Von Feiertagen, einem Kurzausflug in den Ruhrpott und einem Heimat-Wochenende

Industrie in Dortmund

Wochen mit einem Feiertag sind gute Wochen. Nur vier Tage arbeiten! Tatsächlich gehen die sogar einigermaßen schnell vorbei. Schnell ist der letzte, etwas verlängerte, Sprint vor einer längeren Modernisierungsphase geplant. Ansonsten passiert nicht so besonders viel. Das Fräulein ist Anfang der Woche krank, ich kümmere mich.

Freitag ist Karfreitag. Und so düsen Fräulein Anna und ich zeitig morgens mit dem Zug nach Dortmund. Dort will ein Auto von uns abgeholt werden, das wir für den Urlaub im Mai brauchen. Wir halten uns gar nicht lange auf und sind schon zeitig wieder zu Hause. Zeit ein bisschen zu gammeln, Kuchen essen zu gehen, noch mehr zu gammeln und dann zum Abendessen noch einen Burger zu verdrücken. Feiertage sind gute Tage.

Selfie mit Ziege

Nachdem ich dann am Samstag die Bude auf Vordermann gebracht habe und das erste Mal seit langem wieder einen Mittagsschlaf hielt, geht es nach des Fräuleins Feierabend auf die Autobahn. Idar-Oberstein, die alte Heimat, ist das Ziel. Ich freue mich auf zwei Tage bei meinen Eltern.

Den Sonntag verbringen wir dann mit einem etwas kalten Ausflug zum Wildfreigehege auf der Wildenburg, besuchen weitere Verwandtschaft und schließlich gibt es auch noch ein großes Stück Fleisch für jeden. Die Stimmung ist prima, vor allem weil ich beim abendlichen Kartenspiel gewinne. Ausnahmsweise. Schon wieder ein guter Tag!

Auf der Wildenburg

Ein Osterwochenende in der alten Heimat? Ausflugszeit! Dieses Mal ging es ins Wildfreigehege Wildenburg. Obwohl es gar nicht weit weg ist, bin ich dort sicher 20 Jahre nicht gewesen. Schade! Es ist nämlich ziemlich prima dort, auch wenn das Wetter nur so halbgut ist. Mit dabei: Natürlich der Fotoapparat. Es galt allerlei Wildtiere abzulichten.

Bevor es aber in das Wildgehege ging, stiegen wir noch die Stufen auf den Turm auf der Wildenburg und warfen einen Blick in die Landschaft. Dabei pfiff uns eisiger Wind ins Gesicht. Den ganzen Mittag über sollte es knackig kalt sein.

Aussicht von der Wildenburg
Die Aussicht vom Turm der Wildenburg ist ziemlich großartig. Bei klarem Wetter kann man bestimmt noch deutlich mehr sehen.
Der Burgturm auf der Wildenburg
Der Turm der Wildenburg ist von weitem schon zu sehen.
Ein Hund im Wildgehege
Ich war ein bisschen überrascht, dass Hunde in das Wildgehege dürfen.
Neugieriges Tier
Dieser neugierige Geselle ist ziemlich heiß auf das Futter, dass man den Tieren geben darf.
Neugieriges Tier
Ebenso scharf auf das Futter war dieser bärtige Herr.
Steinbock
Eigentlich wollte ich nur ein Bild der bemoosten Steine machen. Dann fiel mir auf, dass da auch noch wer anders im Bild ist.
Tierisches Model
Dieses Exemplar eines Muffelwilds ist sich seiner Model-Qualitäten sehr bewusst.
Maus
Diese Maus lief uns am Wegesrand ein Stück weit nach, sie gehört aber vermutlich nicht zum Inventar des Wildparks.
Scharfschütze
Auf unserem Rundgang konnten wir zwei Tierpflegern zuschauen, wie sie eines der Tiere für eine Untersuchung betäubten.
Steinböcke
Diese Steinböcke waren ein bisschen scheuer als der Rest. Sie kamen einem nicht direkt entgegengerannt.
Ein Wolf
Den Wölfen war ein bisschen langweilig. Oder ihnen war kalt. So wie uns.

Der Besuch auf der Wildenburg hat mir großen Spaß gemacht, auch wenn das Wetter deutlich besser hätte sein können. Zwischendrin kam sogar ein bisschen feiner Hagel vom Himmel. Mein Highlight war vielleicht das Streichelgehege am Ende des Rundgangs. Die neugierigen Ziegen waren wunderbar flauschig.

Und eine Sache habe ich gelernt: Ich muss mir die Namen der Tiere irgendwie notieren. Das würde mir die Bildbeschriftung deutlich erleichtern. Wenn ich ein bisschen weniger müde bin, muss ich da ein bisschen recherchieren.

Von einer Social Bar, Tatorten, einem Konzert und gutem Essen

Den Abend des Montags verbringen Fräulein Anna und ich auf der Social Bar im alten Rathaus. Ich war schon wirklich lange nicht mehr auf einer Social Bar! Den Termin habe ich mehr als einmal unbeabsichtigt versemmelt. Es besteht noch Hoffnung, dass ich das irgendwann mal besser hin bekomme. An mangelndem Interesse an den Themen scheitert es jedenfalls nicht. Besonders interessant finde ich dieses Mal den Vortrag von Karin zum Thema „Blogger und Stadtmarketing“. Es gibt außerdem sehr leckere Bagel-Häppchen und Brezeln, was meine Stimmung direkt verbessert: Ich bin ohne Abendessen direkt von der Arbeit her gehetzt.

Am Dienstag Abend holen Fräulein Anna und ich den Tatort nach. Ich bin eigentlich kein all zu großer Fan der Münsteraner, mir ist das immer ein bisschen zu sehr „Comedy“. Dieses Mal ist es aber nicht ganz so schlimm: Der Fall mit dem Namen „Fangschuss“ ist recht spannend, die „Martin fühlt sich gut unterhalten“-Serie des Tatorts lässt nicht nach.

Nach dem schönen Wetter am Wochenende ist die Woche leider in Teilen wieder grauer. Ich merke richtig, wie mir das auf die Stimmung schlägt. Da kommt mir die Kochgruppen-Veranstaltung in der Firma am Mittwoch gerade recht: Mit gutem Essen kann man einiges wett machen! Wir kochen Gefüllte Bärlauch-Hähnchen-Rouladen, was sich als sehr lecker herausstellt. Ich kann noch einiges lernen. Zum Beispiel über das Kochen von Reis. Und ich weiß jetzt zum Beispiel was ein Butterfly-Schnitt ist. Außerdem darf ich den Bärlauch mit dem super-scharfen Super-Messer vom Kollegen schneiden und lerne dabei auch noch die dafür richtige Handhaltung, so dass ich mich tatsächlich nicht verletze. Natürlich halte ich den Kochvorgang in einer meiner berühmten Instagram-Stories fest.

Altstadtkirschblüte

Den Abend verbringe ich gemeinsam mit dem Fräulein wieder im artheater in Köln. Wir schauen uns Partick Richardt & Band an. Ich amüsiere mich darüber, dass ich innerhalb von zwei Wochen zwei Mal im gleichen, mir vorher völlig unbekannten, Laden lande.

Donnerstag werde ich Zeuge und bin Teil von eher frustrierenden Diskussionen. Da kommt mir der Reha-Sport gerade recht. Unsere Stamm-Trainerin ist in Urlaub und so wird meine Gruppe dieses Mal von jemand anderem betreut. Ich bin nicht der Einzige den es überrascht, wie viel mehr Anstrengend die an sich doch gleichen Übungen sein können. Ich finde das ziemlich gut.

Direkt im Anschluss schließe ich den ebay-Kleinanzeigen-Quatsch für den Moment ab. Mein etwas älteres, sehr großes Stativ findet einen neuen Besitzer. Ich bin dieses Mal tatsächlich ohne größere Nervenzusammenbrüche durch ganzen Verkäufe gekommen. Zum größten Teil hatte ich mit netten Menschen zu tun. Und Ausmisten macht mir ja schon eine Menge Spaß. Nun muss ich fast ein bisschen an mich halten, nicht wieder neuen Mist durch spontane Einkäufe anzuhäufen.

Ein Zeppelin über der Bonner Altstadt

Das Wochenende wird wettermäßig wieder viel schöner, verläuft dann leider nicht ganz so wie geplant, da ich kurzfristig eine Zweitbeschäftigung als Krankenpfleger antreten muss. Dennoch bekomme ich allerlei Kleinkram getan, darf leckeres Sushi essen und am Sonntagmorgen frühstücken gehen. Vorher laufe ich wieder eine halbe Stunde rund um die Poppelsdorfer Allee. Ich bin ein bisschen stolz darauf, dass ich mich trotz der morgendlichen Kälte zu einem kleinen Lauf aufraffen konnte. „Einmal die Woche“ hatte ich mir vorgenommen, „einmal die Woche“ habe ich abgeliefert. Top!

Nachdem ich dann auch tatsächlich und endlich auch einen Blogeintrag mit den Kirschblüten-Bildern online gestellt habe, ist schon wieder Tatort-Zeit. „Am Ende geht man nackt“ lässt mich ein bisschen verstört zurück. Schon wieder ein guter Fernsehfilm!

Kirschblüte in der Bonner Altstadt

Zweimal im Jahr herrscht in der Bonner Altstadt Ausnahmezustand. Das eine Mal ist an Karneval. Das andere Mal Anfang April, wenn die Kirschblüten blühen. Aufmerksame und langjährige Leser dieses Blogdingses hier kennen sicher meine Bilder aus den letzten Jahren.

Dieses Jahr begab es sich, dass ich in den letzten Wochen mehrmals mit der Kamera durch die Altstadt spazierte und das ein oder andere Foto machte. Da war ich natürlich nicht der einzige. Am Samstag vergangener Woche erlebe ich für meinen Geschmack schon zu viele Menschen die mir ins Bild laufen.

Kirschblüte in der NahaufnahmeKirschblüte mit SteingesichtKirschblüte und MädchenKirschblüte auf der leeren Heerstraße

So stehe ich am Sonntag sehr zeitig noch einmal auf der Heerstraße und habe die Möglichkeit die Blüten über leeren Straßen zu fotografieren. Das ist schon mehr nach meinem Geschmack.

Am frühen Sonntagmorgen ist auf der Heerstraße noch nicht so besonders viel los. Nur ein paar Touristen und einige anderen Fotografen laufen mit ihren Kameras und Stativen über die leeren Straßen. Es sind auch noch kaum Autos unterwegs. Ideale Umstände, um ein paar Bilder zu machen.

In einem kurzen Gespräch mit einem anderen kamerabehängten Herrn sind wir uns einig, dass es ohne Autos noch ein bisschen schöner wäre. Den selben Gedanken hatte ich auch schon das ein oder andere Mal, wenn ich mit dem Fotoapparat durch die Südstadt mit all den schönen alten Häusern gezogen bin. Die bekommt man dort nämlich auch nicht so richtig abgebildet, weil immer ein Auto im Weg steht. Vielleicht brauche es mal eine Art „autofreies Wochenende“?

Kirschblüte und ein BalkonKirschblüte und StraßenschilderKirschblüte und ein Stein mit InschriftKirschblüte und nur wenige Menschen

Während ich auf der Heerstraße herumlaufe, steigt die Sonne langsam höher und strahlt irgendwann auch zwischen die Häuserzeilen. Das Licht ändert sich minütlich. Das ist natürlich sehr in meinem Sinne. Ich drehe noch eine weitere Runde und freue mich über die freundlichere Lichtstimmung.

Gegen 9 Uhr wird es langsam voller. Es sind immer mehr Menschen, hauptsächlich (Foto-) Touristen, auf der Straße und es kommen mehr Autos. Ich wiederum bekomme langsam Hunger und so spaziere ich langsam nach Hause. Ich nehme mir vor, die Tage noch einmal hinzugehen. So ganz aufgegangen sind die Blüten zu diesem Zeitpunkt noch nicht.

Die ganze Woche über passt es dann aber nicht. Entweder lassen mich meine Laune oder das Wetter – oder beides – den Besuch in der Altstadt immer wieder verschieben. Ganz vielleicht habe ich mich an den Kirschblüten auch ein bisschen satt gesehen.

Kirschblüte und der Mann auf dem ThronKirschblüte und ein paar FotografenKirschblüte auf der leeren HeerstraßeKirschblüte in der leeren Altstadt

Heute Mittag, eine Woche später, stehe ich dann am Mittag aber doch noch einmal auf der Heerstraße. Es ist wirklich, wirklich viel los. Die Selfie-machenden Horden füllen die Straßen. Mein Highlight ist aber sicherlich der Mann mit dem großen Dreibein, aus dessen Mitte eine gut sechs Meter hohe Teleskopstange steht. Ganz oben dran: Eine Spiegelreflex mit Fisheye-Objektiv. Ich würde wirklich gerne die daraus resultierenden Bilder sehen. Für mich gibt es nichts Neues mehr zu fotografieren, so entstehen nur ein paar Bilder der inzwischen schon fast weiß gewordenen Blüten gegen den blauen Himmel.

Kirschblüte im Sonnenschein

Patrick Richardt & Band – live im artheater

Als ich letzte Woche im artheater stand, hatte ich noch das Plakat zum Konzert von Patrick Richardt und Band gesehen und mich geärgert, dass ich da ja leider im Urlaub bin. Gut, dass Fräulein Anna aufmerksamer ist als ich: Das Auseinanderhalten der Zahlen „vier“ und „fünf“ muss ich wohl noch lernen. Jedenfalls: Das Konzert war gestern Abend. Und nicht im Mai. Und ich war da. Und das war gut so!

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Wir sind ein bisschen spät an, als wir endlich im artheater ankommen. Die Vorband Chaplin macht durchaus gute Musik, ist aber für den müden Martin ein bisschen langsam. Aus irgend einem Grund hatte ich Patrick Richardt auch in der „ruhige Singer-Songwriter-Musik“-Schublade abgelegt. Vielleicht, weil ich ihn vor langem hier in Bonn mal alleine sah? Fräulein Anna vermutet das.
Mit Band ist das jedenfalls eine andere Sache: Da geht es nämlich auch ein bisschen vorwärts. Das hatte mich das schon beim „Beach Motel van Cleef“-Festival (positiv) überrascht. Ich habe umsortiert.

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Eine gute Stunde werden wir dann prima unterhalten. Die Band spielt Lieder aus den beiden Alben, inzwischen kenne ich das ein oder andere Stück schon richtig gut. Viel zu schnell geht die Zeit vorbei und ich merke, wie ich mit jedem Lied ein bisschen besser gelaunt werde. Bis zum Abend hin war der Tag nicht so besonders gut gewesen, laute Musik macht das besser. Ich nehme mir vor, auch zu Hause mal wieder öfter die Zeit zu finden bewusst Musik zu hören und ein bisschen abzuschalten. Bis dahin: Vielen Dank Patrick Richardt & Band für den schönen Abend!

Eine sportliche Woche, ein paar Kirschblüten und Kleinanzeigen-Quatsch

Der letzte Wochenrückblick tauchte erst am Freitag auf. Das ist peinlich, diese Woche bin ich ein bisschen früher dran.

Die vergangene Woche war auf jeden Fall eines: Sehr bewegungsintensiv. Neben meiner üblichen Spaziererei versuche ich mich auch mal an ein paar Hanteln und schaffe es innerhalb von nur zwanzig Minuten, mir für die kommenden beiden Tage einen ordentlichen Muskelkater zuzulegen. Vielleicht mache ich das noch öfter. Ich mag Muskelkater ja schon ein bisschen. Er gibt mir immer das Gefühl wirklich etwas getan zu haben. Am Donnerstag ging es dann, wie üblich, zum Reha-Sport. Und Sonntag lege ich dann nochmal nach: Am Nachmittag ist mir ein bisschen langweilig, so dass ich mich spontan zu einem kleinen Lauf aufmache. Das erste Mal für dieses Jahr. Knapp fünf Kilometer in einer guten halben Stunde. Gar nicht schlecht für den Anfang. Ich nehme mir vor, dass so etwa einmal die Woche zu machen. Vielleicht.

Am Donnerstag besuche ich gemeinsam mit Frau Schwester das Konzert von OTAGO. Davon gibt es natürlich schon einen Bericht. Ich sollte auf noch mehr Konzerte gehen. Für den April habe ich glaube ich noch nichts auf dem Plan.

Dieses Wochenende ist Fräulein Anna außer Haus. Ich verbringe sehr viel Zeit damit, allerlei Dinge bei ebay-Kleinanzeigen einzustellen. Es ist wieder einmal Zeit ein bisschen auszumisten, unter anderem auch in der Foto-Ecke. Da fliegt eine Menge Kram herum, den ich unbedingt irgendwann mal haben musste – dann aber wirklich selten bis gar nicht benutzte. Weg damit! Leider habe ich bis jetzt eher mäßigen Erfolg. Dafür musste ich mich aber auch noch nicht mit all zu vielen merkwürdigen Verhandlungspartnern und deren komischen Preisvorstellungen auseinandersetzen.

Kirschblüten in der Bonner Altstadt

Mein Samstagsspaziergang führt meine Kamera und mich in die Altstadt. Im Internet hatte ich einige begeisterte Beiträge über blühende Kirschblüten gelesen. Mal gucken! Tatsächlich sind die Bäume schon schön lila und entsprechend viele Menschen auf der Straße. Es hat noch nicht die Menge an Blüten und Menschen wie letztes Jahr, aber nichts desto trotz beschließe ich, am nächsten Morgen schön früh aufzustehen, um mit Ruhe fotografieren zu können. Das klappt auch einigermaßen gut. Es wird sicherlich in Bälde das ein oder andere Bild zu sehen geben. Außerdem laufen am Sonntag drei (Ausrufezeichen!) Maschinen Wäsche und ich schaffe es, das Bett neu zu beziehen. Ungefähr das allerletzte was ich gerne im Haushalt mache. Und eigentlich bin ich in Sachen Haushalt eigentlich immer ganz motiviert. Den Tatort lasse ich ausfallen, er wird in der kommenden Woche zusammen mit Fräulein Anna nachgeholt.

OTAGO – Live im artheater

Letztens, beim „Beach Motel van Cleef“-Festival hatte ich ja Spaceman Spiff kennen und mögen gelernt. Da war ich tatsächlich ein bisschen enttäuscht, dass sein nächstes Konzert hier in der Nähe in unseren Urlaub fallen würde.

Bis ich man mich dann auf OTAGO, das neueste englisch-sprachige Nebenprojekt von Spaceman Hannes Wittmer aufmerksam machte. Gemeinsam mit drei weiteren Musikerinnen und Musikern entstand ein Album, was mir auf Anhieb gut gefallen hat.

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Und so stand ich dann am vergangenen Donnerstag gemeinsam mit Frau Schwester im artheater in Köln vor der Bühne. Außer uns waren noch einige andere Menschen gekommen. Der Raum war angenehm gefüllt.

OTAGO im artheater Köln

Wie nennt man eigentlich eine Vorband, wenn sie nur aus einer Person besteht? Das frage ich mich schon ein bisschen länger. Jedenfalls: Jonny König, interessanterweise einer der OTAGO-Musiker, tritt als als LaKœur vor der eigentlichen Band auf. Trotz herabfallendem MacBook eine gute Einstimmung auf das, was dann im Anschluss zu hören war.

OTAGO selbst gefielen mir dann live tatsächlich noch ein kleines bisschen besser als vorher über die Kopfhörer. Das mag daran liegen, dass man den Musikern den Spaß an dem was sie tun anmerkt. Das mag auch daran liegen, dass mir die Musik live nochmal ein bisschen rhythmischer vorkam als von (Fest-) Platte. Ich eilte am Ende begeistert zur Bahn, nicht ohne mir vorher am Eingang noch eine Platte abzugreifen und signieren zu lassen. Und deshalb kommt hier, wie gewünscht, die Mundpropaganda. Wenn ihr die Möglichkeit habt, die Band in den nächsten anderthalb Wochen zu sehen: Tut es!

Von einem Beta-Test, einem Wochenend-Ausflug und ersten Kirschblüten

Da es dieser Tage immer länger dauert, bis ich einen Wochenrückblick geschrieben bekomme, scheint da ein wenig die Luft raus zu sein. Obwohl ich eigentlich das Konzept sehr schön finde. Nun gut.

Am Montag werde ich für den Beta-Test der neuen Uberspace-Version bei meinem Hoster freigeschaltet. Auf einem extra Server dürfen wir die bisher implementierten Features testen. Ich verbringe in dieser Woche einige Zeit damit dort herumzuturnen, Domains aufzuschalten, mich über das automatische SSL-Zertifikat zu freuen und vor allem auch das Feedback der anderen Tester zu lesen. Dabei lerne ich auch, dass meine Anforderungen gar nicht mal so wild sind. Andere Menschen haben da ganz andere Ideen.

Daneben verbringe ich eine ordentliche Zeit auch im Quellcode dieses Blogdingses hier und verbessere hier und da etwas. Die Liste der Kleinigkeiten die mir jeden Tag noch auffallen wird immer länger. Vielleicht wird es Zeit, irgendwo ein Changelog zu hinterlegen. Nachhaltig überrascht bin ich, wie lange ich schon mit dem Layout des Blogs klarkomme. Früher war ich da umtriebiger und oft unglücklich mit der Optik. Jetzt gerade denke ich sehr viel mehr über Inhalte nach.

Donnerstags gehe ich das erste Mal seit einiger Zeit wieder zum Reha-Sport. Ich freue mich richtiggehend darauf. Komisch, aber wahr. Ich bin fast versucht, mir noch eine zweite sportliche Betätigung mit festem Termin zu suchen, weil das so gut funktioniert.

Fahrräder am Bahnhof in Münster

Am Samstag steigen Fräulein Anna und ich besonders früh aus dem Bett und dann kurz darauf, um kurz vor sieben am Morgen, auch schon in den fast leeren Zug. Der bringt uns, mit einem Umstieg in Münster, nach Papenburg. Dort steht eine Geburtstagsfeier an. Wir verbringen wirklich entspannte 24 Stunden bei gutem Wetter, leckerem Essen und dem ein oder anderen Gespräch, bevor wir schon wieder in den Zug nach Hause steigen. Warum wir dabei eine Stunde zu früh am Bahnhof landen, ist mir bis heute noch nicht klar. Scheinbar bin ich manchmal zu blöd, eine zwölf und dreizehn auseinander zu halten.

Zurück in Bonn treibt uns das anhaltend gute Wetter noch einmal auf die Straße. Mit einem Eis aus dem Eislabor auf der Hand spaziere Fräulein Anna und ich durch die Altstadt und schauen uns den aktuellen Entwicklungsstatus der Kirschblüten an. Noch passiert da eher wenig, nur in einer Seitenstraße ist schon viel zu sehen. Ich mache schon mal ein paar Bilder und bin drauf gespannt, ob mir dieses Jahr wieder so schöne Bilder wie im letzten Jahr gelingen.

Kirschblüte

Die Woche schließt sich mit dem Tatort aus Köln. „Nachbarn“ heißt der und ist wieder nicht schlecht. Entweder hat sich mein Geschmack geändert oder der Tatort hat Qualitätsmäßig gerade einen kleinen Lauf.

„Oliver Hell – Schattenkind“ von Michael Wagner

Ich weiß gar nicht mehr wie es dazu kam. Jedenfalls stolperte ich dieser Tage über „Schattenkind“ von Michael Wagner (Affiliate-Link), einem Roman aus der Krimi-Serie rund um den Bonner Kommissar Oliver Hell. Der lokale Bezug machte mich direkt neugierig. Ich erinnere mich noch gut, wie sehr es mir seinerzeit bei den Büchern von Thomas A. Ruhk gefallen hat, dass ich die vorkommenden Orte in der alten Heimat gut kenne. An der Stelle, wo es im „Strohbär“ zum Showdown kommt, bin ich jahrelang auf dem Weg zur Hochschule vorbei gefahren. Gruselig!

Aber zurück nach Bonn, da wohne ich ja nun schon eine ganze Weile. Auf dem Weg zur Arbeit komme ich jeden Tag am Polizeipräsidium in Ramersdorf vorbei, wo Kommissar Hell und sein Team arbeiten. Wenn ich Abends spazieren gehe, laufe ich oft ein Stück durch die Argelanderstraße. In einem Keller dort passieren im Buch schlimme Dinge. Schon wieder gruselig!

In „Schattenkind“ geschiet ein Mord. Ein Arzt wird in einem Park gefunden, neben der Leiche sitzt ein stummes Kind. Und das alles an Karneval, wo die Stadt doch sowieso im Ausnahmezustand ist und eigentlich alle feiern wollen. Bis auf Kommissar Hell. Der hält genau so viel von der närrischen Zeit wie ich. Dabei soll es aber nicht bleiben: Es geschehen weitere Morde und Mordanschläge. Menschen sind nicht unbedingt an der Aufklärung des Falles interessiert und irgendwie ist der kleine Junge in die Geschichte verstrickt. Die Geschichte bleibt durchweg spannend, ich will gar nicht zu viel verraten. Auch abseits des lokalen Bezugs lohnt es sich, den Krimi zu lesen. Nur am Ende, als der Fall eigentlich schon geklärt ist, zieht es sich dann ein kleines bisschen. Es fiel mir auf jeden Fall schwer das Buch aus der Hand zu legen.

Bei Gelegenheit muss ich auch mal einen meiner Spaziergänge in Richtung Ippendorf führen. Dort wohnen die in die Geschichte verwickelten Ärzte. In der Ecke Bonns bin ich zumindest bewusst noch nicht gewesen.

Schattenkind ist schon das neunte Buch aus der Reihe rund um Kommissar Hell. Das ist zwar auf der einen Seite sehr gut, denn ich kann noch mindestens acht weitere Bücher lesen. Darauf freue ich mich, ich habe direkt mit dem ersten Band aus der Reihe angefangen. Das ist aber auch schlecht, denn ich weiß schon so ein bisschen, wie die Charaktere sich entwickeln werden. Ich werde es, im Gegensatz zu einigen Menschen in den Büchern, sicherlich überleben.

Belanglosigkeiten und ein Stammeswochenende

Die Woche startet ganz normal und unspektakulär. Am Mittwoch-Abend unternehmen Fräulein Anna und ich einen kleinen Ausflug nach Köln, um dort das Geburtstags-Geschenk für Frau Schwester abzuholen. Dabei lernen wir auch mal Köln-Kalk ein bisschen kennen – in der Ecke war ich ja tatsächlich noch nie.

Am Donnerstag steht ein Workshop in der Firma auf dem Plan. Ich bin da in der letzten Zeit hin und wieder ein bisschen skeptisch, dieses Mal gehe ich aber mit einem ganz guten Gefühl nach Hause. Der Tag war richtig produktiv. Weniger gut ist das Gefühl in meinem Bauch. Ich gebe dem letzten Stück Pizza die Schuld und bleibe am Freitag deshalb lieber zu Hause. Ein Glück, dass ich Salzstangen wirklich gerne mag!

Schilderwald im Wald

Am Wochenende ist dann das alljährliche Treffen meines liebsten Pfadfinderstammes. Wir treffen uns bei Thomas auf dem wilden Hunsrück. Ich bleibe lange auf und schlafe auf einer nicht ordentlich aufgepusteten Therm-A-Rest. Nie habe ich mich an einem Morgen älter gefühlt. Neben viel Gequatsche und einem guten Essen in einem Mosel-Restaurant und einer kompakten Jahreshauptversammlung besuchen wir auch noch die Geierlay-Hängebrücke. Ich berichtete. Eigentlich schade, dass wir das nur einmal im Jahr schaffen. Andererseits würde es mir auch nicht weh tun, mal so auf einen Besuch irgendwo hin zu fahren. Oder mal wen anzurufen. Mal gucken.

Am Sonntag bin ich relativ zeitig zu Hause und nutze die Zeit für ein bisschen Hausarbeit, ordne Papierkram und schaffe es auch noch einen kleinen Spaziergang einzubauen. Der Cyber-Tatort kommt heute aus Kiel und ist – schon wieder! – gar nicht schlecht und vor allem spannend.