Suchergebnisse für Thomas A. Ruhk

Thomas A. Ruhk – Totenbaum

Ich lese ja ganz gerne. Das ist eine prima Abwechslung zum Serien gucken und all dem anderen Mist, den man Abends so machen kann, wenn man sich eigentlich auf was wichtiges vorbereiten sollte.

Dieser Tage habe ich nun Totenbaum von Thomas A. Ruhk zu Ende gelesen. Dies ist, nach dem schon besprochenen Strohbär, der zweite Roman des Autors der aus meiner Heimatstadt kommt.

Die Akteure des Romans sind soweit alle schon bekannt: Es dreht sich wieder um den Kommissar Finn Steinmann, der nach Idar-Oberstein gerufen wird, als dort gleich drei Leichen um eine alte Fichte gefunden werden. Wie soll es anders sein: Es handelt sich um einen Fall, der sich rund um Druiden und deren Geschichte aufspannt. Ruhk hat wieder ein spannendes Buch geschrieben, dass mich sehr gefesselt hat, so wirklich vorhersehbar ist das Ende nicht.

Wie schon beim letzten Mal finde ich es sehr spannend einige der Orte zu kennen, an denen die Handlung spielt. Der „Kopf-Film“ ist so um einiges spannender als sonst, vor allem „High Noon auf der Kirschweiler‘ Festung“ ist fast nicht zu toppen.

Prädikat: Lesenswert.

Disclaimer: Wie Matthias schon beim Strohbär kommentierte: Ich habe zusammen mit dem Schwager des Autors Abitur gemacht. Dieses Mal ist der gute Claus auch in der Danksagung erwähnt. Eventuell bin ich durch diese Beziehung zum Autor ein wenig voreingenommen.

Thomas A. Ruhk – Strohbär

Geradezu in mich hineingesaugt habe ich den Inhalt des Buches Strohbär von Thomas A. Ruhk.

Ein schreckliches Verbrechen wird 30 Jahre später erbarmungslos gerächt…
Der anonyme Anrufer spricht „von einem Stück Gerechtigkeit“, dass die Polizisten in der leer stehenden Schmiede erwarte. Der furchtbare Anblick der nackten männlichen Leiche inmitten eines Strohkreises schockiert selbst die abgebrühtesten Kollegen, denn die sorgfältige Herrichtung des Tatorts deutet auf einen Ritual-Mord hin.
Kriminalhauptkommissar Finn Steinmann leitet die SOKO, die sich kurze Zeit später mit weiteren immer grauenvolleren Strohkreis-Tatorten auseinandersetzen muss, denn der Täter führt seinen Rachefeldzug kontinuierlich fort…

Sehr interessant war für mich vor allem, dass das Buch in Idar-Oberstein und Umgebung spielt, woher auch der Autor stammt. Schön beschreibt er meine Heimatstadt und deren Eigenheiten. So darf auch der obligatorische Spießbraten nicht fehlen, auch wenn dieser „gegrillt“ wird – „brutzeln“ gibt es im Hochdeutschen anscheinend nicht.
Vor dem inneren Auge spielt sich ein richtiger Film ab, wenn der Kommissar erst „in dem Kreisel hinter dem Hochhaus“ die erste Ausfahrt nimmt, die Lay hochfährt und an deren höchster Stelle rechts abbiegt. Für einen kleinen Moment hoffte ich, dass man in unserem Pfadfinderheim vielleicht eine Leiche versteckt hat.

Übrigens: Auch wenn der Krimi nicht in Idar-Oberstein spielen würde, wäre er verdammt spannend. Am Ende nimmt er noch eine kleine Wendung, mit der ich nicht gerechnet hätte und es hat mir keine Mühe gemacht, das Buch in einem Tag zu lesen.

Einzig eine Sache macht mir ein paar Gedanken: Warum wusste ich bevor ich das Buch gelesen hab nicht, was ein Strohbär ist?

„Oliver Hell – Schattenkind“ von Michael Wagner

Ich weiß gar nicht mehr wie es dazu kam. Jedenfalls stolperte ich dieser Tage über „Schattenkind“ von Michael Wagner (Affiliate-Link), einem Roman aus der Krimi-Serie rund um den Bonner Kommissar Oliver Hell. Der lokale Bezug machte mich direkt neugierig. Ich erinnere mich noch gut, wie sehr es mir seinerzeit bei den Büchern von Thomas A. Ruhk gefallen hat, dass ich die vorkommenden Orte in der alten Heimat gut kenne. An der Stelle, wo es im „Strohbär“ zum Showdown kommt, bin ich jahrelang auf dem Weg zur Hochschule vorbei gefahren. Gruselig!

Aber zurück nach Bonn, da wohne ich ja nun schon eine ganze Weile. Auf dem Weg zur Arbeit komme ich jeden Tag am Polizeipräsidium in Ramersdorf vorbei, wo Kommissar Hell und sein Team arbeiten. Wenn ich Abends spazieren gehe, laufe ich oft ein Stück durch die Argelanderstraße. In einem Keller dort passieren im Buch schlimme Dinge. Schon wieder gruselig!

In „Schattenkind“ geschiet ein Mord. Ein Arzt wird in einem Park gefunden, neben der Leiche sitzt ein stummes Kind. Und das alles an Karneval, wo die Stadt doch sowieso im Ausnahmezustand ist und eigentlich alle feiern wollen. Bis auf Kommissar Hell. Der hält genau so viel von der närrischen Zeit wie ich. Dabei soll es aber nicht bleiben: Es geschehen weitere Morde und Mordanschläge. Menschen sind nicht unbedingt an der Aufklärung des Falles interessiert und irgendwie ist der kleine Junge in die Geschichte verstrickt. Die Geschichte bleibt durchweg spannend, ich will gar nicht zu viel verraten. Auch abseits des lokalen Bezugs lohnt es sich, den Krimi zu lesen. Nur am Ende, als der Fall eigentlich schon geklärt ist, zieht es sich dann ein kleines bisschen. Es fiel mir auf jeden Fall schwer das Buch aus der Hand zu legen.

Bei Gelegenheit muss ich auch mal einen meiner Spaziergänge in Richtung Ippendorf führen. Dort wohnen die in die Geschichte verwickelten Ärzte. In der Ecke Bonns bin ich zumindest bewusst noch nicht gewesen.

Schattenkind ist schon das neunte Buch aus der Reihe rund um Kommissar Hell. Das ist zwar auf der einen Seite sehr gut, denn ich kann noch mindestens acht weitere Bücher lesen. Darauf freue ich mich, ich habe direkt mit dem ersten Band aus der Reihe angefangen. Das ist aber auch schlecht, denn ich weiß schon so ein bisschen, wie die Charaktere sich entwickeln werden. Ich werde es, im Gegensatz zu einigen Menschen in den Büchern, sicherlich überleben.