John Wick: Kapitel drei

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Als es gestern Abend zu heiß für alles ist, mache ich mir einen Film an. Einfach so. Und dann sitze ich auf dem Teppich im einigermaßen kühlen Arbeitszimmer und schaue mir Kapitel drei der Geschichte rund um John Wick an. Der hat, nachdem er sich im letzten Teil eines groben Regelverstoßes der Hohen Kammer gegenüber schuldig gemacht hat, nun ein ernsthaftes Problem. Er wurde Exkommuniziert und ist auf der Flucht.

Diese führt ihn unter anderem nach Marokko, wo er auf eine alte Bekannte trifft. Natürlich gibt es allerlei Schlägerei, Messerstecherei und Schießerei. Und war ich von der Choreographie eben jener in den anderen beiden Teilen schon begeistert, stellt Halle Berry als Sophia zusammen mit den beiden Schäferhunden alles in den Schatten.

Danach wird es leider ein wenig eintönig. Weiterhin gut – aber irgendwie hat man sich dann auch irgendwann an der Prügelei satt gesehen. Das Ende wird dann ein ziemlicher Cliffhänger und nun habe ich bis nächsten Sommer Zeit, bis die nächste Prügelei in Teil vier startet.

Daniel Suarez: Darknet

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Darknet schließt direkt an die Handlung von Daemon an. Ich will gar nicht zu viel Spoilern, deshalb bleiben wir lieber allgemein: Nachdem der erste Band der Reihe eher der klassische „Mensch gegen Maschine“-Kampf war, besteht der Konflikt nun eher zwischen verschiedenen Gesellschaftsformen und Lebenseinstellungen. Ich lese da sehr viel Kapitalismuskritik heraus, dafür bin ich ja ein bisschen anfällig geworden.

Das Buch begleitet einige der Protagonisten, die wir bereits im ersten Band kennenlernen konnten, auf ihren Wegen bis es schließlich zum versuchten Umsturz der Weltordnung und einer entscheidenden Schlacht kommt. Und am Ende hatte Matthew Sobol, das ebenso tote wie genial-verwirrte Mastermind hinter dem Daemon irgendwie doch alles vorrausgesehen.

Auch der zweite Band der Reihe hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht – wenn er auch nicht ganz so fesselnd war, wie der erste Teil.

John Wick, Kapitel eins und zwei

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In der Summe waren es fünf Maschinen Wäsche, die ich an drei Abenden wegfaltete, während ich die ersten beiden Kapitel der Abenteuer von John Wick schaute. Keanu Reeves mag ich ja schon ziemlich gerne, der scheint ein ganz netter Typ zu sein und Filme mit ihm habe ich in guter Erinnerung. Als John Wick spielt er einen Auftragsmörder im Ruhestand, dessen Frau stirbt. Dann passiert die Sache mit dem Hund, die mich jedes Mal aufs Neue sehr trifft. Und dann geht es eigentlich zwei Filme lang permanent rund.

“Er arbeitet sehr konzentriert, voller Hingabe und seine Willensstärke ist geradezu unmenschlich.”

sagt so ein russischer Mafia-Typ über John Wick. Dieser Satz könnte auch aus meinem letzten Arbeitszeugnis stammen.

Die Filme sind schnell und brutal und dann musste ich an der ein oder anderen Stelle noch einmal ein bisschen zurückspulen, um mir die großartige Choreographie der Kampfszenen noch einmal anzuschauen. Unmengen an Gegnern ströhmen auf Wick ein und werden mit beeindruckender Akkuratesse niedergemacht. Ich freue mich schon auf Teil drei, den ich im Gegensatz zu diesen beiden Teilen auch noch nicht schon einmal gesehen habe.

Cover des Videos "John Wick (2014) - Official Trailer - Keanu Reeves"
Cover des Videos "John Wick: Chapter 2 (2017 Movie) Official Trailer – ‘Wick Goes Off’"

Spritze zwei

Alltäglich Belangloses

Es ist genau sechs Wochen her, dass ich meine erste Corona-Schutzimpfung bekommen habe. Heute dann: Teil zwei der Veranstaltung, gleiches Prozedere. Am späten Nachmittag setze ich mich wieder auf’s Rad und bin wieder überrascht, wie schnell man doch überall damit sein kann. Beim Impfzentrum im World Congress Center ist im Eingangsbereich alles wieder gut organisiert. Ein Mann findet mich direkt auf der Liste, misst mir mit den Worten „Jetzt bekommen Sie einen Kopfschuss!“ die Temperatur und ein zweiter guckt kurz darauf auf meine Unterlagen, ignoriert die extra noch am Nachmittag im Copyshop ausgedruckte zweite Ausführung und schickt mich in den Warteraum. Alle sind sehr nett und zuvorkommend. Eine junge Frau weist mir einen Sitzplatz zu und nach wenigen Minuten schon sitze ich mit zwei Ärztinnen in einer Kabine. Wieder unterhalte ich mich kurz und nett, wir freuen uns über das sonnige Wetter, es piekst kurz in meinen linken Arm und dann sitze ich auch schon mit dem obligatorischen Pflaster auf dem Arm im Warteraum.

Auf meine Nachfrage erzählt man mir, dass ich wegen des QR-Codes für die Corona-Impfnachweis-App in eine Apotheke müsse. Das geht ab heute. Scheinbar wurden nicht ausreichend geliefert, so dass die schon nach einer Woche wieder aus waren. Aber das ist für mich sowieso erst in zwei Wochen interessant. Erst einmal geht es nun nach Hause. Für den Rückweg entscheide ich mich für die Strecke auf der Rheinpromenade. Das Wetter ist angenehm, ich habe sowieso schon ein paar okaye Tage hinter mir und heute Abend geht es mir besonders gut. Ein weiterer Schritt in Richtung „Normalität“.

Körperschaftssteuer

Alltäglich Belangloses · Pfadfinder

Post vom Finanzamt: Ich möchte doch bitte eine Körperschaftssteuererklärung abgeben. Ein genauerer Blick verrät: Nicht ich, sondern die Idar-Obersteiner Pfadfinder sollen. Vertreten durch mich, ihren Vorsitzenden. Das wundert mich, denn das mussten wir bisher noch nie. Ein Anruf klärt: Die Überprüfung der Gemeinnützigkeit, die alle drei Jahre stattfindet und sonst mit dem Einsenden der entsprechenden Protokolle der Mitgliederversammlung und einer Kassenaufstellung erledigt war, ist nun eine Steuererklärung. Nun denn.

Also kurz ein wenig auf diese allseits voranschreitende Digitalisierung schimpfen und dann verabrede ich mich mit Jörg zum gemeinsamen leidvollen bildschirmgeteilten Ausfüllen des sicherlich hochkomplizierten Elster-Formulars. Es konnte ja keiner ahnen, dass das Durchgehen des Formulars am Ende dann tatsächlich nicht sonderlich anstrengend werden würde. Mit Hilfe eines erklärenden PDFs, was mir die Frau vom Finanzamt empfohlen hatte, klicken wir uns locker in einer knappen Stunde durch. Die meisten Sachen müssen wir als gemeinnütziger Verein der Jugendhilfe überhaupt nicht ausfüllen. Und so sitzen wir schon bald beide kleine Bretzeln mampfend vor unseren Bildschirmen und reden über alles mögliche, nur nicht die Köperschaftssteuer. Das ist schön.

Daniel Suarez: Daemon

Bücher

Nach dem Tod von Matthew Sobol geschehen merkwürdige Dinge: Menschen werden umgebracht, Firmen gehen Bankrott. Im Rahmen der Ermittlungen trifft Detective Sebeck unter anderem auf den Computerspezialisten Ross und die NSA-Analytikerin Philipps, bevor er selbst in die Schusslinie gerät. Sobols Tod erweckt einen digitalen Daemon, der einiges in Gang setzt. Die Hinterlassenschaft des Multimillionärs, Genies und Spieleentwicklers ist eine Spur der Verwüstung. Spätestens als selbstfahrende Fahrzeuge und Motorräder mit eingebauten Zwillingsschwertern Teil der Geschichte werden geht es zwar zum einen richtig rund, wird es aber auch wirklich unrealistisch. Aber was soll’s.

Ich habe über das lange Wochenende mal wieder ein Buch gelesen und das hat mir sehr viel Spaß gemacht. In der Vergangenheit fehlte mir irgendwie immer der Einstieg und dann die Motivation weiterzulesen. Geholfen haben mir dieses Mal zwei Dinge: Die spannende Geschichte, geschrieben von Daniel Suarez und eine dimmbare Stirnlampe. Mit deren Hilfe konnte ich auch bis spät in die Nacht lesen, ohne meine Mitschläfer zu stören. Vor allem Herr Max ist ein bisschen empfindlich, was Licht Nachts angeht.

Daemon ist der erste von zwei Bänden die aufeinander aufbauen. Darknet liegt bereits auf dem Nachttisch.

Ausnahmezustand

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Wäschefaltzeit ist Filmguckzeit. Dieser Tage schlägt Netflix mir den Film „Ausnahmezustand“ vor. Der hat schon ein paar Jahre auf dem Buckel und ist von neunzehnhundertachtungneunzig. Aber die Geschichte ist dennoch nicht ganz unaktuell: Islamische Terroristen verüben Selbstmordanschläge und halten damit New York in Atem. Es ist ein bisschen gruselig, einen Film mit dieser Handlung zu sehen und bei fast jeder Großansicht der Stadt sind die beiden markanten Zwillingstürme des World Trade Centers zu sehen.

FBI-Agent Hubbard (Denzel Washington) ermittelt im Fall der Anschläge. Irgendwie mischt die CIA mit und auch das Militär in Form von Bruce Willis als Armeegeneral ist mit dabei. Am Ende kommt es zu dem namensgebenden Ausnahmezustand und die Armee beginnt Menschen aufgrund ihrer Herkunft zu verhaften. Auch das finde ich ziemlich gruselig und falsch. Und ganz am Ende klärt sich dann alles ein klein wenig anders auf, als man das vielleicht erwarten könnte.

Ausnahmezustand ist kein schlechter Film und 90er-Jahre-Thriller mag ich schon meistens – ich weiß garnicht woran das liegt. Die Machart ist irgendwie anders.

Cover des Videos "Ausnahmezustand"

Star Trek: Discovery, Staffel drei

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Über die erste Staffel Star Trek: Discovery schrieb ich vor zweieinhalb Jahren:

Und schon sind wir mitten drin in der Handlung, die zwar für mich die ein oder andere Länge hatte, gerade aber auf dem Endspurt wirklich fesselnd war.

Staffel zwei war dann irgendwas mit einem roten Engel und Zeitreisen und eventuell habe ich das alles nicht mehr so richtig in Erinnerung. Als ich dann letzte Woche aber etwas matschig nach dem Zahnarzt-Besuch im Bett liege, ist das ein guter Zeitpunkt um sich die aktuelle Staffel der Serie anzuschauen. So richtig viel habe ich mir eigentlich nicht erwartet und dann bin ich auf einmal irgendwie mittendrin. Etwa die Hälfte der Staffel schaue ich dann auch direkt an diesem Tag, versacke am Wochenende noch einmal ein bisschen und so verbleibt mir gestern Abend nur noch eine Folge.

In der dritten Staffel von Star Trek: Discovery ist die Besatzung samt Raumschiff in der Zukunft gelandet. Die Förderation gibt es zwar noch, aber so weit her ist es mit ihr nicht mehr. Grund dafür ist unter anderem auch ein Ereignis mit dem Namen „Der Brand“, das unfassbar viele Schiffe gleichzeitig einfach explodieren lies. Mit viel Elan, der ein oder anderen flexiblen Auslegung von Befehlen und einer großen Portion Idealismus ausgestattet macht sich die Discovery daran, herauszufinden was seinerzeit passierte und die Förderation wieder aufzupäppeln.

An der ein oder anderen Stelle war es auch dieses Mal wieder ein bisschen lang, finde ich. Gestern Abend bin ich aber richtig enttäuscht, als ich bemerkte, dass ich gerade die letzte Folge schaue. Das ist ein gutes Zeichen.

„Eins-sieben ist zerstört“

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Zu Zahnärzten habe ich eigentlich nicht so richtig ein Verhältnis. Es gibt zwar den ein oder anderen Beitrag schon zu dem Thema, aber meistens geht es dabei nur um meine jährlichen Routinebesuche und Zahnreinigungen. Heute steht dann tatsächlich ein Novum auf dem Plan: Mir soll ein Zahn gezogen werden! Oder zumindest die Reste davon, denn der zu entfernende Kandidat oben ganz rechts ist ein alter Bekannter: Bereits zweitausendsieben wurde er das erste Mal behandelt, wurde dann im Jahr darauf ausgebessert, um schließlich vor gut acht Jahren mit einer Krone überzogen zu werden. Eben diese wurde vor einigen Jahren mit Hilfe von Gummibärchen entfernt und noch einmal neu eingesetzt. Schließlich ist sie dann, wieder während ich Gummibärchen kaue, vor etwa zwei Wochen mitsamt ihrem Stift herausgebrochen und fortan steckte nur noch der tote Zahnstumpf in meinem Kiefer. Eins-sieben ist zerstört.

Das sagt die Zahnärztin dann heute Morgen auch bei der Bestandsaufnahme, bevor sie mir eine Spritze in den Kiefer steckt. Gemeinsam warten wir darauf, dass meine Zunge schwer wird und die Extraktion beginnen kann. Ich halte brav den Mund auf und die Augen geschlossen, während zuerst der Rest des Zahns soweit freigelegt wird, dass man ihn packen kann. Gezogen ist dann schnell, ein bisschen Wundversorgung folgt. „Bitte beißen sie nun mindestens zwanzig Minuten auf diesen Tupfer!“ sagt die nette Zahnärztin. Das mache ich brav, ständiger Begleiter ist die Angst, dass ich mir gerade meine betäubte Zunge durchbeiße und es nicht merke.

Den Rest des Tages liege ich ein bisschen matschig in der Ecke. Die Schmerzen sind aushaltbar, ich trinke vorsichtig und kann auch am frühen Nachmittag wieder etwas essen. So einen Quatsch brauche ich nicht öfter. Zum Glück sind meine restlichen Zähne wirklich gut in Schuss.

Unlocked

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„Das ist schon so ein Martin-Film.“ sagt Dominik. Und damit hat er nicht unrecht. Eine recht spannende Spionage-Geschichte, eine Verschwörung, Schießerei. Ich mag den Geheimdienstkram. Und ich mag Noomi Rapace gerne. Sie spielt die CIA-Agentin Alice Racine, die einen vermeintlichen Terroristen verhören soll. Natürlich ist alles nicht so wie es scheint und der Spaß geht los. Orlando Bloom spielt auch eine Weile mit. Von ihm habe ich seit dem etwa zweiten Film der „Fluch der Karibik“-Filme nichts mehr mitbekommen. Und auch scheinbar nichts verpasst, ich fand ihn eher nervig. Der Film wird dadurch aber nicht schlechter.

Cover des Videos "Unlocked (2017 Movie) Official US Trailer – Orlando Bloom, Noomi Rapace"