der tag und ich

Von Großelternbesuchen und neu gewonnener Motivation

Und zack: Ein Monat vorbei! Unglaublich, wie die Zeit verfliegt. Mal schauen, was wir so erlebt haben. Ich erinnere mich noch, dass es sehr heiß war.

Zuerst, das ist nun fast schon einen Monat her: Meine Eltern waren zu Besuch. Ein langes Wochenende in Bonn, mit einem Ausflug nach Köln, einer Eat-The-World-Tour durch Köln-Sülz, langen Spaziergängen mit dem schläfrigen Herrn Max in seinem Buggy. Das war schön.

Ich schaffe es nach Monaten, das Häkchen bei „Zahnarzt-Vorsorge“ zu machen und habe dieser Tage meinen regelmäßigen Kontrolltermin. Keine Ahnung, warum ich mich da immer so vor drücke: Wie üblich gibt es nichts zu beanstanden und dieses mal bekomme ich sogar noch meine Zahnschiene gereinigt. Stempel ins Heft, fertig.

Ein Wochenende verbringen wir in Papenburg. Fräulein Annas Papa feiert seinen runden Geburtstag groß und da dürfen wir natürlich nicht fehlen. Die ganze Familie ist angereist und Herr Max plantscht, nachdem er sich mit mir in den sich sehr ähnlich aussehenden Straßen Papenburgs mit mir verlaufen hatte, mit seinen Cousinen im Wasser. Ganz der fleißige Arbeitnehmer, reise bereits am Sonntag nach Hause. Fräulein Anna bleibt noch ein paar Tage.

Schon kurz darauf geht es für Fräulein Anna schon wieder weiter: Dieses Mal zur Oma nach Frankreich. Ich habe wieder vier Tage sturmfrei und nutze diese aus. Zu Hause zu arbeiten ist sehr entspannend, vor allem wenn man wirklich alleine ist. Ich bin jeden Abend überrascht, wie viel ich so weggearbeitet bekomme.

Außerdem, und darauf bin ich ein bisschen stolz, schaffe ich es wieder regelmäßig ins Fitti zu gehen. Ein bisschen rudern, ein bisschen was für die Muskulatur. Das hilft nicht nur im Kopf, ich fühle mich auch direkt fitter. Mal schauen, wie lange die Motivation dieses Mal anhält und wann es erste Resultate zu sehen gibt. Ich weiß garnicht so genau, warum ich das vor einigen Monaten hab‘ schleifen lassen?

Apropos Motivation: Einen Teil meiner freien Abende habe ich genutzt, um die Bilder dieses Jahres durchzugehen und zu bearbeiten. Herausgekommen ist eine recht umfangreiche Sammlung an Bildern, die ich mir auch direkt für Instagram zurechtgeschnitten und exportiert habe. Nach und nach zeige ich die nun dort, damit die Massen an Fotos nicht nur auf meiner Festplatte versauern. Man darf mir dort gerne folgen!

Die Apple Watch und ihre Herausforderungen

Ich trage ja schon eigentlich immer eine Uhr. Also so richtig „schon immer“. Es gab sicherlich mal Phasen, wo mein Handgelenk nackt blieb, aber so lange ich Uhren lesen kann, trage ich eigentlich auch eine. Ich mag einfache analoge Uhren, zuletzt trug ich eine aus dem Hause Braun. Müsste ich mir heute eine aussuchen, die Modelle aus der Max Bill-Familie von Junghans gefallen mir sehr gut. Einzig: Sie haben keinen Schrittzähler.

Aufmerksamen Leserinnen und Lesern meines Blogs ist es sicherlich schon einmal untergekommen, dass ich meine Schritte zählen lasse. Sehr lange von einem kleinen Fitbit-Gerät, seit einem Jahr etwa von einer Apple Watch. Puh, damit habe ich dann auch gerade noch einmal die erzählerische Kurve gekriegt.

Optisch finde ich die Apple okay, würde ich sagen. Sie ist jetzt nicht so schrecklich auffällig, aber halt auch keine schicke analoge Uhr ohne viel Krimskrams. Dabei habe ich mir das Ziffernblatt schon recht minimalistisch eingerichtet. Die meisten der nervigen Benachrichtigungen, die mein Telefon ständig an mein Handgelenk weiterleitet, habe ich ausgeschaltet.

Ganz schön voll, die Ringe. Was man nicht sieht: Der rote Ring hat sich heute bereits zwei Mal gefüllt, der grüne sogar fünf Mal.
Ganz schön voll, die Ringe. Was man nicht sieht: Der rote Ring hat sich heute bereits zwei Mal gefüllt, der grüne sogar fünf Mal.

Was die Uhr aber gut macht ist: Schritte zählen. Und meinen Puls messen und irgendwie ausrechnen oder vielleicht auch nur schätzen, wie viele Kalorien ich verbrenne. Dargestellt wird das Ganze in Form von Ringen: Ein roter für die „Bewegungspunkte“, ein grüner für die „Trainingsminuten“ und ein blauer Ring stellt dar, ob ich auch jede Stunde mindestens einmal rund um den Schreibtisch gelaufen bin. Meine Ringe mache ich voll. Jeden Tag. Das ist manchmal einfach, manchmal ein bisschen schwerer. An Tagen, an denen ich zu Hause arbeite, muss ich mich wirklich anstrengen und auf jeden Fall eine große Runde am Abend drehen, um den Willen der Maschine an meinem Arm zu erfüllen. Aber es tut gut.

Aber was ist das nun mit den Herausforderungen? Jeden Monat gibt mir die Uhr eine Aufgabe: „Verbrenne so und so viele Kalorien!“ oder „Absolviere mindestens [schrecklich viele] Trainingsminuten!“. Diesen Monat soll ich 290 Kilometer zurücklegen. Das sind knappe 10 Kilometer am Tag. Da rutscht einem schon ein leises „Uff!“ heraus, wenn man das zuerst einmal liest. Aber: Ich habe die Herausforderung angenommen und direkt mal ordentlich vorgelegt. Hauptsächlich Herrn Maxens Wägelchen vor mir her schiebend habe ich den ein oder anderen Kilometer schon gemacht. Am Abend präsentierte sich das dann so:

Fortschritt meiner Herausforderungen: 13, 22, 42 und 59 Kilometer.
Fortschritt! Ich habe in den ersten Tagen des Monats schon ordentlich vorgelegt.

Darauf bin ich ein bisschen stolz und deshalb habe ich diesen Blogartikel geschrieben. Die Bewegung tut mir unheimlich gut, ich bin sehr gespannt wie viele Kilometer ich diesen Monat zusammenbekomme.

Inside Man

Als ich letztens krankgeschrieben rumlag und nichts machen konnte, außer einen Film nach dem anderen zu schauen, kam mir Inside Man bei Amazon Video unter. Oder besser wieder unter, wie ich im Verlauf des Films feststellen musste. In der Vergangenheit habe ich zu viel Kram parallel gemacht und oft dabei Filme oder Serien laufen lassen. Kein Wunder also, das mir der Film dann irgendwann bekannt vorkam. Aber ich erinnerte mich ausreichend schlecht und schaute dieses Mal aufmerksamer zu.

Ich mag ja Denzel Washington sehr gern. Und ich mag Krimis und sonstige spannende Filme. Damit bin ich bei Inside Man genau richtig. Denzel spielt Detective Frazier, der gerade ein bisschen Ärger mit der Dienstaufsicht hat, als er zu einem Bankraub mit Geiselnahme gerufen wird. Die Polizei fährt ein Großaufgebot auf, es ist alles ein bisschen mysteriös. Vor allem auch, als sich der Bürgermeister einschaltet und auf einmal Jodie Foster in der Rolle der Anwältin Madelaine White dazwischenfunkt.

Zwei Stunden spannende Unterhaltung wurden mir hier geboten, in denen der von Clive Owen gespielte Oberschurke Dalton Russel die ein oder andere Überraschung parat hat. Und natürlich kommt es am Ende ein bisschen anders, als man denkt. Ich fands prima, obwohl mir nach etwa der Hälfte der Zeit wieder eingefallen ist, wie der Film endet.

Bonn geht den Mehrweg – Werde Cupster!

Ich hatte vor einiger Zeit schon mal eine Zahl gelesen: Rund vierzigtausend Einwegbecher sollen in Bonn jeden Tag verbraucht werden. Mir kam das absurd viel vor und so erzählte ich zwar davon, warf aber immer ein „… vielleicht meinen sie auch Bonn und Köln?“ dazu.

Vierzigtausend Becher

Dieser Tage startet dann die Kampagne „Werde Cupster“ von bonnorange, dem Bonner Abfallunternehmen. Denn die vielen Becher werden tatsächlich täglich alleine in Bonn verbraucht. Und da will man nun etwas dagegen tun. Gemeinsam mit den Kaffee-verkaufenden Gastronomen in Bonn möchte man dafür sorgen, dass mehr Menschen in Zukunft Mehrwegbecher nutzen.

Auf der Webseite Bonn geht den Mehrweg kann man auf einer Karte sehen, welche Cafés und Restaurants bei der Kampagne mitmachen: Sei es, dass man gerne einen eigenen Becher mitbringen oder dort einen Pfandbecher von einem der drei Pfandsysteme bekommen kann. Gute fünfzig Markierungen habe ich da grob überschlagen gerade auf der Karte gesehen. Prima!

Ich bin gespannt wie gut das klappt und vor allem wie gut sich messen lässt, ob nun mehr Menschen auf Mehrweg-Becher umsteigen. Ich für meinen Teil lege mir auf jeden Fall einen eigenen Becher zu und nehme den in Zukunft öfter mit, wenn ich aus dem Haus gehe. Fräulein Anna ist, was das angeht, schon eine ganze Weile sehr konsequent. Das finde ich gut.

Drei Pfandsysteme sind vielleicht zwei zu viel

Die Sache mit den Pfandbechern finde ich eher anstrengend: Zum Abgeben muss ich erst einmal ein Café finden, was bei genau dem System meines Bechers mitmacht. In der Vergangenheit standen die Becher dann auch gerne bei uns zu Hause eine Weile rum. Der Barista meines Vertrauens erzählte mir außerdem davon, dass in seinem Café sehr viel mehr Becher weggingen als wieder zurückkamen und er so ständig welche nachbestellen muss.

WordPress und die Zwei-Faktor-Authentisierung

Ich mag es ja sicher. Vor allem was die Zugangsdaten zu allen möglichen Seiten im Internet angeht. Wo es nur geht, habe ich zum Beispiel die sogenannte Zwei-Faktor-Authentisierung aktiviert. Inzwischen unterstützen sehr viele Webseiten mit Benutzeraccounts diese Methode. Und auch hier im Blog benutze ich die Technik.

Authentisierung? Authentifizierung?

Und weil „Zwei-Faktor-Authentisierung“ wieder so ein Begriff ist und viele nicht wissen was das bedeutet, hier ein kleiner Ausschnitt aus der dem Wikipedia-Artikel:

Die Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA), […], bezeichnet den Identitätsnachweis eines Nutzers mittels der Kombination zweier unterschiedlicher und insbesondere unabhängiger Komponenten (Faktoren).

Im Falle meines Blogs hier bedeutet das, dass man zwar gerne meinen Benutzernamen herausfinden und sich dann am 64-stelligen zufällig generierten Passwort versuchen darf. Denn selbst wenn man das irgendwie herausbekommt, braucht es danach noch einen Einmalcode um sich endgültig einzuloggen. Der Einmalcode wird von einer von WordPress unabhängen Software erzeugt. Das kann zum Beispiel eine App auf dem Telefon sein oder ein Password-Manager.

Von Haus bringt WordPress die Funktionalität nicht mit, weswegen ich das Plugin Two-Factor installiert habe. Es läuft nun schon eine ganze Weile im Hintergrund und funktioniert ohne Probleme. Der Login in die Seite ist nun zwar um einen Schritt komplizierter geworden, aber dafür fühle ich mich deutlich sicherer. Die Plugin-Entwickler kommen alle aus dem direkten WordPress-Umfeld und sind zum Teil selbst bei Automattic, der WordPress-Mutter, angestellt.

Einen kleinen Nachteil hat die Sache nun aber: Mir ist es nach der Aktivierung des Plugins nicht mehr gelungen, mich in der WordPress-iOS-App bei diesem Blog hier anzumelden. Da ich die aber sowieso nur sporadisch nutzte, war das für mich nicht weiter von belang. Ich kann die Installation des Plugins auf den eigenen Seiten und überhaupt sie Nutzung von allen möglichen Sicherheitsmechanismen überall im Internet nur jedem empfehlen.

Von einem Elternabend, ereignisreichen Wochenenden und einer verletzten Hand

Wenn ich es doch noch irgendwann einmal schaffen sollte, mir nicht nur vorzunehmen täglich ein paar Notizen zu machen, dann wird es vielleicht auch wieder etwas mit den regelmäßigeren Wochenberichten. Man muss es ja nicht direkt übertreiben. Jürgen, zum Beispiel, hat gerade dreiundreißig Tage lang jeden Tag gebloggt. Das finde ich schon ziemlich cool, ich habe allerdings keine Ahnung, wann ich das auch noch machen sollte.

Aber gut. Schauen wir doch mal, was ich seit dem letzten Blogeintrag so erlebt habe.

Zuerst kommt mir da mein erster Elternabend in der Kita, in der Herr Max ab Sommer seine Tage verbringen wird, in den Sinn. Das war schon mal ganz interessant. Zuerst einmal überraschte mich ein bisschen, wie gut Fräulein Anna und ich schon informiert waren, viele der aufkommenden Fragen hätte ich auch beantworten können. Die anderen anwesenden Eltern wirkten auf jeden Fall sehr nett auf mich. Bei dieser ganzen Kita-Sache bin ich sehr aufgeregt wie das alles für Herrn Max wird. Und vor allem auch für mich: Die Eingewöhnung in die Kita werden wir beide nämlich gemeinsam machen.

Ein langes Wochenende verbringen wir zu Besuch bei meinen Eltern in der alten Heimat. Frau Schwester begleitet uns. Im Wesentlichen lassen wir Herrn Max durch mein Elternhaus marodieren. Außerdem komme ich meiner Aufgabe als Vorsitzender dieses Pfadfinderstammes nach: Seit vergangenem Jahr sind da wieder ein paar der „Kinder“ von früher tätig und arbeiten sehr fleißig daran, den Stamm wieder aufblühen zu lassen. Die „Kinder“ sind nun aber inzwischen auch alle um die dreißig und machen das alles ganz großartig. Zwei kleine Gruppen haben sie schon auf die Beine gestellt und machen regelmäßige Gruppenstunden. Die ersten Lager sind auch in der Planung. Ich bin hin und her gerissen zwischen „mitmischen“ und „machen lassen“. Hin und wieder fehlt mir die Zeit schon. Andererseits wollte ich nie einer der alten Typen werden, die dann und wann auftauchen und alles besser wissen. Also: „machen lassen“ und wo es geht aus der Ferne unterstützen. Ich bin gespannt, wie sich der Stamm entwickelt.

Die Sonne strahlt über dem Dach eines Hauses.

Und weil wir an den Wochenenden noch nicht genug zu tun hatten, ging es dann an einem Samstag auch noch ins Bergische zur Hauseinweihung. Aus der „Übernachtung im Zelt“-Möglichkeit haben wir uns aus bequemlichkeitsgründen relativ schnell herausgezogen, dennoch verbringen wir einen schönen Mittag auf dem Dorf. Familie Pucks frisch renoviertes Fachwerkhaus ist wirklich großartig geworden, ich schaue mir das alles sehr genau an.

Eine Kugel vor dem Post-Tower.

Auch im Bereich „Gesundheit“ habe ich wieder etwas zu erzählen: Es plagt mich meine linke Hand. Zuerst werde ich beim Orthopäden vorstellig, weil mir schon einige Zeit hin und wieder ein leichtes Ziehen im Handrücken sorgen macht. Man diagnostiziert eine Entzündung, ich bekomme ein Medikament. Das zeigt tatsächlich Wirkung. Dafür schaffe ich es dann zu Beginn letzter Woche, mich bei einer simplen, alltäglichen Bewegung zu verletzen. Der Orthopäde sagt: „Zerrung“, dann „Verband“ und „Krankschreibung“. Ich reagiere mit „Langeweile“ und schaue fünf Filme an einem Tag. Zum Glück ist der permanente Schmerz relativ schnell weg. Den Verband trage ich dann aber schon noch einige Tage.

Ansonsten: Viel Bewegung dieser Tage. Fräulein Anna und ich spazieren sehr viel, Herr Max sitzt oder liegt derweil gerne in seinem neuen Buggy. An einem Samstag Morgen schaffe ich es, Herrn Max, das Baby, schlafend fast elf Kilometer am Rhein entlang zu schieben. Die Bewegung tut mir gut, ich bin nach jedem Spaziergang sehr zufrieden.

The Expanse

Science Fiction ist ja schon ein bisschen mein Ding. Da wundert es schon ein bisschen, dass es so lange gedauert hat, bis ich angefangen habe The Expanse zu schauen.

Nun habe ich in den letzten Wochen sehr bewusst und mit viel Ruhe die sechsunddreißig Folgen der vorhandenen drei Staffeln weggeschaut. Sehr bewusst und mit viel Ruhe, weil die Serie es, wie keine andere in der letzten Zeit, geschafft hat mich unheimlich zu begeistern. Da wollte jede Minute genossen werden.

Die Serie spielt rund zweihundert Jahre in der Zukunft: Die Menschheit hat sich in das Weltall ausgebreitet. Und aufgespalten: Neben der Allianz von Erde und Mond haben wir es noch mit Menschen vom Mars und den „Gürtlern“ zu tun. Natürlich ist man sich nicht so besonders grün.

In der ersten Staffel geht es zuerst noch primär darum, wie der Polizist Miller versucht, die vermeintlich verzogene Tochter eines Industriellen aufzufinden. Doch dann taucht auch noch ein mysteriöses und sehr außerirdisches Proto-Molekül auf. Daraufhin und in den folgenden Staffeln geht es drunter und drüber: Es gibt Experimente an Menschen, sonstige dunkle Machenschaften und Verrat, es kommt zu einem Krieg. Wir begleiten die Mannschaft der Rocinante rund um James Holden in all dem Trubel. Der unfreiwillige Kapitän des von der Marsflotte gestohlenen Raumschiffs schafft es immer wieder, sich mehr oder weniger unbeabsichtigt in das Zentrum des Geschehens zu bringen.

Was im Detail mir nun an der Serie gefällt, weiß ich garnicht zu sagen. Die Charaktere und ihre Eigenheiten sagen mir sehr zu, die Bilder sind großartig. Nicht nur der Weltraum und Raumstationen und Schiffe, vor allem auch die Planeten sind toll. Die Ansichten eines von einer Wasserschutzmauer umgebenen Manhattans habe ich ein paar Mal angehalten und mir ein bisschen genauer angeschaut.

The Expanse wurde zunächst nach der dritten Staffel abgesetzt. Doch wenn Jeff Besos Fan einer Serie ist, geschehen manchmal auch kleine Wunder. Amazon Video kaufte die Rechte und produziert gerade eine vierte Staffel und ich könnte nicht vorfreudiger sein.

Eine Webseite für mich, mal wieder

Letzthin beklagte ich mich ja das ein oder andere Mal, dass ich irgendwie nichts mehr auf die Reihe bekomme. Manchmal klappt es ja gerade so mit dem wöchentlichen Blog-Eintrag. Diese Woche habe ich mich aufraffen können, mir schöne kleine Arbeitspakete geschnürt und so im Laufe der Abende nach und nach meine kleine Platzhalterseite unter martinschneider.me erneuert. Es ist wohl die zwölfundzwanzigste Fassung einer Web-Visitenkarte, die ich seit 2010 erstellt habe.

Inhaltlich ist die Seite nun wirklich nicht spannender geworden. Über die optische Aufbereitung muss ich mir sicherlich noch den ein oder anderen Gedanken machen. Neben einer neuen Schrift hat sich für den Besucher eigentlich aktuell nicht viel geändert. Aber was ist denn nun passiert?

  • Sofern Betriebssystem und Browser es unterstützen, präsentiert sich die Seite nun in einem „dark mode“. Das war am Ende gar nicht schwierig zu implementieren: Die verwendeten Farbwerte sind nun alle in CSS-Variablen gespeichert und können ganz einfach per Mediaquery ausgetauscht werden.
  • Als Schrift verwende ich IBM Plex. Die habe ich vor ein paar Wochen auf der CSS-Conf kennengelernt und auf Anhieb gemocht.
  • Weil ich es mit Farben und diesem Design nicht so habe, verschwendete ich dieses Mal keine Zeit in einem der vielen Farbschema-Generatoren und greife statt dessen auf Nord zurück.

Und eigentlich mache ich das ja nun eher wegen dem Lerneffekt. Es ist ja Fluch und Segen zugleich, dass in meinem Berufsfeld regelmäßig irgendwie das Rad neu erfunden wird. Ein paar Sachen sind die Woche schon mal hängen geblieben:

  • Die Sache mit den CSS custom properties, also nativen Variablen in CSS, ist nochmal ein bisschen spannender als Preprozessor-Variablen. Die Möglichkeiten sind immens!
  • Webpack zum Kompilieren von SCSS nach CSS zu benutzen fühlt sich auch 2019 noch schmutzig an. Wenigstens sollen ab der nächsten Version keine Javascript-Geisterdateien mehr dabei entstehen.
  • Das ganze Thema Serviceworker ist nach wie vor irgendwie ein bisschen schwarze Magie. Die Seite sollte auch offline komplett geladen werden. Wie man die Geister, die ich da rief, aber wieder loswird, (sprich: Den lokalen Cache verwerfe.) muss ich noch herausfinden.
  • Das Deployment per Gitlab-CI und rsync fühlt sich besser an, als die Variante mit dem CI-gesteuerten git pull auf dem Server. Bei der Umstellung lernte ich: scp kopiert standardmäßig keine versteckten Dateien.

Ich hatte in der letzten Woche sehr viel Spaß bei meinem kleinen Nebenprojekt. Ich würde mich gerne viel öfter in Ruhe mit neuer Technik auseinandersetzen. Mal schauen, was ich mir als nächstes vornehme. Ich würde eigentlich gerne eine kleine React-Anwendung schreiben, doch fehlt mir noch die zündende Idee.

Von einer Konferenz und einem langen Wochenende

Schon wieder so ein Zwei-Wochen-Beitrag. Vielleicht ist das gerade das Ding. ¯\_(ツ)_/¯

Ich verbringe ein langes Wochenende mit bestem Wetter in Berlin. Mit dem Zug geht es, gemeinsam mit dem Kollegen K., am Donnerstag in die Hauptstadt. Freitag findet die CSSConf statt, gefolgt von der JSConf an Samstag und Sonntag. Ich höre sehr viele spannende Vorträge, die Vollverpflegung auf der Veranstaltung ist wirklich lecker. Wir kommen beim Essen mit dem ein oder anderen Entwickler aus aller Welt ins Gespräch. Das ist ziemlich cool.

Die ganze Woche durch beschäftigt mich ein Bauchgrummeln. Oder vielmehr meinen Bauch. Das ist blöd. Am Abend bin ich nicht nur deshalb wieder einmal zu müde um Dinge zu tun. Das nervt mich dann wiederum gewaltig, denn es ist inzwischen eine ganze Menge liegen geblieben. Alleine die vielen Bilder in meiner Lightroom-Bibliothek, die gesichtet werden wollen!

Dann ist auch schon das Pfingstwochenende. Fräulein Anna und ich legen einen fleißigen Samstag hin und erledigen allerlei im Haushalt und statten dem Baumarkt einen Besuch ab. Ein guter Tag!

Klosterruine Heisterberg.
Die Klosterruine Heisterberg kannte ich bisher nur vom Vorbeifahren und von der anderen Seite.

Am Sonntag machen wir einen Ausflug ins Siebengebirge. Unser Spaziergang führt und von Oberdollendorf durch die Weinberge bis zum Kloster Heisterbach, nach einer kleinen Picknickpause geht es wieder zurück. Ich möchte viel öfter ein bisschen mehr aus der Stadt raus. In der letzten Zeit sind Fräulein Anna und ich öfter von unseren inzwischen doch etwas ausgetretenen Pfaden genervt.

Außerdem habe ich an diesem Wochenende Nachtdienst bei Herrn Max. Dem wollen wir angewöhnen ein bisschen länger am Stück zu schlafen. Weil er das in den Nächten, in denen ich alleine auf ihn aufgepasst habe, besonders gut gemacht hat, übernehme ich die Nachtschichten und Fräulein Anna darf durchschlafen. Wir haben wie üblich nicht besonders viel Stress miteinander und jede Nacht wird ein bisschen besser. Wir sind guter Dinge. Dennoch bin ich die Tage über ziemlich kaputt.

Atomic Blonde

Filme, die in den 80ern spielen, finde ich immer ein bisschen gewöhnungsbedürftig. Oft mag ich sie nicht. Atomic Blonde spielt in der Zeit. Genau genommen im Vorfeld der Ereignisse rund um den neunten November 1989.

Die britische Agentin Lorraine Brougthon, gespielt von Charlize Theron, wird nach Berlin geschickt um eine verschwundene Liste von Geheimagenten aufzutreiben und einen Doppelagenten zu enttarnen.

Es kommt, wie es kommen muss: Lorraine prügelt und schießt sich durch das Ende der wilden 80er, durch Ost- und Westberlin. Es gibt den ein oder anderen Toten, einige Wendungen mit denen ich nicht gerechnet hätte. So richtig mag man niemandem trauen. Ein guter Film, ich fühle mich prima unterhalten.