zu ihren Zielen. Beim Anlegen der Linien muss man ein bisschen aufpassen und nicht nur auf die verbleibende Anzahl von Brücken und Tunnels achten, sondern auch ob sich nicht die Fahrgäste an einer Station zu sehr tummeln. Wenn eine Station nämlich überfüllt ist, ist das Spiel zu Ende.

Mini Metro gibt es im Apple AppStore für iPhone und iPad. Letztens, als ich zuschlug war es reduziert, aber auch der volle Preis hätte sich für den Spielspaß rentiert.

Hallo Elvar Bjarki!

Aufmerksamen Besucherinnen und Besuchern ist es sicherlich schon aufgefallen: Hier sieht es anders aus. In den letzten Wochen – eher Monaten – habe ich mich hingesetzt und einfach mal alles neu gemacht. Ein neues WordPress-Theme von Grund auf gebaut. Es war mal wieder an der Zeit.

Ein Screenshot dieses Beitrags.

Deshalb verabschieden wir uns nun vom sehr weiß gehaltenen alten Theme und begrüßen Elvar Bjarki, die vermutlich etwa fünfundvierzigste Inkarnation eines WordPress-Themes für dieses Blog. Den Namen habe ich mir, damit das Theme nicht einfach „DTUI 45“ heißt, wieder mit Hilfe eines Namensgenerators erdacht. Wer also denkt, dass ich hier einen meiner Ahnen ehre, irrt.

Ein bisschen Technik

Der erste Commit im Repository des Barabal Gerstle-Themes ist vom 27. August 2016. Im Laufe der Zeit habe ich vermutlich jede Code-Zeile drei Mal angefasst. Da ist viel gewachsen und so war es nun sehr angenehm, nochmal auf der grünen Wiese anzufangen. Als Grundlage für die Entwicklung habe die die Umgebung genommen, die ich gemeinsam mit den Kollegen in der Firma zusammengestellt habe. Ein bisschen Docker hier, ein bisschen Gitlab-CI da, das läuft schon ganz gut. Damit arbeite ich jeden Tag, damit kenne ich mich aus. Aber natürlich habe ich ein wenig herumgespielt, schonmal ein paar Anpassungen ausprobiert, die ich den Kollegen gerne vorschlagen möchte.

webpack linted und kompiliert mein nach BEM-Notation geschriebenes und ITCSS sortiertes SCSS in browserfreundliches CSS. Das moderne ES6-JavaScript wird gebündelt und durch Babel gejagt, damit es auch von jedem Browser verstanden wird.

Mit Hilfe des timber-Plugins für WordPress verabschiede ich mich von den wirklich unschönen Standard-WordPress-PHP-HTML-Templates und trenne nun Logik und Markup in PHP- und Twig-Dateien auf. Alleine schon die Ordnung, die dadurch im Dateisystem entsteht, lässt mich zufrieden grinsen. So habe ich nun sehr viele kleine Komponenten, die ich auch in Zukunft wieder anpacken und verändern kann. Insgesamt ist das Theme sehr viel wart- und erweiterbarer als das Alte.

Warum eigentlich WordPress, Martin?

… und nicht einer der angesagten Static-Site-Generator? Oder ein cooleres CMS? Zum Einen: Weil ich es kann. Ich glaube zwölf der fünfzehn Jahre, die dieses Blog auf dem Buckel hat, ist es mit WordPress betrieben worden. Da blicke ich nun auf ein bisschen Erfahrung zurück, die ich in meinem Berufsleben in den letzten Jahren weiter vertiefen konnte.

Und zum Anderen: Ich bin zufrieden. Denn ich benutze das CMS dafür, wofür es gedacht ist: Als Webblog. Stand heute 1305 Beiträge in chronologischer Ordnung. 2132 Bilder in der Mediathek, das macht rund sechs Gigabyte Daten für alle Bildgrößen und -formate. Dazu nicht mal zwei Handvoll Plugins. Hier funktioniert alles, wie es soll.

Ganz hübsch hier!

Ich bin kein Designer. Aber ich habe ein bisschen darüber nachgedacht, wie das Blogdings aussehen soll. Und deshalb sieht es jetzt wieder sehr bloggig aus. Ein bisschen habe ich mich auch an den Layouts aktueller Online-Magazine orientiert. Nur auf die Seitenleiste mit Kategorienbaum, Schlagwort-Wolke und Kalender habe ich verzichtet. Ersteren gibt es tatsächlich am Fuß der Seite, Schlagworte müsste ich (nachdem ich sie jahrelang vernachlässigte und dann einfach alle löschte) erst einmal wieder einpflegen. Und den Kalender fand ich schon immer furchtbar.

Fertig ist aber noch lange nichts. Ein richtiges Farbschema muss ich mir mal noch zusammenstellen. Und vorher vielleicht mal ein Buch über Farbenlehre lesen. Vielleicht wird es aber auch das Farbschema Nord, wie ich es auch schon beim Umbau meiner Web-Visitenkarte verwendet habe.

Schon sehr zufrieden bin ich übrigens mit den Hero-Bildern bei vielen Artikeln. Ursprünglich sollte es die nur bei den Artikeln der Kategorie Reisen geben. Aber weil es so schick aussieht, dürfen nun alle Beiträge einen solchen Kopf tragen. Sofern sie ein Beitragsbild haben.

Und jetzt?

Jetzt gilt es erst einmal, wieder mehr Beiträge zuschreiben. Und überhaupt: Mehr Dinge tun, damit ich Beiträge schreiben kann. Und dann sollte ich mal noch ein paar Baustellen aufräumen. Die Archiv-Seite ist stand heute einfach leer. Das ist doof. Und diese Linksammlung, die ich voreilig, wie ich nun mal bin, schon in die Navigation gepackt habe, die sollte ich auch mal integrieren. Und dann gibt es bestimmt noch die ein oder andere Stelle, an der noch ein bisschen Feinjustierung notwendig ist. Und dann habe ich noch ganz andere Pläne. Aber das ist ein Thema für ein anderes Mal. Wenn es soweit ist.

Externe API-Aufrufe in WordPress cachen

Dieser Tage bekam dieses Blogdings hier ein neues Theme. Dazu aber irgendwann mal mit ein bisschen Zeit mehr. Heute soll es um eine Kleinigkeit gehen, die ich im Laufe der Entwicklung gelernt habe.

Vor allem aus Performance-Gründen möchte ich nicht, dass eingebettete Videos oder Spotify-Playlisten direkt beim Seitenaufruf geladen werden. Deswegen habe ich ein wenig an den Embed-Templates von WordPress herumgeschraubt, so dass es nun einen expliziten Klick des Benutzers braucht, damit zum Beispiel Daten von YouTube geladen werden. Damit habe ich mir aber leider auch die Möglichkeit genommen, einigermaßen schicke Vorschauen bei den eingebetteten Medien auszugeben. Im letzten Theme sah man nur ein Logo des entsprechenden Anbieters. Schon recht langweilig.

Das alles soll dieses mal schicker sein und deshalb hole ich mir die notwendigen Daten von den oEmbed-Schnittstellen der Anbieter. Das kann, je nach Lust und Laune der entsprechenden Server auch mal ein bisschen dauern und macht sich dann auch in der Ladezeit meiner Seite hier bemerkbar. Also muss ein bisschen Caching her. WordPress bietet dazu die Transients API, die wirklich einfach zu bedienen ist. Am Besten zeigt das wohl folgendes relativ verständliche Code-Beispiel.

$transientName = 'elvarbjarki_spotify_' . wp_hash($spotifyContentUrl);
$transient     = get_transient($transientName);

if (! empty($transient)) {
    $playlistData = $transient;
} else {
    $spotifyApiUrl = "https://embed.spotify.com/oembed?url=" . $spotifyContentUrl;
    $apiResponse   = wp_remote_get($spotifyApiUrl);
    $playlistData  = json_decode($apiResponse['body']);

    set_transient($transientName, $playlistData, MONTH_IN_SECONDS);
}

Nun kann man ja von WordPress wirklich halten was man will – aber das abfragen und zwischenspeichern der oEmbed-APIs mit Hilfe von wp_remote_get() statt einem umständigen PHP-Curl-Block und der Transient-API war wirklich einfach.

Jack Ryan, Staffel 2

Aufmerksame Leserinnen und Leser erinnern sich vielleicht noch, dass ich ein großer Fan der ersten Staffel von Jack Ryan bei Amazon Prime war. Das ist ein gutes Jahr her und dieser Tage schaute ich mir dann Staffel 2 an.

Cover des Videos 'Tom Clancy's Jack Ryan Season 2 - Official Trailer | Prime Video'

Ich war zugegebenermaßen ein bisschen vorfreudig und wurde nicht enttäuscht. Es wird wieder eine sehr clancyeske Geschichte erzählt. Dieses Mal, ich hatte mir das ja ein bisschen gewünscht, verschlägt es Jack Ryan nach Venezuela. Und dann geht es rund. Eine deutsche Geheimagentin, ist sehr mysteriös, Freund Greer taucht auch wieder auf und es kommt zu Anschlägen und eigentlich ist ja gerade auch Präsidentschaftswahl.

Ich hätte mir ein bisschen gewünscht, dass es ein bisschen mehr Handlung gibt und dadurch ein paar Folgen mehr entstehen würden. Die acht Folgen dieser Staffel hatte ich wieder sehr schnell geschaut.

Geostorm

Es wirkt gerade so, als würde man bei Netflix dieses Blogdings hier lesen. Als ich heute, bevor es an die Bewältigung von sehr großen Wäschebergen ging, auf der Suche nache in wenig Unterhaltung war, schaute mich das Gesicht Gerard Butlers aus der Netflix-App an. „Geostorm“ hieß der beworbene Film, von dem ich noch nie vorher gehört hatte.

Cover des Videos 'GEOSTORM - OFFICIAL TRAILER 2 [HD]'

Als der Film vor etwa drei Jahren gedreht wurde, hatte man von Greta Thunberg noch nichts gehört. Um so bedrückender wirkt die Eingangszene, in der eine Mädchenstimme erzählt, wie bis zum Jahr 2019 die erste im Klima-Chaos zu versinken droht und man es nur mit Hilfe eines riesigen Netzes aus Satelliten schafft, die Natur zu bändigen. Geleitet wurde das ganze vom Vater der Stimme, Jake Lawson. Und den spielt natürlich Herr Butler. Direkt in der ersten Szene wird der etwas anstrengende Charakter aber erst einmal gefeuert.

Zeitsprung: Drei Jahre später geschehen merkwürdige Dinge. Ein Dorf in Afghanistan friert ein, ein Mensch wird aus der internationalen Raumstation geschleudert. Das großartige Satellitennetzwerk „Dutchboy“ funktioniert nicht mehr richtig. Und wer muss ran? Richtig, der gechasste Leiter des Ladens.

Lawson fliegt also in den Weltraum und löst dort alle Nase lang Probleme nur, weil er irgend ein winziges, aber spielentscheidendes Detail über die Raumstation oder das Satellitennetzwerk kennt. Denn er hat sie ja gebaut. Dass das nervt, scheint auch den Drehbuchautoren irgendwann aufgefallen zu sein, denn sie fangen irgendwann an, sich darüber lustig zu machen.

Am Boden kämpft derweil Lawsons kleiner Bruder gemeinsam mit seiner Secret-Service-Freundin gegen die große Verschwörung, die natürlich hinter all dem steckt.

Geostorm ist sehr berechenbares Katastrophen-Kino und hat mich ganz gut unterhalten. Und die Wäsche ist nun auch gefaltet.

Criminal Squad

Dieser Tage begab es sich, dass ich eine Menge Zeit mit einem ziemlich kranken und mehr oder weniger auf mir schlafenden Kleinkind verbrachte. Ein guter Zeitpunkt, mal einen ordentlichen Action-Film zu schauen. Prime Video empfahl mir schon ein paar Mal „Criminal Squad“.

Cover des Videos 'CRIMINAL SQUAD Trailer German Deutsch (2018)'

Ich fühlte mich mehr als zwei Stunden lang gut enthalten. Auch wenn die Charaktere ein bisschen stark gezeichnet und ziemlich berechenbar sind: Da sind ganz schön viele starke Männer auf beiden Seiten des Gesetzes.

Die Handlung hat die ein oder andere überraschende Szene in Petto und am Ende, nach der großen Schießerei, kommt dann doch irgendwie anders. Ich mag Gerard Butler ganz gerne und bin gespannt, ob es zu einer Fortsetzung kommt.

Marvels Agent Carter (Staffel 2)

Nur wenige Wochen nach der ersten Staffel haben Fräulein Anna und ich dann auch die zehn Folgen der zweiten Staffel von Marvels Agent Carter geschaut.

Peggy Carter, gespielt von Haley Atwell, verschlägt es dieses Mal nach Los Angeles, wo sie eigentlich nur bei einem mysteriösen Mordfall aushelfen soll, es dann aber mit noch viel mysteriöser Nullmaterie zu tun bekommt. Es passiert sehr viel Action, auch sehr viel Wissenschaft und ein bisschen Romantik. Wieder mit von der Partie ist auch Howard Starks Butler Jarvis und wir lernen auch seine Frau kennen.

Cover des Videos 'Agent Carter Lands in L.A. - Marvel's Agent Carter Season 2 Preview'

Fräulein Anna und mir hat die zweite und letzte Staffel von Agent Carter gut gefallen. Auch, weil sie sich selbst nicht so ganz ernst nimmt. Schade, dass es keine Fortsetzung gibt. Den Cliffhanger am Ende hätte ich schon gerne aufgelöst.

Sportliche Herausforderungen (Teil II)

Kontinuität ist manchmal leider nicht so meins. Vor allem, wenn es darum geht Dinge hier im Blogdings wieder aufzugreifen. Tatsächlich habe ich das früher konnte ich das tatsächlich mal ganz gut. Irgendwo in den Untiefen dieser Seite gibt es zum Beispiel einige Beiträge, die davon berichten wie ich beim Joggen kläglich versage.

So ähnlich, weil auch Sport und doch so anders, weil ohne Versagen: Die Sache mit den Herausforderungen meiner Uhr kriege ich überraschend gut hin. Die in dem Beitrag beschriebene Herausforderung hatte ich schon einiges vor Monatsende geschafft. Es mag geholfen haben, dass ich den halben Monat August in Elternzeit verbrachte und viel Zeit zum Spazieren gehen hatte.

Im September sah es dann ähnlich aus: Dieses Mal musste ich sehr viele Trainingsminuten generieren. Im Schnitt sollten es knapp neunzig am Tag sein. Dank Herrn Maxens Eingewöhnung und meinen regelmäßigen Fitti-Besuchen auch das: Kein Problem.

Nun läuft der Oktober und ich muss mein Bewegungsziel elf Mal verdoppeln. Das klingt erst einmal einfach, ist aber schon eine Menge Aufwand. Es bedeutet zum Beispiel einen zweistündigen schnellen Spaziergang oder ein ausgedehntes Training im Fitti. Dafür muss man erst einmal die Zeit haben. Und an der, das sei auch ganz offen gesagt, mangelt es mir gerade ganz gewaltig. Aber das ist ein ganz anderes Thema.

Von Elternzeit und Eingewöhnung

„Unfassbar, wie schnell so ein Monat vorbei geht!“ sage ich zur Nachbarin, als ich sie auf dem Flur treffe und gefragt werde, wie es denn mit der Kita-Eingewöhnung läuft.

Elternzeit ist kein Urlaub

Anstrengend ist das, wenn man rund um die Uhr für Herrn Max zuständig ist. Der ist ja nach wie vor meistens sehr fröhlich und macht es einem leicht. Wenn man sich sonst nichts vornimmt. Denn Herr Max ist auch sehr neugierig und will zu Hause bei allem dabei sein. Mal eben die Spülmaschine ausräumen? Pustekuchen, da hat man nach knapp zehn Sekunden ein Kleinkind auf der geöffneten Front sitzen, was sich zielsicher die scharfen Messer aus dem Besteck-Korb angelt. Tatsächlich findet sich das aber und wir haben schnell einen gemeinsamen Tagesablauf gefunden.

Spätestens als Fräulein Anna dann wieder arbeiten geht, übernehme ich auch die Nachtschicht. Auch die wirkt von außen betrachtet erst einmal unspektakulär: Hin und wieder mal einen Schnuller reinstecken oder einen Schluck Wasser reichen? Was kann daran schwer sein? Eigentlich nichts, abgesehen davon, dass ich wirklich gerne mal wieder ein paar Stunden im Tiefschlaf verbringen möchte. Denn so richtig erholsam sind die Nächte dann doch nicht.

Es ist jedenfalls gut, dass ich mir für meine Elternzeit nichts vorgenommen habe und mich so über alles freuen kann, was ich abseits der „Kind versorgen, Haushalt schmeißen“-Pflicht erledigt bekomme. Und um so mehr freue ich mich über die gewonnene Freizeit während der Kita-Eingewöhnung. Aber dazu gleich mehr. 

Und dann ist da noch die Sache mit der Bewegung. Davon bekomme ich nämlich wirklich ausreichend in den vier Wochen. Herr Max ist, genau so wie ich bekanntlich, ein großer Fan von Spaziergängen. Und weil das Wetter in August und September noch einmal großartig wird, legen wir den ein oder anderen Kilometer zurück. Wir knabbern mehrmals an der 100 Kilometer/Woche-Marke und brechen sie sogar ein Mal. Während ich fleißig schiebe, sitzt Herr Max im Wagen und brabbelt fröhlich vor sich hin. 

Ein kleiner Kinderfuß hängt aus dem Kinderwagen heraus.
„Schau mal, Mama! Das Baby lässt seinen Fuß heraushängen!“ ruft ein kleines Mädchen in der Fußgängerzone.

Und weil es so gemütlich ist, dauert es meistens auch nicht lange, bis er eingeschlafen ist und entspannt einen Fuß aus dem Wagen hängen lässt. Das hat sich ein bisschen zu seinem Markenzeichen entwickelt, es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht darauf angesprochen werde. Für mich bedeutet das: Zeit zum Nachdenken, einen Podcast hören oder mal in Ruhe telefonieren. So habe ich dann doch noch ein wenig Zeit für mich.

Eingewöhnungszeit

Hauptaufgabe in meiner Elternzeit ist Herrn Maxens Kita-Eingewöhnung. Ich bin im Vorfeld ziemlich aufgeregt. Zwar haben wir Herrn Max schon mal mit Tante oder Oma alleine gelassen, aber wie wird er es finden, wenn wir den ganzen Tag weg sind?

Die Eingewöhnung in unserer Kita geschieht nach dem „Berliner Modell“. Das heißt, dass ich erst einmal Stundenweise zusammen mit Herrn Max in die Gruppe gehe und dort mit ihm spiele. Nach ein paar Tagen verlasse ich dann auch den Raum. Erst nach ein wenig gemeinsamer Zeit, dann direkt nach dem Ankommen. Zuerst warte ich einige Mal nur eine recht kurze Zeit vor der Tür, aber schon bald verlängern wir das und ich kann mich zwei Stunden in das Café um die Ecke setzen. Dann geht es ganz schnell. Den einen Tag bringe ich Herrn Max das erste Mal schon zum Frühstück hin und schon ein paar Tage drauf bleibt er sogar zum Mittagessen. Nach gut drei Wochen haben wir dann die volle Zeit erreicht.

Beim Abgeben am Morgen ist der kleine Herr immer ein bisschen unglücklich. Aber ein Blick durch das Fenster verrät, dass das Unglück schnell vergessen ist und Mama und Papa ja zum Spielen auch eigentlich nicht gebraucht werden. Mich beruhigt das sehr, vor allem auch wenn ich nachmittags beim Abholen beobachten kann, wie er fröhlich die kleine Schubkarre durch den Garten der Kita schiebt. Die Erzieherinnen bestätigen mir auch immer wieder, wie schnell er sich eingewöhnt.

Und dann sind vier Wochen vorbei und statt zu Fuß zur Kita, geht es für mich wieder mit der Bahn nach Köln. Das ist schon ziemlich schade. Ich habe die Zeit sehr genossen.