Von einem Konzert, einer Weihnachtsfeier und einer Zugreise im „Schneechaos“

Die Sängerin der Hundreds auf der Bühne, im Schatten ist der Schlagzeuger zu sehen.

Wochenrückblickszeit! Ich sitze ein bisschen kränkelnd auf dem Sofa während ich diese Zeilen schreibe. Ein Wunder, dass ich nicht kränker bin. Um mich herum husten und schnupfen irgendwie alle ziemlich rum. Aber schauen wir mal, was letzte Woche so los war.

Ich war auf einem Konzert. Dienstag spielen Hundreds in der Kulturkirche in Köln. Das Kozert ist super schön und ein guter Abschluß für das Konzertjahr. Einen musikalischen Jahresrückblick muss ich auch noch schreiben. Meine Güte.

Ansonsten? Arbeit. Viel Arbeit. Ein Projekt im Endspurt, tausend Kleinigkeiten die es zu erledigen gilt. Am Donnerstag Abend sitze ich erst lange am Schreibtisch und dann noch eine ganze Weile mit den Kollegen in der Firma. Und dann ist die Woche auch noch einen Tag kürzer, denn am Freitag ist Weihnachtsfeier. Nach einem gemeinsamen Frühstück und einem Jahresrückblick geht es mit der kompletten Firma ins Phantasialand. „Da ist es doch bestimmt sau kalt! Und das Wetter ist auch nicht so mega, mit all dem Regen!“, mag der ein oder andere denken. Stimmt. Es ist saukalt, meine Füße sind schon bald nicht mehr zu spüren. Dennoch habe ich ziemlich großen Spaß, sogar obwohl ich nicht „Team Fahrspaß“ angehöre. Dass man mich nicht auf eine der verrückten Achterbahnen bekommt, war vorauszusehen.

Ich muss dann leider am Ende des offiziellen Teils nach Hause. Am Samstagmorgen klingelt der Wecker nämlich um kurz vor sechs in der Frühe und kurz darauf sitze ich schon im Zug nach Papenburg. Es steht ein vorweihnachtlicher Besuch beim Papa von Fräulein Anna auf dem Plan.

Die Hinfahrt nutze ich nicht nur zum Bearbeiten von Fotos, sondern auch um ein kleines Timelapse aus dem Heckfenster des Zuges zu machen. Ich reise übrigens wieder einmal erster Klasse. Das Probe-Upgrade meiner Bahncard will schließlich ausgenutzt werden.

Leider werde ich den ganzen Tag nicht mehr so richtig wach. Dafür ist es zu gemütlich. Und ich hätte wirklich gerne einen Kamin. Wirklich! Nur die wirklich kalte, aber frische Luft beim Deichspaziergang lässt mich ein wenig aufleben. Ich nutze, weil ich aus irgend einem Grund keine Kamera dabei habe, eine der etwa vierunddreißig Foto-Apps auf meinem Telefon, um ein paar ganz gelungene RAW-Bilder zu machen. Ich bin überrascht was das Telefon kann, wenn man es lässt.

Fünf Schafe auf einer grünen Wiese. Eines schaut in die Kamera.Blick vom Deich.

Die Heimfahrt am Sonntag: Durchwachsen. Schon beim Einsteigen fällt uns auf, dass die Bahn hier einen komischen Zug am Start hat: Statt eines Großraumwagens gibt es Abteile und es gibt nur sechsundneunzig Sitze im Zug. Doof, wenn man Nummer siebenundneunzig reserviert hat. Tatsächlich kommt aber niemand, um uns zu vertreiben. Bis Düsseldorf kommen wir dann auch ganz gut durch, auf dem Gang sind einige Menschen zwar recht unglücklich, aber die Abteiltür hält das gröbste Gejammer von uns fern. Ich bin wieder fleißig, tippe an Dokumentationen und bearbeite noch einen weiteren Tag Lofotenbilder.

In Düsseldorf hört der Spaß dann auf: Die Ablösung unserer Zugbegleiter steckt irgendwo im „Schneechaos“, auch bekannt als „ein bisschen Winter“, fest und so muss der Zug hier enden. Mir kommt das Szenario sehr bekannt vor. Ein Glück, dass direkt am Gleis gegenüber kurz darauf ein anderer Zug fährt und wir sogar zwei Sitzplätze ergattern. So haben wir es wenigstens bequem, als auch dieser Zug eine gute Dreiviertelstunde in Köln festsitzt. „Schneechaos“. Das ich nicht lache. Währenddessen merke ich, wie mein Kopf immer mehr zugeht und meine Laune immer weiter sinkt. Mit ziemlich genau zwei Stunden Verspätung kommen wir zu Hause an und ich gehe direkt ins Bett.

Hundreds, Kulturkirche, Köln

Eigentlich habe ich ja echt keine Lust. Ein langer und nicht ganz unanstrengender Arbeitstag liegt hinter mir. Und ich will ehrlich sein: Ich mag Hundreds sehr gerne, habe die Band in der letzten Zeit aber echt wenig gehört. Dennoch: Ich fahre die paar Minuten vom Büro nach Nippes und sitze schon kurz nach Einlass in der ausverkauften Kulturkirche und kann so dem später nachkommenden Fräulein Anna einen schönen Platz mit guter Sicht freihalten. Ich bin jetzt ja in dem Alter, wo man bestuhlte Konzertveranstaltugen wirklich gut findet.

Die Vorband in Form der Schwestern Loco aus Hamburg, die ich ganz ok finde, hätte dem Fräulein sicherlich gut gefallen. Leider kommt sie nach endloser Parkplatzsuche erst spät in der Kulturkirche an. Pünktlich um neun Uhr geht es mit Hundreds los, ich bin inzwischen auch ein bisschen vorfreudig.

Die Band hat für dieses Jahr eine Elektro Akustik Tour vorbereitet. Sie besteht aus vielen der Lieder aus allen möglichen ihrer Alben, die ich gerne mag. Und ein paar die ich gar nicht kenne. Da ist Foam Born dabei. Und Rabbits On The Roof, Our Past oder Happy Virus, um nur ein paar zu nennen. Alle Titel neu interpretiert mit vielen langen elektronischen Passagen zu den bekannten Gesangsparts. Die mag ich gerne, sie laden dazu ein die Augen zu schließen uns sich wirklich auf die Musik zu konzentrieren. Schon zwischendrin: Viel Applaus, nicht nur ich finde das Konzert wirklich großartig.

Nach nicht ganz anderthalb Stunden dann: Stehende Ovationen für die Band. Die Menschen auf der Bühne freuen sich sichtlich, dass sie es geschafft haben, das Publikum so zu begeistern. Und das wiederum mag ich ja so gerne an Konzerten. Dann gibt es noch ein paar Zugaben, darunter ein Bon-Iver-Cover mit den beiden Damen von Loco. Auch wenn ich die Kirchenbank gegen Ende ein bisschen unbequem finde, es hätte ruhig noch eine Weile weitergehen können. Herzlichen Dank für einen schönen Konzertabend!

Von Arztterminen, einem Konzert, nervigen AfD-Wählern und Fleißarbeit

Ganz schön was los, in der vergangenen Woche. So langsam nehmen meine Abend-Termine ein kleines bisschen überhand. Drei Abende unterwegs, zwei zu Hause unter der Woche. Das schlaucht mich ein bisschen.

Wir starten am Montag. Mit den Kollegen gehe ich nach der Arbeit ein paar Meter weiter ins Rex-Kino. „Mord im Orient-Express“ steht auf dem Plan, die Neuverfilmung mit allerlei bekannten Schauspielern. Eigentlich nur mit bekannten Schauspielern. Zum Glück ist es eine ganze Weile her, dass ich das Buch von Agatha Christie gelesen habe, so dass ich mich an die Handlung nicht mehr erinnern kann. Dass ich Hercule Poirot gut finde, wusste ich aber noch. Ich nehme mir vor, mir die Bücher in Bälde mal wieder vorzunehmen.

Die Band Kettcar auf der Bühne des Gloria in Köln.
Kettcar! Ich besuche ja viele Konzerte, die mir gefallen. Dieses hier stach noch ein bisschen heraus.

Dienstag geht es gleich Morgens weiter. Nach längerem schaffe ich es mal, einen Termin beim Augenarzt zu haben und auch wahrzunehmen. Demnächst brauche ich eine neue Brille und bei der Gelegenheit kann man sich ja schon mal untersuchen lassen. Mit meinen Augen ist, bis auf die leichte Sehschwäche, alles in Ordnung. Ich bin ordentlich vermessen und kann mit den Werten bei Gelegenheit mal zu Optiker gehen. Kaum zu glauben, dass ich schon seit gut viereinhalb Jahren den Durchblick habe. Am Abend dann eine eine andere Veranstaltung. Kettcar im Gloria. Ich bin begeistert und berichtete bereits.

Ich schaffe es das zweite Mal in Folge zum Sport. Das ist schon ein bisschen ein Highlight. Nachdem ich noch auf dem Hinweg wirklich gar keine Lust habe, ist die Dreiviertelstunde dann wie im Flug vorbei und ich hatte sogar eine Menge Spaß dabei. Ich merke, wie das Training direkt wieder ein bisschen anschlägt, das motiviert. Wenn ich es jetzt noch schaffen würde, auch mal zu Hause noch ein bisschen was zu machen!

Es hat nur knapp acht Jahre gebraucht, bis ich Fräulein Anna soweit bequatscht hatte, dass sie mit mir Star Wars schaut. Wir schauen die Filme in der Machete Order. Ob das eine gute Idee war, gilt es noch zu besprechen. Jedenfalls sind dieser Tage Episode II und Episode III dran und klein Anakin nervt total. Alle sind gegen ihn, die Welt ist schlecht. Vor allem zu ihm. Armer besorgter Jedi! Parallelen ins aktuelle Weltgeschehen lassen sich leicht ziehen.

Am Wochenende beschäftige ich mich mit der Automatisierung unseres Haushalts. Zumindest probeweise kann ich jetzt mal zwei Lampen mit Hilfe eines Amazon Echo steuern. Das klappt meistens ganz gut. Wie sehr die Technik allerdings in meinen Alltag einzieht? Ungewiss. Dazu müsste Alexa noch ein bisschen besser hören. Wenn statt Licht im Wohnzimmer auf einmal Musik aus dem Bad kommt, dann stimmt da was noch nicht so richtig.

Dann noch ein wenig Fleißarbeit: Schon seit anderthalb Jahren dümpelt der Reisebericht von den Lofoten irgendwie so halb hier in den Entwürfen herum. Gerade mal fünf von siebzehn Beiträgen habe ich fertig und veröffentlicht. Am Wochenende schaffe ich es zumindest mal einige der Texte Korrektur zu lesen, zu strukturieren, die norwegischen Namen richtig zu schreiben. Man unterschätzt ja immer ein bisschen, wie viel Arbeit da drin steckt. Mein Plan ist es, die dazugehörigen Bilder auf den kommenden Zugfahrten fertig zu machen. Mal schauen, ob ich bis Jahresende fertig werde.

Zwischendrin: Der Frühstücksmarkt beim Bahnhof Ehrenfeld am Sonntagmorgen. Die Auswahl an Essen ist ziemlich gut, der Markt hat aber leider keine Chance bei mir: Ich habe wirklich, wirklich gerne meine Ruhe beim Essen. Wenn es mir dann durchgehend kalt ist, die Füße frieren und ich die Hälfte meiner Sachen im Stehen essen muss, dann habe ich keinen Spaß. Bei sommerlichen Temperaturen komme ich aber gerne wieder.

Verlasse ein Konzert niemals, bevor die Musik nicht wieder vom Band kommt

Ich habe da so ein Programm auf meinem Telefon. „Timehop“ heißt es und zeigt mir jeden Tag an, was so bei Facebook, Twitter, Instagram, in meinen Fotos und überall anders vor genau einem, zwei, drei und so weiter Jahren passiert ist.

Screenshot aus der App

Alle Jahre wieder erinnert es mich mit einem meiner Facebook-Posts unabsichtlich an eine Begebenheit von vor inzwischen acht Jahren. Damals machte ich einen kleinen Fehler: Ich verließ – um eine frühere Bahn nach Hause zu bekommen – ein Konzert vor dem Ende. Ich sehe mich heute noch aus dem Gebäude 9 flitzen, während drinnen noch die Musik dröhnt.

Port O’Brien spielten damals, ich war alleine nach Deutz gefahren um sie mir anzuschauen. Ich mochte die Band sehr gerne. Und deshalb finde ich es sehr schade, dass sie sich blöderweise kurz darauf auflöste und ich nicht mehr die Chance hatte sie noch einmal live zu sehen.

Darüber ärgere ich mich bis heute ein bisschen. Weil ich die Musik wirklich gut fand. Weil ich noch weiß, wie toll die Stimmung im Saal war. Weil ich mich noch daran erinnere wie cool ich es fand, dass zu meinem Lieblingslied My Will Is Good der Schlagzeuger der Vorband noch einmal auf die Bühne kam. Und wie der Rythmus des Liedes, gespielt auf zwei Schlagzeugen, wirklich bis in die Knochen ging.

Mein Konzertbericht von damals ist ein bisschen halbherzig und irgendwie lustlos geschrieben und geht auf den Umstand nicht näher ein. Ich aber muss jedes Mal, wenn Menschen aus dem Saal gehen, bevor die Musik wieder vom Band kommt und die Deckenbeleuchtung angeht, an die Begebenheit denken. Und dann bleibe ich stehen und schaue und höre mir das Konzert bis zum Ende an. Sowas passiert mir nicht noch einmal – und deshalb gibt es diese Regel: „Verlasse ein Konzert niemals, bevor die Musik nicht wieder vom Band kommt“.

Kettcar, Ich vs. Wir, Gloria, Köln

Dem aufmerksamen Leser ist sicherlich nicht entgangen, dass ich ein einigermaßen großer Fan der Band Kettcar bin. Schon lange. Und dass ich mich darüber freute, dass es ein neues Album gibt und neue Singles erscheinen.

Karten für das Konzert im Palladium im kommenden Jahr haben wir schon lange, genau so wie die Tickets zum „Beach Motel van Cleef“-Festival, wo die Band auch spielen wird. Das alles ist aber kein Grund, an einem Dienstag Abend nicht im ausverkauften Gloria zu stehen. Vor allem wenn die Band eine der vier Shows spielt, in denen einem das gesammte Album von vorne bis hinten einmal vorgespielt wird. Und deshalb waren wir auch da. Fräulein Anna und ich.

Die Band Kettcar auf der Bühne des Gloria in Köln.
Nicht nur die Musik ist prima, im Gloria ist die Sicht zur Bühne auch immer grandios.

Fortuna Ehrenfeld haben wir dieses Jahr schon mehr als einmal gesehen. Was aber auch nicht schlimm ist – ich mag den ja gerne. Eine schöne Vorband, die einem Lust auf das macht was kommt. Ich bin begeistert wie aufmerksam das Publikum ist. Bei Vorbands ja nun nicht immer normal.

Pünktlich um zehn nach neun geht es dann mit Kettcar los. Ich rechne fest mit Deiche, so wie meistens. Aber tatsächlich sind zur Einstimmung erst einmal Balkon gegenüber, Graceland, Rettung und 48 Stunden dran. Ich stehe unbeabsichtigt direkt beim inoffiziellen Kettcar-Fanboy-Männerchor im Publikum und wir singen lauthals mit – das ist großartig!

Dann kommt das aktuelle Album Ich vs. Wir und zwar tatsächlich von vorne bis hinten. Stück für Stück. Ich hätte mir an dieser Stelle vielleicht zu jedem Lied ein paar Sätze mehr zu seiner Entstehung gewünscht. Bei einigen gibt es eine Anekdote, bei anderen nicht. Ich merke jedenfalls, dass meine Textkenntnisse hinten raus immer schwächer werden, vielleicht muss ich das Album mal in umgekehrter Reihenfolge hören. Und ich merke, wie gut mir Benzin und Kartoffelchips gefällt.

Nach einer guten Dreiviertelstunde ist das Album dann vorbei, damit war zu rechnen. „Das ist schon ganz cool, wenn man weiß welches Lied als nächstes kommt, oder?“ bestätigt Marcus Wiebusch.

Aber natürlich hat das Publikum noch nicht genug. Die Stimmung im Saal ist großartig. Mehr als einmal muss die Band wieder auf die Bühne, um mit Ich danke der Academy, Money Left Two Burn, Deiche, Kein Außen mehr und Landungsbrücken raus noch einen drauf zu setzen. Gut, dass wir wie gewohnt im hinteren Drittel stehen – für das wilde Gerangel vor der Bühne bin ich inzwischen vielleicht auch zu alt.

Schließlich ist der Abend vorbei und wir düsen Richtung Bahnhof und nach Hause. Ich habe dieses Jahr schon viele tolle Konzerte gesehen und das hier war ganz vorne mit dabei. Herzlichen Dank!

Von Schulterschmerzen, einer Nachbarschaftsplattform und Sprungschanzen in der Wildniss

In den letzten Wochen fliegt die Zeit dahin. Schon wieder sind zwei Wochen um, ohne dass ich einen Tätigkeitsbericht abgelegt hätte. Herrje! Mal gucken.

Seitdem die Bahn nicht mehr zwischen Köln und Bonn baut, fahre ich gerne schon mit einem Zug gegen acht Uhr los und bin wieder vor neun im Büro. Das ist eine mir sehr viel angenehmere Startzeit. Wenn da nicht die Sache wäre, dass mich die Monatskarte dann gleich doppelt so viel kostet, als das Nach-Neun-Uhr-Rentnerticket, mit dem ich den ersten Monat gefahren bin.

Und sonst so? Bereits das zweite Mal innerhalb kurzer Zeit waren wir nun bei Papa Umi am Bertha-von-Suttner-Platz essen. Ich mag das Essen gern, auch wenn die Bedienungen manchmal ein bisschen crazy sind.

Ich hatte mich schon vor längerem von Fräulein Anna dazu breitschlagen lassen, ein Konzert von Mogli im Rahmen des New Fall-Festivals in Düsseldorf zu besuchen. Dort gurkten wir also einen Abend nach Feierabend hin. Ich bin nicht so ein Mega-Fan wie das Fräulein, fand die Veranstaltung aber dennoch sehr schön. Mir gefiel der Veranstaltungsort, eine Kirche, sehr gut.

Bei der Nachbarschaftsplattform nebenan.de stellte ich einige DVDs ein und harrte der Dinge, die da so kommen. Und dann hatte ich tatsächlich mit zwei sehr netten Menschen kontakt, die nur ein paar Straßen weiter wohnen und denen ich mit meinen DVDs für wenig Geld auch noch eine Freude machen konnte. Der Typ, der auf die gleiche Anzeige bei ebay-Kleinanzeigen reagierte und mir auch welche abnahm, war dafür aber gewohnt skurril.

Aufgrund von akuter Gewichtszunahme entschließe ich mich, eine „Keine Schokoriegel!“-Challenge zu starten. Bis zum heutigen Tag bin ich nun schon genau zwei Wochen trocken und es fällt mir zunehmend leichter, einen kleinen Bogen um Süßkram zu machen. Statt dessen schaffe ich es endlich auch mal wieder zum Reha-Sport. Und das keine Minute zu früh: Meine Schulter meint einen ganzen Tag lang, Schmerzen aus der Hölle auf mich hereinbrechen zu lassen. Teilweise weiß ich nicht, wie ich gehen, stehen oder sitzen soll.

Ein verzerrtes 360-Grad-Bild unserer Küche mit zwei Personen im Bild.
Die Spielerei mit der Ricoh Theta 360-Grad-Kamera macht mir ziemlich viel Spaß. Merkt man, oder?

An einem Dienstag-Morgen bringe ich mein Telefon zum Apple-Store. Dort nimmt ein wirklich freundlicher junger Mann das Gerät in Empfang und nur zwei Stunden später halte ich es schon wieder – mit getauschtem Akku – in den Händen. Mein Telefon ist von einem Austauschprogramm betroffen und so wurde die Reperatur kostenlos gemacht. Ich bin sehr positiv über den freundlichen Service überrascht und werde in Zukunft wohl endgültig einen Bogen um den Bonner Gravis machen. Dort war man eher genervt von meiner Anfrage und wollte, dass ich das Telefon direkt da lasse. „Wir bestellen dann den Akku und dann kommen sie das so in drei Wochen wieder abholen.“ 🤔 Genau so hatte ich mir das vorgestellt.

Diesen Freitag schaffe ich es dann auch endlich einmal, mich mit Frau Schwester zu treffen. Ich finde es schade, dass wir das so selten schaffen, obwohl wir jetzt jeden Tag in der gleichen Stadt sind. Tatsächlich ist es sehr unkompliziert aufeinander zu treffen und wir verbringen einen schönen Abend und quatschen viel. Tags drauf geht es direkt mit der Familie weiter. Ich gurke nach Rüsselsheim und wieder zurück. Noch ein guter Tag.

Sonntag dann schließlich: Die European Outdoor Film Tour ist zu Gast in der Stadt und das Fräulein und ich haben schon vor langem Karten zu der ausverkauften Veranstaltung gekauft. Die Filme von Extremsportlern und Bergsteigern und Abenteurern gefallen mir dann tatsächlich auch ganz gut und haben viele tolle Bilder. Eine wirkliche Inspiration, mich selbst mal wieder mehr draußen aufzuhalten sind sie aber leider irgendwie nicht. Das will ich aber natürlich trotzdem weiterhin. Aber vielleicht bleibe ich beim spazieren gehen, statt irgendwo in der Wildniss Sprungschanzen und Steilkurven für mein Mountainbike zu bauen.

Zwei Tage Brüssel

Freitag Abend! Eine gute Idee, sich statt in den Zug nach Hause lieber in den ICE nach Brüssel zu setzen. Etwa zwei Stunden braucht die Deutsche Bahn, um Fräulein Anna und mich in die belgische Hauptstadt zu bringen. Schnell schaffen wir es von Bahnhof Midi, wo die Fernzüge ankommen, bis in die Innenstadt und haben im Hotel des Galeries eingecheckt. Der nette Mann an der Hotelrezeption gibt uns nicht nur die Schlüsselkarten für das Zimmer, sondern nimmt sich auch noch eine Menge Zeit für uns und zeigt auf einer Karte alles Wichtige im näheren Umkreis.

Kaum zehn Minuten nachdem wir unsere Rucksäcke ins Zimmer gebracht haben, stehen wir auch schon wieder auf der Straße und streifen durch die engen Gassen der Brüsseler Innenstadt. Am Freitag Abend ist eine Menge los, wir verschaffen uns einen kleinen Überblick, kommen an unzähligen Waffelgeschäften vorbei und stehen auf einmal auf dem Grand Place im Zentrum der Innenstadt. Es ist eigentlich viel zu spät um noch etwas zu essen, aber als wir das zweite mal bei Fritland vorbeikommen, muss dann doch noch eine Portion Pommes auf die Hand. Den Laden hatte uns der Rezeptionist empfohlen und die Schlange vor der Theke spricht auch für sich.

Zwei Menschen laufen im dunkeln Hand in Hand durch die Brüsseler Innenstadt.Zwei Frauen stehen am Abend rauchend vor einem Café in der Brüsseler Innenstadt.Menschen stehen am Abend in der Schlang vor einer Pommesbude.

Unser Samstag in Brüssel

Am nächsten Morgen: Blauer Himmel und strahlende Sonne. Und ein Frühstück. Da ich mit der offiziellen Frühstücksspezialistin unterwegs bin, tut es natürlich kein Brötchen auf die Hand. Peck 47 heißt das Café in dem wir kurz nach seiner Öffnung sitzen. Es ist gut, dass wir zeitig an sind. Nicht nur, dass ein langer Tag vor uns liegt, das Café ist auch ziemlich beliebt und schon nach kurzer Zeit sind alle Tische besetzt. Poschierte Eier sind hier scheinbar die Spezialität des Hauses, was sich gut trifft, denn die mag ich sehr gerne.

Das Café Eggs Benedict, schön auf einem Teller angerichtet.

Ordentlich gestärkt ziehen wir los. Die Sonne scheint, es ist nur ein bisschen kalt an diesem Wochenende Anfang November. Zuerst spazieren wir zum Flohmarkt im Quartier Marolles, der uns gleich mehrmals empfohlen worden war. Schon auf dem Weg dorthin werden wir aber nicht nur einmal von einer der zahlreichen Comic-Szenen abgelenkt, die in ganz Brüssel großflächig an Hauswände gemalt wurden. Gut, dass wir uns noch in der Innenstadt eine kleine Landkarte besorgt haben, auf der zu vielen der großformatigen Bilder ein paar interessante Details stehen.

Männeken Pis ist eines der Wahrzeichen  Brüssels.Eine Nachbildung von Männeken Pis zwischen Waffeln.Comic an einer Hauswand in Brüssel.

Mehr oder weniger unabsichtlich kommen wir auch beim echten Männeken Pis, einem der Wahrzeichen Brüssels vorbei. Während es uns sonst schon in allen möglichen Größen unterkam, ist das Original tatsächlich genau so unspektakulär wie ich das vorher schon recherchiert hatte. Es ist winzig klein, hinter einem Zaun versteckt. Ein Bild ist schnell gemacht und dann geht es direkt weiter.

Der Flohmarkt selbst gefällt mir dann zwar eigentlich ganz gut, ist aber ein bisschen voll und zum einfachen Stöbern ist mir die Zeit ein bisschen zu schade. Wir ziehen bald weiter, wieder durch ein paar Gassen und fahren dann mit einem Fahrstuhl eine Stadt-Ebene nach oben, wo wir vor dem riesigen Justizpalast herauskommen. Der ist, zwar sehr groß und imposant, leider aber auch eingerüstet – und das nicht erst seit gestern, wie ein Blick in die Wikipedia verrät. Von hier oben hat man einen guten Blick über die ganze Stadt, der allerdings nicht besonders imposant ist.

Das Rathaus auf dem Grand Place in Brüssel.Zeichnung an einer Hauswand in Brüssel.Comic an einer Hauswand in Brüssel.Comic an einer Hauswand in Brüssel.Comic an einer Hauswand in Brüssel.Der Flohmarkt im Viertel Morelles.Zeichnung an einer Hauswand in Brüssel.Comic an einer Hauswand in Brüssel.Comic an einer Hauswand in Brüssel.

Nach einer kurzen Kaffeepause ist der Himmel leider nicht mehr so blau und ungefähr als wir uns die Aussicht aus dem Dachrestaurant des Musikinstrumente-Museums anschauen wollen, fängt es dann an zu regnen. Schade! Da uns die Musikinstrumente aber nicht so richtig reizen, geht es lieber wieder bergab und schon kurz darauf stehen wir vor dem Belgischen Comic-Zentrum. Hier sind wir richtig!

Blick auf den Justizpalast in BrüsselAussicht über Brüssel

Das Belgische Comic-Zentrum

Die Statue einer Comicfigur.

Obwohl bei uns so langsam der Hunger einsetzt, verbringen wir hier gut zwei spannende Stunden. Obwohl ich eigentlich gar kein großer Comic-Fan bin, gefällt mir das Museum sehr gut. Wir erfahren allerlei über all die Comics die so aus Belgien kommen. Einige, wie etwa Tim und Struppi kennen wir natürlich, die Schlümpfe sind auch dabei. Einige kenne ich aber auch nicht. Ein Charakter namens „Boerke“, der durch sehr schwarzen Humor heraussticht, gefällt mir besonders gut. Neben den einzelnen Charakteren wird aber auch auf die unterschiedlichen Stile von Comics eingegangen. Mir war garnicht bewusst, wie vielschichtig das Genre der Bandes Designes sind. Nachdem wir die drei Stockwerke des Museums abgelaufen haben, sind wir auch kurz vor dem verhungern. So kann ich mich im Museumsladen nicht wirklich entscheiden und kaufe deshalb einfach nichts.

Das Foyer des Comicmuseums.Ein Pappaufsteller von zwei Comic-Figuren in Uniform.

In der Galerie direkt neben unserem Hotel sitzen wir kurz darauf in dem etwas sehr hippen Café Le Pain Quotidien und essen ein belegtes Brot aus der Hausbäckerei. Anschließend laufen wir noch eine Weile durch die Innenstadt, klappern Het Zinneke und Jeanneke Pis. Die beiden Figuren sind, wie auch schon das Maenneken nicht sonderlich spektakulär. Ich mache jeweils schnell ein Foto und schon geht es weiter. Außerdem gibt es für jeden auch noch eine Waffel. Inzwischen ist es auch schon Abend und wir sind ganz schön k.o.

Het Zinneke.Ein Comic an einer Hauswand.Jeanneke Pis.Streetart in Brüssel.

Auf eine Empfehlung hin gehen wir zum Abendessen ins Balls & Glory, dessen Spezialität frittierte Fleischbälle mit unterschiedlichsten Füllungen sind. Dazu gibt es für mich Kartoffelpüree. Mir schmeckt es gut, tatsächlich fand ich die Pommes am Vorabend aber deutlich besser. Den Rest des Abends verbringen wir mit unseren Büchern und einer Serie in unserem schicken Hotelzimmer.

Tag Nummer Zwei: Sonntags in Brüssel

Der Morgen startet für uns mit einem Frühstück im Café Yeti, nachdem wir netter Weise unser Gepäck nach dem Auschecken im Hotel hinterlassen durften. Am Wochenende gibt es hier nur den großen Brunch, den wir uns zum Glück teilen dürfen. Wir haben noch bis etwa fünf Uhr Nachmittags in der Stadt, da möchte ich nicht schon mit einem vollen Magen starten. So gibt es für mich wieder ein pochiertes Ei, während Fräulein Anna Granola und Pancakes bekommt. Sehr lecker! Mit neuer Kraft machen wir uns in den Tag.

Das Café Yeti in Brüssel.Kleine Gebäude in

Mini-Europe

Heute steht als erstes die Miniatur-Ausgabe Europas im Schatten des Atomiums auf dem Plan. Dazu besteigen wir eine U-Bahn, die uns zum Atomium bringt. Vermutlich jeder Brüsseler hat sich schon einmal gewundert, warum es vom Zentrum aus keine direkte Verbindung zur vermutlich bekanntesten Sehenswürdigkeit der Stadt gibt.

Der kleine Themenpark ist dann auch ganz nett gemacht, alle Länder Europas sind mit einigen Sehenswürdigkeiten vertreten. Per Knopfdruck kann man man sich die jeweiligen Nationalhymnen anhören. Dazu fahren Schiffe durch das Wasser, Wikinger kämpfen miteinander. Die vielen Kinder um uns herum habe eine Menge Spaß. Ich bin eher mittelmäßig begeistert. Wenn man auf Details achtet, sind die einzelnen Stationen eher Detailarm. Auch die Auswahl der Sehenswürdigkeiten ist teilweise ein wenig ungewöhnlich. Beispiel Deutschland: Das Brandenburger Tor verstehe ich ja. Das Beethoven-Haus in Bonn: Schön! Aber was dieses Gebäude aus Soest da soll? Keine Ahnung.

 Eine Miniatur-Ausgabe des Brandenburger Tors.Eine Miniatur-Ausgabe des Grand Place in Brüssel.Eine Miniatur-Ausgabe des Beethovenhauses in Bonn.

Das Atomium

Über all dem thront die ganze Zeit das Atomium, zu dem wir dann hinüberschlendern. Wie passend, dass das Wetter auch gerade umschlägt. Wir haben gestern Eintrittskarten für die Mittagszeit online gekauft und sparen uns so zumindest die Schlange an der Kasse. Für den Fahrstuhl nach oben müssen wir dann aber trotzdem kurz anstehen. Mit dem seinerzeit für seine Schnelligkeit bekannten und auch heute noch sehr flotten Fahrstuhl sind wir schnell oben. Von der Aussichtskuppel aus hat man einen schönen Rundumblick über die Stadt und Mini-Europa, das von hier aus selbst ganz winzig ist.

Mini Europe von oben.Eine der Kugeln des Atomiums aus der Vogelperspektive.Blick aus dem Atomium auf Brüssel.

Nach zwei Runden sind wir auch schon wieder auf dem Weg nach unten. So richtig Lust habe ich auf die weitere Ausstellung gerade nicht, wir laufen trotzdem die Treppe hoch in die anderen Kugeln. Und das ist gut so, denn hier wird es erst richtig interessant. Wir erfahren allerlei über den Bau der Atomiums und die Weltausstellung, dabei geht mit Hilfe von Rolltreppen und es durch die Verbindungselemente der einzelnen Kugeln. Eine richtige Zeitreise. An der ein oder anderen Stelle haben wir wieder einen schönen Ausblick nach draußen und bemerken, dass das grußelige Wetter von eben nun wieder strahlendem Sonnenschein gewichen ist.

Blick aus dem Atomium.Eine Verbindungstreppe im Atomium.Informationen rund um die Weltausstellung.

Puh, wie gut, dass das Wetter wieder besser ist – schon der kurze Regenschauer zur Mittagszeit hat meine Stimmung direkt ein bisschen gedrückt. Als wir aus dem Atomium herauskommen ist zum Glück wieder blauer Himmel angesagt. Wenn man direkt darunter steht und nach oben schaut, sieht das Bauwerk gleich nochmal ein wenig imposanter aus. Wie gut, dass man es seinerzeit hat stehen lassen!

Atomium von unten.Atomium in der Sonne.Ein Haus in der Brüsseler Innenstadt.

Wir fahren wieder zurück in die Innenstadt, ein paar Stunden haben wir noch totzuschlagen. Unterwegs fallen mir die verschiedenen toll gestalteten U-Bahn-Stationen auf, von denen ich auch vorher schon gelesen hatte. Eigentlich müsste man alleine für die eine eigene Fototour machen.

Wir fahren wieder zu dem Park beim Palast, den wir gestern ausließen als es Anfing zu regnen. Aber auch heute meint es das Wetter wieder nicht gut mit uns. Es ist ganz schnell wieder zugezogen und fängt sogar an zu regnen. Gerade als ich anfange mich zu ärgern nicht besser vorbereitet zu sein, kommen wir per Zufall am Musée BELvue vorbei und gehen spontan hinein. Eine gute Entscheidung! Die Ausstellung über die Geschichte Belgiens, seine Wirtschaft und die verschiedenen Minderheiten ist wirklich prima und super interessant. Die Zeit vergeht wie im Flug.

Ausstellung im Musée BELvue.

Am Ende ist es dann doch später Nachmittag und wir machen uns mit einem kleinen Umweg über das Hotel auf den Weg zum Bahnhof. Nachdem wir kurz mit dem Zubringer-Zug feststecken und ich unseren ICE schon wegfahren sehe, geht dann aber doch alles gut und wir fahren bequem zurück nach Köln.

Menschen auf einem Bahnsteig.

Von fünf Sternen, einem Besuch im Post Tower und Festivalkarten

Die Arbeitswoche ist ein bisschen unspektakulär. Einzig die Fahrerei nervt wirklich dieser Tage. Die Baustelle zwischen Köln und Bonn wird aber noch ein paar Tage bestehen und somit werde ich auch weiterhin ewig für den Heimweg brauchen. Ich bin mittelmäßig begeistert.

Am Donnerstag Abend treffe ich mich mit einigen meiner ehemaligen Kollegen zum Konzert von Fünf Sterne Deluxe. Ich berichtete. Der Abend endet damit, dass ich unsere Haustür auseinander baue. Nachdem der Türöffner nach Fräulein Annas Bericht den ganzen Abend lang brummte, ist die Platte an der Tür schon ordentlich warm und es riecht ein wenig verschmort. Mit Hilfe eines kleinen Schraubenziehers setze ich das Teil außer Gefecht.

Der Freitag Morgen ist dann gar nicht so entspannt, wie man das von einem freien Tag vielleicht erwartet. Ich telefoniere mit den Vermietern, fachsimple mit dem Elektriker an der Haustür und kümmere mich darum, dass alle Hausbewohner überprüfen ob bei ihnen die Türöffnungstaste klemmt. Vielleicht bin ich hier inzwischen so eine Art Hausmeister. Nachdem ich dann auch noch telefonisch herausgefunden habe, warum die AOK mich angeblich nicht mehr kennt, ist es dann auch schon Zeit zum Aufbruch.

Ein 360-Grad-Bild von mir vor dem Post Tower.
Ich mag die kleinen Planeten sehr gerne, die man mit der Ricoh Theta basteln kann.

Heute steht nämlich auch noch der Instawalk bei der Deutschen Post auf dem Programm. Gemeinsam mit vielen anderen Menschen, die ich zum großen Teil nicht kenne, darf ich im Post Tower bis ins dreißigste Stockwerk und habe eine schöne Aussicht auf Bonn und das Gelände der Klimakonferenz. Danach bekommen wir dann auch noch die unterschiedlichsten Fahrzeuge vorgestellt, die die Post in den vergangenen Jahren entwickelt hat. Da ist vom Rad für Briefträger über den bekannten Elektro-Scooter bis hin zum windschnittigen LKW-Anhänger alles dabei. Eine sehr interessante Veranstaltung. Ich mache das ein oder andere Bild von oben. Leider habe ich es noch nicht geschafft sie durchzuschauen.

Das Wochenende nutze ich zum Aufräumen: Zum einen miste ich ein wenig in meinem Arbeitszimmer-Schrank aus, zum anderen sortiere und bearbeite ich endlich auch die Bilder aus unserem Brüssel-Wochenende. Ein entsprechender Beitrag ist inzwischen zumindest etwa halb geschrieben.
Das Highlight des Wochenende ist dann aber sicherlich der Telefon-Marathon, den Fräulein Anna und ich am Sonntag-Abend hinlegen. Ab achtzehn Uhr werden nämlich die Tickets zum nächsten Beach Motel van Cleef-Festival verkauft. Es braucht über dreihundert Anrufversuche mit drei Telefonen, bis wir es nach über zwanzig Minuten eines der begehrten Zimmer ergattern. Puh.

Fünf Sterne Deluxe, Live Music Hall

Vermutlich habe ich etwa zu meiner Abiturzeit das letzte Mal ernsthaft Hiphop-Musik gehört. Ganz bestimmt damals auch Fünf Sterne Deluxe. Und aus hauptsächlich nostalgischen Gründen lies ich mich dann dazu hinreissen, mir eine Karte für das Konzert in der Live Music Hall zu kaufen.

Über die An- und Abreise alleine könnte ich sicherlich schon einen Roman schreiben. Persönliche Unfähigkeit zum einen und die manchmal unerklärlichen Wirrungen der Deutschen Bahn ließen mich auf dem Hinweg nach Köln-Mühlheim fahren. Auf dem Rückweg strandeten wir dann einige Zeit in Hürth-Kalscheuren, bis eine aus dem Nichts auftauchende Bahn uns doch noch wohlbehalten am Bonner Hauptbahnhof ablieferte.

Aber eigentlich bin ich ja zu diesem Musikkonzert da. Direkt bei der Ankunft laufe ich meinen ehemaligen Chefkoch-Kollegen in die Arme, mit denen ich ja verabredet bin. Uns fällt schon bald auf: Keine Kinder! Das Konzertpublikum ist eher so im Ü30-Bereich und der ein oder andere hat seinen Stil auch seit den frühen 2000ern einfach nicht geändert. Witzig. Nachdem ein junger Mann auf der Bühne mit seinen schwer politisch-gesellschaftskritischen Rhymes schlechte Stimmung verbreitet hat und sich eine Runde darüber freute, dass er den Turnbeutel von Samy Deluxe dabei hat, dann: Fünf Sterne Deluxe.

Die finde ich dann garnicht schlecht. Die Bühnenshow mit drei großen Screens und vielen Animationen ist ein bisschen beeindruckend und gut gemacht. Die Musik auch. Das neue Album „Flash“ hatte ich nur ein bisschen angehört, man erkennt direkt mit wem man es zu tun hat. Neben vielen Titeln vom aktuellen Album stehen auch ein paar Klassiker auf der Setlist: Ja, Ja… Deine Mudder oder auch 17 + 4 und natürlich Dein Herz schlägt schneller. Die unterhaltsamen anderthalb Stunden sind schnell vorbei.

Mein Fazit: Ich finde es schön dort gewesen zu sein, mein Highlight des Jahres war das Konzert aber sicherlich auch nicht dafür kann ich inzwischen einfach viel zu wenig mit der Musik anfangen. Und dann habe ich auch noch vergessen ein Foto zu machen. Herrje.

Von viel Arbeit, einer Hochzeit und einer Reise

Da war was los in der letzen Woche. Gleich zwei Feiertage mitten drin, gar nicht schlecht. Die nutzten Fräulein Anna und ich, um nach Dortmund zu düsen und der Hochzeit von Sabine und Jan beizuwohnen. Ein cooler Abend mit vielen netten Leuten, von denen ich viele nur vom Namen und Erzählungen her kannte. Ich freue mich sehr, nun mehr Namen mit Gesichtern verbinden zu können.

Drumherum: Ziemlich viel Arbeit. Meine Güte.Und dazu bessert die Bahn dann auch noch Schienen zwischen Köln und Bonn aus. Das macht meinen Arbeitsweg ziemlich anstrengend. Einen Tag fahre ich lieber Straßenbahn, das geht noch am komfortabelsten. Am Donnerstag verpasse ich den Reha-Sport weil ich fast eine Stunde in Ehrenfeld am Bahnhof stehe und auf den Zug warte. Trotzdem ein Highlight: Dominik ist seit dieser Woche mein Arbeitskollege und das ist ziemlich cool.

Ein 360-Grad-Planet-Bild vom Grand Place in Brüssel.Ein 360-Grad-Planet-Bild vom Atomium.

Am Ende bin ich froh, als das Ende der Woche erreicht ist.Auf den Freitag Abend hatte ich mich jetzt wirklich ausführlich und lange gefreut. Statt wieder nach Hause zu fahren treffe ich mich mit Fräulein Anna am Bahnhof und schon kurz darauf sitzen wir in einem ICE nach Brüssel. Dort haben wir uns für zwei Nächte in einem Hotel eingemietet und wollen uns die Stadt ein wenig anschauen. Ich werde extra berichten.